Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

hier: Die Digitalsysteme von Märklin - Teil 1


Inhaltsverzeichnis:

Die Digitalsysteme von Märklin

            - Vorbemerkungen

            - Eigenschaften und Bestandteile des Märklin-Digital-Systems bis zum Jahre 2000

Das Motorola-Digital-System

            - Vorbemerkungen

            - Delta-Control 4f (Nr. 66045)

            - Control-Unit 6020

            - Control-Unit Nr. 6021

            - Delta-Station 6607

            - Control 80 (Nr.6035)

            - Control 80f (Nr. 6036)

            - Keyboard (Nr. 6040)

            - Memory (Nr. 6043)

            - Interface (Nr. 6050 und 6051)

            - Delta-Booster (Nr. 6017)

            - Delta-Connect (Nr. 6021)

            - Digital-Infrarot-Steuergerät (Nr. 00748) und Basisstation: (Nr. 24089)

            - Der Programmer

Die Digitalsysteme von Märklin

Vorbemerkung
    Märklin hat mit Beginn des digitalen Modelleisenbahnzeitalters (1984) auf das sog. Motorola-Protokoll gesetzt. Die Firma Motorola wurde im Jahre 1928 von den Brüdern Paul V. Galvin und Joseph E. Galvin als Galvin Manufacturing Corporation (GMC) gegründet und 1947 in Motorola umbenannt. Der Name Motorola ist eine Wortschöpfung aus Motor (motion) und ola (Schall, Welle, la ola).

    In der frühen Entwicklungsphase von Prozessoren lag Motorola deutlich vor dem Konkurrenten Intel. Bei der Neuentwicklung von sog. integrierten Processor-Schaltungen (CPU's) war Motorola zu dieser Zeit führend. Schaltungstechnisch hoben sich Motorola-CPUs und deren Verwandte deutlich von Intel ab. Auffällig ist bei den Motorola-Prozessoren z. B der lineare Adressbereich, der ohne eine Segment-Offset-Adressierung auskommt und somit leichter in Assemblercode zu programmieren ist und der bei der Busanbindung weniger Aufwand macht.

    Märklin-Digital verwendete deshalb zur Ansteuerung des Busses integrierte Schaltkreise von Motorola (CPU's). Deswegen wird auch vom Märklin-Motorola-Digitalsystem gesprochen.

    Dieses Märklin-Motorola-Digitalsystem erlaubt die gleichzeitige und unabhängige Steuerung von bis zu 80 Lokomotiven und 256 Magnetartikel im gleichen Stromkreis.

    Bei den Gleichstrombahnhersteller (Zweileitersystem) hat sich demgegenüber das Digital-Command-Control-Datenformat auf breiter Front durchgesetzt. Im klassischen Märklin-Digitalsystem ist der Datenbus unidirektional, d. h. die Loks und anderen Geräte können nur Befehle von der Zentrale entgegennehmen. Die Empfänger selbst aber keine Informationen zurücksenden. Für diesen Weg nutzt das System einen zweiten, völlig unabhängigen Rückmeldebus. Zur Energieversorgung wird in den Märklin-Digital-Bus eine Rechteckspannung eingespeist, die zwischen +22 V und -22 V oszilliert. Dies ist am klassischen Märklinsystem orientiert, das mit einer Wechselspannung von bis zu 16 V im Gleis zur Ansteuerung des Motors arbeitet.

    Demgegenüber werden beim DCC-Protokoll - über das Gleis - sowohl die zum Betrieb der Züge notwendige Spannung als auch Steuerungsinformationen von einer Digitalzentrale an die Lok-Decoder übertragen. Auch Weichen und Signale (Magnetartikel) können über DCC-Signale gesteuert werden. Normungsgegenstand ist aber im Gegensatz zu Motorola allein das Protokoll (d.h. der Datenverkehr) auf den Gleisen, nicht jedoch die Kommunikation zwischen der Zentrale und evtl. weiteren Eingabegeräten, Boostern (=Stromverstärkern) etc.

    Der DCC-Standard wurde im Lauf der Zeit weiterentwickelt. Anfangs gab es nur 14 Fahrstufen, 99 Lok- und 256 Magnetartikeladressen, der aktuelle Standard sieht 14, 27, 28 und 128 Fahrstufen, sowie über 16.000 Lokadressen vor, wobei die meisten Fahrgeräte und einige Decoder auf 9999 Lokadressen limitiert sind.

    Bereits bei der Markteinführung konnten Märklin Digital-Lokomotiven mit unterschiedlich regelbaren Geschwindigkeiten vor- und rückwärts fahren. Die damaligen technischen Möglichkeiten allerdings erlaubten nur eine ansteuerbare Zusatzfunktion, etwa einschaltbare Beleuchtung, Raucherzeugung oder Einsatz der TELEX-Kupplung. Gleichzeitig ermöglichte die stets am Gleis anliegende volle Spannung von 16 Volt konstante Innenbeleuchtung von Zügen sowie gleichbleibend helle Spitzensignale der Triebfahrzeuge (auch bei einem Halt).

    Das erste Märklin Digitalsystem wurde unter dem Namen "Motorla-System" bekannt, da es das Motorola I Protokoll verarbeitete. Daraus wurde dann von Märklin (vor allem für Anfangspackungen) ein einfaches Digitalsystem mit dem Namen "Delta-System" abgeleitet.

    In den 1990ger Jahren wurde das Motorola-Protokoll weiter entwickelt zum sog. Motorola II-Protokoll. Märklin brachte mit dem Motorola II-Protokoll eine aktualisierte Control-Unit (Art.-Nr. 6021) auf den Markt. Sie ermöglicht bis zu vier Sonderfunktionen - zusätzlich zum Lichtwechsel.

    Im Jahre 1992 erweiterte Märklin sein Motorola-Digital-System um eine vereinfachte Variante für kleine Spiel- und Modelleisenbahnen - das sog. Delta System. Auch dieses Delta-System basierte auf dem Motorola-Protokoll. Mit dem Delta-Digital-System können allerdings nur bis zu fünf Lokomotiven gleichzeitig gesteuert werden. Die Erweiterung auf das größere Märklin Digital-Motorola-System ist problemlos möglich, da der Modellbahner die Delta-Bausteine weiter verwenden kann.

    Das Märklin-Delta-System eignet sich aber ausschließlich zur Steuerung von Lokomotiven. Magnetartikel können damit nicht gesteuert werden.

    Märklin hat in den 1990ger Jahren auch zwei verschiedene DELTA-Steuergeräte auf den Markt gebracht.

    - die Delta-Control (Nr.6604)
    - die DELTA-Station (Nr.6607)

    mit der Delta-Control lassen sich vier Loks mit fest programmierten Adressen anwählen. Eine zusätzliche Lok kann über den anschließbaren Delta-Pilot (Nr. 6605) unabhängig und gleichzeitig gesteuert werden.

    An die Delta-Station (Nr.6607) können bis zu vier Handregler (Delta-Mobil - Nr. 6608) angeschlossen werden. Wer jedoch fünf oder mehr Triebfahrzeuge einsetzen möchte, ist gezwungen Loks mit gleicher Decoderadresse entweder vom Gleis zu nehmen oder auf einem physikalisch abschaltbaren Gleis abzustellen bis keine Lok mit der gleicher Adresse mehr unterwegs ist.

    Märklin bietet bis heute noch sein Delta-System, vor allem für den Einsteiger, in seinen Startpackungen an.

    Für den Märkliner der sich bereits "Digital" weiter entwickelt hat, bietet nun Märklin das "Märklin-Digital-Systems" an. Dieses Digitalsystem versteht nun nicht nur das Motorola-Protokoll, sondern auch das internationale DCC-Digital-Protokoll. Als Vertreter dieser neuen Digital-Generation sei hier die "Mobile-Station" und die "Central-Station" genannt.

    Ein Vorteil des einfachen Delta-Systems und auch des Märklin-Motorola-Digital-Systems besteht darin, dass alle Loks die mit den einfachen Delta-Lokdecoder ausgestattet sind auch mit dem neuen "Märklin-Digital-Systems" fahren können, da die neuen Märklin Zentralstationen - wie bereits gesagt - sowohl das Motorola, als auch das DCC-System verstehen.

    Mit den modernen Zentralstationen stehen dann 15 mögliche Detla-Adressen zur Verfügung, die auf dem „Mäuseklavier“ auf der Lokplatine eingestellt werden. Die 16. Adresse wird für den Betrieb einer DELTA-Lokomotive im analogen Fahrbetrieb benötigt.

    Weiter wollen wir hier nicht mehr einsteigen. Dies bleibt einem weiteren Aufsatz vorenthalten. Wichtig ist hier zu wissen, dass Märklin mittlerweile mit seinem Märklin-Digital-Systems, sowohl das alte Motorola-Format, als auch das DCC-Format grundsätzlich verarbeiten kann (Mobil-Station   / Central-Station  ). Dennoch kann nicht jeder DCC-Lokdecoder mit dem Märklin-Digital-System gesteuert werden.   Demgegenüber können alle   alten Märklin Digital-Decoder  (Motorola-Protokol)   auch mit den neuen Märklin-Stationen gesteuert werden. Allerdings bestimmt die schwächste Digital-Komponente den Umfang der möglichen Funktionen.

Seitenanfang


Eigenschaften und Bestandteile des Märklin-Digital-Systems bis zum Jahre 2000


Eigenschaften
Datenformat Motorola
Protokoll Motorola
Ausgangsstrom 2,5 Ampere
Überlastungsschutz ja
Handregler nein
Lok-Adressen bis 80
Funktionen 5
Fahrstufen 14
Mehrfachtraktion nein
Schaltadressen 256
Schaltartikel 256
Rückmeldung ja
Zug-Nr.-Erkennung nein
Gleisbildstellpult ja
Bussystem IIC-Bus
Interface ja
Übertragungsrate > 2400 Baud
Software-Update nein
         
Digitalsystem Märklin
Datenformate bis 2000 MM
Zentralen Control-Unit
Steuergeräte Control 80f
Eingabegerät Keyborad, Memory
Rückmelder ja
Interface extern
Lokdecoder / Funktionsdecoder ja / ja
Booster ja
Fahradressen 80
Fahrstufen 12
Mehrfachtraktion --
Schaltbare Magnetartikel 256
IIC-Bus ja
s88 ja
         


Märklin-Digital-System

Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Seitenanfang





Digital-Geräte die nur das Motorola-Protokoll verarbeiten


Vorbemerkungen zum Märklin Motorola-Digital-Systen

Das von Märklin aus den 80er Jahren stammende Motorola-Format (MM) bietet folgende Möglichkeiten:

- Maximal 80 Lokadressen, Adresse 01 bis 80.
- Maximal 256 Magnetartikeladressen
- 5 Funktionen pro Lokadresse
- 14 Fahrstufen (27 mit Zwischenstufen)
- Keine Rückmeldung der Loks

Wichtig zu wissen ist hier auch, dass Märklin mit Einführung des Motorola-Digital-Systems sich vom Wechselstromsystem verabschieden musste. Digital funktioniert eben nur mit Gleichstrom. Auch heute noch ist das Delta-System interessant, da für den "durchschnittlichen" Modellbahner es ausreicht wenn bis zu 80 Zügen gleichzeitig auf seiner Bahn in Betrieb gehalten werden können (je nach Digitalzentrale). Ein weiterer Vorteil des Digitalsystems allgemein und hier auch bei Delta liegt in den besseren Fahreigenschaften. So kann das Bremsverhalten der Lok wie beim Vorbild verzögert werden.

Aber auch für Nicht-Märkliner ist das Motorola-System interessant. Da das Digitalsystem auf Gleichstrombasis läuft, kann auch jeder Gleichstrombahner sich dieses System zulegen. Es müssen lediglich in die Gleichstromloks die Motorola-Decoder eingebaut werden und schon kann mit dem einfachen Märklin-Delta-System oder mit dem Märklin-Motorola-Digitalsystem gefahren werden.

Der Anschluss von Märklin-Motorola-Digital ist einfach. Der bisherige Trafo ist vom Anschlussgleis zu trennen und mit dem Wechselstromausgang an die Delta-Digitalzentrale anzuschließen. Dann eine Lok mit Motorola-Decoder auf das Gleis stellen und schon kann digital gefahren werden. Es werden somit nur wenige Geräte benötigt und zwar:

- Eine Zentraleinheit
- ein Fahrgerät (soweit nicht schon in der Zentraleinheit integriert)
- eine Lok mit Motorola-Decoder

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Motorola-Decoder es zulassen, dass eine Lok auch analog auf dem gleichen Gleis fahren kann.

Unabhängig vom Fahrbetrieb können mit dem Motorola-Digital-System auch die Magnetartikel, wie Weichen, Signale, Entkuppler digital geschaltet werden. Allerdings können dies nicht mit dem einfachen Delta-Digital-Zentralen geschaltet werden.

Die Control-Unit z.B. kann dies aber. Zum Digital-Schaltbetrieb kann dann dieselbe Zentraleinheit wie zum Fahrbetrieb verwendet werden. Als Bediengeräte stehen das Keyboard oder als Anschlussgerät für ein Gleisbildstellwerk das Switchboard zur Verfügung. Die Magnetartikel (insgesamt können bis zu 256 geschaltet werden) werden über den Decoder k87 geschaltet, der über eine Zentraleinheit angesprochen wird.
Seitenanfang


Märklin Delta-Control 4f (Nr. 66045)

Das Delta-Control 4f gehört, wie der Name bereits beinhaltet, zum Märklin-Delta-Digital-System. Dieses Gerät befindet sich in dieser Form nicht mehr im Handel (Ausnahme: Gebrauchthandel). Dennoch ist dieses Gerät gerade für kleine bis mittlere Modellbahnanlagen interessant, da der Preis für gebrauchte Geräte sehr niedrig ist und dennoch mit diesem Gerät alle Märklin-Digital-Loks gesteuert werden können. Es können natürlich auch Loks gesteuert werden, die nicht von Märklin hergestellt werden. Voraussetzung ist aber hier, dass der Lokdecoder das Motorola-Digitalprotokoll versteht. Der Hersteller Uhlenbrock hat z.B. derartige Lokdecoder in seinem Angebot.

Delta-Control 4f
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Viele Modellbahner betreiben ihr Hobby mit kleineren bis mittleren Anlagen. Ferner werden in der Regel nicht mehr als 4 bis 5 Züge gleichzeitig gefahren. Für diese Modellbahner eignet sich dieses Gerät bestens. Weshalb sich also für diese Spielsituation eine teure Central-Station oder Mobile-Station anschaffen - dies funktioniert auch mit diesem kostengünstigen Gerät. Wenn also ein Modellbahner seine Magnetartikel - wie Weichen, Signale - analog steuern will, auf ausgefeilte Funktionen seiner Digitalloks verzichten und lediglich die Beleuchtung schalten will, nicht mehr als 4-5 Loks fahren lässt, der ist mit diesem Gerät eigentlich gut bedient.

Sehen wir uns nun das Gerät im Einzelnen an:

Mit diesem Gerät können bis zu 5 Loks gefahren werden. Die Loks müssen aber mit einem Delta-Decoder bzw einem Delta-kompatiblen Decoder ausgestattet sein.

Das Gerät überträgt die Fahrreglereinstellung des Fahrtrafos an den Motorola-Lok-Decoder in der ausgewählten Lokomotive. Auch mehrere Loks können sich dadurch gleichzeitig mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf der Anlage bewegen, wobei keine elektrischen Trennstellen mehr erforderlich sind und ein einziger Gleisanschluss in der Regel bei den kleinen bis mittleren Anlagen ausreicht.

Sollte die Anlage vergrößert werden, so kann der Modellbahner auf das Märklin-Digital-Systems problemlos übergehen, ohne dass die Loks mit einem anderen Digital-Decoder nachgerüstet werden müssen.

Technische Daten

Das Delta-Control-4f-Gerät kann eine elektrische Leistung von max. 32 VA abgeben. Sollte der Leistungsbedarf am Ausgang des Delta-Control-4f höher als dieser Grenzwert liegen, so spricht der interne Überlastschutz im Delta-Control-4f an. Auslöser für einen zu hohen Leistungsbedarf kann entweder ein Kurzschluss oder der Einsatz zu vieler elektrischer Verbraucher auf der Modellbahn sein. Bei einem Kurzschluss (z. B. durch eine entgleiste Lok) sollte der Adresswahl-Schalter sofort in Stellung „Stop“ gebracht werden.

Nach einer Überlastung durch den Einsatz von   zu   vielen Verbrauchern schaltet die Delta-Control-4f   von selbst wieder - nach einer entsprechenden Abkühlzeit der integrierten Kurzschluss-Sicherung - in den Betriebsmodus zurück. Sollte diese Betriebsunterbrechung häufiger vorkommen, so ist der Leistungsbedarf der Anlage zu groß für dieses Delta-Gerät.

Zur Leistungsversorgung der Delta-Control-4f   werden von Märklin folgende Transformatoren vorgeschlagen:
- für die Netzspannung 230 V (50 Hz): Transformer (Nr. 6002) bzw. Transformer 32 VA (Nr. 6647)

Märklin verweist zwar, dass die Delta-Control-4f nur an die oben aufgeführten Transformatorentypen angeschlossen werden darf, aber es kann jeder Trafo mit den angegebenen Leistungswerten an die Delta-Control-4f angeschlossen werden. Es können auch noch die blauen Märklin-Trafos verwendet werden, wenn die Leistungsdaten passen. Zu achten ist aber, dass die Trafos keine höheren Leistungswerte als 52 VA aufweisen, da sonst die Gefahr der Zerstörung der Delta-Control-4f besteht.

Leistungsdaten des Trafos-Nr. 6002:
Leistung: 52 VA
Sekundärausgang-Wechselstrom: 16 Volt

Leistungsdaten des Trafos-Nr. 6647:
- Leistung: 2 Ampere = 32 VA
- Fahrregler-Wechselstrom: 0 - 16 V --> 32 VA
- Wechselstromtrafo: 16 V --> 32 VA

Werden diese Leistungsdaten genommen, so ergeben sich folgende Trafo-Alternativen:

Märklin-Trafo-Nr. 6631   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6173   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6177   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6647   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6117   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6210   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 280A   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6310   -->   220 Volt   -->  30 VA

Weitere Trafos mit ähnlichen Leistungsdaten bieten auch andere Hersteller wie Titan, Fleischmann etc.

Bedienung

Der Anschluss des Delta-Control-4f erfolgt entsprechend dem nachfolgendem Bild:

Anschluss Delta-Control 4f an Modellbahn
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Das Delta-Control-4f kann insgesamt 4 verschiedene Lokadressen unterscheiden:

1 = Dampflokomotive

2 = Diesellokomotive

3 = Triebwagen

4 = Elektrolokomotive

Die entsprechenden Symbole sind auf dem Gerät aufgedruckt und über den Schalter anzusteuern.

Delta-Control 4f --> Adressschalter      Delta-Control 4f --> Stopschalter
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Am Adressschalter gibt es links und rechts ein Stop-Schild-Zeichen. Diese Schalterstellung schaltet die Stromversorgung der Anlage ab. Die Schalterstellung ist besonders wichtig bei Kollisionsgefahr oder bei Gefahr eines Kurzschlusses. Auch beim Aufgleisen von Fahrzeugen empfiehlt es sich, die Versorgungsspannung abzuschalten um einem Kurzschluss vorzubeugen. Auf der Skala ist sowohl links, als auch rechts diese Abschaltung möglich. Märklin bezeichnet diese Schalterstellungen als Nothalt.

Die Delta-Control4f bietet eine weiteres Feature und zwar die Möglichkeit sog. Sonderfunktionen zu schalten. Da Digital-Lokomotiven teilweise mehrere sog. Schaltfunktionen aufweisen (von Beleuchtung bis zum Sound) können diese auch mit dem Delta-Control-4f geschaltet werden. Allerdings ist das Schalten nur auf eine Funktion möglich. In der Praxis bedeutet dies meisten das Ein- bzw Ausschalten der Stirnbeleuchtung der Loks. Über die Taste „function“ kann geschaltet werden (Eindrücken z.B. Licht an; Nochmaliges Drücken der Taste: Licht aus).

Die Einsatzgrenzen

Wie bereits ausgesagt, kann die Delta-Control-4f nur eine max Leistung von 32 VA abgeben. Wird diese Leistung überschritten, schaltet sich das Gerät ab (um Überhitzungen vorzubeugen). Mit einer maximalen Ausgangsleistung von 32 VA reicht die Leistungsfähigkeit der Delta-Control-4f normalerweise selbst für 4 fahrende Lokomotiven aus. „Leistungsfresser“ sind aber sehr schnell auf der Modellbahn vorhanden. So kann schon ein Zug mit beleuchteten Wagen die Leistungsgrenze der Delta-Control-4f überschreiten. Auch Rauchgeneratoren und Soundmodule sind erhebliche "Stromfresser". Als grobe Anhaltswerte können folgende Daten gesehen werden:

- Fahrende einmotorige Lokomotive:     Stomverbrauch: 5 — 10 VA
- Rauchgenerator:      Stromverbrauch: 5 VA
- Soundmodul:      Stromverbrauch: 5 VA
- Glühbirnchen:      Stromverbrauch: 1 - 2 VA

Der Ausbau der Delta-Control-4f

Das Delta-Control-4f-Gerät kann auf Wunsch mit dem Handregler "Delta-Pilot Nr. 6605" nachgerüstet werden. Mit diesem Handregler kann dann auch eine 5. Lokomotive eingesetzt werden.

Die Adresse dieser Lokomotive wird durch Stellen der Schalter 1, 2, 3 und 4 auf Position „on“ bei Universal-Lokomotiven mit 4-fach-Codierschalter und durch Stellen der Schalter 1, 3, 5 und 7 auf Position „on“ (2, 4, 6 und 8 auf „off) bei Digital oder Universal-Lokomotiven mit 8-fach- Codierschalter eingestellt. Der Delta-Pilot selbst bietet keine Schaltfunktion. Der Delta-Pilot wird an den beiden grauen Buchsen an der Rückseite des Delta-Control-4f angeschlossen.

Anschluss Delta-Pilot an Delta-Control 4f
Zum Vergrößern -- Bild anklicken

Seitenanfang


Märklin Control-Unit 6020

Die Control-Unit (Art-Nr. 6020) basiert ebenfalls auf dem Motorola-Protokoll. Sie ist eine reine Zentraleinheit  - ohne Bedienelemente  -.   Die Control-Unit (CU) unterstützt nur das sog. „erste“ Motorola-Format-MM1, d.h. nur Lichtfunktion und sonst keine weiteren Funktionen, auch keine absolute Fahrtrichtung. Da die  CU  keine Eingabetasten besitzt, benötigt sie zusätzlich einen Transformator und mind. Delta-Control-Schaltgerät bzw. ein Fahrgerät (Steuergerät).

Damit wird dieses Digital-Gerät, dass ebenfalls nicht mehr als Neuware zu haben ist, teuer und unwirtschaftlich. Die Control-Unit ist überholt. Ein besseres Gerät ist die Control-Unit (Art-Nr. 6021). Die CU-6021 ist – zusammen mit einem Trafo – ohne weitere Komponenten selbstständig einsetzbar.

Es können bis zu 10 Fahrpulte (z.B. Control 80 bzw Control 80f) an eine Control-Unit angeschlossen werden. Entweder werden sie direkt auf der rechten Seite angesteckt oder über ein spezielles, bei Märklin lieferbares, Flachkabel angeschlossen.

Technische Daten der Control-Unit (Art-Nr. 6020):

- Ausgangsstrom: 2.5 A.
- max. Leistung: 45 VA

Control-Unit Nr. 6020
Zum Vergrößern -- Bild anklicken

Seitenanfang


Control-Unit Nr. 6021

Diese Digitalzentrale stammt aus den Anfängen der Modellbahndigitalisierung. Die Control-Unit oder CU, wie sie von den Märklinern genannt wird, ist aber bereits eine vollständige Digitalzentrale. Als Digital-Protokoll liegt das Motorola-Protokoll (MII) zugrunde.

Beim Einsatz einer Control-Unit 6021 wird lediglich noch eine Lok mit eingebautem Motorla-Decoder benötigt und ein Trafo mit rd. 30 VA. Mit dem Trafo 6001 kann die volle Leistung der Control-Unit 6021 ausgeschöpft werden. Der Trafo liefert eine Ausgangsleistung von 42 VA (Watt) mit 16 Volt Wechselstrom.

Der Decoder kann auch ein einfacher Deltadecoder sein.

Die Control-Unit 6021 ist somit das Gehirn der Digital-Anlage. Sie wertet die Bedienungsbefehle der Fahrgeräte aus und sendet entsprechende Informationen an den Lokempfänger. Die Zentraleinheit benötigt zur Versorgung eine Wechselspannung von 16 Volt. Jeder Trafo mit einer Wechselspannungs-Ausgangsleistung von ca. 30 VA kann hierzu verwendet werden.

Mit der Central-Unit 6012 können alle Delta- und Motorola-Digitallokomotiven verwendet werden. Bis zu 80 Lokomotiven können unabhängig voneinander gesteuert werden. Durch Hinzufügen einer Control 80f (6036) erhöhen sich die Einsatzmöglichkeiten, da nun ein weiteres Fahrpult zur Verfügung steht. Ein einzelner Bediener kann nun zwei Züge gleichzeitig fahren.

Die Control-Unit Nr. 6021 ist aus der Central-Unit Nr. 6020 entstanden, die um das Motorola-II Format erweitert wurde. Leider ist die CU nicht zu anderen Digital-Protokollen, wie z.B. dem international gültigen DCC- Protokoll kompatibel
Um die Anlage voll digitalisiert mit der Control-Unit (6021) wirklich nutzen zu können - also auch Magnetartikel schalten zu können - werden Zusatzgeräte benötigt. Um Magnetartikel zu schalten ist ein
- Keyboard
- Memory
oder Interface

erforderlich. Der Anschluss bzw die Rückmeldung erfolgt mit dem S88-Bus über Interface.
Der Anschluss an einen PC hat über ein zusätzliches Interface (RS232) zu erfolgen.
Die Control-Unit 6021 ist nicht mehr im Neuwaren-Handel erhältlich. Falls sich ein Modellbahner diese Zentrale anschaffen will, sollte er sich dies genau überlegen, da die Leistungsfähigkeit dieser Digitalzentrale sicherlich sehr bescheiden ist.   Da die Control-Unit eigentlich zu teuer im Gebrauchthandel angeboten wird,  gibt es sichere bessere Alternativen.

Leistungsmerkmale:-
-  Direkte Anwahl der Lokomotiven durch Eingabe einer Ziffer zwischen Lokadresse 1 - 80

-  Geschwindigkeitsregelung der gewählten Lokomotiven

-  Schalten von bis zu 5 Sonderfunktionen pro Lokomotive

-  Nothalt bei Gefahrensituationen im Modellbahnbetrieb

Funktion der Control-Unit Nr. 6021
Die Funktionen der 4 DIP-Schalter der 6021-Control-Unit:

DIP-Schalter Nr.1
[OFF]/[ON] ----> "Fahrtrichtungsumkehr"-Information.
Um mit den Decodern der alten Art (von Zy über LME bis 701.13) kompatibel zu bleiben, ist es erforderlich den DIP-Schalter Nr.1 in  "OFF-Stellung"   zu bringen. Mit dem DIP-Schalter Nr.1 auf  "OFF"  und DIP-Schalter Nr.2 auf  "ON"  kann eine Mischung zwischen dem neuen Motorola-Protokoll (MM2) Format und dem alten Motorola-Protokoll (MM1) (für alte Funktions-Dekoder wichtig) ein geeignetes Protokoll eingestellt werden.

DIP-Schalter Nr.2
[OFF]/[ON]  ---->  Richtungsanzeigen der Control-80f (6036) werden aktiviert (zur Klarstellung: Befindet sich DIP-Schalter Nr.2 in  "OFF-Position"  wird ungeachtet der Stellung von DIP-Schalter Nr.1 nur das "reine" alte Datenformat erzeugt).

DIP-Schalter Nr.3
Nur für das neue Motorola-Format erforderlich. Die Digitalpakete werden schneller gesendet, indem die Pause zwischen jeder Serie von 18 Impulsen reduziert wird. Dies ist nicht kompatibel mit den Chips der älteren Dekoder (vor 701.13, z.B. LME03 - LME=Lenz Märklin Electronics)

DIP-Schalter Nr.4
Die Ausgangsspannung der Control-Unit wird auf +/-12 Volt stabilisiert.

Die Extrafunktionen F1, F2, F3 und F4
werden sowohl:

- bei den Funktions-Decodern (z.B. dem Digital-Kran-Decoder)
- bei den Decodern z.B. Spur-1-Dekoder 6095
- bei den H0-Decodern 60901 und 60902
- als auch den selbst modifizierten Delta-Decodern mit dem 701.17b -

hergestellt

Zu beachten ist, dass die Control-Unit-Nr. 6021 die DIP-Schalter nur während des "Einschaltens", sowie nach einem "Reset"   ("Stop" und "Go"  --   für eine halbe Sekunde gleichzeitig drücken) liest.   Daher bleibt die Veränderung der DIP-Schalter während des normalen Betriebs ohne Auswirkung.

Auf der linken und rechten Gehäuseseite hat jede Control 80f eine Stecker- bzw. Buchsenleiste. Damit können bis zu 10 Control 80 oder Control 80f Geräte auf der rechten Seite einer Control-Unit angesteckt werden. Als letzte Einheit auf der rechten Seite kann übrigens auch ein Interface angesteckt werden. Die Kombination Interface und Control 80f funktioniert allerdings nicht, da Interface und Control 80f nicht miteinander korrespondieren und damit Fehlmeldungen nicht zu vermeiden sind.

Märklin-Control-Unit 6021
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Bei der Control-Unit werden die möglichen 80 Adressen mittels der Tastatur eingestellt. Ein Druck auf die F-Tasten steuert die Sonderfunktionen,die Tasten F1 bis F4 steuern vier Extrafunktionen, sofern der betreffende Lokdecoder diese aufweist und die Control-Unit auf das neue Format eingestellt ist. Ist die Control-Unit auf das alte Format eingestellt, kann man für die alten Extra-Funktionen der Funktionsmodelle auch eine andere Adresse als die aktuelle Lokadresse einstellen. Mit dem Mäuseklavier an der Control-Unit kann zwischen dem alten Motorola-Format (MM) und dem neuen Motorola-Format (MM1) - gewechselt werden.

Die Control-Unit liefert ein digitale Ausgangssignal bis zu 2,5 Ampere, allerdings nur wenn sie mit einem Transformator mit 52 VA (Nr. 6002) versorgt wird. Es wird also grundsätzlich kein zusätzlicher Verstärker – Booster – benötigt.

An die Control-Unit können ohne Probleme weitere Fahrtpulte, Control 80f (Nr. 6036), Keyboards zur Weichensteuerung (Nr.6040), das Memory zur Fahrstraßenprogrammierung (Nr. 6043) und das Interface zum Anschluß eines PC (Nr. 6051/6051) angeschlossen werden.

Die Fahrtpulte vom Typ Control 80f bieten denselben Regel- und Kontrollumfang wie die Control- Unit. Allerdings sind sie nur mit der Control-Unit zusammen funktionsfähig.

Je mehr Lokomotiven digital gefahren werden, desto höher wird auch der Verbrauch an digitalem Fahrstrom. Das System kann deshalb durch den Booster (6017) erweitert werden, die mit einem eigenen vorgeschalteten Trafo (6001) den erhöhten Strombedarf abdecken können.

Seitenanfang






Märklin Delta-Station 6607

Auch diese Digital-Station ist nicht mehr im Handel. Allerdings wird sie im Gebrauchthandel noch häufig angeboten. Mit der Delta-Station-Nr. 6607 können aber nur bis zu 4 Loks gleichzeitig gesteuert werden - aber dennoch ditigtal.
Meistens wird die Delta-Station-Nr. 6607 mit dem Handregler Delta-Mobil-Nr. 6608 angeboten.

Delta-Station-Nr. 6607      Delta-Mobil-Nr. 6608
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Gleich noch ein Hinweis:

Mit der Delta-Station können auch alle Spur-1-Maxi-Loks und auch alle H0-Loks gefahren werden, sofern sie mit Delta-Lokdecoder ausgestattet sind. Leider können nur Lokdecoder verwendet werden, die das Motorola-Protokoll verstehen. Es gibt viele Hersteller, die Lokdecoder im Angebot haben, die das Mototola- Protokoll verstehen. Zu erwähnen ist außer Märklin auch die Firma Uhlenbrock.

Die Bedienung dieser Station ist recht einfach und dementsprechend ideal für Kinder. Durch einfaches Schieben des Schiebereglers am Handregler: Delta-Mobil können bis zu vier Loks ausgewählt und gesteuert werden. Leider können nur Loks mit den Adressen 78, 72, 60 und 24 gesteuert werden.

Der Anschluss der max. vier Handregler erfolgt jeweils vorne links (2 Anschlüsse) und rechts (2 Anschlüsse) an die Delta-Station. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für den Trafo (gelb, braun) und der Anschluss an das Gleis (rot, braun).

Nun gibt es ein kleines Problem. Wenn Delta-Lokdecoder verwendet werden, können diese Adressen an dem 4-fach Codierschalter (Mäuseklavier) eingestellt werden. Die moderneren Lokdecoder müssen programmiert werden. Sie besitzen kein Mäuseklavier und werden von einer Zentralstation programmiert. Wenn derartige Decoder verwendet werden, so können diese nicht mit der Delta-Station programmiert werden. Dazu braucht es dann eine Digitale Zentralstation, wie z.B. die Central-Station.
Ein Vorteil ist, dass die LED am Handregler meldet, wenn eine Lokadresse doppelt ausgewählt wurde.

An die Delta-Station lassen sich bis zu vier Handregler-Nr. 6608 anschließen. So können insgesamt vier Loks einzeln gesteuert werden. Anders ausgedrückt; es können vier Personen je eine Lok steuern. Da der Betrieb ohne das Eintippen von Zahlen oder Aufrufen von Menüs erfolgt und nur durch das Stellen des Schalters am Delta-Mobil (Zug auszuwählen) und durch Drehen des roten Drehknopfes erfolgt, ist dies ein entspanntes Fahrvergnügen. Das in der Regel beiliegende 2 m lange Kabel von der Delta-Station zum Handregler hat den Vorteil, dass der Modellbahner nicht am Standort der Delta-Station verweilen muss, sondern die Lokfahrt im engen Blickkontakt verfolgen kann.

Zum Kabel noch ein Hinweis:
Da die Mobil-Station nur noch im Gebrauchthandel zu erwerben ist, kommt es häufig vor, dass das 2 m Kabel fehlt. Dies ist umso ärgerlicher, da dies meistens von den Verkäufern - besonders bei Ebay - nicht erwähnt wird. Wir bekommen oft Anfragen, ob das Gerät nun nicht benutzt werden kann. Hierzu folgendes:
Das Kabel zum Handregler weist normale Westernstecker (wie beim Telefon) auf. Der Unterschied zum Telefonkabel ist der, dass die Stecker bzw Buchsen sechs belegte Kontakte aufweisen statt den vier beim Telefonkabel.
Dies ist aber kein Problem, da es diese Kabel zu kaufen gibt. Die Bezeichnung lautet RJ 12. Besonders auf die Bezeichnung 6P6C (6 Positions, 6 Connectors) achten und die Ausführung mit Stecker/Stecker kaufen. Nach den Angaben von Märklin sind Kabellängen bis 25 m einsetzbar.

RJ12-Stecker
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Ein weiterer Tipp wird von Märklin dahingehend gegeben, dass an einem Kabel ein Verteiler mit 4 Buchsen angeschlossen werden kann. Vom Verteiler aus können dann die vier Handregler angeschlossen werden. Ob sich dies allerdings lohnt ist zweifelhaft, da ja vier Anschlussbuchsen an der Delta-Station vorhanden sind.

Der schwarze Punkt am Delta-Mobil ist die Nothalttaste, die die Gleisspannung abschaltet. In deren Mitte ist eine LED, die je nach Betriebszustand grün, gelb oder rot leuchtet.

Nachteile
Ein wesentlicher Nachteil ist natürlich das nicht internationale Motorola-Protokoll. Damit ist der Kreis der einsetzbaren Lokdecoder beschränkt.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Sonderfunktionen wie z.B. "Licht einschalten" nicht schaltbar sind. Das Licht brennt somit immer.
Loks mit Telex-Kupplung sollten nicht betrieben werden, da ein Ausschalten ja nicht möglich ist
Durch die nur möglichen vier Lokadressen können max nur vier Loks gleichzeitig mit den bereits genannten Adressen gefahren werden.
Magnetartikel wie Weichen, Signale, Bahnübergänge etc können mit der Delta-Station nicht geschaltet werden. Dies ist aber eigentlich nicht als Nachteil zu sehen, da ja auch die Mobil-Station keine Magnetartikel schalten kann und vom Preis her wesentlich höher liegt.
Die (Digital)spannung ist immer am Gleis vorhanden, sofern sie nicht mit der schwarzen Taste in der Reglermitte ausschaltet wird.

Noch ein paar Worte zum Trafo, der ja für die Stromversorgung der Station benötigt wird. Grundsätzlich kann jeder Trafo verwendet werden. Allerdings ist bei älteren Märklin-Trafos darauf zu achten, dass die sog. Motorumschaltspannung nicht versehentlich zum Einsatz kommt. Die da auftretenden Spannungsspitzen verträgt kein Lokdecoder und er verabschiedet sich dann ins Nirwana. Wir haben zu diesem Thema einen Aufsatz auf einer unserer Webseiten verfasst. Lest da bitte nach, was es zu beachten gibt. Ansonsten könnt ihr wie gesagt jeden Trafo einsetzen - auch Trafos mit Fahrregler-.

Fazit
Wer nur wenige Loks gleichzeitig fahren lassen will oder kann, der ist mit diesem kostengünstigen Digitalsystem nicht schlecht beraten. Für Modellbahner die Wert auf Funktionen, wie Licht anschalten, Telex-Kupplung etc. legen ist diese Digital-Station nicht zu empfehlen. Auch für Modellbahner die ihre Magnetartikel nicht analog sondern digital schalten wollen, scheidet dieses Gerät aus (kann keine Magnetartikel schalten). Für Einsteiger und für Kinder ist es aber zu empfehlen. Das System ist robust und einfach und ohne Einarbeitungszeit zu bedienen. Hinzu kommt, dass es sich einfach anschließen lässt und durch die Handregler viel Freiheit beim direkten Spiel mit den Loks zulässt.
Mit dem entsprechenden Versorgungstrafo hat dieses System eine ausreichend Leistung für den Betrieb von vier Loks.

Seitenanfang


Märklin-Control 80 (Nr.6035)
Dieses Delta Gerät ist ein digitales Fahrgerät. Es gibt davon zwei Versionen:
- Das Control 80
und das Control 80 f.
Mit jedem dieser Fahrgeräte kann man alle 80 Lok-Adressen anwählen. Das Control 80f zeigt ferner die Fahrtrichtung an.

Auch das Motorola-Gerät "Control 80" stammt aus den 1990iger Jahren und ist der Vorgänger des Motorola-Gerätes "Control 80f". Es ist gehört dem Märklin-Motorola-Digital-System an (Motorola-Protokoll).

Beim dem Gerät handelte es sich - wie bereits ausgesagt - um ein digitales Zusatzgerät (Fahrgerät) mit Drehregler. Das Digitale-Signal zur Schiene wird z.B. von der Central-Unit-6020 erzeugt. Die Control 80 wird beim Betrieb mit der Control-Unit (6021) rechts an die CU angeschlossen. Somit kann die Control 80 als Fahrregler dienen. Insbesondere beim Betrieb von mehreren Loks mit mehreren Personen ist dies vorteilhaft.
Mit der Control 80 kann aber auch noch eine Funktion (F0) geschaltet werden und zwar:

Licht aus / Licht an
Wenn die Control-Unit (6021) zum Einsatz kommt sind noch weitere 4 Funktionen vorhanden.

Das Delta-Gerät Control 80 arbeitet noch mit dem Motorola-I Protokoll.

Auch beim Betrieb mit der Delta-Zentrale Central-Unit Nr. 6020 kann die Control 80 (6035) an diese angeschlossen werden.

Zusammenfassend ist zur Control-80 anzumerken, dass es sich bei diesem Gerät lediglich um ein Delta-Zusatzgerät handelt (Fahrregler), das an eine Digitale-Zentralstation angeschlossen werden muss.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Control-80 keine analoge Märklin-Lok steuern kann. Diese Loks fahren auf einer digital gesteuerten Anlagen ständig mit einer konstanten, relativ hohen Geschwindigkeit.

Märklin-Control 80
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Seitenanfang


Märklin Control 80f (Nr. 6036)
Das Märklin-Motorola-Gerät "Control 80f" ist das Nachfolgemodell der "Control 80". Da mit der Zentral-Station "Control-Unit" (6021) nur eine Lokomotive - gleichzeitig - angesteuert werden kann (besitzt nur einen Fahrregler) benötigt man zum gleichzeitigen steuern mehrerer Loks ein weiteres digitales Fahrgerät. Diesen Zweck erfüllt die Control 80f . So können mit der "Control 80f" nun auf gleichen Streckenabschnitten mehrere Lokomotiven - auch von mehren Personen - gleichzeitig gesteuert werden. Aber auch für einen "Single" ist es angenehm über mehrere Steuergeräte zu verfügen, da z.B. bei einem Zwei-Lokomotiv-Betrieb nicht ständig die Adressen am Fahrgerät gewechselt werden muss um Schaltfunktionen auszulösen

Die Control 80 f (6021) weist gegenüber der Control 80 folgende Vorteile auf:

- Es sind die Funktionen - F1, F2, F3, F4 - schaltbar
- Das gerät versteht sowohl das Motorola-Protokoll I und II

Die "Control 80f" wird auf der rechten Seite der Central-Unit angeschlossen und dient - wie bereits gesagt - im wesentlichen als Fahrpult für Lokomotiven um Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und Zusatzfunktionen zu bedienen.

Auf der linken und rechten Gehäuseseite hat jede Control 80f eine Stecker- bzw. Buchsenleiste. Damit können bis zu 10 Geräte auf der rechten Seite einer Control-Unit angesteckt werden. Als letzte Einheit auf der rechten Seite kann übrigens auch ein Interface angesteckt werden. Die Kombination Interface und Control 80f funktioniert nicht, da Interface und Control 80f nicht miteinander korrespondieren und damit Fehlmeldungen nicht zu vermeiden sind.
Ältere Funktionswagen (z.B. Kranwagen) und auch der digitale Drehkran können mit der Control 80f bedient werden. Eine "Control 80f" sendet die zur Steuerung einer Lokomotive nötigen Befehle an die Central-Unit. Um eine Lokomotive mit einem Control 80f zu steuern, ist die kontaktierte Lokadresse als zweistellige Adresse auf der Tastatur einzugeben. Die aktive Adresse wird auf einem zweistelligen Display angezeigt.
Lokadressen kleiner 10 sind mit einer vorangestellten Null eingegeben werden. Also z.B. 03 für die Adresse 3. Es können bis zu 10 Control 80f an eine Control-Unit angeschlossen werden. Bei Eingabe von Adressen < 01 und > 80 blinkt das Display auf um anzuzeigen, dass eine ungültige Adresse eingegeben wurde. Adressen von Lokomotiven, die gerade von einem anderen Fahrpult verwendet werden, bringen das Display ebenso zum blinken. Eine Lokomotive kann immer nur von einem Fahrpult aufgerufen sein.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Control-80f keine analoge Märklin-Lok steuern kann. Diese Loks fahren auf einer digital gesteuerten Anlagen ständig mit einer konstanten, relativ hohen Geschwindigkeit.

Delta-Control80f
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Seitenanfang






Märklin-Keyboard (Nr. 6040)

Dieses Memory ist nichts anderes als ein Stellpult für bis zu 16 Weichen/Signale. Insgesamt können 256 durch die Decoder k83 und k84 angeschlossene Magnetartikel gesteuert werden. Diese maximale Konfiguration benötigt dann allerdings 16 Keyboards.

Ein Keyboard kann 32 Einzelspulen oder 16 Doppelspulenantriebe, wie sie für Weichen verwendet werden, schalten. Zusätzlich benötigt jede Weiche, Signal oder Entkuppler einen Decoder. Der k83 Decoder steuert vier Weichen oder Signale und der k84 Decoder ist zum schalten für Beleuchtungen oder Motoren geeignet.

Das Keyboard ist zum Betrieb an eine Delta-Zentral-Station anzuschließen. Dies kann z.B. die Control-Unit sein. Auf der linken Seite der Control-Unit kann das Keyboard angeschlossen werden.

Beim Keyboard bestehen folgende Möglichkeiten. Auf der Rückseite des Keyboard befinden sich sog. "Dipschalter". Mit diesen Schaltern können die entsprechenden Adressen der Weichendecoder bzw. Signaldecoder eingestellt werden:

Falls zwei Keyboards verwendet werden, so können die entsprechenden Magnetartikeladressen wie folgt eingestellt werden:

Keyboard 1:   0   0   0   0 --> Keyboard 1 ist für die Dekoder 1 bis 16 zuständig.

Keyboard 2:   0   0   0   1 --> Keyboard 1 ist für die Dekoder 17 bis 32 zuständig.

Der Schaltvorgang der Magnetartikel erfolgt über die Tasten. Jeder Magnetartikel hat am Keyboard zwei Taster (rot und grün). Wenn die rote Taste gedrückt wird, zeigt dies eine rote Leuchtdiode oberhalb der Taste an. Beim drücken der grünen Taste erlischt die Leuchtdiode wieder.

Zusammenfassung:
Mit dem Keyboard können außer Weichen auch andere Geräte geschaltet werden. Geräte mit Doppelspulenantrieb wie Signale werden wie die Weichen bedient -- Also -- Einschalten mit der grünen Taste --- Ausschalten mit der roten Taste.
Entkoppler, da sie nur eine Magnetspule besitzen belegen auch nur eine Taste des Keyboards. Bei zwei Entkuppler werden eine rote und eine grüne Taste benötigt. Solange eine Taste gedrückt wird ist ein Entkuppler in betrieb, d.h. die Magnetspule erhält eine Stromzufuhr.

Delta-Keyboard       Delta-Keyboard-Schaltvorgänge
Zum Vergrößern Bild anklicken


Seitenanfang


Märklin-Memory (Nr. 6043)
Im Gegensatz zum Keybord (6040) können mit dem Memory zusätzlich 24 sogenannte Fahrstraßen gespeichert werden. Mit einem Tastendruck können somit bis zu 20 Weichen geschaltet werden. Dadurch können sog. Weichenstraßen mit einer Taste geschaltet werden (z.B. Bahnhofsdurchfahrt eines ICE). Diese Aussagen gelten auch für Signalsteuerungen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass bis zu 4 Memory-Geräte an die Zentralstation Central-Unit angeschlossen werden können. Das Gerät besitzt auf der Rückseite auch einen Anschluss für die Märklin Gleisbesetztmelder (s88).

Aktive Programme und Fahrstraßen werden über Leuchtdioden angezeigt. Alle Programmschritte und der aktuelle Anzeigestatus des Memory werden in einem besonderen Speicher abgelegt und bleiben auch nach Abschalten der Anlage erhalten.

Delta-Keyboard
Zum Vergrößern Bild anklicken


Seitenanfang


Märklin-Interface (Nr. 6050 und 6051)
Alle digitalen Funktionen des Märklin-Digitalsystems lassen sich auch per PC steuern. Für die Verbindung der Modellbahnanlage mit dem PC wird das Interface benötigt. Weitere Ausführungen werden hier aber nicht vorgenommen, da diese Seite lediglich einen Überblick über die Digitalen-Märklin-Geräte bieten will.
Im Übrigen ist die Steuerung einer Anlage mit einem PC sicherlich nicht für den Großteil der Modellbahner einschlägig.

Märklin-Interface
Zum Vergrößern Bild anklicken


Seitenanfang


Delta-Booster (Nr. 6017)
Bei größeren Modellbahnanlagen wird auch eine höhere Energie benötigt und die Leistung des Trafos reicht dann nicht mehr aus. Um diesem zusätzlichen Energiebedarf zu befriedigen, wird dann ein digitaler Leistungsverstärker benötigt, der Booster genannt wird.

Der Booster verstärkt nicht die Spannung und auch nicht die Stromstärke, sondern er verstärkt die Digitalsignale. Hierfür dient der Booster 6017 der die Digitalsignale verstärkt. Er verstärkt die Signale z.B. der Central-Unit (6021) auch an entlegenen Stellen der Modellbahnanlage. Die Ausgangstromstärke beträgt maximal 2,5 Ampere. Leider ist dieser Booster für das neue Märklin-Digital-Systems nicht zu gebrauchen, da er - wie bereits gesagt - nur das Motorola-Protokoll versteht.

Wenn ein Booster eingesetzt wird, muss die Anlage in einzelne Stromkreise aufgeteilt werden. Da zu jedem Booster auch ein Trafo gehört, der ihn mit Strom und Spannung versorgt. Die Trennung der einzelnen Gleisabschnitte hat mit sog. Schienenisolierern zu erfolgen.

Wichtig: Die die roten Anschlüsse von Central-Unit und Booster dürfen nicht miteinander verbunden werden.

Noch ein Hinweis: Der Booster muss natürlich auch mit der digitalen Zentralstation verbunden werden. Dazu wird der Booster mit dem fünfadrigem Märklin Kabel (6017) mit der Digitalen Zentralstation (z.B. Central-Unit) verbunden. Dadurch kann die Digitale Zentralstation die gesamte Anlage mit den gleichen digitalen Signalen versorgen, unabhängig von der Anzahl der Trennstellen und angeschlossenen Transporter.

Jeder Booster hat auf der Rückseite des Gehäuses gelbe, braune und rote Anschlussklemmen. Sie dienen der Verbindung zum versorgenden Gleisabschnitt. Ferner ist, wie bereits erwähnt ein fünfpoliger Sockel für das Verbindungskabel zur Zentralstation vorhanden.

Ein weiterer vorhandener fünfpoliger Sockel wird verwendet, wenn weitere Booster angeschlossen werden sollen. Dadurch können eigentlich beliebig viele Booster miteinander verbunden werden. Allerdings ist die Aufnahmefähigkeit von Märklin Zentralstationen beschränkt. Mit der Central-Unit können z.B. max 10 Booster angeschlossen werden.

Über die Einstellung der Micro-Schalter wird er mit dem Booster 6015 kompatibel.

Märklin-Delta-Booster
Zum Vergrößern Bild anklicken


Seitenanfang



Delta-Connect Nr.6021
Die Märklin-Connect (6021) dient zur Anbindung des Märklin-Motorola-Digital-Systems an die Central-Stations 60213 bis 60215.
Es bietet die Möglichkeit des Steuerns von 80 Lokomotiven (Motorola-Format und mfx) über die Control-Unit 6021. Ferner sind vier Lokfunktionen schaltbar(function, F1 – F4).
Auch das Schalten von Magnetartikeln mit synchroner Anzeige der Position ist möglich.
Die Besonderheit der Connect beruht darin, dass die Einsatzmöglichkeiten des Memory (6043) und der Memory-Funktionalität über die Central-Station 60213 bis 60215 ermöglicht wird.

Anschlüsse auf der Rückseite:
- M-Bu
s – Kabel (zum Anschluss an Central-Station Nr. 60213 bis 60215)
Seitlicher Anschluss: Steckerleiste zum Anschluss an die Central-Unit (6021).

Märklin-Connect
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Seitenanfang


Die Märklin Digital-Infrarot-Steuergerät (Nr. 00748) und Basisstation: (Nr. 24089)

Vorbemerkung
Das Steuergerät wurde von Märklin im Jahre 2008 in der Startpackung Circus Mondolino (Nr. 29411) auf den Markt gebracht. Das Gehäuse besteht vollständig aus Plastik und das Gerät liegt auch gut in der Hand.

Zum Betrieb des Gerätes werden folgende Teile benötigt:

- IR-Steuergerät Nr.

- Trafo

- Anschlussgleis an das C-Gleis, das zugleich als Zentrale fungiert.

Lieferumfang
- IR-Fernbedienung Nr. 00748
- Trafo (230 V/18 VA)
- Anschlussgleis (C-Gleis) mit Basis-Station (Nr. 24089)
- Bedienungsanleitung

Details

IR-Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


An der Vorderseite des Geräts befinden sich diese Tasten (von oben nach unten)

- erste Reihe:     - Lichtfunktion ein/aus

- zweite Reihe:     - 4 Funktionstasten

- dritte Reihe:     - 4 Funktionstasten
    --Große Tasten links: Geschwindigkeit reduzieren (-)
    --Große Tasten rechts: Geschwindigkeit erhöhen (+)

unterste Taste:     - Funktionstaste "Nothalt" und "Fahrtrichtungsumkehr".

Rückseite:
Auf der Rückseite befindet sich ein Schiebeschalter, auf dem die vom Delta-System her bekannten 4 Adressen einstellbar sind. Einstellbar sind (von oben nach unten): 78, 72, 60, 24. Falls zwei Loks mit gleicher Adresse vorhanden, kann einer Lok eine andere Adresse zugeordnet werden.

Die Bedienungsanleitung bei Märklin unter dem nachfolgenden Link - als PDF-Datei - downloadbar:       Zum Download

Hinweise zum Betrieb
Das Gerät kann nur mit dem Delta-Protokoll kommunizieren. Voraussetzung ist somit, dass in den Triebfahrzeugen Delta-Decoder verbaut sind. Eine andere Programmsprache wird nicht verstanden. Mit den vier Funktionstasten F1 bis F4 können entsprechend ausgestattete Lokdecoder geschaltet werden.

Soll die Geschwindigkeit erhöht werden, muss die rechte große Taste (+) entweder permanent gedrückt, oder die Geschwindigkeit hochgetastet werden. Die Anzahl der notwendigen Tastendrücke z.B. für eine mittlere Geschwindigkeit ist nicht direkt tastbar (immer wieder unterschiedliche Tastdrücke für die gleiche Geschwindigkeit).

Die Richtungstaste/Stopptaste ist eine Kombi-Taste. Wird die Taste in der Mitte gedrückt = Stopt die Lok. Taste links oder rechts drücken = Richtungswechsel. Es ist aber darauf zu achten, dass genau gedrückt wird, sonst führt dies zu Fehlfunktionen.

Hält man die Fernbedienung beim Schalten nicht in Richtung der Empfangsdiode, werden die Steuerbefehle oft nicht übertragen. Da es sich um eine Infrarotschaltung handelt, gleicht das Verhalten der Märklin-IR einer Fernsehfernbedienung.

Wichtig ist auch die Mitteilung, dass im Empfangsteil die Märklin-Motorola-Technik steckt. Die IR arbeitet somit mit einer veralteten Digitaltechnik. Der Vorteil wiederum ist allerdings, dass das IR-Steuergerät natürlich auch alle Märklin Loks mit Motorola-Decoder steuert. Leider können aber keine Loks mit DCC-Decoder angesprochen werden.

Der zum Set gehörige Trafo ist sehr schwach. Mit dem IR-Steuergerät könnten eigentlich vier Loks gleichzeitig betrieben werden. Der Trafo kann aber nur 400 mA am Gleis verkraften. Insofern können 4 Loks - mit diesem Trafo - nicht betrieben werden. Dazu wird ein stärkerer Trafo benötigt. Im Übrigen können mit diesem Trafo auch keine Magnetartikel betrieben werden. Zum Einen hat er keine zusätzliche Anschlussmöglichkeit, zum Anderen ist hierfür seine Stromstärke nicht ausreichend.

Das IR-Steuergerät besitzt noch eine automatische Abschaltung der Gleisspannung nach ca. 3 Minuten ohne Betrieb. Dadurch werden die Batterien des Steuergeräts geschont. Es werden zwei Batterien oder Accus des Typs AAA, Micro benötigt.

Seitenanfang


Der Märklin Programmer

Es gibt Delta-Lokempfänger die in Gleichstrom-Lokomotiven eingebaut werden können und welche die den Märklin-Allstrommotor ansteuern können. Um den Motorola-Lok-Decoder programmieren zu können, benötigt man den sog. Programmer. Damit kann der Decoder optimal auf sein neues Arbeitsumfeld in der Lokomotive abgestimmt werden. Folgende Einstellungen sind mit dem Programmer möglich:

1. Adresse (ohne kompliziertes Einstellen am Decoder kann jederzeit die Adresse geändert werden.)

2. Anfahrspannung (durch diese Einstellung unterstützt der Decoder das spezifische Anfahrverhalten des Lokmotors.)

3. Anfahrverzögerung (das Beschleunigungsverhalten der Lok kann in mehreren Stufen individuell für jede Lokomotive vorgegeben werden.)

4. Bremsverzögerung (Einstellen des Bremsverhaltens der Lok in mehreren Stufen zur Simulation der Masseträgheit wie beim Vorbild.)

Programmer
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Seitenanfang



linie

Zurück         Zurück

linie