Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

Die Roco-Digitalsysteme


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

ROCO/Fleischmann-Digitalzentrale "Z21"

Die Lokmaus 1 und der Verstärker Nr. 10751

Die Roco-Lokmaus-2 (10760 / 10790) bzw. Lokmaus R3 (10792)

Die Roco Multimaus Nr. 10810

Die Roco Multimaus pro Nr. 10812

Roco Booster Nr. 10761

Roco Booster Nr. 10765

Roco Booster Nr. 10764

Das Roco Weichenkeyboard Nr. 10770

Das Übersetzungsmodul Nr. 10759

Das RocoNet

Rocomotion

Weitere Links / Hinweise




Das Roco Digitalsystem


Einleitung
Das Digitalsystem von Roco ist auf dem DCC-Protokoll aufgebaut. Es ist somit mit allen DCC-Zentralen bzw Systemen kompatibel. Modellbahner, die sich für den Aufbau einer großen Digitalmodellbahnanlage interessieren, kann somit die Roco-Digitalartikel mit benutzen. Das Roco-Digitalsystem basiert darauf, dass für einen Modellbahneinsteiger der sich für Roco Artikel interessiert, auch ein Digitalsystem mit angeboten wird. Es wird in der Regel kein Modellbahnanfänger sein erstes Digitalmodell von Roco kaufen, wenn nicht auch von dieser Firma ein entsprechendes Digitalsystem mit angeboten wird. Dafür ist es konzipiert und auch gut. Leider wird aber vielen Modellbahneinsteiger die ihre Modellbahnanlage weiter entwickeln wollen sehr schnell klar, dass nur ein umfassendes Digitalsystem wie es Uhlenbrock, Lenz etc anbieten auch eine entsprechende digitale Erweiterung Ihrer Modellbahnanlage zulassen. Auch die Preise für Digitalprodukte sind bei den Herstellern, die sich ausschließlich mit der Entwicklung und dem Verkauf von Digitalprodukten beschäftigen wesentlich niedriger. Dürfte aber auch nachvollziehbar sein. Modellbahnhersteller konzipieren kein eigenes Digitalsystem, sondern lassen es von Drittherstellern entwickeln bzw die jeweiligen Geräte an ihre Geschäftsvorstellungen anpassen. Dies kostet mehr Geld, das von den Kunden wieder geholt werden muss.

Das Roco Digitalsystem stammt von Lenz. Der Vorteil beim Roco Digitalsystem liegt deshalb darin, dass es mit Lenz kompatibel ist und dementsprechend mit Lenz-Artikel aufgerüstet werden kann. Da wir auf unserer Page hauptsächlich über gebrauchte Artikel sprechen, haben wir in der nachfolgenden Liste mögliche Erweiterung im Wesentlichen auf nicht mehr im Neuhandel erhältliche Artikel ausgelegt:

Die Grundausstattung für das digitale Fahren und Schalten sieht bei Roco wie folgt aus:
- Trafo Nr. 10718
- Digitalverstärker 10761
- Lokmaus2 Nr. 10760
- Digitaldecoder zum Nachrüsten von Lokomotiven und Triebfahrzeugen Nr. 10741
- und wenn man Magnetartikel noch schalten will, das Weichenkeyboard Nr. 10770

Ferner gibt es noch den Adapter zum Anschluss von weiteren Lokmäusen an die Digitalzentrale Nr. 10755

Digitale Grundausstattung      Tabelle 2000
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Erweiterung durch Lenz Artikel

- LZ 100 Lenz-Zentrale zur Steuerung des Gesamtsystems
- LV 100 Lenz-Booster zur Leistungsversorgung
- LC 100 Lenz-Koppelmodul zum Anschluß der Roco-Zentrale an die Lenz-Zentrale
- LH 100 Lenz-Handregler zur Steuerung weiterer Lokomotiven, zum Schalten von Weichen und Signalen, zum Abfragen von
             Gleisbesetztmeldern.
- LS 100 Lenz-Schaltempfänger (Weichendecoder) zum Schalten von Weichen
- LS 120 Zum Schalten von Signalen

Das Inbetriebnehmen der digitalen Anlage ist sehr leicht und auch für Kinder kein Problem. Die vorhanden Stecker sind verpolungssicher, dies bedeutet, dass jeder Stecker nur in die für ihn vorgesehene Buchse passt. Ein Verwechseln ist ausgeschlossen. Die beiden aus dem Verstärker herauskommenden Kabel werden mit dem Trafo verbunden, die Lokmaus wird in die als „Master“ bezeichnete Buchse auf der Rückseite des Verstärkers und der Stecker des Anschlussgleises in die unmissverständlich gekennzeichnete Buchse abgesteckt.

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ROCO/Fleischmann-Digitalzentrale "Z21"
Im August 2012 kam die neue Roco/Fleischmann-Digitalzentrale mit dem Namen „Z21“ auf den Markt (siehe auch Ausführungen unter Fleischmann).

Von dieser Z21-Digitalzentrale gibt es zwei Versionen. Die sog. Einsteigerbox. Das Gehäuse der Z21 ist hier in der Farbe weiß gehalten und die Beschriftung beinhaltet ein kleines "z" (siehe nachfolgende Abbildung).
Die schwarze Box mit einem großen "Z" ist die sog. Experten-Version (nach Aussage von Roco/Fleischmann).

Die "z21"-Version für Einsteiger (weiße Box, kleines z bei z21) verfügt über die gleichen Features, wie die Z21 für Experten. Es sind aber Einschränkungen beim Anschluss- und bei der Konfiguration.

Der Unterschied zwischen den beiden Zentralen:

Unterschied Z21 und z21
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Nach Angaben der Roco/Fleischmann-Holding ist diese Multiprotokollzentrale neuester Generation das perfekte Steuersystem für alle digitalen Lokomotiven mit DCC- oder Motorola-Decoder – und die ideale Lösung für die Steuerung und Programmierung Ihrer Digitalkomponenten und Weichenstraßen.

Die Digitalzentrale Z21 verbindet die Modellbahnanlage und die digitalen Lokomotiven über ein WLAN-Router mit dem "Smartphone" oder den "Tablet-PC" und den darauf installierten Steuer-Apps (Anwendungen). So kann der Betrieb auf der Modellbahnanlage einfach und bequem von jedem Android-, Apple-Smartphone oder Tablet-PC aus gesteuert werden. Wahlweise mit dem Z21-Mobile-App oder einem Roco Führerstand-Apps.

Das Basissystem besteht aus einer Digitalzentrale (Z21), einem Wlan-Router und dem Schaltnetzteil Das System ist - wie bereits ausgesagt - mit dazu ausgelegt mit einem Smartphone die Modellanlage zu steuern. Allerdings ist es möglich mit dem Basissystem auch ohne Smartphone die Anlage zu steuern. Es können auch ältere Steuerungsmodelle wie die ROCO-MultiMaus an die Z21 angeschlossen werden.

Neben dem DCC-Protokoll unterstützt die Z21 auch das Motorola-Protokoll, so dass auch Märklin-Loks mit der Z21 gesteuert werden können. Dazu ist dann in der Z21 bei der Neueinstellung einer Lok und den „Lok-Einstellungen“ das Protokoll gewählt werden. Das Märklin mfx-Format wird von der Z21 leider nicht unterstützt. Die mfx-Lokdecoder können, somit nicht ihre vollen Funktionen nutzen. Somit ist die Z21 eigentlich für Märkliner nicht interessant.

Die Neuheit diese Systems liegt darin, dass hier "Smartphones" und "Tablet-PCs" als drahtlose Fahrgeräte eingesetzt werden können. Dazu ist die Z21 mit einem Wireless LANAccess-Point ausgestattet, der die Funkverbindung herstellt. Bei Verwendung dieser Komponenten hängt allerdings der Spielspass von der Qualität der Anwendungen ab. Roco/Fleischmann-Holding will die Anwendungen laufend weiter entwickeln.

Die Anwendung der Digitalzentrale „Z21 mobil“ ist sowohl für Smartphones als auch Tablets mit den beiden führenden Smartphone-Betriebssysteme "Google-Android" und "Apple-iOS" verfügbar. Eine Besonderheit der ROCO-Z21 sind die Nachbildungen der Führerstände. In der kostenlosen Anwendungsversion (auch App-Version gennannt) ist das Taurus-Führerstand-Add-on kostenlos enthalten. Allerdings sind die Führerstand-Add-Ons eigene Programme, die vom Anwender nicht nachgebildet werden können, sie müssen für eine gewünschte Lok eigens programmiert werden. Weitere Führerstand-Add-Ons werden zukünftig kostenpflichtig angeboten. Die kostenlosen Apps sind nur über "Apple-iTunes" und den "Google play Store" zu erhalten. Die Apps sind sehr schnell über Google unter Eingabe von „Z21“ zu finden. Weitere Infos sind unter "www.z21.eu" zu erhalten

Die schwarze Digizentrale Z21      Die weiße Digizentrale z21
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Die weiteren Möglichkeiten der Roco-Z21-Digitalzentrale

  • Das Plug&Play-Digitalsystem ist vollständig abwärtskompatibel zu allen multiMAUS-Modellen und zur Lokmaus 2.
  • Es verfügt standardmäßig über drei multiMAUS-Ports.
  • Die Loks werden automatisch erkannt (soweit entsprechende Lokdecoder eingebaut) und melden ihren Status über RailCom© an die Z21.
  • Software und Sound der ZIMO-Sound-Decoder lassen sich mit der Z21 jederzeit komfortabel über das Smartphone updaten.
  • Die Z21 unterstützt eine Vielzahl von Standardschnittstellen und Anschlussoptionen
  • Upgrade für bereits vorhandene Digital-Anlagen durch Abwärtskompatibilität, z.B. multiMAUS


Die Führerstands-Apps
Die Z21 beinhaltet sog. Führerstände-Apps. Kostenlos ist derzeit nur der Taurus-Führerstand. Wie bereits gesagt, sind weitere kostenlose Apps nur über "Apple-iTunes" und den "Google play Store" zu erhalten. So ist hier festzustellen, dass mit der Z21 Roco - allein durch die kostenpflichtigen Führerstand-Apps - sich eine zusätzliche Einahmequelle erschlossen hat.
Mit den Z21-Führerständen kann der Modellbahner in die Rolle des Lokführers schlüpfen. Gesteuert wird bei den Führerstand-Apps einfach durch leichtes Antippen der vorbildgerecht arrangierten Bedienelemente. Wird über den Finger der virtuelle Beschleunigungshebel nach vorn geschoben, wird die Lok beschleunigt. Das Tippen aufs Signalhorn, ruft den charakteristische Lok-Sound auf. Genauso bequem lassen sich auch die Scheinwerfer, die Innenbeleuchtung und alle weiteren Digitalfunktionen der Lok steuern, soweit der Lokdecoder das erlaubt. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Modellbahner selbst entscheidet, welchen Schierigkeitsgrad er wünscht. Wer nur mal die Lok eine Runde auf der Strecke fahren lassen will, startet den Einsteiger-Modus – und beschränken sich auf das Beschleunigen und Bremsen. Wer lieber authentisch fahren möchte muss den „Experte“-Modus aufrufen.

Der Taurus-Führerstand    Startmenü z21
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Die Z21-Führerstände
Die realitätsgetreue Nachbildung historischer Lokführerstände bietet am "iPad" und am "Android-Tablet" sicherlich eine neuartige Bedienung. Dadurch kann die Lok realistisch gesteuert werden. Interessant ist auch, dass während der Fahrt eigene Hintergrundbilder und Diashows im Lokfenster eingeblendet werden können, um eine perfekte Fahrillusion zu schaffen. Wie aber bereits erwähnt wird dies nicht kostenlos sein. Die ersten Dampf-, Diesel- und E-Lok-Führerstände wurden im September 2012 in den Handel gebracht. Es werden in den kommenden Monaten noch weitere Führerstände erscheinen - allerdings alle kostenpflichtig.

Die Z21 besitzt auf ihrer Rückseite folgende Anschlüsse:
    - CAN-Bus
    - LAN-Anschluss
    - XBus-Anschluss
    - R-Bus-Anschluss (Rückmelde)
    - LocoNet-Anschluss
    - Booster-Anschluss
    - Sniffer-Bus-Anschluss
    - Programmiergleisanschluss
    - Hauptgleisanschluss
    - Stromversorgungsanschluss

Die Z21 besitzt auf ihrer Vorderseite folgende Anschlüsse:

Anschlüsse
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Wenn die Modellbahnanlage z.B. mit dem Smartphone gesteuert werden soll, muss natürlich die Z21 an den WLAN-Router angeschlossen werden. Dies ist bei der Z21 relativ einfach zu bewerkstelligen.

Dazu muss lediglich die Z21-Digitalzentrale an den mitgelieferten WLAN-Router angeschlossen werden. Dazu folgendes Vorgehen:


    WLAN-Router neben die Zentrale stellen

    Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzwerkkabel den LAN-Port der Digitalzentrale an einen der LAN-Ports des WLAN-Routers anschließen. Wenn ein Internetanschluss vorhanden ist, kann der WLAN-Router über den WAN-Port optional mit dem Router des Internet-Providers verbunden werden. Dann besteht die Möglichkeit, mit dem Smartphone oder Tablet-PC jederzeit über die bestehende Verbindung auf das Internet zugreifen zu können , um Updates zu starten oder Informationen abzurufen.

    WLAN-Router mit der Netzsteckdose verbinden.

Damit ist die Z21 einsatzbereit.

Die Anleitungen bzw. Bedienungsanleitung für die "weiße" z21 und die "schwarze" Z21 können über die nachfolgenden Links herunter geladen werden:

---> Download für die "weiße" z21
---> Download für die "schwarze" Z21
---> Download für Z21-Manual

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Die Lokmaus 1 und der Verstärker Nr. 10751
Die Lokmaus 1 ist ein kostengünstiger digitaler Fahrregler im internationalen DCC-Protokoll-Format. Sie muss an den Verstärker Roco 10751 angeschlossen werden.
Die Möglichkeit der Weichensteuerung besteht nicht. Eine Lokprogrammierung ist ebenfalls nicht möglich. Ebenso keine Rückmeldung.
Ein großer Vorteil dieses Handreglers besteht darin, dass er an die Uhlenbrock Intellibox angeschlossen werden kann und somit in ein größeres und leistungsfähigeres System eingebunden werden kann.
Für den Modellanfänger ist das System deshalb gut geeigent, da es die Erweiterung über die Intellibox von Uhlenbrock zulässt. Zum Uhlenbrock-System wurden in einem gesonderten Beitrag Ausführungen gemacht.

Lokmaus
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Die Roco-Lokmaus 2 (10760 / 10790 = Handbuch)

Die Lokmaus 2 wurde von Roco für den Modellbahneinsteiger und auch für den bereits fortgeschrittenen Digitalbahner entwickelt. Sie ist eine Weiterentwicklung der Lokmaus 1. Dementsprechend ist sie auch nur sinnvoll für kleine bis mittlere Anlagen einsetzbar. Der Vorteil: Sie ist kostengünstig zu erwerben und kann mit dem DCC-Protokoll kommunizieren.

Die Roco-Lokmaus2 besitzt ein zwei Meter langen Anschlusskabel und wirkt wie ein Handregler. Tatsächlich verbirgt sich im Innern dieses Gerätes eine komplette Digitalzentrale - allerdings ohne Verstärker (Booster). Deshalb ist zur Lokmaus auch immer ein Digitalverstärker erforderlich. In der Literatur kommt es deshalb immer wieder zu Verwechslungen mit dem Begriff Zentrale und Verstärker. Die Loksmaus kann ohne Digitalverstärker nicht betrieben werden. Deshalb gibt es die entsprechenden Verstärker dazu wie den 10751, 10764, 10761. Sie werden auch in den Foren und bei den Modellbahnern auch Digitalzentralen genannt. Allerdings sind diese 10751, 10764 und 10761 eigentlich Booster - also Digitalverstärker. Der Vorteil, jede der sog. Verstärker kann auch als zusätzlicher Booster eingesetzt werden. Dazu ist nur eine Steckbuchse umzubauen. Wie das geht? Im Internet sind hierzu Anleitungen vorhanden.

Die Lokmaus 2 selbst vereint in sich die Funktionen von Zentraleinheit, Programmer, Fahrregler und Weichenstellpult. Gegenüber der Lokmaus1 ist der Rastschalter zur Adresseinstellung entfallen, die signalgelbe Farbgebung von Tastern und Schaltern wurde durch schwarze Tasten und Schaltern ersetzt. Der Drehregler dient ausschließlich der Geschwindigkeits- und Richtungswahl. Die Nothalttaste ist getrennt angeordnet.

Die Lokmaus 2 kann auch für große Anlagen eingesetzt werden, allerdings ist der Aufwand an Geräten dann schon sehr hoch, da dann zusätzliche Verstärker Booster eingesetzt werden müssen, da die Anlage dann in Stromkreise unterteilt werden muss. Das nachfolgende Bild stellt den Aufwand für einen zusätzlichen Stromkreis dar.

Zusätzlicher Stromkreis mit Booster- Lokmaus 2
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Die Lokmaus 2 übernimmt die Zentralenfunktion. Weitere Lokmäuse 2 können am Verstärker (z.B. 10751,10764,70761) als zusätzliche Eingabegeräte angeschlossen werden. Wie das geht ist der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen.

Zuschaltung mehrere Lokmaus 2
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Somit ist die Lokmaus 2 ein digitaler Fahrregler im DCC-Protokoll, der der einen Anschluss an einen digitalen Verstärker Roco 10761 bzw. 10764 benötigt.

Mit der Roco Lokmaus 2 können 99 Adressen (alternativ Lok oder Magnetartikel) angesteuert, programmiert und bei einschlägigen Lokdecodern jeweils 4 Sonderfunktionen (+Beleuchtung) mit gesteuert werden.

Eine Zentrale Funktion besitzt der Drehregler, der zur Geschwindigkeitsregulierung und Fahrtrichtungswahl, sitzt in der Mitte der „Lokmaus2“ dient. Er ist leichtgängig und verfügt in der Nullstellung über einen dezenten, aber deutlich spürbaren Rastpunkt.

Das Display (zweistelliges Diplay) - oben auf der Lokmaus2 - gibt Auskunft über die aktuelle Lokadresse, eingestellte Menüwerte und Fehlermeldungen. Die angezeigten Werte sind gut lesbar, und das sogar bei schlechten Lichtverhältnissen oder in abgedunkelten Räumen. Darüber hinaus befinden sich auf der Lokmaus neun kleine Tasten mit genau zugeordneten Funktionen. Vier Tasten unterhalb des Drehreglers, fünf Tasten darüber. Die Rolle der Tasten F1 bis F4 unterhalb des Drehknopfes erklärt sich von selbst. Hiermit werden Zusatzfunktionen des angewählten Decoders geschaltet wie: Rauchgenerator, Lokpfeife, Sound, Digitalkupplung oder auch das Spitzenlicht einer Steuerwagens, der über einen entsprechenden Funktionsdecoder verfügt. Zusätzlich kann mit der Licht-Taste oberhalb des Drehknopfes das Licht einer Digitallok ein- und ausgeschaltet werden. Die STOP-Taste löst den Nothalt aus. Mit den beiden Pfeiltasten wird die Adresse eingestellt, wobei ein kurzer Druck die nächsthöhere Decoderadresse anwählt, während ein längeres Drücken die sogenannte „Smart-Search-Funktion“ auslöst: eine Art Suchlauf, der automatisch bei jenen Adressen stoppt, die während des Betriebs schon einmal angewählt wurden. Die Taste "P" schließlich führt in die Programmiermodi und zu den Einstellungsmenüs für Lokomotiven- und Weichenempfänger.

Die Lokmaus-2 unterstützt 14, 28 und 128 Fahrstufen. Sie kann CVs bis CV #99 und Werte bis 99 programmieren. Es gibt aber auch CVs oberhalb von 99 bis 255. Allerdings können mit der Roco-Lokmaus2 diese nicht ausgelesen werden.

Die Loksteuerung erfolgt im Adressbereich: 1-99, DCC-14, DCC-28, DCC-128
Funktionen: Licht, F1 bis F4
Eine Rückmeldung ist nicht möglich.

Leider kann an die Roco-Lokmaus 2 selbst nicht an ein gesondertes Programmiergleis angeschlossen werden. Dazu ist ein Verstärker erforderlich.

Wie bereits gesagt, ist das Auslesen der Decoder mit dem Verstärker 10761 und 10764 nicht möglich. Dies kann nur mit der Lenz LZ100 oder Lenz LV100 vorgenommen werden (siehe eines der nächsten Kapitel). Wie ein sog. Programmiergleis an die Lokmaus 2 angeschlossen wird kann dem nachfolgenden Bild entnommen werden.

Lokmaus-2 mit Programmiergleis
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Der Gebrauch der Lokmaus2 ist somit mit erheblichen Einschränkungen verbunden.

Lokmaus-2     Lokmaus 2-Tabelle     Lokmaus-2
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Jede „Lokmaus 2“ besitzt eine Digitalzentrale, allerdings keinen Verstärker. Deshalb muss, um mit der Lokmaus fahren zu können, auch ein Verstärker (Booster) zugeschaltet werden. Wie die Zuschaltung des Verstärkers erfolgt ist dem nachfolgenden Bild zu entnehmen.

Lokmaus-2
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Da es im Digitalsystem nur eine Zentrale geben kann, auch wenn mehrere Lokmäuse 2 an den Verstärker angeschlossen werden sollen (z.B. bei mehreren Mitspielern), müssen alle weiteren Lokmäuse als sog. Slave-Mäuse laufen. Auf der Rückseite des Verstärkers finden sich deshalb zwei Buchsen die mit „Master“ und „Slave“ bezeichnet sind. In die Master-Buchse ist immer eine Lokmaus2 einzustecken. Diese übernimmt dann automatisch die Funktion der Digitalzentrale. Mehr als eine Lokmaus darf hier nicht eingesteckt werden. Weitere Lokmäuse oder auch ein Weichenkeyboard werden an der Slave-Buchse angesteckt ggf. unter Zuhilfenahme von Verteilern. Die angeschlossenen Geräte an der Slave-Buchse erhalten automatisch den „Slave-Modus“.

Sollte aus irgendeinem Grund die Master-Lokmaus ausgesteckt werden, findet ein Nothalt statt, da mit dem Ausstecken der Master-Lokmaus das System die Zentrale verliert und damit auch alle eingestellten Informationen. Dies führt dazu, dass beim Betrieb mit mehreren Lokmäusen darauf geachtet werden muss, welche Lokmaus die Master-Funktion übernehmen soll, damit beim versehentlichen Umstecken nicht die Einstellungen verloren gehen.

Die Lokmaus2 entspricht den Richtlinien des international genormten DCC-Formats entsprechend den Standards der NMRA (der National Model Railroad Association der USA). Dies bedeutet, dass die Lokmaus 2 mit allen Komponenten, die diesem DCC-Standard entsprechen, frei kombiniert werden kann. Dies ist ein entscheidender Vorteil.

Mit der Roco-Lokmaus 2 können somit also auch Fahrzeuge mit Decodern anderer Hersteller gesteuert werden, sofern diese der NMRA-DCC-Norm entsprechen. Zudem ist die Roco-Digitalsteuerung voll kompatibel zu den aktuellen Geräten des Lenz-Digital-Plus-Systems. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa Geräte wie LH 100 oder LH 200 von Lenz oder Arnold-Komponenten im RocoNet der „Lokmaus 2“ einsetzbar sind. Aber auch andere Hersteller von Digitalgeräten im DCC-Protokoll wie z.B. Uhlenbrock Digitalgeräte können eingesetzt werden.

Zusammenfassung der Lokmaus 2 Funktionen

- Verwaltung von 99 Lokadressen
- Steuerung von Loklicht und 4 Zusatzfunktionen
- Einstellung von Geschwindigkeit und Licht durch Fahrregler
- Einfacher Standard--Programmiermodus (CV1 bis CV5 und CV29)
- Einfache Programmierung der CV's 1 - 99
- Anzeige der Lokadresse auf dem Display
- Einstellbare Fahrstufen ( 14, 28, 128) - für jede Lok einzeln oder alle zusammen
- Nothalt
- Automatische Konfiguration der RocoNet - Geräteadresse
- Schalten von Magnetartikeln -- Voraussetzung der Weichendecoder kann auf eine Lokadresse programmiert werden. Ansonsten muss das Weichenkeyboard an die Roco-Zentrale(Verstärker) angeschlossen werden.
- Kompatibilität zu Lenz-Digital Geräten und NMRA-kompatiblen Geräten.
- Leistung erweiterbar durch Anschluss von Roco Boostern (10762) + Trafo auf max 15 Ampere

Der Aufbau der digitalen Anlage mit der Lokmaus 2 ist sehr einfach und geht so:

- Das Kabel des Anschlussgleises wird in die Track-Out-Buchse des Verstärkers gesteckt.
- Das zweipolige Kabel mit dem Trafo verbinden.
- Den Lokmaus-Stecker in die Western-Buchse des Verstärkers stecken (Master-Buchse). Weitere Lokmaus in die Slave-Buchse. Es können auch mehrere Lokmäuse 2 an die Slave-Buchse gesteckt werden. dazu ist aber dann der RocoNet Verteiler Nr. 10758 erforderlich.

Nach diesen Anschlüssen ist die Lokmaus 2 betriebsbereit.

Lokmaus-2
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Die Roco Multimaus - Nr. 10810
Dieses Gerät kam erst im Jahre 2006 auf dem Markt. In der sog. Multi-Maus (MS) vereinigen sich die Funktionalität der Lokmaus mit dem Komfort einer Digital-Zentrale. Ob die MS lediglich als komfortabler Fahrregler genutzt wird, oder die Lokdecoder und Weichen programmiert werden sollen, das übersichtliche Design in Verbindung mit der einfachen Bedienung macht die MS zu einem akzeptablen Digitalgerät. Die MS wurde von Roco so entwickelt, dass ein intuitives Bedienen ermöglicht wird. Selbst die vielen neuen Funktionen, die diese MS erhalten hat, können einfach gesteuert werden.

Alle Funktionen der Multimaus können über das relativ große hintergrundbeleuchtete LC-Display kontrolliert werden. Es werden folgende Symoble angezeigt:
  • Fahrsymbole (Pfeile zeigen Fahrtrichtung der gewählten Lok an, „II“ zeigt Stillstand der Lok an)

  • Kurzzschluss (Symbol blinkt bei einem Kurzschluss oder einer Überlastung)

  • Stop-Taste (Symbol blinkt bei Nothalt und Kurzschluss)

  • Shift-Symbol (zeigt Betätigung der Shift-Taste an)

  • ABC (leuchtet bei der Texteingabe)

  • MENU (MultiMAUS bedindet sich in der Menüebene)

  • Prog (leuchtet als Bestätigung bei der Programmierung und in der Menüebene „Programmieren“)

  • Funktionssymbole 1 – 10 (zeigen die eingeschalteten Lok-Sonderfunktionen an)

  • Lichtsymbol (Licht- / OK-Taste -- Loklicht eingeschaltet)

  • Loksymbol (Lok- / Weichen-Taste – Fahr- oder Weichenbetrieb – mit „MENU“: Lok-Menü)

  • Weichensymbol (Lok- / Weichen-Taste --> die multiMAUS ist im Weichen-Modus)

Ein maßgeblicher Vorteil der Multimaus ist, dass alle Roco-Digitalgeräte, die auf dem X-Bus basieren, problemlos Multimaus kombiniert werden können. Dazu zählen:

  • Lokmaus 2 / PowerMouse™ / Lokmaus R3 10760 / 10790 / 10860 / 10792,

  • die Verstärker 10761 und 10764,

  • die Booster 10762 und 10765

  • das Interface 10785

  • alle von ROCO erschienenen Zusatzgeräte.

Doe Lokmaus 1 (10750) und die Zentrale (10751) können ihren Funktionen uneingeschränkt mit der MultimAUS verwendet werden. Es wird allerdings das Übersetzungsmodul (10759) benötigt, das direkt (oder über den Verteiler 10758) an die „Slave“-Buchse des Verstärkers angeschlossen wird. Mit der Lokmaus 1 können dann die Adressen 1– 8 das Licht und eine Zusatzfunktion gesteuert bzw geschaltet werden. Auch die Roco-Digitalkräne können weiterhin über die Lokmaus 1 gesteuert werden. Alle Decoder müssen aber auf „14 Fahrstufen“ eingestellt werden, da die Lokmaus 1 nur diesen Modus beherrscht.

Wichtig zu wissen ist auch, dass die MultimAUS kompatibel zu X-Bus-Systemen wie z. B. dem Lenz-Digital-Plus-System (X-Bus und XpressNet) und dem HKE-Digitalsystem ist.

Ein Nachteil des Roco-Digitalsystems ist, dass Loks ohne Decoder mit der Multimaus nicht analog gefahren werden können. Wegen der Spannungsversorgung der Lok führt die Verwendung einer analogen Lok zu einem stark störenden, hochfrequenten Geräusch. Zudem besteht die Gefahr, dass die Motoren beschädigt werden. Auch darf parallel zur Digitalsteuerung kein weiterer Trafo an den gleichen Stromkreis angeschlossen werden, da sonst der Digital-Verstärker zerstört wird.

Wird eine Multimaus am Masteranschluss des Verstärkers eingesteckt, wird diese automatisch zum Master. Diese Multimaus ist dann die übergeordnete Instanz – die Zentrale – im Digitalsystem. Um alle Funktionen uneingeschränkt nutzen zu können, sollte an diesem Anschluss des Verstärkers nur eine Multimaus angeschlossen werden. Eine als Master genutzte Lokmaus 2 schränkt die Möglichkeiten einer als Slave genutzten Multimaus stark ein.

Das Digitale-Protokoll der Multimaus ist das international genormte DCC-Protokoll. Der in die Lok eingebaute Lokdecoder muss dieses Protokoll verstehen. Alle Werte, die das Verhalten des Lokdecoders – und somit letztendlich das Verhalten der Lok – beeinflussen, werden in sog. CVs hinterlegt. CV ist die Abkürzung für Configuration Variables, was man mit Konfigurations-Werte übersetzen kann. Da die Multimaus - wie bereits gesagt - kompatibel zum NMRA / DCC-Standard ist, kann sie diese CVs lesen und schreiben.

CVs können einen Wertebereich von „0“ bis zu „255“ haben. Dies verdeutlicht, dass eine Umprogrammierung Erfahrung voraussetzt, da falsch eingestellte CVs das Verhalten des Decoders maßgeblich beeinträchtigen können.

Die Multimaus verfügt auch über eine Smart-Search-Funktion, die den Betreiber beim Suchen einer Lokomotive unterstützt. Diese Funktion ist sowohl im Bibliotheks-Modus als auch im Lokadress-Modus verfügbar. Jede Lokadresse, die während des Spielens aufrufen wird, wird in die interne Smart-Search-Liste eingetragen. Wenn mit Hilfe einer gedrückten „Pfeiltaste“ eine Lok gesucht wird, stoppt der Suchlauf kurz an jeder Lok, die in dieser Liste steht. Dadurch werden die benutzten Loks sehr schnell wieder gefunden. Maximal können 32 Loks in die Liste der Smart-Search-Adressen eingereiht werden. Die jeweils älteste Lok wird aus der Smart-Search-Liste gestrichen, wenn übert 32 Loks in dieser Liste Platz finden sollen. Alle Smart Search Adressen können gelöscht werdn, indem das System neu gestartet wird (Stromversorgung unterbrechen oder die Master-Multimaus ausstecken).

Der Anschluss der Multimaus an die Modellbahngleise ist dem nachfolgenden Bild zu entnehmen.

Anschluss-Multimaus     Roco Multimaus-Bild     Roco Multimaus-Tabelle     Roco Multimaus-Anschluss bis zu 8 Zügen
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An der Multimaus kann auch ein Programmiergleis angeschlossen werden. Eine Rückmeldung ist allerdings nicht möglich. Auch ein Anschluss an einen PC besteht nicht.

Features
  • ergonomisch geformtes Gehäuse mit großem Display
  • Ansteuerung von bis zu 9999 Lokadressen oder 1024 Weichen. Die alphanumerische Anzeige von
  • Loknamen und den aktiven Funktionen erleichtert die Übersicht
  • zehn Funktionstasten, mit denen Sonderfunktionen wie Sound, Licht abgerufen werden können, Weichen ansteuerbar sind und Lokadressen und die Loknamen gespeichert werden.
  • Einhandbedienung
  • Drehknopf mit Nullstellung und Griffmulde
  • Stufenloser Abgriff
  • Bessere Benutzerführung durch mehr Tasten
  • Funktionen direkt abrufbar
  • Funktionstasten bis F 20 möglich
  • Hochleistungsfähiger Microcontroller
  • 9999 Lokadressen
  • Loknamen programmierbar
  • Alphanumerische Loknamen-Anzeige mit Lokdatenbank
  • Weichensteuerung von 1024 Weichenadressen möglich
  • Grüne Display-Hintergrundbeleuchtung
  • Kompatibel zu Lokmaus2 und Lokmaus R3
  • Mehrsprachigkeit


Fazit
Das Roco-Digital-System ist für kleine und kleinste Anlagen geeignet. Roco erhebt mit seinem System sicherlich auch keinen Anspruch Marktführer auf dem Digital-System-Modellbahnsektor zu werden. Roco baut als Modelleisenbahnhersteller sehr gute Modelle. Die von Roco verwendeten Lokdecoder haben DCC-Standard und sind somit auf allen Digitalanlagen im DCC-Protokoll-Format einsetzbar. Diese Firmenphilosophie halte ich für besser, als manch andere Modellbahnherstellerstrategie die das Ziel hat, unbedingt die Kunden auch auf dem digitalen Sektor zu binden. Diese Strategie, das hat sich in der Vergangenheit gezeigt, ist nicht zielführend und führt letzlich nur zu einer Frustation der Kunden.

Die Bedienungsanleitung ist im Modellbahnarchiv downloadbar.

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Die Roco Multimaus pro 10812
Nach eigenen Angaben der Fa. Roco setzt der Nachfolger der Multimaus, die Multimauspro und die Multizentralepro einen neuen digitalen Standard. Durch die Verbindung von Funkübertragung und einer neu entwickelten Steuerzentrale wurde den Wünschen der Anwender Rechnung getragen.

Die Neuerungen gegenüber der "alten" Multimaus bestehen in der Flexibilität beim Steuern der Züge - auch Doppeltraktion ist möglich - dem leichtes Auslesen und Programmieren der Decoderdaten, vielfältige Anschluss- und Updatemöglichkeiten und ein handlichen Format. Hinzu kommt, dass mit dem Set 10832 beiliegenden PC-Software ROCOMOTION die Möglichkeiten auch einer PC-Steuerung bestehen. So wird es beipielsweise möglich einen vollautomatischen Anlagenbetrieb mit Gleisbilddarstellung zu bewerkstelligen ohne die Anlage um weitere Digitalkomponenten wie Bremsmodule, Schattenbahnhofsteuerung, Stellwerkmodule etc. erweitern zu müssen.

Das Konzept
  • ergonomische Form der Multimauspro für Ein-Hand-Bedienung
  • großes, hintergrundbeleuchtetes LC-Display mit mehrsprachiger Menüführung
  • einfache Einstellung von Geschwindigkeit und Fahrtrichtung der Lok über den Drehregler
  • Rastung der 0-Stellung des Drehreglers
  • Kompatibilität zu anderen DCC /NMRA-kompatiblen Steuerungen
  • das ROCO Digital-System ist ausbaubar auf bis zu 31 Eingabe-Geräte wie weitere Lokmäuse /Multimäuse
  • Zukunftssicher durch Updatemöglichkeiten über USB und RS485-Anschlüsse
  • Multizentralepro als „Blackbox“ zur unauffälligen und Platz sparenden Unterbringung

Anschluss-Multimauspro     Roco Multimauspro-Bild     Roco Multimaus-Tabelle
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Die Features
  • Verwaltung von 9.999 Lokadressen, wahlweise über Lok-Bibliothek oder Lokadresse
  • alphanumerische Loknamen-Anzeige mit Lokdatenbank für 64 Loks und Einträge
  • Steuerung der Loks mit 14, 28 und 128 Fahrstufen, individuell für jede Lok einstellbar
  • Steuerung von Licht und 20 Zusatzfunktionen bei Lokomotiven
  • Fahren in Doppeltraktion
  • Steuerung von bis zu 2.048 Magnetartikel- (Weichen-) Adressen
  • Fahrwegsteuerung
  • Separater Rückmeldebus
  • Ausgänge für Haupt- und ein befahrbares Programmiergleis
  • Konfigurationsvariablen (DCC-CVs 1 –1024, Wertebereiche 0 –255) auslesen und schreiben
  • Stabile Funkverbindung durch digitalen Funkstandard
   • Nothalt mit Abschalten der gesamten Anlage, selektiver Nothalt für die ausgewählte Lok
  • Kindersicherung für Funktionen, die Kindern Probleme bereiten könnten (z. B. Programmieren)
  • DCC-Protokoll

Die benötigten Teile zum Roco - Digitalbetrieb
- Multimauspro
- Multizentralepro
– Transformator oder Schaltnetzteil (z.B. ROC0 10725, 10850),
– einen Gleisanschluss ohne Kondensator

Die Bedienungsanleitung ist im Modellbahnarchiv downloadbar.

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Roco Booster Nr. 10761
Reicht der Digitalstrom der beim Digitalbetrieb mit der ROCO Multimaus notwendigen Zentrale nicht mehr aus, bnötigt man einen Booster. Es können max. 4 Booster an die Roco-Zentrale angeschlossen werden. Der Roco-Booster ist ein Digitalverstärker und kann auch direkt über die serielle RS-232 Schnittstelle des PCs angesteuert werden. Dazu ist aber dann eine entsprechende Software und Harware nötigt.

Booster Nr. 10761
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Roco Booster Nr. 10765
Ein weiteren Roco (Digital)-Verstärker ist der Verstärker mit der Nr. 10765. Er besitzt einen max. Ausgangsstrom 3 Ampere. Auf keinen Fall darf parallel zur Roco-Digitalsteuerung kein "normaler" Trafo an den gleichen Stromkreis anschließen.

Auch das Verbinden eines analogen Stromkreises ohne Trennmodul Nr. 10768 am Ausgang des Trafos mit dem Anschlussgleis ist nicht zulässig. Auch in diesem Fall wird der Digitalverstärker bzw. der Booster zerstört.
Sollte die Lok beim Überfahren einer Trennstelle stehenbleiben – zeigt die Lokmaus/multiMAUS Kurzschluss an – , sollte der Gleisanschlussstecker am Booster (Track Out) um 180° gedreht werden.

Booster Nr. 10765      Booster Nr. 10765
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Roco Booster Nr. 10764
Ist der Nachfolger des Boosters 10761.

Booster Nr. 10761
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Das Roco Weichenkeyboard Nr. 10770
Mit dem Roco Weichenkeyboard können bis zu 256 Digitalweichen geschaltet werden. Der digitale Weichenantrieb für die Roco-Line-Bettungsweichen wird in die entsprechende Aussparung unter der Weiche gelegt, die Kabel werden an die Schienenprofile angeschlossen.

Bereits mit der „Lokmaus 2“ lässt sich zwar an Stelle eines Lokdecoders auch pro Adresse eine Digitalweiche ansteuern. Dafür sollte diese Weiche allerdings mit dem Roco-Digitalantrieb 42624 ausgerüstet werden.

Die Programmierung erfolgt über die Lokmaus2. Auch das Stellen der Weiche nach Wählen der Adresse erfolgt über die Lokmaus2 durch betätigen der Taste F1. Eine Rückmeldung über die Stellung der Weiche gibt es allerdings nicht. Wer mehrere Magnetartikel zu schalten hat oder auf eine komfortablere Bedienung Wert legt, wird sich dann das Weichenkeyboard 10770 zulegen müssen. Es besitzt ein zwei Meter langes Anschlusskabel und wird an der Slave-Buchse des Verstärkers angesteckt. Mit dem Weichenkyboard ihm lassen sich bis zu 256 Weichen digital schalten. Eine grüne und eine rote Leuchtdiode gibt dann hier die tatsächliche Stellung der angewählten Weiche wieder. Die Rückmeldung ist somit mit dem Weichenkeyboard gewährleistet.

Weichenkeyboard Nr. 10770
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Das Übersetzungsmodul Nr.10759
Wer vom Roco Digitalssystem umsteigt muss nichts wegwerfen. Durch das Datenbus-Übersetzungsmodul Nr. 10759, das direkt oder über einen Verteiler an die Slave-Buchse des Verstärkers angeschlossen wird, lassen sich alle Roco Geräte weiter verwenden.

Übersetzungsmodul Nr. 10759
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Das RocoNet
Als RocoNet wird die Verbindung zwischen dem Digital-Verstärker und den Lokmäusen 2 bezeichnet. An den Verstärker muss mind. eine Lokmaus 2 angeschlossen werden. Die Lokmaus übernimmt die Funktion der Digitalzentrale. Wenn keine Lokmaus an den Verstärker angeschlossen wird, kann auch kein digitaler Fahrbetrieb erfolgen. Bei Roco ist die Digitalzentrale und der Verstärker getrent. Es gibt aber auch Hersteller wie Märklin oder Uhlenbrock, wo in der Digitalzentrale zugleich ein Verstärker integriert ist.

Ein Roco Weichenkeyboard kann niemals als Digitalzentrale fungieren und darf dementsprechend auch nicht beim Verstärker an die Buchse "Master" angeschlossen werden. An das System können max 10 Lokmäuse angeschlossen werden. Theoretisch kann das System bis zu 31 Geräteadressen verwalten. Die Grenzen des Systems werden aber durch den Stromverbrauch aufgezeigt. Am RocoNet muss jedes Gereät eine eigene Adresse im RocoNet besitzen, damit die "Master" Maus auch die Geräte unterscheiden kann. Der Modellbahner braucht sich aber um die Einstellung der RocoNet Adressen nicht kümmern. Das System verwaltet die Adressen selbstständig. Es sollten deshalb ein einer Erstinstallation alle Geräte nacheinander und nicht gleichzeitig angeschlossen werden.

Achtung:

Die Anzahl der angeschlossenen Geräte darf nicht größer sein, als die Anzahl der abgefragten Adressen, die in der Menüeinstellung C8 festgelegt wurden. Werkseinstellung: Fünf Geräteadressen sind eingestellt. Die Zahl kann von Nutzer bis auf 28 erhöht werden.

Zwei Adressen sind für bestimmte Geräte reserviert. Die Adresse 29 für das Übersetzungsmodul 10759 und die die Lokmaus 1 (10750). Die Adresse 30 für das Lenz PC-Interface (Li100).

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Rocomotion
    Unter dem Begriff "Rocomotion versteht die Firma Roco/Fleischmann (www.roco.cc) ein Digital-System, dass mit dem Hard- und Softwarepaket "Rocomotion" PC tauglich ist. Rocomotion ist unter der Art-Nr. 10785 im Handel erhältlich. Rocomotion ist hauptsächlich auf die PC Anwendung ausgerichtet.

    So können mit Rocomotion viele Routine-Aufgaben, wie Fahren im Schattenbahnhof, Einrichtung von Pendelzügen, Blockstreckenfahrten etc. vom PC übernommen werden. Der Modellbahner hat dann Zeit sich z.B. mit dem Rangierbetrieb zu beschäftigen.

    Das Paket "Rocomotion" besteht aus:
    - Hardware-Box (eigentlich ein Digitalverstärker), die am „Slave“-Anschluss des Digitalverstärkers angesteckt wird.
    - Kabel mit dem der PC verbunden wird (seriellen Schnittstelle des PCs erforderlich).
    - Software-CD, die auf dem PC installiert wird.

    Rocomotion Nr. 10785     Anschluss-Rocomotion Nr. 10785
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    Lieferumfang:
    - Verstärker bzw. Digitalzentrale
    - Kabel für "Slave-Anschluss" (10761/10764)
    - Serielles Kabel (9polig Sub-D) für Anschluss an PC.
    - Software "CD"

    Wenn die Software auf der CD installiert ist, können folgende Aufgaben über dem PC erledigt werden:

    - Zeichenprogramm um Gleispläne und ein Gleisbildstellwerk zu erstellen.
    - Loks und Weichen am PC steuern
    - Anlegen einer Bibliothek der Loks (mit Lokbilder). Über Lokführerpulte können dann die Loks gesteuert werden.
    - Programmieren von Lokdecodern. Dazu ist als Hardware ein zusätzlicher Trafo (z.B. 10725) und ein Programmiergleis erforderlich. Dieses wird dann an die Rocomotions-Box angeschlossen.
    - Rückmeldung. Über ein Rückmeldemodul, das über ein Verbindungskabel direkt an den „Bus out“-Ausgang der Rocomotion-Box geschaltet wird und die Rocomotion-Software wird der Modellbahner über die aktuellen Zugpositionen auf der Anlage auf dem Laufenden gehalten. Damit ist die Rocomotion-Software in der Lage, die Fahrwege der Lokomotiven zu überwachen.
    - Pendelstrecke. Über ein Rückmeldemodul kann auch eine Pendelstrecke eingerichtet werden, die den Zuge automatisch abfahren lässt.

    Wichtig ist noch zu wissen, dass bei der Kombination aus Multi-MausPRO ( 10811) und MultiZentralePRO (10831) die Rocomotion-Software bereits integriert. Sie muss nur noch den der Ausgang der multiZentralePRO (10831) an einen USB-Port des PC's angeschlossen werden.

    Das Paket "Rocomotion" ist sicher für ambitionierte Modelleisenbahn interessant. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass das Paket recht teuer ist (rd. 250,00 Euro) und man weiter auf andere Roco Digitalartikel angewiesen ist. Eine Kompatibilität zu anderen Herstellern ist nur eingeschränkt vorhanden. Man kann also nicht so ohne weiteres Digitalbausteine anderer Hersteller hernehmen. Übrigens ist diese System natürlich nicht von Roco entwickelt worden. Unseres Wissen nach stammt es von Trainkontroller ab (Freiwald Software). Wer jedoch seine Anlage laufend erweitern will und die Anlage auch vom Funktionsumfang vergrößern will, sollte auf kostengünstigere Systeme wie Lenz, ESU, Kuehn, Littfinski etc. ausweichen.

    Übrigens die Programmbeschreibung von Rocomotion kann bei Roco kostenlos heruntergeladen werden (www.roco.cc).

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Weitere Links und Hinweise
Die Weiterführung des Aufsatzes erfolgt, wenn Neuerungen auf den Markt kommen.
Weitere Infos gibt es auch bei der Firma Roco:    zur Firma Roco

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