Der Modellbahn und der automatische Betrieb hier: Die Einrichtung von Blockstrecken -


Die automatisierte Modelleisenbahn

-- Die Blockstrecken auf der Modellbahn --


Inhaltsverzeichnis

- Einführung in das Thema

- Der Streckenblock

- Die Fahrt durch Blockstrecken

- Die Überwachungstechnik

- Hinweise zur Lage des Rückmelders





Einführung in das Thema

Unter einer Blocksicherung versteht man eine Gleisstrecke, die in einzelne Abschnitte (=Blöcke) unterteilt wird und die jeweils mit einem Signal gesichert sind.

Der Blockstreckenbetrieb ist auf der großen Eisenbahn für den sicheren Betrieb auf einer Bahnstrecke unerläßlich. Ein geordneter Betrieb auf der Eisenbahnstrecke erfordert somit immer die Aufteilung der Gleisstrecke in Blöcke.

Um zum Beispiel einen sicheren Betrieb zwischen zwei Bahnhöfen herbeizuführen, damit dort mehrere Züge hintereinander verkehren können, ohne dass die Gefahr besteht, dass ein Zug auf dem vor ihm fahrenden Zug auffahren kann, ist der Blockbetrieb erforderlich. Dazu wird die Strecke zwischen den zwei Bahnhöfen in mehrere Streckenbereiche aufgeteilt. Diese Streckenbereiche nennt man Blockabschnitte. Ohne die Einrichtung von Blockstrecken könnte auf einer Gleistrasse immer nur 1 Zug von Bahnhof zu Bahnhof fahren. So könnte ohne Blockstrecken z.B. lediglich ein Zug sicher vom Bahnhof A nach Bahnhof B fahren. Erst wenn er angekommen ist, könnte der zweite Zug vom Bahnhof A losfahren. Auch ein Gegenverkehr auf einer eingleisigen Strecke wäre ohne Blockstrecken nicht möglich. Ohne die Einrichtung von Blockstrecken könnte auch die Zugverkehrsfrequenz auf einer Strecke nicht wirtschaftlich ausgeschöpft werden.

In diesen jeweiligen Blockstrecken sind folgende Vorgaben nach den DB Vorschriften einzuhalten:

    - In einem Streckenblock darf sich maximal 1 Zug befinden.

    - Befindet sich ein Zug in einem Streckenblock, wird das Einfahren eines weiteren Zuges in diesen Blockabschnitt durch ein Blocksignal am Blockanfang verhindert. Das Signal zeigt die Anzeige "Halt".

    - Fährt ein Zug in einen freien Block ein, muss somit auf der einen Seite das Blocksignal von diesem Blockabschnitt auf "Halt" bzw bei Lichtsignalen auf "rot" geschaltet werden. Befindet sich vor diesem Blockabschnitt ein anderer Blockabschnitt, den der Zug gerade frei gemacht hat, kann dessen Blocksignal wieder auf Stellung "Fahrt" bzw. bei Lichtsignalen auf "grün" geschaltet werden.

Jeder Zug schaltet somit, wenn er einen Streckenblock befährt, das hinter sich liegende Signal (Formsignal oder Lichtsignal) durch einen Kontakt auf "Halt" und verhindert so, dass ein schnellerer, nachfolgender Zug auffährt. Erst wenn die betreffene Blockstrecke vollständig durchquert ist, wird das für diesen Block zuständige Blocksignal (das den Block sichert) wieder auf "Fahrt" gestellt. Dafür wird aber das Signal des folgenden Blocks auf "Halt" gestellt. Jeder Zug zieht sozusagen den "Signalhalt" hinter sich her und verhindert damit das Auffahren eines hinterher fahrenden Zuges. Auch in der Gegenrichtung wird der nächste in Fahrtrichtung liegende Block gesperrt, damit es keine Frontalzusammenstöße gibt.

Wir können somit aus den obig gesagten vermerken, dass die Zahl der eingesetzten Züge immer um einen Zug weniger sein muss als es Blockstrecken gibt. Also, wenn drei Blockstrecken zum Einsatz kommen, dann können zwei Züge sicher fahren. Bei der Planung von Blockstrecken ist deshalb darauf zu achten, dass die Anzahl der Blockstrecken auf die Anzahl der fahrenden Züge ausgelegt wird. Mehr Blockstrecken als Züge fahren sind allerdings immer sinnvoll. Wenn z.B. 8 Blockstrecken aufgebaut werden, können max 7 Züge gleichzeitig fahren. Dies macht aber keinen großen Spass, da die Züge viele Standzeiten haben, da ja jeder Zug nur eine Blockstrecke durchfahren kann und dann wieder halten muss. Sind viele Blockstellen und wenige Züge die Fahren, werden die Fahrtzeiten der jeweiligen Züge länger.

Merke also: bei der Planung der Blockstrecken auf die Anzahl der gleichzeitig gefahrenen Züge achten. In der Regel sollte immer ein Abstand zwischen Blockstrecken und fahrender Züge von 2 sein, damit ein nicht zu stockender Fahrbetrieb erfolgt.

Wir haben versucht das Blockstreckensystem euch beim nachfolgenden Bild nahezubringen.



Blockstrecken mit einer Lok
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Blockstrecken mit einer Lok
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Der Streckenblock

Nun kommen wir auf die Modellbahn zu sprechen. Streckenblöcke sind auch auf der Modelleisenbahnanalge dann unerlässlich, wenn ein automatischer Betrieb auf der Anlage eingerichtet werden soll. Wenn also mehrere Züge auf der Anlage fahren sollen, dann müssen Blockstrecken eingerichtet werden, damit die Züge miteinander keine Kollisionen verursachen. Wer lediglich immer nur einen Zug auf der Modellbahnanlage fahren lässt, oder die fahrenden Züge auf getrennten Gleisen verkehren, dann auf Blockstrecken verzichten. Sehen wir uns den Streckenblock genauer an:

Ein Streckenblock weist eine bestimmte, klar definierte Gleislänge auf. Im Modellbahnbereich befindet sich in einem Streckenblock keine Weiche. Der Zugverband hat somit immer komplett in einen Streckenblock zu passen.

Der einfachste Streckenblock besteht aus einem Fahrabschnitt und einem Halteabschnitt. Der Halteabschnitt ist so zu bemessen, dass auch der schnellste Zug im Fuhrpark sicher vor dem nächsten Block zum stehen kommt. Die Länge des Fahrabschnittes ist auf jeden Fall größer auszulegen als die größte Zuglänge im Fuhrpark (min. 20cm bei H0). Welches Maß man tatsächlich wählt hängt vom verwendeten Fuhrpark und von der Spurgröße ab. Die Maße sollten aber nicht zu kleinlich ausgelegt werden, da sonst die Einschränkungen im Zugverband doch sehr groß ist (es könnte dann nicht mal ein Güterwagen zusätzlich angehängt werden, wenn der Fahrabschnitt zu kleinlich ausgelegt ist. Der aufmerksame Modellbahner wird nun schon gemerkt haben, dass Blockbildungen erst ab Anlagen mittlerer Größe erst Sinn machen.


Blockgestaltung
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Der Nachteil an der obig geschilderten Blockstrecke ist, dass die Züge abrupt anhalten und anfahren. Insbesondere bei analogen Anlagen dürfte aber diese einfache Blockgestaltung von Vorteil sein, da der Verdrahtungsaufwand sich in Grenzen hält.

Vorbildgerechter ist aber die Blockstrecke wenn die Züge vor einem Haltesignal langsam abbremsen und dann erst stoppen. Wenn das Signal wieder auf "Fahrt" geht, beschleunigt der Zug dann wieder. Um dies zu erreichen ist zwischen dem Fahrabschnitt und dem Halteabschnitt ein sog. Bremsabschnitt einzufügen. Dies geht aber mit einer weiteren Verlängerung des Streckenblockes einher.






Die Fahrt durch Blockstrecken

Wie wir nun wissen, wird die Strecke zwischen zwei Blockstellen als "Blockstrecke" bezeichnet. Als nächstes wollen wir uns den Ablauf mit unterschiedlichen Signalsystemen ansehen. Die Signalisierung von Blockstrecken auf der Modellbahn können wie folgt vorgenommen werden:
    1. Signalisierung mit Formsignalen - also Formhauptsignal und Formvorsignal.
    2. Signalisierung mit Lichtsignalen - also Lichthauptsignal und Lichtvorsignal.
    3. Einsatz von sog. Blocksignalen

    Lichtsignalsteuerung
    Bei einer Lichtsignalsteuerung mit Vor-und Hauptlichsignal ist es bei eine "Selbstblock = automatisierter Streckenblock" vorbildgerecht wenn das Signal in der Grundstellung immer auf "Fahrt" steht, also grün. Das nachfolgende Bild zeigt das Schema einer Blockstrecke mit Lichtsignalen.



Blockstreckensteuerung mit Lichtsignalen
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Formsignalsteuerung

Demgegenüber ist bei den Formvorsignalen und den Formhauptsignalen immer die Grundstellung "Halt". Im Modellbahnbau braucht man sich natürlich nicht an diese Vorschriften für die große Bahn halten, dennoch sollte diese Kenntnis bei jeden Modellbahner vorhanden sein.



Blockstreckensteuerung mit Formsignalen
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Blocksignalsteuerung

Das nachfolgende Bild zeigt für die Blockstellensignale. Ein Blocksignal ist ein Eisenbahnsignal und gehört zu den Hauptsignalen. Es begrenzt einen Zugfolgeabschnitt oder Zugmeldeabschnitt der freien Strecke. In einem Zugfolgeabschnitt darf sich jeweils nur ein Zug befinden, dies ist auf Hauptbahnen und den meisten Nebenbahnen durch den Streckenblock gewährleistet. die Grundeinstellung "Freie Fahrt" für alle Blockstellen. Bei Einsatz von Blocksignale haben diese in der Regel die Grundstellung "Halt!" also rot. Diese Blocksignale gehen dann erst auf "Fahrt" , wenn der Fahrdienstleiter eine Fahrstraße einstellt.



Blockstreckensteuerung mit Blocksignalen
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Die Überwachungstechnik
Natürlich reicht alleine nicht die Signalisierung von Blockstrecken nicht aus. Um feszustellen, in welcher Blockstrecke sich der Zug befindet, brauchen wir eine Überwachung des jeweiligen Zuges. Wir benötigen somit Überwachungsmodule. Egal ob nun mit analoger Technik oder mit digitaler Technik immer ist es erforderlich zu wissen, ob ein Zug den entsprechenden Blockabschnitt belegt hat oder ob der Blockabschnitt frei verfügbar ist. Zu diesem Zweck gibt es naurlich viel Technikzubehör im Handel. Da wir aber der Auffassung sind, dass für den "normalen" Modellbahner die einfachste Lösung auch die anwendungssicherste ist, beschränken wir uns auf die Mindestanforderungen, die an eine automatisierte Blockstreckensteuerung zu stellen sind. Dabei ist es egal ob wir auf Spur: H0, TT oder N fahren. Derzeit beschränken wir uns deshalb auf einen Melder pro Block. Der Dreh- und Angelpunkt bei der Gleisüberwachung von Blockstrecken ist der Gleisbesetztmelder.

Nun gibt es aber eine schier unüberschaubare Anzahl von Gleisbesetzmeldern von den verschiedensten Herstellen. Eine Darstellung all dieser Module ist deshalb hier nicht möglich.

Dennoch wollen wir darauf hinweisen, dass das bekannteste Rückmeldemodul sicherlich das s88-Modul (6088) von Märklin ist. Dieser Decoder kam mit dem Memory (6043) auf den Markt. Der Nachteil des s88 (6088) ist, dass eine Begrenzung auf 496 Rückmeldekontakte (max. 31 s88-Rückmelder) besteht. Dennoch ist dieser Rückmelder noch gut für kleinere und mittlere Anlagen einsetzbar und man bekommt ihn sehr günstig.

Der Nachfolgerückmelder von Märklin ist der 60833. Der Decoder wird an den CAN-Bus der Märklin Zentralen angeschlossen.

Wir wollen uns hier aber nicht mit der Rückmeldedecoderhistory von Märklin beschäftigen, sondern wollen auf die Funktionsweise und Anordnung der Gleisbesetztmelder eingehen.

Wie Funktioniert nun so ein Rückmelder.

Gleisbesetzmeldermodule sind Elektronikbausteine die jeden Fahrstrom ab 1 mA im Trennabschnitt (Blockstrecke), den sie überwachen melden. Diese Module reagiert somit sowohl auf stehende, als auch auf fahrende Loks und Wagen mit Beleuchtung auf der Blockstrecke. Der Gleisbesetztmelder ermöglicht durch den meist hohen zulässigen Ausgangsstrom von bis zu 1 A, den Anschluss vieler Lampentypen, LEDs, Relais, Weichen (mit Endabschaltung) und Lichtsignalen, Formsignalen (mit Endabschaltung) oder anderer Bausteine, z.B. Soundmodule. Da in diesen Gleisbesetzmeldemodulen integrierte Relais enthalten sind, ergeben sich viele Schaltmöglichkeiten ohne noch zusätzliche Bauteile zu benötigen. Das ist gut für den Geldbeutel des Modellbahners. Hersteller von derartigen Modulen sind z.B. Uhlenbrock, Tams etc.

Der Einbau ist vom Schwierigkeitsgrad auch überschaubar. Wie wir bereits wissen, müssen Blockabschnitte angelegt werden. Jeder Blockabschnitt wird vom anderen Blockabschnitt physikalsich getrennt. Beim Zweileitersystem bei Gleichstrom sollten die Trennabschnitte auf der Massenseite erfolgen (Nullleiter), da die Masseseite auch der gemeinsame Rückmelder für andere Komponenten ist (wie Digitalzentralen, Trafos etc). Dadurch werden nicht nur Kurzschlüsse vermieden, sondern die einzelnen Abschnitte sind auch unabhängig von der Einspeisung des Fahrstroms.

Der Gleisbesetztmelder wird an die zu überwachende Schiene, den Wechselspannungsausgang eines Transformators und an den zu schaltenden Artikel angeschlossen (also z.B. das Blocksignal). In den Fahrspannungsabschnitten, an denen kein Besetztmelder angeschlossen ist, ist meistens eine Entkopplung mit Dioden vorzunehmen, damit eine ordnungsgemäße Überwachung auch bei abgeschalteter Fahrspannung erfolgen kann.

Die Verbraucher, die über die Relais geschaltet werden sollen, können an Wechsel-, Gleich- oder Digitalspannung angeschlossen werden. Das kann die Spannung sein, die den Baustein versorgt oder eine separate Stromversorgung. Die interen Relais können benutzt werden, um z.B. eine Rot/Grün-Anzeige am Stellpult zu realisieren, um Weichen und Signale mit Endabschaltung oder andere Bausteine wie Soundmodule oder eine Beleuchtung zu schalten.

Die meisten Gleisbesetztmelder können nicht nur an Digitalanlagen angeschlossen werden, sondern sind auch für analoge Anlagen tauglich. Allerdings ist bereits jetzt darauf hinzuweisen, dass die Schaltungen im Digitalbetrieb wesentlich einfacher sind als im Analogbetrieb. Dazu kommt, dass im Digitalbetrieb die Benutzerfreindlichkeit und auch der vorbildgerechte Einsatz wesentlich besser ist.

Deneoch betrachten wir als erstes den Einsatz eines Gleisbesetztmelders bei einer analogen Zweileiteranlage.


Analoge Blocksteuerung im Zweileitersystem
Wir verwenden hier Gleisbesetzmelder, die es auch für den analogen Betrieb gibt. Im Grunde genommen sind es Schaltrelais. Aber für den Modellbahner ist der Gleisbesetztmelder einfacher zu verdrahten. Als Beispiel nehmen wir den Gleisbesetztmelder von tams (GMB1). Der Gleisbesetztmelder GBM-1 kann in Modellbahnanlagen aller Spurweiten eingesetzt werden (Ausnahme - Spur: G). Dieser Gleisbesetztmelder ist wie alle Gleisbesetztmelder sehr empfindlich und erkennt Verbraucher mit einem Stromstärke von nur 1 mA. Der maximale Strom der vier Schaltausgänge betragt je 500 mA. Damit können alle gängigen Schaltvorgänge an Lichtsignalen, Formsignalen, Lichtsignalen vorgenommren werden. Bei einem höheren Strombedarf muss ein Ralais dazwischen geschaltet werden. Bei analogen Gleichstromanlagen erkennt der Gleisbesetztmelder Fahrzeuge unabhängig von der Fahrtrichtung, mit der sie in einen Gleisabschnitt einfahren. Alle Gleisbesetztmelder dürfen, genauso wie der tams-Melder nicht über Trafos oder digitale Booster, die Fahrstrom bereitstellen, versorgt werden. Zur Versorgung konnen Trafos (analog) oder Booster (digital) verwendet werden, die auch andere Gleisbesetztmelder oder Beleuchtungen versorgen. Die Auswertung erfolgt gegen Masse. Deshalb grundsätzlich bei allen Gleisbesetztmeldern beachten, dass bei Gleichstrom die Trennabschnitte in die Masseseite, d.h. in den gemeinsamen Rückleiter, eingefügt werden. So werden Kurzschlüsse vermieden und die die einzelnen Abschnitte sind auch unabhängig von der Einspeisung des Fahrstroms. Was benötigen wir nun. Wir benötigen für unseren dargestellten Fall folgende Teile:

- analogen Trafo
- 4 Signale (Formsignal oder Lichtsignal oder Blocksignal)
- 1 Gleisbesetztmelder für 4 Blockabschnitte (gibt es wie gesagt z.B. bei Uhlenbrock, Conrad-Electronic, Tams etc.)


Bei unserem Gleisbesetztmelder leuchtet die zugeordnete LED auf, wenn der Gleisabschnitt besetzt ist. Unser Gleisbesetztmelder meldet den Besetzt-Zustand von vier einzelnen, voneinander unabhängigen Gleisabschnitten. Der Baustein ist universell bei allen Systemen (Gleichstrom, Wechselstrom und Digital) einsetzbar. In unserem Fall wird er zwischen den analogen Fahrtrafo und den gewünschten Blockabschnitt geschaltet und meldet alle sich in dem jeweiligen Gleisabschnitt befindenden elektrischen Verbraucher, z.B. Lokomotiven oder Wagen mit Beleuchtung. Beim 2-Leitersystem werden auch Wagen ohne Beleuchtung zu Stromverbrauchern, indem eine Achse mit Widerstandslack bestrichen wird. Elektrische Verbraucher, die sich in einem abgeschalteten Gleisabschnitt befinden, werden angezeigt, wenn ein zusätzlicher Widerstand eingebaut wird. Die Auswertung erfolgt gegen Masse, schon ein sehr kleiner Strom ist ausreichend. Der Masseanschluss des Fahrtrafos darf nicht an einen überwachten Gleisabschnitt angeschlossen werden, da sonst keine Besetztmeldung aus dem betreffenden Gleisabschnitt erfolgen würde (siehe auch nachfolgendes Bild). Seite 2

Noch etwas. Der Gleisbesetztmelder ist auch als Bausatz erhältlich. Damit kann Geld gespart werden, gegenüber einem bereits fertig montierten Baustein.

Analoges Blocksystem im Zweileitersystem
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Wir haben im obigen Bild die Schaltung des Gleisbesetztmelders bei analogen Schaltungen dargestellt. Die Relaisschaltungen A1 bis A4 haben wir je einem Signal zugeordnet. In der Praxis ist es aber so, dass pro Streckenblock jeweils 2 Signale bedient werden müssen. Bei der Einfahrt in den Block muss das hintere Siganl auf "Halt" gestellt werden, damit kein Zug mehr in den Block einfahren kann und das vordere Signal muss auf "Fahrt" gestellt werden. Bei der Einfahr in den zweiten Block muss wieder das hintere Signal auf "Halt" und das vordere Sigbal auf "Fahrt" gestellt werden. Dementsprechend werden die Ausgänge A1 bis A4 mit zwei Verbrauchern beschaltet. Desahlb ist es wichtig zu überprüfen, ob die 500 mA nicht doch durch die zwei Verbraucher überschritten werden. Dann müsste wie bereits gesagt ein mechansiches oder elektrisches Relais dazwischen geschaltet werden.



Analoge Blocksteckenplanung im Märklin Dreileitersystem

Wir planen hier wieder 4 Blockstrecken und nehmen wieder das tams GBM1. Wir bitten hier um Verständnis, dass wir mit dem gleichen Gleisbesetzmelder weiter arbeiten als im obigen Beispiel. Das System geht aber mit jedem anderen Gleisbesetztmelder. Wir wollen hier keine Werbung für die Fa. Tams machen, das liegt uns fern. Es gelten hier parktisch die selben Aussagen wie im obigen Beispiel, mit folgenden Ausnahmen:

1. Der Stromleiter liegt auf der Mittelschiene. Die beiden Außenschienen sind Nullleiter.
2. Der Nullleiter sind die beiden Außenschienen.




Analoge Blockstreckensteuerung im Dreileitersystem
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Digitale Blocksteckenplanung im Märklin Dreileitersystem mit Zentrale ohne Blocksteuerung
Nun geht es in die Digitaltechnik. Da wird naturgemäß natürlich vieles einfacher. Wir benötigen im Digitalsystem - auch beim Drelietersystem - folgende Artikel:
    - 4 Signale (Blocksignal, Formsignale oder Lichtsignale)
    - mind. 4 Rückmeldemodule.
    - 1 Digitale Zentrale die keine Blockstrecken programmieren kann.

Wenn wir hier wieder beim Tams GBM1 Rückmelder bleiben, dann macht dies nur Sinn, wenn wir eine digitale Zentrale besitzen, die keine Fahrstraßen und Blocksysteme programmieren kann. Wenn eine solche Zentrale vorhanden ist, dann macht der Gleisbesetztmelder noch Sinn. Diese gilt auch für andere Gleisbesetztmelder. Eine Digitalzentrale mit Fahrstraßen und Blockprogrammierung ist wesentlich einfacher zu schalten und benötigt keine Gleisbesetztmelder, sondern einfache Rückmelder. Zuerst wollen wir uns aber noch die Schaltung bei einer Digitalzentrale ohne Blockstreuerung ansehen und ihr werdet merken, die Verdrahtung ist fast wie bei Analog.


Digitales Blocksystem im Dreileitersystem ohne Zentrale mit Blocksteuerung
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Digitale Blocksteckenplanung im Märklin Dreileitersystem mit Zentrale mit Blocksteuerung

Wenn wir nun eine Digitalzentrale besitzen, wie z.B. die Central-Station 2 oder höher von Märklin oder die Intellibox II von Uhlenbrock, können wir auch Fahrstraßen und Blockstrecken programmieren. Dadurch gestaltet sich die Blocksteckenplanung natürlich wesentlich einfacher. Wir benötigen hier aber keine Gleisbesetztmelder mehr, sondern es genügt ein sog. Rückmelder. Ein Rückmelder ist eigentlich ein abgespeckter Gleisbesetztmelder, da er keine Funktion mehr ausüben muss. Eine digitale Zentralstation mit Rückmeldeeinrichtung, kann erkennen, wo sich ein Zug befindet und entsprechende Schaltfunktionen ausüben. LocoNet-Rückmeldemodule oder besser bekannt s88-Rückmeldemodule überwachen die Streckenabschnitte und melden die Veränderung von „Gleis frei” nach „Gleis belegt“, oder von „Gleis belegt” nach „Gleis frei” an die Zentraleinheit. Um vom Zug gesteuerte Schaltfolgen auszulösen, wird diese Gleisbelegtmeldung über das LocoNet an die Intellibox II, das IB-Control II, das IB-Switch, oder über das Interface an ein Computerprogramm weitergegeben, das dann seine Steueraufgaben entsprechend koordinieren kann. Bei der Intellibox II von UhlenbrockInsgesamt ist die Auswertung von 2048 Eingängen möglich An den s88-Eingang der Intellibox II können max. 31 s88-Rückmeldemodule mit je 16 Eingängen angeschlossen werden.

Um zu verstehen, was sich da im Gerät abspielt sind folgende Erläuterungen erforderlich. Die Intellibox besitzt 2 Rückmeldemodi, den Rückmelder-8 Modus und den Rückmelder-16 Modus. Wird die [mode]-Taste betätigt, so kann im Auswahlmenü über die Displaytasten der entsprechende Rückmeldemodus ausgewählt werden. Passend zum eingestellten Modus ändert sich die Darstellung in der Mitte des Displays. Unabhängig davon, ob die Anzeige von 8 oder 16 Rückmeldern angewählt wurde, kann jeweils über eine Adresseingabe ein Block von 8 oder 16 Rückmeldern aufgerufen werden, der mit der eingegebenen Adresse beginnt und die 7 oder 15 Folgeadressen beinhaltet. Für jede Gruppe kann aber auch eine individuelle Belegung festgelegt werden. Es können 64 verschiedene Rückmeldergruppen im Gerät abgespeichert werden. Jede Gruppe erhält ihren eigenen Namen.

Wir wollen uns aber hier weiter mit der Central Station 2 bzw. 3 von Märklin beschäfteigen. Auch dieses Gerät ist ähnlich aufgebaut. Wir benötigen zum Betrieb von 4 Blockstrecken folgende Artikel:
    - Central-Station 2 oder 3 oder Uhlenbrock Intellibox II oder ESU etc.
    - 4 Reedkontakte

Wie ihr der dem nachfolgenden Schaltbild entnehmen könnt, gestaltet sich nun die Blockstreckenbildung sehr einfach. Die Hauptaufgabe ist die Programmierung der Blockstrecken.


Digitales Blocksystem im Dreileitersystem mit Zentrale mit Blocksteuerung
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Es dürfte klar sein, dass es hier nun verschiedene Abwandlungen von dem System gibt. Es können anstatt der Reedkontakte im Dreileitersystem auch Schaltgleise und Kontaktgleise im Dreileitersystem eingefügt werden. Dies bleibt aber dem Einzelnen vorbehalten, für was er sich entscheidet.



Digitale Blocksteckenplanung im Zweileitersystem mit Digitalzentrale ohne Blocksteuerung
Hier gilt das bereits gesagte. Die nachfolgende Schaltung mit dem tams Gleisbesetztmelder ist nur sinnvoll, wenn eine Digitalzentrale verwendet wird, mit der keine Blockstrecken programmiert werden können. Wir benötigen folgende Artikel:
    - 4 Signale (Blocksignal, Formsignale oder Lichtsignale)
    - mind. 4 Rückmeldemodule.
    - 1 Digitale Zentrale die keine Blockstrecken programmieren kann.



Digitales Blocksystem im Zweileitersystem ohne Zentrale mit Blocksteuerung
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Digitale Blocksteckenplanung im Zweileitersystem mit digitaler Zentrale mit Blockstellenprogrammierung
Analog zu Dreileitersystem wollen wir uns nun noch die Schaltskizze im Zweileitersystem für digitale Zentralstationen im Zweileitersystem ansehen.
    - Central-Station 2 oder 3 oder Uhlenbrock Intellibox II oder ESU etc.
    - 4 Reedkontakte
    1 Rückmeldemodul



Digitales Blocksystem im Zweileitersystem mit Zentrale mit Blocksteuerung
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Hinweise zur Lage der Rückmelder
Wir wollen uns nun noch über die Lage des Rückmelders Gedanken machen. In einem Streckenblock - so haben eir gelernt - muss mind. ein Rückmelder vorhanden sein. Ferner ist, damit die Zugspitze bzw. die Lok vom Rückmelder erkannt wird, der Rückmelder so zu platzieren, dass der Zug von der letzten Weiche bis zum Rückmelder komplett Platz auf dem Streckenblock hat.
Darüber hinaus sollte hinter dem Rückmelder noch so viel Platz bis zur nächsten Weiche gelassen werden, wie der Zug zum Anhalten benötigt. Die Konsequenz daraus ist, dass ein Streckenblock in der Regel (bei H0) 0,50 cm länger sein muss als die tatsächliche Zuglänge. Das nachfolgende Bild zeigt dies.


Lage der Rückmelder
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Wer nun nicht genügend Platz auf der Modellbahn hat, der kann diese Längen verkürzen indem er zusätzlich 2 Rückmelder im Block anlegt. Insgesamt wären dies dann drei Rückmelder in einem Block. Die Plazierung: Anfang, Mitte und Ende des Blockes.

Durch diese Anordnung kann beim ersten Rückmelder der Zug bereits auf halbe Geschwindigkeit abgebremst werden, beim zwieten Melder auf Langsamgeschwindigkeit gebremst werden und beim Dritten dann auf Null abbremsen. Dies erfordert natürlich auch die entsprechenden Decoder in der Lok.




Im nächsten Teil der "automatisierte Modellbahn" werden uns mit speziellen Überwachungssystemen wie Lizzy oder Macro beschäftigen.


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