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Vorbemerkung
Der Märklin Delta - Decoder war einer der ersten Lokdecoder am Modelleisenbahnmarkt. Er stammt aus den Anfangsjahren der digitalen Modelleisenbahn. Mittlerweile ist allerdings diese Lokdecodergeneration technisch überholt. Dennoch würde ich das Delta-System zu dem diese Decodertypen gehören nicht als beerdigt betrachten. Für den Märklin-Modelleisenbahner der beim Mehrzugbetrieb nicht mehr als 4 Loks fahren lässt und ansonsten keine großen Ansprüche an Sonderfunktionen hat, ist dieses System - schon wegen des günstigen Preises - dennoch interessant. Da es ferner noch viele gebrauchte Delta-Decoder auf dem Markt gibt - meistens aber ohne Bedienungsanleitung - ist es sinnvoll, sich hier nochmals mit diesem Decodertyp zu beschäftigen. Der Delta Decoder Obwohl technisch nicht auf dem neuesten Stand, hat der Delta-Decoder doch einen entscheidenden Vorteil. Mit diesem Decodertyp lässt sich sowohl Analog, als auch Digital fahren. Weiterhin kann er mit dem Delta-System (4-Zug- System) von Märklin gesteuert werden. Leider versteht er nur das Motorola-Format (Protokoll), sodass er nicht kompatibel zum internationalen DCC-System ist.
Eine weiterer Nachteil: Der einfache Delta-Decoder unterscheidet sich vom "normalen" Digitaldecoder dadurch, dass der Delta-Decoder per DIP-Schalter nur auf 16 Adressen - statt 80 Adressen - eingestellt werden kann und dass die richtungsabhängige Sonderfunktionen nicht anschließbar sind. Funktionsweise Der Delta-Decoder besitzt in der Regel ein sog. Mäuseklavier. Das Mäuseklavier gibt es mit vier oder 8 Dip-Schaltern. Stehen alle vier Schalter (bei Mäuseklavier mit 4 Schaltern) auf "Off" (siehe nachfolgendes Bild) kann die Lok auch analog gesteuert werden. Achtung: Statt den Schalter können auf alten Decoder-Versionen auch noch Lötbrücken sein.
Wird nun eine Lok mit diesem Decoder auf einer digital gesteuerten Anlage eingesetzt, so können alle 15 darstellbaren Adressen verwendet werden. Sonderfunktionen werden nicht unterstützt. Funtionen wie z.B. eine Telexkupplung werden mit dem Umschalten der Fahrtrichtung ausgelöst.
Anschlussschema von Delta Decodern Das größte Problem für den Modelleisenbahner ist natürlich der Anschluss von derartigen Delta-Decodern. Bei gebrauchten Delta-Decodern fehlt meistens die Bedienungsanleitung. Somit ist der Lokdecoderanschluss an die Lok fast nicht möglich - zumindest nicht ohne Risiko für den Decoder -. Die nachfolgende Anschlussbelegung ist meistens so bei den Delta-Loks vorhanden. Noch einige Bemerkungen zur nachstehenden Tabelle: DC = Gleichstrom AC = Wechselstrom
Weitere Hinweise: Motor: Der Motor hat die Anschlüsse [braun] (Masse/Gehäuse), sowie [blau] und [grün]. Lampen: Die Lampen haben die Anschlüsse [orange] (gemeinsame Zuleitung), sowie [grau] und [gelb] für die beiden Fahrtrichtungen. Zu beachten ist, dass die beiden Kabel für die Fahrtrichtungen auf Masse geschaltet werden. In Verbindung mit [orange] ergibt sich eine flackerfreie Beleuchtung. Wenn [orange] nicht vorhanden ist, benutzt man [braun]. Dabei flackern aber die Lampen, wie es bei etwas älteren Modellen vorkommt. Lampen (2): Bei manchen Loks, insbesondere Dieselloks sind die Zuleitungen der Lampen nicht auf [orange], sondern auf die Farben [braun/grün] und [braun/weiß] geführt. Diese Leitungen lassen sich über die Funktionstasten F2 und F4 schalten. Dadurch kann dann das Licht getrennt vorne und hinten an oder aus geschaltet werden. Funktionen 1-4: bei Delta-Decoder nicht vorhanden Hier sind die Funktionen angegeben. Z.B. Zusatzelektronik: Eine Zusatzelektronik wird oft über die Farben [orange] und [violett] mit Strom versorgt. Dabei können evtl. weitere Funktionen mit [braun/rot] und [braun/gelb] geschaltet werden.
Hinweis: Im Modellbahnarchiv ist ein Delta-Kompendium enthalten. Dort gibt es weitere und gründlichere Ausführungen zum gesamten Märklin-Delta-System. |
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