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Das Keyboard dient zum digitalen Schalten von Weichen und
Signalen.
Es gibt (zum Glück) keine Unterscheidung von "Digital-Magnetartikeln" und konventionellen Magnetartikeln, sondern die herkömmlichen Weichen und Signale werden einfach über einen vorgeschalteten Decoder angeschlossen. Im Digital-System können nicht nur Magnetartikel geschaltet werden, es können auch Dauerströme wie Beleuchtungen oder Motoren ein- und ausgeschaltet werden. Dafür wird dann ein anderer Decoder eingesetzt. Ansonsten gibt es für den Bediener keinen Unterschied. Da z.B. das KEYBOARD von Märklin 16 Tastenpaare hat, aber bis zu 256 Magnetartikel unabhängig gesteuert werden können, kann man im Digital-System bis zu 16 KEYBOARDs anschließen. Für 256 Magnetartikel benötigt man somit 64 Decoder. An jedem Decoder gibt es einen (achtpoligen) Codierschalter, an dem die Decoder-Adresse eingestellt wird, denn beim Schalten von Magnetartikeln wird nicht direkt die Adresse eines Magnetartikels weitergeleitet, sondern die Adresse eines Decoders. In der Steuerinformation für den Decoder ist dann verschlüsselt, welchen der Ausgänge dieser ansteuern soll. Der Ablauf beim Schalten eines Magnetartikels sieht demensprechend wie folgt aus: Beim Drücken einer bestimmte Taste an einem KEYBOARD rechnet der Mikroprozessor im KEYBOARD aus der eingestellten KEYBOARD-Adresse und der Tastennummer die zugehörige Decoder-Adresse aus. Diese Decoder-Adresse und die Information, welcher Decoder-Ausgang eingeschaltet werden soll, wird vom KEYBOARD in eine 0,1-Zahlenfolge umgewandelt und an die Zentraleinheit weitergeleitet. Die Zentraleinheit kann immer nur eine Magnetartikel-Information zur gleichen Zeit bearbeiten. Sie wandelt die Magnetartikel-Information aus dem Stellpult in ein Digital-Format um (z.B. Motorola-Format), ordnet sie in den Wiederholungszyklus der Lokinformationen ein, verstärkt die Digital-Signale und gibt sie auf ihren Ausgang. Von hier gehen die Informationen zum Gleis und zu den über Kabel angeschlossenen Magnetartikel-Decodern. Danach sendet die Zentrale eine Bestätigungsmeldung an die Stellpulte zurück. Daraufhin schaltet das zuständige KEYBOARD die zugehörige Leuchtdiode ein oder aus. Grundsätzlich sind die Digital-Daten für Loks und Magnetartikel gleich aufgebaut. Damit sie sich nicht gegenseitig stören können, werden sie jedoch mit unterschiedlichen Frequenzen übertragen. Da Magnetartikel nicht mit Dauerstrom betrieben werden dürfen, sondern nur einen kurzen Umschaltimpuls brauchen, schickt das KEYBOARD einen Abschaltbefehl an die Zentrale, sobald der Bediener die gedrückte Taste wieder loslässt. Dieser Abschaltbefehl wird auf die gleiche Weise behandelt wie der Schaltbefehl. Erst nach dem Abschaltbefehl kann die Zentrale den nächsten Befehl für einen Magnetartikel annehmen, damit das Digital-System immer nur mit dem Schaltstrom für einen einzigen Magnetartikel belastet wird. Bei Märklin gibt es neben dem Standard-Magnetartikeldecoder k83 mit vier Ausgängen auch einen Einbaudecoder k73. Die Platine ist zum direkten Einbau in Weichen der M-Gleise vorgesehen. Der Decoder hat daher nur einen Ausgang. Mit etwas Geschick kann er aber auch für Signale oder andere Magnetartikel verwendet werden. Seine Digital-Informationen erhält der Einbaudecoder direkt über das Gleis. Es sind dann also keine Kabelanschlüsse mehr für einen solchen Magnetartikel erforderlich. Zusammenfassung: Die Aufgaben der Geräte beim digitalen Schalten von Magnetartikeln: Digital-Stellpult: Aufgabe: Gedrückte Taste erfassen.In eine serielle Digital-Information umwandeln und an die Zentrale weiterleiten. Anzeigen ansteuern. Zentraleinheit: Sortieren, Umwandeln der Stellpult-Informationen in ein Digital-Format. Einfügen in den Wiederholungszyklus der Lokdaten. Mit der Versorgungsspannung verknüpfen und ans Gleis weiterleiten. Außerdem Schutz vor Überlastung und Kurzschluß. Magnetartikel-Decoder (Funktionsdecoder): Aufgabe: Empfangene und eingestellte Adresse vergleichen. Gleichrichten des Digital-Signals oder Relais ansteuern. |
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Der Computer und die Modelleisenbahn
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