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Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

Die Digitalsysteme


Der Überblick

Welche Digitalsysteme bzw Hersteller sind eigentlich auf dem Modellbahnmarkt interessant. Um sich hier einen Überblick zu verschaffen nachstehende hier die Auflistung. Die Hersteller wurden alphabetisch geordnet, damit nicht der Verdacht eines Ranking entsteht.

- C-Digital oder Conrad-Digital = SX - DCC - MOT
- DIGIRAIL = SX - DCC
- Ecos = DCC
- FLEISCHMANN = FMZ
- LENZ = DCC
- MÄRKLIN = MOT - FMX
- PIKO Digital = DCC - SX
- RAUTENHAUS = SX - DCC
- ROCO = DCC
- SELECTRIX = SX - DCC
- UHLENBROCK = DCC - MOT - SX
- ZIMO = DCC - MOT - ZIMO

Legende:
MOT = Motorola-Format
DCC = DCC-Protokoll
SX = Selextrix-Protokoll
FMX = FMX-Protokoll



Die Digitalsysteme und die Digitalgeräte von Märklin


Vorbemerkung

Märklin hat mit Beginn des digitalen Modelleisenbahnzeitalters (1984) auf das sog. Motorola-Protokoll gesetzt. Die Firma Motorola wurde im Jahre 1928 von den Brüdern Paul V. Galvin und Joseph E. Galvin als Galvin Manufacturing Corporation (GMC) gegründet und 1947 in Motorola umbenannt. Der Name Motorola ist eine Wortschöpfung aus Motor (motion) und ola (Schall, Welle, la ola).

In der frühen Entwicklungsphase von Prozessoren lag Motorola deutlich vor dem Konkurrenten Intel. Bei der Neuentwicklung von sog. integrierten Processor-Schaltungen (CPU's) war Motorola zu dieser Zeit führend. Schaltungstechnisch hoben sich Motorola-CPUs und deren Verwandte deutlich von Intel ab. Auffällig ist bei den Motorola-Prozessoren z. B der lineare Adressbereich, der ohne eine Segment-Offset-Adressierung auskommt und somit leichter in Assemblercode zu programmieren ist und der bei der Busanbindung weniger Aufwand macht.

Märklin-Digital verwendete deshalb zur Ansteuerung des Busses integrierte Schaltkreise von Motorola (CPU's). Deswegen wird auch vom Märklin-Motorola-Digitalsystem gesprochen, wenn das Märklin-Delta-Digitalsystem gemeint ist.

Bei den Gleichstrombahnhersteller (Zweileitersystem) hat sich demgegenüber das Digital-Command-Control-Datenformat auf breiter Front durchgesetzt. Im klassischen Märklin-Digitalsystem ist der Datenbus unidirektional, d. h. die Loks und anderen Geräte können nur Befehle von der Zentrale entgegennehmen. Die Empfänger selbst aber keine Informationen zurücksenden. Für diesen Weg nutzt das System einen zweiten, völlig unabhängigen Rückmeldebus. Zur Energieversorgung wird in den Märklin-Digital-Bus eine Rechteckspannung eingespeist, die zwischen +22 V und -22 V oszilliert. Dies ist am klassischen Märklinsystem orientiert, das mit einer Wechselspannung von bis zu 16 V im Gleis zur Ansteuerung des Motors arbeitet.

Demgegenüber werden beim DCC-Protokoll - über das Gleis - sowohl die zum Betrieb der Züge notwendige Spannung als auch Steuerungsinformationen von einer Digitalzentrale an die Lok-Decoder übertragen. Auch Weichen und Signale (Magnetartikel) können über DCC-Signale gesteuert werden. Normungsgegenstand ist aber im Gegensatz zu Motorola allein das Protokoll (d.h. der Datenverkehr) auf den Gleisen, nicht jedoch die Kommunikation zwischen der Zentrale und evtl. weiteren Eingabegeräten, Boostern (=Stromverstärkern) etc.

Der DCC-Standard wurde im Lauf der Zeit weiterentwickelt. Anfangs gab es nur 14 Fahrstufen, 99 Lok- und 256 Magnetartikeladressen, der aktuelle Standard sieht 14, 27, 28 und 128 Fahrstufen, sowie über 16.000 Lokadressen vor, wobei die meisten Fahrgeräte und einige Decoder auf 9999 Lokadressen limitiert sind.

Weiter wollen wir hier nicht einsteigen. Dies bleibt einem weiteren Aufsatz vorenthalten. Wichtig ist hier zu wissen, dass Märklin mittlerweile mit seinem Märklin-Digital-Systems, sowohl das alte Motorola-Format, als auch das DCC-Format grundsätzlich verarbeiten kann (Mobil-Station   / Central-Station  ). Dennoch kann nicht jeder DCC-Lokdecoder mit dem Märklin-Digital-System gesteuert werden.   Demgegenüber können alle   alten Delta-Decoder  (Motorola-Protokol)   auch mit den neuen Märklin-Stationen gesteuert werden. Allerdings bestimmt die schwächste Digital-Komponente den Umfang der möglichen Funktionen.



Das Märklin Motorola-Digital-Systems bis zum Jahre 2000

Datenformat Motorola
Protokoll Motorola
Ausgangsstrom 2,5 Ampere
Überlastungsschutz ja
Handregler nein
Lok-Adressen bis 80
Funktionen 5
Fahrstufen 14
Mehrfachtraktion nein
Schaltadressen 256
Schaltartikel 256
Rückmeldung ja
Zug-Nr.-Erkennung nein
Gleisbildstellpult ja
Bussystem IIC-Bus
Interface ja
Übertragungsrate > 2400 Baud
Software-Update nein
    

Märklin-Digital-System
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Digital-Geräte die nur das Motorola-Protokoll verarbeiten


Vorbemerkungen zum Delta-Digital-Systen

Das von Märklin aus den 80er Jahren stammende Motorola-Format (MM - Delta-digital) bietet folgende Möglichkeiten:

- Maximal 80 Lokadressen, Adresse 01 bis 80.
- Maximal 256 Magnetartikeladressen
- 5 Funktionen pro Lokadresse
- 14 Fahrstufen (27 mit Zwischenstufen)
- Keine Rückmeldung der Loks

Wichtig zu wissen ist hier auch, dass Märklin mit Einführung des Delta-Digital-Systems sich vom Wechselstromsystem verabschieden musste. Digital funktioniert eben nur mit Gleichstrom. Auch heute noch ist das Delta-System interessant, da für den "durchschnittlichen" Modellbahner es ausreicht wenn bis zu 80 Zügen gleichzeitig auf seiner Bahn in Betrieb gehalten werden können (je nach Digitalzentrale). Ein weiterer Vorteil des Digitalsystems allgemein und hier auch bei Delta liegt in den besseren Fahreigenschaften. So kann das Bremsverhalten der Lok wie beim Vorbild verzögert werden.

Aber auch für Nicht-Märkliner ist das Dalta-System interessant. Da das Digitalsystem auf Gleichstrombasis läuft, kann auch jeder Gleichstrombahner sich dieses System zulegen. Es müssen lediglich in die Gleichstromloks die Delta-Decoder eingebaut werden und schon kann mit Delta gefahren werden.

Der Anschluss von Märklin-Delta-Digital ist einfach. Der bisherige Trafo ist vom Anschlussgleis zu trennen und mit dem Wechselstromausgang an die Delta-Digitalzentrale anzuschließen. Dann eine Lok mit Delta-Decoder auf das Gleis stellen und schon kann digital gefahren werden. Es werden somit nur wenige Geräte benötigt und zwar:

- Eine Zentraleinheit
- ein Fahrgerät (swoeit nicht schon in der Zentraleingheit integriert)
- eine Lok mit Delta-Decoder

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Delta-Decoder es zulassen, dass eine Lok auch analog auf dem gleichen Gleis fahren kann.

Unabhängig vom Fahrbetrieb können mit dem Delta-Digital-System auch die Magnetartikel, wie Weichen, Signale, Entkuppler digital geschaltet werden. Allerdings können dies nicht alle Delta-Digital-Zentralen. Die Control-Unit z.B. kann dies. Zum Digital-Schaltbetrieb kann dann dieselbe Zentraleinheit wie zum Fahrbetrieb verwendet werden. Als Bediengeräte stehen das Keyboard oder als Anschlussgerät für ein Gleisbildstellwerk das Switchboard zur Verfügung. Die Magnetartikel (insgesamt können bis zu 256 geschaltet werden) werden über den Decoder k87 geschaltet, der über eine Zentraleinheit angesprochen wird.



Märklin Delta-Control 4f (Nr. 66045)

Das Delta-Control 4f gehört, wie der Name bereits beinhaltet, zum Märklin-Delta-Digital-System. Dieses Gerät befindet sich in dieser Form nicht mehr im Handel (Ausnahme: Gebrauchthandel). Dennoch ist dieses Gerät gerade für kleine bis mittlere Modellbahnanlagen interessant, da der Preis für gebrauchte Geräte sehr niedrig ist und dennoch mit diesem Gerät alle Märklin-Digital-Loks gesteuert werden können. Es können natürlich auch Loks gesteuert werden, die nicht von Märklin hergestellt werden. Voraussetzung ist aber hier, dass der Lokdecoder das Motorola-Digitalprotokoll versteht. Der Hersteller Uhlenbrock hat z.B. derartige Lokdecoder in seinem Angebot.

Delta-Control 4f
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Viele Modellbahner betreiben ihr Hobby mit kleineren bis mittleren Anlagen. Ferner werden in der Regel nicht mehr als 4 bis 5 Züge gleichzeitig gefahren. Für diese Modellbahner eignet sich dieses Gerät bestens. Weshalb sich also für diese Spielsituation eine teure Central-Station oder Mobile-Station anschaffen - dies funktioniert auch mit diesem kostengünstigen Gerät. Wenn also ein Modellbahner seine Magnetartikel - wie Weichen, Signale - analog steuern will, auf ausgefeilte Funktionen seiner Digitalloks verzichten und lediglich die Beleuchtung schalten will, nicht mehr als 4-5 Loks fahren lässt, der ist mit diesem Gerät eigentlich gut bedient.

Sehen wir uns nun das Gerät im Einzelnen an:

Mit diesem Gerät können bis zu 5 Loks gefahren werden. Die Loks müssen aber mit einem Delta-Decoder bzw einem Delta-kompatiblen Decoder ausgestattet sein.

Das Gerät überträgt die Fahrreglereinstellung des Fahrtrafos an den Delta-Lok-Decoder in der ausgewählten Lokomotive. Auch mehrere Loks können sich dadurch gleichzeitig mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf der Anlage bewegen, wobei keine elektrischen Trennstellen mehr erforderlich sind und ein einziger Gleisanschluss in der Regel bei den kleinen bis mittleren Anlagen ausreicht.

Sollte die Anlage vergrößert werden, so kann der Modellbahner auf das Märklin-Digital-Systems problemlos übergehen, ohne dass die Loks mit einem anderen Digital-Decoder nachgerüstet werden müssen.

Technische Daten

Das Delta-Control-4f-Gerät kann eine elektrische Leistung von max. 32 VA abgeben. Sollte der Leistungsbedarf am Ausgang des Delta-Control-4f höher als dieser Grenzwert liegen, so spricht der interne Überlastschutz im Delta-Control-4f an. Auslöser für einen zu hohen Leistungsbedarf kann entweder ein Kurzschluss oder der Einsatz zu vieler elektrischer Verbraucher auf der Modellbahn sein. Bei einem Kurzschluss (z. B. durch eine entgleiste Lok) sollte der Adresswahl-Schalter sofort in Stellung „Stop“ gebracht werden.

Nach einer Überlastung durch den Einsatz von   zu   vielen Verbrauchern schaltet die Delta-Control-4f   von selbst wieder - nach einer entsprechenden Abkühlzeit der integrierten Kurzschluss-Sicherung - in den Betriebsmodus zurück. Sollte diese Betriebsunterbrechung häufiger vorkommen, so ist der Leistungsbedarf der Anlage zu groß für dieses Delta-Gerät.

Zur Leistungsversorgung der Delta-Control-4f   werden von Märklin folgende Transformatoren vorgeschlagen:
- für die Netzspannung 230 V (50 Hz): Transformer (Nr. 6002) bzw. Transformer 32 VA (Nr. 6647)

Märklin verweist zwar, dass die Delta-Control-4f nur an die oben aufgeführten Transformatorentypen angeschlossen werden darf, aber es kann jeder Trafo mit den angegebenen Leistungswerten an die Delta-Control-4f angeschlossen werden. Es können auch noch die blauen Märklin-Trafos verwendet werden, wenn die Leistungsdaten passen. Zu achten ist aber, dass die Trafos keine höheren Leistungswerte als 52 VA aufweisen, da sonst die Gefahr der Zerstörung der Delta-Control-4f besteht.

Leistungsdaten des Trafos-Nr. 6002:
Leistung: 52 VA
Sekundärausgang-Wechselstrom: 16 Volt

Leistungsdaten des Trafos-Nr. 6647:
- Leistung: 2 Ampere = 32 VA
- Fahrregler-Wechselstrom: 0 - 16 V --> 32 VA
- Wechselstromtrafo: 16 V --> 32 VA

Werden diese Leistungsdaten genommen, so ergeben sich folgende Trafo-Alternativen:

Märklin-Trafo-Nr. 6631   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6173   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6177   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6647   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6117   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6210   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 280A   -->   220 Volt   -->  30 VA
Märklin-Trafo-Nr. 6310   -->   220 Volt   -->  30 VA

Weitere Trafos mit ähnlichen Leistungsdaten bieten auch andere Hersteller wie Titan, Fleischmann etc.

Bedienung

Der Anschluss des Delta-Control-4f erfolgt entsprechend dem nachfolgendem Bild:

Anschluss Delta-Control 4f an Modellbahn
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Das Delta-Control-4f kann insgesamt 4 verschiedene Lokadressen unterscheiden:

1 = Dampflokomotive

2 = Diesellokomotive

3 = Triebwagen

4 = Elektrolokomotive

Die entsprechenden Symbole sind auf dem Gerät aufgedruckt und über den Schalter anzusteuern.

Delta-Control 4f --> Adressschalter      Delta-Control 4f --> Stopschalter
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Am Adressschalter gibt es links und rechts ein Stop-Schild-Zeichen. Diese Schalterstellung schaltet die Stromversorgung der Anlage ab. Die Schalterstellung ist besonders wichtig bei Kollissionsgefahr oder bei Gefahr eines Kurzschlusses. Auch beim Aufgleisen von Fahrzeugen empfiehlt es sich, die Versorgungsspannung abzuschalten um einem Kurzschluss vorzubeugen. Auf der Skala ist sowohl links, als auch rechts diese Abschaltung möglich. Märklin bezeichnet diese Schalterstellungen als Nothalt.

Die Delta-Control4f bietet eine weiteres Feature und zwar die Möglichkeit sog. Sonderfunktionen zu schalten. Da Digital-Lokomotiven teilweise mehrere sog. Schaltfunktionen aufweisen (von Beleuchtung bis zum Sound) können diese auch mit dem Delta-Control-4f geschaltet werden. Allerdings ist das Schalten nur auf eine Funktion möglich. In der Praxis bedeutet dies meisten das Ein- bzw Ausschalten der Stirnbeleuchtung der Loks. Über die Taste „function“ kann geschaltet werden (Eindrücken z.B. Licht an; Nochmaliges Drücken der Taste: Licht aus).

Die Einsatzgrenzen

Wie bereits ausgesagt, kann die Delta-Control-4f nur eine max Leistung von 32 VA abgeben. Wird diese Leistung überschritten, schaltet sich das Gerät ab (um Überhitzungen vorzubeugen). Mit einer maximalen Ausgangsleistung von 32 VA reicht die Leistungsfähigkeit der Delta-Control-4f normalerweise selbst für 4 fahrende Lokomotiven aus. „Leistungsfresser“ sind aber sehr schnell auf der Modellbahn vorhanden. So kann schon ein Zug mit beleuchteten Wagen die Leistungsgrenze der Delta-Control-4f überschreiten. Auch Rauchgeneratoren und Soundmodule sind erhebliche "Strommfresser". Als grobe Anhaltswerte können folgende Daten gesehen werden:

- Fahrende einmotorige Lokomotive:     Stomverbrauch: 5 — 10 VA
- Rauchgenerator:      Stromverbrauch: 5 VA
- Soundmodul:      Stromverbrauch: 5 VA
- Glühbirnchen:      Stromverbrauch: 1 - 2 VA

Der Ausbau der Delta-Control-4f

Das Delta-Control-4f-Gerät kann auf Wunsch mit dem Handregler "Delta-Pilot Nr. 6605" nachgerüstet werden. Mit diesem Handregler kann dann auch eine 5. Lokomotive eingesetzt werden.

Die Adresse dieser Lokomotive wird durch Stellen der Schalter 1, 2, 3 und 4 auf Position „on“ bei Universal-Lokomotiven mit 4-fach-Codierschalter und durch Stellen der Schalter 1, 3, 5 und 7 auf Position „on“ (2, 4, 6 und 8 auf „off) bei Digital oder Universal-Lokomotiven mit 8-fach- Codierschalter eingestellt. Der Delta-Pilot selbst bietet keine Schaltfunktion. Der Delta-Pilot wird an den beiden grauen Buchsen an der Rückseite des Delta-Control-4f angeschlossen.

Anschluss Delta-Pilot an Delta-Control 4f
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Märklin Control-Unit 6020

Die Control-Unit (Art-Nr. 6020) basiert ebenfalls auf dem Motorola-Protokoll. Sie ist eine reine Zentraleinheit  - ohne Bedienelemente  -.   Die Control-Unit (CU) unterstützt nur das sog. „erste“ Motorola-Format-MM1, d.h. nur Lichtfunktion und sonst keine weiteren Funktionen, auch keine absolute Fahrtrichtung. Da die  CU  keine Eingabetasten besitzt, benötigt sie zusätzlich einen Transformator und ein Delta-Control-Schaltgerät bzw ein Fahrgerät (Steuergerät).

Damit wird dieses Digital-Gerät, dass ebenfalls nicht mehr als Neuware zu haben ist, teuer und unwirtschaftlich. Die Control-Unit ist somit tatsächlich überholt. Ein besseres Gerät ist die Control-Unit (Art-Nr. 6021). Die CU-6021 ist – zusammen mit einem Trafo – ohne weitere Komponenten selbstständig einsetzbar.

Es könnnen bis zu 10 Fahrpulte (z.B. Control 80 bzw Control 80f) an eine Control-Unit angeschlossen werden. Entweder werden sie direkt auf der rechten Seite angesteckt oder über ein spezielles, bei Märklin lieferbares, Flachkabel angeschlossen.

Technische Daten der Control-Unit (Art-Nr. 6020):

- Ausgangsstrom: 2.5 A.
- max. Leistung: 45 VA

Control-Unit Nr. 6020
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Control-Unit Nr. 6021

Die Control-Unit-6021 ist das Gehirn der Digital-Anlage. Sie wertet die Bedienungsbefehle der Fahrgeräte aus und sendet entsprechende Informationen an den Lokempfänger. Die Zentraleinheit benötigt zur Versorgung eine Wechseispannung von 16 Volt. Jeder Trafo mit einer Wechselspannungs-Ausgangsleistung von ca. 30 VA kann hierzu verwendet werden.

Diese Digitalzentrale stammt aus den Anfängen der Modellbahndigitalisierung. Die Control-Unit oder Cu, wie sie von den Märklinern genannt wird, ist aber bereits eine vollständige Digitalzentrale. Als Digital-Protokol liegt allerdings das Motorola-Protokoll (M) zugrunde. Sie gehört somit zur "Delta"-Familie.

Die Control-Unit Nr. 6021 ist aus der Central-Unit Nr. 6020 entstanden, die um das Motorola-II Format erweitert wurde. Leider ist die CU auch nicht zu anderen Digital-Protokollen, wie z.B. dem international gültigen DCC- Protokoll kompatibel
Um die Anlage voll digitalisiert mit der Control-Unit (6021) wirklich nutzen zu können - also auch Magnetartikel schalten zu können - werden Zusatzgeräte benötigt. Um Magnetartikel zu schalten ist ein
- Keyboard
- Memory
oder Interface

erforderlich. Der Anschluss bzw die Rückmeldung erfolgt mit dem S88-Bus über Interface.
Der Anschluss an einen PC hat über ein zusätzliches Interface (RS232) zu erfolgen.
Die Control-Unit 6021 ist nicht mehr im Neuwaren-Handel erhältlich. Falls sich ein Modellbahner diese Zentrale anschaffen will, sollte er sich dies genau überlegen, da die Leistungsfähigkeit dieser Digitalzentrale sicherlich sehr bescheiden ist.   Da die Control-Unit eigentlich zu teuer im Gebrauchthandel angeboten wird,  gibt es sichere bessere Alternativen.

Leistungsmerkmale:-
-  Direkte Anwahl der Lokomotiven durch Eingabe einer Ziffer zwischen Lokadresse 1 - 80

-  Geschwindigkeitsregelung der gewählten Lokomotiven

-  Schalten von bis zu 5 Sonderfunktionen pro Lokomotive

-  Nothalt bei Gefahrensituationen im Modellbahnbetrieb

Funktion der Control-Unit Nr. 6021
Die Funktionen der 4 DIP-Schalter der 6021-Control-Unit:

DIP-Schalter Nr.1
[OFF]/[ON] ----> "Fahrtrichtungsumkehr"-Information.
Um mit den Decodern der alten Art (von Zy über LME bis 701.13) kompatibel zu bleiben, ist es erforderlich den DIP-Schalter Nr.1 in  "OFF-Stellung"   zu bringen. Mit dem DIP-Schalter Nr.1 auf  "OFF"  und DIP-Schalter Nr.2 auf  "ON"  kann eine Mischung zwischen dem neuen Motorola-Protokoll (MM2) Format und dem alten Motorola-Protokoll (MM1) (für alte Funktions-Dekoder wichtig) ein geeignetes Protokoll eingestellt werden.

DIP-Schalter Nr.2
[OFF]/[ON]  ---->  Richtungsanzeigen der Control-80f (6036) werden aktiviert (zur Klarstellung: Befindet sich DIP-Schalter Nr.2 in  "OFF-Position"  wird ungeachtet der Stellung von DIP-Schalter Nr.1 nur das "reine" alte Datenformat erzeugt).

DIP-Schalter Nr.3
Nur für das neue Motorola-Format erforderlich. Die Digitalpakete werden schneller gesendet, indem die Pause zwischen jeder Serie von 18 Impulsen reduziert wird. Dies ist nicht kompatibel mit den Chips der älteren Dekoder (vor 701.13, z.B. LME03 - LME=Lenz Märklin Electronics)

DIP-Schalter Nr.4
Die Ausgangsspannung der Control-Unit wird auf +/-12 Volt stabilisiert.

Die Extrafunktionen F1, F2, F3 und F4
werden sowohl:

- bei den Funktions-Decodern (z.B. dem Digital-Kran-Decoder)
- bei den Decodern z.B. Spur-1-Dekoder 6095
- bei den H0-Decodern 60901 und 60902
- als auch den selbst modifizierten Delta-Decodern mit dem 701.17b -

hergetellt

Zu bachten ist, dass die Control-Unit-Nr. 6021 die DIP-Schalter nur während des "Einschaltens", sowie nach einem "Reset"   ("Stop" und "Go"  --   für eine halbe Sekunde gleichzeitig drücken) liest.   Daher bleibt die Veränderung der DIP-Schalter während des normalen Betriebs ohne Auswirkung.

Auf der linken und rechten Gehäuseseite hat jede Control 80f eine Stecker- bzw Buchsenleiste. Damit können bis zu 10 Control 80 oder Control 80f Geräte auf der rechten Seite einer Control-Unit angesteckt werden. Als letzte Einheit auf der rechten Seite kann übrigens auch ein Interface angesteckt werden. Die Kombination Interface und Control 80f funktioniert allerdings nicht, da Interface und Control 80f nicht miteinander korrespondieren und damit Fehlmeldungen nicht zu vermeiden sind.

Märklin-Control-Unit 6021
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Bei der Control-Unit werden die möglichen 80 Adressen mittels der Tastatur eingestellt. Ein Druck auf die F-Tasten steuert die Sonderfunktionen,die Tasten F1 bis F4 steuern vier Extrafunktionen, sofern der betreffende Lokdecoder diese aufweist und die Control-Unit auf das neue Format eingestellt ist. Ist die Control-Unit auf das alte Format eingestellt, kann man für die alten Extra-Funktionen der Funktionsmodelle auch eine andere Adresse als die aktuelle Lokadresse einstellen. Mit dem Mäuseklavier an der Control-Unit kann zwischen dem alten Motorola-Format (MM) und dem neuen Motorola-Format (MM1) - gewechselt werden.

Die Control-Unit liefert ein digitale Ausgangssignal bis zu 2,5 Ampere, allerdings nur wenn sie mit einem Transformator mit 52 VA (Nr. 6002) versorgt wird. Es wird also grundsätzlich kein zusätzlicher Verstärker – Booster – benötigt.

An die Control-Unit können ohne Probleme weitere Fahrtpulte, Control 80f (Nr. 6036), Keyboards zur Weichensteuerung (Nr.6040), das Memory zur Fahrstraßenprogrammierung (Nr. 6043) und das Interface zum Anschluß eines PC (Nr. 6051/6051) angeschlossen werden.
Die Fahrtpulte vom Typ Control 80f bieten denselben Regel- und Kontrollumfang wie die Control- Unit. Allerdings sind sie nur mit der Control-Unit zusammen funktionsfähig.


Märklin Delta-Station 6607

Auch diese Digital-Station ist nicht mehr im Handel. Allerdings wird sie im Gebrauchthandel noch häufig angeboten. Mit der Delta-Station-Nr. 6607 können aber nur bis zu 4 Loks gleichzeitig gesteuert werden - aber dennoch ditigtal.
Meistens wird die Delta-Station-Nr. 6607 mit dem Handregler Delta-Mobil-Nr. 6608 angeboten.

Delta-Station-Nr. 6607      Delta-Mobil-Nr. 6608
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Gleich noch ein Hinweis:

Mit der Delta-Station können auch alle Spur-1-Maxi-Loks und auch alle H0-Loks gefahren werden, sofern sie mit Delta-Lokdecoder ausgestattet sind. Leider können nur Lokdecoder verwendet werden, die das Motorola-Protokoll verstehen. Es gibt viele Hersteller, die Lokdecoder im Angebot haben, die das Mototola- Protokoll verstehen. Zu erwähnen ist außer Märklin auch die Firma Uhlenbrock.

Die Bedienung dieser Station ist recht einfach und dementsprechend ideal für Kinder. Durch einfaches Schieben des Schiebereglers am Handregler: Delta-Mobil können bis zu vier Loks ausgewählt und gesteuert werden. Leider können nur Loks mit den Adressen 78, 72, 60 und 24 gesteuert werden.

Der Anschluss der max. vier Handregler erfolgt jeweils vorne links (2 Anschlüsse) und rechts (2 Anschlüsse) an die Delta-Station. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für den Trafo (gelb, braun) und der Anschluss an das Gleis (rot, braun).

Nun gibt es ein kleines Problem. Wenn Delta-Lokdecoder verwendet werden, können diese Adressen an dem 4-fach Codierschalter (Mäuseklavier) eingestellt werden. Die moderneren Lokdecoder müssen programmiert werden. Sie besitzen kein Mäuseklavier und werden von einer Zentralstation programmiert. Wenn derartige Decoder verwendet werden, so können diese nicht mit der Delta-Station programmiert werden. Dazu braucht es dann eine Digitale Zentralstation, wie z.B. die Central-Station.
Ein Vorteil ist, dass die LED am Handregler meldet, wenn eine Lokadresse doppelt ausgewählt wurde.

An die Delta-Station lassen sich bis zu vier Handregler-Nr. 6608 anschließen. So können insgesamt vier Loks einzeln gesteuert werden. Anders ausgedrückt; es können vier Personen je eine Lok steuern. Da der Betrieb ohne das Eintippen von Zahlen oder Aufrufen von Menüs erfolgt und nur durch das Stellen des Schalters am Delta-Mobil (Zug auszuwählen) und durch Drehen des roten Drehknopfes erfolgt, ist dies ein entspanntes Fahrvergnügen. Das in der Regel beiliegende 2 m lange Kabel von der Delta-Station zum Handregler hat den Vorteil, dass der Modellbahner nicht am Standort der Delta-Station verweilen muss, sondern die Lokfahrt im engen Blickkontakt verfolgen kann.

Zum Kabel noch ein Hinweis:
Da die Mobil-Station nur noch im Gebrauchthandel zu erwerben ist, kommt es häufig vor, dass das 2 m Kabel fehlt. Dies ist umso ärgerlicher, da dies meistens von den Verkäufern - besonders bei Ebay - nicht erwähnt wird. Wir bekommen oft Anfragen, ob das Gerät nun nicht benutzt werden kann. Hierzu folgendes:
Das Kabel zum Handregle weist normale Westernsteckern (wie beim Telefon) auf. Der Unterschied zum Telefonkabel ist der, dass die Stecker bzw Buchsen sechs belegte Kontakte aufweisen statt den vier beim Telefonkabel.
Dies ist aber kein Problem, da es diese Kabel zu kaufen gibt. Die Bezeichnung lautet RJ 12. Besonders auf die Bezeichnung 6P6C (6 Positions, 6 Connectors) achten und die Ausführung mit Stecker/Stecker kaufen. Nach den Angaben von Märklin sind Kabellängen bis 25 m einsetzbar.

RJ12-Stecker
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Ein weiterer Tipp wird von Märklin dahingehend gegeben, dass an einem Kabel ein Verteiler mit 4 Buchsen angeschlossen werden kann. Vom Verteiler aus können dann die vier Handregler angeschlossen werden. Ob sich dies allerdings lohnt ist zweifelhaft, da ja vier Anschlussbuchsen an der Delta-Station vorhanden sind.

Der schwarze Punkt am Delta-Mobil ist die Nothalttaste, die die Gleisspannung abschaltet. In deren Mitte ist eine LED, die je nach Betriebszustand grün, gelb oder rot leuchtet.

Nachteile
Ein wesentlicher Nachteil ist natürlich das nicht internationale Motorola-Protokoll. Damit ist der Kreis der einsetzbaren Lokdecoder beschränkt.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Sonderfunktionen wie z.B. "Licht einschalten" nicht schaltbar sind. Das Licht brennt somit immer.
Loks mit Telex-Kupplung sollten nicht betrieben werden, da ein Ausschalten ja nicht möglich ist
Durch die nur möglichen vier Lokadressen können max nur vier Loks gleichzeitig mit den bereits genannten Adressen gefahren werden.
Magnetartikel wie Weichen, Signale, Bahnübergänge etc können mit der Delta-Station nicht geschaltet werden. Dies ist aber eigentlich nicht als Nachteil zu sehen, da ja auch die Mobil-Station keine Magnetartikel schalten kann und vom Preis her wesentlich höher liegt.
Die (Digital)spannung ist immer am Gleis vorhanden, sofern sie nicht mit der schwarzen Taste in der Reglermitte ausschaltet wird.

Noch ein paar Worte zum Trafo, der ja für die Stromversorgung der Station benötigt wird. Grundsätzlich kann jeder Trafo verwendet werden. Allerdings ist bei älteren Märklin-Trafos darauf zu achten, dass die sog. Motorumschaltspannung nicht versehentlich zum Einsatz kommt. Die da auftretenden Spannungsspitzen verträgt kein Lokdecoder und er verabschiedet sich dann ins Nirwana. Wir haben zu diesem Thema einen Aufsatz auf einer unserer Webseiten verfasst. Lest da bitte nach, was es zu beachten gibt. Ansonsten könnt ihr wie gesagt jeden Trafo einsetzen - auch Trafos mit Fahrregler-.

Fazit
Wer wenig Loks gleichzeitig fahren lassen will oder kann, der ist mit diesem kostengünstigen Digitalsystem nicht schlecht beraten. Für Modellbahner die Wert auf Funktionen, wie Licht anschalten, Telex-Kupplung etc. legen ist diese Digital-Station nicht zu empfehlen. Auch für Modellbahner die ihre Magnetartikel nicht analog sondern digital schalten wollen, scheidet dieses Gerät aus (kann keine Magnetartikel schalten). Für Einsteiger und für Kinder ist es aber zu empfehlen. Das System ist robust und einfach und ohne Einarbeitungszeit zu bedienen. Hinzu kommt, dass es sich einfach anschließen lässt und durch die Handregler viel Freiheit beim direkten Spiel mit den Loks zulässt.
Mit dem entsprechenden Versorgungstrafo hat dieses System eine ausreichend Leistung für den Betrieb von vier Loks.


Märklin-Control 80 (Nr.6035)
Dieses Delta Gerät ist ein digitales Fahrgerät. Es gibt davon zwei Versionen:
- Das Control 80
und das Control 80 f.
Mit jedem dieser Fahrgeräte kann man alle 80 Lok-Adressen anwählen. Das Control 80f zeigt ferner die Fahrtrichtung an.

Auch Delta-Gerät "Control 80" stammt aus den 1990iger Jahren und ist der Vorgänger des Digital-Gerätes "Control 80f". Es ist gehört dem Delta-Digital-System an (Motorola-Protokoll).

Beim dem Gerät handelte es sich - wie bereits ausgesagt - um ein digitales Zusatzgerät (Fahrgerät) mit Drehregler. Das Digitale-Signal zur Schiene wird z.B. von der Central-Unit-6020 erzeugt. Die Control 80 wird beim Betrieb mit der Control-Unit (6021) rechts an die CU angeschlossen. Somit kann die Control 80 als Fahrregler dienen. Insbesondere beim Betrieb von mehreren Loks mit mehreren Personen ist dies vorteilhaft.
Mit der Control 80 kann aber auch noch eine Funktion (F0) geschaltet werden und zwar:

Licht aus / Licht an
Wenn die Control-Unit (6021) zum Einsatz kommt sind noch weitere 4 Funktionen vorhanden.

Das Delta-Gerät Control 80 arbeitet noch mit dem Motorola-I Protokoll.

Auch beim Betrieb mit der Delta-Zentrale Central-Unit Nr. 6020 kann die Control 80 (6035) an diese angeschlossen werden.

Zusammenfassend ist zur Control-80 anzumerken, dass es sich bei diesem Gerät lediglich um ein Delta-Zusatzgerät handelt (Fahrregler), das an eine Digitale-Zentralstation angeschlossen werden muss.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Control-80 keine analoge Märklin-Lok steuern kann. Diese Loks fahren auf einer digital gesteuerten Anlagen ständig mit einer konstanten, relativ hohen Geschwindigkeit.

Märklin-Control 80
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Märklin Control 80f (Nr. 6036)
Das Delta-Gerät "Control 80f" ist das Nachfolgemodell der "Control 80". Da mit der Zentral-Station "Control-Unit" (6021) nur eine Lokomotive - gleichzeitg - angesteuert werden kann (besitzt nur einenFahrregler) benötigt man zum gleichzeitigen steuern mehrerer Loks ein weiteres digitales Fahrgerät. Diesen Zweck erfüllt die Control 80f . So können mit der "Control 80f" nun auf gleichen Streckenabschnitten mehrere Lokomotiven - auch von mehren Personen - gleichzeitig gesteuert werden. Aber auch für einen "Single" ist es angenehm über mehrere Steuergeräte zu verfügen, da z.B. bei einem Zwei-Lokomotiv-Betrieb nicht ständig die Adressen am Fahrgerät gewechselt werden muss um Schaltfunktionen auszulösen

Die Control 80 f (6021) weist gegenüber der Control 80 folgende Vorteile auf:

- Es sind die Funktionen - F1, F2, F3, F4 - schaltbar
- Das gerät versteht sowohl das Motorola-Protokoll I und II

Die "Control 80f" wird auf der rechten Seite der Central-Unit angeschlossen und dient - wie bereits gesagt - im wesentlichen als Fahrpult für Lokomotiven um Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und Zusatzfunktionen zu bedienen.

Auf der linken und rechten Gehäuseseite hat jede Control 80f eine Stecker- bzw Buchsenleiste. Damit können bis zu 10 Geräte auf der rechten Seite einer Control-Unit angesteckt werden. Als letzte Einheit auf der rechten Seite kann übrigens auch ein Interface angesteckt werden. Die Kombination Interface und Control 80f funktioniert nicht, da Interface und Control 80f nicht miteinander korrespondieren und damit Fehlmeldungen nicht zu vermeiden sind.
Ältere Funktionswagen (z.B. Kranwagen) und auch der digitale Drehkran könnnen mit der Control 80f bedient werden. Eine "Control 80f" sendet die zur Steuerung einer Lokomotive nötigen Befehle an die Central-Unit. Um eine Lokomotive mit einem Control 80f zu steuern, ist die kontaktierte Lokadresse als zweistellige Adresse auf der Tastatur einzugeben. Die aktive Adresse wird auf einem zweistelligen Display angezeigt.
Lokadressen kleiner 10 sind mit einer vorangestellten Null eingegeben werden. Also z.B. 03 für die Adresse 3. Es können bis zu 10 Control 80f an eine Control-Unit angeschlossen werden. Bei Eingabe von Adressen < 01 und > 80 blinkt das Display auf um anzuzeigen, dass eine ungültige Adresse eingegeben wurde. Adressen von Lokomotiven, die gerade von einem anderen Fahrpult verwendet werden, bringen das Display ebenso zum blinken. Eine Lokomotive kann immer nur von einem Fahrpult aufgerufen sein.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Control-80f keine analoge Märklin-Lok steuern kann. Diese Loks fahren auf einer digital gesteuerten Anlagen ständig mit einer konstanten, relativ hohen Geschwindigkeit.

Delta-Control80f
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Märklin-Keyboard (Nr. 6040)
Dieses Memory ist nichts anderes als ein Stellpult für bis zu 16 Weichen/Signale. Insgesamt können 256 durch die Decoder k83 und k84 angeschlossene Magnetartikel gesteuert werden. Diese maximale Konfiguration benötigt dann allerdings 16 Keyboards.

Ein Keyboard kann 32 Einzelspulen oder 16 Doppelspulenantriebe, wie sie für Weichen verwendet werden, schalten. Zusätzlich benötigt jede Weiche, Signal oder Entkuppler einen Decoder. Der k83 Decoder steuert vier Weichen oder Signale und der k84 Decoder ist zum schalten für Beleuchtungen oder Motoren geeignet.

Das Keyboard ist zum Betrieb an eine Delta-Zentral-Station anzuschließen. Dies kann z.B. die Control-Unit sein. Auf der linken Seite der Control-Unit kann das Keyboard angeschlossen werden.

Beim Keyboard bestehen folgende Möglichkeiten. Auf der Rückseite des Keyboard befinden sich sog. "Dipschalter". Mit diesen Schaltern können die entsprechenden Adressen der Weichendecoder bzw. Signalsdecoder eingestellt werden:

Falls zwei Keyboards verwendet werden, so können die entsprechenden Magnetartikeladressen wie folgt eingestellt werden:

Keyboard 1:   0   0   0   0 --> Keyboard 1 ist für die Dekoder 1 bis 16 zuständig.

Keyboard 2:   0   0   0   1 --> Keyboard 1 ist für die Dekoder 17 bis 32 zuständig.

Der Schaltvorgang der Magnetartikel erfolgt über die Tasten. Jeder Magnetartikel hat am Keyboard zwei Taster (rot und grün). Wenn die rote Taste gedrückt wird, zeigt dies eine rote Leuchtdiode oberhalb der Taste an. Beim drücken der grünen Taste erlischt die Leuchdiode wieder.

Zusammenfassung:
Mit dem Keyboard können außer Weichen auch andere Geräte geschaltet werden. Geräte mit Doppelspulenantrieb wie Signale werden wie die Weichen bedient -- Also -- Einschalten mit der grünen Taste --- Ausschalten mit der roten Taste.
Entkoppler, da sie nur eine Magnetspule besitzen belegen auch nur eine Taste des Keyboards. Bei zwei Entkuppler werden eine rote und eine grüne Taste benötigt. Solange eine Taste gedrückt wird ist ein Entkuppler in betrieb, d.h. die Magnetspule erhält eine Stromzufuhr.

Delta-Keyboard       Delta-Keyboard-Schaltvorgänge
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Märklin-Memory (Nr. 6043)
Im Gegensatz zum Keybord (6040) können mit dem Memory zusätzlich 24 sogenannte Fahrstraßen gespeichert werden. Mit einem Tastendruck können somit bis zu 20 Weichen geschaltet werden. Dadurch können sog. Weichenstraßen mit einer Taste geschaltet werden (z.B. Bahnhofsdurchfahrt eines ICE). Diese Aussagen gelten auch für Signalsteuerungen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass bis zu 4 Memory-Geräte an die Zentralstation Central-Unit angeschlossen werden können. Das Gerät besitzt auf der Rückseite auch einen Anschluss für die Märklin Gleisbesetztmelder (s88).

Delta-Keyboard
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Märklin-Interface (Nr. 6050 und 6051)
Alle digitalen Funktionen des Märklin-Digitalsystems lassen sich auch per PC steuern. Für die Verbindung der Modellbahnanlage mit dem PC wird das Interface benötigt. Weitere Ausführungen werden hier aber nicht vorgenommen, da diese Seite lediglich einen Überlick über die Digitalen-Märklin-Geräte bieten will.
Im Übrigen ist die Steuerung einer Anlage mit einem PC sicherlich nicht für den Großteil der Modellbahner einschlägig.

Märklin-Interface
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Delta-Booster (Nr. 6017)
Bei größeren Modellbahnanlagen wird auch eine höhere Energie benötigt. Um diesem zusätzlichen Energiebedarf zu befriedigen benötigt man einen Leistungsverstärker und diesen Leistungsverstärker nennt man Booster. Der Booster verstärkt nicht die Spannung und auch nicht die Stromstärke, sondern er verstärkt die Digitalsignale. Hierfür dient der Booster 6017 der die Delta-Digitalsignale verstärkt. Er verstärkt die Signale z.B. der Central-Unit (6021) auch an entlegenden Stellen der Modellbahnanlage. Die Ausgangstromstärke beträgt maximal 2,5Ampere. Leider ist dieser Booster für das neue Märklin-Digital-Systems nicht zu gebrauchen, da er - wie bereits gesagt - nur das Motorola-Protokoll versteht.
Noch ein Hinweis: Der Booster muss natürlich mit einem Trafo verbunden werden, der die Stromversorgung sicherstellen muss. Ferner muss er mit der digitalen Zentralstation verbunden werden.

Märklin-Delta-Booster
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Delta-Connect Nr.6021
Die Märklin-Connect (6021) dient zur Anbindung des Märklin-Delta-Digital-Systems an die Central-Stations 60213 bis 60215.
Es bietet die Möglichkeit des Steuerns von 80 Lokomotiven (Motorola-Format und mfx) über die Control-Unit 6021. Ferner sind vier Lokfunktionen schaltbar(function, F1 – F4).
Auch das Schalten von Magnetartikeln mit synchroner Anzeige der Position ist möglich.
Die Besonderheit der Connect beruht darin, dass die Einsatzmöglichkeiten des Memory (6043) und der Memory-Funktionalität über die Central-Station 60213 bis 60215 ermöglicht wird.

Anschlüsse auf der Rückseite:
- M-Bu
s – Kabel (zum Anschluss an Central-Station Nr. 60213 bis 60215)
Seitlicher Anschluss: Steckerleiste zum Anschluss an die Central-Unit (6021).

Märklin-Connect
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Die Märklin Digital-Infrarot-Steuergerät (Nr. 00748) und Basisstation: (Nr. 24089)

Vorbemerkung
Das Steuergerät wurde von Märklin im Jahre 2008 auf den Markt gebracht. Das Gehäuse besteht vollständig aus Plastik und das Gerät liegt auch gut in der Hand.

IR-Fernbedienung
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Lieferumfang
- IR-Fernbedienung Nr. 00748
- Trafo (230 V/18 VA)
- Anschlussgeleis (C-Gleis) mit Basis-Station (Nr. 24089)
- Bedienungsanleitung

Details

IR Fernbedienung
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An der Vorderseite des Geräts befinden sich diese Tasten (von oben nach unten)

- erste Reihe:     - Lichtfunktion ein/aus

- zweite Reihe:     - 4 Funktionstasten

- dritte Reihe:     - 4 Funktionstasten
    --Große Tasten links: Geschwindigkeit reduzieren (-)
    --Große Tasten rechts: Geschwindigkeit erhöhen (+)

unterste Taste:     - Funktionstaste "Nothalt" und "Fahrtrichtungsumkehr".

Rückseite:
Auf der Rückseite befindet sich ein Schiebeschalter, auf dem die vom Delta-System her bekannten 4 Adressen einstellbar sind. Einsetellbar sind (von oben nach unten): 78, 72, 60, 24. Falls zwei Loks mit gleicher Adresse vorhanden, kann einer Lok eine andere Adresse zugeordnet werden.

Die Bedienungsanleitung bei Märklin unter dem nachfolgenden Link - als PDF-Datei - downloadbar:       Zum Download

Hinweise zum Betrieb
Soll die Geschwindigkeit erhöht werden ist die + Taste permanent zu drücken.

Die Richtungstaste/Stopptaste ist eine Kombi-Taste. Wird die Taste in der Mitte gedrückt = Stopt die Lok. Taste links oder rechts drücken = Richtungswechsel. Es ist aber darauf zu achten, dass genau gedrückt wird, sonst führt dies zu Fehlfunktionen.

Hält man die Fernbedienung beim Schalten nicht in Richtung der Empfangsdiode, werden die Steuerbefehle oft nicht übertragen. Da es sich um eine Infrarotschaltung handelt, gleicht das Verhalten der Märklin-IR einer Fernsehfernbedienung.

Wichtig ist auch die Mitteilung, dass im Empfangsteil die Märklin-Delta-Technik steckt. Die IR arbeitet somit mit einer veralteten Digitaltechnik. Der Vorteil wiederum ist allerdings, dass das IR-Steuergerät natürlich auch alle Märklin Loks mit Motorola-Decoder steuert. Leider können aber keine Loks mit DCC-Decoder angesprochen werden.

Der zum Set gehörige Trafo ist sehr schwach. Mit dem IR-Steuergerät könnten eigentlich vier Loks gleichzeitig betrieben werden. Der Trafo kann aber nur 400 mA am Gleis verkraften. Insofern können 4 Loks - mit diesem Trafo - nicht betrieben werden. Dazu wird ein stärkerer Trafo benötigt. Im Übrigen können mit diesem Trafo auch keine Magnetartikel betrieben werden. Zum Einen hat er keine zusätzliche Anschlussmöglichkeit, zum Anderen ist hierfür seine Stromstärke nicht ausreichend.

Das IR-Steuergerät besitzt noch eine automatische Abschaltung der Gleisspannung nach ca. 3 Minuten ohne Betrieb. Dadurch werden die Batterien des Steuergeräts geschont. Es werden zwei Batterien oder Accus des Typs AAA, Micro benötigt.

Weitere Infos zum Delta-System und zum Einsatz des IR-Steuergerätes als Booster findet Ihr im Modellbahnarchiv.


Der Märklin Programmer

Es gibt Delta-Lokempfänger die in Gleichstrom-Lokomotiven eingebaut werden können und welche die den Märklin-Allstrommotor ansteuern können. Um den Delta-Lok-Decoder programmieren zu könnnen, benötigt man den den sog. Programmer. Damit kann der Decoder optimal auf sein neues Arbeitsumfeld in der Lokomotive abgestimmt werden. Folgende Einstellungen sind mit dem Programmer möglich:

1. Adresse (ohne kompliziertes Einstellen am Decoder kann jederzeit die Adresse geändert werden.)

2. Anfahrspannung (durch diese Einstellung unterstützt der Decoder das spezifische Anfahrverhalten des Lokmotors.)

3. Anfahrverzögerung (das Beschleunigungsverhalten der Lok kann in mehreren Stufen individuell für jede Lokomotive vorgegeben werden.)

4. Bremsverzögerung (Einstellen des Bremsverhaltens der Lok in mehreren Stufen zur Simulation der Masseträgheit wie beim Vorbild.)

Prgrammer
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Die Märklin Motorola (Delta) Lokdecoder


Der Lokdecoder "66031"

Märklin Delta Decoder
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Der Lokdecoder "6080"

Märklin Delta Decoder
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Der Lokdecoder "6090"

Märklin Delta Decoder
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Der Lokdecoder "60901" und "60902"

Märklin Delta Decoder
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Märklin-Digital-Geräte die das Motorola-Protokoll und das DCC-Protokoll verarbeiten


Vorbemerkung



Märklin hat im Jahre 2004 das Märklin-Digital-Systems auf den Markt gebracht. Dieses kann nun sowohl das Motorola-Protokoll, als auch das DCC-Protokoll verarbeiten. Der Hersteller ist eigentlich die Firma "ESU". Die Vorteile:

- Verarbeitung von 16348 Adressen für Loks und Magnetartikel.
- 16 Funktionen pro Lokadresse
- 128 Fahrstufen
Rückmeldungen an die Zentrale von den Decodern

Vor allem die Rückmeldefähigkeit bringt neue Möglichkeiten mit sich. Eine Lok kann nun mit der Zentrale kommunizieren. Wird die Lok aufs Gleis gesetzt, meldet sie sich automatisch an der Zentrale an. Dazu hat jeder Decoder eine eindeutige Kennung. Zwei gleiche Loks haben also unterschiedliche Kennungen. Diese Kennung wird beim ersten Aufgleisen der Zentrale übermittelt. Diese wiederum gibt dem Decoder eine Adresse zurück. Der ganze geschieht automatisch - also ohne Eingriff des Benutzers. Die Adresse ist für den Benutzer nicht sichtbar. Die Digitalzentrale zeigt lediglich die Lok an. Das Suchen nach den Lokadressen entfällt somit ebenso, wie die Eingabe einer Adresse oder die Suche nach der Tabelle der Lok-Funktionen. Die Funktionen der Lok werden ebenfalls der Zentrale übermittelt und dort mit Symbolen angezeigt. Diese Rückmeldung setzt allerdings auch entsprechende Lokdecoder voraus -- sog. fmx-Decoder --. Der Vorteil des neuen Systems liegt auch darin, dass die Motorola-Lokdecoder auch weiterhin in diesem System verwendet werden können. Aber nicht nur die Lokdecoder, sondern auch die Weichendecoder im Motorola-system können weiterverwendet werden.


Märklin Mobile Station 1 (Artikel-Nr. 60652)

Die Mobile-Station 1 ist seit dem Jahre 2004 im Handel. Der Zusatz "1" ist erforderlich, da mittlerweile eine Mobile-Station 2 im Handel ist.
Die Mobile-Station (MS) ist ein digitaler Fahrregler. Es können damit leider nur bis zu 10 Loks gesteuert werden, darunter auch die neuen Loks mit mfx-Decoder und natürlich auch die DELTA- und neuen Digital-Loks. Die MS1 unterstützt das Motorola-Protokoll und mfx-Decoder. MFX-Loks können sich selbstständig an der Mobile Station anmelden. Die Prozedur ist dabei recht einfach.

- Lok auf das Gleis stellen
- Lok erscheint auf dem Display inkl. aller schaltbaren Funktionen
- Lok mit dem Fahrregler Fahren, Funktionen schalten.

Mehr ist allerdings auch nicht zu machen mit der MS.

- Es können keine Weichen geschaltet werden
- Es kann auch kein PC angeschlossen werden
- Es können keine Rückmelde-Module angeschlossen werden

Die Mobile-Station 60652 ist eigentlich nur ein digitaler Fahrregler.
Allerdings kann die Mobile-Station 1 (MS1) als zusätzlicher Handregler bei der Central Station, bei der ECoS und mit "Mobile Station" Adapter" von Uhlenbroch als Loconet-Gerät auch bei der Intellibox verwendet werden.

Wie es so bei Märklin üblich ist, gibt es zwei verschiedene Mobile Stationen auf dem Markt, die sich im Ausgangsstrom unterscheiden:
Das Gerät mit der Nr. 60652 hat einen Ausgangsstrom bis zu 1.9 A.
Das Gerät in einer Startpackung hat demgegenüber nur einen Ausgangsstrom von maximal 1.2 A.

Dies ist gegenüber den Kunden unseriös, da der Anfänger glaubt, dass er ein leistungsstarkes Gerät mit Erweiterungsmöglichkeiten erworben hat. Dem ist aber nicht so. Sollen mehrere Züge gefahren werden, ist dieses Gerät sehr schnell an der Leistungsgrenze angelangt.
Hinzu kommen noch andere Nachteile:
- Das Display ist nicht beleuchtet.
- Der Drehregler ist sehr schnell defekt.

Mobil-Station
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Während mit der Central-Station Nr. 60212 auf alle CV's des Decoders zugegriffen werden kann, sind mit der Mobile-Station-Nr.60652 lediglich folgende CV's änderbar:
CV 01 = Lokadresse
CV 02 = Höchstgeschwindigkeit
CV 03 = Beschleunigungszeit
CV 04 = Bremszeit
CV 63 = Lautstärke der Betriebsgeräusche

Mit der Mobile-Station können somit keine CV's der Motorsteuerung geändert werden. Mit der Control-Unit-6021 ist dies noch möglich. Sollte eine Delta-Anlage auf das "Märklin-Systems" umgestellt werden und diese mit Mobile-Station gesteuert werden, sollte in jedem Fall die Central-Unit-6021 behalten.

Mobile-Station 1 und Central-Startion 1
Um eine Lok mit der Mobile-Station 1 bedienen zu können, muss diese der Mobile-Station 1 zugewiesen werden. Hierzu wird in der Central-Station 1 das Menü „Geräte im System“ aufgerufen. Dort erscheinen alle an die Central-Station 1 angeschlossenen Mobile-Stations (auch weitere Geräte werden angezeigt). Die gewünschte Mobile-Station 1 wird ausgewählt und im Untermenü aus der Central-Station 1 Lokliste bis zu 10 Loks zugewiesen werden. Dieser Vorgang ist für alle angeschlossenen Mobile-Stations durchzuführen. Mit dieser Methode können den jeweiligen Mobile-Stations 1 unterschiedliche Loks zugewiesen werden.

Nun die Eigenschaften der Mobile-Station in kompromierter Form:
- einfache und komfortable Bedienung
- Einfache und eindeutige Verkabelung (plug & play ans Anschlussgleis)
- Ergonomische Handhabung
- Sprechende Namen" als Lokbezeichnungen
- Selbsterklärende Piktogramme im Display für die Sonderfunktionen
- integrierte Datenbank der Märklin-Digital-Lokomotiven
- volle Kompatibilität zum Motorola-Delta-Digital-System
- Lokauswahl über 2-stellige Digitaladresse
- 10 Loks im Diektzugriff
- 3 - 4 Loks im Fahrbetrieb, je nach Stromaufnahme
9 Tasten für Zusatzfunktionen
- mfx-Decoder mit 128 Fahrstufen und 16.384 möglichen Adressen
- zwei Mobile-Station über Adapterkabel an neues Anschlußgleis der Startpackung anschließbar
- Updatefähiges System

Fazit:
Leider hat es Märklin versäumt, die Mobile-Station 1 in Kombination mit der Central-Station 1 als vollwertiges Fahrgerät auf den Markt zu bringen. So sind auch alle Einschränkungen der Mobile-Station 1 auch im Betrieb mit der Central-Station 1 vorhanden. Dies ist ärgerlich und für die Märklin-Kunden auch ein teurer Spass, wenn die Modellbahnanlage erweitert werden soll. Insbesondere die Begrenzung auf 10 Loks in der Lokliste, bei der Mobile-Station 1, schränkt den Erweiterungsspielraum erheblich ein.
Zur Mobile-Station 1 gibt es auch kein Verlängerungskabel. Dadurch wird der Aktionsradius erheblich begrenzt.



Märklin Mobile-Station-2 (Artikel-Nr. 60653)

Die Mobile-Station-2 ist die neueste Digitalgerät von Märklin. Auf den Markt kam das Gerät 2010. Das Design und die Funktionen haben sich an die Central-Station angenähert.

Die Mobile-Station-2 beseitigt mehrere "Mängel" bzw "fehlende Funktionen der Mobile-Station-1. Eine wesentliche Verbesserung ist die Zulassung der Schaltung von Magnetartikeln. Die Aufnahme dieser Funktion wurde Märklin durch andere Mitbewerber aufgedrückt, da mittlerweile alle Hersteller von Modellbahn-Digitalanlagen ihre Geräte uneingeschränkt, sowohl für den digitalen Fahrbetrieb, als auch für die Schaltung von Magnetartikeln ausgerichtet haben.

Das Gerät beinhaltet - wie die Mobile-Station-1 Nr. 60652 - eine Handregler-Steuereinheit. Es können 11 Lokomotiven im Direktzugriff gesteuert werden. Es ist eine Lokwahlauswahl aus der integrierten Märklin-Digital-Lokdatenbank oder über Digital-Adressen möglich. Im Gegensatz zur Mobile-Station-1 können mit der Mobile-Station-2 auch 16 Lokfunktionen und 320 Magnetartikel geschaltet werden.

Ein Update der Mobile-Station-2 auf neue Programmversionen, sowie ein Update der integrierten Lokdatenbank erfordert die Central-Station-2.

Weitere Features:
-   Automatische Anzeige der Funktionszustände im integrierten hintergrundbeleuchtetem s/w Vollgrafikdisplay durch selbsterklärende Piktogramme bei mfx-Loks bzw. bei Lokauswahl aus integrierter Digital-Lokdatenbank.
-    Integrierter Lokkartenleser.
-    Rot beleuchtete Stop-Taste.
-    1,9 Ampere Leistungsteil in der optional erhältlichen Gleisbox (60112/60113).
-    2 Mobile Stations (60653) sind unabhängig voneinander an der Gleisbox anschließbar.
-    Bei Betrieb der Mobile Station an der Central Station (60213/60214) kann auf die Central Station-Einstellungen (vollständige Lokliste der Central Station, alle Magnetartikel des Central Station-keyboards mit deren Bezeichnungen) zurückgegriffen werden.
-   Fahren und Steuern von Fahrzeugen in den Protokollen: motorola, mfx und DCC.
-    Schalten von Magnetartikel in den Formaten motorola und DCC

Zum Anschluss der Mobile-Station-2 ist die Anschlussbox Nr. 60112 (Spur 1) oder 60113 (H0) erforderlich.

Mobil-Station-2
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Märklin Central-Station 1 - Nr. 60212

Vorbemerkung
Die Central-Station 1, auch CS genannt, ist der grosse Bruder zur Mobile-Station 1. Die Central-Station mit der Nr. 60212 wird neuerdings auch Central-Station 1 genannt, da mittlerweile eine neue Central-Station von Märklin auf dem Markt gebracht wurde. Sie besitzt die Nr. 60213 und sie wird damit folgerichtig Central-Station 2 genannt. Die Central-Station 2 wird auf dieser Page - weiter unten - noch beschrieben. Central-Station 1 wurde im Auftrag von Märklin von der Fa. ESU entwickelt. Dadurch erklären sich vielen Gemeinsamkeiten mit der ESU-ECoS-Zentrale.

Eigenschaften
Die Central-Station 1 dient - im Gegensatz zur Mobile-Station 1 - nicht nur zur Steuerung von Loks, sondern auch zum Schalten von Magnetartikeln, wie Weichen, Entkupplungsgleise, Signale ect.
Mit den beiden integrierten Fahrtreglern können auch gleichzeitig zwei Loks gesteuert werden.

Loks werden in einer Lokliste mit Namen geführt und daraus mit einen der beiden Regler ausgewählt. Die Liste wird auf zwei Arten angelegt.
Bei mfx Loks erscheint die Lok automatisch in der Liste – die Lok meldet sich also an der Zentrale an und übergibt dieser alle Daten wie die Loknamen und die Funktionen. Mfx Loks können deshalb nach dem Anmeldevorgang sofort aus der Liste gewählt und betrieben werden. Loks ohne mfx Decoder müssen manuell vom Bediener angelegt werden. Am einfachsten geht dies, wenn eine neue Lok mit der Märklin Artikelnummer aus der Datenbank ausgewählt wird. In diesem Fall sind auch die Funktionen der Lok meistens bereits korrekt zugeordnet. Wurde die Adresse in der Lok nach dem Kauf verändert, muss noch die Adresse entsprechend in der Central-Station angepasst werden.

Die Central-Station 1 besitzt drei Anschlussbuchsen für die Mobile-Station. Es lassen sich damit problemlos drei Mobile-Stations gleichzeitig an der Central-Station betreiben.

Funktionen der Central-Station 1
 -   großer Touchscreen mit vielen Bedienmöglichkeiten.
 -   intelligenter Bildschirm der auf unterschiedliche Fahrsituationen reagierend.
 -   zwei integrierte Fahrregler.
 -   integrierte Märklin-Digital-Lokdatenbank.
 -   bis zu 16 schaltbare Funktionen mit selbsterklärenden Piktogrammen und grafische Anzeige der Schaltzustände.
 -   Schaltung der Magnetartikel durch integriertes Keyboard.
 -  Programmiergleisanschluss
 -   integriertes Interface zur Kommunikation mit dem PC,
 -   integrierten leistungsfähigen Booster zur Versorgung der Anlage mit digitalem Fahr- und Schaltstrom (48 VA = 2,6 A),
 -   Updatemöglichkeit für die Mobile-Station
 -   Die Central-Station besitzt drei Anschlussbuchsen für die Mobile-Station.

(Nach der Beschreibung der Fa. Märklin darf nur jeweils eine Anschlussbuchse verwendet werden. Es lassen sich aber dennoch problemlos drei Mobile-Stations gleichzeitig an der Central-Station 1 anschließen und betreiben).



Lieferumfang
- Zentralstation
- Gleisanschluss-Stecker Nr. 611719
- Anschlussleitung zum Transformator.

Bedienung
Die Bedienung des Touch-Screen ist für nicht sehr "zartgliedrige Finger" teilweise ein Problem. Mit dem Touch-Screen reagiert die Central-Station 1 aber auf die unterschiedlichsten Bedienungs-Situationen wie:

-- Loksteuerung
-- Weichensteuerung etc.

Die Weichsteuerung kann somit über den Touch-Screen (= integriertes Keyboard) oder über den PC erfolgen. Fahrstrassen können ab dem Software-Update 2007 ebenfalls geschaltet werden.

Loks werden in einer Lokliste mit Namen geführt, und daraus mit einen der beiden Regler ausgewählt. Die Liste wird auf zwei Arten angelegt. Wird eine mfx-Loks (Mehrfunktionsdecoder) auf das Gleis gestellt, erscheint die Lok automatisch in der Liste – die Lok meldet sich also an der Zentrale an und übergibt dieser alle Daten wie Loknamen und Funktionen.

Mfx-Loks können deshalb nach dem Anmeldevorgang sofort aus der Liste gewählt und betrieben werden. Loks ohne mfx-Decoder müssen weiterhin manuell vom Bediener angelegt werden. Am einfachsten geht dies, wenn eine neue Lok mit der Märklin Artikelnummer aus der Datenbank ausgewählt wird. In diesem Fall sind auch die Funktionen der Lok meistens bereits korrekt zugeordnet. Wurde die Adresse in der Lok nach dem Kauf verändert, muss noch die Adresse entsprechend in der CS angepasst werden.

Wie bereits erwähnt kann nach der Beschreibung von Märklin nur eine Mobile-Station 1 an die Central-Station-1 angeschlossen werden. Tatsächlich können aber bis zu drei Mobile-Station angeschlossen und betrieben werden. Über ein Terminal (Verteilerbox- Nr. 60125) könnne vier Mobile-Stations angeschlossen werden.
Zusammen mit den integrierten zwei Fahrreglern können unter Einsatz des Terminals max. 6 Fahrregler zum Einsatz sein.

Die S88-Rückmeldemodule können mit dem Software-Update 2007 ebenfalls angeschlossen werden.

Das Einschalten der Central-Station-1 dauert in der Regel um die 2 Minuten. Ist eine Mobile-Station angeschlossen verdunkelt sich das Display der Mobile-Station. Die Verdunklung des Displays bedeutet, dass ein Update der Mobile-Station durchgeführt wird. Nach dem Update zeigt sich das Display wieder in "voller Schönheit".

Programmierung
Die Lokdecoder können mit der Central-Station-1 relativ einfach programmiert werden. Es können auch CV’s direkt abgeändert werden (durch Angabe der Adresse und des Wertes). Bei den mfx-Decodern können auch Einstellungen vorgenommen werden. Eine Sound-Programmierung ist jedoch bei den mfx-Decodern nicht möglich. Auch Uhlenbrock-Decoder können teilweise nicht umprogrammiert werden.

Central-Station      Central-Station-Protokolle
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Der PC Anschluss
Zur Steuerung der Modellbahnanlage mit dem PC (Betriebssystem: Windows) und für das Updaten der Central-Station 1 muss die Central-Station 1 mit dem PC verbunden werden. Dies erfolgt über die sog. "Ethernet" Schnittstelle. Um diese Verbindung PC ---> Central-Station 1 herzustellen wird ein Ethernet Cross-Over Kabel benötigt. Ferner müssen die IP-Adressen von PC und Central-Station zueinander passen. Um die IP-Adresse der Central-Station 1 zu erfahren, ist die Central-Station neu zu starten und das Menü aufzurufen. Die IP-Adresse wird dann angezeigt. Diese IP-Adresse wird verwendet, um mit dem Webbrowser (z.B. Firefox, Opera etc.) das Webinterface der Central-Station 1 öffnen zu können.

Hierzu ein Beispiel:

- Die Central-Station besitzt eine IP-Adresse: 293.658.5.4
- Der PC die aktuelle IP-Adresse: 293.253.1.2.

Nach der Zuweisung der IP-Adresse in der Central-Station 1 muss dieses heruntergefahren und neu gestartet werden. Nun kann das integrierte Web-Interface der Central-Station vom PC aus geöffnet werden. Über das Webinterface können Informationen zur Central-Station angezeigt werden. Ferner können eine Sicherung und Wiederherstellung der Konfiguration durchgeführt, sowie neue Software auf die Central-Station aufgespielt werden (Firmware-Upgrade).
Um das Webinterface anzeigen zu könnnen, muss ein Webbrowser geöffnet werden (z.B. Internet-Explorer). Nun in das Adressfeld des Browsers folgendes IP-Adresse eingeben: http://293.658.5.4, oder alternativ die IP Adresse der Central-Station 1, wenn diese eine andere IP-Adresse aufweist als der PC. Nun wird das Webinterface angezeigt:



Anschluss von Delta-Digitalkomponenten
Alte Digitalgeräte (Delta-Geräte) können an die Central-Station 1 angeschlossen werden. Dazu ist ein Update fällig, das den sog. Sniffereingang integriert. An diesem Eingang wird der Bahnstromanschluss des Altgerätes, also z.B. der Control-Unit 6021 angeschlossen. Die Central-Station 1 interpretiert das Signal der Control-Unit und wertet dieses aus. Damit können - trotz Einsatz der Central-Station 1 - weiterhin mit der Control-Unit 6021 Loks und Weichen gesteuert werden.

Beispiel:
An der Control-Unit (6021) wird die Lok mit der Adresse 36 aufgerufen und mit dem Drehregler in Fahrt gebracht. Das Digital-Signal, das bisher direkt ans das Gleis gesendet wurde, wird nun vom Sniffereingang der Central-Station 1 gelesen. Das Digitalsignal wird interpretiert und von der Central-Station 1 ausgeführt. Die Lok setzt sich dann in Bewegung. Damit das funktioniert, ist für diese Lok in der Central-Station 1 die Snifferadresse 36 einzugeben. Dadurch lassen sich auch Loks mit Adressen über 80 mit der Control-Unit (6021) steuern. Also einfach eine Snifferadresse zwischen 1 und 80 wählen. Bei Magnetartikeln braucht keine Snifferadresse eingegeben werden, hier wird die Adresse der Control-Unit (6021) von der Central-Station 1 direkt übernommen.



Wichtige Änderungen bei Märklin
Mit dem Erscheinen der Central-Station-2, ist der rückmeldefähige Booster Nr. 60172 nun nicht mehr zu gebrauchen. Es gibt aber für die neue Central-Station-2 den Booster Nr. 60173, der aber nur mit der Central-station-2 funktioniert. Mittlerweile ist ein Nachfolgemodell des Boosters unter der Artikelnummer 60174 auf den Markt gekommen. Bei diesem Booster entfällt das zweipolige Trennen der Boosterabschnitte.
Besitzer der Central-Station 1 sind nun gezwungen die Booster der Firma "ESU" zu erwerben (ECoSBoost). Leider lassen sich diese Booster nun wiederum nicht an der Central-Station 2 betreiben.

Märklin betreibt desweiteren kein Update mehr für die Central-Station-1 (letztes Udate: 2.0.4). Die Firma "ESU" hat als Entwickler der Central-Station-1 die Weiterentwicklung übernommen. Die Central-Station-1 kann nun kostenpflichtig über die Fa. ESU upgedatet werden. Damit wird eigentlich die Central-Station 1 vom Funktionsumfang her eine ESU-Centrale. Die so upgedatete Central-Station 1 unterstützt somit neben den mfx-Decodern dann auch DCC und Selectrix. Der max. Ausgangsstrom wurde auf 4 Ampere erhöht.

Mit diesem Update eröffnet sich für viele Besitzer von Loks anderer Hersteller eine Verbesserung im Fahrkomfort. Viele dieser Loks (HAG, Roco, Fleischmann, Liliput, Brawa, Piko, Mehano, Hornby etc.) besitzen Multiprotokoll Decoder, die neben dem Märklin Motorola 2 (MM2) auch DCC unterstützen. Diese Loks lassen sich nun unter DCC betreiben, womit auf 128 Fahrstufen, mehr Funktionen und einen wesentlich grösserer Adressbereich zugegriffen werden kann.

Die Central-Station 1 ist mit diesem Update interessant geworden, da aus der Central-Station 1 eine ECoS wird und - gegenüber der Ecos - auch noch das mfx Protokoll versteht. Aber die Firma ESU hat natürlich auch seine ECoS mit dem mfx-Protokoll erweitert. Allerdings, die Motorregler und die RailCom-Rückmeldung hat nur die ECoS. RailCom fähig ist die Central-Station 1 nur dann, wenn der entsprechende Booster von ESU angeschafft wird. Leider kann nach diesem Update kann die Central-Station 1 nicht mehr mit der Central-Station 2 zusammen arbeiten. Das dürfte aber zu verschmerzen sein.

Die Central-Station 1 lässt sich mit der neuen Central-Station 2 über ein Netzwerkkabel verbinden. Dies ist aber nur möglich, wenn die Central-Station 1 nicht mit dem ESU-Update versehen wurde. Da stellt sich nun sicherlich mancher Märkliner die Frage, weshalb eigentlich nicht gleich zu ESU wechseln.

Fazit
Die Central-Station ist verwandt mit der ECoS von ESU. Beide Geräte sind sich im Design und Bedienungskonzept sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass die Central Station MFX-Protokolle lesen kann, die ECoS dafür die DCC-Protokolle. Ein Nachteil ist die Begrenzung auf 10 Loks in der Lokliste. Dies ist ein massiver Nachteil beim Betrieb einer Anlage. Auch das Unwesen mit den Adapterboxen und Adapterkabel bei Märklin ist ein Nachteil. Hier wird versucht zusätzlich Geld bei den Modellbahner abzuräumen. Dies führt soweit, dass die Mobile-Station 1 als Handregler nur mit einem Spezial-Verbindungskabel (Nr. 610 479) angeschlossen bzw. eingesetzt werden kann.
Wer als Modellbahner seine Anlage nicht erweitern will und außerhalb des Märklin-Systems keine Anschaffungen vornimmt, der ist mit der Central-Station 1 gut versorgt. Für Modellbahner, die das Digitalsystem voll ausschöpfen und auch preiswert einkaufen wollen, eignet sich die Anschaffung der Central-Station 1 nur bedingt. Es gibt kostengünstigere und vor allem auch leistungsfähigere Zentralen. Allerdings wird durch die Update Möglichkeit die Central-Station 1, die es nun auch kostengünstig im Gebrauchhandel gibt interessant. Durch die "Umwandlung" in eine Ecos-Zentrale spricht der Wirtschaftlichkeitsvergleich für die Central-Station 1



Die neue Märklin Central-Station-2 (Art-Nr.60213/60214/60215)

Vorbemerkung
Im Jahre 2008 hat Märklin die neue Central-Station 2 (60213) auf den Markt gebracht. Die Central-Station 2 hat mehr Anwendungsmöglichkeiten, als alle bisher bekannten Geräte im Märklin-Digitale-Systems. Sie liefert eine Stromstärke von 2,8 Ampere. Das neue Märklin-Digital-System lautet nun nur noch "Märklin-Digital". Im Gegensatz zu den bisherigen Digital-Geräten ist die Central-Station 2 (CS2) von Märklin selbst entwickelt worden.
Bereits im Jahre 2009 kam dann eine weitere Central-Station 2 mit der Nr. 60214 auf den Markt. Dieses Gerät beinhaltete im Gegensatz zur Nr. 60213 eine DCC unterstützenden Software (Stromstärke 2,8 Ampere).
Nun gibt es mittlerweile auch die Central-Station 2 mit der Nr. 60215. Diese erschien im Jahre 2011. Sie besitzt im Gegensatz zu der 60213 und 60214 eine Stromstärke von 5 Ampere. Sie ist somit wesentlich leistungsfähiger. Aber technisch bringt die Nr. 60215 auch nicht mehr als die 60213 bzw 60214. Der Modellbahner soll halt laufend Märklin Artikel kaufen. Übrigens, mit der 60215 kam auch ein neues Netzteil auf den Markt, mit einer Leistung von 100 VA (100 Watt).
Märklin hat mit der Central-Station 2 einen großen Schritt in die Zukunft der komfortablen Steuerung komplexer Modellbahnanlagen getan. Für kleineren Anlagen bzw. für den kleinen Geldbeutel ist dieses Gerät allerding zu teuer. Auch eine Verwandtschaft mit ESU ist bei dieser Station nur noch bedingt vorhanden, da wie bereits erwähnt dieses Gerät nicht mehr von ESU entwicklet wurde.

Ein weiterer Pluspunkt dieser Steuerzentrale ist die Kompatibilität zu den Geräten und Decodern der digitalen Vorgängersysteme von Märklin. Alle Geräte - also auch die in die Jahre gekommenen Delta-Geräte - können in das neue System einbezogen und weiter genutzt werden. Die Märklin Digital-Formate (Delta, 6020, 6021) und das aktuelle mfx-Format werden unterstützt.

Märklin preist sein Gerät natürlich als "unübertroffen" an. Dennoch sollten wir mal nachsehen, was es den neues gibt.

Neuerungen gegenüber Central-Station 1
Der auffälligste Unterschied zur Central-Station 1 ist, dass diese nun mit einem Farbbildschirm (Touchscreen) ausgestattet wurde. Das weist auch ein sehr übersichtliches Design auf. Auch die beiden Regler sind ergonomischer. Der "STOP" Knopf unten in der Mitte der Central-Station 2 kann in "Notlagen" Unfälle verhindern. Übrigens, der Knopf leuchtet rot auf, wenn er gedrückt wurde.
Ein gravierenderNachteil der Central-Station 1 wird durch die Central-Station 2 aufgehoben und zwar die Begrenzung auf 10 Loks in der Lokliste.

Leistungsumfang

• Ein Großer Farb-Touchscreen mit Darstellung der Fahrpulte, allerdings nunmehr bedienbar mit einem Touch-Stift
• zwei integrierte Fahrpulte
• Integrierte Märklin-Digital-Lokdatenbank
• Neues Gehäuse mit zentraler Stopptaste und integriertem Stift
• Bis zu 16 schaltbare Lokomotivfunktionen
• zwei eingebaute Lokkarten-Leser
• Integrierter leistungsfähiger Booster
• 20 Keyboards für bis zu 320 Magnetartikel
• Integriertes Gleisbildstellpult
• Integrierte Fahrstraßensteuerung
• integrierte Pendelzugsteuerung
• Eingebauter USB-Host für Maus, Tastatur, USB-Stick
• Mehrgerätefähig
• Netzwerkanschluss-Ethernet Schnittstelle für Betrieb mit dem PC
• Programmiergleisanschluss

Central-Station 2 und Mobile-Station
Um eine Lok mit der Mobile-Station bedienen zu können, muss diese der Mobile-Station zugewiesen werden. Dazu wird in der Central-Station 2 das Menü „Geräte im System“ aufgerufen. Dort erscheinen alle an die Central-Station 2 angeschlossenen Mobile-Stations (eventuell auch weitere Geräte). Die gewünschte Mobile-Station wird ausgewählt und im Untermenü aus der Central-Station 2 "Lokliste" bis zu 10 Loks dieser zugewiesen. Dieser Vorgang kann bzw. muss für alle angeschlossenen Mobile-Stations durchgeführt werden. Der Vorteil ist, dass den jeweiligen Mobile-Stationen unterschiedliche Loks zugewiesen werden können.

Steuerung mit PC
Zur Steuerung der Modellbahnanlage mit dem PC, sowie für die Updates muss die Central-Station 2 mit dem PC verbunden werden. Dies erfolgt über den Netzwerkanschluss "Ethernet-Schnittstelle".

Das Update der Central-Station 2 kann mittlerweile nur noch über eine direkte Verbindung ins Internet erfolgen. Dazu wird ein Standard-Netzwerkkabel direkt an den Router angeschlossen. Das Netzwerkkabel ist vor dem Einschalten der Central-Station 2 in den Router zu stecken. Als nächstes muss die IP-Adresse konfiguriert werden. Hierzu ist das Menü "Setup" der Central-Station 2 aufzurufen. Dann "Konfigurieren" wählen und auf "IP" gehen. Falls ein DHCP-Server im Netzwerk vorhanden ist, wird die Adresse automatisch vergeben, ansonsten ist sie manuell einzugeben. Einzugeben ist die IP-Adresse, die Netzwerkmaske und die Default-Gateway Adresse (Ziel-Adresse)- Neustart der CS ist nicht erforderlich.

Danach ist im Setup-Menü unter CS die Position "Programm updaten" zu wählen.
Problem beim Update: Es wird nicht angezeigt, welche Version geladen wird. Auch kann das Update nicht verworfen werden. Leider wird auch eine USB-Stick-Update nicht mehr von Märklin angeboten.

Central-Station 60213      Central-Station-60213-Anschlüsse      Central-Station-60214      Central-Station-60214-Anschlüsse
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Weitere Infos über die Central-Station unter den folgenden Märklin-Links:

Zur Märklin-Systemarchitektur

Zum Komminikationsprotokoll

Zur Detailpräsentation

Zu den Funktionssymbolen





Das Mobile-Station-App

Das App für iphone, ipod, ipad
im Jahre 2011 hat Märklin eine App für den iPhone bzw iPod auf den Markt gebracht. Dieses Mobile-Station-App verwandelt das iPhone bzw. iPod-touch in ein vollwertiges Digitales-Steuergerät für die Modellbahn.
Das App besitzt eine Bedienung die der Central-Station gleicht. Beim Fahren und Steuern der Loks bzw. beim Schalten der Magnetartikel und Fahrstraßen, wird auf die Einstellungen der realen Central-Station zugegriffen. Bis zu 16 Lokfunktionen und 320 Magnetartikel sind schaltbar. Auch eine automatische Anzeige der Funktionszustände durch selbsterklärende Piktogramme ist vorhanden. Die Verwendung ist im Hoch- und Querformat möglich. Das App funktioniert nicht mit der Central-Station 1.

Um die App nutzen zu können, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:
- Märklin Central Station 2 (60213 / 60214 / 60215)
- Central-Station mit dem Netz verbinden.
- Auf der Central-Station hat mindestens die Software Version 1.4 installiert zu sein.
- Netzwerk ist in einen WLAN Router einbinden, damit die Kommunikation mit dem iPhone/iPod hergestellt werden kann.
- iPhone oder iPod touch
- iPhone (3GS oder 4), das iPod (Generation 3 mit 32 oder 64 GB oder Generation 4)
- Das iPad wird ebenfall unterstützt
- Netzwerk-Verbindung zur Central-Station
- WLan-Verbindung zum iPhone bzw. iPod touch

Das App für Android-Geräte
Es gibt mittlerweile auch das App "RemoteCS2" für Android-Geräte. Dieses App wurde nicht von Märklin, sondern von MJW Software entwickelt. Es kann vom Google-Play-Store heruntergeladen werden. Allerdings wird bei der Freeware-Version Werbung eingeblendet. Es gibt aber bei der Freeware-Version noch weitere Nachteile, die aber, wenn einem die Werbung nicht stört zu verkraften sind.
Die Installation und die Verbindung mit der Central-Station 2 ist entweder über die Broadcast-Adresse der Central-Station 2 (unter Can einzustellen) oder direkt mit der IP-Adresse der Central-Station 2 möglich. Das App ist sehr praxisnah gestaltet. Es besitzt zwei Control-Bildschirme für die Steuerung der Loks, ein Memory, ein Keyboard und ein Layout. Diese können durch seitliches Wischen gewechselt werden.

Die App reagiert sehr schnell und präzise auf Berührungen. Der Spielspass ist somit größer als beim App für iphone, ipod, ipad. Alle Funktionen sind selbsterklärend und alle Central-Station 2 Daten werden automatisch beim Start der App übernommen. Die einzelnen Bildschirme können sowohl im Hochformat wie im Querformat angezeigt werden.

Das App für Android-Geräte von Märklin
Ab 2013 ist auch eine Version für Android Geräte von Märklin erhältlich. Dieses App verfügt über ein Control-Bildschirm und einen Keyboard-Bildschirm. Ein Layout und ein Memory ist nicht vorhanden. Es läst sich auch nichts konfigurieren. Die App erfordert, dass in der Central-Station 2 die Broadcast Adresse unter CAN eingestellt ist. Die Bildschirme gleichen im wesenlichen der Central-Station 2. im Control Bildschirm kann zwischen allen zuletzt benutzten Loks durch horizontales Wischen gewechselt werden. Analog kann im Keyboard durch Wischen durch die einzelnen Magnetartikel-Gruppen (8 im Hochformat, 16 im Querformat) gewechselt werden. Das App reagiert sehr langsam. Dies verdirbt den Spielspass.



Hinweise zu Märklin Central Station und Mobile Station

Das Update Mobile-Station  ---> Central-Station

Wenn die Mobile Station an die Central Station zum ersten Mal in Betrieb genommen werden, überprüft die Central Station die Version der Datenbank in der Mobile-Station. Sollte diese Version älter als die Version in der Central-Station sein, so wird diese Datenbank automatisch aktualisiert. Während dieses Prozesses ist der Bildschirm der Mobile-Station dunkel. Auf dem Bildschirm der Central-Station erscheint nach kurzer Zeit ein Hinweis auf den Aktualisierungsprozess.
Nach dem Aktualisieren der Datenbank in der Mobile-Station erfolgt dort zusätzlich ein Geräte-Reset. Alle Daten in der Lokliste der Mobile-Station werden dabei gelöscht. Die Übertragung der Daten von der Central-Station zur Mobile-Station dauert ca. 3 - 10 Minuten.

Central-Station-60214-Anschlüsse
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Central-Station und die Stromversorgung

Eine weitere Frage taucht oft auf, ob die Central-Station auch mit einem Gleichstromtransformator versorgt werden kann. Hier ist festzustellen, dass die Central-Station mit einem Gleichstromtransformator nicht funktioniert. Für alle CS ist ein Wechselstrom-Transformator erforderlich. Märklin empfiehlt hier den Trafo-Nr. 6002. Es kann aber jeder Wechselstromtrafo verwendet werden. Dieser sollte aber eine ausreichende Stromstärke aufweisen (Ampere)

Wieviel Mobile-Stations an eine Central-Station

Zur Frage wieviel Mobile-Stations an eine Central-Station angeschlossen werden könnnen ist folgendes festzustellen:
Zwei Mobile-Stations können direkt an die Central-Station angeschlossen werden. Über eine Busleitung können darüber verbundene Verteilerboxen weitere Mobile-Stations - auch an verschiedenen Stellen der Anlage - angeschlossen werden.

Central-Station 2 und der gemischte Betrieb

Der gemischte Betrieb mit den Digitalprotokollen MM2, mfx und DCC funktioniert erst ab der Version 1.0.7(3) ohne nennenswerte Probleme. Allerdings sollten Loks mit gleicher Adresse und unterschiedlichem Protokoll nicht angelegt werden. Multiprotokoll-Decoder kommen hier in Probleme. Die Folge ist ein stottern der Lok und unkontrolliertes ein- und ausschalten der Fahrlichter. Zweckmäßig ist Loks z.B. mit DCC Decodern lange Adressen zu geben. damit kann dieses Problem beseitigt werden

Anschluss der Central-Station (60212) und der Mobile-Station (60652) an die Gleisbox (24088)

Es wird immer wieder die Frage gestellt, wie die Mobile-Station und die Central-Station an die Gleisbox (C-Gleis) angeschlossen wird. Hier geht's zum --> Anschlussbild



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