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In der Spurgröße "H0" herrscht bei Kupplungen ein heilloses Chaos. Viele Hersteller entwickelten sowohl in der Vergangenheit, als auch heute noch eigene Kupplungstypen um die Modellbahner an ihre Marke zu binden. Größtenteils sind diese Kupplungen zu anderen Systemen nicht kompatibel und erschweren die Verwendung unterschiedlicher Wagen-Fabrikate. Somit kommt die Ausssage bereits jetzt, dass es den besten Kupplungstyp nicht gibt, nur die für den jeweiligen Modellbahner bzw den Einsatzzweck am besten geeignetste Kupplung gibt es. Mit dem nachfolgenden Aufsatz, soll versucht werden, einen Überblick über die vorherrschenden Kupplungsarten im H0-System zu gewinnen. Desweiteren soll auch ein wenig auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kupplungssysteme eingegangen werden.
Begriffsdefinitionen
Bevor wir aber weiter in dieses Thema vordringen noch ein paar Begriffsdefinitionen: Der Pufferabstand Die Angabe des Pufferabstands ist mit Vorsicht zu genießen. Sie hängt davon ab mit welchen Toleranzen die Abstände Pufferebene-Vorderkante Normschacht ausgelegt sind. Bei den ersten Kurzkupplungsfahrzeugen von Roco ist dieser Abstand sehr knapp gehalten, was bei Verwendung von echten Kurzkupplungen zu Problemen beim Ankuppeln führt. Bei Loks, die in aller Regel nicht genügend Platz für eine ausreichend dimenionierte Kurzkupplungskinematik bieten, ist der Abstand Pufferebene-Vorderkante Normschacht höher. Hier entsteht meist auch bei Verwendung von echten Kurzkupplungen ein Pufferabstand von 5 mm oder höher. Vorentkupplung Die Vorentkupplung ermöglicht die Entkupplung am Entkuppelgleis oder mit einem Handentkuppler bzw. das Schieben und Abstellen von Fahrzeugen an beliebige Positionen. Nach dem Abziehen des Wagenverbands fallen die Kupplungen zurück und sind bereit für den nächsten Kuppelvorgang normale Kupplung Die normale Kupplung findet man bei allen alten Wagen und Loks. Die "normale" Kupplung besitzt keine Knickstabilität. Ein Puffer an Puffer fahren ist damit nicht möglich (Kurz gekuppelte Wagen). Der Kupplungsvorgang erfolgt in der Regel über die Schwerkraft des Wagens (sanftes Einkuppeln). Dabei wird der Kupplungsbügel leicht angehoben und über den Kupplungsdorn gehoben. Der Vorteil dieses Kupplungstyps ist, dass ein Einkuppeln in der Regel auch im Bogen möglich ist. Die Kupplung ist relativ tolerant gegenüber Höhenabweichungen. Diese Kupplungstechnik ist z.B. bei Märklin, Fleischmann, Trix-Express, Piko, Lima etc. zu finden. Der Normschacht Die Kupplungsvielfalt in H0 und die Nichtkompatibilität der jeweiligen Kupplungsarten untereinander, führte zur Entwicklung des Normschachtes. Dieser sog. Normschacht bietet dem Modellbahner die Möglichkeit, die verschiedensten "Normkupplungen" an den jeweiligen Wagen bzw Lok anzubringen. So können an diesen Schacht sowohl Bügelkupplungen von Märklin, Lima etc oder auch Universalkupplungen von Roco, Kurzkupplungen von Märklin oder spezielle Fallhakenkupplungen (Fallhakenkupplung mit NEM-Schachtanschluss) von Fleischmann angebracht werden. Es handelt sich hier also nur um einen Schacht, der die eigentliche gewünschte Kupplung aufnehmen kann. Vergleichbar ist dieses System mit einer digitalen Schnittstelle in einer Lok an diese digitale Schnittstelle kann sowohl ein digitaler Lokdekoder angesteckt werden, als auch ein analoges elektrisches Modul. Der Vorteil dieses Normschachtes besteht darin, dass ein Wagen mit einem Kupplungs-Normschacht die vielfältigsten Kupplungsarten aufnehmen können, wenn die Kupplung selbst für die Aufnahme in diesen Schacht mit einem sog. "Schwalbenschwanz" ausgebildet ist. Auch der Kupplungswechsel ist einfach. Den "Schwalbenschwanz" zusammendrücken und die Kupplung nach vorne aus dem Schacht heraus ziehen - Fertig. Es ist somit möglich, auf einfachste Weise, die Kupplungen seinen eigenen Wünschen entsprechend zu tauschen. Die Wagen und Loks der letzten 10 Jahre werden bereits in der Regel serienmäßig mit einem Normschacht ausgestattet. KK-Kupplung - Kurzkupplung - Die KK-Kupplung hat ein sog. 0-Spiel in der Länge und ist nicht abknickbar. Die KK-Technik ist damit fähig, die Wagen Puffer - an - Puffer fahren zu lassen. Das Einkuppeln der Kupplungen wird normalerweise über Federkraft realisiert. Deshalb ist der Einkuppelvorgang mit einer gewissen Kraft verbunden, da die Feder mehr Widerstand aufbringt als die Schwerkraft des Wagens zustande bringt. Eine Kurzkupplung benötigt somit eine Auslenkkulisse. unechte KK-Kupplung Es handelt sich hier eigentlich um eine normale Bügelkupplung, die aber weniger Längenspiel hat und mit seitlichen "Nasen" knickstabiler ist. Diese Kupplungen können aber wegen ihrer Konstruktion "weich" einkuppeln (der Einkuppelvorgang erfolgt bereits mit der normalen Schwerkraft des jeweilgen Wagens). Allerdings hat diese Kupplungsart wieder mehr Spiel zwischen den Wagen als die KK-Kupplung. Dieses Spiel ist erforderlich um Platz zum Herabfallen des Kupplungsbügels zu haben. Die unechte KK-Kupplung ist kompatibel zur NEM-Bügelkupplung und vorentkuppelbar. Diese Kupplungen sind z.B. bei der Märklin-Kurzkupplung und der Roco-Universalkupplung zu finden. Die Telex-Kupplung Das Rangieren mit An- und Abkuppeln von Lokomotiven zu den verschiedenen Zügen gehört zu den interessanten Spielvariationen auf der Modellbahnanlage. Märklin hat mit seinem Telex-System (Telexkupplungen), dase ja Nachfolger des Relex-System ist, hier Pionierarbeit geleistet. Andere, wie die Firma Roco und die Firma Krois haben zwar auch Telexkupplungen, die aber alle soweit dem Verfasser bekannt, nach Märklin auf den Markt kamen. Die Telex-Kupplung ermöglicht es, dass bereits entkuppelte Züge rückwärts gedrückt werden können, ohne das die Wagen sich wieder untereinander kuppeln. Telex-Kupplungen besitzen Elektromagnete, die das Auskuppeln erlauben. Dabei bleibt dann der ausgekuppelte Bügel auch beim Schiebevorgang nach oben geklappt. Da der Elektromagent sonst Schaden erleidet, sollte die Einschaltdauer bei max. 6 sec liegen. Im praktischen Betrieb reichen aber in der Regel 3 sec aus um sicher zu Entkuppeln. Weitere Details dann nachfolgend. Die "normale" Kupplung Die sog. Bügelkupplung ist die häufigste anzutreffende Kupplungsart. Außer Märklin haben - bis auf wenige Ausnahmen - alle namhaften Hersteller diesen Kupplungstyp eingebaut. Außnahmen bilden die alten Wagen und Loks von Fleischmann (Hakenkupplung) und die sich nicht mehr im Handel befindliche Trix-Express (Drahtbügelkupplung). Der Vorteil der Bügelkupplung ist das in der Regel sehr leichte und weiche Einkuppeln und die hohe Zugtrennungssicherheit. Der Nachteil dieses Kupplungssystems ist, dass ein Einkuppeln im Bogen eigentlich nicht möglich ist, da die Kupplungen durch Federn in der Regel immer weider zentriert ausgerichtet werden. Die älteren Lima Fahrzeuge besitzen zwar keine "Zentrierfeder" und verharren in der letzten Position. Sie sind aber wegen der Labilität der Kupplungslage in der Regel nicht kuppelbar (weichen beim Einkuppeln aus). Die meisten Bügelkupplungen sind allerdings auf dem Entkupplungsgleis entkuppelbar. Ein weiterer entscheidender Nachteil der Bügelkupplung ist der zu große Wagenabstand, den dieser Kupplungstyp verursacht. Es ist also nicht wie beim realen Fahrbetrieb bei der großen Bahn möglich, zwei Wagen Puffer an Puffer zu kuppeln. a) Bügelkupplung nach NEM Diese Kupplung gehört zu den neueren Typen und ist universell einsetzbar. Voraussetzung ist allerdings, dass der Wagen den sog. Normschacht (NEM-Schacht) aufweist, aber dazu später mehr. Sie ist preiswert und überall verwendbar, wenn eben dieser Normschacht vorhanden ist. Allerdings ist sie nicht vorentkuppelbar. Sie ist aber über einem Kupplungsgleis mechanisch entkuppelbar.
b) Märklin Bügel-Kupplung: Diese Bügelkupplung ist noch sehr stark verbreitet. Auch heute noch werden viele neue Fahrzeuge mit diesem Kupplungstyp ausgeliefert - allerdings für den Normschacht -. Wie wir bereits wissen, ist dieser Kupplungstyp nun nach NEM genormt und passt somit in jeden Norm-Schacht. Diesen Vorteil des NEM-Schachtes haben die älteren Modelle noch nicht. Die nachfolgend dargestellten Bügelkupplungen sind älteren Datums (Zeitraum zwischen 1950 bis 1980). Der Nachteil der Bügelkupplungen besteht darin, dass der Pufferabstand sehr groß ist und die Kupplungsgenauigkeit zu wünschen übrig lässt. Insbesondere bei den alten zweiachsigen Märklin Personen- und Güterwagen tritt dies unangenehm in Erscheinung, da hier zur automatischen Zentrierung der Kupplung eine Feder zwischen den beiden Kupplungen angebracht ist. Dadurch wird die Kupplung bei einer Auslenkung immer wieder in die Mittelstellung gebracht - allerdings nicht genau genug für den Fahrbetrieb -.
Kupplung ist bei älteren Märklin Güterwagen (1950 bis ca. 1980) zu finden.
c) Märklin Relex-Kupplung (Bestell-Nr. 72060) Zuerst mal ist der Begriff "Relex" zu klären. Wie wird nun bei Wagen bzw. Loks mit Relex-Kupplungen gekuppelt. Beim Einkuppeln ist ein Bügel beim gegenüberliegenden Haken eingehängt. Nach dem Entkupplungsvorgang von Hand oder am Entkupplungsgleis liegt der Bügel liegt nun oben auf. Der Wagenverbund kann an den Zielort geschoben werden, ohne dass die Kupplung wieder einhängt. Am Zielort angekommen zieht die Lok weg und der Wagenverbund trennt sich Diese Relex-Kupplung von Märklin ist kompatibel zur NEM-Bügelkupplung und vorentkuppelbar. Sie besitzt aber einen großen Pufferabstand. Märklin-Lokomotiven mit Telex-Kupplung sind dadurch zu erkennen, dass die Zuggarnitur oder einzelne Wagen an jeder beliebigen Stelle der Modellbahnanlage - ferngesteuert vom Fahrpult aus - abgekuppelt bzw. angekuppelt werden können. Als Beispiele für Loks die mit Relex-Kupplung ausgerüstet sind sei die Tenderlokomotive BR 81 und die Tenderlokomotive BR 86 gennannt.
d) Fleischmann - Fallhaken-Kupplung: Die Fallhakenkupplung ist eine Eigenheit der alten Fleischmann Loks und Wagen. Mittlerweile gibt es diesen Kupplungstyp auch für den Normschacht. Dadurch können die "alten" Wagen mit Wagen anderer Hersteller kombiniert werden. Die Fallhakenkupplung gestattet ein sehr weiches einkuppeln. Sie ist allerdings nicht vorentkuppelbar. Hinzu kommt, dass sie sehr teuer ist. Ältere Fleischmann H0-Wagen haben wegen dieser Kupplungsart dementsprechend den Nachteil, dass sie umgerüstet werden müssen, wenn sie auf Anlagen anderer Hersteller eingesetzt werden sollen.
e) Fleischmann - Bügelkupplung Die Fleischmann Bügelkupplungen dienen als Ersatz für die Fallhakenkupplungen. Dadurch ist es möglich auch Fleischmann wagen mit Wagen anderer Hersteller laufen zu lassen. Es gibt Bügelkupplungen für die unterschiedlichsten Befestigungsmethoden. Sie sind speziell auf die vorhandenen Fleischmann-Befestigungen ausgerichtet. Diese Bügelkupplungen haben denselben Nachteil wie die Bügelkupplungen anderer Hersteller (nicht vorentkuppelbar, zu großer Pufferabstand).
f) Trix-Express-H0-Bügelkupplung Dieser Kupplungstyp ist überholt. Die Kupplung ist sehr klobig, weist einen extrem großen Kuppelabstand auf und ist auch nicht vorentkuppelbar. Da es keine neuen Trix-Express-Loks und Wagen mehr gibt (es gibt nur noch Trix-International), stirbt diese Kupplung im betrieb langsam aus.
g) Lima-H0-Bügelkupplung Lima Modelle haben ebenfalls Bügelkupplungen. Die Lima Bügelkupplungen sind aber meistens sehr klobig und weisen einen extrem großen Kuppelabstand auf. Die Kupplungen sind nicht vorentkuppelbar. Teilweise können die Wagen auch nicht über ein Entkupplungsgleis entkuppelt werden, da hierfür bei manchen Lima-Kupplungen die entsprechende Vorrichtung fehlt. Hinzu kommt, dass die Lima Wagen aus den 1950iger Jahren bis in die 1980iger Jahren keine Zentriereinrichtung besitzen. Dies bedeutet, dass die Kupplung nicht in die Zentrierposition zurück geht. Rangieren ist somit unmöglich. Wenn Modellbahner Lima Wagen oder auch Loks zu Gesicht bekommen, deren Kupplung an der Stelle verweilt, an der sie hinbewegt wurde, handelt es sich um ältere Lima-Fahrzeuge. Lima Kupplungen sind auch nicht vorentkuppelbar. Die neueren Lima Wagen haben mittlerweile die Normschacht Kulisse bzw. sind teilweise auch mit Kurzkupplungen ausgestattet.
h) Die Röwa-Bügelkupplung Diese Röwa-Kupplung ist nicht kurzkuppelbar. Sie besitzt in etwa die Eigenschaften der Märklin-Bügelkupplung.
i) Die Röwa-Hakenkupplung Diese Röwa-Hakenkupplung ist eine Adaption zur Fleischmann-Hakenkupplung. Mit dieser Röwa-Kupplung können alle Röwa Wagen mit Fleischmann-Wagen gekuppelt werden. Die Nummer für diese Kupplung lautet 5078.
j) Die Röwa-Bügelkupplung für Trix-Express Diese Röwa-Drahtbügel-Kupplung ist eine Adaption zum Trix-Express-Kupplungssystem. Mit dieser Röwa-Kupplung können alle Trix-Wagen mit Röwa-Wagen gekuppelt werden. Die Kupplung ist nicht kurzkuppelbar. Die Nummer für diese Kupplung ist 5076.
k) Kadee-Kupplung: Dieser Kupplungstyp wird bei amerikanischen Herstellern verwendet. Er gestattet ein sehr weiches Einkuppeln. Dieser Kupplungstyp ist vorentkuppelbar und besitzt eine berührungsfreie Fernentkupplung durch Magnete (Elektro- oder Permanentmagnet). Dabei werden zwei metallische Bügel an der Unterseite der Kupplung durch die Magnetkräfte auseinandergedrückt und die Kupplung wird dadurch gelöst. Leider ist die Kupplung nicht kompatibel zur NEM-Bügelkupplung (Weitere Infos weiter unten bzw. im Modellbahnarchiv). Bei der Kadee-Kupplung gibt es Varianten mit unterschiedlicher Schaftlänge, was eine Feinanpassung des gewünschten Pufferabstands ermöglicht. Die Nachteile der Kadee-Kupplung sind aber, dass eine Kurzkupplungskinematik am Waggonboden angeordnet werden muss, da sonst bei Schubkräften im Gleisbogen die Schächte nach außen gedrückt werden und eine Trennung der Kupplung stattfindet.
l) Krois-Kupplung: Krois hat mehrere Kupplungstypen - unter anderem auch ein analoges Kupplungssystem. Die analoge Kupplung von Krois funktioniert mit magnetischer Kraft, also ohne elektrische Ansteuerung. Im Kupplungskörper befindet sich ein Permanentmagnet, der beim Überfahren von vorbestimmten Schienenabschnitten die Kupplung der angehängten Waggone entkuppelt. - Rein Magnetische Ansteuerung, keine zusätzliche Verkabelung nötig - Kurzkupplung - Passend für alle Loks und Wagen mit Normschacht - Einfache Montage - Löst Reed-Kontakte aus
Das Systembild stammt von der Fa. Krois Bei schnell fahrenden Wagen hat allerdings die Kupplung keine Wirkung. Loks ohne diese Krois-Kupplung können die Gleismagnete problemlos überfahren. Dadurch wird ein Rangierbetrieb mit normalem Fahrbetrieb am selben Gleis möglich. Krois liefert die analoge Kupplung mit Mechanik und eingebautem Permanentmagneten. Zusätzlich liegen zwei Stück 3mm Permanentmagnete zum Einbau im Gleis bei (für eine Entkupplungsstelle). Das neue - mittlerweile etablierte - H0-Kupplungssystem mit Normschacht Aus den bisherigen Ausführungen ist erkennbar, dass ein Zugbetrieb mit Wagen von unterschiedlichen Herstellern bereits bei den Kupplungen erhebliche Probleme bereiten kann. Als Modellbahner, der die verschiedensten Wagentypen von den unterschiedlichsten Herstellern verwendet (als Epochensammler ist das zwangsläufig so) bereitet dies immer wieder Probleme. Als beste Lösung ist derzeit die Normkupplung mit dem Normschacht anzusehen. Um verschiedene Kupplungsfabrikate freizügig verwenden zu können, wurde in den Normen Europäischer Modellbahner (NEM) auf Blatt 362 (H0) sowie 355 (N) eine einheitliche Kupplungsaufnahme für Kupplungsköpfe vereinbart, welche für Modellbahnhersteller nun verbindlich sind. Damit im Zusammenhang steht NEM 352, welche die Führungen für Kupplungsaufnahmen (die sogenannte Kurzkupplungs-Kinematik) vorschreibt (siehe NEM 352, NEM 355, NEM 362). In diesen Normen ist auch die Lage des Normschachtes bezüglich Schienenoberkante und der Pufferebene festgelegt. Leider ist bei manchen älteren Fahrzeugen der Abstand Pufferebene-Normschacht- Vorderkante zu gering, wodurch sich Verhakungen/Überpufferungen bei ungünstigen Gleisführungen (S-Kurven ohne Ausgleichsgerade oder zu enge Radien) ergeben können. Durch die Lösung mit dem Normschacht ist es möglich verschiedene Kupplungssysteme sehr schnell im täglichen Modellbahnbetrieb zu vereinheitlichen. Anders ausgedrückt: Durch die Möglichkeit des schnellen Kupplungswechsels (der Schacht passt für verschiedene Kupplungen) ist das Umrüsten von Modellbahnwagen unterschiedlichster Hersteller kein Problem mehr. Dies bringt auch beim Zusammenstellen von epochenreinen Zügen erhebliche Vorteile, da die Zuggarnitur dann auch einheitliche Kupplungen aufweist.
Nichts ist für einen Epochensammler schlimmer als ein epochenreiner Zug mit den unterschiedlichsten Kupplungen. Wie bereits gesagt, war es die Kupplungsvielfalt in H0 und die Inkompatibilität der einzelnen Konstruktionen unter einander, die zur Entwicklung des Normschachtes führte. Die eigentliche Kupplung wird also nicht mehr direkt am Wagen oder der Lok angebracht, sondern wird in einen genau definierten Aufnahmeschacht gesteckt. Dank den Rastnasen an den Kupplungen können sie im Kupplungsschacht gut arretiert werden und können auch wieder durch Drücken der Rastnasen (am besten mit einer kleinen Flachzange) aus der Kupplung gezogen werden. Erst durch diesen Kupplungsschacht wird es möglich, auf einfache Weise die Kupplungen seinen eigenen Wünschen entsprechend zu tauschen. Die neuen Wagen und Loks werden mittlerweile grundsätzlich mit einem Normschacht ausgestattet. Auch sind alle modernen Kupplungssysteme für den Normschacht erhältlich. Der NEM Kupplungsschacht bietet auch noch den Vorteil, dass ein paar mm weniger Kuppelabstand herausgeholt werden kann, indem die Kupplung tiefer in den NEM-Schacht gesetzt wird. Dies geschieht entweder durch Kürzen des NEM-Schachtes oder durch das Einfeilen des hinteren Kupplungsendes (in dem Bereich, wo die Kupplung an den NEM-Schacht anliegt). Der NEM-Schacht bietet auch die Möglichkeit kleinere Höhenabweichungen korrigieren zu können. Dies geschieht dadurch, dass an der Kupplung etwas Material entweder am oberen (höhersetzen) oder am unteren Teil (tiefersetzen) abgefeilt wird. Gegenüber der abgefeilten Seite ist dann entweder ein Pappstückchen oder ein Kunststoffplättchen in den NEM-Schacht einzulegen, damit die Kupplung nicht wackelt. Die KK-Kupplungen - Die Kurzkupplungen Die echte KK-Kupplung Die Modellbahnindustrie hat, um den Pufferabstand auf ein vorbildgerechtes Maß zu bringen, die sog Kurzkupplung (KK-Kupplung ) entwickelt. Dieser Kupplungstyp ist mit einer sog. Kurzkupplungskinematik ausgestattet. Diese Technik sorgt dafür, dass die Kupplung im Bogen weiter aus dem Fahrzeug herausragt, als auf der geraden Strecke. Nur eine Kupplung, die eine starre Verbindung herstellt, bringt die Kupplungs-Kinematik dazu, sich im Bogen in die gewünschte Position zu bewegen. Das nachfolgende Bild zeigt Kurzkupplungskulissen im Detail.
In der Geraden ist die Kupplung nahe am Wagen. Die Wagen können somit eng miteinder verbunden werden. Je nach Kupplungstyp ist damit ein echter Puffer-an-Puffer Betrieb möglich. Im Bogen wird die Kinematik so ausgelenkt, dass die Kupplung weiter aus dem Wagen herausragt. So wird verhindert, dass sich die im Gleisbogen die inneren Puffer miteinander verhaken. Voraussetzungen ist somit bei allen echten Kurzkupplungen, dass sie eine Kurzkupplungskenematik besitzen. Ohne diese Kinematik können diese Kupplungen auch keinen Kurzkuppelbetrieb ermöglichen. Die Form der Kupplung selbst entscheidet also nicht darüber sie Kurzgekuppelt werden kann. Bei modernen Fahrzeugen wird die Kurzkupplungskinematik in den Normschacht integriert. So können dann alle möglichen Kupplungstypen kurzgekuppelt werden. Das nachfolgende Bild zeigt sehr deutlich den Charme einer Kurzkupplung gegenüber einem nicht kurzgekuppelten Wagenverband. Der Ehrlichkeit halber darf allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass bei einem Güterwagenverband die Kurzkupplung nicht so gut zur Geltung kommen würde, wie bei dem hier dagestellten Personenwagenverband.
a) Roco-Kurzkupplung Der Klassiker unter den Kurzkupplungen. Die alte Variante (ohne Vorentkupplung, schwarz) wird nicht mehr produziert und wurde durch die neue Version mit Vorentkupplung (dunkelgrau) ersetzt. Im Jahre 1985 stellte Roco seinen H0-Kurzkupplungskopf mit Vorentkupplung vor. Passend für alle Modelle mit Kurzkupplungskinematik und Normaufnahmeschacht entsprechend NEM 362. Dieser Kurzkupplungskopf wurde in mehreren Varianten produziert. Alle älteren Roco Fahrzeuge, die noch nicht mit einer Normaufnahmeschacht nach NEM 362 ausgestattet waren, konnten somit auch auf den vorentkuppelbaren Kurzkupplungskopf umgerüstet werden können. Es gibt von Roco auch Kupplungen die mit einer Schlitz- bzw. Zapfenaufnahme ausgestattet wurden. Diese Kupplungsart gestattet ein relativ weiches Einkuppeln. Neigt jedoch bei hoher Zuglast zur Zugtrennung. Die Kupplung reagiert auch sehr empfindlich auf falsche Höhenlage der Kupplungen zueinander. Der lange Kupplungskopf ist störend. Die Vorteile dieser Kupplungen sind, dass sie leicht kuppel- und entkuppelbar sind (leider nicht im Gleisbogen). Die Fahrzeuge lassen sich auch leicht nach oben aus dem Zugverband herausnehmen.
b) Fleischmann-Profi-Kupplung-H0 Besitzt eine Vorentkupplung. Die Kupplung wirkt unauffällig. Der Nachteil ist aber, dass sie sehr sehr hart einkuppelt. Sie ist teurer und neigt auch zur Zugtrennung.
ba) Fleischmann-Profi-Kupplung-H0 für Normschacht Diese Kupplung ist für alle Loks und Wagen mit NEM-Aufnahme geeignet. Die Artikel-Nr lautet 6515. Der Nachteil diser Kupplung ist, dass sie schwergängig beim Kuppeln bzw. Entkuppeln ist. Sie ist vorentkuppelbar. Leider ist sie zu keinem anderen System kompatibel.
c) Die Märklin Kurzkupplung Märklin verwendet seit der Jahrtausendwende an allen vierachsigen Personenwagen die Kurzkupplungen. Dadurch können die Wagen Puffer an Puffer gefahren werden und es ergibt sich ein vorbildgerechtes Bild. Die Voraussetzung für ein echtes Puffer an Puffer fahren setzt aber eine entsprechende Kinematik am Wagenboden voraus. Diese Kinematik besitzen aber wiederum leider noch nicht alle Personenwagen von Märklin. Fehlt diese Kurzkupplungskulisse am Wagenboden, so ist nur ein eingeschränktes Kurzkupplungsfahren möglich. Die Erklärung weshalb dies so ist, wurde bereits weiter oben gegeben. Bei alten Märklin-Personenwagen mit Drehgestell, sind die Kupplungen noch an den Drehgestellen fest verbunden. Bei diesen Wagen ist KK-Fahren nicht möglich. Vielfach sind aber bei diesen Wagen die Relex-Kupplungen angebracht worden. Selbstverständlich kann man auch diese Wagen mit einer Kurzkupplung versehen. Der Aufwand ist aber meistens nicht zu rechtfertigen. Hinzu kommt, dass diese umgebauten Wagen dann natürlich keinen Sammlerwert mehr besitzen.
d) Die Fleischmann Kurzkupplung Die Fleischmann Kurzkupplung überzeugt durch ihre unauffällige Bauform. Mit dieser KK ist enges kuppeln (Puffer an Puffer) möglich. Ein weiterer Vorteil dieser Bauart ist die Tatsache, dass Wagen im gekuppelten Zugverbund nach oben herausgenommen werden können. Diese Kupplungen werden mit und ohne Kurzkupplungskulisse angeboten.
d) Die Ade Kurzkupplung Klein und kompakt. Kuppelt nicht besonders weich, ist aber zierlich und flach gebaut und sicher gegen Zugtrennungen. Die Kupplung besteht aus zwei unsymmetrischen Teilen, die Wagen müssen also "richtig herum" aufgegleist werden. Muss in der Höhe exakt justiert werden, um sauber zu kuppeln.
Die unechte KK-Kupplung a) Die Märklin Kurzkupplung (Nachrüstung) Dient zum Umrüsten von Wagen ohne Normschacht auf die Märklin Kurzkupplung. Der Einsatz ist allerdings nicht zu empfehlen, da hier die Kurzkupplungskuliise fehlt und dementsprechend die Kinematik nicht zum Einsatz kommen kann. Man spricht hier von einer unechten Kurzkupplung, da eine echte Kurzkupplungsführung im Betrieb nicht erreicht wird.
b) Märklin-Kurzkupplung-für den Normschacht Ist relativ unauffällig und gestattet ein weiches Einkuppeln. Sie besitzt einen kurzen Kuppelabstand. Das Einkuppeln funktioniert nicht immer zuverlässig. Sie neigt in engen Radien zum Verhakeln mit den Puffern (nicht höhenverstellbar). Wenn wagen umgerüstet werden, sollte überlegt werden, ob man Märklin Kurz-Kupplung verwendet. Das verhaken der Wagen an den Puffern kommt deshalb zustande, weil die Märklin seine Puffer an den Wagen etwas höher sitzen hat als andere Hersteller. Wenn der Modellbahner allerdings seinen "Fuhrpark" auf Märklin Modelle beschränkt, dürften keine Probleme mit dem Verhaken entstehen. Sollten unterschiedliche Herstellerfahrzeuge auf der Märklin-Anlage fahren, so ist zu empfehlen, bei den Fremd-Fahrzeugen die Roco Universalkupplung einzusetzen. Die arbeitet ohne Probleme mit der Märklin-Kurzkupplung zusammen und kennt dieses Problem nicht. Ferner könnten auch alle Märklin-Fahrzeuge mit der Roco Universalkupplung ausgerüstet werden.
c) Die Roco-Universalkupplung-H0 Roco Universalkupplung (unechte KK) Die Roco-Universalkupplung ist eine Neuentwicklung, sie ist eine Kurzkupplung die lang- fristig die Bügelkupplungen abzulösen wird. Ihr Nachteil: Bei unpassender Höhenlage der Kupplungen zueinander besteht ein schlechtes Kuppeln und Entuppeln. Das Problem läßt sich aber mit der höhenverstellbaren Version lösen. Da der Bügel offen ist besteht bei der Universalkupplung die Gefahr der Zugtrennung im Bogen bei Kupplungen ohne Bügel oder bei Loks mit Kupplungshaken. Ansonsten ist die Roco Universalkupplung die brauchbarste Kupplung am Markt. Sie ist natürlich „vorentkuppelbar“. Die Roco Universalkupplung ist kompatibel mit allen Bügelkupplungen, Märklin Bügelkupplungen, Relexkupplungen und den Trix_Bügelkupplungen. Im Anfang hatte die Universalkupplung einen „Kunstoffbügel“, der mitlerweile durch einen Metallbügel (auf der Zeichnung links gut zu sehen) ersetzt wurde und damit das o.g. Entkuppeln verhindert. Nach der Pleite von Roco und Übernahme durch die "Modelleisenbahn GmbH" wurde die Universalkupplung offensichtlich aus patent- rechtlichen Gründen vorerst nicht mehr hergestellt. Mittlerweile ist sie jedoch wieder im Angebot der Fa. Roco unter der Art.-Nr.: 40395 und 40396 (die höhenverstellbare). Angeboten werden die Kupplungen in 12 er Packs. -- Roco-Universalkupplung-H0 (Nr. 40397)
-- Roco-Universalkupplung-H0 (Nr. 40352)
-- Roco-Universalkupplung-H0 Nr. 40351
Stromführende Kupplungen - die interessante Perspektive
Viele Modellbahner wollen ihre Personenzüge beleuchten. Da hier manchmal enorme bastlerische Aufwendungen an den Wagen vorgenommen werden müssen, erscheint eine Alternative - da relativ einfach zu bewerkstellen - durchaus interessant. Gerade im Mittelleiterbetrieb (Trix-Express, Märklin) ist der Bastleraufwand sehr groß, da zum Teil unter jedem Wagen einen Schleifer für die Stromversorgung zu montieren ist. Die Lösung: stromführende Kupplungen. Mit diesem Lösungsansatz ist es nun möglich, einen einzigen Wagen zur Stromversorgung auszurüsten und damit den ganzen Zug zu speisen. Wird dieser Wagen noch mit einem Funktionsdecoder ausgestattet, lässt sich die Zugbeleuchtung auch digital gestalten. Übrigens kann auch ein Lokdecoder - soweit mit dieser Funktion ausgestattet - diese Aufgabe übernehmen. Durch die Normschachtausstattung der neuen Modellbahnfahrzeuge ist eine einfache Umrüstung bestehender Fahrzeuge problemlos möglich. Der Vorteil der stromführenden Kupplungen liegt also nicht in der Kupplungstechnik, sondern in der Beleuchtung der Personenwagen. Wenn jeder Wagen im Zugverband beleuchtet werden soll, wird nur noch ein Schleifer an einem Wagen benötigt. Dies hat mehrere Vorteile: 1. Die Wagen laufen ohne Schleifer wesentlich leichter (geringere Zugkraft wird benötigt). 2. Bei Schaltgleisen, die über die Schleifer betätigt werden, kann es bei mehreren Schleifern im Zugverband zu erheblichen Problemen kommen. 3. Ein Zug mit nur einem Schleifer fährt leiser. 4. Triebwagenzüge oder Wendezüge, bei denen die Beleuchtung mit der Fahrtrichtung umschalten soll, sollten eine stromführende Kupplung besitzen. Die RTS-Kupplung (Bestell-Nr.5910) Es gibt diese Kupplung ein-und zweipolig. Sie gleicht der Märklin-Kurzkupplung. Die "RTS" ist mit und ohne Bügel erhältlich und wird meistens paarweise eingesetzt, womit die Wagen "richtig herum" aufgegleist werden müssen. Sie ist für NEM-Kurzkupplungsschächte ausgelegt. Mit den RTS-Kupplungen lassen sich die Wagen problemlos kuppeln und wieder lösen. Ein automatisches Kuppeln und Entkuppeln über Entkupplungsgleis ist grundsätzlich möglich. Beim Kuppeln sollten die Kupplungen von Hand leicht gegeneinander gedrückt werden, damit sie sicher einrasten. Die Kupplung ist aus Plastik, der Bügel dagegen besteht aus Metall.
Die TAMs-Kupplung Basierend auf verschiedenen Fleischmann-Kupplungstypen sind diese modifizierten Kupplungen in der Lage, Strom bis zu einer Stärke von 1 Ampere pro Kontakt zu übertragen. Sie wirken vertikal zentrierend und verhindern dadurch ein Abreißen der Wagen an Steigungsübergängen. Normales Entkuppeln und Vorentkuppeln sind möglich. Die Kupplungen sind wahlweise mit einem oder zwei Kontakten lieferbar und sind komplett mit Anschlusskabeln ausgerüstet. Kupplungen mit einem Kontakt (SK-1xx) werden da eingesetzt, wo die Rückleitung über die Schienen erfolgt (z. B. beim Einsatz von Metallwagen im Dreileitersystem). Ist kein Rückleiter vorhanden, müssen die Kupplungen SK-2xx eingesetzt werden. Dieser Kupplungstyp basiert auf der Fleischmann-Profikupplung und ist als ein-und zweipolige Variante erhältlich. Sie ist somit kompatibel zur Fleischmann Kupplung, da eben die Grundkupplung von Fleischmann kommt. Die Tams Kupplungen kuppeln sicherer als die stromlosen Fleischmann-Kupplungen und lassen sich nur entkuppeln, wenn die beiden Stifte von unten nach oben gedrückt werden. Die Stromverbindung ist sicher.. Die stromführenden Kupplungen von Tams entkuppeln haben auch bei Berg- und Talfahrten nicht. Die Kupplungen SK-1 und SK-2 eignen sich für alle Fahrzeuge mit NEM 362-Schacht. Für Fahrzeuge mit Zahnradantrieb und NEM 362-Schacht sind die Kupplungen SK-114 und SK-214 von der Fa. Tams lieferbar. Die Kupplungen SK-0 haben keine Anschlusskabel und werden da eingesetzt, wo es nur auf eine sichere Verbindung der Wagen ankommt. Neben der Kupplung für Fahrzeuge mit NEM 362-Schacht sind weitere Kupplungs-Typen lieferbar, die zum Austausch der entsprechenden Fleischmann-Kupplungen vorgesehen sind. Neu ist die Tams-Kupplung SK-4. Sie ist 4-polig als stromleitende Kupplung für einen festen Wagenverband zu gebrauchen. Sie ist dementsprechend auch nicht automatisch entkuppelbar. Trotzdem ist sie eigentlich sehr leicht zu trennen und zu kuppeln. Folgende stromführende Kupplungen gibt es von Tams:
Die Viessmann Kupplung Nr 5048 Die stromübertragende Viessmann-Kupplung ist in der Lage eine hohe Stromstärke (Ampere) zu übertragen (bis zu 1 Ampere pro Kontakt möglich). Außerdem ist sie vertikal zentrierend. Durch diese vertikale Zentrierung ist ein unbeabsichtigtes Entkuppeln (z.B. beim Übergang in eine Steigung) nicht möglich. Demgegenüber ist aber ein Entkuppeln und Vorentkuppeln möglich. Mit diesem Kupplungstyp kann auf einfache Weise z.B. der Strom für die Innenbeleuchtung der Personewagen durch den gesamten Wagenverband geführt werden. Dadurch sind nicht an jedem Wagen Stromabnehmer erforderlich. Die Kupplung wird mit 2 Anschlusskabeln geliefert und kann in einen NEM-Schacht eingesteckt werden. Nachteile: - Die angelöteten Kabel haben einen zu großen Durchmesser. Trotz der hohen Stromstärken hätte der Durchmesser geringer ausfallen können. - Des Kontakte sind nicht vorgebogen. Nachbiegfen ist deshalb erforderlich um eine Betriebssicherheit herzustellen. Nachbiegen vorsichtig angehen.
Fleischmann Kupplung
Roco Kupplung Nr. 40345 Roco's stromführende Kupplung ist eine echte Kurzkupplung. Die stromführende Roco-Kupplung Nr. 40345 ist eine 4-polige stromführende Kupplung für NEM-Kurzkupplungsschächte (also mit Kurzkupplungskulisse). Die Roco-Kupplung ist allerdings relativ groß und kann auch nicht automatisch entkuppelt werden. Sie ist Gegenüber den 1-poligen Kupplungen z.B. von Märklin birgt das Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Der Kontakt zum Rückleiter erfolgt hier über die Kupplung. Es sind somit bei den Wagen keine Kontakte zu den Rädern bzw Achsen notwendig. Dies erzeugt dann an den Rädern keine Reibungswiderstände durch Stromabnahmekontakter. Mit der Roco-Kupplung ist ein Wendezugbetrieb möglich. Die Nachteile liegen aber auch in den vier Kontakten, da die Kupplung dadurch relativ groß ausfällt. Das Kuppeln und Entkuppeln kann nur manuell erfolgen (durch Zusammendrücken bzw. Auseinanderziehen). Die Kupplung ist leider auch zu keiner anderen Kupplung kompatibel. Bedingt durch die Anordnung der vier Pole müssen die Wagen "korrekt" eingereiht werden, da sonst die Anschlüsse links/rechts vertauscht werden. Die Kupplung selbst benötigt wie die NEM-Märklin-Telex eine Zeitgeberschaltung.
Roco Decoder mit Kupplung Nr. 40410 Die ROCO Digitalkupplung wirkt recht klobig, funktioniert dafür aber zuverlässig mit der ROCO Universalkupplung und der Märklin Kurzkupplung. Sie kuppelt sehr unzuverlässig mit Relex-Kupplungen. Die Kupplung braucht einen sehr hohe Stromstärke zum Schalten, danach aber nur noch sehr wenig zum Halten. Bei längerem Dauerstrom brennt die Spule durch. Das von Roco angebotene Set bestend aus 1x Multiprotokoll-Spezialdecoder für AC und DC und 2x Kupplungen. Die Kupplungen können nur mit diesem Decoder richtig angesteuert werden, die Verwendung anderer Decoder kann zu Beschädigungen der Kupplungen führen. Für 8 polige Schnittstelle nach NEM 652. Automatische Fahrstromerkennung Motorola / DCC oder analoger Gleichstrom / Wechselstrom. Automatische Fahrstufenkennung 14/28/128 Stufen. Lastregelung. Maximaler Motorstrom 1100 mA. 4x Funktionsausgänge je 250mA; max.500mA. Rangiergang über Taste F3 schaltbar. Deaktivierung der Anfahr- oder Bremsverzögerung über Taste F4. Alle Ausgänge kurzschluss- und überlastgeschützt. Abmessungen: 23,5x15,5x5,5 mm
Kupplung von Märklin Nr. 7319 Die stromführende Kupplung von Märklin ist keine Kupplung im engeren Sinn. Es handelt sich hier um ein starres Verbindungsstück zwischen den Kupplungs-Aufnahmeschächten (NEM-Schächte). Ein entkuppeln ist nicht möglich. Die starre Verbindung lässt sich nur durch ein Herausnehmen aus dem Normschacht lösen. Die "Kupplung" stellt eine absolut sichere mechanische und elektrische Verbindung dar. Sie ist sinnvoll nur bei kurzen Zugverbänden einsetzbar, die nicht getrennt werden müssen. Da beide Enden in den Normschacht gesteckt werden müssen, ist das eine ziemlich knifflige Angelegenheit bei langen Zügen. Auch von Brawa sind im Übrigen zierliche, starre „Kupplungen“ erhältlich --> leider aber ohne elektrische Verbindung.
Echte stromführende Kupplung von Märklin Die Kupplung ist kurzkuppelbar. Sie besitzt eine einpoliger Stromübertragung. Masse über Gleis. Geeignet zum Einsetzen in den Kurzkupplungs-Normschacht aller modernen 264 mm und 270 mm langen Märklin-H0-Wagen mit Kulissenführung.
Die Krois - Telex - Kupplung Die Krois-Kupplungen ähneln der Roco Universalkupplung (siehe weiter oben). Sie sind als nachrüstbare automatische Kupplung konzipiert und passen in jeden Normschacht. Die nicht höhenverstellbaren Kupplungen sind passend für alle Wagen mit einem Normschacht nach NEM 362. Die höhenverstellbaren Kupplungen werden benötigt, wenn der Wagen keinen Normschacht, sondern eine NEM 363 Kupplungsaufnahme besitzt. Folgende H0-Kupplungen sind lieferbar: - MK: Funktionslose Universalkupplung - Passend zu allen Standard Bügelkupplungen, Roco Universalkupplungen. - MK1b: Digital Schaltbare Kupplung Basic --> Passende Gegenstücke: Roco Universalkupplung oder MK - MK1: Digital Schaltbare Kupplung für Einfachtraktionen --> Passende Gegenstücke: Roco Universalkupplung oder MK - MK1/h: wie MK1, jedoch höhenverstellbar - MK2: Digital schaltbare Kupplung für Doppeltraktionen --> Passende Gegenstücke: weitere MK2 am zweiten Fahrzeug der Doppeltraktion - MK2/h: wie MK2, jedoch höhenverstellbar - MK und MK1: Funktionsweise ähnlich Roco Universalkupplung, bei geringerem Pufferabstand - MK/h: wie MK, jedoch höhenverstellbar Zur Ansteuerung der Kupplung wird eine Zeitelektronik benötigt, um die Kupplung vor Überlast zu schützen. Einige Decoderhersteller haben eine derartige Schaltung bereits integriert. Sie ist nur im Digitalbetrieb ansteuerbar.
Weitergehende Infos sind auch über den nachfolgenden Link zu bekommen: Zur Homepage von Krois Die Krois - Digital - Kupplung Die Krois Digitalkupplung funktioniert nicht mit Metallbügel. Damit scheiden - ohne Umbau - alle Märklin Kupplungen aus und es bleibt als kompatible Kupplung nur die ROCO-Universalkupplung. Für die Märklin Kurzkupplung gibt es Ersatzbügel von Krois aus Messing (Messing ist nicht magnetisch und nicht leitend). Es ist aber sehr kostspielig Krois-Kupplungen auf Märklin Kompatibiltät umzubauen. Die Märklin Relex- Kupplung funktioniert nicht. Bei Dauerstrom brennt auch bei dieser Kupplung die Spule durch. Krois bietet hier eine spezielle Schutzplatine an.
Die Märklin-Telex-Kupplung Die Märklin-Telex-Kupplung dient zum ferngesteuerten An- und Abkuppeln von Modelleisenbahnwagen an Lokomotiven wurde bereits vor über 40 Jahren patentiert. Die Telex-Kupplung hart sich seit dieser eit besonders für Rangierlokomotiven als ideale Zusatzfunktion bewährt. Da dieses Thema umfassend nur in einem gesonderten Beitrag abzuhandeln ist, wurde im Modellbahnarchiv ein Aufsatz veröffentlicht.
Dargestellt ist hier die Märklin-Digitalkupplung. Sie ist die einzige Kupplung, die auch unter Last funktioniert. Dafür hat sie aber Probleme mit leichten Wagen, die nicht genügend Rollwiederstand haben um zu kuppeln oder entkuppeln. Die Kupplung gibt es als Ersatzteil von Märklin unter der Nr. 117993. Das graue Kabel gehört an den Nulleiter, das schwarze Kabel an die (+). Weitergehende Infos sind auch über den nachfolgenden Link zu bekommen: Zur HGH's Homepage Das amerikanische H0-Kupplungssystem In Amerika besitzt das Rollmaterial bei der Regelspur keine Puffer. Hier werden sowohl Zug- wie auch Druckkräfte von der Kupplung übertragen. Auch die Modellfahrzeuge werden deshalb natürlich ohne Puffer ausgestattet. In Amerika haben sich deshalb andere Kupplungen durchgesetzt und zwar die sehr detailgetreu aussehende Kadee Kupplung. Da die Puffer beim amerikanisches Rollmaterial fehlen, gibt es auch keine Kurzkupplungs-Kinematik. darin liegt auch der Grund für die Betriebssicherheit der Anlagen nach amerikanischem Vorbild. Der US-Standard-NMRA Es handelt sich hier um eine einfache Kupplung die aus Kunststoff besteht. Das System kuppelt recht gut. Da die Kupplung keine starre Verbindung erzeugt, ist sie nur bedingt für Rollmaterial mit Kupplungskulisse einsetzbar. Dies gilt auch für die Kadee Kupplung.
Die Kadee-Kupplung Die Kadee Kupplung ist zuverlässig und vor allem weich kuppelbar. Das Disign ist allerdings nicht sehr schön. Die Kadee-Kupplung ist in verschiedenen Längen und Ausführungen erhältlich. Sie ist für den Normschacht einsetzbar. Leider ist die Kupplung wegen ihrer Konstruktion nicht geeignet für den Betrieb auf Mittelleitergleisen (Märklin , Trix-Express). Beim Einsatz auf Mittelleitergleisen muss der Draht an der Kupplung nach oben gebogen werden.
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