Die Zugbeeinflussung durch Lissy von Uhlenbrock
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Modellbahntechnik:

Vertiefungsthema: Die Navigationssysteme auf der Modelleisenbahn
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Einführung

Wegen der großen Anzahl von Anfragen über das Uhlenbrock-Lissy-System bzw. das Fleischmann-Train-Navigationssystem wollen wir uns mal gemeinsam etwas näher mit diesen beiden Systemen beschäftigen

In Bezug auf die Automatisierung der Betriebsabläufe sind dem Verfasser derzeit drei Systeme auf dem Markt bekannt:

- das LISSY-System von Uhlenbrock

- das RailCom und das ABC-Bremsverfahren von Lenz.

- Fleischmann-Train-Navigation-System

Diese Systeme sind sehr unterschiedlich in der Handhabung und auch in der Nutzungsmöglichkeit. Wir wollen uns hier aber nur mit dem Uhlenbrock-Lissy-System und dem Fleischmann-Train-Navigation-System beschäftigen.





Das Lissy-System der Fa. Uhlenbrock

Vor allem Besitzer der Intellibox von Uhlenbrock werden durch die verschiedenen möglichen Betriebsmodi, die sie auf dem Display der Intellibox einstellen können angeregt, mehr mit dieser Zentrale zu unternehmen, als das Regeln der Lokomotiven und das Stellen von einzelnen Magnetartikeln.
Eine interessante Möglichkeit ist der Aufbau eines Rückmeldesystems oder einer Pendelzugsteuerung mit der Intellibox. Natürlich kann eine Pendelzusteuerung auch anlalog aufgebaut werden. Mit der Digitaltechnik ist dies aber alles ein wenig einfacher.

Lokbild





Funktionsweise des Lissy-Systems

Das LISSY-System von Uhlenbrock arbeitet völlig unabhängig vom benutzten Digitalsystem und vor allem unabhängig vom Digitalprotokoll, welches am Gleis anliegt. Es ist also somit egal, ob der Modellbahner mit Märklin, Fleischmann, Trix, Piko oder sonstigen Produkten fährt. Die Informationen werden durch einen Infrarotsender von der Lok zu einem Infrarotempfänger im Gleis übertragen. Erst die Auswerteschaltung hinter den Infrarotempfängern produziert die gewünschten Befehle für das Digitalsystem.
Eine Einschränkung gibt es aber:
Zur Nutzung des LISSY-Sytems ist eine Zentrale mit einem LocoNet-Anschluss Voraussetzung - also z.B. die Central-Station von Märklin oder die Intellibox von Uhlenbrock etc. (siehe hierzu auch die Informationen über Loconet im Modellbahnarchiv).

Was bietet nun Lissy eigentlich? Wer geglaubt hat nur ein Rückmeldesystem der irrt.
    - Zugerkennung
          LISSY erkennt die Lok und zeigt an, welcher Zug auf Gleis x oder y des Bahnhofs eingefahren ist.

    - Pendelzugsteuerung
       LISSY steuert den Pendelzugverkehr im Endbahnhof einer eingleisigen Nebenbahn

    - Lokabhängige Schattenbahnhofsteuerung
      LISSY verwaltet den Schattenbahnhof und findet selbständig für jeden Zug ein individuelles Gleis und lässt bei Bedarf die Züge automatisch wieder aus dem Schattenbahnhof herausfahren.

    - Digitale Blocksteuerung
        LISSY ist ein neuartiges Blocksystem für Digitalanlagen und steuert die Blockstrecken auf der Anlage automatisch, ohne Einsatz eines Computers.

    - Geschwindigkeitsmessung
        LISSY misst die Geschwindigkeit vorbeifahrender Lokomotiven maßstabgetreu

    - Anfahr- und Bremsverzögerung an Signalen
        LISSY bremst jede Digital-Lokomotive vor einem roten Signal mit der decoderinternen Bremsverzögerung langsam ab.

    - Automatische Steuerung von Sonderfunktionen
      LISSY schaltet situationsabhängig den Sound von Lokomotiven, z.B. den Pfeifton vor dem Tunnel oder das Signalhorn am Bahnübergang vor der Pfeiftafel. Es blendet bei Fahrten in unsichtbare Bereiche (Schattenbahnhof, Tunnel) den Sound von mit "IntelliSound" ausgerüsteten Lokomotiven aus. LISSY schaltet das Licht einer bestimmten Lok nach einer bestimmten Zeit ein oder aus, z.B. wenn der Lokführer die Lok abgestellt hat. LISSY steuert die Geschwindigkeit von Loks, z.B. in Bahnhofseinfahrten oder Langsamfahrstrecken.


    - Arbeitet ohne jede Gleisunterbrechung
        LISSY arbeitet ohne jede Gleisunterbrechung und kann deshalb leicht nachträglich in jede digitale Modellbahnanlage eingebaut werden.


Die Kontrolle von Lissy erfolgt über das Display der Intellibox oder über das LocoNet-Display (Art.-Nr. 63450). Das System ist somit in der Lage, die Geschwindigkeit und Fahrtrichtung von Zügen festzustellen und damit entsprechende Schaltsituationen auszulösen.
Lissy unterscheidet zwischen vier frei festlegbaren Zugkategorien und kann alle Schalt- und Lokomotivfunktionen fernsteuern und überwachen. Damit ist es auch in der Lage, den Zug vor einem roten Signal abbremsen und halten zu lassen. Um das Lissy-System nutzen zu können, ist der Einsatz einer Digitalzentrale mit LocoNet-Anschluss und einer Möglichkeit, die notwendigen Einstellungen im Lissy-Empfängern vorzunehmen, erforderlich. Hierzu muss es am LocoNet ein Gerät geben, das in der Lage ist, LocoNet-Module zu programmieren (zum Beispiel die Intellibox oder auch das TwinCenter von Fleischmann).


Bestandteile des Lissy-Systems     
    - Infrarotsender, der die Lokinformationen aussendet
    Jedes Fahrzeug, das eine automatische Steuerfunktion ausführen soll, muss mit einem LISSY-Infrarotsender ausgestattet werden. Das Modul sendet Adressen im Bereich 1 bis 16382 und vier Zugkategorien aus. Der Sender verhält sich wie ein DCC-Decoder und kann auch so programmiert werden. Die Adressen und Zugkategorien werden in den CVs abgelegt. Der Sender wird unter einer Lok oder einem Wagen befestigt. Er arbeitet unabhängig vom Lokdecoder und ist auch nicht an das Datenformat des Decoders gebunden. Der Sender strahlt seine Information nach unten auf das Gleis ab.

    Die Lissy-Sender können mit unterschiedlichen Abmessungen bezogen werden. So sind diese Sender dann für den Einbau auf der Unterseite jeder Lok oder Wagens geeignet.

    Es gibt folgende Infrarotsender:
    Art.-Nr. 68300 LISSY Infrarotsender einzeln
    Art.-Nr. 68301 LISSY Infrarotsender 5er Pack
    Art.-Nr. 68400 LISSY Mini-Sendemodul

    Das LISSY Mini-Sendemodul Nr. 68.400 eignet sich für Lokomotiven, die mit den Uhlenbrock Lokdecodern 73.400, 73.410, 76.200, 76.400, 76.330, 76.420, 77.500 oder den Sounddecodern 36.020, 36.420 ausgerüstet sind. Es sendet ständig die Decoderadresse aus. Ausgerüstet mit einem SUSI-Stecker kann das Modul direkt an die H0-Decoder angesteckt werden. An den N-Decodern 73.400 und 73.410 werden die Anschlusslitzen angelötet.

    Lissy-Sendemodul

    Lissy

    
    - Einen Empfänger, der an den gewünschten Gleisstellen diese Informationen empfangen kann.
    Der LISSY Empfänger ist ein Modul mit zwei kleinen, kaum sichtbaren IR-Sensoren, mit einem Durchmesser von 3 mm, zum Einbau ins Gleis. Die Verbindung zur Digitalzentrale erfolgt über das LocoNet. Sollen die Automatikfunktionen fahrtrichtungsunabhängig ausgeführt werden, so kann ein Modul zwei Gleisstellen überwachen. Dabei werden lediglich die Adresse und die Zugkategorien der vorbeifahrende Lok übermittelt und einfache Schaltaufgaben ausgeführt. An Stellen, an denen eine fahrtrichtungsabhängige Automatikfunktion ausgeführt werden soll, werden die beiden Sensoren eines Empfängers hintereinander in ein Gleis eingebaut. So können zusätzlich zur Adresse und Zugkategorie auch die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung erkannt werden. Auch der Empfänger arbeitet mit einer infraroten Lichtstrahlung.

    Die stationären Lissy-Empfänger werden an den gewünschten Gleisstellen angebracht, in dem die zum Empfänger gehörigen Fotodetektoren zwischen die Schienen ins Gleisbett eingebracht werden.

    Der wesentliche Vorteil des Lissy-Systems ist, dass auf der Anlage keine Trennstellen in den Schienen vorgesehen werden müssen. Lediglich zwei kleine Bohrungen (etwa 4,5 mm) sind in der Grundplatte zwischen den Gleisschwellen für die Fotodetektoren anzubringen (siehe Bild unten).

    Es sind im Handel:
    Art.-Nr. 68610 LISSY-Empfänger inkl. Sensoren
    Art.-Nr. 68690 LISSY Sensoren (2 Stk. einzeln)

    Lissy-Empfänger


    Was kann nun der Lissy-Empfänger:
    1. Zugerkennung
    2. Geschwindigkeitsbeeinflussung
    3. Autom. Steuerung von Sonderfunktionen
    4. Schalten von Magnetartikeln und Fahrstraßen
    5. Digitale Blocksteuerung
    6. Geschwindigkeitsmessung
    7. Pendelzugsteuerung
    8. Lokabhängige Schattenbahnhofsteuerung mit Durchfahrtgleis
    9. Das Durchfahrgleis kann lokindividuell oder per Knopfdruck befahren werden
    10. Lokindividuelle Anhaltezeit im Automatikbetrieb
    11. Im Automatikbetrieb können mehrere Loksonderfunktionen getrennt durch Wartezeiten geschaltet werden

    Hinweis:
    Beim Märklin-C-Gleis (Mittelleitergleis) wird der Mittelleiter an den Stellen entfernt, an denen die Empfängerdioden angebracht werden. Der unterbrochene Mittelleiter sollte dann mit einem Kabel überbrückt werden. Anschließend können die zwei Bohrungen für die Empfängerdioden vorgenommen werden.

    Es gibt aber noch einen Einzelempfänger der für einfache Schaltfunktionen verwendet werden kann. Also für die :

    1. Zugerkennung
    2. Geschwindigkeitsbeeinflussung
    3. Automatische Steuerung von Sonderfunktionen
    4. Schalten von Magnetartikeln und Fahrstraßen
    5. Auslösen von Rückmeldungen

    Der Sensor ist in das Empfänger-Modul integriert. Zur Montage wird auch hier ein 4 mm großes Loch in die Grundplatte zwischen den Schwellen gebohrt und der Empfänger von unten eingesteckt. Die Verbindung zur Digitalzentrale erfolgt über ein LocoNet-Kabel.

    Lissy-Einzelempfänger
    Art.-Nr. 68620 LISSY-Einzelempfänger





Anordnung der Empfängersensoren

Anordnung zur Schaltfunktion
Für Schaltfunktionen, die abhängig von der Lokadresse erfolgen sollen, können die beiden Sensoren des Empfängermoduls an zwei verschiedenen Gleise angebracht werden.

Anordnung bei Geschwindigkeit und/oder Fahrtrichtungsüberwachung
Sollen Geschwindigkeit und/oder Fahrtrichtung ausgewertet werden, so müssen beide Sensoren hintereinander in ein Gleis eingebaut werden

Pendelstrecke
Bei einer Pendelstrecke wird an jeder Endhaltestelle ein Empfängermodul eingebaut. Bei der ersten LISSY-Sonderedition sind die Module für eine eingleisige Pendelzugstrecke vorkonfiguriert, sodass die Strecke ohne Programmieraufwand direkt nach dem Einbau in Betrieb genommen werden kann. Die Module der Sonderedition können, wie alle anderen Module, auf andere Funktionen umprogrammiert werden.
Inhalt des Pendelzugsteuerungspaketes:

1 LISSY-Sender
2 LISSY-Empfänger
2 LocoNet-Kabel 2,15 m
das LISSY-Handbuch und eine spezielle Anleitung für den Aufbau und die Inbetriebnahme der Pendelstrecke (Art.-Nr. 68010 LISSY-Pendelzugsteuerung)

Anordnung Pendelzugsteuerung
Anordnung einer Pendelzugsteuerung


Anordnung bei einer Blockstreckensteuerung
Bei einer Blockstreckensteuerung erhält jeder Block ein Empfängermodul.

Anordnung bei einer Schattenbahnhofssteuerung
Für die vollautomatische Steuerung eines Schattenbahnhofs werden ein Modul für das Einfahrgleis, ein Modul für das Ausfahrgleis und jeweils ein Modul pro Gleis des Schattenbahnhofs benötigt. Es gibt von Uhlenbrock hier eine Sonderedition "Universelle Bahnhofsteuerung". Bei dieser Sonderedition sind die LISSY-Empfänger für einen 3-gleisigen Bahnhof mit Durchfahrgleis vorkonfiguriert, sodass der Bahnhof ohne Programmieraufwand - nach dem Einbau - direkt in Betrieb genommen werden kann. Das Set (Art.-Nr. 68020 Bahnhofsteuerung) ist geeignet für Bahnhöfe mit digitalisierten Weichen und hat folgende Bestandteile:
- 5 Vorkonfigurierte LISSY-Empfänger für einen 3-gleisigen Bahnhof mit Durchfahrgleis oder als Bahnhofserweiterung für 5 Zusatzgleise
- 5 LISSY-Sender für 5 Fahrzeuge
- 2 LocoNet-Kabel 2,15 m,
- 3 LocoNet-Kabel 28 cm
1 LocoNet 5-fach-Verteiler
1 LocoNet-Verlängerung (1 Stecker/2-Buchsen) 2,15 m
1 LISSY-Handbuch und eine spezielle Anleitung für den Aufbau und die Inbetriebnahme der Bahnhofsteuerung.

Betrieben werden kann dieses Modul mit der Intellibox, Twin-Center und der Piko-Power-Box

Anordnung Schattenbahnhof
Anordnung für einen Bahnhofsbereich oder Schattenbahnhof


Nach dem Einbau der Empfänger übernehmen zwei Empfänger die Aufgaben als Einfahr- und Ausfahrmanager, 3 Empfänger kontrollieren die verschiedenen Gleise. Die Empfänger können nur für den Einsatz als Bahnhofsteuerung umprogrammiert werden, z.B. als Bahnhofserweiterung für 5 Zusatzgleise.

Anordnung eines Gleisbildstellwerkes mit Lissy
Das nachfolgende Bild zeigt den Aufbau eines Gleisbildstellwerkes mit Lissy.

Anordnung Schattenbahnhof


Sehen wir uns dies mal näher an. Benötigt wird hier das Gleisbildstellpult von Track-Control.

Was ist eigentlich das Track Control und aus welchen Teilen besteht es?

Das Track-Control Basis-Set (Nr. 69000) besteht aus sieben verschiedenen Teilen. Damit lässt sich jedes Gleisbildstellpult aufbauen. Es gestattet einen rahmenlosen Tischaufbau. Das Gleisbildstellpult ist 12 mm hoch, verfügt über ein Stecksystem, bei dem keine Verdrahtung notwendig ist. Das Track-Control Basis-Set schaltet digitalisierte Weichen, Signale, Entkuppler usw. Ferner können Fahrstraßen über Start-Ziel Tasten aufgerufen werden. Die Fahrstraßen und die Besetztaunzeige werden ausgeleuchtet.

    Track-Control Basis-Set

Einfache Programmierung und Bedienung, Inklusive Planungs- und Konfigurationssoftware, Zum Anschluss an alle Digitalzentralen mit LocoNet-Anschluss, z.B. DAISY, Intellibox und baugleiche Geräte. Das Basis-Set enthält alle Artikel, die zur Grundausstattung gehören und pro Stellpult nur einmal erforderlich sind: ein Anschlussmodul, ein Anschlusskabel, ein LocoNet-Kabel, eine CD mit dem Planungsprogramm und das Handbuch. Außerdem 30 Segmente mit Streuscheiben und Steckverbindern, 10 Tastenkappen, 3 Weichenplatinen, 3 Signalplatinen, 4 Kreuz-Verbindungsplatinen, 2 Verbindungsplatinen ohne Ausleuchtung und ein Foliensatz für den Aufbau eines kleinen Stellpults.

Track-Control Erweiterungs-Set (Nr. 69010)

Track-Control Anschlussmodul (Nr. 69050) Anschlussmodul für Track-Control

Track-Control Weichen- & Kreuzungsymbole (Nr. 69091)

    Weichen-und Kreuzungssymbole

Track-Control Streckensymoble (Nr. 69092)

    Streckensymoble

Track-Control Signalsymbole (Nr. 69093)

Track-Control verschiedene Symbole (Nr.69094)

    verschiedene Symbole

Track-Control Streckensymbole und Leerfelder (Nr. 69095) Beinhaltet 10 Streckensymbole mit Ausleuchtung und 15 Leerfelder

6 Kunststoffsegmente (Nr. 69100)
Beinhaltet Streuschrauben und Steckverbindern.

Track-Control farbige Tastenkappen (Nr. 69110)
Beinhaltet je 5 Tastenkappen in Farben blau, gelb, grün, rot, schwarz und weiß


Aufbau eines des Lissy-Systems

Wie gehe ich nun vor, wenn ich ein Lissy-system aufbauen will.
Zuerst mal muss das Sendemodul an die Unterseite einer Lok oder eines Wagens gebracht werden. Jeder Zug der im Lissy-System mitspielen will, muss mit einem Sendemodul ausgestattet werden. Die bedeutet, dass entweder der LISSY-Sender Nr. 68300 oder das LISSY Mini-Sendemodul Nr. 68400 am Lok- oder Wagenboden angebracht werden muss.

Als nächster Schritt folgt dann der Einbau der Empfängersensoren in das Gleis. Es wird eine 3 mm Bohrung zur Aufnahme des IR-Sensors in der Mitte des Gleises erforderlich. Bei Gleisen mit einem Mittelleiter muss der Mittelleiter unterbrochen werden, um das Modul in die Lücke einzubauen.

Der nächste Schritt ist den Rückmelder einzubauen. Dazu ist zu unterscheiden zwischen einem Zweileiter und einem Dreileiter system.
a) Rückmeldereinbau beim Dreileitersystem Einseitige Gleisunterbrechung einer Aussenschiene und Anschluss des isolierten Abschnitts an das Modul

b) Rückmeldereinbau beim Zweileitersystem Einseitige Gleisunterbrechung und Anschluss des isolierten Abschnitts an das Modul Lok oder Wagen mit leitenden Achsen (z.B. mit Widerstandslack 40410


Zusammenfassung der Funktionen

Abschließend werden nochmals die Funktionen und die Möglichkeiten des Lissy-Systems von Uhlenbrock zusammengefasst:

Lissy-Tabelle der Funktionen und Möglichkeiten



Die Lissy Komponenten

Art.-Nr. 68 000 – LISSY-Set (2 Sender, 1 Empfänger, Anschlusskabel, Handbuch)

Art.-Nr. 68 010 – LISSY-Pendelzugsteuerung (1 Sender, 2 Empfänger, Anschlusskabel, Handbuch)

Art.-Nr. 68 020 – LISSY-Schattenbahnhofssteuerung (5 Sender, 5 Empfänger,Anschlusskabel, Handbuch)

Art.-Nr. 68 300 – LISSY-Infrarotsender (13,5 x 8,4 x 2,5 mm)

Art.-Nr. 68 400 – LISSY-Mini-Sendemodul (7,0 x 5,1 x 1,7 mm)

Art.-Nr. 68 610 – LISSY-Infrarotempfänger mit zwei Sensoren

Art.-Nr. 68 620 – LISSY-Einzelempfänger

Art.-Nr. 68 301 – LISSY-Infrarotsender (5-er Pack)





Das Fleischmann Train-Navigations-System


Was ist das Fleischmann Train-Navigations-System

Train-Navigation ist ein Steuerungs-System mit Fahrzeug-Rückmeldung und dem Auslösen unterschiedlichster Befehle. Damit kann eine Vielzahl von Vorbildfunktionen über das Twin-Center Nr.6802 realisiert werden. Mit der Train-Navigation können z.B. die Geschwindigkeit geändert, Sounds abgerufen werden, Licht, Weichen, Weichenstraßen und Signale geschaltet werden und zwar durch Rückmeldung der Modellbahnfahrzeuge an bestimmten Stellen der Modellbahnanlage.

Durch die Train-Navigation werden eine Vielzahl von realistischen Abläufen auf der Anlage verwirklicht, z. B. Langsamfahrstrecke, Anhalten vor einem Signal, Pfiff vor einem Tunnel, Ein- und Ausfahrgleise einer Bahnhofsanlage steuern, Pendelstrecke, Aufenthalt, Weiterfahren und vieles mehr.

Im Grunde genommen ist diese System ähnlich dem vom Lissy-System, also „Rückmelden und Schalten“.


Wie funktioniert das Train-Navigations-System

Der Navigationssender wird am Unterboden von Loks oder Wagen befestigt und elektrisch mit der Stromaufnahme verbunden. Er sendet Infrarot-Signale vom Fahrzeug zum Sensor im Gleis. Der Sensor meldet diese Informationen zum Navigationsempfänger. Der Navigationsempfänger gibt dann die vom Modellbahner programmierten Steuerungsbefehle an das TWIN-CENTER weiter, das diese Befehle dann ausführt.

Wie bei der Lissy von Uhlenbrock werden die Sensoren an Orten in die Anlage eingebaut, an denen sie Funktionen auslösen sollen. Werden zwei Sensoren hintereinander an einer Gleisstelle eingebaut, kann der Navigationsempfänger auch komplexere Steuerungsaufgaben (Fahrtrichtungserkennung, Wendezug, Blockstelle etc.) durchführen.

Die Programmierung der Navigationsempfänger erfolgt per LocoNet mit dem TWIN-CENTER Nr. 6802 (ab dem Software-Update 1.1.). Die Programmierung des Navigationssenders erfolgt mit dem TWIN-CENTER auf dem Programmiergleis, auf dem auch die Loks programmiert werden.


Was kann der Modellbahner mit dem Train-Navi

Nun der Modellbahner kann fast alles, was die "große“ Bahn auch kann. Im Einzelnen:

• Weichen und Signale können geschaltet werden.

• Blockstellen können gesteuert werden
     - Weichenstraßen aufrufen und stellen.
     - Steuerung der Ein- und Ausfahrtgleise einer Bahnhofsanlage — jeder Zug sucht sich sein Gleis.

• Fahrtgeschwindigkeiten und Fahrtrichtung ändern:
     - Anderen Zug abfahren lassen.
     - Abbremsen zum punktgenauen Halten vor einem Signal
     - Abbremsen und mit verminderter Geschwindigkeit im Bahnhofs- oder Baustellenbereich weiterfahren, danach wieder hochbeschleunigen
     - Aufenthalt zeitlich vorgeben und wieder abfahren
     - Pendelstrecken steuern
     - Individuellen Nothalt ausführen

• Sonderfunktionen abrufen:
     - Licht einschalten (z. 8. Tunneleinfahrt)
     - Licht ausschalten (z. 8. Tunnelausfahrt)
     - Sound ein-/ausschalten
     - Lokpfiff/-horn (Achtungspfiffe) abrufen
     - Glocke ein-/ausschalten
     - Bahnhofsdurchsagen abrufen
     - Schaffnerpfiff abrufen


Welche Teile benötigt man um dieses System auf der Modellbahn anzuwenden

Train-Navigation besteht aus einer übersichtlichen Anzahl von Einzelkomponenten. Es werden für den Betrieb von Train-Navigation folgende Teile benötigt:

    - Navigationssender
    - Navigationsempfänger(mit Navigationssensoren)
    - ein LocoNet-Kabel für den Anschluss an das TWIN-CENTER 6802.

Es gibt auch ein Einsteigerset (Art-Nr. 6831). Dieses Set enthält alle Teile die zum Betrieb notwendig sind. Es besteht aus:

- 2 Navigationssendern
- 2 Navigationsempfängern mit je 2 Navigationssensoren.
- 2 LocoNet-Kabeln (je 2,15 m)
- 1 Handbuch.

Als Schalt- und Steuerzentrale dient das TWIN-CENTER (Artikel-Nr. 6802 mit dem Softwarestand V 1.100).


Die Komponenten der Train-Navigation

Komponenten



Beispiele zum Thema findet ihr im Modellbahnarchiv. Ferner ist dort auch das Handbuch zur Train-Navigation - als PDF-Datei - zu finden.
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