Grundlagenwissen für Modelleisenbahner - Thema: Anlagenbau
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Grundwissen für Modelleisenbahner
hier: Anlagenbau
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Pappmache' ist ein alter Werkstoff. Wie alle Werkstoffe besitzt Pappmaché Vor- und Nachteile.
Vorteil:
- Geringes Gewicht
- gute Verarbeitung der Masse über mehrere Stunden
- kann mit den Händen geformt werden.
Nachteil:
- Glatte Oberflächen oder Felsstrukturen sind nur sehr schwer zu modellieren.
Herstellung von Pappmaché:
Pappmaché wird aus Zellulosefasern (Zeitungspapier), Bindemitteln (Leim, Tapetenkleister) und
Füllstoffen (feines Sägemehl) hergestellt. Die Herstellung artet sehr schnell in eine Panscherei aus.
Alternativ kann man auf Fertigmischungen von vielen Hersteller zurückgreifen, denen nur noch Wasser
zugesetzt werden muss. Nach dem Durchkneten und Quellen kann es dann direkt aufgebracht werden.
Wenn der Farbton (grün, braun oder grau) geändert werden soll, kann man handelsübliche Abtönfarbe
zusetzen. Der Werkstoff lässt sich auch über einen längeren Zeitraum in einem verschlossenen Gefäß
sehr gut lagern.
Einsatz auf der Anlage
Dieser Werkstoff zeichnet sich durch ein sehr geringes Gewicht aus. 1 Liter wiegt etwa 250 g.
Im Gegensatz zu Gips sind auch größere Mengen, insbesondere bei Modulanlagen, tolerierbar. Man
entnimmt seinem Vorrat eine Portion und knetet sie noch einmal kurz durch. Dadurch wird das Material
geschmeidiger. Anschließend kann es direkt auf dem Gipsbinden/Fliegengitter- oder dem Styroporuntergrund
verteilt werden. Stark saugende Untergründe sollte man mit der Blumenspritze leicht befeuchten.
Die Verarbeitung erfolgt am besten mit einer flexiblen Spachtel (wie beim Kuchenbacken) oder mit den
Händen. Feine Strukturen können mit Modellierwerkzeug nach dem Austrocknen herausgearbeitet werden.
Die Schichtdicke sollte 2 bis 3 cm pro Arbeitsgang nicht überschreiten, da Pappmaché sonst ungleichmäßig
trocknet und sich Risse bilden können. Mehrere Stunden lässt sich Pappmaché bearbeiten. Eine längere
Pause kann man durch Abdecken mit feuchten Tüchern überbrücken. Die Durchtrocknung hängt von der
Schichtdicke und der Temperatur ab. Sie kann aber durchaus mehrere Tage dauern.
Pappmaché sollte in Bereichen eingesetzt werden, wo ein leicht unebenes Gelände herausgearbeitet werden
soll, wie z.B. Hügel, Wälder, Wiesen, Feldwege u.ä.. Für glatte oder stark strukturierte Flächen
(Straßen, Felsen) kann es nur zur Grobmodellierung eingesetzt werden. Streumaterial kann direkt mit
Holzleim auf dem Material aufgebracht werden (ggf. mit Abtönfarbe den Untergrund passend einfärben).
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Holzmache' auch Holzmatsche genannt, kann preiswert selber hergestellt werden:
- Holzmehl beim Schreiner oder im "Haustierhandel" kaufen (Einstreu).
- 1 bis max.5 Liter zuerst trocken mit gutem Tapetenkleister mischen. 1/2 Packung Kleister/5 Liter Holzmehl.
- Dann einen Spritzer Spülmittel rein und langsam mit Wasser aufgießen. Gewünschte Konsistenz erst nach ca. 20 Minuten einstellen (Quellzeit). Alternativ erst den Kleister anrühren und quellen lassen, dann mit Holzmehl auffüllen.
- In beiden Fällen unbedingt maschinell rühren. Alter Mixer oder Rührstab in der Bohrmaschine.
- Zum Schluss etwas Weißleim reingeben, ca.200gr./5L, je mehr, desto zäher wird die Mischung.
- Einfärben mit Deko-Farbe
Die Mischung lässt sich auf Giessen, Modellieren oder Spachteln einstellen. Als Unterbau eigent sich
z.B. Drahtgewebe.
Achtung: Die Mischung nur mit Tapetenkleister bleibt im Eimer mit Deckel mehrere Tage verarbeitbar.
Mit Weißleimzusatz nur ein paar Stunden. Gut trocknen lassen.
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Steinkohle (Anthrazit) für die Modelleisenbahn ist sehr gut geeignet zur realistischen
Gestaltung von Bekohlungsanlagen und änlichen Einrichtungen im Bahngelände. Aber auch als
Ladegut für Güterwagen und für Tenderloks ist es ein besonderer Blickfang. Fas Material ist
glänzend, sehr hart und staubfrei.
Geliefert wird das Material in der Körnung: 0/ 8-1/ 2mm mit Schraubverschlussflasche (PET) 500 ml -
Nettoinhalt 400g - Für alle Spurbreiten.
Lieferfirma:
Willms René
Strasse Rosentalstr.13
PLZ 52159
Ort Roetgen
EMail Willms-Rene@hotmail.de
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Schattenbahnhof
Als Schattenbahnhof bezeichnet der Modellbahner eine verdeckte Gleisgruppe, die die Aufgabe
erfüllt, Züge außerhalb des Sichtfeldes der Modellbahnanlage zu parken. Durch die Anlage eines
Schattenbahnhofes kann die reale Eisenbahnwelt besser nachgebildet und der Zugbetrieb
abwechslungsreicher gestaltet werden.
Die Züge fahren auf einer derartigen Anlage nicht im Kreis, sondern erreichen das Ziel
"Schattenbahnhof" und kehren daraus nach einer bestimmten Zeitspanne zurück. Eine mehr oder
weniger große Gleisharfe mit vielen parallelen Gleisen kann viele Züge aufnehmen und je nach
Bedarf können die Züge wieder auf die visuell einsehbare Strecke fahren. Ein Schattenbahnhof macht
nur Sinn bei größeren Anlagen.
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Der Gleisbesetztmelder
Wie beim großen Vorbild, möchte der Modellbahner natürlich
wissen, welche Gleisstrecke auf der Anlage gerade frei und
welche gerade besetzt ist. Wer mehrere Züge auf der Anlage
fahren lassen will und die Züge die Gleistrassen teilweise
gemeinsam nutzen, für den ist dieses Wissen unerlässlich, um
keine Kollisionen auf der Modellbahnanlage herbeizuführen.
Um dieses Wissen zu bekommen, ist die Mitteilung unerlässlich,
wann ein Gleisabschnitt besetzt ist. Sobald sich eine Lok,
ein Zugverband oder nur auch ein einzelner Waggon auf diesem
Gleisabschnitt befindet, ist eine entsprechende Meldung abzugeben.
Diesen Melder nennt man Gleisbesetztmelder. Zu verwechseln
ist dieser Gleuisbesetztmelder nicht mit einem Rückmeldemodul wie
dem S88 von Märklin. Bei einem Gleisbesetztmelder handelt es
sich lediglich um einen "Melder" und nicht um ein Gerät
der das Signal weiterverarbeitet.
Die auf der Modellbahn eingesetzten Melder lassen sich in zwei
Gruppen unterteilen und zwar :
- in den Impuls-Besetzmelder
- in den Besetztmelder mit Stromfühler (Vergleichselement)
Beim Impuls-Besetztmelder wird ein Impuls von dem Zug
erzeugt, wenn dieser über einen sog. Impulsgeber fährt.
Der Impuls steuert dann eine weitere Schaltungen.
Als Impulsgeber können Lichtschranken, Kontaktgleise, Magnete,
Reedkontakte etc. eingesetzt werden.
Bei den Besetztmelder mit Stromfühler (Vergleichselement)
wird ein Spannungsabfall an einem Vergleichselement erzeugt.
Dieses Vergleichselement ist irgendwo zwischen Plusklemme,
rechter Schiene, Lokmotor (Waggonbeleuchtung),
linker Schiene und Minusklemme der Fahrspannung eingebaut.
Dieses Vergleichselement soll natürlich so wenig wie
möglich Spannung abnehmen, muss aber so ausgelegt werden, dass
die gesamte Stromstärke des Gleisbereichs aufgenommen werden
kann. Ideal als Vergleichselemente sind Dioden oder auch
Transistoren. Der Trick geht über das Ohm'sche Gesetz.
Nimmt oder fährt man den Zug vom Gleisabschnitt herunter,
so fehlt der Widerstand, den der Lokmotor oder / und
die Beleuchtung der Wagen geliefert haben, auf dem
Gleisabschnitt. Ohne Widerstand auf dem Gleis kann kein
Strom fließen und demzufolge auch keine Spannung am
Stromfühler (Vergleichselement) abfallen.
Als Beispiel dient nachfolgende Skizze. Sie zweigt sowohl bei
einem Dreileitersystem, als aucb bei einem Zweileiter-System
eine einfache Gleisbesetztmelderschaltung
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Das Rückmeldemodul
Das Rückmeldemodul arbeitet mit dem Gleisbesetztmelder zusammen.
Die Meldung vom Gleisbesetztmelder wird im Rückmeldemodul
verarbeitet. Das bekannteste Rückmeldemodul ist sicherlich der
Märklin-S88-Rückmeldedecoder. Es gibt die verschiedensten
Rückmeldemodule. Die Vielfalt ist erdrückend. Die besten
Lösungen können natürlich im Digitalbetrieb erzielt werden.
Aber auch im Analogbetrieb sind Rückmeldungen möglich.
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Welche Gleise bei einer N-Anlage
Ich möchte aus Platzgründen eine "N"-Anlage bauen. Sie soll digitalisiert werden
Allerdings kann ich mich noch nicht richtig zwischen den Herstellern Fleischmann
und Minitrix entscheiden. Da tauchte folgende Frage auf, wenn ich mich für einen dieser
Hersteller entscheide, bin ich dann auf diese festgelegt oder kann ich z.B. die Startpackung von
Fleischmann kaufen und dann doch eine Lokomotive von Minitrix.
Antwort
Alle N-Anlageen-Hersteller egal ob von Trix, Hornby, Lima, Piko etc. haben sich auf die
sog. NEM-Norm geeinigt. Somit sind die Loks und Wagen untereinander kompatibel.
Probleme gibt es mit Fleischmann-Modellen - sind nur noch gebraucht zu erwerben, da Fleischmann von
Hornby aufgekauft wurde - , da diese Gleise nicht der NEM-Norm entsprechen.
Die Wagen von Fleischmann können zwar z.B. auf Trix-Gleisen fahren. Die großen Loks haben
aber teilweise erhebliche Probleme. Auch im Digital-Betrieb ist Fleischmann nicht kompatibel,
da die Decoder in der Regel nicht mit dem international genormten DCC-Protokoll fahren.
Beim Neukauf ist dies aber kein Problem, da es Fleischmann, wie bereits gesagt, nicht mehr als
eigenständiges Unternehmen gibt (Hornby vertreibt seine Fleischmann-Modelle nur unter dem alten
Namen - ansonsten sind es Hornby-Modelle).
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