Hinweise zum Modellbahnhersteller Arnold
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Hinweise zur Firma Arnold

Das Unternehmen "Arnold" wurde am 4.Oktober 1906 in Nürnberg von Karl Arnold gegründet und produzierte dort hauptsächlich Blechspielzeug. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Nürnberger Produktionsstätten zerstört. Es blieb nur der Zweigbetrieb im oberpfälzischen Mühlhausen erhalten, indem die Produktion nach Kriegsende wieder aufgenommen wurde.

Durch den allmählichen Rückgang des Absatzes an Blechspielzeug verlegte man sich Ende der 1950er Jahre auf die Herstellung von Modelleisenbahnen. Im Jahr 1960 wurden erstmals Modelle in der Spurweite N auf der Nürnberger-Spielwarenmesse als "Arnold Rapido 200" im Maßstab 1:200 präsentiert. Ab dem Jahre 1962 wurden die Modelle von "Arnold Rapido" im Maßstab 1:160 gefertigt.

Dieser Maßstab wurde im Jahr 1964 für die Spurweite N in NEM 010 international genormt.

Arnold produzierte ab den 1970iger Jahren fast ausschließlich Modelle in der Spur N. Als besonderen Gag hatte Arnold jedes Jahr sein Spitzenmodell in einer limitierten Stückzahl als Sondermodell mit einer vergoldeten Gehäuseoberfläche hergestellt. Diese "Arnold-Goldies" erfreuen sich hoher Beliebtheit bei Sammlern. Im Jahre 1982 wurde sogar ein vergoldetes (18 Karat) Modell - voll betriebsfähiges - auf den Markt gebracht.

Erst in den 1990er Jahren wurde die Produktpalette um wenige Fahrzeuge in der Nenngröße TT erweitert. Neben rollendem Material und Gleisen stellte Arnold in beschränkter Auswahl auch Zubehör im Maßstab 1:160 her. Darunter befanden sich auch verschiedene Gebäude.

Nach vielen erfolgreichen Jahren musste die Firma Arnold im Jahre 1995 Insolvenz anmelden. 1997 wurde das Unternehmen vom italienischen Mitbewerber Rivarossi übernommen. Im Jahr 2001 wurde die Produktion in Mühlhausen eingestellt, und die Modellformen wurden nach Italien verbracht. 2003 war dann auch die Firma Rivarossi insolvent.

Im Jahre 2004 erwarb die Firma Hornby Plc. Teile von Rivarossi und u. a. auch den Markennamen Arnold. Seit 2006 sind wieder Modellbahnprodukte unter dem Namen Arnold im Handel erhältlich. Die Produktion erfolgt in China.

Alle Arnold Modelle (vor der Jahrtausendwende) sind qualitativ sehr hochwertig und detailgenau. Auch im Fahrbetrieb laufen die Modelle problemlos. Der Vorteil von "alten" Arnold-Loks und -Wagen besteht darin, dass sie auf allen Gleisanlagen der Spur: N, ob es sich nun z.B. um Minitrix-Anlagen, Fleischmann-N-Anlagen, Piko-N-Anlagen oder Lima-N-Anlagen handelt, problemlos laufen. Bei allen Loks der ehemaligen Fa. Arnold handelt es sich um Zweileiter Gleichstromloks. Arnold Loks und Wagen in Spur N haben durch die Norm-Kupplung auch keine Probleme mit anderen N-Wagen (z.B. Trix, Piko, Lima etc.) gekuppelt zu werden. Für die sog. "Alten Modelle" gibt es keinen Support mehr.

Nur noch für die Modelle "Arnold" die von der Firma Hornby produziert werden, erhält der Modellbahner Ersatzteile.

Für den Modelleisenbahnsammler dürfte es daher interessant sein, dass es "echte" Arnold-Modelle seit dem Jahre 2001 nicht mehr gibt .

Die unter dem Namen Arnold mittlerweile im Handel erhältlichen Loks und Wagen sind Hornby-Modelle und haben mit den urspünglichen Arnold-Modellen nichts gemein. Im Gegenteil - durch die Produktion in China sind die Modelle qualitativ schlechter als die ehemaligen Arnold-Modelle und der Preis ist überhöht.

Hinweis:
Bei den von uns angebotenen gebrauchten Modelle und Ersatzteilen handelt es sich um "echte" Arnold Modelle bzw. Ersatzteile.

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