Die Chiemseebahn - Deutschlands Privatbahnen -
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linie Bekannte und interessante historische Deutsche Bahnstrecken
hier: Die Chiemseebahn
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Historie der Chiemseebahn
Mit der Freigabe des Schlosses "Herrenchiemsee" zur Besichtigung durch den Prinzregenten Luitpold um 1886 wurde der Grundstein für den ersten „Besucheransturm“ am Chiemsee gelegt. Bayern war zu dieser Zeit eine Monarchie und das Schloss eines Königs zu besichtigen eine absolute Sensation.
Mit der Eisenbahn kamen viele Besuchern an den Bahnhof in Prien, die alle mit Pferdekutschen und Pferdekarren an den ca. 2 km weit entfernten Hafen befördert werden mussten.
Es entstand das erste dokumentierte Verkehrschaos in Prien.
Noch im gleichen Jahr beantragten Ludwig Feßler und Kommerzienrat Georg Krauss aus München den Bau einer Schmalspurbahn vom Bahnhof zum Hafen über eine Streckenlänge von heute 1,8 Kilometern.
Nach wenigen Monaten Planungs- und Bauzeit nahm die Chiemsee-Bahn am Sonntag, den 10.Juli 1887 offiziell den Betrieb auf und verbindet bis heute den Bahnhof im Zentrum von Prien mit dem Hafen der Chiemsee-Schifffahrt in Stock

Bild - Chiemseebahn


Die Strecke der Chiemseebahn

Die Chiemseee-Bahn ist jedes Jahr bis zum 25.05 an Sonn- und Feiertagen in Betrieb. Ab dem 26.05 verkehrt die Chiemsee-Bahn bis einschließlich 23.09 täglich.

Bild - Chiemseebahn


Die Tarife und der Fahrplan der Chiemseebahn
Den Fahrplan und die Tarife können Sie unter dem nachfolgenden Link abrufen.
Link zum Fahrplan


Daten der Chiemseebahn

Ludwig Feßler KG, Seestraße 108, 83209 Prien am Chiemsee
Mail:info@chiemsee-schifffahrt.de
Telefon: 08051/6090


Die Loks der Chiemseebahn
Die Dampflok der Chiemseebahn wurde 1887 von Krauss & Comp. als sogenannte Tramway- oder Kastenlokomotive gebaut und erhielt die Baunummer 1813. Mit relativ geringen Betriebskosten und Ein-Mann-Bedienung ist sie eine ideale Lokalbahnlok und viele ihrer Schwesterlokomotiven gleicher oder ähnlicher Bauart werden an Bahngesellschaften in aller Welt geliefert.
In der Lokomotive arbeitet eine Zweizylinder-Nassdampfmaschine mit einstufiger Dampfdehnung, die mittels einer "Allan"-Steuerung geregelt wird. Alle Armaturen sitzen auf der vom Stehkessel aus gesehen, linken Seite des Kessels, wodurch der Ein-Mann-Betrieb ermöglicht wird. Der Kohlenvorrat befindet sich in einem Kasten hinter dem Stehkessel, das Wasser in einem Tank zwischen den Rahmenwangen des Fahrwerks. Die elektrische Beleuchtung wurde 1965 installiert und wird von einer Dampfturbine gespeist, die auf der Lokführerseite neben der Rauchkammer liegt. Als Signaleinrichtungen besitzt die Maschine eine Dampfpfeife und ein Handläutewerk.
Im Jahre 1937 wurde eine neue, ebenfalls kupferne Feuerbüchse eingepasst, und im Winter 1957/58 ein komplett neuer Kessel eingebaut. Die Original-Bremsanlage bestand ursprünglich aus einer Wurfhebel-Handbremse, die 1961 durch eine Luftdruckbremse ergänzt wurde.
Die Laufleistung der Lok beträgt ca. 5.000 km pro Jahr, wobei rund 25 Tonnen Kohle verheizt werden. Durch den Saisonbetrieb im Sommer können anfallende Reparaturen vom Zugpersonal bequem im Winter durchgeführt werden.
Technische Daten
Baujahr: 1887
Fabriknummer: 1813
Leistung Kessel: 60PS / 100 PS
Spurweite: 1000 mm
Höchstgeschwindigkeit: 15 km/h
Zylinderdurchmesser: 225 mm
Kolbenhub: 350 mm
Raddurchmesser: 800 mm
Gesamtradstand: 1800 mm
Länge über Puffer: 5100 mm
Leergewicht: 10,7 to
Dienstgewicht: 13,3 to
Wasservorrat: 1,12 m³
Kohlenvorrat: 0,6 to


Der Link zur Chiemseebahn
Link zur Chiemseebahn




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