Geschichte der deutschen Eisenbahn - hier: Dampflokomotiven Br23, Br24, Br38, Br39, Br41, Br43, Br44 bis Br50
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Die Deutschen Dampfloks der Baureihen 23 bis 50

    Inhaltsverzeichnis

    - Die Baureihe BR 23

    - Die Baureihe BR 24

    - Die Baureihe BR 38

    - Die Baureihe BR 39

    - Die Baureihe BR 41

    - Die Baureihe BR 42

    - Die Baureihe BR 43

    - Die Baureihe BR 44

    - Die Baureihe BR 45

    - Die Baureihe BR 50

    - Die Baureihe BR 52

    - Die Baureihe BR 53

    - Die Baureihe BR 55



Die Baureihe BR 23 (Schlepptenderlok)


Die serienreife Entwicklung der Einheitslokomotive der Baureihe 23 der Deutschen Reichsbahngesellschaft war nach dem Bau von zwei Prototypen dieser Baureihe (23 001 und 23 002) aufgrund des zweiten Weltkriges Kriegeereignisse nicht weiter verfolgt worden. Beide Maschinen gelangten dann nach dem Krieg in den Bestand der Reichsbahn der DDR.

Im Jahre 1949 entschied sich die Deutsche Bundesbahn, statt des Nachbaus der bewährten Personenzuglokomotiven der Baureihe 38 eine moderne Neukonstruktion zu beschaffen. Die neu dann entwickelte Baureihe 23 der Deutschen Bundesbahn leistete 1.785 PS. Die Höchstgeschwindigkeit betrug bei der Vorwärtsfahrt 110 km/h und bei Rückwärtsfahrt 85 km/h.

Der Einsatz dieser Loks reichte vom Einsatz vor Reisezügen bis zum Einsatz als Vorspannlok vor Güterzügen auf der steigungsreichen Strecke nach Heilbronn (zumeist vor einer Lok der BR 050).

Zwischen den Jahren 1950 und 1959 wurden insgesamt 105 Exemplare dieser Baureihe hergestellt. Die BR 23-105 war die letzte gebaute Dampflok dieser Baureihe.

Die Maschinen bewährten sich gut. Wegen der bald darauf einsetzenden Umstellung auf Diesel- und Elektrotraktion war jedoch der Baureihe 23 keine lange Einsatzdauer beschieden. Bereits im Jahre 1972 wurde sie ausgemustert.

Die letzten beiden Betriebswerke, die die Maschine warteten waren das Betriebswerk Saarbrücken (Saarland) und das Betriebswerk Crailsheim (Baden-Württemberg).

Technische Daten:
Länge über Puffer : 21,33 m
Dienstgewicht: 131,8 t
Indizierte Leistung: 1.785 PS
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Treibraddurchmesser: 1,75 m
Kesselüberdruck: 16 bar
Baujahr: ab 1950



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Die Baureihe BR 24 - Deutsche Reichsbahn -

Die Lokomotiven der Baureihe 24 waren vor allem für den Einsatz in Pommern und Ostpreußen vorgesehen. Diese Strecken konnten nur Achslasten von 15 Tonnen aufnehmen. Weitere Einsatzgebiete waren der Schwarzwald. Die Maschinen waren robust und wurden im Volksmund bald "Steppenpferde" genannt. Die Maschinen blieben bis Ende 1966 im Einsatz.

Die ersten Exemplare wurden von der Firma Schichau (Baureihe 24-001 bis Baureihe 24-010), die nachfolgende Baureihe von der Firma Linke-Hofmann (Baureihe 24-031 - 24-037) gebaut. Bis 1939 folgten weitere 78 Maschinen. Im Jahre 1929 waren bereits 69 Lokomotiven nach Stettin, Schwerin, Stuttgart, Regensburg und Münster ausgeliefert, so dass die Deutsche Reichsbahn zu dieser Zeit über eine große Anzahl "moderner" Nebenbahnlokomotiven verfügte.

Technische Daten:
Länge über Puffer : 19,95 m
Dienstgewicht: 57,4 t
Indizierte Leistung: 920 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1,50 m
Baujahr: 1926 bis 1939



BR24

BR24

BR24
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Die Baureihe BR 38 (Schlepptenderlok)


Für die gestiegenen Anforderungen im Personenzug- und Schnellzugverkehr entwickelte die "Preußische Staatsbahn" (K.P.E.V) die Personenzuglokomotive der Gattung P8. Die ersten Exemplare dieser Dampflokbaureihe wurden im Jahre 1906 in Dienst gestellt. Nach und nach wurde die Konstruktion verbessert und von „Kinderkrankheiten" befreit.

Nach Übernahme der Länderbahnen in die damalige Deutsche Reichsbahn, wurde dieser Loktyp zur Baureihe 38 umbenannt.

Bis zum Jahre 1924 wurden insgesamt 3.561 Stück dieses Typs für deutsche Eisenbahnen gebaut.

Aber auch im Ausland erweckte diese Maschine großes auf Interesse. Rechnet man die Exemplare, die ins Ausland verkauft wurden hinzu, so wurden vom Typ P8 bzw BR 38 insgesamt 3.948 Stück gebaut. Damit war sie die meistgebauteste Personenzuglokomotive Europas.
Entsprechend dieser großen Anzahl wurden die Lokomotiven nach Zusammenschluss der Länderbahnverwaltungen zur Deutschen Reichsbahn - ab Mitte der 1920iger Jahre - in ganz Deutschland eingesetzt. Sie entwickelte sich zur wichtigsten Dampflokbaureihe für den Personenzugverkehr. Aber auch leichte Güter- und Schnellzüge wurden von ihr befördert. Lokomotivführer lobten ihre Robustheit und Zuverlässigkeit, so dass die Maschinen gerne als „Mädchen für alles" herangezogen wurde und neben Personenzügen auch planmäßig Schnellzüge, sowie gelegentlich Güterzüge beförderten.
Zu den Eilzugwagen des ersten Neubauprogramms der Deutschen Bundesbahn zählten die sog. „Mitteleinstiegswagen„ mit der neuen Standard-Länge von 26,4 m. Sie waren für den Bezirksverkehr, sowie für den Fernverkehr über mittlere Entfernungen vorgesehen. Um die Bahnhofsaufenthalte verkürzen zu können, verfügten die Wagen über 4 Türen pro Seite. Ein schnelles Ein- und Aussteigen - besonders im Berufsverkehr - wurde dadurch ermöglicht. Passend zu diesen Wagen wurde ein Steuerwagen für Wendezüge entwickelt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Wagen betrug 120 km/h.

Da keine Realbilder vohanden sind, wurde nachfolgend eine Modellbahnzuggarnitur der Fa. Fleischmann dargestellt. Das Bild stammt ebenfalls von der Fa. Fleischmann.

BR-38 Baureihe

Die letzten Exemplare dieser markanten und beliebten Lokomotivgattung wurden in beiden Teilen Deutschlands Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts ausgemustert und kurze Zeit später verschrottet. Die Deutsche Bundesbahn musterte die letzte P8 als BR 038-772 erst Ende 1974 aus.
Einige Maschinen wurden erhalten und als technisches Denkmal oder in Museen aufgestellt.

Technische Daten:
Länge über Puffer : 18,59 m
Dienstgewicht: 129 t
Indizierte Leistung: 1.200 PS
Höchstgeschwindigkeit: vorwärts: 100 km/h
Höchstgeschwindigkeit: rückwärts: 50 km/h
Treibraddurchmesser: 1,75 m
Kesselüberdruck: 12 bar
Baujahr: 1906



BR-38

BR-38

BR-38

BR-38
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Die Baureihe BR 39 - Deutsche Bundesbahn -


In den 20iger Jahren klaffte im Lokfuhrpark der Preußischen Staatsbahnen und der DRG eine Lücke bei den mittelgebirgstauglichen Personenzugloks. Für diese Aufgabe wurde eine 1'D1' Maschine gebaut. Nach dem Krieg wurde die Baureihe von der Deutschen Bundesbahn übernommen und vor allem zwischen Bodensee und Stuttgart bzw. zwischen Köln und Saarbrücken eingesetzt. Im Jahre 1967 wurden diese Baureihe ausgemustert.

Technische Daten:
Länge über Puffer: 22,98 m
Dienstgewicht: 110,40 t
Indizierte Leistung: 1.620 PS
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Treibraddurchmesser: 1,75 m
Baujahr: 1922 bis 1927



BR-39
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Die Baureihe BR 41 - Schlepptenderlok -


Eigentlich war die Baureihe 41 als schnellfahrende Güterzuglok geplant. Sie wurde aber dann als universelle Mehrzweck-Maschine eingesetzt. In der Epoche III wurde sie bei der DB nicht nur vor schnellen Güterzügen angekuppelt, sondern auch vor Personenzügen, sowie vor Eilzügen und Schnellzügen.
Die vier gekuppelten Achsen mit dem Treibraddurchmesser von 1600 mm und ihr hervorragendes Anzugsvermögen machten sie vor allem auf den Rampen der Mittelgebirgsstrecken beliebt.
Bereits bei den ab dem Jahre 1936 beschafften Lokomotiven der Baureihe 41 zeigten sich bereits in den Kriegsjahren zunehmende Ermüdungserscheinungen an den Kesseln.

Nach dem Krieg erhielten sie neue Kessel, die mit denen der Baureihe 03-10 identisch waren. Im Zuge dieser Umbaumaßnahme wurden auch 40 Exemplare auf Ölfeuerung umgerüstet und erhielten den charakteristischen Öltender.

Durch den Umbau erhöhte sich die Leistung geringfügig. Auf Dauer konnte sich das Konzept der ölgefeuerten Dampflokomotive trotz guter Erfahrungen aber nicht gegen den besseren Wirkungsgrad der Diesellokomotiven durchsetzen.

Wegen der hohen Achslast kam sie erst Ende der 30iger Jahre zur Ausführung.

Technische Daten:
Achsanordnung: 1'D1'h2
Länge über Puffer: 23,90 m
Dienstgewicht: 101,90 t
Indizierte Leistung: 1.900 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1,60 m
Baujahr: 1936 bis 1941



BR 41

BR 41
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Die Baureihe BR 42 - Schlepptenderlok -

ist noch nicht bearbeitet

Technische Daten:
Achsanordnung:
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Indizierte Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
Treibraddurchmesser:
Baujahr:



BR-42-Baureihe
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Die Baureihe BR 43 - Schlepptenderlok -


AB 1955 wurde die Baureihe 043 zur weiteren Leistungssteigerung von Güterzügen gebaut. Diese Loks hatten eine Ölfeuerung. Die Loks wurden auf den Strecken Paderborn-Kassel eingesetzt. Die auf diesem Streckenzug vorhandenen Steigungen strapazierten früher die Heizer bis zur Erschöpfung. Mit der Ölfeuerung erledigte sich dieses Problem.
Die Lok wurde auch noch auf der Strecke Emden bis ins Ruhrgebiet und bis Rheine eingesetzt. Hier wurden die berühmten 3.000 t Erzzüge befördert.

Technische Daten:
Achsanordnung: 1'E-h3
Länge über Puffer: 22,62 m
Dienstgewicht: 110,20 t
Indizierte Leistung: 2.100 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Treibraddurchmesser: 1,40 m
Baujahr: 1955 bis 1967

BR-42-Baureihe
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Die Baureihe BR 44 - Schlepptenderlok -


Bereits im ersten Typisierungsplan, den der neu geschaffene, aus führenden Fachleuten der Industrie und der Reichsbahn bestehende "Engere Lokomotiv-Normenausschuss" (ELNA) vorlegte, war eine dreizylindrige 1'E-Maschine mit 20 t Achslast vorgesehen.

Um die Frage zu klären, welche Bauart für den gedachten Verwendungszweck wirtschaftlicher sei, bestellte die Reichsbahn gleichzeitig je 10 Zwei- und Dreizylinder-Maschinen, welche dann die Baureihennummern 43 bzw. 44 erhielten.

Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 60 krrh zeigte sich die BR 43 mit einem um 4% niedrigeren Dampfverbrauch gegenüber der BR 44 überlegen. So stellte man den Bau der BR 44 einstweilen zurück. Als in den dreißiger Jahren auch die Güterzuggeschwindigkeiten erhöht werden sollten, griff man wegen des ausgeglicheneren Laufes und der geringeren Zapfendrücke wieder auf die Dreizylinderbauart zurück, passte die Konstruktion den neueren Erkenntnissen an und bestellte die Lokomotiven Baureihen 44-013 - 44-06. Danach begann die eigentliche Serienfertigung.

In der Ebene erreichten diese Maschinen bei Zügen mit 1000 t Gesamtgewicht eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, bei 2000 t noch 60 km/h.

Mit Beginn des Krieges wurden die Maschinen schrittweise vereinfacht und als Übergangs-Kriegsiokomotiven (ÜK) geliefert. Nach dem Krieg war die BR 44 bei beiden deutschen Bahngesellschaften unentbehrlich, wobei die Deutsche Bundesbahn wie auch die Deutsche Reichsbahn einige Maschinen auf Ölhauptfeuerung umbauen ließen, die DR zusätzlich auch auf Kohlenstaubfeuerung.

Die DB-Loks leisteten besonders auf den Nord-Süd-Strecken beachtliches. Wegen des mächtigen Auspuffstosses aus dem Dreizylinder-Triebwerk wurde die Maschine auch liebevoll "Jumbo" genannt.

Letzter Höhepunkt der 44er Maschine dürften aber die bis zu 4000 t schweren Erzzüge gewesen sein, die in Doppeltraktion auf der Emslandstrecke zwischen Emden und Rheine zu befördern waren.

Bei der Deutschen Reichsbahn (DDR) liefen die Maschinen noch bis Mitte der 1980 iger-Jahre

Baureihe 44
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Die Baureihe 44 wurde für den schweren Bergdienst gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Loks an die SNCF übergeben. Hier wurden sie für den Kohleverkehr in Lothringen eingesetzt. Aber auch in Österreich taten Maschinen dieser Baureihe ihren Dienst.

Nach Kriegsende tat auch ein Teil der Loks (z.B. die BR 44-546) ihren Dienst im Bereich der sowjetischen Besatzungszone und wurden danach in die Deutsche Reichsbahn (DDR) integriert.

Die ehemalige DDR baute dann Loks diesen Typs auf eine Ölhauptfeuerung um. Im Zuge der Ölkrise (1980 iger Jahre) wurden die Loks dann wieder auf Kohle umgestellt.

Die Deutsche Bundesbahn setzte die Lok hauptsächlich im Ruhrgebiet und im Mittelgebirgsraunm im schweren Güterzugbetrieb ein.

Die fünffach gekuppelte Baureihe 44 gehört zu den leistungsfähigsten Dampflokomotiven Europas und gilt zu Recht als der Inbegriff der Einheits-Güterzugmaschine.
23 Jahre lang rollten fabrikneue Maschinen aus den Hallen verschiedener Werke Deutschlands bzw. der im Krieg besetzten Länder. Begonnen wurde mit der Produktion im Jahre 1926. Die formschöne BR 44 war für ihre Zeit schnell und laufruhig.
Im Jahre 1944 endete die planmäßige Lieferung der BR 44. Insgesamt wurden 1989 Lokomotiven gebaut.
Beide deutschen Staatsbahnen der Nachkriegszeit modernisierten einen Teil ihres Bestandes. Im Gebiet der BRD fuhr die Baureihe 44 bis zum Ende der Dampflokzeit, im Jahre 1977. Ende 1981 wurde dieser Loktyp auch in der ehemaligen DDR ausgemustert.

Technische Daten:
Achsanordnung: 1'E h3
Länge über Puffer: 22,62 m
Dienstgewicht: 167 t
Indizierte Leistung: 1.910 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Treibraddurchmesser: 1,40 m
Baujahr: 1926 bis 1944

Baureihe 44

Baureihe 44

Baureihe 44
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Die Baureihe BR 45 - Schlepptenderlok -


Die Baureihe 45 der Deutsche Reichsbahn war Bestandteil der Einheitslokomotivenbaureihen. Der Einsatz war vorwiegend für schwere Güterzüge vorgesehen.

Die immer weiter steigenden Lasten bei Güterzügen stellten die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft Mitte der 1930 iger Jahre vor erhebliche Probleme. Die Lösung sah man in der Entwicklung immer größerer und stärkerer Lokomotiven. Mit der von der Firma Henschel in Jahre 1936 entwickelten Baureihe 45 entstand schließlich die stärkste deutsche Dampflokomotive.

Ihre Verdampfungsheizfläche war mit fast 270 qm erheblich größer, als die der späteren Baureihen 50 und 52. Die daraus resultierende Leistung von 2800 PSi und 90 km/h Höchstgeschwindigkeit waren für eine Güterzuglokomotive beeindruckend. Die Baureihe 45 war aber kein großer Erfolg beschieden. Die aufwendige Konstuktion und immer wieder auftretende Kesselschäden zeigten, dass die Entwicklung hier an ihre technischen und physikalischen Grenzen gestoßen war.

Bis zum Jahr 1940 wurden insgesamt nur 26 Exemplare gebaut, ein weiterer Auftrag über 103 Maschinen wurde bereits 1941 storniert. Andere Eigenschaften waren zu diesem Zeitpunkt wichtiger als lediglich die Spezifizierung auf große Kraftentfaltung. Eigenschaften wie "wartungsfreundlich" und "sparsam" wurden immer wichtiger.

Auch die Deutsche Bundesbahn hatte nach dem Krieg kein gesteigertes Interesse an einer weiteren Beschaffung dieser Maschinen, da mit der Baureihe 44 ausreichend viele große Güterzuglokomotiven zur Verfügung standen. Dennoch wurden mehrere Lokomotiven umgerüstet und modernisiert.

Die letzten Exemplare der Baureihe 45 wurden erst nach 1968 ausgemustert.

Technische Daten:
Achsanordnung:
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Indizierte Leistung: 2.800 PSi
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser:
Baujahr: ab 1936

Baureihe 45


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Die Baureihe BR 50 - Schlepptenderlok -


Die Baureihe 50 war eine der letzten Dampflokbaureihen der Deutschen Bundesbahn bzw. in der rekonstruierten Ausführung als BR 50 bei der Deutschen Reichsbahn im Einsatz. Zusammen mit der Baureihe 52, der aus der Baureihe 50 entwickelten Kriegslokomotive, ist die Br 50 die am meisten gebaute Einheitslok.

Die Baureihe wurde 1937/38 konstruiert, um Ersatz für die fünffach gekuppelten Güterzuglokomotiven der Baureihe 57 (preußische G10) zu schaffen, die wegen der während des ersten Weltkriegs in der Fertigung verwendeten Ausweichwerkstoffe schadanfällig geworden waren. Die ursprünglich als 1'D-Lok geplante Maschine (Baureihenbezeichnung 46) sollte einen 1400 t-Güterzug in der Ebene mit 60 km/h befördern, eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreichen (möglichst auch rückwärts) und maximal 16 t Achslast haben. Weiter sollten die Lokomotiven Bögen von 140 m Radius durchfahren können und einfach gebaut sein.

Bei der Planung stellte sich bald heraus, dass mit einer vierfach gekuppelten Lokomotive das geforderte Leistungsprogramm nicht eingehalten werden konnte, da bei einer zulässigen Achslast von 16 t das Reibungsgewicht nicht ausreichte. Die geringe Achslast war jedoch für den geplanten Einsatz auch auf Nebenbahnen unverzichtbar. Somit musste das Triebwerk um eine zusätzliche Kuppelachse erweitert werden, damit die Lok ein ausreichendes Reibungsgewicht erhielt. Sie wurde dann als 1'E-Maschine konstruiert.

Die ersten zwölf Maschinen wurden 1939 von der Firma Henschel & Sohn geliefert. Weitere an den ersten Lieferungen beteiligte Firmen waren Krupp, Krauss-Maffei und Floridsorf, die bereits 1939 insgesamt 218 Maschinen bauten. Im zweiten Weltkrieg stieg der Bedarf an Güterzuglokomotiven sprunghaft an, so dass in den folgenden Jahren erheblich mehr Lokomotiven gebaut wurden, als ursprünglich geplant war. Im Jahre 1940 wurden die Firmen Borsig, Orenstein & Koppel, Schichau und Schwartzkopff mit der Fertigung von Lokomotiven der Baureihe 50 beauftragt.

Ein Vorteil dieses Lokstyps war, dass diese Baureihe sowohl vorwärts als rückwärts eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreichten konnte und somit auch auf Strecken ohne Drehscheiben an den Endpunkten ohne Einschränkungen verwendet werden konnten.

In den Kriegsjahren mussten dann auch Firmen in den annektierten Staaten Lokomotiven an die Deutsche Reichsbahn liefern, u.a. die Firmen Couillet, Franco-Belge und Skoda.

Mit Fortschreiten des Krieges wurde die Baureihe 50 konstruktiv vereinfacht, um Rohstoffe einzusparen und die Fertigung zu beschleunigen. Dieser Loktyp wurde dann ab dem Jahre 1942 ausgeliefert.

Durch noch weitergehende Vereinfachungen z.B. der Kesselaufbauten ähnelten die letzten abgelieferten Baureihe 50 Loks schließlich eher den Kriegsloks der Baureihe 52 als einer BR 50 in der Ursprungsausführung.

Für die Deutsche Reichsbahn wurden insgesamt 3.159 Lokomotiven der Baureihe 50 gebaut.

Die während des Krieges gebauten Loks hatten in der Regel keine Windleitbleche, Umlaufschürze, Speisedom und Oberflächenvorwärmer. Auch das Führerhaus wurde einer Änderung unterzogen. So wurde das vordere Seitenfenster und die Lüftung vereinfacht und schließlich erhielten die letzten Loks in Verbindung mit dem Wannentender ein hinten geschlossenes Führerhaus.

Die Lokomotiven der Baureihe 50 wurden während des Krieges in ganz Europa für die Beförderung mittelschwerer und schwerer Güterzüge auf Flachlandstrecken eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg rüsteten beide deutschen Bahnverwaltungen die Kriegs-Lokomotiven mit Oberflächenvorwärmern aus. Daneben gab es bei beiden Bahnverwaltungen nach dem Zweiten Weltkrieg auch noch Bauartänderungen. So wurden im Tender Zugführerkabinen eingebaut. Nach zwei Versuchslokomotiven begann im Jahre 1961 der serienmäßige Umbau von 22 Maschinen.

Nach dem zweiten Weltkrie - in den 1950iger Jahren - begann der Rückbau der großen Wagner-Windleitbleche. An ihrer Stelle erhielten die Loks die kleineren, aber ebenso wirksamen Witte-Bleche, die sich bereits an den Kriegsloks der BR 52 bewährt hatten. Durch den Fortfall der Wagner-Bleche konnte auch auf die schräge Umlaufschürze verzichtet werden. Dennoch haben einige Loks diese Schürze bis zur Ausmusterung in den siebzigerJahren behalten.

Nach dem 2. weltkrieg war die BR 50 mit Abstand die zahlenmäßig am stärksten vertretene Lokomotivbaureihe bei der Deutschen Bundesbahn mit 2.563 Loks (nach Kriegsende). Dementsprechend wurden die Loks auch im gesamten Bundesgebiet eingesetzt und bildeten zusammen mit der BR 44 das Rückgrat im schweren Güterverkehr. Wegen des relativ geringen Achsdrucks von nur 12,5 t und der hohen Leistung, war sie auch ideal für den Einsatz auf Nebenstrecken.

Während die Baureihe 44 auf den Mittelgebirsstrecken dominierten, oblag der BR 50 die Beförderung der Züge im Flachland.

Zahlreiche Bahnbetriebswerke setzten diese Baureihe bis zum Ende der Dampflokzeit auch im Personenzugdienst ein. Dabei waren es in den letzten Jahren jedoch meist nur „Restleistungen“ vor Zügen des Berufsverkehrs, für die noch keine Dieseltriebfahrzeuge gestellt werden konnten. Auch haben die zuverlässigen 50er nicht selten für ausgefallene Neubauloks Baureihe 23 einspringen müssen. Aber der Ausmusterungsprozess ging unaufhaltsam weiter und bis zum Jahresende 1976 überlebten lediglich noch einige wenige Loks die Ausmusterung. Das endgültige Ende kam dann im Jahre 1977.

Technische Daten:

Achsanordnung: 1'E-h2
Länge über Puffer: 22,94 m
Dienstgewicht: 86,9 t
Indizierte Leistung: 1.625 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Treibraddurchmesser: 1,40 m
Baujahr: 1939 bis 1943

Sehen wir uns noch die Baureihe 50 40 an. Diese Baureihe ist eine Neukonstruktion der Deutschen Reichsbahn. Sie wurde ähnlich wie knapp 20 Jahre zuvor die BR 50 entwickelt, um noch vorhandene Länderbahngüterloks zu ersetzen. Gleichzeitig sollte sie ein Ersatz für die Kriegsloks BR 52 sein, die nur für eine kurze Einsatzzeit konzipiert waren — und schließlich aber doch die 50 40 überlebt haben.

Die Lokomotiven der 50 40 , die ab dem Jahre 1956 beim VEB Lokomotivbau „Karl Marx‘, Babelsberg, gebaut wurden, waren eine konsequente Weiterentwicklung der BR 50. Sie wurden weitgehend geschweißt und waren in vielen Teilen baugleich mit den Loks der BR 23 10 .

Nach den beiden Baumuster-Lokomotiven 50 - 4001 und 50-4002, die noch einen Kessel mit Speisedom erhalten hatten, begann 1959 die Serienfertigung. Bis zum Jahre 1960 wurden insgesamt 86 Lokomotiven (ohne Speisedom) gebaut; 50-4088 war die letzte 50 40 und zugleich die letzte Neubaudampflokomotive der Deutschen Reichsbahn. Bis 1977 waren die Haupteinsatzstellen die Betriebswerke Güstrow, Hagenow-Land, Wismar und Wittenberge. Daneben waren einige Loks auch in Neuruppin, Rostock und Schwerin stationiert.

Ab dem jahre 1977 begann dann eine verstärkte Ausmusterung der Loks, so dass 1981 nur noch das Bahnbetriebswerk Wittenberge einige wenige Loks beheimatete.

Die Baureihe 50 50 der Deutschen Reichsbahn bildet genau genommen keine separate Baureihe, denn es handelt sich lediglich um auf eine Ölfeuerung umgestellte Loks. Allerdings wurde bei diesen Loks die Ordnungsnummer geändert. Als erste Lok wurde 50-3567 im Jahre 1966 umgebaut und erhielt die neue Nummer 50-5001. Insgesamt erhielten 72 Loks eine Ölfeuerung.

Bis zum Jahre 1981 wurden sechs Maschinen ausgemustert. Ab dem Jahre 1981 änderte sich dies durch die steigenden Rohölpreise. Zu diesem Zeitpunkt sah sich die Deutsche Reichsbahn (DDR) gezwungen, sämtliche ölgefeuerten Lokomotiven ausgemustert

Baureihe 50

Baureihe 50

Baureihe 50 mit Witte-Bleche
BR 50 mit Witte-Bleche (Bild von kdb - aus Em8/85)
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Die Baureihe BR 52 - Schlepptenderlok -


Die BR 52 wurde sog. Kriegslok für die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft für schwere Güterzüge gebaut und eingesetzt.

Drei verschiedene Tenderbauarten wurden für die Normenausführung der BR 52 verwendet:

- der Kastentender
- der Wannentender K 72730
- der Steifrahmentender K 4 T 30
wobei das K jeweils für Kriegsaufbau steht.

Der Steifrahmentender besaß keine Drehgestelle, stattdessen lagen beim 4 T 30 der 1. und 4. Radsatz fest im Rahmen, Radsatz 2 und 3 besaßen beidseitig eine Seitenverschiebbarkeit von 15 mm. Gegenüber anderen Tenderbauarten sparte man ca. 2 t an Material und ca. 30% der Fertigungszeit ein.

Von den 660 abgestellten Lokomotiven der BR 52 hatten nur wenige den Krieg unbeschädigt überstanden. Viele waren nach dem Krieg in einem so schlechten Zustand, dass eine Reparatur nicht mehr lohnte.

Bei der Deutschen Bundesbahn standen im Jahre 1950 noch 216 Loks der Baureihe 52 im Einsatz, darunter auch solche mit Steifrahmentender.

Die Maschinen mit Kastentender hatten eine Wasserwiederaufbereitung - deshalb die Bezeichnung Kondenstenderlokomotive. Der Abdampf der Maschine wurde aufgefangen und in die Kondensationsanlage geleitet, die sich im Tender befand. Hier kühlte der Dampf wieder zu Wasser ab und konnte erneut dann dem Wasser-Dampf-Kreislauf zugeführt werden.



BR-52-Baureihe mit Kondensatortechnik


Die Reichweite der Lokomotiven konnte so auf 1.200 km ausgedehnt werden, da kein Wasser mehr nachgetankt werden musste. Gerade in wasserarmen Gebieten und in Ländern mit langen Streckenverbindungen, u.a. in Osteuropa, Südafrika und Südamerika wurde diese Kondensationstechnik eingesetzt.

Technische Daten:

Achsanordnung: 1 E h2
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Indizierte Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
Treibraddurchmesser:
Baujahr: ab 1942



BR-52-Baureihe

BR-52-Baureihe
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Die Baureihe BR 53 - Schlepptenderlok -

noch nicht ausgearbeitet

Technische Daten:

Achsanordnung:
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Indizierte Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
Treibraddurchmesser:
Baujahr:

BR-52-Baureihe
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Die Baureihe BR 55 bzw die Länderbahntenderlok G8


Als Weiterentwicklung der Länderbahn-Tenderlok G8 wurde im Jahr 1913 die G 8.1 vorgestellt. Dieser Baureihe hatte in den folgenden Jahren großen Erfolg. Allein das Land Preußen bezog von mehreren Firmen insgesamt 4.948 Maschinen in den knapp acht Jahren bis 1921. Ungefähr 153 Stück gingen an andere deutsche Bahnen und 156 Maschinen wurden sogar an das Ausland verkauft.

Mit einer Stückzahl von 3.122 Exemplaren bildete die G 8.1 eine große Stütze im Fahrzeugbestand der Deutschen Reichsbahn (dann als BR 55). Noch nach dem Jahre 1945 waren in beiden Teilen Deutschlands weit über 1.000 Maschinen im Einsatz.

Geplant war die Baureihe als Güterzuglokomotive. Besonders bewährte sie sich vor leichten und mittleren Güterzügen. Auch wurde die leistungsfähige Maschine im schweren Verschubdienst eingesetzt. Die BR 55 lief aber auch vor Personenzügen und in den letzten Einsatzjahren auch vor Sonderzügen.

1968 waren bei der Deutschen-Reichsbahn (DDR) noch knapp 150 Exemplare und bei der Deutschen Bundesbahn mehr als 50 Stück vorhanden. Mit Beginn der 1970iger Jahre wurden bei beiden Bahnverwaltungen die letzten Maschinen ausgemustert.

Technische Daten:

Achsanordnung: D h2
Treib- u. Kuppelraddurchmesser: 1350 mm
Länge über Puffer: 18 290 mm
Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h
Achslast max. 17,6 Mp
Rostfläche: 2,58 m²
Verdampfungsheizfläche: 143,28 m²
Zylinderdurchmesser: 600 mm
Kolbenhub: 660 mm
Leistung: 1260 PSi
Lokreibungslast: 69,9 Mp
Kesselüberdruck: 14 kp/cm²
Lokdienstlast: 69,9 Mp
Erstes Baujahr: 1913

In der Epoche II (Deutsche Reichsbahngesellschaft) gehörte die Zuggattung "GmP" (Güterzug mit Personenbeförderung) zum Alltagsbild auf den deutschen Schienen.
In der Epoche III war die Baureihe 55 für die Deutsche-Reichsbahn-Ost unentbehrlich. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h reichte durchaus aus, um Personenzüge befördern zu können.

BR-55-Epoche II     BR-55-Epoche III

Das nachfolgende Bild stellt die Baureihe 55 in den jeweiligen Epochen dar. Es wurden Fleischmann-Modelle zur Darstellung verwendet.

BR-52-Baureihe
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