Geschichte der deutschen Eisenbahn - hier: Dampflokomotiven Br52, Br62, Br65, Br74, Br78, Br80, Br86, Br89, Br91, Br92 Br95 ,Br98, Br99
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Die Deutschen Dampfloks der Baureihen 62 bis 98

    Inhaltsverzeichnis

    - Die Baureihe BR 58

    - Die Baureihe BR 62

    - Die Baureihe BR 65

    - Die Baureihe BR 74

    - Die Baureihe BR 75

    - Die Baureihe BR 78

    - Die Baureihe BR 80

    - Die Baureihe BR 81

    - Die Baureihe BR 82

    - Die Baureihe BR 86

    - Die Baureihe BR 89

    - Die Baureihe BR 91

    - Die Baureihe BR 92

    - Die Baureihe BR 94

    - Die Baureihe BR 95

    - Die Baureihe BR 98

    - Die Baureihe BR 99

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Die Baureihe BR 58 bzw. die Länderbahnlok G 12 (Schlepptenderlokomotive)

Auf dem Weg zur Einheits-Dampflokomotive der Deutschen Reichsbahn wird immer wieder die Baureihe 58 genannt. Dieser Loktyp stammt aus der Länderbahnzeit - badische G12.1-7, Sächsische XIII H, württembergische G12 und preußische G12. Mit dieser Baureihe versuchte man erstmals gleichartige Lokomotiven in größerer Zahl herzustellen. Dieser Loktyp wurde dann auch von verschiedenen deutschen Länderbahnen beschafft.

Ab dem Jahre 1910 beschaffte die Preußische Staatsbahn über einen Zeitraum von rund 15 Jahren mit den Dh2- und Eh2-Gattungen G8.1 und G10 zwei leistungsfähige und für die damaligen Bedürfnisse des Güterverkehrs durchaus ausreichend leistungsfähige Schlepptender-Loks, deren robuste Bauart, Wirtschaftlichkeit und universelle Verwendbarkeit zu ihrem weit über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreiteten Einsatz bei einer großen Zahl europäischer Bahnverwaltungen führte.

Die rasch fortschreitende Entwicklung des Güterverkehrs in Preußen zwang aber die KPEV zur vermehrten Verwendung von Wagen mit 20 t Tragfähigkeit. Die wirtschaftliche Ausnutzung des erhöhten Nutzlastangebotes erforderte aber den Einsatz entsprechend leistungsfähiger Lokomotiven. Um die Zugförderungskosten möglichst niedrig zu halten, war man gehalten, einen möglichst hohen Frachtanteil in einem Zug - bei gleichzeitiger Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit - zu befördern. Unter den vorhandenen Lokomotivgattungen konnten lediglich die G 8.1 auf den Flachlandstrecken noch weitgehend den gestiegenen Anforderungen genügen. Aber auf Steigungen von 1: 150 war die G 8.1 vor den seinerzeit schon nicht seltenen 1.200 t-Zügen überfordert.

Bereits im Jahre 1913 wurde die Einführung von 1‘E-Güterzuglokomotiven mit 85 t Reibungsmasse diskutiert. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges und das sprunghaft gestiegene Verkehrsaufkommen zwangen dann zu einem schnellen Handeln.

Die Firma Henschel & Sohn in Kassel wurde kurzfristig mit der Ausarbeitung des Entwurfs für die neue Lokomotive beauftragt. Dabei stand fest, dass wegen der zu erwartenden hohen Triebwerksbeanspruchung drei bzw. vier Zylinder vorgesehen werden mussten. Für vier Zylinder sprach die geringere Triebwerksbelastung, ein ruhigerer Lauf bei höheren Geschwindigkeiten und eine größere Lebensdauer der Triebwerksteile.

Da aber die Dreizylinder-Maschine über ein besseres Anzugsvermögen verfügte und zudem eine einfache, gut durchschmiedbare Kropfachse, sowie eine einfachere Steuerung ermöglichte, entschied sich die Preußische Staatsbahn für das Dreizylinder-Triebwerk mit einfacher Dampfdehnung. Durch diese Entscheidung entstand als Gattung G 12.1, die erste preußische Güterzuglokomotive mit einem Drillingstriebwerk.

Die drei mit 560 mm Durchmesser und 660 mm Kolbenhub ausgeführten Zylinder lagen in einer Ebene, wovon die beiden Außenzylinder die dritte und der Innenzylinder die zweite Kuppelachse antrieben. Der lnnenzylinder erhielt eine Mittenneigung von 1:5, damit die Treibstange mit genügend Freiheit über die erste Kuppelachse hinwegschwingen konnte. Dementsprechend waren auch die Kurbeln der Treibräder um 120°, 132,5° und 107,5° versetzt gegeneinander angeordnet worden. Der Langkessel war für 14 bar Betriebsdruck ausgelegt.

Als Zusatzeinrichtungen erhielt die eine G 12.1 einseitig von vorn auf alle Kuppelräder wirkende Druckluftbremse, Druckluft-Sandstreuer für die vorderen vier Kuppelachsen, Marcotty-Rauchverzehreinrichtung, sowie Dampfheizung und Gasbeleuchtung.

Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 65 km/h festgelegt.

Infolge kriegsbedingter Verzögerungen konnten die ersten Maschinen erst im Jahre 1915 an die KPEV ausgeliefert werden.

Von Nachteil erwies sich bei dieser Maschine der hohe Wasserverbrauch. Der Kohlenverbrauch erreichte dagegen noch relativ günstige Verbrauchswerte. Die später offiziell genannten Leistungswerte der G 12.1 lagen bei 1330 t in der Ebene und 65 km/h, 1000 t auf 5% Steigung und 45 km/h sowie 1045 t auf 10% Steigung und 30 km/h.

Da die G12.1 mit einer Radsatzlast von rund 17 t nicht freizügig auf Haupt- und Nebenstrecken einzusetzen war, beschränkte die Preußische Staatsbahn die Beschaffung dieser Bauart auf 21 Maschinen, die alle von Henschel, während des Zeitraums von 1915 bis 1917, geliefert wurden.

Außerhalb Preußens beschafften auch die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen in den Jahren 1915/16 zwölf Einheiten der G 12.1 nach den Konstruktionszeichnungen der KPEV. Ahnlich verfuhr die Königlich Sächsische Staatsbahn, als dringender Bedarf nach einer leistungsfähigen Güterzuglokomotove Anfang des Ersten Weltkrieges immer größer wurde.

BR-58-Baureihe


Obwohl die G 12.1 nicht zu den besten deutschen Lokomotivkonstruktionen zählt, ließ auch die Sächsische Staatsbahn 20 Exemplare dieser Bauart mit geringfügigen Änderungen bei der Fa. Hartmann in Chemnitz bauen. Die Maschinen wurden im Jahre 1917 als Gattung XIII H an die Bahnverwaltung abgeliefert, die sie unter den Betriebsnummern 1165-1184 in Dienst stellte. Die gegenüber der preußischen Ausführung durchgeführten Änderungen bezogen sich hauptsächlich auf die Verdampfungsheizfläche, die Überhitzerheizfläche, sowie auf den mit der Lokomotive gekuppelten sächsischen 2‘2‘T21-Tender. Das Dienstgewicht der XIII H erreichte 101,1 und lag damit 2,3 t über dem der preußischen G 12.1. Die XIII H war seinerzeit die erste deutsche Güterzuglokomotive, die mit diesem Massenwert die 100-Tonnen-Grenze überschritt.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde ein Teil der Maschinen von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Modernere Einheitsbauarten drängten aber bald diesen Typ aus den Einsatzgebieten und bewirkten das frühzeitiges Ausscheiden dieser Baureihe.

Technische Daten: der G 12.1. (BR 58)
Länge über Puffer : 20.340 mm
Dienstgewicht: 98,8 t
Achsfolge: 1'E
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Treibraddurchmesser: 1.400 mmm
Laufraddurchmesser: 1.000 mmm
Raddurchmesser-Tender: 1.000 mm
Kesselüberdruck: 14 bar
Baujahr: 1915
Hersteller: Firma Henschel

Technische Daten: der XIII H (BR 58.1)
Länge über Puffer : 20.703 mm
Dienstgewicht: 101,1 t
Achsfolge: 1'E
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Treibraddurchmesser: 1.400 mmm
Laufraddurchmesser: 1.000 mmm
Raddurchmesser-Tender: 1.000 mm
Kesselüberdruck: 14 bar
Baujahr: 1917
Hersteller: Firma Hartmann



Baureihe 58     Baureihe 58
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Die Baureihe BR 62 (Tenderlokomotive)

Die Lokomotiven der Baureihe 62 sollten eigentlich Schnell- und Personenzüge auf kurzen Hauptstrecken befördern und damit die unwirtschaftlichen Schlepptenderlokomotiven ersetzen.
Trotz ihres hohen Wirkungsgrades ergab sich jedoch kein richtiges Einsatzgebiet, so dass sie erst 1932 von der Reichsbahn übernommen wurden.
Die nach Kriegsende bei der Deutschen Bundesbahn verbliebenen 7 Maschinen wurden verschrottet. Von den 8 Maschinen der Deutschen Reichsbahn-DDR blieb die Br 62-015 erhalten. Diese Maschine ist aber inzwischen nicht mehr betriebsfähig.

Technische Daten:
Länge über Puffer : 17 140 mm
Dienstgewicht: 117,5 t
Indizierte Leistung: 1 680 PS
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Treibraddurchmesser: 1,750 m
Kesselüberdruck: 14 bar
Baujahr: 1929

Baureihe 62
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Die Baureihe BR 65 (Schlepptenderlokomotive)
Die Neubaulokomotive der Baureihe 65 sollte insbesondere die betagten Lokomotiven der Baureihen 93 und 78 ablösen. In den Jahren 1951 bis 1956 wurden insgesamt 18 Stück dieser in beiden Richtungen bis 90 km/h schnellen und 1.480 PS starken Personenzug-Tenderlokomotiven gebaut.

Die Baureihe 65 war der erste Neubau auf dem Gebiet der Deutschen Reichsbahn-DDR nach dem Krieg und wurde für den Einsatz im Berufsverkehr auf Hauptbahnen konzipiert.

Das Dienstgewicht betrug 113 t und die Leistung 1.500 PS. Mit 1600 mm Kuppelraddurchmesser erzielte sie eine hohe Anfahrbeschleunigung. Nach einigen Umbauten bewährten sich diese für Braunkohlefeuerung ausgelegten Lokomotiven recht gut.

Vorläufer der Rhein-Ruhr-S-Bahn war der so genannte Bezirksschnellverkehr. Auf der Strecke Essen - Düsseldorf wurden Dampfwendezüge mit den Baureihen 65 (und 78) im Bezirksschnellverkehr eingesetzt. Die Neubaudampfloks der Baureihe 65 waren bis Mitte der 1960iger-Jahre u. a. beim Bahnbetriebswerk Essen Hbf beheimatet. Häufig wurden sie auf der Ruhrtalstrecke nach Düsseldorf verwendet. Diese Verbindung war schon immer eine wichtige Nahverkehrslinie im Ballungsraum. Aber auch in Richtung Wuppertal - Remscheid gab es planmäßige Kurse. Gefahren wurde sehr oft im Wendezugbetrieb.

Bereits 1966 kam es zur ersten Ausmusterung. Im Jahre 1973 waren noch 86 der 88 gelieferten Maschinen im Einsatz. Als letzte Maschine wurde 1973 - die BR 65-018 - ausgemustert.

Technische Daten:
Länge über Puffer : 17 140 mm
Dienstgewicht: 117,5 t
Leistung: 1.500 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1,75 m
Kesselüberdruck: 14 bar
Baujahr: 1929

BR-65 Baureihe

BR65 - zur Vergrößerung bitte klicken

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Die Baureihe BR 70 (Schlepptenderlokomotive)

Wird noch bearbeitet

Technische Daten:
Länge über Puffer :
Dienstgewicht:
Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
Treibraddurchmesser:
Kesselüberdruck:
Baujahr:


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Die Baureihe BR 74 bzw die preußische T 12
Die ersten vier Exemplare dieser, in erster Linie für den Einsatz auf den Berliner Vorort- und Ringbahnen vorgesehenen Heißdampflokomotiven, wurden im Jahre 1902 geliefert.

Die Preußische Staatsbahn beschaffte zwischen den Jahren 1905 bis 1921 fast 1.000 Exemplare dieser als preußische T 12 bezeichneten Baureihe.

Zwischen der ein Jahr später gebauten Naßdampflokomotive T 11 und der T 12 kam es zu Vergleichsfahrten, die die wirtschaftliche Überlegenheit der Heißdampflokomotive (T 12) unter Beweis stellten.

Rund 500 Stück der insgesamt ca. 1.000 in Dienst gestellten T 12 waren in Berlin eingesetzt.

Die Deutsche Reichsbahn übernahm noch 900 dieser 80 km/h schnellen und 870 PS starken Lokomotiven und reihte sie als BR 74-413 in das neue Nummernschema ein.

Mitte der 1960iger Jahre wurden bei beiden deutschen Bahnverwaltungen die letzten BR 74 ausgemustert. Eine BR 74 ist im Verkehrsmuseums Dresden und eine - im Jahre 1985 von der DGEG aufgearbeitete BR 74 - ist als Museumsloks erhalten geblieben.


Technische Daten:
Länge über Puffer : 11,8 m
Dienstgewicht: 67,2 t
Leistung: 870 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Treibraddurchmesser: 1,5 m
Kesselüberdruck: 12 bar



Baureihe 74

Baureihe 74

Baureihe 74
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Die Baureihe BR 75

Betriebsnummern: 75101 - 75302
Als erste Bahnverwaltung in Deutschland tat die Badische Staatsbahn noch im Jahre 1900 den Schritt zu einer 1' C 1' Tenderlokomotive. Der Entwurf und die erste Serie kamen von der Firma Maffei. Unter der Bezeichnung "bad VIb" wurde die Baureihe in Dienst gestellt.
Spätere Lieferungen, im langen Beschaffungszeitraum bis 1923, erfolgten dann von der MBGK. Im Laufe der Zeit wurden die Lokomotiven etwas schwerer und die Länge über Puffer wuchs auf 12.144 mm an. Insgesamt entstanden 173 Maschinen. Als besonderes äußeres Kennzeichen ist das Verbindungsrohr zwischen den beiden Dampfdomen zu nennen.

Die Ausmusterung begann schon vor dem Jahre 1957 und war im Jahre 1962 mit der BR 75-299 beendet. Auch im Bereich der Deutschen-Reichsbahn-DDR waren nach 1945 noch einige "VI b" vorhanden. Sie wurden in den Jahren 1955 bis 1965 ausgemustert.

Technische Daten:
Achsfolge: 1'C1'h2
Treib-u. Kuppelraddurchmesser: 1480 mm
Laufraddurchmesser vorn: 990 mm
Laufraddurchmesser hinten: 990 mm
Länge über Puffer: 11.760 mm
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Leistung: 540 PS
Kesselüberdruck: 13 kp/cm2
Rostfläche: 1,92 m2
Verdampfungsheizfläche. 118,62 m2
Zylinderdurchmesser: 435 mm
Kolbenhub: 630 mm
Achslast max.: 14,4 Mp
Lokreibungslast: 42,2 Mp
Lokdienstlast: 69,3 Mp

Betriebsnummern: 75001 - 75093
Für den schnellen Personenzugdienst auf kurzen Haupt- und wichtigen Nebenbahnstrecken schuf die Württembergische Staatsbahn die sehr leistungsfähigen Tenderlokomotiven der Gattung T5. Von 1910 bis 1920 wurden insgesamt 96 Maschinen in Dienst gestellt. Auf Grund ihrer ausgezeichneten Laufeigenschaften konnten die Lokomotiven sogar im Schnellzugdienst zwischen Stuttgart und Immendingen eingesetzt werden. Noch 93 Maschinen wurden dem Fahrzeugpark der Deutschen Reichsbahn eingegliedert, sie waren vor allem im Großraum Stuttgart eingesetzt. Noch 89 Stück kamen zur Deutschen Bundesbahn.
Die Maschinen wurden erst im Jahre 1963 ausgemustert.

Technische Daten:
Achsfolge: 1'C1'h2
Treib-u. Kuppelraddurchmesser: 1450 mm
Laufraddurchmesser vorn: 943 mm
Laufraddurchmesser hinten: 943 mm
Länge über Puffer: 12 200 mm
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Leistung: 880 PS
Kesselüberdruck: 12 kp/cm2
Rostfläche: 2,02 m2
Verdampfungsheizfl. 110,08 m2
Überhitzerheizfläche: 33,68 m2
Zylinderdurchmesser: 500 mm
Kolbenhub: 612 mm
Achslast max.: 14,7 Mp
Lokreibungslast: 43,9 Mp
Lokdienstlast: 69,5 Mp

Betriebsnummern: 75401 - 75494 mit Lücken, 751001 - 1023, 75 1101 - 1120
Die guten Erfolge der Gattung VI b bewogen die Badische Staatsbahn dazu, ab dem Jahr 1914 eine größere 1' C 1' Lokomotive in Heißdampf-Ausführung zu beschaffen. Diese neue Gattung VI c entstand in verschiedenen Bauserien bis zum Jahr 1921. Insgesamt waren 135 Maschinen geliefert worden. 23 Stück mußten nach dem ersten Weltkrieg als Reparationslieferung abgegeben werden, die restlichen 107 Stück übernahm die Deutsche Reichsbahn. Hierbei wurden die etwas leichteren Maschinen bis zum Baujahr 1918 als Baureihe 754 und jene der Serie 1920/21 mit 17 Mp Achslast als Baureihe 7510-11 eingereiht, die Leistungsziffern unterschieden sich nicht.
Bei der Deutschen Bundesbahn wurde im Sommer 1966 mit der 75-1118 die letzte VI c aus dem Betrieb gezogen. Bei der DR waren im Jahre 1968 noch einige wenige Maschinen im Einsatz.

Technische Daten:
Achsfolge: 1'C1'h2
Treib-u. Kuppelraddurchmesser: 1600 mm
Laufraddurchmesser vorn: 990 mm
Laufraddurchmesser hinten: 990 mm
Länge über Puffer: 12 700 mm
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Leistung: 790 PS
Kesselüberdruck: 12 kp/cm2
Rostfläche: 2,12 qm
Verdampfungsheizfl. 105,22 m2
Überhitzerheizfläche: 43,02 m2
Zylinderdurchmesser: 540 mm
Kolbenhub: 640 mm
Achslast max.: 16,4 Mp
Lokreibungslast: 47,8 Mp
Lokdienstlast: 76,2 Mp

Betriebsnummern: 75-401 - 75-494 mit Lücken, 751001 - 1023, 75-501 - 588
Von 1911 bis 1921 lieferte Hartmann insgesamt 106 Lokomotiven der Gattung XIV HT an die Sächsische Staatsbahn. Die Maschinen waren als Ersatz für die zu schwach gewordene Gattung IV T zur Beförderung der Vorortzüge der Großstädte dringend benötigt worden. Trotz einiger Mängel im Laufverhalten bedingt durch die Adamsachsen, erfüllten die Lokomotiven die in sie gesetzten Erwartungen. In den Bestand der Deutschen Reichsbahn kamen noch 83 Maschinen, einige andere mussten im Jahre 1919 an Polen abgegeben werden, vier davon wurden während des zweiten Weltkrieges als 75-506-510 eingereiht. Diese Betriebsnummern waren bis zu diesem Zeitpunkt unbesetzt gewesen. Nach 1945 waren im Bereich der DR noch 88 Maschinen vorhanden. Bis zum Ende des Jahres 1968 war die Zahl der betriebsfähigen Lokomotiven auf ungefähr 25 Stück zusammengeschmolzen.

Technische Daten:
Achsfolge: 1'C1'h2
Treib-u. Kuppelraddurchmesser: 1590 mm
Laufraddurchmesser vorn: 1065 mm
Laufraddurchmesser hinten: 1065 mm
Länge über Puffer: 12 415 mm
Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
Leistung: 990 PS
Kesselüberdruck: 12 kp/cm2
Rostfläche: 2,30 qm
Verdampfungsheizfläche. 131,58 qm
Überhitzerheizfläche: 36,20 qm
Zylinderdurchmesser: 550 mm
Kolbenhub: 600 mm
Achslast max.: 16,6 Mp
Lokreibungslast: 49,1 Mp
Lokdienstlast: 79,4 Mp

Quelle:H. J. Obermayer, TaBu Deutsche Dampflokomotiven, Stuttgart 1974 S. 171





Baureihe 75

Baureihe 75
Badische Tenderlok T5
Bild stammt aus der Zeitschrift "Moderne Eisenbahn 1/63"

Baureihe 75
Sächsische Tenderlok XIV-HT

Baureihe 75
Badische Tenderlok VIb

Baureihe 75
Badische Tenderlok VIc



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Die Baureihe BR 78 bzw preußische T 18 (Tenderlokomotive)

Die Entwicklung der als preußische T18 bezeichneten Tenderlokomotive wurde wegen der schlechten Erfahrungen mit der preußischen T10 vorangebracht, da schnelle und vor allem leistungsfähige Tenderlokomotiven benötigt wurden, gerade um den Verkehr zwischen den Kopfbahnhöfen Wiesbaden und Frankfurt/Main in Vorwärts- und Rückwärtsfahrt durchzuführen.

Die Firma Vulcan in Stettin entwarf zusammen mit Hinrich Lübken die preußische T18 als symmetrische Lokomotive. Wie bei der T10 stand auch diesmal die preußische P8 Pate. Doch während die T10 das 2’C-Fahrwerk der P8 erhalten und somit bei Rückwärtsfahrten erhebliche Probleme hatte, erhielt die T18 die Radsatzfolge 2’C2’, lediglich 1650 mm große Treibräder und symmetrische Radsatzstände.

Mit der T 18 wurde die Endstufe in der Entwicklung preußischer Personenzug-Tenderlokomotiven erreicht.

Die Lokomotiven wurden auch im leichten und mittelschweren Schnellzugdienst eingesetzt (z.B. auf der 135 km langen Strecke Berlin - Stettin).

Die Lok wurde noch in den ersten Jahren der Reichsbahnzeit weitergebaut. Beachtlich ist, dass die ersten Lokomotiven dieses Typs bereits 1912 zum erstenmal über die Schienen rollten und die Letzten dieser Loks erst im Jahre 1927 ausgeliefert wurden. Über 15 Jahre erstreckte sich somit - ohne wesentliche Änderungen - diese Produktion. Die Konstruktion dieser Lok war somit ein voller Erfolg, beweist die lange Produktionszeit doch die vorzügliche technische Grundkonzeption, die zu Anfang des 20igsten Jahrunderts nicht selbstverständlich war.

Ihre Entstehung verdanken die T18-Lokomotiven dem Umstand, dass im Jahre 1907 der Fahrverkehr von Saßnitz nach Schweden aufgenommen wurde und die auf der Insel Rügen stationierten 1‘C- Tenderloks der Reihe T 12 den stärker werdenden Verkehr nicht mehr bewältigen konnten.

Die neue Lokomotive sollte schnell fahren und ein Wenden wegen der verhältnismäßig kurzen Strecken auf der Insel eingespart werden. Es kam somit nur eine Dampftenderlokomotive in Betracht, die in beiden Fahrtrichtungen gleich gute Fahreigenschaften aufzuweisen hatte.

Dies war auch der Grund, weshalb mit dieser Lok in Preußen zum ersten Male die symmetrische Achsanordnung 2‘C2‘ zur Anwendung kam.

Normierungsbestrebungen brachten es mit sich, dass bei der Konstruktion der Maschine auf bewährte Bauteile zurückgegriffen wurde. Das wichtigste Merkmal ist hier die Verwendung des P8-Kessels mit geringfügigen Änderungen. So wurde z.B. die Feuerbüchse um etwa 145 mm niedriger gebaut.

Die Rahmenbleche der T 18 erhielten eine 30 mm Dicke, um der vorgesehenen Verwendung im Schnellzugdienst zu entsprechen. Um einen guten Lauf zu erzielen, erhielten die Drehgestelle 40 mm Spiel nach jeder Seite. Durch die Verwendung härterer Federn, sowohl für die Treibachsen als auch für die Drehgestelle, konnten die größten Unterschiede im Reibungsgewicht, die durch die schwankenden Vorräte (Kohle/Wasser) entstanden, von 7 t auf 5,9 t verringert werden.

Insgesamt erwies sich die T18 im täglichen Betrieb als außerordentlich brauchbar und vielseitig einsetzbar. Trotz des verhältnismaßig geringen Treibraddurchmessers von nur 1.650 mm ist sie sogar lange im leichten und mittelschweren Schnellzugdienst zwischen Berlin und Stettin (135 km) eingesetzt worden.

Die T 18 ist mit 460 Stück an die Preußische Staatsbahn bzw. Deutsche Reichsbahn geliefert worden. Weitere 74 Stück erhielten die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen, die Württembergische Staatsbahn und die Saarbahnen. Der Hersteller der Lok war die Firma Vulkan in Stettin.

Außer auf den bereits genannten Strecken, wurde die T 18 vor allem auch zwischen Frankfurt/Main — Wiesbaden und Wiesbaden — Mainz eingesetzt.

Auch bei der Deutschen Bundesbahn (DB) wurde die Lok noch eingesetzt. Dort erhielten einige Exemplare Einrichtungen für den Wendezugbetrieb und wurden für den Vorortverkehr in den Ballungszentren (hauptsächlich Ruhrgebiet, Saarland, Großräume Frankfurt/M. und Hamburg) eingesetzt. Hauptsächlich wurden die Maschinen aber vor Eilzügen, Personenzügen und gelegentlich auch vor Güterzügen eingesetzt. Auch vor Bauzügen wurden sie eingesetzt, so z.B. bei der Elektrifizierung von Hauptstrecken.
Als letzte T 18 (zwischenzeitlich zur BR 78 umbenannt) der Deutschen Bundesbahn wurde im Dezember 1974 außer Dienst gestellt. Die BR 78 stellt ein Bindeglied zwischen den "Oldtimern" der Dampfloks und der modernen Eisenbahn dar.
Eine Maschine dieses Typs wurde 1970 vom Museum für Hamburgische Geschichte erworben und "denkmalsgerecht" abgestellt. Sie wird für Sonderzugfahrten eingesetzt.

Technische Daten:
Achsfolge: 2’C 2’h 2
Länge über Puffer : 14,8 m
Dienstgewicht: 100 t
Leistung: 1140 PSi
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Treibraddurchmesser: 1,650 m
Laufraddurchmesser vorne und hinten: 1,000 m
Kesseldruck: 12 bar
Rostfläche: 2,35²
Dampfraum: 2,87 m³
Verdampfungsheizfläche: 135,49 qm
Hersteller: Vulcan, Hanomag, Henschel, Franco-Belge
Baujahr: 1912 - 1925



Baureihe 78

Baureihe 78

Baureihe 78

Baureihe 78

Baureihe 78
Bild stammt aus der Zeitschrift "Moderne Eisenbahn 1/63"
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Die Baureihe BR 80 - Deutsche Bundesbahn -

Die Lokomotiven der Baureihe 80 waren im standardisierten Typenprogramm der Deutschen Reichsbahn als Rangierlokomotiven auf großen Personenbahnhöfen vorgesehen. Sie ist einer der bekanntesten Rangierloks. Man hat diese Lok auch die kleine Tenderlok genannt. Bis zum Jahre 1928 lieferten verschiedene Lokomotivfabriken insgesamt 39 Maschinen der Baureihe 80, die zunächst in Köln und Leipzig eingesetzt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg verblieb die Mehrzahl der Lokomotiven im Leipziger Raum und war dort bis 1968 im Einsatz. Zur DB gelangten nur 17 Maschinen, die letzten waren beim BW Schweinfurt zu finden. Sie wurden im Jahre 1965 ausgemustert. Nach ihrer Ausmusterung bei der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1965 gelangten einige Exemplar als Werkslokomotiven an Großbetriebe und Zechen an Rhein und Ruhr.

Die BR 80 wird heute noch bevorzugt als Museumsbahn bei verschiedenen Modellbahnvereinen eingesetzt.

Technische Daten:
Achsfolge: C h2
Länge über Puffer: 9,67 m
Dienstgewicht: rd. 54 t
Indizierte Leistung: 575 PSi
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Treib- und Kuppelraddurchmesser: 1,10 m
Kesselüberdruck: 14 bar
Zylinderdurchmesser: 450 mm
Kolbenhub: 550 mm
max. Achslast: 18,2 t
Baujahr: 1927



Baureihe 80

Baureihe 80

Baureihe 80
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Die Baureihe BR 81 - Dampftenderlok der Deutsche Bundesbahn -

Leider derzeit nur Fotos vorhanden.

Technische Daten:
Achsfolge:
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Indizierte Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
Treibraddurchmesser:
Kesselüberdruck:
Baujahr:



Baureihe 81

Baureihe 81
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Die Baureihe BR 82 - Dampftenderlok der Deutsche Bundesbahn -

Leider derzeit nur Fotos vorhanden.

Technische Daten:
Achsfolge:
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Indizierte Leistung:
Höchstgeschwindigkeit:
Treibraddurchmesser:
Kesselüberdruck:
Baujahr:



Baureihe 82
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Die Baureihe BR 86 (Güter- und Personenzugtenderlokomotive)

Die Baureihe 86 ist nicht nur wegen der konstruktiven Besonderheiten hervor zu heben. Ihre Bekanntheitsgrad lag im fast universellen Einsatzbereich. Diese Baureihe war an der Nord- und Ostsee ebenso zu finden, wie im Erzgebirge, auf der Eifel, im Allgäu, im Riesengebirge, in der Pfalz, im Thüringer Wald und auch in Österreich.

Noch heute können wir die BR 86 als Museumslok sehen

In den ersten Plänen der im Jahre 1920 neu entstandenen Deutschen Reichsbahn zur Schaffung von Einheitslokomotiven, waren noch keine Nebenbahnloks enthalten. Man glaubte noch auf lange Sicht mit den vorhandenen Länderbahnbaureihen auszukommen. Die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf den Nebenbahnen von 50 auf 60 km/h, als Folge der aufkommenden Kraftfahrzeugkonkurrenz ließ aber viele Länderbahnloks nicht mehr mithalten. Neue Maschinen wurden notwendig.

Da mit durchgehenden Zügen auch angrenzende Hauptbahnabschnitte zu befahren waren und die Züge von den Nebenstrecken nicht als „rollende Langsamfahrstelle“ über die Hauptstrecken schleichen sollten, mussten die Maschinen für eine höhere Geschwindigkeit ausgelegt werden. Der Achsdruck für Nebenbahnloks von 15 t durfte dabei nicht überschritten werden. Unter diesen Kriterien tauchten im Vereinheitlichungsplan der Reichsbahn von 1925 drei Baureihen für Nebenstrecken auf:

— die Baureihe 24
— Baureihe 64
— Baureihe 86

Die Baureihen 24 und 64 waren für die Flachlandstrecken vorgesehen, während die Baureihe 86 vor allem im Hügelland eingesetzt werden sollte, um dort u. a. die preußischen T 14 zu ersetzen.

Auch die Beförderung schwerer Güterzüge auf Nebenbahnen im Flachland und der Vorort-Pendelverkehr auf Hauptstrecken waren dieser Baureihe zugedacht. Die ersten sieben Maschinen lieferte 1928 die Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe ab. An weiteren Maschinen dieses Typs waren viele deutsche Lokomotivfabriken beteiligt. Außer der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe waren dies Krupp, Borsig, Henschel, Linke-Hoffmann, Schichau, Esslingen, Schartzkopff, Orenstein & Koppel. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich war auch die Wiener Lokomotivfabrik (Floridsdorf) und im besetzten Polen die DWM Posen (vormals Cegielski) beteiligt.

Insgesamt wurde die stattliche Zahl von 776 Loks gebaut.

Ab dem Jahre 1942 wurde die Baureihe 86 als „Übergangs-Kriegslok" beschafft, bis ein Jahr später nur noch die Kriegsloks der Baureihen 42 und 52 weitergebaut wurden.

Die Lokomotiven der Baureihe 86 waren zur Beförderung von Güter- und Personenzügen auf stärker frequentierten Nebenbahnen vorgesehen. Durch ihr symmetrisches Fahrwerk konnten diese Tenderlokomotiven vorwärts wie rückwärts eine Geschwindigkeit von 80 km/h erreichen und benötigten daher keine Drehscheiben.

Für die Baureihe 86 musste ein größerer Kessel entworfen werden. Er ist mit seinem 1.500 mm Durchmesser und 4.500 mm Abstand zwischen den Rohrwänden bis auf die Rauchkammer baugleich mit dem der Baureihe 87. Der Rahmen der Baureihe 86 war als Barrenrahmen mit 70 mm starken Rahmenwangen und 1.000 mm Mittenabstand ausgebildet. Seine Elastizitat zusammen mit den Ausgleichshebeln zwischen vorderer und hinterer Laufachse und den benachbarten beiden Kuppelachsen kam vor allem bei schlechtem Oberbau, wie in Nebengleisen von Bahnhöfen häufig vorhanden, zur Geltung. Die Treibräder hatten 1.400 mm Durchmesser, was einer guten Beschleunigung auf Hügellandstrecken und im schweren Vorortverkehr zugute kam. Der Antrieb des Zweizylinder-Heißdampftriebwerks erfolgte auf die dritte Kuppelachse. Die Länge über Puffer von ursprünglich 13.820 mm wurde ab der Br 86-230 geringfügig auf 13.920 mm vergrößert. Bauartunterschiede gab es bei den Bremsen. Bis zur BR 86-233 waren die Kuppelräder einseitig abgebremst, die Laufräder blieben ungebremst. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit war auf 70 km/h festgesetzt. Ab der BR 86-234 wurden auch die Laufräder gebremst, wobei die jeweils führende Laufachse zur Vermeidung von Entgleisungen nur verminderte Bremskraft aufwies. Die Höchstgeschwindigkeit dieser Lokomotiven konnte auf 80 km/h angehoben werden.

Bei der Deutschen Bundesbahn wurden die letzten Exemplare im Jahr 1974 - beim Betriebswerk Hof - ausgemustert.

Technische Daten:
Länge über Puffer : 13,82 m
Dienstgewicht: 88 t
Leistung: 1.030 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Treibraddurchmesser: 1,4 m
Kesselüberdruck: 14 bar
Baujahr: ab 1937



Baureihe 86

Baureihe 86

Baureihe 86

Baureihe 86

Baureihe 86

Baureihe 86
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Die Baureihe BR 89 bzw die preußische T3

Die Baureihe 89 gab es bei verschiedenen Länderbahnen. Die T3 - so der Name in der Länderbahnzeit - zählte zweifellos zu den populärsten deutschen Lokomotivgattungen

Die preußische Staatsbahn beschaffte die T 3 von 1881 bis 1910 (1.345 Exemplare). Der Rest der 1.550 Stück bis zum Jahr 1924 gebauten Lokomotiven, verteilt sich auf zahlreiche Privat- und Staatsbahnen. Von den preußischen Staatsbahnen gelangten noch 511 dieser rund 300 Ps starken und 40 km/h schnellen Lokomotive in den Bestand der Deutschen Reichsbahn, bei der die T3 als Baureihe 89 (70-75) eingeordnet wurde,

Aber auch in Bayern wurde Von 1898 bis 1904 diese Lok beschafft. Die Bayerischen Staatsbahnen kaufte 73 Lokomotiven der für den Nebenbahn- und Verschiebedienst tauglichen Maschinen.

Die Deutsche Reichsbahn reihte 70 dieser Lokomotiven dann als BR 89 in ihren Bestand ein, von denen dann noch 68 Maschinen zur Deutschen Bundesbahn kamen. Das letzte Exemplar dieser 45 km/h schnellen und 430 PS starken Maschine wurde von der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1960 ausgemustert.

Allen Lokomotiven gemeinsam war die vielteilige Allan-Steuerung, die im 19. Jahrhundert weit verbreitet war.

Technische Daten:
Achsordnung: C n2
Länge über Puffer : 8.591 mm
Dienstgewicht: 35,9 t
Leistung: 285 PS
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Treib- u. Kuppelraddurchmesser: 1.100 mm
Kesselüberdruck: 10 bar
Erstes Baujahr 1878
Hersteller: Henschel u. Sohn



Baureihe 89
Die BR 89-7314 von Märklin / TRIX als Modell

Baureihe 89

Baureihe 89

Baureihe 89

Baureihe 89

Baureihe 91

Baureihe 91
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Typenskizze 1 : 87 der Bayerischen DII aus dem Dampflokarchiv 1.3. Seite 157


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Die Baureihe 91 (Tenderzuglokomotive)
Weil die Laufeigenschaften der preußischen T 91 nicht befriedigten, wurde eine als pr.T 92 bezeichnete Maschine konstruiert. Die Laufachse wanderte dabei von hinten nach vorne, ansonsten wurden viele Abmessungen beibehalten. Insgesamt wurden 247 Loks gebaut, die zwar besser als die T 91 waren, lauftechnisch aber auch nicht überzeugen konnten.

Technische Daten:
Länge über Puffer : 9,46 m
Dienstgewicht: 45,6 t
Leistung: 450 PS
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Treibraddurchmesser: 1,35 m
Kesselüberdruck: 12 bar


Baureihe 91

Baureihe 91

Baureihe 91
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Die Baureihe BR 92 bzw die Preußische T 13 (Tenderzuglokomotive)


In den Jahren 1910—1923 wurden 600 Exemplare der T 13 gebaut, die vornehmlich von der preußischen Staatsbahn in Dienst gestellt wurden. Nach dem 2. Weltkrieg gelangten noch ca. 180 Exemplare zur Deutschen Bundesbahn (unter der Nr. BR 92). Hier wurde diese Verschiebelokomotive noch bis in die 1960iger Jahre einsetzte. Als letzte wurde die 92-739 in Kassel 1965 ausgemustert .

Technische Daten:
Länge über Puffer:
Dienstgewicht:
Leistung: 500 PS
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Treibraddurchmesser:
Kesselüberdruck:



Baureihe 92

Baureihe 92-Werksplan
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Die Baureihe BR 93 bzw Tenderlok T14


Dje Einführung vierfach gekuppelter Tenderlokomotiven mit Lauf- und Schleppachsen erfolgte bei der Preußischen Staatsbahn allein nicht unter dem Gesichtspunkt dringenden Triebfahrzeugbedarfs, sondern in der Eigeninitiative der norddeutschen Lokomotivfabriken.

Der Grund war die zur damaligen Zeit beabsichtigte Elektrifizierung der Berliner Stadtbahn. Im Jahre 1912 wuchs das Verkehrsaufkommen dieser Stadtbahn sehr stark an. Dies erforderte eine erhöhte Zugfolge. Um dies zu erreichen mussten weitere Dampflokomotiven angeschafft werden. Die damalige Stadtbahnlokomotive der Gattung T 12 war derartigen Anforderungen aber auf die Dauer nicht gewachsen.

Die Deutsche Lokindustrie sah hier eine neue Herausforderung, die Leistungsfähigkeit der Dampfloks, auch unter extremen Betriebsverhältnissen, unter Beweis zu stellen. Um den Vergleich mit entsprechenden elektrischen Triebfahrzeugen anzutreten, entwickelte die Fa. Henschel im Auftrag des Verbandes Norddeutscher Lokomotivfabriken eine 1'D1'h3-Tenderlok, deren Prototyp im Februar 1913 unter der Fabriknummer 11692 als „8101 Berlin‘ abgeliefert und auf der Stadtbahn zur Erprobung in Dienst gestellt wurde.


Baureihe 93
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Die Henschel-Lokomotive aus dem Jahre 1913 (Berlin 8191), für die Berliner Stadtbahn konstruiert. Die Lok blieb ein Einzelstück (Bild stammt aus der Zeitschrift "Eisenbahnmagazin 1/84"


Diese Lok wurde auch als „Kampflokomotive“ gegen die Elektrofraktion bezeichnet. Sie hatte einen mit Rauchröhrenüberhitzer ausgerüsteten und um rund 50 % größeren Kessel, als die im Jahre 1902 ebenfalls versuchsweise - aber mit wenig Erfolg - von der Preußischen Staatsbahn auf der Berliner Stadtbahn eingesetzten zwölf 1‘C 1'n3 Tenderlokomotiven der Gattung T6. Der Kesseldruck der Berlin 8191 betrug 15 bar, die Zylinder hatten 490 mm Durchmesser und der Kolbenhub betrug 630 mm. Außerdem war die Maschine für den raucharmen Betrieb auf den Stadtbahnstrecken mit einer Ölzusatzfeuerung ausgerüstet. Die Kesselmitte lag erstmals bei einer deutschen Lokomotive 3.000 mm über Schienenoberkante. Nur nur so war es möglich, in die Auspuffleitungen der Zylinder einen Windkessel zwischenzuschalten, der die Auspuffgeräusche mindern sollte.

Erwartungsgemäß erfüllte diese Bauart alle für den elektrischen Betrieb vorgegebenen Forderungen und übertraf diese sogar noch beträchtlich. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte aber die weitere Entwicklung. Im Jahre 1916 wurde die Maschine an die KED Breslau abgegeben und gelangte schließlich nach Kriegsende als Reparationsgut nach Frankreich, wo sie als „EST 4651“ bis 1930 im Einsatz war.

Bereits ein Jahr nach Inbetriebnahme der Henschel-Versuchslokomotive lieferte auch die Union Gießerei in Königsberg eine 1 'D1‘ Heißdampf-Zweizylinder-Güterzugtenderlokomotive als Gattung T14 an die Preussische Staatsbahn. Diese Maschine wich aber konstruktiv völlig von der Henschel-Lok (Berlin 8191) ab.

Die von der Union Gießerei abgelieferte Lok entsprach in der Kessel- und Triebwerksausführung weitgehend der bewährten Güterzuglokgattung GB aus dem Jahre 1902, wobei jedoch die Kesselmitte von 2.550 auf 2.900 mm über Schienenoberkante heraufgesetzt wurde. Der mit 11 m3 außergewöhnlich große Wasservorrat verteilte sich auf die seitlichen Wasserkästen und auf Zusatzbehälter zwischen dem Rahmen und hinter dem Führerhaus.

Das Fahrwerk hatte 4.500 mm festen Radstand; die 2. und 3. Kuppelachse wiesen 15 mm Spurkranzschwächung auf. Treibachse war die 3. Kuppelachse. Die beiden Laufachsen waren als Adamsachsen mit ± 80 mm Seitenverschiebbarkeit ausgebildet. Wegen der äußerst ungünstigen Baugruppenaufteilung zeigte sich bei Fertigstellung der T14 ein starkes Mißverhältnis in den Radsatzbelastungen. Es stellte sich heraus, dass die vordere Laufachse mit 17,3 t am höchsten und die Treibachse mit nur 14,2 t am geringsten belastet waren. Auch war ein Befahren von Ablaufbergen nicht unproblematisch, da durch Abheben der Adamsachsen Entgleisungsgefahr bestand.

Baureihe 93
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Die zweite Bauform der T 14 - 8547 Hannover [die spätere 93-523]
(Bild stammt aus der Zeitschrift "Eisenbahnmagazin 1/84"


Obwohl die T14 eine ganze Reihe weiterer konstruktiver Mängel aufwies, wurde ihre Leistungsfähigkeit geschätzt. So beförderte sie in der Ebene einen 1.330 t-Zug mit 50 km/h und auf 5 % Steigung 700 t mit 40 km/h. Bei 1350 mm Raddurchmesser lag ihre Höchstgeschwindigkeit bei 65 km/h, womit sie außer vor schweren Nahgüterzügen auch im Personen- und Vorortverkehr verwendet werden konnte.

Ziwschen 1914 und 1918 beschaffte die Preußische Staatsbahn infolge des dringenden Bedarfs einer leistungsfähigen Tenderlokomotive dieser Bauart 547 Einheiten der Gattung T14, von denen die ersten 62 Stück alle der KED Berlin zugeteilt wurden. Auch die Reichseisenbahn Elsaß-Lothringen beschaffte von 1916 bis 1918 für die umfangreichen Militärtransporte auf den elsässischen Strecken 40 Exemplare der T14, von denen Henschel 14, Hanomag 12 und Hohenzollern 14 Maschinen lieferten. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten 141 Maschinen an die Entente abgeliefert werden, so dass nur noch 406 Lokomotiven von der DRG als BR 93-001 bis BR 93-406 übernommen werden konnten. Die während des Zweiten Weltkrieges aus den besetzten Gebieten zurückgeführten ehemaligen T14 erhielten die Betriebsnummern 93-409 bis 93-459, Lediglich ein Rest von 303 T14 hat den Krieg überstanden haben, von denen 144 zur Deutschen Bundesbahn und 159 zur Deutschen Reichsbahn gelangten. Die Deutsche Bundesbahn musterte ihre letzte T14 im jahre 1960 aus, während bei der Deutschen Reichsbahn diese Gattung erst um 1970/71 aus dem Bestand gestrichen wurde.

Baureihe 93
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Die 93-1140 wartet im Jahre 1938 in Essen Hauptbahnhof mit ihrem Personenzug auf die Ausfahrt
(Bild stammt aus der Zeitschrift "Eisenbahnmagazin 1/84"


Die bei der T14 nachgewiesenen Mängel veranlassten die Lieferfirma zur Überarbeitung dieser Bauart. Leider wurden die Mängel nur teilweise beseitigt, teilweise wurden die Mängel auch nur an andere Stellen verlagert. So glaubte man durch Vergrößerung der Vorratsräume hinter dem Führerhaus die Radsatzlasten günstiger verteilen zu können, erreichte jedoch lediglich eine Umkehrung des vorherigen Zustands. Jetzt erhielt die hintere Laufachse mit 19,1 t die höchste, die vordere dagegen mit 14,9 t die niedrigste Belastung. Die Dienstmasse dieser neuen, als T 141 bezeichneten Gattung betrug 104 t gegenüber 97,6 der T14. Die verhältnismäßig hohen und ungleich verteilten Radsatzlasten ließen außerdem nur eine bedingte Verwendbarkeit der T 141 zu. Man hat später den rückwärtigen Wasserkasten blindgeflanscht, wodurch infolge des fehlen des Vorratsgewichtes eine etwas günstigere Lastverteilung erzielt werden konnte.

Dennoch brachten verschiedene Neuerungen wie größere senkrechte Beweglichkeit der Laufachsen, freizügige Begehbarkeit der Umlaufbleche durch Höherlegen der Wasserkästen, Verdoppelung der Besandungsanlage, Schlammabscheider im Speisedom u.a. eine deutliche Verbesserung gegenüber der Ursprungsbauart. Auch ist die Höchstgeschwindigkeit während der Reichsbahnzeit von 65 auf 70 km/h heraufgesetzt worden.

Das Fehlen einer leistungsmäßig gleichwertigen Tenderlokomotive verhalf der T14 schließlich doch noch zu einer recht beachtlichen Verbreitung.

Außer den 760 Maschinen der Preußischen Staatsbahn und den DRG-Nachbauten ließ auch die Württembergische Staatsbahn in den Jahren 1921/2235 Exemplare von Esslingen für den eigenen Bedarf bauen.

Baureihe 93
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Die Württemberger beschafften ebenfalls die T 141 [Br 93-801]
Das Bild stammt aus der Zeitschrift Eisenbahn-Magazin


Die DRG übernahm die nach dem Ersten Weltkrieg verbliebenen und später durch Nachbau und aus Entente-Ablieferungen (Entente war ein Militärbündnis zwischen dem Vereinigten Königreich Frankreich und Russland) der Reichsbahn zugeführten T 141 als 94-501 bis 93-1264. Zur DB sollen noch 444 und zur DR 172 Einheiten gekommen sein.

Mit dem Einsatz von Dieselloks bei beiden Bahnverwaltungen (DRB-DDR und DB) verloren die Lokomotiven ihr Aufgabengebiet und wurden nach und nach ausgemustert. Während die letzten T 141 der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1969 ausgemustert und verschrottet wurden, waren die Loks bei der Deutschen-Reichsbahn-DDR noch bis zum Jahre 1971 im Einsatz.

Baureihe 93
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Das Bild stammt aus der Zeitschrift Eisenbahn-Magazin



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Die Baureihe BR 94 (Tenderzuglokomotive)

Am Ende der Entwicklung von fünffach gekuppelten Tenderlokomotiven für den schweren Güterzugdienst äuf Steigungsstrecken stand bei der Preußischen Staatsbahn die bei Reichs- und Bundesbahn als Baureihe 94-517 geführte T 16-1.

Schon von ihrem Äußeren her ist die T16 mit Ihrem sehr schlank geratenen Schornstein auf der langen Rauchkammer eine echte Garbe-Lokomotive. Die Handschrift von Robert Garbe setzt sich auch im „Innenleben" der Lok fort.

Das Heißdampf-Zweizylinder-Triebwerk mit einfacher Dampfdehnung wirkt auf die vierte Kuppelachse. Um das Befahren von engen Gleisbögen (bis hinab zu 200 m Radius) zu ermöglichen, waren die erste, die dritte und die fünfte Kuppelachse mit jeweils ± 26 mm Seitenspiel im Rahmen gelagert. So war der feste Achsstand zwischen zweiter und vierter Achse auf ganze 2900 mm beschränkt und sorgte für ein weiteres Garbe-Charakteristikum - den unruhigen Lauf - der sich schon im Geschwindigkeitsbereich von 40-45 km/h bemerkbar machte. Durch die Wahl der vierten Kuppelachse als Treibachse muss eine extrem lange Treibstange eingebaut werden, deren hohes Gewicht bei mittleren und höheren Geschwindigkeiten naturgemäß zu mehr unerwünschten Schwingungen führte, als dies bei einer kürzeren Treibstange. Diesen Mangel trug man bei der Revision der T16-Konstruktion im Jahre 1908 Rechnung. Die Treibstange wirkte ab 1909 bei der T16 auf die dritte Kuppelachse. Diese Umstellung geschah im Zusammenhang mit der Diskussion der Pläne für die G 10, Baureihe 57-105. Schon vor der T16 hatte sich die Preußische Staatsbahn mit fünffach gekuppelten Tenderlokomotiven — vor allem für die Steilstrecken des Thüringer Waldes - beschäftigt. Zunächst allerdings mit „gelenkigen" Fahrwerken der Bauart Hagans (1897) und Köchy (1902). Diese Maschinen waren in Preußen unter der Gattung T15 eingereiht, kamen aber nicht mehr in den Betriebsbestand der Deutschen Reichsbahn.

Die erste Maschine der neuen Gattung T16 — Breslau 8101 — wurde Mitte 1905 ersten Probefahrten unterzogen, wobei sie mit der T15 (Hagans) verglichen wurde und dieser in Bezug auf Sparsamkeit beim Kohle- und Wasserverbrauch sehr deutlich den Rang ablief. Zudem war sie mit der Last des „Testzuges" (ca. 950 t) deutlich schneller unterwegs. Aber nicht nur die Verbrauchswerte sprachen für die neue Heißdampflok, auch das komplizierte Triebwerk und die damit einhergehende aufwendige Wartung gaben der der T15 keine Zukunftschancen. Was blieb, waren die schlechten Laufeigenschatten der T16.

Erst im Jahre 1913 erfolgte eine grundlegende Umkonstruktion der T16. Nach dem Umbau wurde die Lok als „T16 verstärkte Bauart" bezeichnet. Die ursprüngliche Dienstmasse (1905: 72,3 t, 1909: 75,1 t) wuchs auf 80,9 t. Dies war vornehmlich das Resultat deutlich vergrößerter Vcrratsbehälter für Wasser (von 7 auf 8 m³) und Kohle (von 2 auf 3 t), eines vergrößerten Überhitzers und eines verstärkten Bremsgestänges.

Diese Vorratserweiterung war dringend notwendig gewesen, da vor allem auf den thüringischen Steilrampen immer wieder nur mit dem letzten Tropfen Wasser der jeweilige Zielbahnhof erreicht wurde.

Die Deutsche Reichsbahn übernahm die Maschinen der Gattung "T16" und "T16 verstärkte Bauart" als Baureihe 94-24 mit folgender Verteilung:

94-201-214: Baujahre 1905/6, Antrieb auf vierter Kuppelachse, Sandkästen auf den Wasserkästen, Rauchkammerüberhitzer
94-215-222: Baujahr 1907, Antrieb auf vierter Kuppelachse, Sandkasten auf dem Kessel
94-223-262: Baujahre 1907/9, Antrieb auf vierter Kuppelachse, Rauchrohrüberhitzer
94-263-420: Baujahre 1909-12, Antrieb auf dritter Kuppelachse
94-421-461: ab Baujahr 1913, T16 verstärkte Bauart



Baureihe 94

Baureihe 94

Baureihe 94

Baureihe 94

Baureihe 94

Baureihe 94

Baureihe 94

Baureihe 94-Werkszeichung
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Die Baureihe BR 95 bzw die T 20
Zu den Giganten der deutschen Tenderloks gehörten die Tenderloks der Baureihe T 20. Die Loks entstanden bei der Lokomotivfabrik Borsig als Weiterentwicklung der berühmten Loks der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn. Die T 20 ist eine Entwicklung der preußischen Staatsbahn und wurde als Zug- und Schiebemaschine auf den Steilrampen der Mittelgebirge eingesetzt.

Bis zum Jahre 1924 lieferte Borsig insgesamt 45 Lokomotiven die mit der Riggenbach-Gegendruckbremse ausgerüstet waren. Die Reichsbahn übernahm alle Maschinen. Zur Deutschen Bundesbahn kamen nach dem Krieg 14 Stück, die im BW Aschaffenburg stationiert waren. Diese Maschinen wurden dann im Jahre 1956 ausgemustert.

Die restlichen Lokomotiven verblieben bei der Deutschen-Reichsbahn-DDR. Die meisten dieser Loks wurden dort von 1966 bis 1968 mit einer Ölfeuerung ausgerüstet.

Technische Daten:
Achsanordnung: 1 'E1'h2
Treib- und Kuppelradanordnung: 1400 mm
Laufrad - vorne: 850 mm
Laufrad - hinten: 850 mm
Länge über Puffer : 15.100 mm
Dienstgewicht: 122 t
Leistung: 1620 PS
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Treibraddurchmesser: 1,4 m
Kesselüberdruck: 14 bar
Zylinderdurchmesser: 700 bar
Kolbenhub: 660 bar
Achslast (max): 19,5 t
Lokdienstlast: 127,40 t
Baujahr: 1922 t



Baureihe 95

Baureihe 95

Baureihe 95

Baureihe 95

Baureihe 95
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Die Baureihe BR 98 (Tenderlokomotive)

Die Baureihe 98 wurde von der Münchener Lokomotivfabrik Krauss gebaut. Die erste Lok wurde 1911 fertiggestellt. Die Lok war eine vierfach gekuppelte Tenderlokbaureihe und war in Bayern unter der Bezeichnung GtL 4/4 benannt. Mit dieser Bauart stand für den Nebenbahndienst eine leistungsfähige und kurvengängige Lokomotive zur Verfügung. Insgesamt wurden 117 Loks gebaut.
Bei der Deutschen Reichsbahn bekamen die Maschinen die Baureihe 98.8 zugewiesen. 29 Exemplare der GtL 4/4 wurden mit einer Vorlaufachse versehen und zur BR 98.11. Im Jahre 1970 wurden die letzten Loks dieser Baureihe ausgemustert.

Technische Daten:
Bauart: D h2
Länge über Puffer: 9,25 m
Dienstgewicht: 46,3 t
Leistung: 450 PSi
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Treibraddurchmesser: 1,006 m
Kesselüberdruck: 12 bar



Baureihe 98

Baureihe 98
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Die Baureihe BR 99 (Tenderlokomotive)

Im Jahre 1929 war von der Fa. Hartmann in Chemnitz die erste Einheits-Schmalspurlokomotive eine 1‘ E1‘-Heißdampf-(Zweizylinder)-Tenderlokomotive der Baureihe 99-0173 für das sächsische 750 mm Streckennetz gebaut worden.

In diese Zeit fielen auch die Wünsche der RBD Erfurt auf Ersatz der veralteten preußischen Lokomotiven. Das Vereinheitlichungsbüro der Deutschen Lokomotivbau-Vereinigung hat dann in enger Zusammenarbeit mit dem Lokomotivdezernat des Reichsbahn-Zentralamtes für Maschinenbau, unter Zugrundelegung der „Vorläufigen Bedingungen für den Bau von Schmalspurfahrzeugen (Bfs), sowie der „Grundzüge für die Bau- und Betriebseinrichtungen der Lokalbahnen (Grz)" die Baureihe 9922 für die 1.000 mm Spurweite, die hinsichtlich der Dimensionierung und Umgrenzung geplant.

Der dann vom Reichsbahn-Zentralamt genehmigte Entwurf der 9922 zeigt eine fünfach gekuppelte Dampf-Tenderlokomotive mit vorderer und hinterer Laufachse, die einerseits einen zu großen Massenüberhang vermieden, andererseits die gerade im Schmalspurbetrieb erwünschten guten Führungseigenschften in beiden Fahrtrichtungen gewährleistete.

Entsprechend dem vorgesehenen Verwendungszweck sowohl im gemischten Personen-/Güterverkehr, als auch für eine separate Betriebsführung, wurde die Höchstgeschwindigkeit der Baureihe 9922 auf 40 km/h festgelegt. Der kleinste befahrbare Gleisradius betrug 50 m.

Im Pflichtenheft wurde die Beförderung von 1.100 t in der Ebene auf gerader Strecke mit 40 km/h gefordert. Auf 10 Promille Steigung und 60 m Krümmungshalbmesser wurden bei der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit 145 km/h und bei 25% und 60 m Gleisradius und 20 (30) km/h bei 195 (110)t errechnet.

Die konstruktive Durchbildung der Baureihe 9922 erfolgte in enger Anlehnung an die bereits vorhandenen regelspurigen Einheitstenderlokomotiven der DRG. So konnte beispielsweise unter Ausnutzung des für 1.000 mm Spurweite geltenden Regellichtraumprofils, der leistungsfähige Kessel der Baureihe 81 mit geringfügigen Änderungen der Dome und der Rauchkammer übernommen werden.

Bei einem lichten Rohrwandabstand von 3.500 mm und einem inneren Kesseldurchmesser von 1.500 mm betrug die Verdampfungsheizfläche 95,9 m2. Daraus resultierte unter Berücksichtigung eines Betriebsdrucks von 14 bar eine Zughakenleistung von 478—515 kW.

Die feuerberührte Heizfläche der Feuerbüchse war mit 7,7 m2 und die Rostfläche mit 1,78 m2 bemessen. Der sehr geräumige, zwischen 3. und 5. Kuppelradsatz angeordnete Aschkasten erhielt außer den vorn und hinten üblichen Luftklappen zwei weitere seitliche Klappen, um die durch die Schmalspur bedingte schlechte Luftzufuhr unter dem Rost auszugleichen. Der Überhitzer bestand aus 32 Rohrelementen mit 23/29 mm Einzelrohrdurchmesser und 33 m2 Gesamtheizfläche. Zur Speisung des Kessels dienten eine Nielebock-Knorr-Verbundkolbenpumpe mit 150 l/min Fördermenge sowie eine saugende Strahlpumpe mit 125 l/min Leistung.

Wie bei allen Einheitslokomotiven war auch für die Baureihe 9922 ein Barrenrahmen vorgesehen worden, dessen Mittenabstand 670 mm betrug. Die 60 mm starken, allseitig bearbeiteten Rahmenwangen zogen sich in einem Stück von der vorderen bis zur hinteren Pufferbohle durch und waren im Bereich der Lenkgestelle soweit hochgezogen, dass die Radsätze unter dem Rahmen durchschwenken konnten.

Das Triebwerk arbeitete als Zweizylinderheißdampfmaschine mit einfacher Dampfdehnung. Jeder der beiden mit 500 mm Durchmesser und ebenfalls 500 mm Hub ausgeführten Zylinder stellte mit dem zugehörigen Schieberkasten einen symmetrischen Block dar, so dass für beide Maschinenseiten nur ein Zylindermodell benötigt wurde. Auf den Schieberkästen waren zusätzlich Druckausgleicher mit zwei luftgesteuerten Eckventilen vorgesehen. Die Übertragung der Kolbenschubkräfte erfolgte über die Treibstangen auf die dritte Kuppelachse. Die Steuerung entsprach der Heusinger-Bauart für Inneneinströmung mit nacheilenden Gegenkurbeln und mit hinten liegender Kuhn‘scher Schleife.

Das Fahrwerk hatte bei einem Gesamtradstand von 8.700 mm die symmetrische Radsatzfolge 1‘ E1‘ 1'. Die Verteilung des Reibungsgewichts von ca. 50 t aufS gekuppelte Achsen war aufgrund der geringen zulässigen Radsatzlast von nur 10 t erforderlich geworden. Das vordere und hintere einachsige Deichselgestell entsprachen der Bauart Bissel mit 1.600 mm Führungshalbmesser, 550 mm Raddurchmesser, sowie vorn 130 und hinten 150 mm Seitenausschiag nach beiden Seiten. Das mit 1 000 mm Raddurchmesser ausgeführte Triebfahrwerk besaß einen festen Radstand von 3.600 mm, d.h. die 1., 3. und 4. Kuppelachse waren fest im Rahmen gelagert, die 2. und 5. Kuppelachse mit beidseitig 20 mm Seitenverschiebbarkeit versehen. Der Treibradsatz erhielt um 13 mm geschwächte Spurkränze. Die Lokomotive stützt sich in vier Punkten auf das Laufwerk ab, wobei auf jeder Maschinenseite die Federn der vorderen drei und hinteren vier Achsen als getrennte Gruppen durch Längsausgleichhebel untereinander verbunden wurden.

Als Bremseinrichtung erhielt die Baureihe 9922 eine selbsttätig wirkende Einkammerbremse Bauart Knorr mit Zusatzbremse und eine Wurfhebel-Handbremse. Eine zweistufige Knorr-Luftpumpe förderte Bremsluft in zwei quer unter dem Langkessel gelagerte, hintereinandergeschaltete Hauptluftbehälter von je 400 l Inhalt. Da die Luftleitung zu den Wagen einseitig auf der rechten Lokomotivseite verlegt war, durfte die Maschine nicht auf Drehscheiben gedreht werden. Dasselbe galt auch für die mit demselben System ausgerüsteten Waggons.

Als Zusatzeinrichtungen seien noch das auf der Rauchkammer hinter dem Schornstein sitzende Knorr-Druckluftläutewerk und die von einem 2,5 kW-AEG-Turbodynamo gespeiste Lokomotivbeleuchtung genannt. Die Unterbringung der Vorräte erfolgte zu einem Teil in zwei langen Wasserkästen beidseits det Langkessels sowie hinter dem geräumigen Führerhaus in einem 3 t fassenden Kohlenbehälter und dem darunter liegenden Zusatzwassertank. Die drei insgesamt 8 m3 fassenden Wasserkästen waren untereinander durch Rohre mit 116,5 mm lnnendurchmesser verbunden.

Von der Baureihe 9922 wurde 1930 nur eine einzige „Serie“ von drei Exemplaren von der Berliner Maschinenbau-AG, vormals Schwartzkopff, in Wildau bei Berlin unter den Fabriknummern 9920 — 9922 gebaut. Diese imposanten Loks waren und blieben die größten und leistungsfähigsten Schmalspur-Steifrahmen-Tenderlokomotiven der DRG. Nach ihrer Ablieferung an die RBD Erfurt kamen sie auf der Strecke Eisfeld — Schönbrunn zum Einsatz.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und der Besetzung Norwegens durch deutsche Truppen kamen zwei Maschinen der Baureihe 9922 auf der von Thamshavn nach Lokken führenden Kupfererzbahn zum Einsatz.

Die beiden 9922 verblieben auch nach dem Krieg in Norwegen. Im Jahre 1947 schied die Baureihe 99-223 bei der Thamshavn-Bahn aus, während die 99-221 im Jahre 1953 ausgemustert wurde.

Die bis 1966 auf ihrer Stammstrecke verbliebene 99-222 kam am 1. August 1966 zum Bw Wernigerode-Westerntor, von wo sie auf der Harzquerbahn Nordhausen — Wernigerode eingesetzt wurde.

Im November 1973 erhielt sie im Raw Görlitz im Austausch gegen den ursprünglichen Knorr-Vorwärmer eine moderne Mischvorwärmeranlage. Als letzte der drei größten Einheits-Schmalspurtenderlokomotiven bildete schließlich die 99-222 (später umgezeichnet in 99-7222-5) Grundlage und Vorbild der von 1954 bis 1956 von der DR neu beschafften 17 1‘E1‘h2-Tenderlokomotiven der Baureihe 9923_24.



Baureihe 99

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