Geschichte der deutschen Eisenbahn - hier: Dieselloks: Dieseltriebwagen - Fernschnelldieseltriebwagen
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    Fernschnelldieseltriebwagen

    - Fernschnelldieseltriebwagen VT 11.5

    - Fernschnelldieseltriebwagen VT 08.5

    - Fernschnelldieseltriebwagen VT 12.5

    - Dieselschnelltriebzug - SVT 137

    - Dieselschnelltriebzug - SVT 175


    Regionale Dieseltriebwagen

    - Einleitung

    - Dieseltriebwagen VT 12.5 und VT 08.5 (BR 612 und 613)

    - Dieseltriebwagen VT 23 und VT 24 = Baureihe 624

    - Dieseltriebwagen - VT 25

    - Dieseltriebwagen - VT 32 -

    - Dieseltriebwagen - VT 38

    - Dieseltriebwagen - VT 60

    - Dieseltriebwagen - VT 95 bzw DB 795

    - Dieseltriebwagen - VT 98 bzw DB 797

    - Diesel- Integral-Triebwagen VT 102 -

    - Dieseltriebwagen - VT 137

    - Dieseltriebwagen - VT 175

    - Der Dieseltriebwagen - Baureihe 610 - Der Pendolino

    - Der Dieseltriebwagen - Baureihe 614

    - Der Dieseltriebwagen VT 23.5 und VT 24.5 = Baureihe 624 und 634

    - Die Dieseltriebwagen - Baureihe DB 627

    - Die Dieseltriebwagen 628

    - Regioshuttle VT 642

    - Dieseltriebwagen NE 81 bzw Baureihe 626 und Baureihe 926

    - Regioshuttle RS 1

    - Nahverkehrszug RBDe 561

    - Museumsloks ---> Triebwagen

    - Interessante Links


Fernschnelldieseltriebwagen - die Historie

Bereits Ende der zwanziger Jahre wuchs die Konkurrenz von Kraftfahrzeugen und Flugzeugen gegenüber der Eisenbahn stark an. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) konnte sich dieser Herausforderung nur stellen, indem sie ihren Fahrzeugpark erneuerte und die Zugverbindungen verbesserte. Besonderes Augenmerk richtete die DRG (Deutsche Reichsbahn Gesellschaft) auf die Einrichtung schneller Tagesverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Reiches mit Fahrzeugen, die fahrzeitmäßig konkurrieren konnten und im Reisekomfort überlegen waren.

Die Antwort auf diese Herausforderung war der sog. Schnell-Verbrennungs-Triebwagen, der als "SVT" bezeichnet wurde. Diese Triebwagen waren für die Fernreisen konzipiert. Er wurde in den Jahren 1935 bis 1936 in 13 Garnituren gebaut und konnte schon damals eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Er war wegweisend für das Konzept schneller Städteverbindungen durch Triebzüge die letztlich dann bis zum heutigen ICE weiter entwickelt wurden.

Als erste Antwort auf diese Herausforderung ging am 15. Mai 1933 als „Fliegender Hamburger zwischen Berlin und Hamburg in den Streckendienst. Der „Fliegende Hamburger (SVT 877, später VT 04.000) war der erste deutsche Fernschnelltriebwagen, der planmäßig eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h erreichte. Dies war zur damaligen Zeit eine beachtliche Geschwindigkeit, da die Fernreisezüge des allgemeinen Verkehrs zu dieser Zeit nicht die Geschwindigkeit von 100 km/h überschritten.

Der Erfolg mit diesem Zug ermutigte die DRG bald weitere Städteverbindungen mit ähnlichen Triebwagen aufzunehmen.

Es entstand ein deutsches Triebwagen-Schnellverkehrsnetz, das bei den Reisenden gut ankam und auch im Ausland viel Beachtung fand. So manche ausländische Bahnverwaltung folgte diesem Beispiel und baute ein ähnliches Triebwagennetz auf.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges endeten die so hoffnungsvoll begonnenen Schnellverbindungen, da kriegsbedingt kein Geld mehr frei war für den weiteren Ausbau des Fernverkehrsnetzes.

Mach dem Krieg waren noch vier SVT-Züge im Bestand der Deutschen Bundesbahn und wurden in VT 06 umgezeichnet. Ein Triebzug kam zur Deutschen Reichsbahn. Die Triebzüge der DB wurden häufig umlackiert. Die originale Farbgebung violett/creme wurde kurzzeitig in blaugrau/creme geändert, später in das leuchtende Blau der F-Züge, danach in das bis in die siebziger Jahre gebräuchliche Triebwagen-Rot.

Ende der vierziger Jahre baute die Deutsche Bundesbahn langsam wieder Fernschnellverbindungen auf. Die verbliebenen SVT verkehrten wieder im Fernschnellverkehr, allerdings nicht so schnell wie vor dem Krieg und wegen der neuen politischen geographischen Situation (Teilung Deutschlands) auch nicht mehr auf den klassischen SVT-Strecken.

Schon bald reichten dann aber die verbliebenen Triebwagen nicht mehr aus. Es entstand eine Reihe neuer beachtenswerter Fernschnelltriebwagen, wie der VT 08.5, der VT 12.5 und die Leichtmetall- Gliedertriebzüge VT 10.501 und VT 10.551.

Die neuen politischen Grenzen Deutschlands beschränkte diesen Schnellverkehr allerdings nur auf einen Bruchteil des ehemaligen Deutschen Reiches.

Dieseltriebwagen waren in den 50iger Jahren die schnellsten Züge im bundesdeutschen Fernverkehr. Längere elektrifizierte Strecken gab es nur wenige.

Mit Dieseltriebwagen entfielen Lokwechsel, die Energievorräte mussten selbst über längere Strecken nicht ergänzt werden und in Kopfbahnhöfen und bei Richtungswechsel konnte der Aufenthalt auf die Zeit beschränkt werden, die der Lokführer brauchte, um von einem Zugende zum anderen zu gelangen.

Weitere Vorteile von Triebwagen gegenüber lokbespannten Zügen war das verhältnismäßig geringeres Gesamtzuggewicht und die exakt auf das Zuggewicht ausgelegte Motorleistung.

Die Fernschnelldieseltriebwagen traten durch die besonders luxuriös ausgestatteten Wagen hervor. Besonders der von der Deutschen Reichsbahn eingesetzte Dieseltriebwagen "Fliegender Hamburger" machte großen Eindruck auf die Passagiere.
Die große Zeit der Fernschnelldieseltriebwagen war kurz vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Nach dem zweiten Weltrkrieg war diesen dieselbetriebenen Zügen, wegen der fortschreitenden Elektrifizierung, nur noch wenig Zeit beschieden.

Die Dieseltriebwagen für den Nah-und Regionalverkehr hatten aber ihre Blütezeit nach dem zweiten Weltkrieg noch vor sich. Da die Dampfloks für den Nah- und Regionalverkehr wegen der hohen Unterhaltskosten ausgemustert werden mussten, konnte diese entstehende Lücke durch die sog. Schienenbusse, ausgefüllt werden.



Dieseltriebwagen



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Die Vorkriegs-Schnellverkehrstriebwagen - SVT -



Verglichen mit anderen Verkehrsmitteln war die Eisenbahn von ihrer Erfindung an bis in die zwanziger Jahre sehr schnell vorangeschritten. In den Staaten, die auf private Bahngesellschaften setzten (z.B. USA) wurde bei der Entwicklung großer Wert auf hohe Geschwindigkeiten gelegt. Dieses Verlangen gab es auf dem Gebiet des Deutschen Reiches nur vereinzelt. Die Reisegeschwindigkeiten der verschiedenen deutschen Bahnverwaltungen und der im Jahre 1921 gegründeten Deutschen Reichsbahn (DRG) lagen im internationalen Vergleich sehr niedrig.

Durch das verstärkte Aufkommen des Individualverkehrs (hervorgerufen durch die Automobilentwicklung) und die Entwicklung des Luftfahrverkehrs führten Ende der 1920iger Jahre dazu, dass schnellere Schienenverbindungen angeboten werden mussten um nicht Kunden an andere Verkehrsträger zu verlieren.

Schnellfahrversuche gab es zwar schon Anfang des 20igsten Jahrhunderts; dies waren aber Versuche um die technischen Möglichkeiten auszuloten. Wirtschaftliche Gründe waren hier nicht der Auslöser. Im Jaher 1903 fuhr man auf einer Militäreisenbahn mit Drehstromtriebwagen 210 km/h schnell. Während des Ersten Weltkrieges fanden Versuche mit einem "Propellerwagen“ statt. Im Jahre 1928 fuhr Fritz von Opel mit einem Raketenauto 250 km schnell auf Schienen. Erst als der Ingenieur Kruckenberg Versuche mit seinem „Schienenzeppelin“ machte, kam auch der wirtschaftliche Durchbruch für den Schnellverkehr auf Schienen. Durch den Schienenzeppelin konnte bewiesen werden, dass eine günstige Formgebung und eine entsprechende Leichtbauweise Schnellfahrten auch wirtschaftlich möglich machten.

Bei der Firma Wumag in Görlitz wurde im Jahre 1931 ein zweiteiliger Schnelltriebwagen mit dieselelektrischem Antrieb von der DRG in Auftrag gegeben.

Der Bau eines Schnelltriebwagens mit einer angestrebten Geschwindigkeit von 160 km/h brachte aber erhebliche technische Probleme mit sich.

Der Zug musste auf jeden Fall innerhalb des gegebenen Vorsignal-Abstandes abgebremst werden können. Das erforderte neue Wege der Bremstechnik. So wurden an jedem Rad Bremstrommeln angebracht und zusätzliche eine Magnetschienenbremse für den Notfall. Hinzu kamen, dass die geforderten Werte von Beschleunigung und Endgeschwindigkeit eine relativ hohe Leistung erforderten. Deshalb mussten zwei 410 PS-Maybach-Diesel in die beiden Enddrehgestelle des Schnelltriebwagens eingebaut werden. Zusätzliche Generatoren mussten Strom für die zwei Tatzlager-Elektromotoren der beiden Achsen des mittleren Drehgestells erzeugen. Die angestrebte Höchstgeschwindigkeit erforderte schließlich eine entsprechende ärodynamische Gestaltung des Fahrzeugkopfes. Im Windkanal der Zeppelin-Luftschiffbau GmbH Friedrichshafen wurde die günstigste Form gesucht. Das Resultat war dann das bekannte heruntergezogene Dach und die beidseitigen Schürzen des „Fliegenden Hamburgers“. Die Form des "Fliegenden Hamburgers" war somit ein Produkt aus dem Windkanal.

Die Auslieferung an die DRG erfolgte dann im Jahre 1932 unter der Betriebsnummer „877a1b“.

Ab 15. Mai 1933 wurde dann dieser erste Schnelltriebwagen der Deutschen Reichsbahn als FD1/2 („SVT 877a/b“) planmäßig zwischen Hamburg-Altona-Hbf und Berlin-Lehrter Bahnhof eingesetzt.

Der „Fliegende Hamburger“ wie der erste SVT auch im Volksmund genannt wurde, zeigte den Beginn einer Entwicklung an, die über den VT 08 der 1950iger Jahre über die leichten Fernverkehrszüge zu dem heutigen ICE-Netz führt.

Bereits die außerliche Form dieser Triebwagen war eine Sensation. Es symbolisierte das neue Geschwindigkeits-Zeitalter auf der Schiene. Dagegen war der Komfort noch nicht so recht vorangekommen. In den beiden Wagenkästen ging es recht eng und laut zu.

Immerhin baute man 102 Plätze in zwei Großräumen (und noch weitere vier Plätze in einen Speiseraum) ein (vier Sitze in einer Reihe). Dies entsprach im Sitzkomfort keinesfalls der damaligen 2. Klasse in den D- und erst recht nicht den ersten FD-Zügen. Doch durch die deutlich reduzierte Reisezeit glaubte man bei der DRG, dies den Fahrgästen zumuten zu können.

Sachsenroß
Das Sachsenroß

Aufgrund seiner Schnelligkeit war der Zug in der Nacht von Hamburg abgefahren, am Morgen in der Reichshauptstadt Berlin und und abends wieder zurück. Die Störanfälligkeit dieser völligen Neukonstruktion war erstaunlich gering. In den ersten zwei Einsatzjahren wurden rund 85 % aller planmäßigen Fahrten ausgeführt und der Reserve-Zug aus einer 03-Dampflok mit drei Wagen musste eigentlich nur dann eingesetzt werden, wenn der SVT 877 für Versuchsfahrten, Ausstellungen oder Fristuntersuchungen abgezogen wurde.

SVT-137 Bild
Modell von der Fa. Kato

Bauarten
a) Bauart: Fliegender Hamburger
Stückzahl: 1
bis 1957 bei der Deutschen Bundesbahn
Indienststellung: 1932
Umbau: 1952
DRG-Bezeichnung: SVT 877a/b
DB-Bezeichnung: VT 04000
Gattung: BPw Bük/ADr
Achsfolge: 2'B0'2'
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Länge: 41.906 mm
Kraftübertragung: elektrisch
Motorleistung: 2 x 410 PS
Dienstlast: 75 t bzw 93,8 t
Sitzplätze: 102 bzw 65 (nach dem Umbau)

Bauart - Fliegender Hamburger
Bild stammt aus dem em-Magazin 2/85

b) Bauart: Leipzig
Das Bedürfnis der DRG für die Anbindung Schlesiens und Ostpreußens auch Schnelltriebwagen mit zusätzlicher 3. Klasse anzubieten führte zum Bau eines dreiteilige Schnelltriebwagens vom Typ „Leipzig". Dieser Bautyp entstand durch das Einschieben eines Mittelteils in die Bauart „Hamburg“. Um eine ausreichende Beschleunigung zu erreichen, wurden die 410 PS 12-Zylinder-Maybach-Motoren durch Aufladung auf 600 PS gebracht. Auch diese Züge wurden 1935 ausgeliefert. Mit 30 Plätzen 2. Klasse und 109 Plätzen 3. Klasse fuhren sie dann ab dem Winterfahrplan 1935/36 zwischen Berlin und Beuthen über Breslau.
Anzahl: 4 Stück
bis 1957 bei der Deutschen Bundesbahn
Indienststellung: 1935 und 1937
Nummer bei der DRG: SVT 137 233/234a-c und SVT 137 153/154s-c
Nummer bei der DR: 183.251-8
Gattung: BCPwPost 8k/ABDPostür
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Achsfolge: 2‘Bo‘+Bo‘2‘ und B‘2+2B‘
Länge: 60.150 mm
Motorleistung: 2 x 600 PS
Dienstlast: 133 t / 124 t
Kraftübertragung: elektrisch bzw. hydraulisch

Bauart - Leipzig
Bild stammt aus dem em-Magazin 2/85

Bauart - Leipzig

Bauart - Leipzig

c) Bauart: Berlin
Die Nachfrage nach den Fernschnelldieselwagen überraschte die Reichsbahnführung. Deshalb begann schon im Jahre 1936, fast gleichzeitig mit den Arbeiten an der dreiteiligen Bauart „Köln“, die Entwicklung eines vierteiligen Schnelltriebzuges. Diese Typ „Berlin“ wurde gegenüber den anderen Schnellverkehrszügen in der maschinentechnischen Anordnung stark verändert. Die benötigte höhere Leistung konnte nicht mehr in den Kopfteilen angeordnet werden, so dass ein Drei-Wagen-Zug, mit einem gesonderten Maschinenwagen entwickelt werden musste. Als Antrieb diente erstmals ein langsamlaufender Großdieselmotor von MAN mit einer Leistung von 1.350 PS (zuzüglich eines Hilfsdiesels von 150 PS für die Nebenaggregate) mit Generator. Die gesamte Anlage war in einem besonderen Maschinenwagen untergebracht, in dem außerdem noch das Postabteil und die Gepäckablage Platz fanden. Im anschließenden Dreiwagenzug waren nur Räume für Reisende in Form von Einzelabteilen 2. Klasse mit Seitengang untergebracht. Im Endwagen waren ein Speiseraum mit Küche und Anrichte eingebaut. Der vierteilige Zug war an jedem Ende mit einem Führerstand ausgerüstet. Ein Drehgestell des Wagenzuges und ein Drehgestell des Maschinenwagens war mit Fahrmotoren versehen. Durch diese Anordnung wurden in jeder Fahrtrichtung bis zur Höchstgeschwindigkeit gute Fahreigenschaften ermöglicht. Der Maschinenwagen war mit dem Wagenzug durch eine automatische Kupplung verbunden. Der Maschinenwagen selbst konnte allein fahren und war bequem auszuwechseln. Die Inspektion und Reparatur des Maschinenwagens im Bahnbetriebswerk war somit jederzeit möglich. Es waren alle empfindlichen Betriebsanlagen konzentriert untergebracht. Gebaut wurden zunächst zwei komplette Züge. 1939 kam ein dritter Maschinenwagen hinzu. Ab Sommerfahrplan 1939 kamen nach der Erprobung durch die Versuchsämter beide Züge auch gelegentlich in den Betriebseinsatz. Nach Ende des 2. Weltkrieges verblieben im Westen nur die Wagen, aus denen dann der VT 07.5 aufgebaut wurde. Einer der drei Maschinenwagen fand sich unversehrt in der ehemaligen DDR. Die Deutsche-Reichsbahn-DDR entwickelte zusammen mit den Vorkriegs-Schnellzugwagen und einem übrig gebliebenen Steuerwagen einen neuen vierteiligen SVT, der unter anderem auch als „Saßnitz-Express“ lief.
Anzahl: 3 Maschinenwagen
Indienststellung: 1938
Umbau: 1951
Nummer bei der DRG: SVT 137-901 bis SVT 137-902
Nummer bei der DB: VT07-501, VT07-502)
Gattung: BPwWR 12kükl/ADRü
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h bzw 120 km/h
Achsfolge: 2‘Bo + 2'2‘ + 2'2‘ + Bo‘2 / B‘2‘ + 2'2 + 2'2‘
Länge: 96.765 mm bzw 69.750 mm
Motorleistung: 1.000 PS / 800 / 1000 PS
Dienstlast: 210,60 t / 146 t
Kraftübertragung: elektrisch bzw. hydraulisch

Bauart - Berlin
Bild stammt aus dem em-Magazin 2/85


d) Bauart: Hamburg
Anzahl: 13 Stück
bis 1957 bei der Deutschen Bundesbahn
Indienststellung: 1935
Umbau: 1951
Nummer bei der DRG: SVT 137-149 - 152a/b
Nummer bei der DR: VTO4-501/183.001-3 u. 183.252
Nummer bei der Deutschen Bundesbahn: VTO4 101, 102, 106, 107; SVT 137-224-232a/b
Gattung: BPw 6ük/ADr
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Achsfolge: 2‘Bo‘2‘ bzw. B‘2‘B‘
Länge: 44.256 mm
Motorleistung: 2 x 410 PS
Dienstlast: 100 t / 95.1 t --> VT04-5011
Kraftübertragung: elektrisch bzw. hydraulisch --> VT04-501

Bauart - Hamburg
Bild stammt aus dem em-Magazin 2/85

e) Bauart: Köln
Schon im zweiten Einsatzjahr der Bauart „Hamburg“ wurde festgestellt, dass auch im Bereich der Triebwagen mit ausschließlich 2. Klasse-Abteils die Kapazitätsgrenzen erreicht wurden. Die Züge waren trotz Doppeltraktion immer voll belegt. Für die stark belasteten Verbindungen wurde deshalb ein dreiteiliger Zug benötigt, der auch einen höheren Komfortstandard aufweisen sollte. Gebaut wurde zwei kurz gekuppelte vierachsige Triebwagen mit einem vierachsigen antriebslosen Mittelwagen. Die Motorleistung blieb unverändert. Ebenso wurde der dieselelektrische Antrieb beibehalten. Die Bauart „Köln“ stellte mit 14 Stück - sie wurden alle bis zum Jahre 1939 ausgeliefert - die umfangreichste Einzelserie bei den Schnelitriebwagen der Deutschen Reichsbahn dar.
Anzahl: 14 Stück
bis 1957 bei der Deutschen Bundesbahn
Indienststellung: 1938
Umbau: 1951
Nummer bei der DRG: SVT 137 253-258 u.851 -858a-c
Nummer bei der DB: VT06-102 bis VT06-104 u. vT 06-106-111 + VT-06-501
Gattung: BPw WR 12ük/ADür
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Achsfolge: 2‘Bo‘+Bo‘2‘ und B2‘ + 22‘ + 2‘B‘
Länge: 70.205 mm
Motorleistung: 2 x 600 PS
Dienstlast: 167 t / 159 t
Kraftübertragung: elektrisch bzw. hydraulisch --> (VT 06-501 und VT 06-502)

Bauart - Köln
Bauart - Köln
Bauart - Köln
Bauart - Köln
Die Bilder stammen aus dem em-Magazin 2/85

f) Kruckenbergs Versuchszug
Fast zeitgleich mit den beiden Versuchszügen der Bauart „ Berlin“ wurde im Jahre 1938 noch ein weiterer neuer Schnelltriebwagen auf Reichsbahn-Gleise gestellt. Der Konstrukteur Kruckenberg, der zu Beginn der 1930iger Jahre mit dem „Schienenzeppelin“ bahnbrechende Geschwindigkeitsversuche durchgeührt hatte, wurde der Deutschen Reichsbahn beauftragt einen eigenen Entwurf für einen dreiteiligen dieselhydraulischen Schnelltriebwagen aufzustellen. Der Zug sollte sich allerdings in seiner Konzeption sowohl betrieblich, als auch verkehrlich in das inzwischen aufgebaute SVT-Netz integrieren. In Zusammenarbeit mit den Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken (Westwaggon), Köln-Deutz, baute er den „Versuchstriebwagen Bauart: Kruckenberg, der die Betriebsnummer 137-155a-c erhielt. Er wich in seinem Erscheinungsbild deutlich von den übrigen Schnellverkehrstriebwagen ab. Im gewölbten Vorbauten vor dem hochliegenden Führerstand ließen sich jeweils aufgeladene 600 PS-Diesel unterbringen. Leider hatten die Züge aber Probleme mit den Achsen und den Lagern. Dies hatte zur Folge, dass die Wagen immer wieder in die Werkstatt mussten. Der Zug hatte aber hervorragende Laufeigenschaften und erreichte Rekordgeschwindigkeiten von bis zu 215 km/h. Zwei Tage nach der Rekordfahrt mit 215 km/h brach erneut eine Achse. Bevor dieser Schaden repariert werden konnte, kam 1939, kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, die Mineralölbewirtschaftung und weitere Versuchsfahrten mussten abgesagt werden.

Bauart: Kruckenberg
Das Bild stammt aus dem em-Magazin 2/85


g) Weitere Züge
Auf dem Projektionstisch war noch eine weitere SVT-Bauart ferig gestellt. Es war eine vierteilige Einheit, die in der Konzeption an die Bauart „Köln" anknüpfte. Da die Motoren noch keine höhere Leistung als 650 PS hatten, war ein extremer Leichtbau mit Alu-Profilen vorgesehen. Deshalb sollte auch die ehemalige Luftschiffwerft in Friedrichshafen die vorgesehenen 30 Triebzüge bauen.

Leider wurde dieser Auftrag wegen des Ausbruches des Krieges gestoppt. Es bleibt hervorzuheben, dass die DRG in sieben Jahren (1932 bis 1939) den Aufbau eines Schnellverkehrsnetzes geschafft hat. Auf 13 Strecken waren die verschiedenen SVT-Bauarten täglich im planmäßigen Einsatz. Mit der Einführung des „Militärfahrplans am 22. August 1939 endete der gesamte Schnelitriebwagenverkehr der Deutschen Reichsbahn. Zunächst wurden alle Züge abgestellt, später wurden die Züge sowohl der Wehrmacht, als auch dem Diktator-Regime zur Verfügung gestellt. Einige Züge wurden auch an der Ostfront eingesetzt. Viele Züge wurden dann auch im Krieg zerstört.
Die Geschichte der Schnellverkehrstriebwagen nach dem Krieg

Die Mehrzahl der noch intakten SVT 137 wurde zu Kriegsende von den Amerikanern rekrudiert. Der SVT 137 „Fliegende Hamburger" landete bei der französischen Armee. Einer der sog. „Führerzüge", der SVT 137-274a-c, wurde im Mai 1946 mit anderem besonders interessanten Eisenbahnmaterial — einschließlich der Dampfmotorlok 19-1001 in die USA gebracht. Einige Züge blieben in der CSR. Von den 36 gebauten Vorkriegs SVT fuhren nach 1945 noch 17 im Bereich der späteren Deutschen Bundesbahn und zehn fuhren in der damaligen sowjetischen Besatzungszone.

VT07-501


Es dauerte sehr lange bis sich die Verkehrsverhältnisse in den drei westlichen Besatzungszonen wieder normalisierten. Die „Währungsreform" war auch für die Bahnverwaltungen in den Westzonen eine Art Aufbruchssignal. Alle noch nach 1945 einigermaßen gut erhaltenen Züge fuhren in dieser Zeit schon für die Besatzungsmächte. Der erste zivile Schnelltriebwagenlauf nach dem Kriege begann am 2. Oktober 1949 mit dem zweiteiligen SVT „Rhein-Main“ als Ferndieseltriebwagen Basel - Badischer Bahnhof — Frankfurt. Hierzu wurde der alte ‚Fliegende Hamburger“ so umgebaut, dass er nunmehr über 67 Plätze der 2. Klasse und 27 Plätze der3. Klasse verfügte. Nach dem neuen Nummernplan erhielt er die Betriebsnummer SVT 04000. Zum Sommerfahrplan 1950 kamen die ersten drei SVT 06.1, die ehemalige Bauart „Köln“, hinzu. Der SVT 04000 wurde erneut umgebaut und jetzt ein komfortables Fahrzeug mit 65 Plätzen 2. Klasse und zusätzlicher Küche. Im Jahre 1951 standen dann auch noch ein SVT 04.5 (Bauart „Hamburg“) und zwei SVT 06.5 zur Verfügung.

Es kamen dann auch zeitnah die beiden SVT 07.5, die aus den beiden Drei-Wagen-Zügen der Bauart „Berlin“ rekrutiert wurden und deren Maschinenwagen im Krieg verloren ging zum Einsatz.

Bei den SVT 07 rüstete man die beiden b-Wagen mit einem neuen Triebdrehgestell mit 800 PS-, später 1.000 PS-Dieselmotor und hydraulischer Kraftübertragung aus. Vom Antriebskonzept her sind diese beiden Züge dann zum Muster für die erste echte Nachkriegs-Schnelltriebwagen-Bauart, die VT 08.5, geworden.

Mit diesen Fahrzeugen wurde bald schon wieder ein erstaunlich umfangreiches Netz im Bereich der Bundesrepublik Deutschland (vor der Wende) bedient.

Es begannen dann auch die Fahrten ins Ausland (Zürich, Amsterdam), die es vor dem Krieg mit den Schnellverkehrstriebwagen nicht gab. Die Züge der legendär gewordenen Rheinblitz“-Gruppe (nach Regensburg, Basel SBB und München) erreichten Tagesleistungen von 1.290 km.

Am dem Jahre 1957 begann das Ende des Einsatzes der Vorkriegs-Schnellverkehrstriebwagen.

Die Deutsche Reichsbahn der DDR nahm am 21. Dezember 1950 mit Vorkriegs-SVT ihre erste internationale Schnelltriebwagen-Verbindung auf. Weitere Ziele waren Wien (1957), Prag und Brest (1959), sowie Kopenhagen und Budapest, die jedoch überwiegend mit Neubau- oder ausländischen SVT bedient wurden.

In Deutschland verkehrten DR-Schnelltriebwagen nach Hamburg, Saßnitz und München. Aus dem Einsatzbestand der Deutschen Bundesbahn schieden zuerst die SVT 04.0, 04.1 sowie auch die 06.5 und die von den Besatzungsmächten zurückgegebenen 06.1 aus. Ende 1958 kam es dann zu dem viel beachteten Kompensationsverkauf von fünf SVT der Bauart „Hamburg“ und vier der Bauart „Köln“ an die Deutsche Reichsbahn der DDR, bei der sie ihre Vorkriegsnummern zurück bekamen.

Die SVT 06.1 und auch die beiden VT 07.5 wurden verschrottet, da ein Verkauf an die DDR scheiterte.

Der SVT 06-106 mit einem Trieb- und einem Mittelwagen ging an den Eisenbahn-Sport-Verein Konstanz und der andere Endwagen an den Eisenbahn-Hochseesportfischer-Verein, Lubeck mit Standort in Lübeck-Travemünde Hafen.

Der SVT 06-104 wurde von Linke-Hofmann-Busch für das Werksmuseum Salzgitter-Watenstedt gekauft. Der "Fliegenden Hamburger“ ging an das Verkehrsmuseum Nürnberg.

SVT-137 Bild      Karte

Der Schnellverbrennungstriebwagen (SVT) 137-225 a/b gehörte zur Familie der “Fliegenden Züge” der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft (DRG) und wird auch als “Bauart Hamburg” bezeichnet. Zur Familie der “Fliegenden Züge” gehörten auch die dreiteiligen SVT der Bauarten “Leipzig” und “Köln”, die fast zeitgleich mit den Zügen der Bauart “Hamburg” in Betrieb genommen wurden.

Namensgeber für diese Familie aus Schnelltriebwagen war der legendäre “Fliegender Hamburger”, der ab Mai 1933 Berlin und Hamburg in 138 Minuten miteinander verbunden hat - zum Vergleich: ICE 732 wird derzeit mit einem ICE 1 (BR 401) gefahren und benötigt als derzeit schnellster Zug zwischen Berlin und Hamburg exakt die gleiche Zeit! Die “Fliegenden Züge” waren zu ihrer Zeit die schnellsten Züge der Welt!

Die SVT der Bauart “Hamburg” sind ab dem Jahre 1936 von Berlin aus nach Köln, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München gefahren. Dazu gab es noch Verbindungen von Leipzig aus nach Köln und nach Bremerhaven.
Von den 13 gebauten Triebzügen der Bauart “Hamburg” ist heute einzig der SVT 137 225 a/b noch erhalten. Er hatte nach dem 2. Weltkrieg einen Umbau erfahren und diente der DDR - Regierung als Salontriebwagen.

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Die Nachkriegs Fernschnelldieseltriebwagen
a) Fernschnelldieseltriebwagen VT 08.5 bzw Baureihe 613

Anfang der fünfziger Jahre begann die DB mit der Beschaffung von neuen Dieseltriebwagen mit hydraulischer Kraftübertragung, die einerseits im nationalen Fernschnellverkehr, andererseits im Städte-Schnellverkehr eingesetzt werden sollten.

Nachdem die DB im Jahre 1950 die ersten Schienenbusse des Typs VT 95 für den Nahverkehr in Betrieb genommen hatte, folgten im Jahre 1952 Dieseltriebwagen für den Fernverkehr. Die Triebwagen der Baureihe 613 (= VT 08.5) gehörten mit zu den ersten Triebwagenneubauten der Deutschen Bundesbahn die für diesen Anforderungsbereich beschafft wurden.

Im Laufe der Jahre 1954/55 wurden dann die von der DB nachbestellten Fahrzeuge VT 08 (08-515 bis 08—520), sowie VM 08 (08-516 bis 08-522) eingesetzt. Die Triebwagen der Baureihe VT 08.5 bildeten in den fünfziger Jahren das Rückgrat des neu eingerichteten Fernschnellzugnetzes der Deutschen Bundesbahn. Sie liefen teilweise auch gekuppelt mit den noch vorhandenen Vorkriegs-Schnelltriebwagen und erreichten z.B. beim Einsatz als Ferndieseltriebwagen „Rheinblitz“ eine Tagesleistung von 1.500 km.

Bis zu neun Zugeinheiten wurden planmäßig benötigt. Die Züge wurden auch im internationalen Schnelltriebwagenverkehr eingesetzt (nach Paris bzw Zürich).

Da verschiedene bisher als Fernschnelltriebwagen mit VT 08.5 befahrenen Strecken (Rhein-Main, Ruhr-Paris, Saphir, Helvetia) in das damals neu geschaffene TEE-Netz aufgenommen wurden, verdrängte der noch komfortablere VT 11.5 den VT 08.5 bereits nach fünf Einsatzjahren aus einem Teil seiner Strecken.



Die Triebwagenzüge bestanden in der Grundausstattung aus jeweils aus drei Teilen. Wegen ihrer außergewöhnlich schönen und schnittigen Kopfform nannte man diese Züge auch "Eierköpfe"

Angeschafft wurden zunächst 13 Triebwageneinheiten, die als VT VM/VS 08-501 bis 08—513 bezeichnet wurden. Als Reservefahrzeuge wurden ein weiterer Triebwagenkopf, sowie zwei Mittelwagen beschafft. Die Triebwagen stellten eine Weiterentwicklung der Schnelltriebwagen der Vorkriegszeit dar, waren aber mit ihrer Maschinenleistung von 1.000 PS stärker als ihre Vorgänger. Ferner hatten sie bessere Laufeigenschaften.

Die ersten Züge hatten eigentlich nur 1. Klasse-Abteile, zur Zeit der Auslieferung wurden sie noch als 2. Klasse bezeichnet. Die 2. Klasse hieß in den Anfängen noch 3. Klasse.

Die Raumaufteilung der Triebwageneinheiten:
- im Steuerwagen acht Abteile mit je sechs Sitzplätzen
- Im Mittelwagen waren zehn Abteile,

untergebracht. Zusätzlich war im Steuerwagen ein „Konferenzabteil“ mit vier Plätzen vorgesehen.

Der Triebkopf enthielt an den Motorraum anschließend einen Gepäckraum, einen Postraum, eine Küche, eine Anrichte und einen 24 Sitze umfassenden Speise-Großraum.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Züge betrug 140 km/h, die jedoch in der ersten Zeit mangels geeigneter Strecken kaum ausgenutzt werden konnten.

Die Triebzüge wurden in Hamburg-Altona, Dortmund Bbt und Frankfurt a. Main stationiert.

Bei einigen Verbindungen reichte die Sitzplatzkapazität der dreiteiligen Einheit (nur 84 Plätze ohne Konferenz- und Speiseabteil) schon bald nicht mehr aus, so dass man sich zum Bau weiterer Mittelwagen entschloss. Da jedoch die Motorleistung nicht ausreichte, um eine vier- oder fünfteilige Einheit mit 140 km/h zu befördern, mussten auch weitere Triebköpfe bestellt werden, die bei den Langzügen die Steuerwagen ersetzen konnten.

Die fortschreitende Elektrifizierung der Hauptstrecken Anfang der sechziger Jahre entzog den Diesel-Triebwagen der Baureihe VT 08.5 das Betätigungsfeld im Fernschnellzugverkehr mit ausschließlich 1. Wagenklasse, wo sich allmählich leichte ellokbespannte Wagenzüge etablierten, die abschnittsweise mit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit verkehrten.

Die nun aus ihrem Tätigkeitsbereich verdrängten Züge wurden daher in doppelklassige Züge umgebaut. Außerlich wurde dabei nichts verändert - außer das auffällige Flügelradsymbol, das die Züge bei der Auslieferung an den Stirnwänden zierte, wurde durch das DB-Emblem ersetzt.

Nach dem Ersatz der VT 08.5 durch die VT 11.5 im Fernschnelldienst wurde ein Teil der Einheiten für die Städteschnellverbindungen umgebaut und dann unter der Bezeichnung VT 12.6 geführt.

Technische Daten:
Achsanordnung:B'2'+2'2'+2'2'+2'B'
Dienstgewicht: 198,6 t
Dienstgewicht: 120,6 t (dreiteilige Einheit)
Länge über Puffer: 107,25 m
Leistung: 2 * 1.000 PS
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Sitzplätze: 221
Baujahr: 1952 bis 1957

Die Bilder stammen teilweise aus dem em-Magazin aus dem Jahre 1983

Dieseltriebwagen VT 08

Dieseltriebwagen VT 08

Dieseltriebwagen VT 08
b) Der VT 12.5
Für den Bezirks- und Städteschnellverkehr im Großraum Hamburg beschaffte die Deutsche Bundesbahn im Jahr 1953 vier Triebzüge der Baureihe VT 12.5 (VT/VM/VS 12-501— 12-504), die denen der Baureihe VT 08.5 äußerlich weitgehend glichen, jedoch in der Wagenmitte zusätzliche Türen besaßen. Während die Antriebsanlage denen der Züge der Fernverkehrsvariante VT 08.5 entsprachen, war der Innenraum der Wagen in Anpassung an die geplanten Einsätze völlig anders gestaltet. Der Innenraum wurde als Großraum ausgeführt und erhielt überwiegend Sitze der 2. Klasse.

Da sich die Triebwagen im Verkehr zwischen Hamburg, Kiel, Lübeck und Flensburg sehr gut angenommen wurden, bestellte die Deutsche Bundesbahn Wagen nach. Im Jahre 1957 wurden die VT 12-505 bis VT 12-512 und die VM 12-505 bis VM 12-513 geliefert. Mit Hilfe dieser Zusatzlieferungen konnten, ebenso wie beim VT 08.5, längere Züge aus zwei Triebköpfen und zwei bis drei Mittelwagen gebildet werden.

In den VT 08-501 bis VT 08-514 wurden Küche, Anrichte und Speiseraum zu einem Großraum mit 44 Sitzen der 2. Klasse umgestaltet. Der nicht mehr benötigte Postraum wurde mit dem Gepäckraum vereinigt.

Bei den VT 08-515 bis 08-520 beschränkte sich der Umbau auf den Austausch der Stoffpolsterung gegen eine Kunstlederpolsterung. In den Mittelwagen blieben zwei, in den Steuerwagen drei 1. Klasse-Abteile erhalten. Alle anderen Plätze wurden auf die 2. Klasse heruntergestuft.

Der Umbau, mit dem auch eine Neubeheimatung zu den Bahnbetriebswerken Braunschweig, Köln-Nippes und Hamburg-Altona einher ging, begann im Jahre 1963. Die Züge wurden jetzt als VT 12.6 bezeichnet. Als am 1. Januar 1968 bei der Deutschen Bundesbahn das neue Nummernschema eingeführt wurde, waren außer den VT 08 des amerikanischen Militärs (VT 08 801 —806) noch fünf VT 08.5 vorhanden, die die neue Baureihenbezeichnung 608 erhielten.

Sie wurden beim Bw Frankfurt (M)-Griesheim noch in einem Schnellzugpaar nach Paris und zurück eingesetzt, wo sie den 1. Klasse-Teil eines ansonsten aus VT 12.5 gebildeten Zuges verstärkten.

Die VT 12.5 wurden in die Reihe 612, die VT 12.6 in die Reihe 613 umgezeichnet. Die letzten 608 wurden im Jahr 1970 zu 613 umgebaut. Der Einsatz der Triebwagen der Baureihe 613 wurde auf die Bahnbetriebswerke Braunschweig und Hamburg-Altona konzentriert. Nach Hamburg-AItona gelangten auch wieder alle 612, die zum Teil auch an andere Betriebswerke ausgeliehen wurden. Im Jahr 1971 schied mit dem 612-501 das erste Fahrzeug dieser Baureihen nach einem Unfall aus dem Unterhaltungsbestand aus.

Während von Hamburg aus weiterhin auch zahlreiche Schnellzüge mit den Eierköpfen gefahren wurden, setzte Braunschweig seine Züge ganz überwiegend im Regional-Eilzugverkehr ein.

Erst im Jahre 1979 wurden mit der Baureihe 612-504 und 612-510 zwei weitere Triebköpfe ausgemustert.

Anfang der 1980iger Jahre wurden die Baureihen 612/613 beim Bw Braunschweig zusammengezogen. Hier waren nun sieben Triebwagen der BR 612 und 20 der BR 613 vereint, daneben neun Mittelwagen der BR 912, 14 der BR 913 sowie zwei Steuerwagen der BR 912 und zehn der BR 913, zusammen also 62 Fahrzeuge.

Von diesem Fahrzeugpark wurden planmäßig sieben Züge in der Reihung VT + VM + VS und vier in der Reihung VT + VM + VT eingesetzt, während der Rest als Reserve diente. Ein Schwerpunkt war die Strecke Braunschweig — Goslar / Bad Harzburg / Salzgitter—Kreiensen—Göttingen, wo auch zahlreiche relativ schnell fahrende Eilzüge, zum Teil als IC-Zubringer in Göttingen, zu bedienen waren.

Häufig wurden die Nebenstrecken Braunschweig — Wolfenbüttel — Helmstedt und Braunschweig — Salzgitter- Lebenstedt — Derneburg befahren.

Das Ende dieser Triebwagenreihe kam dann Ende der 1980iger Jahre.

Technische Daten:
Achsanordnung:B'2'+2'2'+2'2'+2'B'
Dienstgewicht: 198,6 t
Dienstgewicht: 120,6 t (dreiteilige Einheit)
Länge über Puffer: 107,25 m
Leistung: 2 * 1.000 PS
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Sitzplätze: 221
Baujahr: 1952 bis 1957

Die Bilder stammen teilweise aus dem em-Magazin aus dem Jahre 1983

Dieseltriebwagen DB 612

Dieseltriebwagen DB 612

Dieseltriebwagen VT 12.5

Dieseltriebwagen DB 612

Dieseltriebwagen DB 612
b) Der SVT 175
Dieser komfortable Triebzug für den internationalen Fernverkehr wurde 1963 auf der Leipziger Messe vorgestellt. Die in der Regel vierteilig fahrenden Einheiten konnten bei Bedarf um zwei Mittelwagen verlängert werden

Technische Daten:
Achsanordnung:B'2+2'2+ 2'2+2'B
Dienstgewicht: 212,7 t
Länge über Puffer: 87,36 m
Leistung: 2 * 900/1000 PS
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Sitzplätze: 157
Baujahr: 1963

SVT-175 Bild


SVT-175 Bild

SVT-175 Bild

Das TEE-Zeitalter

Zu Beginn der 50er Jahre wuchs Europa zusammen. Auch die europäischen Bahnen wollten diese Bestrebungen fördern. Im Jahre 1953 regte der Präsident der Niederländischen Eisenbahnen, Dr. M. Hollander, die Einrichtung eines Schnelltriebwagennnetzes an. Die Züge sollten in Komfort und Service an die Glanzzeiten internationaler Züge wie z.B. "Rheingold" anknüpfen und konkurrenzfähig gegen die immer stärker aufkommenden innereuropäischen Flugverbindungen sein. Relativ schnell legte die gegründete TEE-Kommission die Streckenverbindungen dieser Züge fest:
Paris - Dortmund
Amsterdam - Frankfurt
Hamburg - Zürich
Oostende - Dortmund
Amsterdam - Zürich
Paris - Amsterdam
Paris - Brüssel
Paris - Zürich
Lyon - Mailand
Marseille-Mailand,
München - Mailand.
Die geplante gemeinsame Entwicklung und Beschaffung von Fahrzeugen scheiterte jedoch an nationalen Interessen. Man einigte sich lediglich über die Eckdaten der Fahrzeuge, die da lauteten:
- 140 km/h Höchstgeschwindigkeit
- 70 km/h bei 1,6% Steigung
- 18 t max. Achslast
- 100 oder mehr Sitzplätze
- Zugrestaurant
- Dienstraum für Zollbeamte
- höchster Sitz- und Fahrkomfort, nur erste Wagenklasse
- gemeinsames Bremssystem
- bordeauxrot/beiger Anstrich
- silbernes TEE-Emblem
Da viele Strecken noch nicht elektrifiziert waren oder keine Mehrsystemlokomotiven für die unterschiedlichen Stromsysteme verfügbar waren, konnten nur Dieseltriebwagen diese Forderung erfüllen.
NS (Niederlande) und SBB (Schweiz) entwickelten einen gemeinsamen dieselelektrischen Triebwagen, den vierteiligen DE4 bzw. RAm, bestehend aus Motorwagen, Abteilwagen, Speisewagen und Steuerwagen. Nach dem Ende des TEE-Verkehrs fuhren diese Triebwagen von 1977 bis 1992 als "Northlander" in Kanada.
Die SNCF (Frankreich) setzte fünfteilige Triebzüge der Baureihe RPG 825 ein. Eine Küche war im Steuerwagen zu finden, das Essen wurde am Platz serviert. Eine Klimaanlage fehlte.
Die FS (Italien) fuhr dieselhydraulische Triebwagen ALn 442-448 als Doppeleinheiten. Die Motoranlage war unterflur angeordnet, so dass die zweiteilige Einheit immerhin Platz für 90 Passagiere bot. Nicht nur wegen der fehlenden Klimaanlage konnten diese Triebwagen nicht mit dem Komfort der anderen Konstruktionen mithalten.



Dieseltriebwagen VT 11.5
Die Beteiligung der Deutschen Bundesbahn am europäischen TEE-Netz erforderte in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre neue deutsche Fernschnelltriebwagen. Unter der Leitung der BZA-München wurde ein Triebwagen konstruiert, der siebenteilig mit je zwei Triebköpfen und fünf Mittelwagen zusammengesetzt war. Die Triebzug-Typ vereinigte die positiven SVT-Erfahrungen von DRG und DB.

Die für den internationalen Fernschnellverkehr [TEE] entwickelten Dieseltriebzüge zeichneten sich durch strömungsgünstiges und formschönes Aussehen, sowie durch neuartige Trieb- und Laufdrehgestelle mit außerordentlichen Laufeigenschaften aus.

Sein Komfort und seiner Technik überragte alle anderen damaligen TEE-Züge. Auch seine Ausstattung setzte neue Maßstäbe für die Entwicklung späterer TEE - Fahrzeuge. Dieser Fernschnelltriebwagen war der konsequente Abschluss deutscher SVT-Geschichte.

Das Bundesbahn-Zentralamt München erhielt im September 1955 den Auftrag, den DB-TEE gemeinsam mit der deutschen Industrie zu entwickeln. Daraufhin wurde eine Arbeitsgemeinschaft zwischen dem BZA München, der MAN (Nürnberg), Linke-Hoffmann-Busch (Salzgitter) und Wegmann (Kassel) gebildet.

Die Deutsche Bundesbahn nahm die international vereinbarten Vorgaben für Fernverkehrsschnellzüge sehr ernst und versuchte, diese so gut wie möglich einzuhalten. Die Zeit für die Entwicklung war sehr knapp, schließlich sollte der TEE-Verkehr schon zum Sommerfahrplan 1957 aufgenommen werden. Um eine längere Erprobung weitgehend ausschließen zu können, war man bestrebt, möglichst nur Bauteile und Konstruktionen zu verwenden, die sich schon zuvor im Bahnbetrieb bewährt hatten.

Um sowohl die Vorteile des Triebwagens als auch des Lokzuges nutzen zu können, kam nur ein Zug in Frage, der die Vorteile beider Gruppen in sich vereinte. Dazu musste die Antriebsleistung auf möglichst wenige Fahrzeugglieder verteilt werden, damit sich antriebslose Personenwagen je nach Bedarf schnell aus- oder beistellen lassen konnten. Eine varibale Zuglänge erforderte ihrerseits eine höhere Antriebsleistung, als beispielsweise bei Triebwagen, deren fester Zugverband mit einer genau „dosierten Antriebsleistung auskommt. Das Konzept sah deshalb einen TEE- Zug vor, dessen Antrieb auf dem Prinzip des lokbespannten Zuges beruhte, äußerlich aber das geschlossene Bild des Triebwagens wiedergab.

Dieses Konzept wurde schon bei der Entwicklung des VT 08 angewendet, mit gute Erfahrungen. Des weiteren übernahm man vom VT 08 das Prinzip der kombinierten Spanten- und Schalenbauweise sowie im wesentlichen die Ausgestaltung des Speisewagens.

Von den Leichtmetall-Gliederzügen wurden die Leichtmetall-Bauweise, die Breite und Höhe der Reisezugwagen, die Bar aus dem VT 10551 (Nachtzug) und die Drehgestelle Bauart Wegmann (VT 10551) übernommen. Durch die Kombination von Leichtmetall mit der Spanten- und Schalenbauweise konnte das Gewicht sehr niedrig gehalten werden. Die Drehgestelle entsprachen annähernd der Konstruktion, wie sie im Nachtzug VT 10.551 Verwendung fand. Um ein einfaches Trennen des TEE-Zuges zu ermöglichen, nahm man von Jakobsdrehgestellen Abstand und gab jedem Wagen zwei eigene Drehgestelle. Das brachte zwar ein höheres Gewicht mit sich, hatte aber den Vorteil. dass die Wagen, die bei den Gliedertriebzügen (bedingt durch die große Breite) recht kurz gestaltet werden mussten, beim TEE-Zug verlängert werden konnten.

Für den Antrieb übernahm man die Motoren (ab dem Jahre 1971 mit Gasturbinen) mit den dazugehörigen Hydraulik-Getrieben, die ihre Zuverlässigkeit bereits in den VT 08, VT 10, V 80 und V 200 unter Beweis gestellt hatten. Allerdings ging man nun davon ab, den Motor, wie bis dahin zumeist bei Verbrennungs-Schnelltriebwagen üblich, in das Triebdrehgestell einzubauen, sondern setzte ihn der besseren Zugänglichkeit wegen auf den Fahrzeugrahmen (wie bei der V 200) des Triebkopfes. Ebenfalls übernommen wurden Neben- und Hilfsanlagen.

Aus Gründen der Geräuschdämmung sah man Fahrgastbeförderung nur in den antriebslosen Zugteilen vor. Dies, die begrenzte Wagenlänge, großzügig gestaltete Sitzplätze, das Mitführen eines Küchenwagens und eines Bar- und Speisewagens erforderte bei einem Platzangebot für 120 Reisende fünf Reise- waggons. Da weder dem Großraum- noch dem Abtellwagen eindeutig der Vorzug gegeben werden konnte, sah man beide Wagenbauarten vor.

Um ein schnelles Kopfmachen und ein geschlossenes Zugbild zu gewährleisten, stattete man den Zug mit zwei angetriebenen Endgliedern (Triebköpfen) aus. Somit ergab sich als Standardlänge ein siebenteiliger Zug. Eine Leistung von 1000 PS je Triebkopf hielt man für ausreichend bemessen, um bis zu drei weitere Wagen beisteHen zu können, ohne die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit und die Anfahrbeschleunigung zu mindern. Ein siebenteiliger Zug sollte die meiste Zeit mit der Leistung nur eines Triebkopfes auskommen. Lediglich beim Anfahren und in Steigungen sollte der zweite Antriebsteil wie eine Schiebelok arbeiten. Man ging davon aus, dass ein solcher Zug nur etwa 15% seiner Fahrzeit die volle Leistung beider Triebköpfe benötigt.

Bei der äußeren Gestaltung der Triebköpfe hatte der Versuchszug SVT 137 155 von Kruckenberg Pate gestanden.

In den Triebköpfen waren neben dem Lokführerstand und Maschinenraum noch ein Gepäckraum, ein Abteil für Zugführer und Stewardeß, ein Abteil für Zoll- und technisches Personal sowie eine Toilette für Dienstpersonal untergebracht.

Im Jahre 1956 konnten die ersten Triebköpfe und erst im Februar 1957 die ersten Mittelwagen fertiggestellt werden.

Die Computerziffernbezeichnungen der VT 11.5 lauteten:
DB 601 --> 2 x 1.100 PS
DB 602 --> 2 x 2.200 PS

Ursprünglich setzten sich die Züge je aus einem Triebkopf an den Zugenden (Dü), zwei Mittelwagen mit Abteilen (Aü), einem Großraumwagen (Ay), einem Speisewagen mit Küche und Speiseraum (WRy), sowie einem Barwagen mit Bar und Sitzplätzen (ARy) zusammen. Die Züge fuhren auf stärker belasteten Relationen aber bald auch 8- oder 9-teilig.
Eine typische Reihung war Dü + Aü + WRy + ARy + Ay + Aü + (Aü +) (Aü +) Dü.

Der VT 11.5 war sicherlich unzweifelhaft der Star der TEE-Züge Die deutsche Konstruktion der VT 11.5 war für den internationalen Fernschnellverkehr entwickelt worden. Die Dieseltriebzüge zeichneten sich durch strömungsgünstiges und formschönes Aussehen, sowie durch neuartige Trieb- und Laufdrehgestelle mit außerordentlichen Laufeigenschaften aus. Zu ihrer Zeit stellten die vollklimatisierten Wagen einen eisenbahntechnischen Spitzenstandard dar. Ursprünglich setzte sich ein Zug aus:
- je einem dieselhydraulisch angetriebenen Triebkopf mit 1100 PS an den Zugenden (Dü)
- zwei Mittelwagen mit Abteilen (Aü)
- einem Großraumwagen (Ay)
- einem Speisewagen mit Küche und Speiseraum (WRy)
- einem Barwagen mit Bar und Sitzplätzen (ARy)
zusammen.

Die Züge fuhren auf stärker belasteten Strecken, und hier auch 8- oder 9-teilig, im späteren Einsatz sogar 10-teilig.

Nachdem immer mehr Hauptstrecken elektrifiziert waren, wurden mehr und mehr TEE-Verbindungen auf lokbespannte Züge umgestellt. Im August 1972 endete der Einsatz mit der Umstellung des TEE "Mediolanum" München-Mailand auf elektrische Lokomotiven. Schon ab 1971 waren viele dieser Garnituren als InterCity unterwegs, das TEE-Emblem wurde durch eine Blechtafel "InterCity" ersetzt, der Barwagen entfiel. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde von 140 km/h auf 160 km/h hochgesetzt.

Um auch Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h mit einer größeren Zahl von Mittelwagen fahren zu können, musste dafür die Leistung der Triebköpfe gesteigert werden.
Versuchsweise wurden 1972/73 vier Triebköpfe statt mit Dieselmotoren mit einem doppelt so starken Gasturbinenantrieb ausgestattet. Diese als Baureihe 602 bezeichneten Einheiten konnten mit einem dieselmotorbestückten Triebkopf auf der anderen Triebzugseite kombiniert werden. In der Praxis bewährten sich die stärkeren Triebköpfe jedoch nicht. Die Turbine war zu wartungsintensiv und benötigte - vor allen im Teillastbereich - zu viel Treibstoff. Die Turbinentriebköpfe wurden deshalb bereits 1978 wieder ausgemustert. Einer davon ist rollfähig erhalten und kann im DB Museum Nürnberg besichtigt werden. Der Sommerfahrplan 1979 brachte mit der Einführung der 2. Klasse im InterCity (Slogan damals: "Jede Stunde, jede Klasse") das Aus für die nur die 1. Klasse führenden Triebzüge im IC-Verkehr. Im selben Jahr erfolgte deshalb der Umbau zum Einsatz im Turnusverkehr. Statt des Fernsprecherraums wurde in den Triebköpfen ein Gepäckraum eingerichtet, im Zolldienstraum war nun der Platz für den Reiseleiter. Großraum und Barwagen wurden mit Dreh-Liegesitzen ausgestattet, die Abteilwagen erhielten Klapptische zum Service am Platz. Das "InterCity"-Logo am Bug machte dem schlichten DB-Logo Platz.

Im TEE-Einsatz war der Triebzug auf folgenden Strecken:

Saphir 07/57 - 09/71:          Dortmund - Oostende -- 7-teilig
Helvetia 10/57 - 05/65:        Hamburg - Zürich -- 8/9-teilig
Rhein-Main 12/57 - 05/67:   Frankfurt/Main - Amsterdam -- 8-teilig
Paris-Ruhr 12/57 - 05/60:   Paris - Dortmund -- 7-teilig
Parsifal 05/60 - 09/68:       Dortmund - Paris -- 8-teilig
Diamant 05/65 - 09/71:      Dortmund - Antwerpen -- 8-teilig
Mediolanum 06/69 - 08/72: München - Mailand -- 8-teilig

Im Turnusverkehr, z.B. als "Alpen-See-Express" fuhren die Einheiten normalerweise zehnteilig. Häufige Verbindungen waren Ruhrgebiet - Allgäu und Hamburg - Bayerischer Wald.

Mit Beginn des IC-Verkehrs entfiel der Barwagen und das TEE-Emblem auf den Triebköpfen wurde durch "InterCity" ersetzt. Versuchsweise wurden vier Triebköpfe 1972 zur Leistungssteigerung mit Gasturbinenantrieb ausgestattet, der sich jedoch nicht bewährte.

Die Einführung des zweiklassigen IC-Verkehrs bedeutete das "Aus" für den Einsatz des Triebzugs als InterCity. Im Jahre 1979 erfolgte der Umbau zum Einsatz im Turnusverkehr. Statt des Fernsprecherraums wurde in den Triebkopfen ein Gepäckraum eingerichtet, im Zolldienstraum war nun der Platz für den Reiseleiter. Großraum und Barwagen wurden mit Dreh-Liegesitzen ausgestattet, die Abteilwagen erhielten Klapptische zum Service am Platz.

Im Jahre 1988 wurden die Züge dann ausgemustert.

Technische Daten:

Achsanordnung:B'2'+2'2'+2'2'+2'2'+2'2'+2'2'+2'2'+2'2'+2'2'+2'B'

Dieseltriebwagen VT 11.5


Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

Dieseltriebwagen VT 11.5

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Die Regionalen Dieseltriebwagen

Vierachsige Dieseltriebwagen wurden von der Deutschen Reichsbahn ab Mitte der 1930iger Jahre für den Eilzugverkehr beschafft. Sie waren komfortabler und gegenüber den Dampfzügen wesentlich schneller. Nachfolgende Tabelle aus dem em-Magazin 10/1984 zeigt eine Übersicht über die VT's

Übersicht VT


Am Anfang der 1930iger Jahre wurde der Erfolg der dieselelektrischen Eiltriebwagen der DRG durch die Entwicklung eines 410 PS leistenden 12-Zylinder-V-Motors durch die Maybach Motorenwerke eingeleitet. Als einziger Schwachpunkt der ansonsten sehr zuverlässigen Konstruktion erwiesen sich die hochbeanspruchten Pleuelstangen und deren Rollenlager. Den Ausweg, einen leistungsstarken Dieselmotor mit erprobten Gleitlagern als Pleuellager anzubieten, zeigte MAN auf, indem sie ihren bewährten 6-Zylinder 210 PS-Reihenmotor zu einem 2x6-Zylin- der 420 PS-Zweiwellenmotor zusammenbaute, dessen Kurbelwellen durch Zahnräder verbunden waren. Bereits 1934 war diese Konstruktion im VT 137 074 erprobt worden. In den Jahren 1935/36 wurden die dieselelektrisch angetriebenen VT 137 097-109 und 210-223 sowie die dieselhydraulischen VT 137 160 und 161 mit 420 PS-MAN-Motoren an die Deutsche Reichsbahn geliefert. Einschließlich der Tausch-Aggregate waren insgesamt 46 solcher Maschinen im Bestand der DR. Außer dem Zweiwellen-Triebwerk hatte die MAN noch einen ebenfalls 420 PS leistenden Einwellenmotor in V-Form konstruiert, dessen größere Baulänge allerdings ein besonderes Maschinen-Drehgestell erforderte. Davon gab es vor dem Krieg nur drei Exemplare, die im VT 137 110 und später auch im VT 137 217 erprobt wurden.

Tabelle-Übersicht-Motoren
Tabelle stammt aus dem Eisenbahn-Magazin

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Dieseltriebwagen VT 08

Noch nicht ausgearbeitet



Dieseltriebwagen VT 08



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Dieseltriebwagen VT 23 und VT 24 = Baureihe 624 -

Zur Verjüngung des Bestandes an Dieseltriebwagen bestellte die Deutschen Bundesbahn 1959 bei der MAN und der Wagonfabrik Uerdingen je zwei dreiteilige Prototypen der VT 23 und VT 24. MAN lieferte im Sommer 1961 seine beiden Einheiten aus VT 23-501 + VM 23-501 + VT 23-502 und VT 23-503 + VM 23-502 + VT 23-504.

Nahezu zeitgleich kamen dann von Uerdingen die VT 24-501 + VM 24-501 + VT 24-503 sowie die VT 24-502 + VM 24-502 + VT 24-504. Beide Triebwagenzüge waren sich sehr ähnlich. Schon kurz nach der Auslieferung gelangten die vier Triebzüge zum Bw Bielefeld, wo sie in einem Mischplan mit V 100-bespannten Wagenzügen eingesetzt wurden, um Vergleichsdaten zu gewinnen.

Ab dem jahre 1964 wurden die von MAN und der Waggonfabrik Uerdingen gemeinsam gebauten Triebzügen der Serienausführung (Baureihe VT 24.6 mit Mittelwagen VM 24.6) geliefert.

Die Baureihen VT 23 und VT 24 bestehen aus zwei angetriebenen Endwagen und bis zu zwei Mittelwagen. Die Mittelwagen wurden als VM 23 bzw VM 24 bezeichnet.

Ab dem Jahre 1968 wurde beide Prototypbaureihen und die Serienversion in der Baureihe 624 zusammengefasst. Die mit einer Luftfederung ausgestatteten Fahrzeuge erhielten die Bezeichnung 634. Die Mittelwagen liefen fortan als 924 bzw. 934. Zum 1. Januar 1994 wechselten die Fahrzeuge in das Eigentum des Rechtsnachfolgers "Deutsche Bahn AG" bzw. seiner Unternehmensbereiche / Tochtergesellschaften.

Der Fahrzeugkasten dieser Baureihen besteht aus geschweißten, selbsttragenden Walzprofilen, die Drehgestelle aus einem leichten, geschweißten H-Rahmen. Dazwischen befinden sich beim 624 Gleitstücke und Doppelschraubenfedern, beim 634 zwei Luftfederbälge je Drehgestell. Die Zug- und Bremskräfte werden über Drehzapfen übertragen. Die Luftfederung des 634 speist sich aus der Hauptluftbehälterleitung, das Fahrzeugniveau wird dabei über drei Luftfederungsventile je Fahrzeug konstant gehalten. Der Triebzug wird über automatische Scharfenbergkupplungen gekuppelt, welche auch Luft- und Steuerleitungen mitkuppeln. Die Übergänge innerhalb des Triebzuges sind durch staubdichte Gummifaltenbälge geschützt. Der Übergang zwischen gekuppelten Triebzügen konnte ursprünglich über ausklappbare Übergänge erfolgen, wegen des Instandhaltungsaufwandes wurden die Stirnseitentüren schon nach wenigen Einsatzjahren nach und nach verblecht. Lediglich eine kleine Anzahl Fahrzeuge durfte die Übergangsmöglichkeit bis zu ihrer Modernisierung Anfang der 90er Jahre für Sonderzugeinsätze behalten.

Die Motorwagen verfügen über Behälter für Dieselkraftstoff, Heizöl, Kühlwasser und Sand. Die ursprünglich vorhandenen WC´s wurden fast alle entfernt, so dass nur wenige Motorwagen noch über Brauchwasserbehälter verfügen. Im Mittelwagen sind dagegen zwei davon vorhanden, ferner auch ein Heizöltank.

Angetrieben wird jeder Triebkopf der Baureihe 624 / 634 von je einem Boxerdieselmotor von MAN mit einer Leistung von 331 kW (450 PS) bei 1700 U/min, welcher von einem Füllungsregler mit mechanischer Leerlauf- und Enddrehzahlregelung geregelt wird. Die Leistung gelangt über eine Gelenkwelle zu einem hydrodynamischen Zweiwandlergetriebe mit nachgeschaltetem Wendegetriebe. Die Verbindung zum Achsgetriebe im unter dem Führerstand gelegenen Drehgestell erfolgt über eine weitere Gelenkwelle. Die gesamte Antriebsanlage ist unter dem Wagenkasten aufgehängt. Die Kühlung des Kühlwasser erfolgt in einem seitlich unterflur angebrachtem Kühler mit hydrostatisch geregeltem und angetriebenem Lüftermotor. Die Steuerung von Motor und Getriebe erfolgt über eine 24-Volt-Steuerung. Die gesamte Antriebsanlage überwacht sich dabei in ihren wichtigsten Funktionen selbst. Überwacht werden dabei Kühlwasserstand, Kühlwassertemperatur, Motoröldruck, Motordrehzahl, Getriebeöltemperatur, Getriebefüllung und Endlage des Wendegetriebes.

Technische Daten


Baureihe VT 24
Dieseltriebwagen - Baureihe VT 24

Baureihe 624
Dieseltriebwagen - Baureihe 624


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Dieseltriebwagen - VT 25 -

Aufgrund der auf 600 PS verstärkten Motorleistung fuhren die VT 25 planmäßig mit je zwei Steuerwagen VS 145 unterschiedlicher Bauarten gekuppelt. sie waren häufig als Eiltriebwagen auf den strecken Aachen — Köln - Düsseldorf — Duisburg und auf der Westerwaldstrecke von Köln nach Frankfurt/Main eingesetzt. Die Ablösung erfolgte im Jahre 1962 in Köln durch Wendezüge mit der Diesellok V 100. Nach kurzem Einsatz beim BW Oldenburg erhielt 1963 das BW Münster alle sechs VT 25, die jedoch dann bis 1965/66 ausgemustert wurden.

Bild VT25
Bilder stammen aus der Zeitschrift Eisenbahn-Magazin

Bild VT25


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Dieseltriebwagen - VT 32 -

Im Jahre 1947 sind die in den vier Besatzungszonen noch vorgefundenen VT-Wagen vom Reichsbahnzentralamt (RZA) München umgenummert worden. Triebwagen mit 420 Ps-MAN-Motoren erhielten die Baureihen-Nr. VT 32, die mit 410 PS Maybach-Motoren wurden als VT 33 eingeordnet. In der US-Zone zählte man nach Kriegsende insgesamt zwölf VT mit 420 PS-MAN-Motoren.

Die einsatzfähigen Triebwagen, seit 1947 in VT 32-005; VT 32-007; VT 32-012; VT 32-015; VT 32-016 umgenummert, fuhren im Dienstzugverkehr, der damals zwischen den ausgelagerten Eisenbahn-Dienststellen bestand. Heimat-Dienststelle war das BWW-München-Pasing-West. Die mangelnde Betriebszuverlässigkeit der überholungsbedürftigen Dieselmotoren, verbunden mit der damals schwierigen Ersatzteilbeschaffung, führte zu zahlreichen Ausfällen, so dass zeitweise alle fünf VT schadhaft abgestellt waren. Nach der Währungsreform erfolgte die Aufarbeitung für den künftigen Einsatz im Reisezugdienst.

Bereits am 20.5.1952 mußte der VT 32015 des Bw Kempten infolge eines Brandschadens ausgemustert werden. Die MAN-Zweiwellen-Motoren ersetzte das AW Nürnberg bis Ende 1953 vollständig durch 400 PS-Daimler-Motoren. Außerlich waren diese Triebwagen durch den kastenförmigen Schalldämpfer auf dem Dach zu erkennen. Die beiden MAN-Einwellen-Motoren in den seit 1952 beim Bw Landau stationierten VT 32-010 und 011 waren noch bis 1956 in Betrieb. Erst nachdem VT 32-007 am 6.8.1956 ausgemustert wurde, erhielten auch diese VT 32 neue 400 PS-Daimler-Maschinen.

kein Bild vorhanden


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Dieseltriebwagen - VT 38 -

Nach dem Vorbild ähnlicher Maybach-Motoren hatte auch MAN einige 420 PS-Motoren mit Abgaslader ausgerüstet. Die nun 560 PS leistenden Triebwerke liefen in den VT 137-156 und VT 137-159, die sich auf der Schwarzwaldstrecke zwischen Offenburg und Konstanz bewährten. Alle vier Triebwagen überstanden den Krieg und erhielten 1947 die Betriebs-Nr. VT 38000 bis 003. VT 38000 war schwer beschädigt und sollte zum Versuchs-VT mit zwei 800 PS-Motoren umgebaut werden. Dazu ist es jedoch nicht gekommen, denn 1952 ist der Wagenkasten im AW Nürnberg zerlegt worden. VT 38001 befand sich nach Kriegsende in Österreich und kam erst Ende 1948 beim Bww München Hbf zum Einsatz. Die VT 38-002 und VT 38-003 gehörten zum VT-Bestand der französischen Zone und wurden nach zwischenzeitlichen Stationierungen in Offenburg und Landau ab 1950 vom Bw Konstanz aus wieder auf der Schwarzwaldstrecke eingesetzt. In diese beiden VT sind 1956 noch 600 PS-Maybach-Motoren eingebaut worden, aber im Gegensatz zu den VT 25 blieb der elektrische Antrieb erhalten. Bereits Anfang der 60er Jahre stellte die DB die beiden Triebwagen ab. Der VT 38-002 kam nach längerer Abstellzeit als Tunnelmeßwagen „Kar 6210‘ am 12.3.1965 beim Bw Karlsruhe wieder in Betrieb. Seit 1968 als 712 001—7 bezeichnet, ist er noch heute im Einsatzbestand der DB.

Bild VT 38
Bilder stammen aus der Zeitschrift Eisenbahn-Magazin

Bild VT 38


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Schienenbus VT 60 und VT 62 -

Die VT 60 und der VT 62 wurde für den Nahverkehr auf Haupt- und Nebenstrecken eingesetzt.

Technische Daten:
Achsanordnung: 1A'-A1'
Dienstgewicht: 31,0 t
Länge über Puffer: 23,530 m
Raddurchmesser: 0,94 m
Leistung: 2 x 145 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Sitzplätze: 102 Stück
Stehplätze: 60 Stück
Baujahr: 1952

Dieseltriebwagen VT 62
Dieseltriebwagen Vt 62

Dieseltriebwagen VT 62a
Dieseltriebwagen Vt 62

Dieseltriebwagen VT 60
Dieseltriebwagen VT 60

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Schienenbus VT 95 - DB 795 -

Im Jahre 1952 lieferte die Waggonfabrik Uerdingen den einmotorigen Schienenbus der Baureihe VT 95 (später wurde in den DB 795 umbenannt) in einer ersten Serie von 60 Exemplaren aus. Diese trugen zunächst die Ordnungsnummern 913 - 972. Als absehbar war, dass die Nummernreihe 901 ff. ausgeschöpft war, ging die Deutsche Bundesbahn auf die 4-stelligen Nummern 9113 - 9172 über.

In der Folgezeit lieferten auch die Unternehmen MAN und Lüttgens weitere Exemplare dieses Schienenbusses, der sofort nach seinem Erscheinen viele Dampflokomotiven der Baureihen 70, 71, 74, 91 und 98 aus dem Streckendienst verdrängte. So wurde der VT 95 zwar einerseits den Dampfloks zum Verhängnis, andererseirts konnten durch seinen kostengünstigen Betrieb etliche Nebenstrecken zunächst vor der Einstellung bewahrt werden.

Parallel zur Auslieferung des VT 95 erfolgte die Fertigung des motorlosen Beiwagens VB 142, der im Gegensatz zum späteren VS 98 keine Steuereinrichtung besaß. Das bedeutete, dass der VT immer voran fahren bzw. bei einem Richtungswechsel an das andere Ende des Zuges umgesetzt werden musste. Der spätere VT/VB/VS 98 war nicht nur in dieser Beziehung wesentlich "moderner". In den 1970iger Jahren wurde der nun als DB 795 bezeichnete Schienenbus, dessen Motorleistung von 81 kW nicht mehr zeitgemäß war, entbehrlich.

Die Schienenbusse der VT 95 erfüllten vor allem im Flachland, die in sie gesetzten Erwartungen. Im Gebirge erwiesenen sie sich allerdings zu schwach motorisiert. Im Jahre 1953 wurden deshalb Schienenbusse mit zwei Motoren ausgestattet. Diese Modelle wurden dann auch Ausgangsbasis für alle kommenden Schienenbusgenerationen.

Der einmotorige Dieseltriebwagen VT 95 wurde 1949 als Ersatz für die dampflokbespannten Personenzüge in Auftrag gegeben. Nachdem sich das Sitzplatzangebot als nicht ausreichend erwiesen hatte, wurde der Achsstand bei der Serienfertigung von 4,5 auf 6 m erweitert, so dass zusätzliche Sitzfläche entstand. Außerdem wurde die Motorleistung von 95 PS auf 150 PS gesteigert.

Im Jahre 1983 wurde das letzte Fahrzeug ausgemustert.

Technische Daten:
Achsanordnung:AI
Dienstgewicht: 13,2 t
Länge über Puffer: 24,31 m (zweiteilig)
Leistung: 110 / 130 / 150 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Sitzplätze: 90 (zweiteilig)
Baujahr: 1952 bis 1958

Dieseltriebwagen VT 95    Dieseltriebwagen VT 95

Dieseltriebwagen VT 95

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Schienenbus - VT 98 bzw DB 797 -

Die Baureihe VT 97 wurde als Ersatz für die Zahnrad-Dampflok beschafft, die auf der Strecke Honau-Lichtenstein fuhren.
Der "Ulmer Spatz" wie er auch genannt wurde ist ein im Jahre 1959 bei Waggonbau Uerdingen gebauter zweimotoriger Schienenbus. Bis in die 60er Jahre fuhr er im bayerischen Personenverkehr, wurde renoviert und auf der Chiemgau-Bahn eingesetzt.
Die Baureihe VT 98 - Computerziffernname DB 797 - stellt eine leistungsfähigere Variante der Baureihe Reihe VT 95 dar.
Um den Aufgaben der Nebenbahnen gerecht zu werden, wurde sie mit Regel-Zug- und Stoßeinrichtungen, sowie Regelbremsart ausgerüstet, was z.B. das Mitführen von Güterwagen ermöglichte. Nach jahrzehntelangen, erfolgreichen Einsatz weit über ihre geplante Nutzungsdauer hinaus, wurde diese Baureihe erst in den 80er Jahren ausgemustert.

Technische Daten:
Achsanordnung: Bo + 2+ 2 (dreiteilige Garnitur)
Dienstgewicht: 93,3 t (dreiteilige Garnitur)
Länge über Puffer: 41,85 m (dreiteilige Garnitur)
Leistung: 2 * 150 PS
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Sitzplätze: 161
Baujahr: 1955-1962

Dieseltriebwagen VT 98 Dieseltriebwagen VT 98 Dieseltriebwagen VT 98 Dieseltriebwagen VT 98

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Integral-Triebwagen VT 102 -

Der Integraltriebwagen VT 102 dient dem Regionalverkehr. So wird dieser Zug auch bei der Bayerischen Oberlandbahn eingesetzt.

Dieseltriebwagen VT 102

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Der Schienentriebwagen - VT 137 -

Anfang der 1930iger Jahre wurde überlegt, wie der, in der laufenden Unterhaltung sehr teure Dampflokbetrieb durch andere kostengünstigere Antriebsarten ersetzt werden konnte.

Im Jahre 1932 lieferte die Waggonfabrik Wismar drei schwere Hauptbahn-Triebwagen (VT 872-874) an die Deutsche Reichsbahn, deren Antriebsschema bereits die wesentlichen Merkmale der späteren Eiltriebwagen aufwies. Der Dieselmotor war zusammen mit einem Gleichstromgenerator im Maschinen-Drehgestell eingebaut, während sich zwei elektrische Tatzlagermotoren in dem Triebdrehgestell am anderen Fahrzeugende befanden. Die Triebwagen erreichten ein Gesamtgewicht von ca. 52 t und zusammen mit einem zum Steuerwagen umgebauten Eilzugwagen der damaligen Bauart war eine verhältnismäßig schwere Triebwagen-Einheit entstanden, die immerhin noch eine Höchstgeschwindigkeitvon 90 km/h erreichen konnte.

Im Jahre 1934 lieferte die Waggonfabrik Wismar drei Vorserien-Modelle des VT (VT 137-028 bis VT 137-030), die zusammen mit den Steuerwagen VS 145-009, VS 145-010 und VS 145-014 dem Bw Halle zur Erprobung zugewiesen wurden. Sie waren hauptsächlich als Eiltriebwagen im mitteldeutschen Raum im Einsatz.

Keine Baureihe wurde mit so unterschiedlichen aussehenden Zügen ausgestattet wie diese Baureihe.

Zum Antrieb wurden Zwölfzylinder 410 PS Maybach-Dieselmotoren verwendet. Alle drei Triebwagen waren mit einer BBC-Einfachsteuerung ausgerüstet, so dass eine aus Trieb- und Steuerwagen gebildete Einheit auch vom Führerstand des Steuerwagens aus gefahren werden konnte. Darüber hinaus bestand noch die Möglichkeit, Triebwagenzüge aus mehreren VT und VS zu fahren. Die Einstiegtüren befanden sich nur an den Wagenenden, so dass diese Bauart, im Gegensatz zu den Triebwagen mit Mitteleinstieg, als „Eilzugwagen Grundriss“ bezeichnet wurde.

Bis Ende 1934 fertigte die Waggonfabrik Wismar weitere 15 Triebwagen, die bei der Deutschen Reichsbahn Betriebs-Nummern VT 137-058 bis VT 137-079 erhielten. Die Firma MAN baute die VT 137-068 bis VT 137-073, welche auf Kosten von fünf Sitzplätzen über einen größeren Gepäckraum verfügten.

Nach Kriegsende befanden sich im Bereich der westlichen Besatzungszonen nur drei VT der Bauart mit Eilzugwagengrundriss.

Die beiden mit BBC-Vielfachsteuerung ausgerüsteten VT 137-072 und VT 137-073 wurden 1947 als VT33-202 und VT33-203 in die Nummernreihe VT 33-200 bis VT 33—203 aufgenommen. VT 33-202 wurde erst 1949 aufgearbeitet. Der VT 33-203 gehörte ab 1947 zum VT-Bestand der französischen Besatzungszone und wurde 1948 beim Bw Offenburg in Dienst gestellt. Bereits ein Jahr später wechselte er zum Bw Landau in der Pfalz, wo er dann bis zur Ausmusterung im Jahre 1965 verblieb.

Von den insgesamt 24 gebauten Triebwagen der Bauart „Eilzugwagengrundriss‘ fanden sich bei Kriegsende zehn in der sowjetischen Besatzungszone. Infolge von Ersatzteilschwierigkeiten bei den 410 PS-Maybach-Motoren wurden ab Anfang der 60er Jahre neue Dieselmotore der CKT-Werke in Prag eingebaut.

Für die ab 1933 gelieferten Triebwagen mit dieselelektrischer Kraftübertragung und 300 bzw. 410 PS-Leistung wurden von der WUMAG in Görlitz, den Waggonfabriken in Uerdingen und Bautzen 72 vierachsige Steuerwagen gebaut. Diese Fahrzeuge verfügten nur über ein Steuerabteil und waren entsprechend dem dazugehörigem Triebwagen mit unterschiedlichen Steuerungseinrichtungen ausgerüstet.

Obwohl die Sitzplatzaufteilung bei allen Wagen zwei Abteile mit 2. Klasse vorsah, gab es sowohl Ausführungen mit nur 3. Klasse als auch mit 12 bzw. 16 Plätzen 2. Klasse.

Eine Warmwasser-Heizung mit Koksfeuerung war in allen Wagen installiert und musste vom Zugpersonal bedient werden. Das Gewicht betrug ca. 21,5 t.

Die Triebwagen erfreuten sich großer Beliebtheit. Sie fuhren meistens mit Doppeltraktion (mit einem Personenwagen und einem Mischwagen).

Bergwärts konnte der Triebwagen mit nur einen Beiwagen fahren. Talwärts mit mehreren Beiwagen. Der VT 137 hatte allerdings immer wieder mit Motorstörungen zu kämpfen. Große Probleme bereitete auch die Steuerkette, die sich immer wieder ausdehente und damit die Steuerzeiten an der Nockenwelle änderte.

Den nachfolgenden Triebwagen hatten im Jahre 1934 die MAN-Werke in Nürnberg als Versuchs-VT mit der Fabrik-Nr. 126976 gebaut. Die elektrische Ausrüstung lieferte BBC Mannheim, so dass eine BBC-Leistungswächter-Steuerung eingebaut wurde. Die Schaltung war als BBC Vielfachsteuerung ausgeführt, die ein Kuppeln mit Triebwagen ermöglichte, die eine RZM-Steuerung hatten. Zur Erprobung war der erste 420 P5-MAN-Zweiwellenmotor eingebaut worden.

Dem vorgesehenen Einsatz im Vorortverkehr entsprechend wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h begrenzt. Nach eingehender Erprobung beim Versuchsamt Berlin-Grunewald folgte der Einsatz im Reisezugdienst beim Bw Flensburg und ab 1938 beim Bw Krefeld. Anfang 1939 ist dann ein 360 PS-Deutz-Versuchsmotor eingebaut worden.

Bild-VT137
Versuchs-VT mit der Fabrik-Nr. 126976

Dieseltriebwagen VT 137
VT 137-138 - Dieseltriebwagen der Einheitsbauarten der Deutschen Reichsbahn. Der 1935 gebaute VT 137-138 wurde bei der Deutschen Bundesbahn als VT 63-902 geführt und 1958 von der Bremervörde – Osterholzer – Eisenbahn angekauft und als T 171 eingesetzt.
Bild stammt von der Homepage: http://www.zittauer-schmalspurtriebwagen.de


Technische Daten

Technische Daten

Dieseltriebwagen VT 137

Dieseltriebwagen VT 137
Bild stammt von der Homepage: http://www.zittauer-schmalspurtriebwagen.de

Dieseltriebwagen VT 137
Bild stammt von der Homepage: http://www.zittauer-schmalspurtriebwagen.de

Dieseltriebwagen VT 137
Bild stammt von der Zeitschrift "Eisenbahnmagazin 11/84

Bild-VT 137 Hauptsächlich für Funkmessungen, bei Bedarf aber auch für Messungen der punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB), setzte die Deutsche Reichsbahn in der DDR den "Funk-Mess-Triebwagen FMT" 723-101 ein. 1958 baute die DR ihn zum Funkmeßtriebwagen VT 137-700 um. Die Baureihennummer ab dem Jahre 1970 lautete dann VT 188-101. Nach der Wende (1992) erfolgte die Umzeichnung nach dem Bundesbahnschema mit VT 723 101. Die VT 723 wurde auch noch in den Bestand der Deutschen Bahn AG übernommen. Ausgemustert wurde dieser Triebwagen schließlich im Jahre 1997.


Dieseltriebwagen VT 137

Dieseltriebwagen VT 137


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Schienenbus - VT 175 -

Dieser Schienenbus wurde bereits im Jahre 1929 von der Firma WUMAG als Benzoltriebwagen hergestellt. Diese Dieseltriebwagen konnten bereits 75 km/h fahren. Anfang der 60iger Jahre wurden die Fahrzeuge ausgemustert.

Dieseltriebwagen VT 175

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Der Dieseltriebwagen - Baureihe 610 - Der Pendolino

Man nennt die Dieseltriebwagenbaureihe 610 auch den Pendolino. Der Triebwagen der Baureihe 610 ist mit gleisbogenabhängiger Wagenkastensteuerung ausgerüstet. Auf kurvenreichen Strecken erreicht er höhere Geschwindigkeiten, weil sich der schwenkbare Wagenkasten computergesteuert in die Kurve legt.

Der 610 besitzt eine von FIAT Ferroviaria entwickelte hydraulische Neigetechnik. Deshalb konnte auch der von Fiat geschützte Name "Pendolino" für dieses Fahrzeug verwendet werden. Kreiselgeräte und Beschleunigungsmesser sind an den vorderen Drehgestellen angebracht. Mittels Computer werden verschiedene Daten (Kurvenüberhöhung, Geschwindigkeit, Fliehkräfte) verglichen und vier Hydraulikzylinder pro Zugteil angesteuert, die den Wagenkasten bis zu acht Grad neigen können. Die Hydraulikzylinder sind auf den Drehgestellwiegen abgestützt.

Mit dieser Technik kann der 610 Kurven bis zu 30% schneller durchfahren.

Um die normalen Indusi bzw. PZB90-Grenzwerte überwinden zu können, wird beim Pendolino bei eingeschalteter Neigetechnik ein spezielles Sicherungssytem aktiv. Aus diesem Grund müssen Strecken für bogenschnelles Fahren entsprechend ausgebaut sein. Grundsätzlich kann die Neigetechnik aber auch auf allen anderen Strecken eingeschaltet werden, sie bringt dann aber keine Erhöhung der Geschwindigkeit mit sich.

Der Wagenkasten des 610 ist eine Leichtbaukonstruktion aus Aluminiumpressprofilen. Er wird nach oben hin schmaler, um auch bei einer Neigung von 8° nicht über das Lichtraumprofil hinauszukommen. Damit die innenliegenden Trittstufen an den Einstiegen möglichst breit ausgeführt werden konnten, wurde eine spezielle Rahmenkonstruktion verwendet.

Die Drehgestelle wurden von FIAT Ferroviaria gebaut. Ein Drehgestell (1. Drehgestell im 610.0) ist antriebslos, die anderen drei Drehgestelle sind jeweils am innenliegenden Radsatz angetrieben. Diese Variante wurde gewählt um die Forderung einer Radsatzfahrmasse von höchstens 13t einzuhalten.

Jeder Triebzugteil hat einen wassergekühlten Dieselmotor, der an einen Drehstromsynchrongenerator angeschlossen ist. Die gesamte Antriebsanlage wird elektronisch gesteuert.

Anfangs waren alle “Pendolino” in den Farben mint-türkis/pastell-türkis lackiert. Nach und nach wurden die Fahrzeuge allerdings dem allgemeinen Verkehrsrot angepasst.
Mittlerweile verkehren nur noch “Pendolini” in der Farbgebung RAL 3020 (= Verkehrsrot).

Technische Daten:
Achsanordnung: 2'(A1)'+(1A)'(A1)'
Länge über Puffer bzw Kupplung: 51,750 m
Dienstgewicht: 95,4 t
Leistung: 2x485kW = 970kW = 1320 PS
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Sitzplätze: 136
Hersteller: Duewag, MAN, MBB, FIAT, ABB, AEG, SSW

Pendolino DB 610
Bild stammt von der www.baureihe610.de

Pendolino DB 610
Bild stammt von der www.baureihe610.de




Pendolino DB 610
Bild stammt von der www.baureihe610.de

Pendolino DB 610

Systembild

Der Dieseltriebwagen - Baureihe 614 -


Man nennt die Dieseltriebwagenbaureihe 614 auch den verhinderten Pendler. Im Jahre 1971 enstand bei der Fa. MAN die Baureihe 614, die eine Fortentwicklung des Dieseltriebwagens 624/634 (ex VT 24) war.

Die Kopfform wurde neugestaltet. Es wurde auf die Stirnwandtüren verzichtet, die Frontpartie war nicht mehr so steil, der Zug bekam eine attraktive Lackierung. Der Wagenkasten wurde zur Mitte hin verjüngt, damit er sich bei eingeschalteter, gleisbogenabhängiger Wagenkastensteuerung innerhalb der zulässigen Lichtraumprofils bewegt. Doch dazu kam es leider nur bei Versuchsfahrten (614-001 und 614-003). Im Alltagsverkehr bewährte sich die Neigetechnik nicht. Erst 1992 wurde die Pendelmechanik, die aus Italien (FIAT) stammte, auch in Deutschland eingeführt.

Der Dieselmotor von MAN entspricht weitgehend dem des 624/634, wird jedoch mit einer höheren Enddrehzahl von 2150 U/min betrieben und ist für eine Leistung von 370 kW/500 PS ausgelegt, jedoch nur auf die beim 624/634 üblichen 331 kW/450 PS eingestellt. Bei 26 Triebwagen (13 Garnituren) wurden nach dem Jahre 2000 mit neuen Dieselmotoren von Cummins ausgerüstet. Mit 448 kW haben sie eine deutlich höhere Leistung. Das Remotorisierungsprogramm wurde aber gestoppt, nachdem die Einsatzperspektive des 614 sich spürbar verschlechtert hat

Die bei vielen 624/634 bis zuletzt vorhandene Handpumpe zum druckfreien Nachfüllen von Kühlwasser ist beim 614 nicht eingebaut worden. Die Lüfteranlage des Kühlwasserkühlers kann vom Triebfahrzeugführer bei Ausfall des Lüfterreglers auf Notbetrieb umgerüstet werden, was beim 624/634 nur werktstattseitig möglich ist.

Die Baureihe 614 wurde ein erfolgreicher Vetreter des Regionalverkehrs. Die letzte Serie dieser Baureihe erhielt das BW Braunschweig. Diese Züge waren ozeanblau/beige lackiert.

Insgesamt wurden 84 Triebwagen ausgeliefert, die normalerweise dreiteilig eingesetzt werden. Man konnte aber auch 2- und 4-teilige Züge oder Mehrfachtraktionen beobachten. Auch ein Güterwagen konnte sich schon mal ans Ende eines 614 "verirren". Die Baureihe 614 wurden mittlerweile umgebaut. Die Gepäckabteile wurden entfernt. Sie erhielten ergonomischere Sitze (auch Schalensitze wie der 610). Die meisten von ihnen präsentieren sich in verkehrsroter Lackierung, einige wenige sind noch in Regionalbahngrün anzutreffen.

Die Triebwagen der Baureihe 614 galten bis zum Jahre 2008 als eine Triebwagenreihe mit zeitlich mittelfristiger Aussicht auf Einsatz. Durch die Entwicklung auf neue und fahrgastfreundliche Triebwagen, gab es jedoch einen immer stärkeren Ausmusterungsdruck auf diese Triebwagenreihe. Obwohl die Triebwagen in der Regel in einem technisch einwandfreien Zustand sind, besitzt diese Baureihe keine behindertengerechten Zugänge, der Innenkomfort entspricht nicht dem modernen Innendesign der Jahrtausendwende. Eingesetzt wird die 614-Baureihe noch in den beiden Betriebshöfen Braunschweig und Nürnberg. Während in Braunschweig die 614 Baureihe auf die Baureihe 628 modernisiert wurde, kommt in Nürnberg langsam die neue Baureihe 648 zum Einsatz

Technische Daten:


Technische Daten



Dieseltriebwagen DB 614

Dieseltriebwagen DB 614

Dieseltriebwagen DB 614

Dieseltriebwagen DB 614

Das Modell - Dieseltriebwagen DB 614
Fleischmann-Modell (Nr.4431)

Das Modell - Dieseltriebwagen DB 614
Fleischmann-Modell (Nr.4438)

Dieseltriebwagen DB 614      Dieseltriebwagen DB 614      Dieseltriebwagen DB 614

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Der Dieseltriebwagen VT 23.5 und VT 24.5 = Baureihe 624 und 634 -

Ende der 50iger Jahre wuchs der Bedarf an Städteverbindungen sehr stark auf den nicht elektrifizierten Streckennetz an. Hinzu kam, dass die bisher auf diesen Strecken verkehrenden Dieseltriebwagen aus der Vorkriegszeit ersetzt werden mussten.
Es wurde deshalb eine Leichtriebwagenbaureihe entwickelt die aus zwei Motorwagen und einem Mittelwagen bestand. Das Ergebnis war die Baureihe VT 23.5 und VT 24.5. Diese Baureihen werden heute als DB 624 bzw DB 634 geführt. Diese Baureihe hat sich für Regionalverkehr bestens bewährt und kommt auch heute noch zum Einsatz.

Technische Daten:
Achsanordnung: B'2' + 2'2' + 2'B'
DB 624: dreiteilige Züge
DB 634: dreiteilige Züge
Dienstgewicht - DB 624: 118 t
Dienstgewicht - DB 634: 112 t
Leistung: 2 x 430 PS
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Baujahr: 1961 bis 1967

Dieseltriebwagen DB624

Dieseltriebwagen DB624      Dieseltriebwagen DB624

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Die Dieseltriebwagen - Baureihe DB 627 -



Diese Baureihe wurde im Jahre 1974 gebaut. Sie zeichnet sich durch eine Mittelpufferung aus. Sie ist sehr spartanisch gehalten. Die Baureihe 627 wies während der Versuchsreihen Mängel auf. Es blieb deshalb nur bei der Fertigung von einigen Triebwagen. Die Nachfolgebaureihe DB 628, die in den Jahren 1986 bis 1989 gebaut wurde, brachte es dann auf 150 Einheiten.

Technische Daten:
Achsanordnung DB 627: B'2'
Achsanordnung DB 628: B'2' + 2'B'
DB 627 und 628: dreiteilige Züge
Dienstgewicht - DB 627: 36 t
Dienstgewicht - DB 638: 64 t
Leistung: 390 PS bzw 2 x 275 PS
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Baujahr: 1974 bis 1989

Dieseltriebwagen DB627

Dieseltriebwagen DB627

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Dieseltriebwagen Baureihe 628

Bei dem Dieseltriebwagen der Baureihe 628 handelt es sich um einen zweiteiligen Nahverkehrsdieseltriebwagen der auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn AG seinen Dienst versieht.

Die Entwicklung der Baureihe 628 begann bereits Anfang 1970, als die Schienenbusse der Baureihe 795 und 798 das Ende ihrer veranschlagten Nutzungszeit erreichten. Das Bundesbahn-Zentralamt München begann damals in Zusammenarbeit mit der Waggonfabrik Uerdingen mit der Konzeption eines Nahverkehrstriebwagens der Baureihe 628, der die Schienenbusse und die Akku-Triebwagen der Baureihe 515 ersetzen sollte. Die neuen Fahrzeuge sollten auch auf Hauptbahnen einsetzbar sein, was eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit, Verstärkung der Bremsanlage und Steigerung des Komforts gegenüber den Schienenbussen erforderte. Die Betriebskosten sollten allerdings nicht höher sein als beim einem Schienenbus.

Im Jahre 1974 konnten die Waggonfabrik Uerdingen und MaK die Prototypen der zweiteiligen Baureihe 628.0, sowie deren einteilige Variante - Baureihe 627 - für den Einsatz auf Strecken mit schwächeren Fahrgastaufkommen vorstellen.

Die Fahrzeuge wurden erprobt und bewährten sich, wenngleich sich bereits damals die mangelnde Leistungsfähigkeit der Maschinenanlagen abzeichnete.

Zunächst kam es jedoch nicht zu einem Serienbau, da von politischer Seite der Schienenpersonennahverkehr gerade neu organisiert wurde und noch nicht abzusehen war, wie viele und welche Fahrzeuge dafür gebraucht würden. Das Projekt Baureihe 628 kam vier Jahre fast völlig zum Stillstand.

Jeder Wagenteil dieser Baureihe ruht auf zwei zweiachsigen Drehgestellen. Das Drehgestell am Kurzkuppelende wird angetrieben. Die Kraftübertragung vom Motor erfolgt über ein Strömungsgetriebe von Voith mit einem Wandler und einer Kupplung. Motor und Getriebe sind unter dem in Leichtbauweise ausgeführten Wagenkasten elastisch aufgehängt. Bei der Betriebsbremse handelt es sich um eine selbsttätige Druckluft-Scheibenbremse. Bei Schnellbremsungen kommt zusätzlich die Magnetschienenbremse zum Einsatz, sie lässt sich aber bei Bedarf auch separat einschalten.

Die Vielfachsteuerung ermöglicht es, dass von einem Führerstand aus, bis zu vier gekuppelte Triebwageneinheiten gefahren werden können.

Die Triebwagen der Baureihe 628 zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit aus.

Leider besitzt diese Baureihe keine klimatisierten Fahrgastbereiche, moderne Fahrgastinformationssysteme und bequemere, behindertengerechte und leistungsfähigere Einstiegsbereiche. Bei einem Teil der 628 wurden aber bereits neue Fahrgastinformationssysteme mit automatischer Ansage und Anzeige des nächsten Haltes installiert. In einigen Regionen auch Fahrkartenautomaten.

Technische Daten:
Hersteller: Düwag, Waggon-Union, AEG u.a.
Baujahr: 1986
Achsen: 2'B'+ 2'2'
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Länge über Puffer: 46,2 m
Platzangebot:
Sitzplätze: 146
Motorisierung: Viertakt-Dieselmotor mit Turboaufladung und Wasserkühlung - 6-Zylinder-Reihenmotor
Leistung: 485 kW bei 2100 U/min
Leergewicht: 77 t


Baureihe 628
Bild stammt von Wikipedia

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Siemens Desiro Classic - Nahverkehrstriebwagen - VT 642 -

Die Baureihe 642 wird häufig auch als "ICE" des Regionalverkehrs bezeichnet. Dies liegt an der windschnittige Form, die er von seinem großen Namensvetter vererbt bekommen hat. Besonders die Kopfform errinnert stark an den ICE-T. Mit dieser Baureihe 642 stellte die DB-AG ab dem Jahr 2000 moderne und umweltfreundliche Dieseltriebzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h für den Regionalverkehr in Dienst.

Der Siemens Desiro Classic ist ein von Siemens Mobility hergestellter Nahverkehrstriebzug. Bei der Deutschen Bahn AG ist der Triebwagen als Baureihe 642 eingesetzt. Die Fahrzeuge werden insbesondere im Nahverkehr der Bundesländer Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen eingesetzt.

Seit ihrer Auslieferung im Jahr 2000 werden die Verbrennungstriebwagen der Baureihe 642 unter anderem in den Großräumen Nürnberg, Augsburg und Kempten, sowie rund um Dresden, Zwickau, Erfurt, Leipzig, Magdeburg, Chemnitz und Rostock eingesetzt. Auf einigen Nebenstrecken in Bayern und Sachsen werden nur noch diese Triebwagen verwendet, um die Vorteile moderner Fahrzeuge – wie die hohe Beschleunigung und die Möglichkeit der Schaffung von Bedarfshalten – zu nutzen. Die VT 642 werden teilweise auch in Mehrfachtraktion auf RegionalExpress-Strecken eingesetzt.

Die wesentlichsten Komfortmerkmale des Zuges sind:
• 60 % Niederfluranteil mit einer Fußbodenhöhe von nur 575 mm
• Heller und großräumiger Innenraum, große Fensterbänder, Durchsicht durch den gesamten Zug
• Behindertenfreundliches Toilettensystem
• Einstiegshilfen für Rollstuhlfahrer
• Luftkühlanlage
• Drehgestelle mit Luftfedern für optimalen Fahrkomfort

Der Desiro zeichnet sich durch die Verwendung von Großserienkomponenten aus dem Busbereich aus und garantiert damit niedrige Investitions- und Betriebskosten. Damit wird ein attraktiver und wirtschaftlicher Betrieb auf Nebenstrecken und in Ballungsräumen ermöglicht. Varianten des „Desiro„ verkehren ebenfalls bei privaten und ausländischen Bahngesellschaften.

Der Fahrgastraum ist gegliedert in den Niederflurbereich (von einem Einstieg bis zum Sitzbereich über dem Jakobsdrehgestell) und die höher gelegenen Bereiche an jedem Wagenende. Aufgrund des vergleichsweise großen Motorraums besitzt die Baureihe 642 jedoch einen kleinen Niederfluranteil. Die Wände bestehen aus Kunststoff, teilweise auch aus Holz. Im niederflurigen Einstiegsbereich schaffen Klappsitze an der Wand Platz für Fahrräder, Rollstühle oder Kinderwagen.

In der Ausführung, die in einigen Teilen Bayerns oder zum Beispiel auf der Saaletalbahn und auf der Kahlgrundbahn zu finden ist, entfällt die erste Klasse. Über den Sitzplätzen gibt es eine durchgehende gläserne Gepäckablage mit Leuchtband; je Sitzgruppe gibt es einen Haltewunsch-Knopf.

Die Haltestellen werden computergesteuert via GPS angesagt und im Innenraum angezeigt. Auf Anzeigetafeln an den Stirnseiten (dem Zugkopf) und an den Seiten wird das Fahrziel für die Wartenden auf dem Bahnsteig angezeigt. Die Toilette ist behindertengerecht im Niederflurbereich durch eine breite Schiebetür zu erreichen und als geschlossenes System angelegt. In den Einstiegsräumen gibt es eine Notsprechanlage zum Triebfahrzeugführer.

Die breiten Einstiege sind stufenlos als automatische Schwenkschiebetüren angelegt.

Der Wagenkasten ist als selbsttragende Aluminiumröhre in Integralbauweise konstruiert. Die Kopfteile mit den Führerständen sind als vorgefertigte GfK-Module ausgeführt, die auf das verlängerte Untergestell des Aluminiumwagenkastens aufgeklebt sind.

Technische Daten:

Hersteller: Siemens Mobility (vormals Siemens Transportation Systems)
Baujahr: ab 1999
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Länge über Kupplung: 41,7 m
Breite: 2,83 m
Platzangebot:
1. Klasse (falls vorhanden): 12
2. Klasse mindestens 98
Stehplätze: 110
Motorisierung: 2 × Sechszylinder-Dieselmotoren von MTU bzw. MAN
Leistung: 2 × 275 kW bzw. 2 x 315 kW
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Achsfolge: B’(2)’B
Leergewicht: 66 t
Höchstgewicht: 88 t
Dienstgewicht: 68 t

VT 642
Bilder stammen von der Firma Fleischmann

VT 642
Bild stammt von Wikipedia

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Dieseltriebwagen NE 81 bzw Baureihe 626 und Baureihe 926

Nach einer langanhaltenden Beschaffungspause hatte sich bei einigen größeren Nahverkehrs-Bahnen herausgestellt, dass nach wie vor Bedarf für den Einsatz wirtschaftlicher und moderner Dieseltriebwagen bestand. Insbesondere waren solche Strecken betroffen, deren Personen- und Güterverkehrsaufkommen so groß war, dass eine Stillegung und Verlagerung auf die Straße nicht in Frage kam.

Da ein Nachbau der älteren Typen nicht sinnvoll war, wurde ein völlig neues Fahrzeug konzipiert, das die überwiegend aus den fünfziger Jahren stammenden Fahrzeuge nach und nach ersetzen sollten. Um Zugbegleitpersonal zu sparen, war der Triebwagen auf Einmannbetrieb auszulegen.

Der hier besprochene Dieseltriebwagen - NE 81 - wurde speziell für Privatbahnen entwickelt. Dieser Typ wurde erstmals im Jahre 1981 ausgeliefert. Ebenfalls als NE 81 bezeichnet werden die dazugehörigen Steuerwagen und Mittelwagen. Seit dem Jahre 2006 besitzt auch die Deutsche Bahn AG gebraucht erworbene Fahrzeuge dieses Typs, sie werden bei der DB als Baureihe 626 (Triebwagen) bzw. Baureihe 926 (Steuerwagen) bezeichnet.

Der NE 81 wurde 1979 und 1980 gemeinsam von DUEWAG und der Waggon-Union als vierachsiger Dieseltriebwagen speziell für den Einmannbetrieb entwickelt. Er ist besonders auf die Anforderungen der Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) mit mittlerem Verkehr zugeschnitten und wurde ab 1981 von mehreren deutschen Privatbahnen beschafft.

Mit einer maximalen Anhängelast von 400 t erfüllt der NE 81 voll die Anforderungen.

Die Erstauslieferung erfolgte im Jahre 1981 zur Württembergische Nebenbahnen AG (die 1984 in der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) aufging), zur Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG) und zur Kahlgrundbahn (KVG), die alle drei bei der Entwicklung mitwirkten. 1985 wurde eine weitere Serie aufgelegt, beliefert wurde aber diesmal nur die SWEG, die Regentalbahn kam zusätzlich als Fahrzeugempfänger in Bayern hinzu.

Im Jahr 1993 wurde eine modifizierte Form ausgeliefert. Hierbei wurden neuere Sitze eingebaut und die Front mit neuen Scheinwerfern versehen. Da die Rollbandanzeige zur Fahrtzielanzeige durch LCD-Anzeigen ersetzt wurde, wurde auch die Frontscheibe angepasst. Die Lieferung der letzten Serie ging 1994 und 1995 an die WEG (unter anderem für die Wieslauftalbahn), an die KVG, an die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) und an die Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB).

die Bodensee-Oberschwaben-Bahn hat ihre Fahrzeuge 2006 an die HzL für den Einsatz auf dem Seehäsle verkauft.

Zu weiteren Neuauslieferungen kam es nicht mehr, da seit 1996 mit dem Regio-Shuttle von Adtranz (später Stadler Rail) ein niederfluriges und wesentlich stärkeres Fahrzeug zur Verfügung steht, das aber auf Konzepten des NE 81 beruht. Insgesamt wurden 26 Triebwagen, drei Beiwagen und 14 Steuerwagen hergestellt. Drei der Triebwagen wurden bis Mitte 2008 ausgemustert.

Als Antriebsmotoren für den NE 81 dienten zwei Sechszylinder-Reihenmotoren in liegender Bauweise von MAN, der auch im MAN-Omnibus SR 280 eingebaut wurde. Jeder Motor leistet bei einer Drehzahl von 2200 U/min - 201 kW und wirkt über ein direkt angeflanschtes Voith-Triebwagengetriebe auf ein Drehgestell, dessen Achsen durch Gelenkwellen verbunden sind. Wahlweise kann auch mit nur einer Maschinenanlage gefahren werden. Die auf vier Antriebsachsen verteilte Antriebsleistung von 402 kW versetzt die Triebwagen in die Lage, in der Ebene eine Anhängelast von 400 t zu befördern. Die Fahrzeuge eignen sich für Doppeltraktion und gemischte Zugbildung mit Steuer- und Beiwagen.

Der Fahrgastraum ist ein durch eine Glaswand mit Pendeltür in zwei Teile getrennter Großraum, der 84 Sitzplätze aufweist, die mit Wollvelours anstelle des bisher verwendeten Kunstleders bezogen sind. Die Sitze wurden überwiegend in Reihenanordnung (wie im Omnibus) vorgesehen, jedoch bieten 16 Plätze die herkömmliche Gegenüberanordnung. Wegen des Einmannbetriebs sind die Fahrgasträume, an die sich an beiden Wagenenden kurze Mehrzweckräume für Gepäck usw. anschließen, nicht von den Führerräumen abgetrennt und bieten so auch den Fahrgästen eine gute Sicht auf die Strecke.

Sofern die Triebwagen auch im Rangierbetrieb des Güterverkehrs eingesetzt werden sollen, ist eine Ausrüstung für Funkfernsteuerung nachrüstbar.

Technische Daten:
Hersteller: DUEWAG, WU
Baujahr: 1981–1995
Achsen:B'B'
Höchstgeschwindigkeit: 80 - 100 km/h
Länge über Puffer: 23,9 m
Platzangebot:
Sitzplätze: 78–79
Motorisierung: 2 Dieselmotoren
Stundenleistung: 2×199–2×250 kW
Leergewicht: 39,0–46,0 t


NE 81

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Regioshuttle RS 1 bzw Baureihe 650

Der Stadler Regio-Shuttle RS1 ist der erste in Deutschland weit verbreitete Nahverkehrsdieseltriebwagen neuer Generation. Charakteristisch sind vor allem die trapezförmigen Fensterbänder. Die Bezeichnung des Regio-Shuttle bei der Deutschen Bahn ist als Baureihe 650 gezeichnet. Vor allem zahlreiche Privatbahnen haben die Regio-Shuttles angeschafft.

Ursprünglich ein Produkt der Firma Adtranz, wird der RS1 durch die Stadler Rail AG weiterproduziert und verkauft, seit Bombardier Transportation bei Übernahme von Adtranz den Standort in Berlin-Wilhelmsruh im Jahr 2001 aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen musste.

Bei dem RS1 handelt sich um ein normalspuriges Schienenfahrzeug mit Mittelpufferkupplung. 65 % des Fahrzeugbodens sind niederflurig und für eine Bahnsteighöhe von 55 cm ausgelegt.

Hochflurig ist der Triebwagen über den beiden zweiachsigen Drehgestellen an den Enden.

Zwei unabhängige dieselmechanische Antriebseinheiten, entweder mit Dieselkraftstoff oder Rapsöl gespeist, treiben je eines der beiden Gestelle an beiden Achsen an. Die Fensterstege des RS1 sind schräg und geben dem RS1 ein unverwechselbares Aussehen, welches er allerdings mittlerweile mit dem Bombardier Itino teilen muss.

Der Regio-Shuttle ist für den Bahnverkehr im Einmannbetrieb uneingeschränkt verwendbar. Die relativ kleine Gefäßgröße (Maximum unter 170 Personen) kann dadurch ausgeglichen werden, dass das Fahrzeug in bis zu siebenfachen Mehrfachtraktionen gefahren werden kann. Ein Gespann aus fünf RS1 kann dann zwar eine Spitzenlast von knapp 850 Fahrgästen bewältigen, wird dann aber durch den Verbrauch der zehn Dieselmotoren, im Vergleich zu einem Lok-Gespann unwirtschaftlich.

Insgesamt laufen derzeit 365 Stück dieser Nahverkehrsdieselwagen.

Technische Daten:
Hersteller: Stadler Rail AG (zuvor: Adtranz)
Baujahr: seit 1996
Achsen: B'B'
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Länge: 24,46 bis 25,50 m
Platzangebot:
Sitzplätze: 71 - 101
Stellplätze: 83 - 94
Motorisierung: 2 Dieselmotoren
Stundenleistung: 2 × 257 kW = 514 kW
Leergewicht: 40,0 t

RS1
Bild stammt von Wikipedia

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Nahverkehrszug RBDe 561

Nahverkehrszug

Technische Daten:
Hersteller:
Baujahr:
Achsen:
Höchstgeschwindigkeit:
Länge:
Platzangebot:
Sitzplätze:
Stellplätze:
Motorisierung:
Stundenleistung:
Leergewicht:

RS1
Das Bild stammt aus der Zeitschrift "Eisenbahn Revue"