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Bei dem Dieseltriebwagen der Baureihe 628 handelt es sich um einen zweiteiligen
Nahverkehrsdieseltriebwagen der auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn AG seinen Dienst
versieht.
Die Entwicklung der Baureihe 628 begann bereits Anfang 1970, als die Schienenbusse der
Baureihe 795 und 798 das Ende ihrer veranschlagten Nutzungszeit erreichten.
Das Bundesbahn-Zentralamt München begann damals in Zusammenarbeit mit der Waggonfabrik
Uerdingen mit der Konzeption eines Nahverkehrstriebwagens der Baureihe 628, der die
Schienenbusse und die Akku-Triebwagen der Baureihe 515 ersetzen sollte. Die neuen Fahrzeuge
sollten auch auf Hauptbahnen einsetzbar sein, was eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit,
Verstärkung der Bremsanlage und Steigerung des Komforts gegenüber den Schienenbussen erforderte.
Die Betriebskosten sollten allerdings nicht höher sein als beim einem Schienenbus.
Im Jahre 1974 konnten die Waggonfabrik Uerdingen und MaK die Prototypen der zweiteiligen
Baureihe 628.0, sowie deren einteilige Variante - Baureihe 627 - für den Einsatz auf Strecken
mit schwächeren Fahrgastaufkommen vorstellen.
Die Fahrzeuge wurden erprobt und bewährten sich, wenngleich sich bereits damals die
mangelnde Leistungsfähigkeit der Maschinenanlagen abzeichnete.
Zunächst kam es jedoch nicht zu einem Serienbau, da von politischer Seite der
Schienenpersonennahverkehr gerade neu organisiert wurde und noch nicht abzusehen war, wie
viele und welche Fahrzeuge dafür gebraucht würden. Das Projekt Baureihe 628 kam vier
Jahre fast völlig zum Stillstand.
Jeder Wagenteil dieser Baureihe ruht auf zwei zweiachsigen Drehgestellen. Das Drehgestell am
Kurzkuppelende wird angetrieben. Die Kraftübertragung vom Motor erfolgt über ein
Strömungsgetriebe von Voith mit einem Wandler und einer Kupplung. Motor und Getriebe
sind unter dem in Leichtbauweise ausgeführten Wagenkasten elastisch aufgehängt. Bei der
Betriebsbremse handelt es sich um eine selbsttätige Druckluft-Scheibenbremse. Bei
Schnellbremsungen kommt zusätzlich die Magnetschienenbremse zum Einsatz, sie lässt sich
aber bei Bedarf auch separat einschalten.
Die Vielfachsteuerung ermöglicht es, dass von einem Führerstand aus, bis zu vier gekuppelte
Triebwageneinheiten gefahren werden können.
Die Triebwagen der Baureihe 628 zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit aus.
Leider besitzt diese Baureihe keine klimatisierten Fahrgastbereiche, moderne Fahrgastinformationssysteme
und bequemere, behindertengerechte und leistungsfähigere Einstiegsbereiche.
Bei einem Teil der 628 wurden aber bereits neue Fahrgastinformationssysteme mit automatischer
Ansage und Anzeige des nächsten Haltes installiert. In einigen Regionen auch Fahrkartenautomaten.
Technische Daten:
Hersteller: Düwag, Waggon-Union, AEG u.a.
Baujahr: 1986
Achsen: 2'B'+ 2'2'
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Länge über Puffer: 46,2 m
Platzangebot:
Sitzplätze: 146
Motorisierung: Viertakt-Dieselmotor mit Turboaufladung und Wasserkühlung - 6-Zylinder-Reihenmotor
Leistung: 485 kW bei 2100 U/min
Leergewicht: 77 t
Bild stammt von Wikipedia
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