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Historie
Bild von Ochsenhausen um 1900 (Bild stammt von Wikepedia)
Das Öchsle ist eine württembergische Schmalspurbahn mit der Spurweite 750 mm zwischen den
oberschwäbischen Städten Biberach an der Riß und Ochsenhausen. Auf dem verbliebenen Streckenabschnitt
von Warthausen nach Ochsenhausen verkehrt seit dem Jahre 1985 eine Museumsbahn.
Eröffnet wurde die Bahnstrecke am 29. November 1899 von der königlichen Württembergischen Staatseisenbahn. Die Königlich Württembergische Staats-Eisenbahn (K.W.St.E) befasste sich bereits 1879 mit dem Projekt einer durchgehenden Eisenbahn von Biberach an der Riß über Ochsenhausen nach Memmingen. Nachdem sich diese Pläne u. a. durch den Bau der Verbindung Aulendorf–Memmingen endgültig zerschlagen hatten, konstituierte sich 1889 ein örtliches Eisenbahn-Komitee, das den Stuttgarter Techniker Professor Sapper mit Rentabilitätsrechnungen und Bauvorbereitungen betraute. Auf dieser Grundlage wurde dann im Jahre 1893 an den württembergischen Landtag eine erste Petition für den Bau einer normalspurigen Nebenbahn von Biberach nach Ochsenhausen gerichtet. Das Vorhaben wurde dann aber nur als Schmalspurbahn in das Gesetz vom 7. Juni 1897 aufgenommen. Wegen Verzögerungen beim Bau des Abschnitts Biberach–Warthausen wurde am 29. November 1899 zunächst die Teilstrecke Warthausen–Ochsenhausen eröffnet, der Abschnitt nach Biberach folgte am 19. November 1900. Von Anfang an gab es Rollbockverkehr. Die Rollbockgrube war in Warthausen. Das Reststück nach Biberach war nur für den Personen- und Stückgutverkehr (Infos über den Rollbockverkehr findet ihr auf dieser Page unter "Modellbahninfos"). Bereits im 1. Weltkrieg war das Güteraufkommen so hoch, dass in Ochsenhausen ein Güterbahnhof außerhalb der Ortschaft gebaut werden musste. Das "Öchsle" war nicht als Stichbahn, sondern als 1. Teilstück eines württembergischen Schmalspurnetzes geplant. Die Pläne wurden allerdings im Jahre 1925 endgültig aufgegeben. Zu dieser Zeit wurde auch von der Gemeinde Ochsenhausen eine „Kraftwagenverbindung“ nach Biberach gefordert, da die Fahrzeiten auf der Bahnstrecke zu lange waren. Im 2. Weltkrieg wurde das "Öchsle" für den Gütertransport eingesetzt. Auch Fahrzeuge mussten für den Kriegseinsatz abgeben werden. Vor allem die Güterwagen waren davon betroffen. Nach Kriegsende wurde am 12. September 1945 der Betrieb wieder aufgenommen. Im Jahre 1954 begann der Niedergang der Öchsle-Bahn. Verschiedene Züge wurden auf Busse umgestellt und Haltepunkte aufgelöst. Der Personenverkehr wurde am 31. Mai 1964 eingestellt. Gleichzeitig wurde der damit unnötige Streckenabschnitt Warthausen - Biberach stillgelegt und abgebaut. Dadurch entfiel auch die Kreuzung mit der Südbahn Ulm – Friedrichshafen. Im Jahre 1964 kam die erste Diesellok der Baureihe V 51 zur Öchsle_Bahn. Damit wurde auch der verbleibende Güterverkehr mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg rationalisiert. Im Jahre 1981 wurde ein Stillegungsantrag gestellt. Die damalige Deutsche Bundesbahn rechnete mit Kosten von 10,5 Mio Euro zum Weiterbetrieb der Strecke. Am 31. März 1983 fuhr das "Öchsle" zum letzten mal für die DB. Bereits im Jahre 1982 hatte sich der Verein "Öchsle Schmalspurfreunde". Nach einiger Zeit wurde dieser Verein dann in "Öchsle Schmalspurbahn e.V." umbenannt. Im Jahre 1984 wurde als Betreibergesellschaft die "Öchsle-Betriebsgesellschaft mbH" von 3 Vereinsmitglieder gegründet. Der Landkreis Biberach kaufte den Oberbau der Bahnstrecke und die Gemeinden den Grund und die Gebäude. Damit waren die Vorraussetzungen für einen Museumsverkehr geschaffen. Am 29. Juni 1985 schließlich wurde das "Öchsle" offiziell wieder in Leben gerufen. Der Betrieb wurde bis 1992 von der "Öchsle Betriebsgesellschaft" geführt. Danach wurde wegen internen Problemen der Betrieb eingestellt. Die Betriebsgesellschaft zog ihre Fahrzeuge ab und brachte sie nach Bad Waldsee, Biberach und Straupitz. Auch die DGEG holte ihre Tssd zurück ins Jagsttal. Am 15. Juni 1996 wurde der Betrieb erneut aufgenommen. Die Strecke gehört nun der "Öchsle Bahn AG" (Besitz des Landkreises Biberach, der Gemeinden und Privatpersonen). Der Betrieb wurde von der Eisenbahn Betriebsgesellschaft Ochsenhausen GmbH (EBO, im Besitz des Vereins Öchsle Schmalspurbahn e.V.) geführt. Das Jahr 2000 war dann wieder das Letzte für die Öchsle-Bahn. Die Strecke wurde auf Grund von Mängeln von der Bahnaufsichte gesperrt und der Streckennutzungsvertrag zwischen der "Öchsle Bahn AG" und der EBO (Bahnaufsicht) nicht mehr verlängert. Der Lokschuppen in Ochsenhausen war baufällig, es durften die Fahrzeuge nur noch mit einer Sondergenehmigung gewartet werden. Wegen dieser Probleme entschloss sich der Landkreis den Betrieb neu zu ordnen. Dazu wurde Anfang Januar 2002 vom Landkreis die "Öchsle-Bahn-Betriebsgesellschaft GmbH (ÖBB)" gegründet. Vom Landkreis wurde auch die Br 99 788 der DB-AG angekauft. Am 01.05.2002 wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Dazu wurden ca. 4 km Gleis komplett erneuert. In Warthausen wurde ein neuer Lokschuppen geplant, der aber erst im Jahre 2003 fertiggestellt wurde. Am 01.06.02 traf die Br 99 633 per Tieflader in Ochsenhausen ein. Sie soll als Grundstock eines im alten Lokschuppen geplanten Museums dienen. Im Frühjhar 2004 wurde weitere Streckenarbeiten ausgeführt, diesmal bei Reinstetten. Im März 2004 erfolgte die Baugenehmigung für den neuen Lokschuppen in Warthausen. Der Lokschuppen Ochsenhausen in ein Museum umgewandelt werden. Ebenfalls bis spätestens 2005 soll in den Zügen ein Speisewagen mitlaufen, der aus einem Schlieren Wagen umgebaut wird.
Der Streckenverlauf der Öchslebahn"
Bahnstrecke der Öchslebahn
Weitere Informationen"
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