Historie
Ab dem 10.11.1890 fuhren die ersten Güterzüge von
Gotteszell nach Teisnach und am 20.11.1890 wurde der
Gesamtverkehr auf dieser Eisenbahnstrecke bis Viechtach
eröffnet.
Am 9.05.1889 wurde auf Grund der "Konzession zur Herstellung
und zum Betriebe einer normalspurigen Lokalbahn von Gotteszell
nach Viechtach" vom 28.04.1889 die Aktiengesellschaft "Lokalbahn
Gotteszell - Viechtach" ins Leben gerufen. Ihre erste
Strecke war die heute im Personenverkehr stillgelegte
Linie - Gotteszell-Viechtach -, die im Jahre 1890 eröffnet
wurde.
Die Gesellschaft erwarb im Jahre 1903 die Granitwerke
Teisnach AG mit dem Steinbruch Prünst, der bis heute
Schotter für den Streckenbau liefert.
Die Verlängerung nach Blaibach wurde erst im Jahre 1928 in
Betrieb genommen. Im gleichen Jahr fusionierte sie mit der
"Lokalbahn Deggendorf-Metten AG".
Auf dieser Strecke wurde dann im Jahre 1983 der Reiseverkehr
eingestellt. Im Jahre 1991 wurde die Strecke endgültig
stillgelegt.
Das erste Streckennetz der Regentalbahn
Auf der Stammstrecke fuhren bis zum Jahre 1980
kombinierte Züge (Güterwagen zusammen Personenwagen).
Dafür hatte die Regentalbahn im Jahre 1961 eine große
sechsachsige Diesellok von Klöckner Humbold Deutz (KHD) mit
rd. 1800 PS erworben. Im Jahre 1969 kam noch eine weitere
sechsachsige Lok von KHD mit 1600 PS dazu. Beide Loks
wurden verkauft, als auf der Regentalstrecke keine
Gemischtzüge (Güterwagen mit Personenwagen) mehr einsetzt
wurden und der Personenverkehr mit Triebwagen abgewicklet
wurde.
Auf der Strecke nach Metten fuhren die sog. "Gemischtzüge"
noch bis zur Einstellung der Bahnstrecke im Jahre 1983.
Bis zum Jahre 1975 noch mit Dampfloks. Von 1950 bis 1983
verkehrten nur noch zwei Zugpaare.
Im Januar 1928 kam noch die „Lokalbahn Deggendorf-Metten AG"
dazu, die mit der sich die nun "Regentalbahn AG" nennenden
Lokalbahn "Gotteszell – Viechtach" fusionierte.
Im Jahre 1924/25 wurde der Neubau der Strecke von
Viechtach nach Blaibach in Angriff genommen, auf der
am 02.01.1928 der Güterverkehr und am 01.02.1928 der
Personenverkehr eröffnet wurde.
Zum 01.01.1973 übernahm die Regentalbahn AG ferner die
ebenfalls über achtzigjährige Aktiengesellschaft "Lokalbahn:
Lam - Kötzting".
Seit den 1970iger Jahren ist die Zeit bei der Regentalbahn
von Modernisierung und Rationalisierungsmaßnahmen geprägt.
So wurde eine große Anzahl von Triebwagen angeschafft
und verschiedene Unternehmensbereiche in Tochtergesellschaften
ausgegliedert.
Im Jahre 2002 wurde die Regentalbahn in den Firmennamen
"Die Länderbahn - Regentalbahn -" umbenannt. Mit diesen
Namen sollte dokumentiert werden, dass die Firma in Bayern,
Sachsen, Thüringen, sowie in der Tschechischen Republik
tätig ist.
Im Jahre 1980 wurde das Granitwerk Prünst in eine GmbH
eingebracht, an der sich die Regentalbahn mit 50 % beteiligte.
Diese Beteiligung wurde aber im Jahre 2005 wieder veräußert.
Daneben entstanden unter dem Dach der Regentalbahn AG
folgende 100%ige Tochtergesellschaften:
1979: die Regental Kraftverkehrs GmbH (RKG)
1988: die Regental Bahnbetriebs-GmbH (RBG)
1989: die Regental Fahrzeugwerkstätten GmbH (RFG)
1998: die Vogtlandbahn GmbH (VBG)
Die Aktien der Regentalbahn AG waren auf zahlreiche
Eigentümer aufgeteilt. Dazu gehörten ab dem Jahre 1940 auch
das Deutsche Reich, das Land Bayern, die Bayerische
Staatsbank und die Deutsche Reichsbahn. Bis zum Jahre 1982
hatte der Freistaat Bayern 76,9% der Aktien erlangt. Der Rest
verteilte sich auf Städte und Gemeinden, die Benediktinerabtei
Metten und Privatpersonen.
Im Herbst 2004 verkaufte der Freistaat Bayern die Aktienmehrheit
an das britische Verkehrsunternehmen Arriva. Das deutsche
Tochterunternehmen Arriva Deutschland GmbH
erhöhte durch weitere Zukäufe ihren Anteil an der
Regentalbahn bis Mai 2006 auf 100 Prozent.
Die Gegenwart
Die Regentalbahn tritt heute als einer der größten regionalen
Schienenverkehrsanbieter Deutschlands unter der Marke „Die Länderbahn“
auf. Der Firmensitz ist das bayerische Viechtach.
Heute fährt die Regentalbahn den gesamten Nahverkehr auf den Strecken:
- Plattling-Eisenstein
- Zwiesel-Grafenau
- Zwiesel-Bodenmais
- Schwandorf-Cham-Furth im Wald
- Cham-Kötzting-Lam
- Cham-Waldmünchen
- Ausflugsbahn Gotteszell-Viechtach.
Moderne Regioshuttles haben die alten Esslinger und
Crede-Triebwagen abgelöst. Die Vogtlandbahn,
die eine Tochtergesellschaft der Regentalbahn ist,
betreibt einige Strecken in Sachsen und die
Regionalbahnen Regensburg-Schwandorf-Weiden-Hof.
Zur Regentalbahn gehören auch die Ausbesserungswerkstätten
in Viechtach und Reichenbach/Vogtland und ein Steinbruch
bei Gotteszell.
Einen Güterverkehr gibt es allerdings auf den Regentalbahnstrecken nicht
mehr.
Das neue Streckennetz der Regentalbahn (Quelle: Archiv Altmann) - Durch anklicken der Karte kommt ihr auf
die Internetseite von Herrn Altmann
Die Loks der Regentalbahn
Die Regentalbahn besitzt zur Zeit folgende Triebfahrzeuge
(ohne die Vogtlandbahn):
| Nummer |
Typ |
Hersteller |
Leistung in kw |
| D 03, 04 |
G1202 |
MAK |
1000 |
| D 05 |
G1206 |
Vossloh |
1500 |
| D 06-07 (Con-Train) |
G2000 |
Vossloh |
2240 |
| D 08 |
V23 |
-- |
162 |
| VT 02, 08 |
NE 81 |
Waggon Union Berlin |
398 |
| VT 15-28 |
RS 1 Waldbahn |
Adtranz |
456 |
| VT 31-41 |
RS 1 Oberpfalzbahn |
Adtranz |
514 |
|