Historie
Am 28.08.1896 eröffneten die Königlich-Württembergische-Staats-Eisenbahnen (KWStE) den Betrieb
auf der Schmalspurbahn "Zabergäubahn" mit einer Spurweite von 750mm von Lauffen am Neckar bis
Güglingen.
Im April 1901 wurde dann mit den Bauarbeiten für die Verlängerung der Strecke bis Leonbronn
begonnen. Die Verlängerungsstrecke wurde am 18.10.1901 eröffnet.
Im Ort Güglingen war der betriebliche Mittelpunkt der Strecke mit einem Lokschuppen und
den notwendigen betrieblichen Anlagen.
Der kleine Ort Leonbronn blieb aber nicht Endstation. Ein Weiterbau der Strecke bis Bretten wurde
begonnen, aber dann nicht weiterverfolgt. So endete die Bahn in Leonbronn
Die Badische Staatseisenbahn begann nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Bau einer
Normalspur-Nebenbahn von Bretten nach Kürnbach. Da die Deutsche Reichsbahn, die 1920
Nachfolger der Badischen Staatseisenbahnen wurde, andere Prioritäten hatte, wurde der Bau
eingestellt.
Das Bahnhofsgebäude in Knittlingen hat deshalb seine ursprünglich geplante Funktion bis heute nicht
erhalten.
Da die Schmalspurbahn nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach,
richtete die Deutsche Bundesbahn bereits ab dem Jahre 1954 einen parallelen Busverkehr ein und
dünnte den Fahrplan der Personenzüge entsprechend aus.
Am 20.07.1959 kam es zu einem sehr schweren Unfall mit 45 Todesopfern, als ein voll besetzter
Bahnbus bei Lauffen auf einem Bahnübergang der Frankenbahn von einem Zug erfasst und 400 m
mitgeschleift wurde. In Folge dieses Unfalles gründeten die Anliegergemeinden und die heimische
Wirtschaft die „Aktionsgemeinschaft Zabergäu“, die eine Rückverlagerung des Verkehrs,
die Modernisierung der Strecke und die Umspurung durchsetzen konnte. Die Umbaumaßnahmen fanden
im Jahre 1964 statt. Durch den Umbau mit der gleichzeitigen Beseitigung vieler Bahnübergänge
konnte die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h auf 60 km/h erhöht werden. Dadurch konnte die
Reisezeit zwischen den Endpunkten von 69 Minuten auf 35 Minuten gesenkt werden.
Die Zabergäubahn wies in ihrer Blütezeit einen regen Zugverkehr auf. Der Hauptanteil des Verkehrs war
Ausflugsverkehr an den Wochenenden, sowie der landwirtschaftliche Verkehr, der in den Herbstminaten
seinen Höhepunkt erreichte.
Auch nach dem zweiten Weltkrieg war auf der Bahnstrecke ein hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen.
Mit dem zunehmenden Individualverkehr nahm aber dieses Verkehrsaufkommen laufend ab.
Am 25.07.1986 wurde der Personenverkehr eingestellt. Im Jahre 1995 dann auch der Güterverkehr.
Seitdem ist die Gleisverbindung zum Lauffener Bahnhof unterbrochen und die Strecke offiziell stillgelegt.
Die eingesetzten Loks
Eingesetzt wurden auf dieser Bahnlinie folgende Loks:
a) Die Dampftenderlok BR 99 671 bis BR 99 717
Sie wurden bis zum Jahre 1967 eingesetzt. Danach wurden Dieselloks (V 51) eingesetzt.
b) Die Dieselloks der Baureihe V 51
Von der Firma Gmeinder in Mosbach wurden 1964 drei Diesellokomotiven der Baureihe V51 für 750 mm
Spurweite und zwei Lokomotiven der Baureihe V52 für die Spurweite von 1000 mm geliefert.
Die Zukunft
Nach den Vorstellungen der Stadt Heilbronn soll die Zabergäubahn ab Leonbronn ins
Stadtbahnnetz integriert werden. Mittlerweile wurde aber scheinbar die zu reaktivierende Strecke bis
Zaberfeld reduziert. Leonbronn muss in diesem Fall vom selben Bus bedient werden der auch die
Ortschaft Ochsenburg anfährt.
Das Hauptproblem liegt in der Elektrifizierung dieser Strecke und den Bau von neuen Haltestellen.
Die meisten schienengleichen Bahnübergänge wurden zwischenzeitlich bituminös befestigt.
Diese schienengleichen Bahnübergänge müssten ebenfalls wieder hergestellt werden.
Unabhängig davon ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Also bleibt in diesem Falle nur "Abwarten"
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