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Die bekanntesten Modelleisenbahnproduzenten Im Fachhandel und im Internet gibt es eine Vielzahl von Modelleisenbahnangeboten und natürlich auch eine Vielzahl von Modelleisenbahnproduzenten. Ich habe deshalb mal versucht euch einen Überblick über die bekanntesten Modellbahnproduzenten zu geben. Dabei habe ich mich auf die Spurgrößen H0, N, TT und Z beschränkt. |
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Die Firma Arnold
Die Firma Arnold war ein bekannter deutscher Modellbahnhersteller. Die Firma wurde 1906 gegründet und stellte ab dieser Zeit mechanische Spielzeuge her. Im Jahre 1960 präsentierte das Unternehmen auf der Nürnberger-Spielwarenmesse erstmals eine serienmäßige N-Spur-Anlage. Dies war zu dieser Zeit eine echte Sensation. Arnold entwickelte auch die Arnold-Einheitskupplung für N-Loks und N-Wagen, die bis heute Standart aller N-Modelle innerhalb Europas ist. Das Modellfahrzeugprogramm umfasste in den 80iger Jahren 150 Typen. Die Modelle von Arnold sind detailliert, gut verarbeitet und den Vorbildern gut nachempfunden. Arnold hatte auch ein umfassendes Zubehörprogramm im Angebot. Dies umfasste Bahnhöfe, Lokschuppen, Modellbahngebäude, Brücken, ferngesteuerte Drehscheibe, Schienen, Weichen, Schalter, Lichtsignale, mechanische Signale etc. Die Fa. Arnold kam in den 90iger Jahren in finanzielle Schwierigkeiten und wurde von der Fa. Lima übernommen. Aber auch die Firma Lima musste aufgeben. Mittlerweile wird der Name "Arnold" von der Firma Hornby (siehe auch Hornby) weiterbetrieben. Für ältere Modelle der Fa. Arnold (vor 2000) gibt es mittlerweile wieder Ersatzteile im Handel- allerdings nicht bei Hornby -. Der neue Eigentümer betreibt keinen Support von Ersatzteilen (nur noch für die neu hergestellten Fahrzeuge). Letztlich sind die neuen Arnold Fahrzeuge aber nichts anders als Hornby-Fahrzeuge - nur eben unter dem Namen "Arnold" vertrieben. Die Firma Bachmann
Bei der Fa. Bachmann handelt es sich ebenfalls um ein altes Unternehmen. Es wurde im Jahre 1833 gegründet und ist somit eines der ältesten Hersteller von Spielwaren und Freizeitartikeln in den USA. Das Unternehmen stellt und vertreibt heute Modelleisenbahnen in der Baugröße H0 und N und das dazugehörige Zubehör. Ferner stellt es detaillierte Flugzeugbausätze her. Produziert wird größtenteils in Hongkong. Die Qualität der Bachmann Artikel ist (Meinung des Verfassers) zwischen Mittelklasse und Oberklasse einzustufen. Besonders die Motoren von Bachmann sind für aktive Modellbahner nicht gerade der "Renner". Die Modelle selbst sind überwiegend aus Plastikmaterial hergestellt, aber sehr detailgetreu. Für den robusten Modelleisenbahneinsatz sind die Loks weniger geeignet, da der Motor, die Motoraufhängung und das Getriebe Wünsche offen lässt. Die Güterwagen und Personenwagen hingegen eignen sich gut für den Modellbahnbetrieb. Die Loks werden häufig von Sammlern erworben, da die Detailtreue der Modelle sehr hoch ist. Die Firma Fleischmann
Die traditionsreiche Firma Fleischmann stellte als erste Modellbahnfirma Zweileiter-Gleichstrommodelle und Anlagen her. Die Firma Fleischmann stellt mittlerweile sowohl H0, als auch N-Modelle her. Die N-Modelle werden seit dem Jahre 1969 unter dem Namen "Fleischmann-Piccolo" produziert. Fleischmann Loks und Wagen haben eine qualitativ hochwertige Verarbeitung und sind deshalb für den robusten Spielbetrieb sehr gut geeignet. Das Preisniveau von Fleischmann-Modellen ist allerdings sehr hoch und nicht für jeden Modelleisenbahner erschwinglich. Hinzu kommt, dass der "Fleischmann-H0-Markt" ein recht kleines Kundensegment umfasst und deshalb der Wiederverkaufswert der gängigen Loks und Wagen darunter leidet. Die Firma Ibertren
Die Firma Ibertren ist ein spanischer Modellbahnhersteller. Im Sortiment befinden sich zur Zeit nur Modelle der Spur H0. Von 1973 bis 1992 wurden auch Modelle der Spur N produziert, hierbei waren neben einigen spanischen Modellen auch Modelle nach deutschen Vorbildern im Programm. Die Qualität der Modelle entspricht denen der ehemaligen Firma Lima. Auch die Preise bewegen sich im mittleren Preissegment. Ibertren-Modelle sind mit anderen Modellbahnherstellern kompatibel (Ausnahme: Trix, Märklin). Für preisbewusste Modellbahner sind Ibertren-Modelle interessant. Die Firma Lima
Lima stellte bis Anfang der Jahrtausendwende Modellbahnfahrzeuge In 0, H0 und N her. Das N-Fahrzeugprogramm umfasste in den 80iger Jahren über 200 Fahrzeugmodelle nach internationalen Vorbildern. Die eigentlich sehr preiswerten Modelle sind in der Regel aus Plastik gefertigt und weisen eine recht gute Nachbildungstreue auf. Die einfache und dennoch einigermaßen robuste Ausführung (sowohl N, als auch H0-Modelle) bevorzugen sie für den Spielbetrieb. Allerdings sind die Loks und wagen auch sehr beschädigungsanfällig. Die Firma "Lima" wurde Anfang der Jahrtausendwende von der Fa. Hornby übernommen. Die Fa. Hornby stellt Modelle unter dem Namen "Lima" her. Allerdings gilt für die älteren Lima Modelle daselbe wie bei den Arnold-Modellen -- Es gibt keine Ersatzteile mehr. Die Fa Hornby betreibt nur für die neuen Lima-Modelle, die von Hornby produiziert werden ein Ersatzteillager. Alle Lima Modelle im Zweileiter-Gleichstromssystem (H0 und auch N) haben den Vorteil, dass Sie auf allen gängigen Gleistypen wie, Piko, Fleischmann, Trix, Arnold etc. laufen. damit ist der Einsatzbereich der Lima-Modellbahnartikel sehr groß. Durch den relativ günstigen Preis sind Lima Artikel, besonders für den Modellbahneinsteiger, attraktiv. Der Wiederverkaufswert von Lima Waren ist allerdings gering. Da es nur selten Vitrinenmodelle gibt und die meisten Loks und Wagen im Modellbahnbetrieb intergriert waren, gibt es auch nur selten Mängelfreie gebrauchte Ware. Lima-Artikel, die allerdings Vitrinenmodelle waren, sind auch heute auch bei Sammlern wieder gefragt. Der Firma Jouef
Die Firma Jouef war eine französische Spielwarenmarke. Bekannt wurde sie durch die Herstellung und den Vertrieb von Modelleisenbahnen. Das Unternehmen „Le Jouet Français“ (deutsch: Das französische Spielzeug) wurde 1944 von Georges Huard gegründet, der Haushaltsartikel aus Kunststoff herstellte. Ende der 1940er Jahre erschien ein erster Modelleisenbahn-Triebwagen - eine Kopie des berühmten Transsahara-Zuges Algier-Timbuktu - aus Blech, dessen erste Modelle mit einem Gummimotor angetrieben wurden, in der Nenngröße H0 (Maßstab 1:87). So um das Jahr 1950 wurde aus "Le Jouet Français" oder "JF" die Marke "Jouef". Von 1952 an wurde ein vollständiges Programm an Modelleisenbahnen aus Blech angeboten. Ab dem Jahr 1955 wurden elektrische Züge produziert. Die erste Lokomotive BB 9003 wurde bald durch die BB 9004 ersetzt. Eine andere Neuheit aus dem Jahre 1955 war die Tenderlokomotive 020 n 708, die auf über zwei Millionen verkaufte Exemplare in insgesamt 40 Produktionsjahren kam. Nach einem Eigentümerwechsel im Jahre 1972 wurde das Unternehmen Jouef in den Konzern Le Jouet Français integriert, der damit auch die Gesellschaften Delacoste (Hersteller von Ballons und Kleinkinderspielzeug), Solido (Spezialist für Miniaturfahrzeuge) und Heller (Modelle aus Plastik) umfasste. Der Konzern musste im Jahre 1980 Konkurs anmelden. Nach mehreren Eigentümerwechseln übernahm die Firma Lima Jouef. Ab Juni 2001 wurde jedoch die Produktion von Modelleisenbahnen durch die Fa. Lima eingestellt, die selbst in finanziellen Schwierigkeiten war. Damit verschwand die letzte Modelleisenbahnfabrik Frankreichs. Die danach angebotenen Eisenbahnmodelle kamen - unter dem Namen "Jouef" - aus Italien. Die Firma Lima wurde inzwischen von der englischen Firma Hornby aufgekauft und ist nun auch Inhaber der Marke "Jouef". Zur Hornby-Gruppe gehören derzeit die ehemaligen Marken "Arnold, Georgi, Heico, Jouef, Lima, Rivarossi, MKD". In Deutschland ist für den Vetrieb die Hornby-Deutschland GmbH zuständig. Der Firma Jouef
Die Firma Hornby tritt unter der Slogan "Regler auf und freie Fahrt“ auf dem deutschen Markt auf. Zu dieser Gruppe gehören die ehemaligen Marken "Arnold, Georgi, Heico, Jouef, Lima, Rivarossi, MKD. Als Basis für Deutschland wurde zum 1.09.2006 die „HORNBY Deutschland GmbH“ mit Sitz in Coburg gegründet und die Firma HEICO-MODELL in das vorhandene Firmenkonzept integriert. Die Marke HEICO wird künftig für das Zubehörsortiment der Hornby International-Gruppe grundlegend umstrukturiert und neu positioniert. Alle für den deutschen Markt relevanten Aktivitäten und Aktionen der Marken ARNOLD, HEICO, JOUEF, LIMA, MKD und RIVAROSSI werden künftig von der HORNBY Deutschland GmbH in Coburg von einem geschulten Team für Marketing, Vertrieb und Logistik ausgeführt. Alle wichtigen Bereiche wie Auftragsbearbeitung, Auslieferung, Ersatzteilservice (für aktuelle Produkte), Reparaturbearbeitung, Kundenservice mit Hotline, Neuheiteninformationen und Presseservice, sowie alle Messepräsentationen werden zentral aus Coburg gesteuert und bedient. Coburg ist somit das Logistikzentrum. Alle neuen Modelle, die derzeit in den Handel gelangen sind technisch überarbeitet. Technische Details wie fünfpolige, schräggenutete Hochleistungsmotoren mit Schwungmasse, Diodenbeleuchtung und Digitalschnittstelle sind ebenso vorhanden, wie Kurzkupplungskinematik und Normschacht. Kurz gesagt, die neuen Modelle sind nicht mehr den ehemaligen Firmen zuzuordnen. Sie werden zwar unter diesen Namen angeboten, haben aber mit den ehemals eigenständigen Firmen nichts mehr zu tun. Auch die Ersatzteile für alten Modellbahnartikel der ehemalig selbstständigen Hersteller sind bei Hornby nicht zu erhalten. Hier muss sich der Modellbahner auf die Suche begeben. Die Modelle von Hornby sind Qualitativ hochwertig. Leider hat es aber Hornby versäumt, die treuen Kunden von Lima, Arnold, Rivarossi, Jouef für ihre alten Modelle mit den enstprechenden Ersatzteilen weiter zu versorgen. Dies ist nicht nur befremdlich, sondern im Interesse der Schaffung eines treuen Kundenkreises auch kontraproduktiv. Der Firma Märklin
In der 150-jährigen Unternehmensgeschichte entwickelte sich Märklin von einer kleinen Fabrik für Blechspielwaren zu einem weltweit bekannten Produzenten von hochwertigem Metallspielzeug. Heute bedient Märklin als Marktführer alle bedeutenden Spurweiten des Modellbahnmarktes. Kein anderer Hersteller bietet die Möglichkeit, bestehende Anlagen und Sammlungen über viele Jahre zu erweitern und systematisch auszubauen. Die Firma Märklin stellt seit 1859 Qualitätsspielwaren insbeondere funktionsgerechte Nachbildungen der aktuellen Großtechnik. Märklin stellte schon früh komplette Eisenbahnsysteme der Baugrößen III,II, I und 0 mit verschiedenen Antriebsarten her. Als Pionier der elektrisch betriebenen Modelleisenbahnen und des ungefährlichen 20 Volt Systems war Märklin an der Baugröße H0 (ehemals 00) im Jahre 1935 maßgeblich beteiligt. Eisenbahnmodelle von internationalen Vorbildern brachten Märklin den internationalen Durchbruch und Marktgeltung in aller Welt. Außer dem H0-System stellt Märklin auch noch Eisenbahnmodelle in der Baugröße "Z" (M 1: 220 ; 6,5 mm Spur) her. Als bedeutenster Hersteller von H0-Wechselstrommodellen bietet Märklin ein umfangreiches Fahrzeugsortiment Viele Triebfahrzeuge werden auch unter der Marke „HAMO‘ für das Gleichstromsystem geliefert. Alle Märklin-Wagen können durch Austausch der Radsätze auch auf das "HAMO" Gleichstromsystem umgerüstet werden. Alle Märklin-Loks fahren auf einem Dreileitersystem. Die Gleise sind mit Mittelleiter-Punktkontakte ausgestattet. Schon immer steckte in Märklin Modellen ein hohes Maß an Ingenieurwissen, gepaart mit der Arbeit geschickter Hände. Ab dem Jahre 1980 startete Märklin in das Digitale Modelleisenbahnzeitalter. Im Jahre 1980 kam die erste echte "digitale Mehrzugsteuerung" auf den Markt. Die Miniaturisierung der elektronischen Komponenten und deren Massenherstellung liess es nun zu, die digitale Technik auch für Fahrpulte und Lokomotivdecoder einzusetzen. Märklin wählte für die ersten Encoder und Decoder dieselben Bausteine, die damals als Massenware in TV-Fernbedienungen eingesetzt wurden. Die Firma Motorola produzierte unter den Bezeichnungen MC145026 und MC145027 die beiden protokollbestimmenden Komponenten, den Encoder und den Decoder. Anstatt die digitalen Informationssequenzen mit Adresse und Inhalt, die der Encoder produziert, auf eine Infrarot-Sendediode zu geben, wurden sie auf den auf jeder Modellbahn vorhandenen 2-Leiter-Bus - das Gleis - geschickt. Mit einem Booster (Leistungsverstärker) wird das schwache digitale Signal auf die für die Modellbahn erforderliche Spannung und Leistung gebracht. Mit dieser digital modulierten Spannung werden alle auf dem Gleis befindlichen Triebfahrzeugdecoder, Funktionsdecoder und Wagenbeleuchtungen versorgt. Die Inhalte dieser digitalen Sendetelegramme bestimmen, ob eine Lokomotive sich angesprochen fühlt und losfährt. Damit die Spannung auch vorhanden ist, wenn keine Lokomotive gesteuert wird, werden auch "leere" Informationssequenzen gesendet. Durch Märklins damalige Wahl der Motorola Bausteine, wurde das Gleisprotokoll dieses Digitalsystems unter der Bezeichnung Märklin/Motorola bekannt. Ergänzend hierzu noch folgendes: Die Firma Lenz entwickelte ab dem Jahre 1980 elektronisches Zubehör für Märklin. Parallel dazu baute die fa. Lenz aber auch ein eigenes digitales Mehrzugsystem auf, das die Vorteile von EMS und aller bestehenden digitalen Mehrzugsteuerungen in einem System vereinte. Eine konventionelle Lokomotive war somit problemlos mit digitalen Lokomotiven auf digitalen Anlagen einsetzbar und umgekehrt fuhren auch die mit Decoder ausgerüstete digitalen Fahrzeuge auf konventionellen Gleichstromanlagen. Die Einschränkungen bei der Adressierung von Lokomotiven und die Anzahl der möglichen Fahrstufen, die beim Märklin System vorhanden waren, wurden beseitigt. Das Prinzip der digitalen Lok auf der konventionellen Anlage wurde von Lenz patentiert. Erst im Jahre 2001 lief dieses Patent aus. Ein weiteres Highligth erlebt der Märklin-Modellbahner im Märklin Museum in Göppingen. Hier sind rund 150 Jahre Märklin-Modellbau zusammen getragen worden. Neben einer Vielzahl an attraktiven Modellbahnen, Sammlerstücken und historischem Spielzeug können Klassiker wie die erste Echtdampflokomotive oder das seltene Schiffsmodell Bruncvik in Augenschein genommen werden. Dabei wird die Historie des Traditionsunternehmens, die eng mit der Geschichte des Modellbaus verbunden ist, auf interessante und spielerische Weise vermittelt. In der Märklin Erlebniswelt können Familien, Sammler und Einsteiger einen unterhaltsamen Zugang zur Thematik finden. Märklin liefert ausschließlich über den Fachhandel. Die Firma Trix
Die Firma TRIX Modelleisenbahn GmbH & Co. KG (so die offizielle Bezeichnung) mit Sitz in Nürnberg ist ein bekannter, traditionsreicher Hersteller von Spielwaren, vorrangig Modelleisenbahnen im Maßstab 1:87, H0 (Trix Express, später auch Trix International) und im Maßstab 1:160, Spur N (Minitrix). Das deutsche Unternehmen wurde 1938 von Ernst Voelk erworben und trug die Firmenbezeichnung TRIX Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J.Haffner's Nachf. Durch die Übernahme der Firma durch Ernst Voelk besaß Trix seit 1938 (bis 1962) auch den traditionsreichen Hersteller von Blechspielzeug Johann Distler. Die Wurzeln der Firma Trix lassen sich bis zum Jahre 1838 zurückverfolgen. Produziert wurden anfangs Zinnfiguren und Metallspielwaren. Aus der ursprünglichen Firma J. Haffner wurde nach einer Fusion 1925 die Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J.Haffner's Nachf. KG. Der Markenname Trix taucht 1931 mit den ersten Trix Metallbaukästen auf. Die Experten streiten sich nach wie vor, wie der Name Trix entstanden ist. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Name der Lieblingszigarren des Entwicklungsingenieurs Siegfried Kahn ausschlaggebend war. Für den Metallbaukasten wurde ein spezielles Drei-Loch-System entwickelt, sehr viel wahrscheinlicher ist daher, dass dieses System der Namensgeber war (deutsch: dreifach / englisch: triplex / kurzform: trix). In Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bing-Geschäftsführer Stephan Bing, Siegfried Kahn und anderen ehemaligen Mitarbeitern der Firma Bing wurde ab 1932 die Trix Express Modelleisenbahnen entwickelt und 1934 mit der Produktion begonnen. Die Trix Express-Bahn kann als konsequente Weiterentwicklung der ab 1922 von Bing produzierten "Tischeisenbahn" angesehen werden. Viele Details verraten die Herkunft. Die Bing-Tischeisenbahn hatte bereits eine Spurweite von 16 mm und zunächst Uhrwerkslokomotiven, später sogar auch elektrische Lokomotiven und eine elektrisch isolierte Mittelschiene. Im März 1935 wurde Trix Express auf der Leipziger Frühjahrsmesse, damals noch in der sog. Spur 00, der Öffentlichkeit vorgestellt. Trix Express hatte von Anfang an das Dreischienen-Dreileiter-Gleis auf Bakelitkörper und ermöglichte zunächst einen Zweizugbetrieb auf einem Gleis. Die erste Trix Express-Lok 20/51 mit Vollscheibenrädern aus dem Jahr 1935 ist heute von Sammlern sehr gefragt. Der Konkurrent Märklin konnte die eigenen Serienmodelle der Spur 00-Bahn erst zur Leipziger Herbstmesse 1935 vorstellen, obwohl bei der Frühjahrsmesse schon einige Handmuster von verschiedenen Modellen gezeigt wurden. Trix konnte für die Spur 00 zahlreiche Neuerungen entwickeln, so z. B. 1937 den fahrtrichtungsabhängigen Lichtwechsel im Triebwagen 20/58 und im gleichen Jahr die große Schnellzuglok 20/57 mit der realen Achsfolge 2´C 1´ (bislang wurden die Loks mit reduzierter Achszahl vereinfacht gebaut) und lange Schnellzugwagen. 1939 folgte dann die automatische Standard-Kupplung an allen Loks und Wagen, das fernsteuerbare Entkupplungsgleis 20/12 sowie die fernsteuerbare Trix-Automatik-Kupplung an der Schnellzuglok 20/59. Hiermit konnte nun sogar an jeder beliebigen Stelle der Anlage entkuppelt werden. 1939 wurden auch elektrische Signale und Schalter mit Zugbeeinflussung auf den Markt gebracht. Als letzte Neuentwicklung vor der kriegsbdingten Zwangspause wurde 1940 die Tenderlok 20/56 mit der Super-Automatik (an beiden Enden fernsteuerbare Trix-Automatik-Kupplung) und einem besonderen Getriebe herausgebracht.
Stephan Bing und Siegfried Kahn waren deutsche Juden. Durch die Nürnberger Rassegesetze waren sie 1938 gezwungen, ihren Anteil am Trix-Werk zu verkaufen, und emigrierten nach England. Dort waren sie mit Unterstützung von W.J. Basset Lowke maßgeblich am Ausbau der englischen Trix-Modelleisenbahn, der Trix Twin Railways (TTR) tätig. Es ist verblüffend, dass wichtige Ersatzteile weiterhin problemlos zwischen der deutschen Trix-Express-Eisenbahn und der englischen Trix Twin Railways ausgetauscht werden können. Ebenfalls überraschend ist, dass das deutsche Trix-Werk noch bis Kriegsbeginn Fahrgestelle für die zweiachsigen Loks nach England zu TTR lieferte (die Fahrgestelle wurden durch den Schriftzug "Foreign" als Importware gekennzeichnet). Für Trix Express wurde auch umfangreiches Zubehör, sowohl durch Trix selbst als auch durch andere Firmen produziert. Zu den von Trix vertriebenen Gebäuden zählten z. B. der Bahnhof "Trixstadt" sowie dazu passend ein überdachter Bahnsteig, ein Güterschuppen und ein Lokschuppen. Darüber hinaus gab es eine enge Zusammenarbeit mit der Firma Kibri, die ihre Blechgebäude (Bahnhöfe, Bahnsteige, Brücken, Stellwerke) mit kleinen Änderungen in Farbgebung und Gestaltung auch durch Trix vertreiben ließ. Im Lieferprogramm war u. a. das bekannte und von Samnmlern sehr gesuchte Brückenstellwerk mit aufgesetzten Signalen. Ab 1940/41 kam die Spielwarenindustrie in Deutschland schrittweise zum Erliegen. Es gab noch einen Trix-Katalog 1939/40 und einen Trix-Express-Dienst vom Oktober 1940. Auch die Trix-Produktionsstätten mussten nun auf die Fertigung von Rüstungsgütern, insbesondere feinmechanische und thermoelektrische Geräte umstellen (z. B. Morseapparate, Feldtelefone). Erst im Jahr 1948 wurde die Aufnahme der Spielwarenproduktion von Eisenbahnen und Metallbaukästen wieder möglich. Trotz der gerade vollzogenen Währungsreform war die Nachfrage an Spielwaren zum Weihnachtsfest 1948 unerwartet groß. Ab 1950 lauten die offiziellen Firmenbezeichnungen: - "TRIX Vereinigte Spielwarenfabriken GmbH , Nürnberg, bis sie 1955 neuerlich den Namen auf - "TRIX Vereinigte Spielwarenfabriken Ernst Voelk KG, Nürnberg) änderte. In Folge weiterer Änderungen der Besitzverhältnisse führte Trix im Laufe der Jahre die Namen "TRIX-Mangold GmbH & Co KG" (1971 Verkauf an GAMA) "TRIX-Schuco GmbH & Co" (1993 Fusion mit Schuco) und nennt sich seit dem Verkauf an die Märklin GmbH "TRIX Modelleisenbahn GmbH und Co KG (1. Januar 1997). Bereits zur ersten Deutschen Spielwarenmesse der Nachkriegszeit, im März 1950 in Nürnberg, konnte Trix mit den Super-Modell-Güterwagen unterschiedlich dekorierte Kesselwagen, den langen gedeckten Güterwagen "Bromberg" und dem langen Rungenwagen "Köln" drei sehr detaillierte Neuentwicklungen vorstellen. In die Zeit um 1952 fällt auch der Wechsel von der Spurbezeichung 00 nach H0. TRIX produzierte nach dem Krieg in Westdeutschland und versorgte vor allem den Markt dort und in den angrenzenden westlichen Nachbarländern. Nach der deutschen Teilung und der Einführung getrennter Währungen konnten die Trix-Freunde in Ostdeutschland noch eine Zeitlang eingeschränkt mit Material versorgt werden, i.d.R. durch Geschenksendungen der Verwandten. In diese Marktlücke trat in der DDR neben einigen kleineren Herstellern insbesondere die Sonneberger Firma Pico (später Piko) ein, deren Produkt Pico Express sich zunächst am Trix Express orientierte, sich aber bald eigenständig entwickelte. Bemerkenswert und kaum bekannt ist eine kleine Nachkriegsproduktion in der Tschechoslowakei, die eine enge Verwandtschaft zum Trix Express nicht verbergen kann. In Gablonz gab es vor dem Krieg eine Reihe von Betrieben, die neben Schmuck- und Feinwerkprodukten auch Gussteile für den Trix Express zugeliefert hatten. Nach dem Krieg verblieben die Werkzeuge und Gussformen dort. Auf dieser Grundlage wurden Anfang der 1950er Jahre von der Firma Gewis einfache Modelleisenbahnen produziert, die Drehgestelle und Antriebselemente des Trix Express Triebwagen 20/58 verwendeten. Die Gehäuse allerdings wurden neu aus farbigen Kunststoff in sehr futuristischer Weise gestaltet. Trix selber hatte die genannten Bauteile nach dem Krieg weiterentwickelt, die Bauteile von Gewis entsprachen aber den Vorkriegsversionen. Die Gleichstromzeit begann bei Trix um das Jahr 1953. Bis dahin wurde Trix-Express wie Märklin mit Wechselstrom betrieben, allerdings mit elektrisch getrennten Außenschienen und Mittelleiter. Dadurch war es möglich zwei Züge unabhängig von einander zu steuern. Somit war auch eine Umstellung von Wechselstrom auf Gleichstrom problemlos durchführbar. Es konnte auf dem einen Stromkreis weiter mit Wechselstrom gefahren werden, und auf einem anderen Stromkreis mit Gleichstrom. So konnten die alten AC Loks weiter benutzt werden. Es war mit der Oberleitung möglich 3 Züge unabhängig voneinander zu steuern. Damit war auch ohne Digitaltechnik schon in den 50ern ein abwechslungsreicher Mehrzugbetrieb möglich. Seit 1953 produzierte Trix dann, wie viele andere Hersteller auch (mit Ausnahme von Märklin), Modelleisenbahnen mit Gleichstrommotoren. Auch die E 94 erschien 1953 in der Gleichstromversion, als Flaggschiff des neuen Trix-Express-Gleichstrom-Programms. Sie wurde zunächst vom Umbau-Permamotor angetrieben, so bezeichnet, weil man die Erregerwicklung des Wechselstrom-Motors durch einen Permanentmagneten ersetzt und den Motor so für Gleichstrombetrieb tauglich gemacht (umgebaut) hatte. 1957 wurde bei der E 94 der Umbau-Permamotor durch den Standard-Permamotor ersetzt, der viele Jahre der Standardantrieb fast aller Trix-Triebfahrzeuge blieb. In den 1950er Jahren waren die Wagen zunächst weiterhin aus lithographiertem Blech hergestellt. Im Jahr 1954 wurde noch eine Serie verkürzter Blech-D-Zugwagen vorgestellt, die sich an den damals neu vorgestellten 26,4m-Wagen der Deutschen Bundesbahn orientierten. Bei den Güterwagen folgte eine Serie schwerer zweiachsiger Wagen aus Zinkdruckguss. Eine besondere Neuheit aus dem Jahr 1954 war die große Förderbrücke, die vom englischen Partnerunternehmen TTR entwickelt und zusammen mit einem Selbstentladewagen auch auf dem deutschen Markt vertrieben wurde. Außerdem wurde der englische Weltrol-Tieflader mit mehreren Ladungsvarianten (Kessel, Kabeltrommel und Trafo) in Deutschland angeboten. Mitte und Ende der 1950er Jahre folgten mit dem neuen Permamotor u. a. weitere bekannte Modelle von Lokomotiven der Deutschen Bundesbahn, so z. B. die Schnellzug-Ellok E10, die Schnellzug-Diesellok V200, die Schnellzug-Dampflok BR01 sowie die schwere Güterzug-Ellok E50, die als neues Flaggschiff sogar mit zwei Motoren ausgestattet wurde und in Verbindung mit dem schweren Gussgehäuse über eine überragende Zugkraft verfügte. Es gab zusätzlich mit der BLS-Lok Ae 4/4 ein schönes Modell einer schweizer Bahngesellschaft. Um die Gleichstromloks zu steuern, brachte Trix den weltweit ersten Gleichstromtransformator mit Einknopfbedienung heraus. Er war zur damaligen Zeit ein muss für alle Gleichstrombahner und wurde in den 60er Jahren von Blechgehäuse auf Kunststoffgehäuse umgestellt. Fast zeitgleich stellte Trix auch ein neues Gleissystem vor. Es bestand aus einem Schwellenrost aus sogenannter Radiopappe und Hohlprofilschienen aus Blech mit einem schmalen Mittelleiter ebenfalls aus Blech. Dazu fertigte die Fa. Rüco für die damalige Zeit sehr feine Signale und Lampen aus Zinkguss. Trix musste aber schon bald auf die gestiegenen Erwartungen der Käufer hinsichtlich der Detaillierung und Farbgestaltung der Modelle reagieren. Die neuen Möglichkeiten der Kunststoffverarbeitung boten entsprechende Gestaltungsspielräume. Trix nutzte hierfür Kooperationen mit Willy Ade und Rivarossi - Leider fand die Zusammenarbeit mit Willy Ade im 1965 ein Ende. Fast 10 Jahre stagnierte das HO-Sortiment auf dem Stand von 1965. Die Chance, sich mit Superdetaillierung auf dem 2-Leiter-International-Markt zu etablieren, und das Image der Spielzeugeisenbahn (TRIX-Express) nicht zu verlieren, wurde verpasst. Im Jahre 1962 wurde der "Adler" ins Programm aufgenommen. Wegen des Motors der im ersten Wagen untergebracht war, wurde der Zug im Maßstab 1: 65 hergestellt. Er war 6 Jahre lang im Programm. In den Jahren 1979-80 kam eine kurze Neuauflage.
In dieser Zeit wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Italienischen Modellbahnhersteller Rivarossi hergestelt. Es wurden 3 E-Loks und eine Reihe Personen und Güterwagen mit Trix-Expressachsen angeboten und im Gegenzug Trix Modelle in 2-Leiter Ausführung in Italien von Rivarossi verkauft. Trotz dieser Kooperation musste Trix auf den zunehmenden Verlust von Marktanteilen im Zweileiter-Gleichstrom-Bereich reagieren. So führte Trix die N-Spur ein. Im Jahr 1964 nahm Trix sowohl das Trix International-Programm, als auch das Minitrix-Programm in das Angebot auf. Dadurch wurden Kapazitäten gebunden, die dem Trix Express-Programm fehlten. Die Minitrix-Modelle wurden zunächst ohne Antrieb als reine Standmodelle bzw. Schiebemodelle ohne eigene Schienen im Maßstab 1:180 gefertigt ("Schiebetrix"). Anfang 1964 erschienen die ersten elektrisch betriebenen Serienmodelle im Maßstab 1:160, also Spurweite N. Mit dieser Produktserie erreichte Trix noch einmal kurz einen nationalen bzw. internationalen Durchbruch. Der Name Minitrix wurde oftmals als Synonym für Modellbahnen der Spur N benutzt. Die Neuheitenfülle nahm aber ab und erreichte bis Anfang der 1970iger Jahre einen Tiefpunkt. In diesen Zeitraum fallen auch mehrere Besitzerwechsel und Wechsel in der unternehmerischen und technischen Leitung des Unternehmens. 1972 wurden noch einmal ältere Lokomotivmodelle in besonderen Farben herausgebracht (grüne 01, graue 01, graue S3/6).
Seit den 1970er Jahren wurden nur noch wenige neue Modelle für das Express-Programm angeboten. Das Programm wurde sogar schrittweise reduziert, da sich der Marktanteil immer weiter verringerte. Spätestens seit Ende der 1960er Jahre kann angenommen werden, dass Neueinsteiger sich kaum noch für das Trix Express-Programm, sondern eher für das international genormte Zweileiter-System, das einen freizügigen Austausch von Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht, entschieden haben. Diese Entwicklung ist insofern unverständlich, da mit dem in den 70ern entwickelten EMS System, bei dem auf jedem Gleichstromkreis ein Hochfrequenz-Wechselstrom überlagert wurde, sogar mehr als 6 Züge gesteuert werden konnten. Diese EMS-Technik wurde auch bei den Minitrix-Modellen eingesetzt. Eine mit MS-Decoder ausgestatte Lok konnte nun zusammen mit einer konventionellen Lokomotive in einem Stromkreis betrieben werden. Die Gleichspannung des konventionellen Fahrpultes wurde in einem speziellen EMS-Fahrpult mit einer konstanten digital modulierten Steuerspannung für eine EMS-Lokomotive überlagert. Der Motor der konventionellen Lok ist für diesen "hochfrequenten" EMS-Anteil unempfindlich und reagiert nur auf den Gleichspannungsanteil. Die Birnchen dieser Lok "sehen" aber auch den EMS-Anteil und leuchten unabhängig on der eingestellten Geschwindigkeit mit konstanter Helligkeit. In Kombination mit dem Trix-Express Schienensystem und einer Oberleitung war es nun möglich, auf einem Gleis insgesamt 6 Lokomotiven unabhängig voneinander zu steuern. Allerdings erforderte das 3 konventionelle und 3 EMS-Fahrpulte. Trix auch in den 70iger Jahren mit der Neueinführung seines Trix-International-Programm Marktanteile zurückzugewinnen, hatte aber inzwischen mit der Firma Roco, die mit preisgünstigen Modellen auf den deutschen Markt drängte, einen weiteren Konkurrenten bekommen. Ab dem Jahre 1972 begann deshalb Trix Modelle zu entwickeln deren Vorbilder nicht mehr vorhanden oder nicht mehr im real Einsatz waren. Als erstes wurde eine Dampflok der BR 92, ehemalige Preußische T13 ins Programm genommen. Sie war vollkommen aus Kunststoff und sehr fein detailliert. Neu waren auch die Schnellzugwagen in den sogenannten Pop-Farben. Im Jahre 1978 wurden einige Loks neu aufgelegt. Als Ersatz für die BR 218 aus Guss wurde eine BR 217 aus Kunststoff angeboten. Dieses sehr schöne Modell wurde mit dem schon in der BR 111 und BR 140 verwendeten neuen kleineren Trix Motor angetrieben. In den kommenden Jahren wurden auch sehr schöne Länderbahnloks angeboten. Mit diesen Modellen versuchte Trix seine Kunden zurück zu gewinnen In den 90iger Jahren geriet das Unternehmen aber weiter zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Jahre 1993 wurde das letzte mal das komplette Trix Express Palette angeboten. Im Jahre 1994 gab es keinen neuen Katalog, sondern nur einen Neuheiten-Prospekt. Auch im Jahre 1996 gab es nur einen Neuheiten-Katalog. Es zeichnete sich ab, dass Trix als eigenständige Firma nicht mehr lange existieren konnte.
Im Jahre 1997 wurde die Firma dann vom Göppinger Konkurrenten Märklin vollständig übernommen, jedoch hier bislang als eigenständige Marke weitergeführt (Stand 2008). Zwischen den verschiedenen Modellpaletten der Baugröße H0 gibt es nun immer breitere Überdeckungen mit Märklin, lediglich die Anpassungen für die beiden Stromsysteme Wechselstrom (Märklin) und Gleichstrom (International) unterscheiden die Modellneuentwicklungen noch. Die Firma Märklin, zeigte an der Fortführung des Trix-Express-Programms nach der Übernahme wenig Interesse und stellte dieses traditionsreiche System inzwischen weitgehend ein. Zunächst wurden hierfür keine Neuheiten mehr vorgestellt. Inzwischen werden auch keine Gleise und Fahrzeuge für Trix Express mehr produziert. Das Minitrix-Programm wir aber weitergeführt und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Modellbahnern. Auch für Trix-Internatiol-System werden immer wieder hochwertige Lok produziert. In der Regel alle mit Druckguß und Digitaldecoder. Aber Trix-International ist nur noch ein kleines Modellbahnsegment, vor allem für Liebhaber von hochwertigen Modellen. Leider ist nun im Jahre 2008 auch die Firma Märklin in die Insolvenz gegangen. Wie es nun weitergeht mit der Marke Trix und Märklin ist derzeit noch ungewiss. Es bleibt zu hoffen, dass sich ein Käufer für die Firma Märklin findet und dieser auch das Trix-Programm weiterführt. Die Hoffnung für das Trix-Programm ist allerdings gering, da es schon zu viele Modellbahnhersteller im Zweileiter-System gibt. Die Firma Piko
PIKO-Modellbahnen in der Baugröße H0 wurden in der ehemaligen DDR seit 1949 hergestellt, seit dem Jahre 1964 auch in der Baugröße N. Die Spur TT hat unter einer eigenen Marke große Bedeutung. Bei PIKO wurden Modelleisenbahnfahrzeuge für die Nenngröße H0 und Nenngröße N (1964–1989), sowie elektromechanisches Spielzeug produziert. Die PIKO-Fahrzeuge bestachen bereits zu DDR-Zeiten durch ein sehr hohes Maß an Detailtreue. Über die Firma Schreiber aus Fürth gelangten die Produkte auch auf den westdeutschen Markt. Der Öffentlichkeit präsentierte PIKO sich erstmals 1949 auf der Leipziger Herbstmesse mit dem "PICO-Express". Es schloss sich der Aufbau eines großen Spielwarenbetriebs in der ehemaligen DDR an. Nachdem in den 1970er Jahren mehrere verstaatlichte Privatbetriebe zum PIKO-Kombinat zusammengeschlossen worden waren, lief ein großer Teil der DDR-Modellbahnproduktion unter dieser Marke. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde auch das VEB Kombinat PIKO von der Treuhandanstalt abgewickelt, die im Jahre 1971 zwangsverstaatlichten Betriebe wieder selbstständigt. PIKO drohte nach der Wiedervereinigung der Konkurs. Der Betrieb konnte jedoch von Dr. René F. Wilfer gekauft werden und trägt seitdem den Namen "PIKO Spielwaren GmbH". Die neu gegründete PIKO Spielwaren GmbH eröffnete mit dem Kauf des PIKO Modellbahn- und Spielwarenprogramms zum 01.05.1992 ihre Pforten. Sie wurde von Herrn Dr. René F. Wilfer gegründet und nahm mit dem Kauf des Produktionsprogramms des Sonneberger Traditionsunternehmens PIKO ihren Geschäftsbetrieb auf. Daraufhin erfolgte eine sukzessive Überarbeitung des Sortiments, das dem aktuellen technischen Stand angepasst und verbessert wurde. Zudem wurde das Fahrzeugprogramm in H0 stetig erweitert. Dabei vermied PIKO Mehrfachentwicklungen und setzte konsequent auf solche Modelle, die von den Konkurrenten nicht oder nicht mehr angeboten wurden. Aus dem anfangs eher spielzeughaft wirkenden Sortiment entwickelte sich nach und nach eine echte Modellbahn. Die Anfangs der 50iger des vorigen Jahrunderts entwickelte E-Lok E 44 besaß bereits einen Allrad-Gelenkantrieb. Die zweite PIKO-Generation wurde 1958/59 von der heute schon fast legendären Baureihe 23 angeführt, die an Vorbildtreue und Laufkultur manches Mitbewerber-Modell jener Jahre in den Schatten stellte. In den 60er Jahren lieferte PIKO dann auch N-Modelle, gab diese Fertigung aber bereits in den frühen 80er Jahren wieder auf und verkaufte die Formen für diese Modelle an andere N-Hersteller. Die H0-Modelle von PIKO setzten für Jahrzehnte Maßstäbe. Vor allem das vorzügliche Güterwagenprogramm war anderen Anbietern zeitweilig mindestens eine Nasenlänge voraus. Einzelne Modelle dieser Zeit zählen auch heute noch zu den beliebten Klassikern auf dem Modellbahnmarkt. Heute verfügen die Modelle, deren Werkzeuge zwischenzeitlich mit modernster Technologie überarbeitet wurden, selbstverständlich über sämtliche Vorzüge heutiger Modellbahntechnik, wie NEM-Schacht, Kurzkupplungs-Kinematik und präzis gedrehte Radsätze. Zu den neuen Qualitätsmerkmalen gehören aber auch eine exakte Farbgebung und historisch korrekte, superfeine Bedruckung. Alles Eigenschaften, die ein anspruchsvoller Modellbahner von "seinen" Modellen erwartet. Die technische Ausstattung der Modelle entspricht den NEM-Normen. Deshalb sind Piko Loks und Wagen mit allen Gleistromherstellern kombinierbar (Fleischmann, Lima, Jouef, Trix, Arnold etc). Das Zubehör ist reichlich und reicht von Gleisen über Weichen, Autos, Häusern bis hin zu Landschaftsgestaltungsartikel. Heute ist VEB PIKO Sonneberg der Leitbetrieb aller in der Erzeugnisgruppe Modellbahnen, Modellbau und Zubehör zusammengefaßten Betriebe in Ostdeutschland. In diesem Rahmen steht ein umfangreiches Fertigungsprogramm zur Verfügung. Der jeweilige Herstellungsbetrieb einzelner Artikel lässt sich aus den Vorziffern der Bestellnummer entnehmen. Übrigens: Auch bei den Modelleisenbahnartikeln, die das westdeutsche Versandhaus Quelle in der Zeit vor der Wende zeitweise anbot, handelte es sich um PIKO-Produkte. Die Lieferung erfolgt heute nur über den Fachhandel. Die Firmen Wiad, ADE, Röwa
Wenn von der Firma Wiad gesprochen wird, muss im gleichen Atemzug auch von Willi Ade gesprochen werden. Willi Ade gründete die Modellbahn-Zubehörfirma "WIAD" bis zu Ihrem Verkauf im Jahre 1958. Er verkaufte die von ihm gegründete Modellbahn-Zubehörfirma WIAD, um sich auf die Konstruktion und Produktion von Modellbahnen zu verlagern. Danach war er lange Jahre für H0-Auftragsproduktionen des Herstellers TRIX verantwortlich, bevor er im Herbst 1968 den Weg in die vollständige Selbständigkeit mit eigenem Vertrieb wagte. Die Zusammenarbeit mit der Firma Trix wahr dabei sehr intensiv. Für die Firma Trix war sie überlebenswichtig (siehe hierzu auch die Ausführungen unter Trix). Ab dem Jahre 1968 gründete Ade auch einen eigener Vertrieb. Die Produktion von N-Modellen zwischen den Jahren 1969-1972 wurde im Jahre 1972 fast vollständig an Trix verkauft. Im Jahre 1975 ging die Firma Ade in Konkurs. Die Firma Röwa Plastic GmbH (später Röwa Modelleisenbahnen GmbH) in Unterensingen war der langgehegte Traum des Vollbluttechnikers Willi Ade, der sich mit ihr die wirtschaftliche Nutzung seiner vielen Ideen und Patente erschließen wollte. Ades Produkte waren immer in der einen oder anderen Art eine kleine Pionierleistung voller technischer Überraschungen. Willi Ades Name steht in der Modellbahnentwicklung für: - technische Innovation - rationelle Fertigungsmethoden - ungewöhnlichen Detaillierungsgrad - Perfektionismus Ade war einer, der zeigte, wie der Werkstoff "Kunststoff" im Modellbahnbereich verarbeitet werden kann und dies in Zeiten, wo z.B. Märklin noch 24cm Blechwagen ohne Inneneinrichtung als Messeneuheit vorstellte. Ades Reisezugwagen, die für Trix prodzuziert wurden, waren revolutionär und bereits mit all dem ausgestattet, was man heute als selbstverständlich erachtet wird. So wurden die Schnellzugwagen im Längenmaßstab 1:100 hergestellt, enthielten Inneneinrichtungen, auswechselbare Radsätze/Kupplungen für alle Systeme, detaillierte Unterseiten, freistehende Details, eingesetzte Fenster etc.. Als technischer Kopf bei der Firma Röwa hat Ade der Modellbahnentwicklung nachdrücklich seinen Stempel aufgedrückt. Er hat die Standards, das technische Niveau der 80er und 90er Jahre gesetzt. Röwa hat als erster Hersteller die kurvengeführte Kurzkupplung eingeführt, ein Gleissystem mit Böschungskörper und nur 2 mm hohen Profilen konstruiert und beider Detailgestaltung und Maßstäblichkeit Zeichen gesetzt. Während die etablierten Hersteller ihre alten Modelle Jahr für Jahr im Programm unverändert weiterproduzierten, wurden bei Röwa regelmäßig alle Modelle dem neuesten Stand der Technik angepasst. So entfielen 1972 alle Reisezugwagen (1:100) in ihrer bisherigen Form und wurden durch solche mit Kurzkupplungskulisse ersetzt. Leider hat die Firma Röwa im Jahre 1975 der Konkurs ereilt. Zwei Faktoren waren wohl ausschlaggebend: Zum einen der Konkurs des Röwa-Hauptgesellschafters Rokal im Herbst 1974, aber auch der relative kleine Marktanteil im Modellbahnsektor. Man war zwar der Konkurrenz technisch weit voraus, konnte jedoch aufgrund der doch recht hohen Preisempfehlungen der Modelle (auch aufgrund der Ölkrise von 1973 mit ihren drastischen Preissteigerungen von bis zu 30%) nur den "echten" Modellbahner als Kunden gewinnen. Die breite Masse der Modellbahner hat bis heute nicht den Wunsch nach einer orginalgetreuen Detaillierung der Modelle, wenn er dafür einen hohen Preis zahlen soll. Dies ist aber durchaus verständlich. Die Firma Roco, die Röwa übernahm, wäre ohne Röwa auf dem deutschen Markt nie so schnell aufgestiegen. Selbst im aktuellen Katalog findet man immer noch Modelle und Varianten, die aus Willi Ades Formen stammen. Rocos Verdienst ist jedoch ohne Zweifel der, dass man produktionsgerechter an die weitere Vermarktung des Röwa-Erbes herangegangen ist und deshalb mit einer niedrigeren Preisgestaltung den “Großen” der Branche Marktanteile abnehmen konnte. Dieses wirkte nachdrücklich auf das Detailempfinden vieler Modellbahner, die heute Roco-Kunden sind. Röwas Geschäftserfolg hing jedoch auch maßgeblich am Engagement in der Spurweite N und TT. N-Modelle waren 1969 vorgestellt worden und wiesen ebenfalls eine bis dahin unerreichte Detaillierung auf. 1972 wurde nahezu der gesamte N-Bereich an TRIX verkauft. Die Modelle sind zum Teil heute noch im Sortiment. Die US-Modelle gingen an Bemo, Rivarossi und MRC/ConCor. Dafür hatte Röwa nach dem Rokal-Einstieg 1972 die TT-Werkzeuge übernommen und versprach eine komplette Überarbeitung mit Neuerscheinungen aus eigener Fertigung. Aber hier gingen die Aktivitäten über die Vorstellung eines Containerwagens und einer 11 Grad Weiche nicht hinaus. Im Katalog 1972/73 waren zwar viele Dinge angekündigt, zur Auslieferung gelangten sie jedoch nie. Kaufmännisch war ein Engagement in Spur TT in Westdeutschland einfach nicht zu vertreten und hat Röwa sehr viel Geld gekostet. Die Rokal-Formen sind nach Zusammenbruch der Fa. Röwö nie wieder am Markt aufgetaucht. Liebe Modelleisenbahnfreunde Ich hoffe, dass euch die oben gemachten Ausführungen, zu einem besseren Überblick über die Modellbahnhersteller verholfen haben. Für Ergänzungen des Artikel durch euch wäre ich dankbar. Falls Fehler bemerkt werden, bitte ich ebenfalls um Kontaktaufnahme. Weiterhin viel Spass an der Modelleisenbahn wünschen euch die Betreiber von hpw-modellbahn |