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Wissen für Modellbahner: Die Modellbahnspurgrößen
Für viele Modellbahner, die am Anfang Ihres Modellbahnhobbys stehen, stellt sich die Frage, welche Modellbahngröße ist für mich die geeigneste. Diese Frage ist nicht mit einem Satz zu beantworten, denn sie hängt von vielen Faktoren ab.

Entscheidend ist der zur Verfügung stehende Raum. Davon hängt in der Regel die zu wählende Modellgröße ab. Um diese Entscheidung zu treffen, ist das Wissen über die Modellbahngrößen unerlässlich.

Der nachfolgende Beitrag soll hier Aufschluss bringen.
Der Begriff : Maßstab, Spurweite, Baugröße

Der Maßstab ist die Bezeichnung für das Größenverhältnis zwischen Vorbild und Modell und wird in der Form 1:x angegeben. Dabei ist das Modell ein x-tel so lang, breit und hoch wie das Vorbild.

Da der Mensch zehn Finger besitzt, kennen wir in unserer Kultur ein Zahlensystem, das auf der Zahl 10 (lateinisch "decem") beruht.

Dezimale Maßstäbe im Bereich der Modellautos sind somit: 1:100, 1:50 und 1:25.
Bei Modellflugzeugen findet man auch folgende Maßstäbe: 1:200 und 1:500,
winzige Schiffsmodelle gibt es auch den Maßstab: 1:1250.
Im Architekturmodellbau arbeitet man mit metrischen Maßstäben. So stellt z.B. die Firma Preiser auch Figuren in 1:25, 1:50, 1:100, 1:200 und 1:500 her.

Woher kommen aber die "krummen" Maßstäbe (1:87, 1:64, 1;43, ....) der Modelleisenbahn her?

Die Antwort finden wir bei der realen Eisenbahn. Als in England die ersten Modelleisenbahnen hergestellt wurden, richteten sich die Ingenieure nach der Spurweite der "realen" Eisenbahn. Da es sich um englische Ingenieure handelte, maßen sie in Inches. Ein Inch hat 0,025 Meter oder 2,5 Zentimeter.

Die englische Eisenbahn hatte nun eine Spurweite von 56,5 Inch. Das verdanken wir George Stephenson. Dezimal ausgedrückt betrug Stephensons Spurweite 1435 mm.

Hinweis:
Die Spurweite ist bei der Eisenbahn der Abstand zwischen den Innenkanten der beiden Schienen. Das sind beim Vorbild in der Regel 1.435 Millimeter (daher Regelspur), aber auch mehr oder weniger sind nicht unüblich. Hier wird dann von Breitspur (größer als die Regelspur) und Schmalspur (schmäler als die Regelspur) gesprochen.
Die Baugröße ist genormte Kürzel für Modellbahnen, aus dem beides hervorgeht, der Maßstab und Spurweite. Das hat den Sinn, dass nicht Aussagen wie "ich fahre Regelspur in eins zu hundertzwanzig" vorgenommen werden müssen.


Welche Baugrößen sind nun üblich ??

Die ersten Modelleisenbahnen wurden nun auf ein Sechstel verkleinert, die Spurweite war damit annähernd 9,5 Inch. Es gab auch eine auf ein Achtel verkleinerte Modellbahn, deren Spurweite annähernd 7,25 Inch betrug. Diese noch ziemlich riesigen Modelleisenbahnen dampften durch Parkanlagen oder Gärten, es waren also wie man es heute nennen würden - Gartenbahnen-. Die Hersteller gaben sich alle technische Mühe, die Modelleisenbahnen weiter zu verkleinern. So gab es dann eine Spurweite mit 5 Inch (5" wird das oft geschrieben) und weiter auf 2,5"; 2" und 1,75". Die letzten drei Spurweiten wurden sozusagen zum Standard in England. Sie wurden auch als scale 3, 2 und 1 bezeichnet.
Die weitere Verkleinerung war dann die Spurweite mit scale 0 (1,25" Spurweite) Dies ergibt einen echten Maßstab von 1:45,2. Dieser Maßstab war schwierig für die Konstrukteure umzusetzen. Die englischen Techniker halfen sich deshalb auf einfache Weise, indem sie englische und kontinentale (metrische) Maße mixten. Ein Fuß (foot) in der Realität sollte nun 7 mm beim Modell entsprechen. Auf diese komplizierte Weise ist der Maßstab 1:43,5 - oder auch Spur 0 - genannt entstanden. Von dieser Spurweite 0 ging es dann vvon der Größe weiter nach unten und vom Maßstab her gesehen weiter nach oben.

Bevor wir uns im Detail mit den einzelnen Baugrößen auseinander setzen,zeige ich euch erst mal die nachfolgende Tabelle.

Baugrößentabelle


Diese Baugrößentabelle zeigt einen sehr schönen Überblick über die Spurweiten.
Die in der Tabelle fettgedruckten Baugrößen Z, N, TT, H0, H0m, H0e, 0, 0e, 1 und 2m stellen die in Großserien hergestellte Modelle dar. Die Bedeutung von H0 ist dabei die größte, gefolgt von N und TT.
Am Anfang der elektrischen Modelleisenbahn gab es die Baugrößen I, II und III (aus Gründen der Übersichtlichkeit oben in arabischen Ziffern (1 bis 3), III ist zwar ausgestorben, wird aber dennoch aufgeführt). Mit zunehmender Miniaturisierung folgte auf Eins bald Null. Danach kam dann S wie small. Alles weitere nun im Detail

Baugrößenvergleich


Die Baugröße "0" - Maßstab 1 : 43,5

Als Baugröße "0" (auch: Spur Null) wurde die erste wichtige Baugröße für Modelleisenbahnanlagen eingeführt. Sie war vor dem Zweiten Weltkrieg marktbeherrschend. Die Schienen weisen eine Spurweite von 32mm auf, woraus sich der Maßstab 1:45 ableitet. Jedoch werden auch Modelle gleicher Spurweite im Maßstab 1:43,5 hergestellt, mit Berufung auf die Tradition und das etwas "wuchtigere" Erscheinungsbild. Aus der Nenngröße 0 wurde die Spurweite 00 ("Null-Null". Später die bekannte Baugröße "H0" mit einer Spurweite von 16,5 mm und einem Maßstab von 1:87 abgeleitet.
Die Baugröße "Null" wurde vor dem Krieg hauptsächlich von der Firma Märklin hergestellt. Im Jahre 1949 nahm auch die Firma Fleischmann die Produktion auf. Wesentliche Neuerung war der Verzicht auf einen Mittelleiter, den Märklin aus Kompatibilitätsgründen und der einfacheren Herstellung wegen eingebaut hatte. Außerdem stellte Märklin mehr Loks mit Uhrwerkantrieb her als Fleischmann. Wegen der immer besser werdenden Qualität der Spur-00-Fahrzeuge wurde die Nenngröße 0 schließlich 1955 (bei Märklin) bzw. 1959 (bei Fleischmann) aufgegeben. Von 1970 bis 1972 versuchte Märklin erfolglos, ein letztes mal, unter dem Namen Märklin-Minex eine 750 mm Schmalspurbahn auf H0-Gleisen zu verbreiten.
In letzter Zeit tritt auch die Firma Lenz Elektronik wieder als Großserienhersteller der Baugröße "0" auf. Eine Normung dieser Spur gibt es allerdings nicht.


Die Baugröße "H0" - M 1:87

Die Baugröße H0 (Spurweite 16,5 mm) -- ausgesprochen wird dieses Kürzel als H-Null - entspricht dem Maßstab 1:87, gemessen an der Normal-Spurweite von 1435 mm. Im Modell führt dies dann zu einer Spurweite von 16,5 mm. Die Nenngröße H0 ist die häufigst auftretende Größe im Modelleisenbahn-Markt.

Zur Leipziger Frühjahrsmesse 1935 wurde vom Modellbahnhersteller Trix (gehört jetzt zur Fa. Märklin) mit der Modellbahnbaureihe "Trix Express" eine elektrische Tischeisenbahn in „halber Größe Null“ vorgestellt, die aber als Spurweite 00 (Null-Null) bezeichnet wurde. Die Fa. Märklin folgte mit seiner Tischeisenbahn in derselben Baugröße zur Leipziger Herbstmesse im Jahre 1935.

Die Baugröße 00, die nach dem Zweitem Weltkrieg als Spurweite H0 (H-Null) bezeichnet wurde, entwickelte sich im Lauf der Zeit zum Modelleisenbahnstandard in Europa. Parallel dazu etablierte sich in Großbritannien ebenfalls eine Baugröße 00, die zwar auch eine Spurweite von 16,5 mm, dafür aber einen Maßstab von 1:76 aufweist. Der weltweite Marktanteil der Spur H0 wird heute auf rund 80 % geschätzt.

Innerhalb der Baugröße "H0" gibt es derzeit zwei konkurrierende Gleis-Systeme.

1. Das Zweileiter-Gleichstrom:
Jede Schiene bildet ein separates elektrisches Potential. Hersteller: z.B. Fleischmann, Roco, Piko, TRIX, Rivarossi, Hornby.

2. Der Mittelleiter-Wechselstrom:
Beide Schienen bilden die Masse, die Mittelkontakte die Phase. Der wichtigste Hersteller dieses Systems ist Märklin.

Für den Maßstab 1:87, also "H0" sind in der NEM 010 (Normung europäischer Modellbahnen) folgende Spurweiten festgelegt:

Baugröße      Bezeichnung      Spurweite      Spurweite im Original
H0                  Normalspur          16,5 mm            1435 mm
H0m                Meterspur            12 mm             1000 mm
H0e                 Schmalspur         9 mm                750 mm
H0f                  Feldbahn             6,5 mm             600 mm

Bei der Baugröße "H0" gibt es drei elektrische Basis-Systeme.

1. Der Zweileiter-Gleichstrom-System
Hier bildet jede Schiene einen elektrischen Leiter. Hersteller sind z.B. Fleischmann, Roco, Piko, Trix, Liliput, Rivarossi, Mehano).
Der Vorteil des Systems ist die breitere Auswahl an Gleissystemen und Fahrzeugmodellen. Ein Nachteil ist, dass Kehrschleifen und Gleisdreiecke besondere Schaltungsmaßnahmen erfordern, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

2. das Mittelleiter-Wechselstrom-System
Beide Schienen bilden die Masse, die Mittelkontakte die Phase. Der einzige große Hersteller dieses Systems ist Märklin. Hiermit sind alle Gleisfiguren ohne schaltungstechnische Besonderheiten möglich; Nachteile sind die sichtbaren Punktkontakte im Gleis und die geringere Auswahl an Gleissystemen (fertige Mittelleitergleise sind wegen der geltenden Patente nur von Märklin erhältlich). Der Begriff Wechselstrom ist nach Einführung der Digitaltechnik allerdings nicht mehr korrekt, weil auch digitale Märklin-Loks einen Gleichstrommotor – Feldmagnet statt Doppelspule – haben. Ohnehin sind sämtliche Digitalsysteme, auch die der "Gleichstrombahnen", gepulste "Wechselstrom"-Systeme. Der entscheidende Unterschied ist in diesem Zusammenhang die elektrisch-funktionale Symmetrie des Gleises mit Mittelleiter.

3. Das Dreileiter-Gleichstrom-System (Trix Express)
Die beiden Schienen sind je einem Stromkreis zugeordnet, der Mittelleiter wird als gemeinsamer Rückleiter benutzt. Der einzige Hersteller dieses Systems war die Firma Trix. Die Produktion wurde jedoch nach dem Aufkauf durch Märklin eingestellt. Bei diesem System war der unabhängige Betrieb von zwei Triebfahrzeugen auf einem Gleis ohne Oberleitung und Digitaldecoder möglich, allerdings waren die Schienen und Spurkränze deutlich höher und die Räder breiter. Hersteller wie Mehano und Naumburg & Partner bieten neben anderen Herstellern noch einzelne Fahrzeuge, Gleise und Signale in kleinen Serien für das Trix-Express-System an.

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Größenvergleich Spur H0 zu Spur Z



Die Baugröße "N" - Maßstab 1:160

Die Baugröße N stellt den Maßstab 1:160 zum Vorbild dar. Der Gleisabstand (Spurweite) für die Normalspur beträgt 9 mm. Die Baugröße "N" befindet sich somit zwischen der Baugröße Z (1:220) und der Baugröße "TT" (1:120), und ist nur etwa halb so groß wie die Baugröße H0 (1:87).

Nach einigen motorisierten und unmotorisierten Bahnsystemen in ähnlicher Größe, z.B. von der Kersting Modellwerkstätten GmbH (1948), Trix (1959) oder Arnold (1960), legte die Fa. Arnold den bis heute gültigen Maßstab 1:160 fest. Im Jahre 1964 wurde die Baugröße "N" in der NEM 010 international genormt und erhielt das Maßstabskürzel - N - , da die Zahl Neun (für: 9 mm) in vielen Sprachen mit einem N beginnt. Ebenso wurde eine standardisierte Klauenkupplung (NEM 356) festgelegt, die es erlaubt, Fahrzeuge aller Hersteller ohne Umbau im Zugverband mischen zu können. Im selben Jahr boten auch Trix und der in der DDR ansässige Hersteller Piko erstmals Modelle dieses Maßstabs an.
In der NEM 010 sind folgende Spurweiten festgelegt:

Spur                  Bezeichnung                  Spurweite                  Spurweite im Original
  N                      Normalspur                      9 mm                          1250 bis 1700 mm
  Nm                   Meterspur                        6,5 mm                        850 bis <1250 mm
  Ne                   Schmalspur                      4,5 mm                        650 bis <850 mm

Abweichend zur internationalen Norm beträgt der Maßstab von Spur N in Großbritannien 1:148 und in Japan 1:150 bei unveränderten 9 mm Normalspur.


Die Baugröße "TT" - Maßstab 1:120

Die Baugröße "TT" ist eine Baugröße im Modelleisenbahnbau im Maßstab 1:120. TT ist die Abkürzung des englischen Table Top, was eigentlich Tischfläche bedeutet, sinngemäß aber ist gemeint: es passt auf einen Tisch.
Die Spurweite beträgt 12 mm und ist damit kleiner als die Baugröße H0 (16,5 mm). Der Platzbedarf der Anlagen ist erheblich geringer als bei H0; die Detailtreue ist - insbesondere bei neueren Konstruktionen - wesentlich größer als bei der nächstkleineren Nenngröße N (9 mm). TT wird deshalb auch als Spur der Mitte bezeichnet.
Die Spur "TT" wurde in den USA in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt und verbreitete sich in Deutschland mit den Unternehmen Rokal im Westen und Zeuke und Wegwerth im Osten. Nach dem Konkurs von Rokal Ende der 60er Jahre führte die Nenngröße TT in der Bundesrepublik nur noch ein Schattendasein. In der DDR und im gesamten Ostblock verbreitete sie sich dagegen durch Zeuke und Wegwerth, die über 800 Mitarbeiter in Ostberlin beschäftigte. Besonders aufgrund der hohen Detailtreue und der ausgezeichneten Qualität kam sie in den Markt. Nach der Verstaatlichung 1972 wurde aus Zeuke der VEB Berliner TT-Bahnen (BTTB). Nach dem Mauerfall 1989 wurde BTTB vom ehemaligen (zwangsenteigneten) Inhaber Zeuke und dann vom sächsischen Unternehmen Tillig übernommen.
Tillig, Kühn und Piko sind neben zahlreichen Kleinserienherstellern heute die aktivsten TT-Produzenten (d.h. mehr als eine Dampflok). Große Bedeutung hat die Baugröße "TT" allerdings weiterhin im Modellbahnbereich nicht. TT-führt ein derzeit ein Nischendasein. Es kommen zwar seit dem Jahre 2006 immer mehr neukonstruierte DBAG-Modelle auf den Markt, und Firmen wie Kühn, Piko, Kres oder Mehano beginnen als Neueinsteiger mit dem Bau von TT-Modellen und bauen ihre Modellpalette sukzessive aus. Auch in der Zubehörindustrie ist das Angebot für TT in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Bedeutung von H0 und N wird aber TT schon allein wegen des niedrigeren Sammlerwertes (gegenüber H0) nicht bekommen.
Für den Maßstab 1:120 sind in der NEM 010 folgende Spurweiten festgelegt:

Spur               Bezeichnung                  Spurweite             Spurweite im Original
  TT                 Normalspur                        12 mm                   1250 bis 1700 mm
  TTm                Meterspur                          9 mm                   850 bis <1250 mm
  TTe                Schmalspur                       6,5 mm                   650 bis <850 mm
  TTf                Feldbahn                           4,5 mm                   400 bis <650 mm


Die Baugröße "Z" - Maßstab 1:220

Die Baugröße "Z" oder „Spur Z“, war bis zum Jahre 2007 der kleinste industriell in Serie hergestellte Maßstab für Modelleisenbahnen, und wurde 1972 von Märklin als Antwort auf die Zuwendung anderer Hersteller zur Nenngröße N auf den Markt gebracht. Der Maßstab von 1:220 weist eine Spurweite von 6,5 mm auf und bietet auch auf kleinstem Raum (z. B. Koffer oder Schreibtischschubladen) Platz für eine voll funktionsfähige Modelleisenbahn.
Da die Spur "Z" eigentlich nur Erwachsene kaufen (für Kinder viel zu klein) ist der Z-Markt auch ein großer Sammlermarkt, das die diese ihre Stücke lieber in Vitrinen als im Fahrbetrieb präsentieren. Hinzu kommt, dass die Fahrleistungen dieser Loks nicht gerade berauschend sind. Dies liegt an den geringen Abmessungen und der filigranen Mechanik. Insbesondere Staub, der die Stromübertragung zwischen Schiene und Rad behindern kann ist hier ein großes Problem.
Modelleisenbahnen der Nenngröße Z werden nach dem Zweileiter-Gleichstromsystem betrieben; die Betriebsspannung beträgt 10 Volt.
Das in Europa auf einen Großserienhersteller beschränkte Angebot an Lokomotiven und Rollmaterial und der Wunsch, die Grenzen des technisch Machbaren zu verschieben, machen diesen Maßstab interessant für Bastler, die selber Modelle in Einzel- oder Kleinserien entwickeln, um die Miniaturisierung weiterzutreiben und die Gemeinde der „Z-etties“ in Staunen zu versetzen.
Neben der hohen Empfindlichkeit der Mechanik bei nachlässiger Pflege ist ein weiterer Nachteil der Mangel an Zubehör. Das Sortiment der Häuser, Figuren u.ä. ist auf das Sortiment weniger Hersteller begrenzt (nur geringe Stückzahlen absetzbar).
In den letzten Jahren haben sich die Anhänger der Z-Spur verstärkt organisiert und zeigen ihr Können und die Betriebssicherheit der Spur Z auch in Form von Modulen, die auf Treffen zu recht großen Anlagen zusammengebaut werden können, wobei der Betrieb sowohl analog wie digital möglich ist. Dennoch, die Spur N ist etwas für Sammler und Erwachsene. Kinder haben mit dieser Spur sicherlich keine große Freude.
Für den Maßstab 1:220 (Nenngröße Z) sind in der NEM 010 folgende Spurweiten festgelegt:

Spur             Bezeichnung              Spurweite           Spurweite im Original
  Z                  Normalspur                 6,5 mm                  1435 mm
  Zm               Meterspur                   4,5 mm                  1000 mm

Zusammenfassend ist hier festzustellen, dass die Spur Z nicht für Anfänger (und auch nicht für Digitalanfänger) geeignet ist. Der Spielspass ist wegen der Miniaturisierung vor allem bei Kinder nicht gegeben. Auch das digitale Ausrüsten der Loks mit Decodern ist wegen der Kleinheit der Fahrzeuge nur für sehr versierte Bastler geeignet. Es gibt meines Wissens auch keine Digitale-Z-Lok im Handel.




Die Baugröße "T" - Maßstab 1:450

Seit dem Jahre 2007 ist die Spur Z nicht mehr die kleinste Serien-Modellbahn. Ein japanischer Anbieter kam mit einer nur halb so großen Modelleisenbahn mit der „Spur T“ in den Markt. der hier verwendete Maßstab ist 1:450. Da es sich hier nun wirklich nur noch um eine Miniaturmodellbahn handelt und ferner keine Zubehörartikel auf dem Markt vorhanden sind, sparen wir uns hier weitere Ausführungen. Hier geht es dann eben nur noch um das technisch machbare.


Die Baugröße "S" - Maßstab 1 : 64

Die Baugröße "S" ist eine Baugröße im Modelleisenbahnbau, die zwischen den Jahren 1956 und 1966 vom VEB Metallwarenfabrik Stadtilm (ehemals Firma Liebmann) hergestellt wurde. Der verwendete Maßstab beträgt 1:64. Vergleichbar ist der Maßstab mit der Baugröße H0.
Im Jahre 1938 plante Carl Liebermann den Bau einer Modellbahn der Nenngröße 0 mit 24-V-Motor. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde dieses Vorhaben jedoch zunächst gestoppt. Nach dem Krieg gründete er in Stadtilm (Thüringen) die Firma Carl Liebmann Metallwerke
Durch die Enteignung der Betriebe und Fabriken in der DDR wurde die Firma Liebermann, die unter anderem Modelleisenbahnen auch der Nenngröße 0 herstellte, Im Jahre 1951 wurde die Firma in die VEB Metallwarenfabrik Stadtilm überführt. Um 1955 wurde die Produktion der Modelle der Nenngröße 0 eingestellt und an die Firma Zeuke & Wegwerth verkauft. Ab 1956 begann in Stadtilm die Produktion der Modelle der Nenngröße S.
Die Lokomotiven wurden zum Teil in zwei Versionen gebaut:
Mit einem 12-V- bzw. mit einem 4,5-V-Gleichstrommotor. Die 12 Volt-Version wurde mit einem Transformator, die 4,5 V-Version mit einer Flachbatterie oder einem Netzanschlussgerät betrieben. Bereits seit Beginn der Produktionsaufnahme wurden die Gehäuse aller Triebfahrzeuge aus Kunststoff hergestellt. Das Fahrgestell besteht aus Blech, einige Details und die Kupplungen aus Metall.
Die Waggons wurden überwiegend aus Blech unterschiedlicher Qualität hergestellt. Diese Materialschwankungen führte dazu, dass man das gebräuchliche Lithographieverfahren nicht einsetzen konnte. Stattdessen wurden die Modelle zunächst lackiert und später mit Abziehbildern versehen. Hier kam es ebenfalls zu diversen Ungenauigkeiten, so dass die verwendeten Farbtöne sehr unterschiedlich ausfielen und die Abziehbilder zum Teil an falscher Stelle oder sogar falsch aufgeklebt wurden.
1964 wurde die Produktion der Bahnen der Nenngröße S in Stadtilm eingestellt, jedoch wurde in anderen Betrieben weiterhin Zubehör hergestellt, so dass es teilweise noch bis in die 80er Jahre erhältlich war. Heute gehören die ehemaligen Betriebsgebäude der VEB Metallwarenfabrik Stadtilm zum Gelenkwellenwerk GEWES GmbH.
Die Metallspielwarenfabrik Weimar (MSW) stellte ebenfalls Loks, Waggons und Zubehörteile für die Nenngröße S her, jedoch wurden an einigen Stellen Vereinfachungen an den Modellen vorgenommen, so dass sich sowohl Herstellungs- als auch Materialaufwand verringerte.
In Nürnberg wurden neben Modellen der Nenngröße 0 ebenfalls einige Fahrzeuge der Nenngröße S von der Firma Karl Bub hergestellt.
Für den Maßstab 1:64 (Nenngröße S) sind in der NEM 010 folgende Spurweiten festgelegt:

Spur             Bezeichnung              Spurweite           Spurweite im Original
  S                  Normalspur                  22,5 mm                1250 bis 1700 mm
  Sm                Meterspur                  16,5 mm                  850 bis <1250 mm
  Se                 Schmalspur                12 mm                    650 bis <850 mm
  Sf                  Feldbahn                    9 mm                      400 bis <650 mm


Weitere Baugrößen, die aber ohne bzw ohne große Bedeutung sind

Die Baugröße "1"
Bei der Modelleisenbahn ist die Nenngröße 1 die Baugröße, die im Maßstab 1:32 zum Vorbild steht. Der Gleisabstand (Spurweite) beträgt 45mm. Damit ist die Spurweite deutlich größer als bei der Baugröße H0. Es gibt Modelle im preisgünstigen „Spiele“-Segment bis zu hochwertigen Modellen, die Ihren großen Vorbildern in nichts nachstehen. Der Antrieb erfolgt entweder über Elektromotoren oder über Echtdampfantrieb. Nachdem diese Baugröße vollständig ausgestorben war, wagte Märklin 1967 einen Neuanfang in dem großen Maßstab. Allerdings werden nur wenige Modelle produziert. Ursprünglich wurde die Nenngröße mit der römischen Zahl I bezeichnet. Nach NEM 010 ist die Bezeichnungsweise mit römischen Ziffern weiterhin bevorzugt, die Nenngrößen I und größer dürfen aber auch mit arabischen Ziffern bezeichnet werden.


Die Baugröße "2" oder auch "II" geschrieben
Hier handelt es sich um eine gängige Größe für Gartenbahnen ("Spur G", LGB).


Die Baugröße "EM"
Die Baugröße EM (EM = eighteen millimetre) ist eine hauptsächlich in Großbritannien verbreitete Größe für Modelleisenbahnen im Maßstab 1:76,2 bei einer Spurweite von 18,2 mm (EM-Spur) bzw. 18,83 mm (Spur P4). Zum Teil wird für EM auch die Bezeichnung 4 mm (4 mm zu 1 Fuß/4 mm = der 76. Teil von einem Fuß) verwendet. Etabliert wurde die EM-Spur während des Zweiten Weltkrieges durch das British Model Railways Standards Bureau (BRMSB) mit einer Spurweite von 18 mm; später erfolgte die Verbreiterung auf 18,2 mm. Im Gegensatz zur Nenngröße/Spur OO, die bei einem Maßstab von 1:76 auf H0-Gleisen der Spurweite 16,5 mm läuft (und so gesehen eigentlich eine Schmalspurbahn ist), entsprechen die EM-Gleise annähernd dem Verkleinerungsmaßstab. Dem Original noch näher kommt die Spur S4/P4 (Scalefour/Protofour) mit einem Schienenabstand von 18,83 mm. Vorläufer von P4 war die EEM-Spur. Aufgrund der zwei unterschiedlichen Spurweiten ist eine eindeutige Zuordnung zu einer Nenngröße nicht ganz einfach. Als Dachverbände für diese Spurweiten gelten die E.M. Gauge Society bzw. Scalefour Society, die auch eigene Internetseiten unterhalten


Die Baugröße "Z0"
Die Baugröße Z0 (Z0 = Zwischen-Null) bezeichnet eine Baugröße in der Modelleisenbahn im Maßstab 1:60 und einer Spurweite von 24mm. Z0 erlebte ihre Blütezeit Ende der 40er bis Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts als Firmen wie BECO (Brennecke & Co.), MALO (Bergmann & Co.) und Kirchner eine Vielzahl ansprechender Modelle anboten. Diese Baugröße hat keine Bedeutung mehr.


Liebe Modelleisenbahnfreunde
Ich hoffe, dass euch die oben gemachten Ausführungen, zu einem besseren Überblick über die Modellbahngrößen verholfen haben. Für Ergänzungen des Artikel durch euch wäre ich dankbar. Falls Fehler bemerkt werden, bitte ich ebenfalls um Kontaktaufnahme.
Weitere Ausführungen zu diesem Thema findet Ihr in der NEM010. Falls Ihr Interesse an dieser Norm habt, kann ich euch diese gerne auf Anfrage per Mail übersenden.

Weiterhin viel Spass an der Modelleisenbahn wünschen euch die Betreiber von

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