3. Geländegestaltung
Der Modellbahnbau besteht nicht nur aus der Herstellung von
nacktem Gelände. Sicherlich kann der Anstrich
des Geländes mit Farbe schon eine interessante Gestaltungart sein.
Allerdings ist diese Landschaftsdarstellung weit von einer
realistischen Darstellung entfernt.
Die Landschaftsdarstellung ist eine echte Herausfordertung
für einen Modellbahner.
Nun stellt sich natürlich zurerst die Frage, wie gestalte ich
meine soeben gebaute Landschaft, oder anders ausgedrückt wie
richte ich nun mein Rohgelände ein.
Sehen wir uns deshalb mal der Reihe nach die dazu
erforderlichen Materialen und die dazugehörigen
Anleitungen an:
Das Gestalten von Wiesen, Felder und Weiden
Zuerst ist mal zu unterscheiden zwischen:
- Wildgras 6 mm schlanke Kunstgrasfaser
- Feldgras 5 mm schlanke Kunstgrasfaser
- Streugras 2,5 mm schlanke Kunstgrasfaser
Feldgras eignet sich ideal für die Gestaltung von höherem
Grasbewuchs auf Wiesen oder Nutzfeldern. Es gibt viele
Hersteller von Feldgras. Die Palette reicht von Vollmer über
Kibri bis zu Noch. Durch das Mischen von Feldgrasmischungen kann
der Modellbahner die für seine Zwecke beste Grasfärbung erreichen.
Ein besonders realistischer Effekt wird durch die Mischung von
Streugras, Feldgras und Wildgras erreicht.
Blühende Wiesen - Die Farbtupfer auf Wiesen, Felder und Weiden
Eine Wiese ist nie ein gleichmäßig grüner Teppich. Jahreszeit,
Höhenlage, Intensität der Sonneneinstrahlung und
Bodenbeschaffenheit sind nur einer von vielen Einflussfaktoren,
die Farbe, Länge und Art der Wiesenflora bestimmen.
In der Vergangenheit wurden diese Farbtupfer mit Farbe hergestellt. Im Handel gibt es aber
Nunmehr gibt es auch Wiesen-Flora- und Blüten-Flora-Produkte, die
eine sehr realistische Darstellung zulassen. Diese Produkte
lassen sich gut mit Feld-und Wildgras mischen. Sie können aber
auch nachträglich eingearbeitet werden.
Die Herstellung einer realistische Wiese
Wiese kurz vor dem Mähen
- 1 Teil Wildgras hellgrün
• 1 Teil Wildgras dunkelgrün
• 1 Teil Feldgras ocker
• 2 Teile Feldgras hellgrün
Kuhweide - abgegrast
- 2 Teile Streugras Sommerwiese
- 1 Teil Feldgras mittelgrün
- 1 Teil Feldgras goldgelb
- 1 Teil Wildgras dunkelgrün
Gestaltung eines Kornfeldes
- 2 Teile Wildgras beige
- 1 Teil Feldgras goldgelb
- 1/2 Teil Wildgras dunkelgrün
Gestaltung eines Waldrandes oder einer abgeweideten Kuhweide
- Zumischen von den gewünschten Flora-Farben dem Feldgras bzw. Wildgras.
Dichte Begrasung - z.B. Wiese kurz vor dem Schnitt
Begrasen der Fläche zuerst mit Feld- bzw. Wildgras, dann aufstreuen der gewünschten Flora-Produkte.
Dann arbeite dieses Produkt mit dem Finger in das bereits aufgestreute Gras ein.
Löwenzahnwiesen, Rapswiesen, Mohnwiesen
- Begrasen der Fläche zuerst mit Feld- bzw. Wildgras,
- Mit einem Sprühkleber auf die Grasspitzen
lockeres Aufstreuen der Blüten-Flora.
Das Schilfgras
Ein weiteres Gestaltungselement auf der Modellbahn ist das
Schilfgras. Mit Schilfgras können lange Gräser, die insbesondere
an Seen, Weihern oder Bachläufen wachsen, perfekt imitiert werden.
Mit Schilfgras können aber auch Getreidefelder hervorragend
nachgebildet werden.
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Realistische Blumendarstellung
Wir haben nun schöne Wiesen, Felder und Uferbewuchs uns angesehen.
Es gibt aber noch ein weiteres Highlight in Bezug auf
Wiesengestaltung. Bei meinen Recherechen bin ich beim
Modellhaushersteller Faller auf ein echtes Schmankerl gestoßen.
Es handelt sich um die Darstellung von Blumen wie
Margariten, Tuplen, Narzissen etc.
Mit diesen Artikeln könnt ihr eure Wiesen, Hausgärten und
Bauerngärten noch realistischer darstellen.
Die nachfolgenden Bilder dürften euch einen guten Eindruck
über die Möglichkeiten der Gestaltung mit diesen
"Modellbahnblumen" geben.
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Die Gestaltung einer Bahnböschung
Die Bahnböschung bzw der Gleisbereich einer Modellbahn ist ein besonderer Blickpunkt für die
Betrachter einer Modellbahnanlage. Deshalb sollte hier auch ein besonderes Augenmerk auf dieses
Diorama gelegt werden. Die nachfolgenden Bilder zeigen eindrucksvoll wie mit den o.g. Gräsern schöne
Gleisbereiche gestaltet werden können.
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Die Gestaltung von Buschwerk
Ein beliebtes Thema ist immer wieder - Wie gestalte ich Bäume,
Buschwerk und sonstige Geländeflächen - .
Die alten Modellbahnhasen haben in der Vergangenheit oft
Islandmoos genommen. Der Nachteil ist allerdings der relativ
hohe Preis und es gelingt auch nicht immer eine
realistische Darstellung.
Mit der Einführung der sog. Schaumflocken kann nunmehr auch
die Darstellung von Büschen und Kleinbewuchs hervorragend
gelingen.
Die Frage ist nun, was sind Schaumflocken ?
Schaumflocken sind aufgeschäumte offenporige Weichplastikgebilde,
die mit entsprechenden Farben eingefärbt werden.
Schaumflocken gibt es im Handel im Beutel oder als Foliage.
Lose Schaumflocken (also im Beutel oder im Becher) sind für
folgende Anwendungsbereiche geeignet:
- Belaubung von Bäumen
- Gestaltung von Bodendeckern
- Ausgestaltung von Wiesen.
Bei der Schaumflocken-Foliage werden die Schaumflocken auf ein
fein gesponnenes Trägermaterial aufgebracht. Dadurch können z.B.
auch schnell Buschreihen hergestellt werden.
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Aufbringen von Schilfgras, Feldgras, Schaumflocken etc auf
das Gelände
Wie bringe ich nun Schilfgras, Feldgras oder Schaumflocken
haltbar und auch ansehnlich auf das Gelände ?
Die billigste Methode ist sicherlich weiterhin das Aufbringen
von Weißleim - auch Schreinerleim genannt - auf die dazu
ausgewählte Fläche. Auch Tapetenkleister eignet sich gut.
Es sollte allerdings ein Tapetenkleister sein, der für das
Aufbringen von Vliestapeten geeignet ist.
Es gibt aber im Handel mittlerweile spezielle "Graskleber". Der
Vorteil des Grasklebers besteht darin,
dass die eingestrichene Fläche länger zum abbinden braucht.
Dadurch können größere Flächen begrast werden und der Grasteppich
kann dichter ausgeführt werden, da die elektrostatisch
aufgeladenen Grasfasern leichter in den Leim eindringen können.
Allerdings hat Glaskleber auch seinen Preis.
Ich verwende weiterhin Weißleim, allerdings verdünne ich ihn,
so dass ich damit die Abbindezeit verzögere.
Dadurch entsteht nahezu der gleiche Effekt wie beim Glaskleber.
Ein sinnvolles Gerät zum Aufbringen der Grasfasern selbst ist
der Gras-Master von Noch.
Dieses Gerät lädt die Grasfasern elektrostatisch auf. Das
Ergebnis ist, dass die Fasern dann tatsächlich
senkrecht auf dem Untergrund stehen und dadurch ein sehr
realistischer Grasteppich entsteht.
Die Arbeit mit dem "Gras-Master" ist einfach:
- Mischen der verschiedenen Grasfasern (Farben und Längen) je nach Wiesen- bzw. Feldart.
- Einbringen der Mischung in den Gras-Master.
- Betreichen der zu begrasende Fläche.
- Erdung des Gras-Master´s in oder in der Nähe der zu begrasenden Fläche (z.B. an einem kleinen Nagel).
- Begrasen der Landschaft, indem der Gras-Master ca. 10 cm über die zu begrasende Fläche gehalten
wird und dabei leicht schütteln.
Geländegestaltung mit Islandmoos
Islandmoos ist ein Naturprodukt. Von billigeren Moos, das es in
Bastelgeschäften oder Baumärkten für die Blumendekoration gibt,
ist abzuraten, da diese Moose nicht farbecht sind.
Sie färben ab und verlieren bereits nach kurzer Zeit ihre Farbe.
Ein passendes Stück Islandmoos mit den Händen heraustrennen, mit
Leim oder Alleskleber bestreichen und an der gewünschten Stelle
auf der Anlage platzieren. Durch Kombination verschiedener
Farben und verschieden großer Stücke lassen sich schöne Effekte
erzielen. Durch sein großes Volumen ist Islandmoos ideal zur
Gestaltung von Büschen, Waldböden, Wiesen und vor allem
selbstgebauten Bäumen geeignet.
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Geländegestaltung mit Fertigprodukten
Es gibt im einschlägigen Fachhandel mittlerweile viele
Fertigprodukte. Zu bekommen sind Fertighecken,
Buschwerk, Bäume etc, etc. Nachfolgend werden einige
Beispiele von Fertigprodukten dargestellt.
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4. Spezielle Modellbahneffekte
Der Modellbahnbau besteht nicht nur aus Gelände. Nein, interessant
wird eine Modellbahnanlage vor allem durch Detaildarstellungen,
sei es durch die Anlage eines Teiches, eines Mühlenbereiches,
eines Schwimmbades, eines Regenrückhaltebeckens, einer Sandgrube
mit entsprechenden Baggerseen etc etc.
Ich will hier nachfolgend ein paar Anregungen geben.
a) Bau von Bachläufen und Seen
Bei der Gestaltung von Bauläufen oder Seen gibt es zwei Systeme.
Ein System ist die klassische Herstellung mit Gips, Farbe und
Folie. Diese Herstellungsmethode ist sehr aufwendig, aber
realistisch, wie die Herstellung von Wasserläufen mit
modernen Materialien.
Sehen wir uns zuerst die Herstellung eines keinen Sees - mit
einer altbewährter Methode - an.
Dazu wird Gips (kann auch Modellgips, Pappmaschee' ,
Zellkrepppapier etc. sein), Wasserfarbe
oder Plakatfarbe, Silicon und eine Küchenfolie benötigt.
Vorgehen:
1. Auf einer entsprechenden Unterlage wird die künftige
Seefläche mit blauer Farbe angemalen.
Es sollte nicht zu kleinlich dabei vorgegangen werden. Die
tatsächliche Seefläche muss innerhalb dieser Anstrichfläche liegen.
2. Nun werden die künftigen Uferränder gestaltet. Dazu werden
entweder Gips, Holzschnitzel oder ähnliche Materialien genommen.
Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ich habe auch
schon mit Tapetenkleister durchtränktes Zeitungspapier genommen
und entsprechend modelliert. Nach dem Trocknen sieht das sehr
realistisch aus.
3. Als nächstes wird das Silicon (vom Baumarkt - Farbe: transparent)
vollflächig auf die Seefläche aufgebracht. Dabei nicht zu sparsam
umgehen. Es soll eine dicke Schicht entstehen. Am besten nimmt
man einen Pinsel für diese Arbeit.
4. Sofort nach dem Auftragen des Silicons wird die entsprechend
zugeschnittene Folie aufgebracht.
Die Folie zuerst mit einem Pinsel andrücken. Danach entsprechende
Wellenmodellierungen mit dem Zeigefinger oder einem harten
Bostenpinsel vornehmen.
5. Wenn das so gestaltete Diorama durchgetrocknet ist, die
Folie mit blauer Farbe bestreichen. Die Wellenbewegungen
entsprechend mit weißer Farbe ausgestalten.
6. Danach bginnt der Bau des Uferbereiches mit Modellbausteinchen,
Wiesenstreu, Schilfgras oder anderen Gestaltungselementen.
Hilfreich sind im Uferbereich auch Schaumflocken, da sie mit
dazu beitragen, einen realistischen Uferbereich darzustellen.
Übrigens:
Ich habe auch schon gesehen, dass Modellbahner auf die Folie
verzichten und nach dem Austrocknen des Silicons die Farbgebung
vornehmen. Allerdings wird dann eine nicht so schöne
Gewässeroberfläche erzeugt.
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Eine weitere Möglichkeit der Gestaltung von Seen sieht so aus:
1. Raufasertapete auf eine Grundplatte kleben (gibt es im Baumarkt)
2. Mit Heißkleber die Wellenstruktur nachahmen
3. Mit Dispersionsfarbe das Wasser farblich gestalten
4. Den so entstandenen See mehrmals mit Klarlack überziehen.
Eine Beipiel für die Gestaltung eines Bach- oder Flusslaufes:
1. Mit Gips die Struktur der Wasseroberfläche modellieren. Dabei den Flusslauf beachten.
2. Während der Gips noch feucht ist, bereits das Ufer anlegen.
3. Nach dem Trocknen den Gips mit Dispersionsfarbe farblich gestalten
4. Die Fläche mehrmals mit Klarlack überziehen.
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Nun sehen wir uns die Gestaltung mit modernen Materialien an.
Um Wassereffekte zu erzeugen ist es heute nicht mehr erforderlich
eine Gipsmodelierung vorzunehmen. Beim Hersteller - NOCH -
(es gibt auch andere Hersteller) gibt es zur Effektgestaltung
an Gewässern ein sog Wassergel. Damit gelingen realtiv einfach
realistische Stromschnellen und eindrucksvolle
Wasserfälle. Die Wassereffekte kommen durch eine zähflüssige,
weiße Substanz zustande, die flexibel
und transparent austrocknet. Wegen der sehr zähen Konsistenz
kann das Material auch direkt an steilen Stellen (z.B. für
Wasserfälle) verwendet werden. Um z.B. Stromschnellen zu
basteln, werden einige Streifen dieses Gel's auf den Flusslauf
aufgetragen. Mit einem groben Borstenpinsel werden
dann die Gelstreifen verteilt.
Gegenüber der alt hergebrachten Methode spart sich der
Modellbahner hier die Modellierung der Stromlinien bzw der
Stromschnellen mit dem Gips oder dem Silicon. Es ist nicht
zu verschweigen, dass durch die Gelstruktur und die
Lichtreflexion dieses Materials sehr gute Wassereffekte
hervorgerufen werden.
Eine weitere Möglichkeit für eine bessere Gewässergestaltung
sind sog. Water-Drops. Es handelt sich hier um ein Granulat,
das bei 170°C im Backofen erhitzt wird und einfach auf den
Flusslauf ausgegossen wird. Die Water-Drops sind transparent
für kristallklare Flüsse und Seen erhältlich.
Sie können aber auch bereits farbig im Handel gekauft werden
und mit dem transparenten Granulat, je nach Gewässerart, koloriert
werden. Dank des niedrigen Schmelzpunktes kann die Oberfläche
eines mit Water-Drops gestalteten Gewässers mit einem normalen
Haartrockner wieder angeschmolzen werden, um z.B. Kratzer zu
entfernen oder Wellen zu modellieren. Ich habe derzeit diese
Water-Drops nur beim Hersteller Noch gesehen. Wahrscheinlich
gibt es aber auch noch andere Hersteller dieses Granulats.
Eine weitere Neuentwicklung ist das 2K Wasser-Gel von Noch.
Mit dieser Zweikomponenten-Entwicklung lassen sich Seen,
Flüsse, Bäche und Weiher einfach und echt realisieren.
Die beiden Komponenten werden im Verhältnis 1:1 vermengt und
anschließend auf die entsprechende Fläche gegossen.
Die Zeitdauer zwischen dem Vermengen und dem Ausgießen der
Flüssigkeit entscheidet über die Konsistenz dieses Wasser-Gel's.
Anfangs ist es dünnflüssig, nach ca. 30 Minuten honigartig
und nach 90 bis 120 Minuten ist es zähflüssig.
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Es gibt aber auch noch das Merkur-Styroplast-Wasser
(erhältlich über Conrad). Das Merkur-Wasser hat zwar den
Vorteil, dass es geruchlos und ohne Wärmeentwicklung aushärtet,
aber es hat aber den Nachteile, dass es nur sehr langsam
aushärtet (dies kann bis zu mehrere Tage dauern).
Während des Aushärtens verliert das Material an Volumen. Da
das Bachbett ein Gefälle aufweist und das Merkur-Wasser nicht
schnell aushärtet, muss die gesamte Anlage so schräg gelagert
werden, dass das Bachbett waagrecht ist - sonst fließt das
gesamte Merkur-Wasser buchstäblich den Bach hinunter.
Wenn das Bachbett waagrecht liegt, kann das Merkur-Wasser
eingeträufelt werden.
Übrigens: Stromschnellen bzw Wasserwirbel können mit einer
Stricknadel gestaltet werden. Die Nadel in das Merkur-Wasser
(weiße Acrylfarbe) tauchen und im Bereich, in dem Wasserwirbel,
Wassergischt oder ein unruhiger Bachverlauf dargestellt werden
sollen, vorsichtige Drehbewegungen machen oder einfach
hineinstechen. Da das Merkur-Wasser weiß ist, kann das
Ergebnis nicht gleich gesehen werden, da kein Farbunterschied
zwischen der Farbe und dem Wasser erkennbar ist.
An den Rändern sollte das Wasser mit der Stricknadel bis an den
Rand verteilt werden, da es von sich aus nicht eben verrinnt.
Leider muss der Vorgang mehrmals wiederholt werden da das Wasser
beim Austrocknen an Volumen verliert und die Wasserstandshöhe
nach dem Austrocknen niedriger ist. Ich habe hier kein Foto,
da mein Experiment insofern misslungen ist, da die Flüssigkeit
nicht transparent ausgetrocknet ist. Weshalb weiß ich nicht.
Vielleicht liegt es am Material.
Deshalb komme ich zum Ergebnis, dass das Noch-Material besser ist.
Als letze Möglichkeit stelle ich euch die sog. Seefolie vor.
Die Seefolie habe ich beim Hersteller Kibri gesehen. Habe sie
aber selbst nicht ausprobiert. deshalb zeige ich
euch nur das Bild des Herstellers.
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Nach den Erfahrungen von Modellbahnfreunden, ist der Einsatz dieser
Folien einfach. Allerding sollte der Untergrund für die Seefolie
gestaltet werden. So ist der Einsatz von Sand, Steinen
und Farbe geeignet um Tiefen vorzutäuschen. Seefolie bringt es
bei Seen und Flüssen recht gute Ergebnisse. Bachläufe und
fliesende Gewässer lassen sich damit jedoch nur unzureichend
nachbilden.
Eine weitere Möglichkeit kleine Gewässer realistisch
darzustellen ist der Einsatz von
Klarlack .
Der Klarlack, der in jedem Baumarkt erhältlich ist, muss dabei
in dünnen Schichten aufgetragen werden, bis die gewünschte
"Wasserdicke bzw Wassertiefe" erreicht ist. So um die 2 bis
4 mm sollten es sein. Die einzelen Schichten aber bitte nicht
zu stark auftragen, da sonst Luftblasen (Lufteinschlüsse)
entstehen können. Bitte auch darauf achten, dass die einzelnen
Schichten gut durchtrocknen (sonst gibt es Haarrisse).
Wassergestaltung mit Gießharz
Die Wassergestaltung mit Gießharz (bekommt man in jedem Modellfachhandel - manchmal auch im Baumarkt)
ist auch eine Methode, bei der realistische Wasserläufe und Seen gestaltet werden können.
Das Gießharz muss angerührt werden. Man sollt nicht mehr als 5 mm pro Durchgang aufbringen, da
sonst die ganze Angelegenheit unkontrolliert verläuft. Wieviel man letztlich aufbringt hängt
davon ab, welche Wassertiefe erreicht werden soll. In der Regel reichen zwei Durchgänge aus
um Wasserläufe darzustellen. Bei Seeflächen entsprechend mehr. Bitte bei Wasserläufen darauf achten,
dass die Steine und Stromschnellen vor Aufbringen des Gießharzes ins Bachbett geklebt werden.
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b) Bau von Felsstrukturen
Was wäre eine Modellbahnanlage ohne Gebrigs-oder Felsstrukturen.
Sicherlich wenig eindrucksvoll.
Die Frage ist aber nun, wie bringe ich Fels- bzw
Gebirgsstrukturen auf meine Modellbahnanlage ?
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten. Versuchen wir mal
uns einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen:
Die erste Variante ist sicherlich die einfachste und auch nicht
gerade die billigste. Im Modellfachhandel gibt es sog.
Korkfelsen. Das Material ist aus Kork und so gestaltet, dass
es Felsstücken sehr ähnlich sieht. Wie das nachstehenden
Bild zeigen, kann mit diesen Korkfelsen eine akzeptable
Gestaltung erreicht werden.
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Eine weitere Variante stellt die Herstellung von Felsbänken
mit Hilfe von Gips, Papmachee, Montageschaum
oder Holzmachee dar. Diese Art der Felsgestaltung ist für
Modellbahnanlagen nach meiner Auffassung die
beste und kostengünstigste Lösung, da Gebirgszüge bzw Felspartien homogener
gestaltet werden können als mit Korkfelsen.
Der Aufwand ist allerdings größer. Auf Bilder verzichte
ich hier, da bereits weiter oben entsprechende Ausführungen
hierzu erfolgten.
Eine teuere Variante für die Gestaltung von Felsmassiven ist
die mit sog. Gebirgssteinen, die es von verschiedenen
Herstellern, wie Noch, Vollmer etc gibt. Die Gebirgssteine
können zu Felsmassiven zusammengeklebt werden.
Sie bestehen aus Hartschaum. Die Felsenstruktur ist dem
Alpenmassiv nachempfunden.
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c) Bau von Mauern
Der Bau von Mauern und Kunstbauwerken (Brücken etc) wird
von den Modelleisenbahner nicht so gerne durchgeführt. Meistens
wird ins Fachgeschäft gegangen und erwirbt Tunnelportale,
Stützmauern u.ä. als Fertigprodukt. Über die jeweiligen
Fertigprodukte lasse ich mich hier nicht aus. Es gibt dazu
auch nicht allzuviel zu sagen.
Wenn Zeit und Lust mitgebracht wird, kann aber eine Mauer auch
selbst gebaut werden - und zwar aus Gips -. Hier eignet sich am
besten Baugips. Der härtet schnell aus und das ist wichtig beim
Mauerbau. Nun wie geht man vor.
Stellen wir uns vor, wir benötigen eine Stützmauer aus Naturstein.
An der Stelle wo die Mauer entstehen soll, stellen wir einen
steifen Pappkarton auf. Dieser soll als Rückseite für die Mauer
dienen. Auf diesen Karton wird nunmehr in Lagen Gips
aufgestrichen. Da der Gips sehr schnell härtet, können die
Gipslagen in sehr kurzen Zeitabständen aufgetragen werden.
Anstatt Gips können auch Gipsbinden aufgebracht werden. Die
letzten Lagen sollen allerdings nur aufgestrichen werden.
Den Grund nenne ich später.
Die Dicke der Mauer ist euren Bedürfnissen anzupassen. In der
Regel reichen aber 5 mm an der schwächsten Stelle aus.
Wenn alles richtig durchgehärtet ist, kann die sichtbare
Wandfläche bearbeitet werden. Soll eine Bruchsteinmauer
dargestellt werden, so ist die Oberfläche mit einem spitzen
Gegenstand (z.B. ein spitzes kleines Messer) zu bearbeiten.
Schnell geht so eine Bearbeitung mit einem kleinen
elektrischen Fräswerkzeug.
Nun beantwortet sich die Frage selbst, weshalb die letzten
Schichten der Mauer nicht mit Gipsbinden aufgebracht werden
sollen. Um die Mauersteine darzustellen, muss in den Gips
gefräst werden. Gipsbinden würden beim Fräsen aber ausfransen.
Mit der Fräsmethode können alle möglichen Stein- oder
Betonmauern dargestellt werden. Wie das im Bauzustand aussehen
kann ist dem nachfolgenden Bild zu entnehmen.
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Die fertige Oberfläche der Mauer kann dann mit jeder Farbe
(auf Wasserbasis) coloriert werden. Achtet aber dabei auf einen
natürlichen Effekt. Übrigens: Auch Gabionenwände können so
gestaltet werden.
5. Bau von Wegen
Eine spezielle Sparte im Dioramenbau ist der Wegebau. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten wie
Wege im Modell gebaut werden können.
Zuerst ist aber die Überlegung anzustellen, welche Wege den es überhaupt in der Realtität gibt.
Zu unterscheiden sind folgende Wege und Straßen
- Überörtliche Straßen wie zwei und mehrsteifige Bundesstraßen und Autobahnen, Landstraßen
- zwischengemeindliche und örtliche Straßen (Gemeindeverbindungsstraßen, Ortsstraßen)
- Landwirtschaftliche Wege und Flurwege
- Rad- und Gehwege in der Flur und in der Stadt
Jede dieser Wege benötigt eine besondere Gestaltung und damit unterschiedliche Herstellungstechniken.
Nun gibt es im Handel eine schier unüberschaubare Produktpalette an Fertigprodukten. Wir werden uns diese
noch näher ansehen. Für einen preisbewussten Modellbahner und für einen Hobbybastler werden diese
Produkte aber nicht in Frage kommen. Im Übrigen ist es manchmal mit der Realitätstreue dieser Produkte
auch nicht weit her.
Beschäftigen wir uns zuerst mal mit den Feld-und Waldwegen - also den landwirtschaftlichen Wegen.
Diese Wege sind zwar in der Straßenhierachie an drittletzter Stelle zu finden - es gibt dann nur noch die
Geh-und Radwege und die Privatwege - in der Modellherstellung sind sie aber äußerst anspruchsvoll.
Wie können nun derartige Wege hergestellt werden:
Wirtschaftswege oder fachmännisch ausgedrückt Feld-und Waldwege werden vielfach nur ungebunden
befestigt, also mit Schotter oder als sog. sandgeschlämmte Decke. Um einen Weg als sandgeschlämmten
Weg darzustellen, ist es erforderlich, Sand durch einen Teefilter aus Metall ein zu sieben. Dadurch
bekommt man einen feinen Sandstaub. Dieser Sandstaub wird dann auf eine Unterlage, die mit weißen
Schreinerleim bedeckt wurde aufgestreut und dann mit einer kleinen Tapetenrolle aufgefdrückt.
Dabei darauf achten, dass der Schreinerleim nicht zu dick aufgebracht wird, da sonst der Leim
durch den Sandstaub gedrückt wird. Durch diese Methode wird eine realitische Darstellung einer
sandgeschlämmten Decke erreicht.
landwirtschaftlicher Weg neben einem Bahngleis -- zum Vergrößern Bild anklicken
Eine Schotterbefestigung ist auch relativ einfach herzustellen, wenn der Modellbahner Besitzer
eines Kaffeautomaten ist. Im Handel gibt es für diese Maschinen - um das Wasser vom Kakl zu befreien sog.
Kohlefilter. Diese Kohlefilter, die aus einem weiß/schwarzen Granulat bestehen, müssen regelmäßig
ausgetauscht werden. Der sparsame Modellbahner wirft dieses Granulat nicht weg, sondern verwendet
es als Schotterbefestigung für seine Wege. Der nachstehende Wirtschaftsweg wurde mit diesem Granulat mit
einer Schotterbefestigung versehen.
landwirtschaftlicher Weg mit Schotterbefestigung
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Zuerst wird die Wegfläche mit Weißleim bestrichen (nicht zu dick auftragen). Danach wird das Granulat
aufgestreut und mit einer kleinen Andrückrolle (wird beim Tapezieren benötigt) angedrückt. Falls keine
Rolle zur Hand, kann das Andrücken auch mit einem rechteckigen Holzstück erfolgen. Danach wird der
Weg mit einem Staubsauger vom überschüssigen Granulat befreit.
6. Trassenplanung
Wie bekannt, ist eine wichtige Aufgabe die Gleisplanung und die Wegeplanung auf der Modellbahnanlage.
Dabei muss der Modellplaner wie der Verkehrsplaner wissen, welche Parameter er für die Trassenplanung
zugrunde legen kann, damit die Fahrzeuge auch auf diesen Trassen fahren können.
Steigungen sollten bei Gleistrassen - außer bei einer Zahnradbahn, die auch Steigungen
bis 35% überwinden kann - nie größer als 3 bis 4 % sein. Auf einer Länge von 10 cm wären dies dann
3 bis 4 mm. Dies klingt wenig, aber es ist zu bedenken, dass Modellbahnloks größere Steigungen zwar ohne
Wagen durchaus bewältigen. Mit einem Wagenzug aber nur noch wenige Prozent-Steigung verkraften.
Die Folge sind dann durchdrehende Räder oder ein überhitzter Motor.
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Soll z.B. eine Bahnstrecke, von Plattenebne "Null" (= 0 cm) ausgehend, eine andere Strecke,
die ebenfalls in Plattenebne "Null" verläuft, überqueren, so wird bei einer Überführungshöhe
von 9 cm eine Steigungsstrecke von 2,25 m Länge bei 4 % Steigung, bzw. von 3 m Länge bei 3 % Steigung
benötigt. Die gleiche Streckenlänge kommt für die Rückführung der Bahnlinie auf Plattenebne "Null"
noch mal dazu.
Ist hierfür nicht genügend Platz vorhanden, kann die Steigungsstrecke verkürzt werden, indem
die zu überführende Strecke, von Plattenebene "Null" ausgehend, abwärts - z.B. auf minus 4,5 cm -
geführt wird. Für eine Überführung mit einer Überführungshöhe von 9 cm wird dann bei 3 %
Steigung nur noch die halbe Streckenlänge, nämlich 1,5 m benötigt.
Bei Unterführungen bzw Überführungen (Spur: H0) sind folgende Werte zu beachten:
Die Lichte Höhe von Unterführungen beträgt beim Dampflok- und Diesellokbetrieb ca. 6,5 cm.
Bei Oberleitungsbetrieb sind - je nach Befestigung des Fahrdrahtes - ca. 9 bis 10 cm vorzusehen.
Auch links und recht vom Gleis ist ein lichter Raum vorzusehen, indem keine Gegenstände
hineinragen dürfen, damit ein vorbeifahrender Zug nicht anstößt.
In Kurven sollte, ausgehend von der Gleismitte, etwa 3 bis 3,5 cm Platz gelassen werden.
In der Geraden genügen 2,5 cm. Die wichtigsten Maße zu Umgrenzung des lichten Raumes bei Dampf- und
Ellokbetrieb sowie bei geraden und gebogenen Gleisen sind nachfolgendem Bild zu entnehmen.
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Beim Bau eines Schattenbahnhofes , der unter der Plattenebene plaziert werden soll, muss
genügend "Lichtraum" vorhanden sein, um auch bequem manuell eingreifen zu können. Ein
Schattenbahnhof sollte deshalb mind. 15 cm unter der darüberliegenden Anlagenebene
angeordnet werden und vom Anlagenrand zugänglich sein.
Bei der Gleisplanung ist auch die nutzbare Gleislänge zu beachten. Damit ist die Länge
bestimmter Gleisabschnitte, zum Beispiel von Bahnsteiggleisen, Abstellgleisen und Blockstrecken,
gemeint. Die Länge ist so zu planen, dass beim Fahrbetrieb die Züge, die diese Gleisabschnitte
befahren sollen, auch vollständig darin Platz finden. In jedem Modellbahnkatalog befindet
bei jedem Fahrzeug - egal ob Lok oder Wagen die Bezeichnung "LüP". Diese Kurzbezeichnung
bedeutet "Länge über Puffer" und drückt die Gesamtlänge eines Fahrzeugs ohne Kupplungen aus.
Um nun die Gesamtlänge eines Zuges bestimmen zu können, müssen somit alle "LüP" und auch die
Abstände zwischen den Puffern addiert werden. Die Abstände zwischen den Puffern hängen
davon ab, ob eine Kurzkupplung oder eine andere Kupplungsart vorhanden ist.
Am einfachsten geht man so vor, Wenn Klarheit herrscht, welche Züge in einem bestimmten
Gleisabschnitt halten sollen.Auf einer glatten Oberfläche wird der jeweilige Zugverband
(Lok + Wagen) zusammen gestellt und abgemessen. Dieses Maß + Sicherheitsmaß (jeweils 50 mm) ist
dann die Basis für die Planung des jeweiligen Gleisabschnittes (z.B. Bahnsteiglänge).
Sobald es unsere Zeit erlaubt werden wir den Aufsatz fortstetzen
Bis dahin
weiterhin viel Spass mit eurer Modellbahnanlage wünscht euch.
hpw-modellbahn
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