Hinweise zum Modellbahnhersteller Jouef


Hinweise zum Modellbahnhersteller "Jouef"

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    Die Firma Jouef war eine der bedeutendsten französischen Spielwarenhersteller. Bekannt wurde sie durch die Herstellung und den Vertrieb von Modelleisenbahnen. Das Unternehmen „Le Jouet Français“ (deutsch: Das französische Spielzeug) wurde 1944 von Georges Huard gegründet, der Haushaltsartikel aus Kunststoff herstellte.

    Der Produktkatalog umfasste die Modelleisenbahn, Autorennbahnen, Modellautos, Schiffe. Die Firma existiert heute nicht mehr. Sie wurde von der Firma Hornby gekauft. Die Modelle werden von der Firma Hornby unter dem Namen "Hornby/Jouef" produziert.

    Im Jahre 1944 wurde die Firma "Le Jouet Français" gegründet und produzierte Modelleisenbahnen für den Maßstab 1:87. In den 1950er Jahren wurde aus Le Jouet Français, kurz "JF", die Marke Jouef.

    Ende der 1940er Jahre erschien ein erster Modelleisenbahn-Triebwagen - eine Kopie des berühmten Transsahara-Zuges Algier-Timbuktu - aus Blech, dessen erste Modelle mit einem Gummimotor angetrieben wurden, in der Nenngröße H0 (Maßstab 1:87).

    So um das Jahr 1950 wurde aus "Le Jouet Français" oder "JF" die Marke "Jouef". Von 1952 an wurde ein vollständiges Programm an Modelleisenbahnen aus Blech angeboten. Ab dem Jahr 1955 wurden elektrische Züge produziert.

    Die erste Lokomotive BB 9003 wurde bald durch die BB 9004 ersetzt. Eine andere Neuheit aus dem Jahre 1955 war die Tenderlokomotive 020 n 708, die auf über zwei Millionen verkaufte Exemplare in insgesamt 40 Produktionsjahren kam.

    Die Geschichte der Autorennbahnen von Jouef beginnt in Deutschland (München) bei der Firma Egger. Egger war ebenfalls ein Spezialist für Modelleisenbahnen und brachte Anfang der 1960er Jahre eine Rennbahn unter dem Namen "Egger Sliberpfeil Autorennen" heraus. Die Autos waren für die damalige Zeit sehr detailliert und technisch auf höchstem Niveau. Das technische Highlight waren die "mitlenkenden" Vorderräder. Über eine Achse ist das Lenkgestänge mit dem Leitkiel verbunden, somit bleiben die Räder selbst bei ausgiebigen Drifts immer in Fahrtrichtung stehen. Die Firma Egger ging relativ schnell in Kokurs und Jouef hat alle Werkzeuge und Spritzgussformen von Egger im Jahre 1964 übernommen. Somit sind die ersten Fahrzeuge von Jouef, ein Jaguar E-Type und ein Mercedes 300 SL, baugleich mit denen von Egger. Die Egger Teile sind und auch die Autos von Jouef sind heute eine begehrte Sammlerware.

    Nach einem Eigentümerwechsel im Jahre 1972 wurde das Unternehmen Jouef in den Konzern Le Jouet Français integriert, der damit auch die Gesellschaften Delacoste (Hersteller von Ballons und Kleinkinderspielzeug), Solido (Spezialist für Miniaturfahrzeuge) und Heller (Modelle aus Plastik) umfasste.

    Jouef hat vor allem in den 1970er Jahre viele wunderschöne, zeitgemäße Modelle produziert. Im Jahre 1980 meldete die Firma Konkurs an.

    Nach mehreren Eigentümerwechseln übernahm die Firma Lima Jouef. Ab Juni 2001 wurde jedoch die Produktion von Modelleisenbahnen durch die Fa. Lima eingestellt, die selbst in finanziellen Schwierigkeiten war. Damit verschwand die letzte Modelleisenbahnfabrik Frankreichs. Die danach angebotenen Eisenbahnmodelle kamen - unter dem Namen "Jouef" - aus Italien von der Firma Lima. Die Firma Lima wurde inzwischen von der englischen Firma Hornby aufgekauft. Diese Firma besitzt nun auch Inhaberrechte der Marke "Jouef".

    Der Name "Jouef" lebt heute bei der Firma Hornby weiter.

    Die nachfolgenden Bilder zeigen Katalogauschnitte der Firma Jouef.

    Jouef-Autorennbahn
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