Schalten auf der Modellbahn - hier: analoge Anlagenanschlüsse - Formsignale


Schalten auf der Modellbahnanlage

analoge Formsignalanschlüsse - Teil: 1 -

Wir wollen mit dieser Seite den Modellbahnern analoge Signalschaltungen (Formsignale) von verschiedenen Herstellern zeigen. Dadurch soll es Neuanfänger und vor allem auch Modellbahnern, die Modellbahnanlagen geerbt haben, leichter fallen, analoge elektrische Signale korrekt zu verkabeln. Der nachfolgende Aufsatz wird. soweit es unsere Zeit erlaubt, mit Schaltbildern immer wieder erweitert.
Rechtlicher Hinweis: Alle unsere Schaltbilder wurden sorgfältig überprüft, dennoch übernehmen wir keine Gewähr über die Richtigkeit der Schaltungen. Ferner dürfen die Schaltbilder nicht gewerblich genutzt werden.

Grundsätzliches zu analogen Formsignalsignalschaltungen im Zweileitersystem - H0 -

Analoge Formsignalschaltungen im Zweileitersystem und im Dreileitersystem - H0 -
Signale sind im Zweileiter- und auch im Dreileitersystem teilweise von den Herstellern mit sog. Streckenbeeinflussungsschaltungen ausgestattet. Die bedeutet, dass mit der Signalschaltung "Halt" der entsprechende Gleisabschnitt vor dem Signal von der Spannungsversorgung getrennt wird. Dadurch wird der Zug bzw. die Lok zum Halten gebracht. Wir haben uns diese Schaltungen einmal näher angesehen und sind zur Auffassung gelangt, dass diese teilweise sehr aufwendig gestaltet werden müssen - insbesondere wenn Formvorsignal und Formhauptsignal und eine Zugbeeinflussung mit Rückmeldung (durch Lämpchen oder LED) mit eingebaut werden sollen. Teilweise müssen in die Schaltungen dann auch noch sog. Kontaktgleise mit eingebaut werden, die wiederum den Labelverlegungsaufwand weiter erhöhen. Zudem müssen Schaltungen eingerichtet werden, die einen Zug der In Gegenrichtung fährt, also das Signal von hinten anfährt, nicht ebenfalls zum "Halt" gezwungen wird. Dazu sind weitere elektrische Anordnungen erforderlich, damit dieser Fall nicht eintritt.
Wir haben uns deshalb überlegt, ob es hier nicht eine Alternative gibt. Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass es für analoge Signalschaltungen sinnvoll ist, wenn eine Zugbeeinflussung stattfinden soll, sich mit Relaisschaltungen zu beschäftigen. Relaisschaltungen bieten für derartige Fälle viele Vorteile und der Leitungsverlegungsaufwand hält sich durchaus in Grenzen.
Ein wesentlicher Vorteil von analogen Formsignalschaltungen mit einem Relais liegt in der Tatsache, dass der Modellbahner sich jedes geeignete H0-Formsignal, das es im Handel gibt hier einsetzen kann. Er ist also nicht mehr auf die bekannten Hersteller mit ihren teuren Signalen angewiesen. Die Kosteneinsparung liegt darin, dass verschiedene kostengünstige Hersteller Signale anbieten, die eben keine Zugbeeinflussung beinhalten. Ferner kann durch eine Relaisschaltung der Funktionsumfang einer Signalschaltung wesentlich erweitert werden, denke nur an die Möglichkeit mit der Signalschaltung die Blockstrecke vor dem Signal zu aktivieren und gleichzeitig eine Weichenstraße zu steuern. Oder eine andere Möglichkeit am Bahnhof die Abfahrt der Züge vor mehreren Signalen zu regeln.
Der Einwand, der nun von euch kommen könnte, dass die Relais teuer sind greift hier nicht, da auch in diesen Fällen jedes billige bistabile Relais herangezogen werden kann. Es muss nicht ein Viessmann-Relais oder ein Märklin, Piko etc. Relais sein. Im Elektronikhandel gibt es eine Vielzahl von billigen bistabilen Relais zu kaufen, die nur wenige Euro kosten.

Weshalb die Signale ohne Zugbeeinflussung relativ günstig erstanden werden können liegt darin, dass hier nur wenige Bauteile eingesetzt werden müssen. Ein elektromagnetisches Formsignal ohne Zugbeeinflussung benötigt nicht mehr Teile als eine analoge Weichenschaltung und diese Aussage gilt auch für sehr alte Formsignalmodelle. Das nachfolgende Bild zeigt euch die Mindestanforderung an eine Signalschaltung - ohne Zugbeeinflussung -.

Formsignal-Grundlagen
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Wie aus dem obigen Bild zu ersehen ist, wird hier lediglich das Formsignal selbst betätigt (Halt oder Fahrtanzeige) - ohne Zugbeeinflussung-. Im nachfolgenden Bild sehen wir uns nun die erweiterte Schaltung mit einem Relais und einer Zugbeeinflussung mit Rückmeldung an. Ihr werdet sehen, dass der Schaltungsaufwand sehr übersichtlich ist. Das benötigte bistabile Relais für max. 16 Volt für zwei Schaltvorgänge "Strom aus" und "Strom ein" kostet im Elektronikhandel rd. 3,00 Euro. Ein einfaches Formhauptsignal und Formvorsignal kosten jeweils rd. 6,50 bis 7,00 Euro. Die gesamte Geldausgabe beträgt somit 16,00 Euro bis 17,00 Euro. Nur zum Bespiel: Ein Piko Formhauptsignal kostet ab 20,00 Euro und ein Formvorsignal ab 19,00 Euro (Neuware). Somit könnt ihr euch selbst ausrechnen wie viel ihr mit einer Relaisschaltung sparen könnt. Wir sind bei unserer Betrachtung von Neuware ausgegangen.

Formsignal-Grundlagen
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Analoge Formsignalschaltungen im Dreileitersystem Wechselstrom - H0 -
Auch im Dreileiter Wechselstromsystem sind grundsätzlich die selben Aussagen vorzunehmen wie im Gleichstrom Zweileitersystem. Auch hier ist eine Relaisschaltung wesentlich kostengünstiger als Formsignale mit integrierter Zugbeeinflussung. Dennoch ist die Schaltung ein wenig zu modifizieren - verursacht durch den Mittelleiter. Das nachfolgende Schaltbild zeigt euch die Verkabelung.

Formsignal-Grundlagen-Dreileiter
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VEB-Piko Signale - H0 -

Zweileiter Gleissystem - Formsignale (H0) - analoger Anschluss

Die Schaltung von Formsignalen im Zweileitersystem ist grundsätzlich bei allen elektromagnetisch bedienbaren Formsignalen die sich im Handel befinden gleich bzw. ähnlich. Es gibt bei den Signalen meistens nur einen Unterschied und zwar ob das Signal zusätzlich auch die Abschaltung der Haltestrecke vor dem Signal ermöglicht. Diesen Unterschied werden wir in den Schaltbildern darstellen. Bevor wir uns mit den Schaltplänen beschäftigen zuerst mal das grundsätzliche System einer Formsignalschaltung. Dabei ist zu beachten, dass eine Signalstrecke wie eine Blockstrecke zu sehen ist Dazu haben wir das nachfolgende Systembild gefertigt:

Systembild-Formsignal
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Das Problem beim Abschalten der Haltebereiches ist, dass im analogen Betrieb die Lok bzw. der Zug sofort zum stehen kommt. Also praktische eine Vollbremsung hinlegt. Dies sieht nicht nur besonders befremdlich aus, es ist auch nicht vorbildgerecht. Die Einrichtung einer Abbremsstrecke ist im Analogbetrieb zwar auch möglich, aber sehr aufwendig zu schalten. Der Modellbahner der Analog fährt kann nun selbst entscheiden, ob er eine Bremsstrecke einrichtet oder nicht. Wir werden euch nachfolgend alle Schasltvarianten zeigen, vom Formsignalbetrieb ohne Streckenabschaltung bis zum Formsignalbetrieb mit Bremsstrecke. Wir werden aber von Anfang an die Schaltbilder mit Formvorsignal und Formhauptsignal zeigen.

VEB Formhauptsignal und Formvorsignal mit Gleisabschaltung.
Zu den VEB gehörte zu DDR Zeiten auch die Firma Piko. Der Vorteil dieser Formsignale - sie besitzen besitzen Anschlüsse für die Abschaltung der Gleisstrecke vor dem Signal, damit der Zug bei "Halt" auch tatsächlich anhält. Ferner haben diese beiden Signale noch eine Anschlussvorrichtung für die Einrichtung einer Rückmeldung. Dies ist besonders wichtig, wenn man sich ein Gleisbildstellwerk einrichtet. Das nachfolgende Schaltbild zeigt zurerst die Schaltung der Signale und die Einrichtung der Haltestrecke.

VEB-Formsignalschaltung
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VEB Formhauptsignal und Formvorsignal mit Gleisabschaltung und Rückmeldung


VEB-Formsignalschaltung mit Rückmeldung
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Piko Formhauptsignal Nr. 545711/045/00001 mit Gleisabschaltung und Rückmeldung
Dieses Piko Formsignal, das es auch als doppeltes Flügelsignal gibt (nur noch im Gebrauchthandel), ist mit einer Zugbeeinflusssungseinrichtung ausgestattet. Es besitzt auch eine Endabschaltung der Magnetspule. Damit ist ein Durchbrennen der Spule i.d. Regel nicht möglich. Zur Zugbeeinflussung - also zur Abschaltung des Gleisbereiches vor dem Signal bei "Halt" ist ein doppelpoliger (zweipoliger) Umschalter (kein Momentenschalter) erforderlich.

Piko-Formsignalschaltung
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