|
|
|
|
Inhaltsverzeichnis Definition Weichen mechanisch Weichen elektrische Weichen Hebelgewichte - mechanische Weichen Stellwerkgewichte - mechanische Weichen Kreuzungen |
|
Defintion Nach der amtlichen Definition der DB-Richtlinie 482 ist eine Weiche ein Fahrwegelement, um schienengebundenen Fahrzeugen ohne Fahrtunterbrechung das Wechseln von einem Gleis auf ein anderes zu ermöglichen. Nach der Richtlinie dürfen ortsgestellte Weichen und Gleissperren dürfen nur von Personen bedient werden, die in der Bedienung nach den im Absatz 2 genannten Richtlinie unterwiesen und in die Örtlichkeiten eingewiesen wurden. Ortsgestellt ist eine Weiche wenn diese an Ort und Stelle ggf. mit Hilfe einer Bedieneinrichtung einzeln umgestellt werden muss. An Ort und Stelle heißt, dass die Weichen unmittelbar an ihrem „Standort“ umstellbar sein müssen. Ortsgestellte Weichen werden in der Art der Bedienung unterschieden in "mechanisch" und "elektrisch" ortsgestellt. Für mechanisch ortsgestellte Weichen sind in der Regel Hebel mit Hebelgewicht als Bedieneinrichtung vorhanden. Eine Kreuzung ist ein Fahrwegelement, bei dem sich zwei Gleise höhengleich kreuzen, ohne dass ein abzweigender Fahrzeugübergang zwischen den Gleisen möglich ist. Die Kreuzung ist somit eine Gleiskonstruktion, mit der Schienenfahrzeuge ohne Fahrtunterbrechung ein anderes Gleis plangleich überqueren können. |
|
mechanische Weichen Die handbetriebenen Weichen Vor Ort gestellte Weichen sind mechanische Weichen, die auch als Handweichen bezeichnet werden. Die Umstellung der Weiche in die gewünschte Gleisrichtung erfolgt durch Personen vor Ort. Häufig sind vor Ort gestellte Weichen auf Industriegleisen anzutreffen. Aber es gibt sie auch noch auf Nebenstreckenbahnhöfen zu sehen. Die Funktion einer vor Ort zu stellenden mechanischen Weiche ist relativ einfach. Durch die Bedienung des Umstellhebels wirkt die sog. Bockstange auf die Zungenverbindungsstange. Diese Zungenverbindungsstange wirkt durekt auf die Weichenzunge und falls vorhanden den Weichenverschluss. Das Gewicht an dem Umstellhebel oder eine Verriegelung des Umstellhebels hält die Weiche in der jeweiligen Endlage fest.
Die mit Seilzug ferngesteuerten Weichen Wie bereits gesagt, gibt es auch heute noch auf Nebenbahnstrecken Stellwerke mit Seilzugtechnik. Hier werden die Weichen und teilweise auch noch Formsignale mit Stahlseilen gesteuert. Nachfolgend seht ihr einige dieser Weichen.
Das nachfolgende Bild zeigt euch noch ein Formsignal, das mit einem Seilzug von einem Stellwerk aus bedient wird.
|
|
Elektrisch betriebene Weichen In den meisten Fällen werden Weichen über Weichenmotoren gesteuert. Diese werden von den Fahrdienstleitern in den Stellwerken bedient. Die unterschiedlichen Gleisstränge treffen sich im Herzstück der Weiche, das besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist. Radlenker sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Gleiswechsel. Es gibt rd. 2.600 Stellwerke bundesweit und rd. 13.000 Fahrdienstleiter für das stellen der Weichen und Signale. Allerdings werden immer mehr Stellwerke digital ausgerüstet. Dadurch kann dann die Weichensteuerung und Signalsteuerung vollautomatiosiert ablaufen.
|
|
Hebelgewichte - mechanische Weichen Hebelgewichte gibt es an ortgestellten Weichen. Ortsgestellte Weichen können sowohl in Hauptgleisen als auch in Nebengleisen eingerichtet sein. Dabei sind in Hauptgleisen vorhandene ortsgestellte Weichen stets durch Schlüsselsperren signalabhängig. Ortsgestellte Weichen in Nebengleisen werden nur dann signalabhängig eingerichtet, wenn diese als Flankenschutz für Zugfahrten benötigt werden. Für derartige Weichen ist immer eine Grundstellung vorgeschrieben und die dazugehörigen Umstellgewichte sind entsprechend farblich gekenn- zeichnet. Ferner sind sie mit einem „W“ gekennzeichnet, weil für die Freigabe des Schlüsselszwecks Umstellung der durch ein Riegelschloss oder einen Riegel verschlossenen ortsgestellten Weiche die Zustimmung des zuständigen Weichenwärters grundsätzlich immer erforderlich ist. Hebelgewicht von ortsgestellten Weichen in Grundstellung haben einen weiß-schwarzen Farbanstrich. In Grundstellung ist der schwarze Teil des Hebelgewichts dem Erdboden zugekehrt. Ortsgestellte Weichen sind durch eine an der Weiche selbst angebrachte Bedienungseinrichtung (Hebel-bzw. Umstellgewichte) umstellbar. An ortsgestellten Weichen ist somit ein direktes Stellen mit Hilfe eines eingerichteten Hebel- oder Umstellgewichts, und zwar ohne Verwendung von Übertragungseinrichtungen, möglich. Die Hebel- oder Umstellgewichte sind sog. Weichenstellvorrichtungen, die vom Rangierpersonal manuell durch Umlegen bedient werden müssen, sobald die Weiche in einer anderen Lage benötigt wird. Das Hebelgewicht von ortsgestellten Weichen, für die keine Grundstellung bestimmt ist, hat einen gelben Farbanstrich. Das Hebelgewicht von Rückfallweichen hat einen gelb-schwarzen Farbanstrich. Ortsgestellte Weichen ohne Spitzenverschluss sind durch einen roten Eckanstrich am Hebelgewicht gekennzeichnet. Die Spitzenverschlüsse haben die Funktion, die korrekte Endlage der Weichenzungen nach dem Umstellvorgang zu sichern. Die anliegende Weichenzunge muss fest mit der Backenschiene verschlossen sein, damit die abliegende Weichenzunge in einem bestimmtem Abstand festgehalten wird.
Grundstellung der Hebelgewichte
Weiche nur mit Zustimmung des Wärters umstellen
keine Grundstellung erforderlich
Hebelgewichte bei Rückfallweichen
Hebelgewicht bei Weichen ohne Spitzenverschluss Weichen ohne Spitzenverschluss sind mechanische Weichen. Bei Weichen ohne Spitzenverschluss ist der Weichenhebel während der Durchfahrt des Zuges niederzudrücken. Es wird somit Personal benötigt um diese Weichen gegen die Spitze befahren zu können. Eine Weiche wird spitz angefahren, wenn der Zug die Weiche in Richtung Herzstück befährt.
|
|
Stellwerkgewichte Wie wir wissen, gibt es:
Mechanische Stellwerke, sind wegen ihrer veralteten Stellwerkstechnik auf den Deutschen Bahnstrecken, nur noch auf bestimmten Nebenstrecken zu finden. Wer also noch mechanische Stellwerke auf den Deutschen Bahnstrecken finden will, der muss sich sputen. Im mechanischen Stellwerk wird die Muskelkraft des Bedieners von auf einer Hebelbank montierten Stellhebeln oder mittels Kurbeln (Kurbelwerk, Kurbelstellwerk) über die am Hebel befestigte Seilscheibe und eine Gestänge- oder Drahtzugleitung mit Führungselementen zu den jeweiligen Weichen oder Signalen übertragen. Diese Art der Weichenbetätigung ist zum Einen sehr personalintensiv, da jede Weichenbewegung durch einen Bediener ausgelöst werden muss. Zum anderen ist dieses System sehr Unterhaltungsaufwendig, da die Seilzüge zu den Weichen und Signalen immer überprüft und gewartet werden müssen. Die mechanischen Innenanlagen eines mechanischen Stellwerks bestehen aus der:
Um die Umlenkung der Seilkräfte auf die Weichen und Signale zu erreichen sind Gewichte auf der Strecke erforderlich. Sie werden auch Stellwerkgewichte genannt. Nachfolgend sind Bider von entsprechenden Stellwerkgewichten dargestellt.
|
|
Kreuzungen Kreuzungen haben natürlich eine Ähnlichkeit mit den Kreuzungsweichen. Allerdings fehlt Ihnen ein wesentlicher Teil, nämlich die bewelgichen "Zungen". Deshalb können Kreuzungen nur in gerader diagonaler Richtung durchfahren werden. Eine Gleiskreuzung besitzt keine bewegliche Teile. Sie ist robust und in der Herstellung und Vorhaltung besonders kostengünstig. Eine Gleiskreuzung ohne bewegliche Teile funktioniert nur, wenn sich die Gleise in nicht allzu spitzem Winkel kreuzen. Eine Gleiskreuzung erfordert vier Herzstücke, an den Enden zwei einfache, die denen von Weichen mit derselben Neigung entsprechen und in Kreuzungsmitte zwei Doppelherzstücke mit zwei sich gegenüberliegenden Herzstückspitzen. Durch ihre Lage nebeneinander entsteht in ihnen eine führungslose Stelle, die mit Radlenkern nicht vollständig abgesichert werden kann. Aus diesem Grund sind Gleiskreuzungen nur bis zu einer Neigung von etwa 1:9 betriebssicher.
|
|
|