Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

-- Die Digitalsysteme von Märklin - Teil 2 --



Inhaltsverzeichnis

  Das Motorola-Digital-System -- Delta System

            - Control 80 (Nr.6035)

            - Control 80f (Nr. 6036)

            - Control 80f mit Infrarot Fernbedienung (Nr. 6070)

            - Keyboard (Nr. 6040)

            - Switchboard (Nr. 6041)

            - Memory (Nr. 6043)

            - Interface (Nr. 6050 und 6051)

            - Delta-Booster (Nr. 6017)

            - Delta-Connect (Nr. 60128)

            - Digital-Infrarot-Steuergerät (Nr. 00748) und Basisstation: (Nr. 24089)

            - Der Programmer

            - Der Märklin Trafo 6002

            - Hinweise zum Delta-System

  Die Märklin Gleichstrom Digitalzentralen

            - Central-Unit Nr. 6027

            - Central-Control 6029

            - Central-Control 6030




Märklin-Control 80 (Nr.6035)

Dieses Delta Gerät ist ein digitales Fahrgerät. Es gibt davon zwei Versionen:
- Das Control 80
und das Control 80 f.
Mit jedem dieser Fahrgeräte kann man alle 80 Lok-Adressen anwählen. Das Control 80f zeigt ferner die Fahrtrichtung an.

Das Motorola-Gerät "Control 80" stammt aus den 1990iger Jahren und ist der Vorgänger des Motorola-Gerätes "Control 80f". Es ist gehört dem Märklin-Motorola-Digital-System an (Motorola-Protokoll).

Bei dem Gerät (6035) handelte es sich - wie bereits ausgesagt - um ein digitales Zusatzgerät (Fahrgerät) mit Drehregler. Das Digitale-Signal zur Schiene wird z.B. von der Central-Unit-6020 erzeugt. Die Control 80 wird beim Betrieb mit der Control-Unit (6021) rechts an die CU angeschlossen. Somit kann die Control 80 als Fahrregler dienen. Insbesondere beim Betrieb von mehreren Loks mit mehreren Personen ist dies vorteilhaft.
Mit der Control 80 kann aber auch noch eine Funktion (F0) geschaltet werden und zwar:
Licht aus / Licht an


Wenn die Control-Unit (6021) zum Einsatz kommt sind noch weitere 4 Funktionen vorhanden. Die Control 80 muss an der rechten Seite der Control-Unit-6021 angesteckt werden.

Das Delta-Gerät Control 80 arbeitet noch mit dem Motorola-I Protokoll.

Auch beim Betrieb mit der Delta-Zentrale Central-Unit Nr. 6020 kann die Control 80 (6035) an diese angeschlossen werden.

Zusammenfassend ist zur Control-80 anzumerken, dass es sich bei diesem Gerät lediglich um ein Delta-Zusatzgerät handelt (Fahrregler), das an eine Digitale-Zentralstation angeschlossen werden muss.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Control-80 keine analoge Märklin-Lok steuern kann. Diese Loks fahren auf einer digital gesteuerten Anlagen ständig mit einer konstanten, relativ hohen Geschwindigkeit. ntrol ist eine vollwertige Motorola Zentrale, mit der man ohne ein teures Keyboard (Art-Nr. 6040) auch Weichen und Signale schalten kann. Es können an die Central-Control sog. Keyboard-Einheiten angeschlossen werden, von denen jede bis zu 16 ortsfeste Befehlsempfänger wie Weichen und Signale (Magnetartikel) schalten kann. Anders als bei den Control-Units ist hierbei jedem Tastenpaar ein Empfänger fest zugeordnet. Um mehr als 16 Empfänger zu schalten, können auch mehrere Keyboards in das System integriert werden.
Die Central-Control hat folgende Eigenschaften:
    • Versorgt die Anlage mit Energie und Steuerbefehlen.
    • 4 Anschlussklemmen für Transformer und Gleisanlage.
    • 1 Anschlussbuchse für Booster 6015 oder 6017.
    • Betriebsanzeige durch LED.
    • Erweiterbar durch:

    Märklin-Control 80

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Märklin Control 80f (Nr. 6036)

Das Märklin-Motorola-Gerät "Control 80f" ist das Nachfolgemodell der "Control 80".
Da mit der Zentralstation "Control-Unit" (6021) nur eine Lokomotive - mit dem Fahrregler gefahren werden kann, benötigt man zum gleichzeitigen fahren mehrerer Loks ein weiteres digitales Fahrgerät. Diesen Zweck erfüllt die Control 80f. So können mit der "Control 80f" nun auf gleichen Streckenabschnitten mehrere Lokomotiven - auch von mehren Personen - gleichzeitig gesteuert werden. Aber auch für einen "Single" ist es angenehm über mehrere Steuergeräte zu verfügen, da z.B. bei einem Zwei-Lokomotiv-Betrieb nicht ständig die Adressen am Fahrgerät gewechselt werden muss um Schaltfunktionen auszulösen

Sie kann entweder direkt an die Control-Unit (Art-Nr. 6021) (rechte Seite) gesteckt werden oder über ein optionales Kabel entfernt angeschlossen werden. Es sind hiermit die gleichen Funktionen möglich wie bei der Control-Unit (Art-Nr.6021).
Die Control 80 f (6021) weist gegenüber der Control 80 folgende Vorteile auf:
  • Es sind die Funktionen - F1, F2, F3, F4 - schaltbar.
  • Das Gerät versteht sowohl das Motorola-Protokoll I und II
  • Auch Märklin Funktionswagen und der digitale Märklin Drehkran, wenn sie Motorola-Decoder (Delta Decoder) besitzen, können gesteuert werden.
Auf der linken und rechten Gehäuseseite hat jede Control 80f eine Stecker- bzw. Buchsenleiste. Damit können bis zu 10 Geräte auf der rechten Seite einer Control-Unit angesteckt werden. Als letzte Einheit auf der rechten Seite kann übrigens auch ein Interface angesteckt werden. Die Kombination Interface und Control 80f funktioniert nicht, da Interface und Control 80f nicht miteinander korrespondieren und damit Fehlmeldungen nicht zu vermeiden sind.
Die Control80f verarbeitet bis zu 80 Adressen. Wenn eine Lokadresse < 01 oder > 80 eingegeben wird, blinkt das Display. Wenn eine gültige Adresse eingegeben wird, verschwindet das Blinken. Lokadressen kleiner 10 sind mit einer vorangestellten Null einzugeben. Also z.B. 03 für die Adresse 3. Es können bis zu 10 Control 80f an eine Control-Unit angeschlossen werden. Adressen von Lokomotiven, die gerade von einem anderen Fahrpult verwendet werden, bringen das Display ebenso zum blinken. Eine Lokomotive kann immer nur von einem Fahrpult aufgerufen sein.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Control-80f keine analoge Märklin-Lok steuern kann. Diese Loks fahren auf einer digital gesteuerten Anlagen ständig mit einer konstanten, relativ hohen Geschwindigkeit.

Delta-Control80f     Delta-Control80f


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Control 80f mit Infrarot Fernbedienung (Nr. 6070)

Die infra control 80f mit Infrarot-Empfänger und 6071 Sender ist baugleich mit der 6036. Zusätzlich hat aber dieses Gerät einen Infrarotempfänger. Dadurch kann das Gerät ferngesteuert bedient werden. Der Modellbahner kann somit von jedem Standpunkt aus die Anlage steuern.
Die Infra Control 80f kann an der Uhlenbrock Intellibox betrieben werden. Mit der Uhlenbrock Intellibox und der infra Control kann 99 Adressen mit der Fernbedienung angesprochen werden. Da die Intellibox auch das DCC Protokoll versteht können auch Loks mit DCC Decoder gesteuert werden. Die Infrarotreichweite ist sehr gut. Der Stecker des IR Empfängers ist ein 3,5mm Klinkenstecker, der auch bei Audio Geräten Verwendung findet.


Märklin-6070
Märklin infra control80f


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Märklin-Keyboard (Nr. 6040)
Dieses Gerät ist nichts anderes als ein Stellpult für bis zu 16 Weichen/Signale. Insgesamt können 256 durch die Decoder k83 und k84 angeschlossene Magnetartikel gesteuert werden. Diese maximale Konfiguration benötigt dann allerdings 16 Keyboards.
Ein Keyboard kann 32 Einzelspulen oder 16 Doppelspulenantriebe, wie sie für Weichen oder Formsignale verwendet werden, schalten. Zusätzlich benötigt jede Weiche, Signal oder Entkuppler einen Decoder. Der k83 Decoder steuert vier Weichen oder Signale. Dagegen ist der k84 Decoder zum Schalten für Beleuchtungen oder Motoren geeignet.
Das Keyboard ist zum Betrieb an eine Märklin Zentrale anzuschließen. Dies kann z.B. die Control-Unit sein. Auf der linken Seite der Control-Unit kann das Keyboard angeschlossen werden.

Beim Keyboard bestehen folgende Möglichkeiten.
Auf der Rückseite des Keyboard befinden sich sog. "Dipschalter". Mit diesen Schaltern können die entsprechenden Adressen der Weichendecoder bzw. Signaldecoder eingestellt werden:

Falls zwei Keyboards verwendet werden, so können die entsprechenden Magnetartikeladressen wie folgt eingestellt werden:
Keyboard 1:   0   0   0   0 --> Keyboard 1 ist für die Dekoder 1 bis 16 zuständig.
Keyboard 2:   0   0   0   1 --> Keyboard 1 ist für die Dekoder 17 bis 32 zuständig.
Der Schaltvorgang der Magnetartikel erfolgt über die Tasten. Jeder Magnetartikel hat am Keyboard zwei Taster (rot und grün). Wenn die rote Taste gedrückt wird, zeigt dies eine rote Leuchtdiode oberhalb der Taste an. Beim drücken der grünen Taste erlischt die Leuchtdiode wieder.
Zusammenfassung:
Mit dem Keyboard können außer Weichen auch andere Geräte geschaltet werden. Geräte mit Doppelspulenantrieb wie Signale werden wie die Weichen bedient -- Also -- Einschalten mit der grünen Taste --- Ausschalten mit der roten Taste.
Entkoppler, da sie nur eine Magnetspule besitzen belegen auch nur eine Taste des Keyboards. Bei zwei Entkuppler werden eine rote und eine grüne Taste benötigt. Solange eine Taste gedrückt wird ist ein Entkuppler in betrieb, d.h. die Magnetspule erhält eine Stromzufuhr.

Delta-Keyboard       Keyboard-Schaltvorgänge


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Switchboard - Nr. 6041
Das Märklin Switchboard 6041 dient zur Steuerung von Fahrwegen (Weichenstraßen) und für die Steuerung von Magnetartikeln, wie Weichen, Formsignale, Entkupplungsgleise etc. Da es ein Motorola Protokoll besitzt ist es bestens geeignet für den Anschluss an die Central-Unit 6020 und die Control-Unit 6021. Ein Anschluss an die Central-Station ist nicht möglich, da die Central-Stationen bereits ein integriertes Gleisbildstellpult beinhalten.
Das Switchboard benötigt eine eigene Stromversorgung. Geeignet sind Trafos mit einer Sekundärausgangsspannung bis zu 16 V Wechselspannung. Märklin sieht den 6002 bzw. 6611 als geeignete Trafos an. Der Trafo wird an die Buchsen "0" - braunes Kabel - und an die Buchse "L" - gelbes Kabel angeschlossen.
Das Switchboard ist gegen Kurzschluss und überhöhten Spannungen bis 25 V abgesichert. Es schaltet dann automatisch ab. Das Gerät kann durch ziehen und wieder einstecken des Netzsteckers wieder in Betrieb genommen werden.
Die Technologie basiert auf dem Märklin Keyboard 6040 und dem Märklin Memory 6043.


Märklin-Switchboard 6041
Anschluss 6041 an den Trafo

Märklin-Switchboard 6041
Switchboard 6041


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Märklin-Memory (Nr. 6043)

Im Gegensatz zum Keyboard (6040) können mit dem Memory zusätzlich 24 sogenannte Fahrstraßen gespeichert werden. Mit einem Tastendruck können somit bis zu 20 Weichen geschaltet werden. Dadurch können sog. Weichenstraßen mit einer Taste geschaltet werden (z.B. Bahnhofsdurchfahrt eines ICE). Diese Aussagen gelten auch für Signalsteuerungen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass bis zu 4 Memory-Geräte an die Zentralstation Central-Unit angeschlossen werden können. Das Gerät besitzt auf der Rückseite auch einen Anschluss für die Märklin Gleisbesetztmelder (s88).

Aktive Programme und Fahrstraßen werden über Leuchtdioden angezeigt. Alle Programmschritte und der aktuelle Anzeigestatus des Memory werden in einem besonderen Speicher abgelegt und bleiben auch nach Abschalten der Anlage erhalten.

Märkin Memory


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Märklin-Interface (Nr. 6050 und 6051)

Alle digitalen Funktionen des Märklin-Digitalsystems lassen sich auch per PC steuern. Für die Verbindung der Modellbahnanlage mit dem PC wird das Interface benötigt.
Das Interface muss an der rechten Seite der Control-Unit-6021 angesteckt werden.
Weitere Ausführungen werden hier aber nicht vorgenommen, da diese Seite lediglich einen Überblick über die Digitalen-Märklin-Geräte bieten will. Im Übrigen ist die Steuerung einer Anlage mit einem PC sicherlich nicht für den Großteil der Modellbahner einschlägig.

Märklin-Interface


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Delta-Booster (Nr. 6017)

Bei größeren Modellbahnanlagen wird auch eine höhere Energie benötigt und die Leistung des Trafos reicht dann nicht mehr aus. Um diesem zusätzlichen Energiebedarf zu befriedigen, wird dann ein digitaler Leistungsverstärker benötigt, der Booster genannt wird.

Der Booster verstärkt nicht die Spannung und auch nicht die Stromstärke, sondern er verstärkt die Digitalsignale. Hierfür dient der Booster 6017 der die Digitalsignale verstärkt. Er verstärkt die Signale z.B. der Control-Unit (6021) auch an entlegenen Stellen der Modellbahnanlage. Der Booster wird z.B. mittels eines „fünfpoligen“ Kabels an die Boosterschnittstelle der Control-Unit 6021 angeschlossen.

Technische Daten:
  • Ausgangsstromstärke: max. 2,5 Ampere.
  • Leistung: 45 VA
Leider ist dieser Booster für das neue Märklin-Digital-Systems nicht zu gebrauchen, da er - wie bereits gesagt - nur das Motorola-Protokoll versteht.

Wenn ein Booster eingesetzt wird, muss die Anlage in einzelne Stromkreise aufgeteilt werden. Da zu jedem Booster auch ein Trafo gehört, der ihn mit Strom und Spannung versorgt. Die Trennung der einzelnen Gleisabschnitte hat mit sog. Schienenisolierern zu erfolgen.

Wichtig: Die roten Anschlüsse von Central-Unit und Booster dürfen nicht miteinander verbunden werden.

Noch ein Hinweis: Der Booster muss natürlich auch mit der digitalen Zentralstation verbunden werden. Dazu wird der Booster mit dem fünf adrigem Märklin Kabel (6017) mit der Digitalen Zentralstation (z.B. Central-Unit) verbunden. Dadurch kann die Digitale Zentralstation die gesamte Anlage mit den gleichen digitalen Signalen versorgen, unabhängig von der Anzahl der Trennstellen und angeschlossenen Transporter.

Jeder Booster hat auf der Rückseite des Gehäuses gelbe, braune und rote Anschlussklemmen. Sie dienen der Verbindung zum versorgenden Gleisabschnitt. Ferner ist, wie bereits erwähnt ein fünfpoliger Sockel für das Verbindungskabel zur Zentralstation vorhanden.

Ein weiterer vorhandener fünfpoliger Sockel wird verwendet, wenn weitere Booster angeschlossen werden sollen. Dadurch können eigentlich beliebig viele Booster miteinander verbunden werden. Allerdings ist die Aufnahmefähigkeit von Märklin Zentralstationen beschränkt. Mit der Central-Unit können z.B. max. 10 Booster angeschlossen werden.

Über die Einstellung der Micro-Schalter wird er mit dem Booster 6015 kompatibel.

Märklin-Delta-Booster


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Delta-Connect Nr.60128

Mit diesem Gerät können die Märklin-Motorola-Digital-Geräte zusammen an der Central-Station 60213 bis 60215 betrieben werden. Das Connect 60128 muss an der linken Seite der Control-Unit 6021 angesteckt werden.
Die Besonderheit der Connect beruht darin, dass die Einsatzmöglichkeiten des Memory (6043) und der Memory-Funktionalität über die Central-Station 60213 bis 60215 ermöglicht wird.

Anschlüsse auf der Rückseite:
- M-Bu
s – Kabel (zum Anschluss an Central-Station Nr. 60213 bis 60215)
Seitlicher Anschluss: Steckerleiste zum Anschluss an die Central-Unit (6021).

Märklin-Connect


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Die Märklin Digital-Infrarot-Steuergerät (Nr. 00748) und Basisstation: (Nr. 24089)

Vorbemerkung
Das Steuergerät wurde von Märklin im Jahre 2008 in der Startpackung Circus Mondolino (Nr. 29411) auf den Markt gebracht. Das Gehäuse besteht vollständig aus Plastik und es liegt gut in der Hand.
Zum Betrieb des Gerätes werden folgende Teile benötigt:
    - IR-Steuergerät Nr.
    - Trafo
    - Anschlussgleis an das C-Gleis, das zugleich als Zentrale fungiert.
Lieferumfang
    - IR-Fernbedienung Nr. 00748
    - Trafo (230 V/18 VA) - Nr. 66201
    - Anschlussgleis (C-Gleis) mit Basis-Station (Nr. 24089; Nr. 24080)
    - Bedienungsanleitung
Details

IR-Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung
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Vorderseite des Geräts befinden sich diese Tasten (von oben nach unten)
    - erste Reihe:     - Lichtfunktion ein/aus
    - zweite Reihe:     - 4 Funktionstasten
    - dritte Reihe:     - 4 Funktionstasten
        --Große Tasten links: Geschwindigkeit reduzieren (-)
        --Große Tasten rechts: Geschwindigkeit erhöhen (+)
    - unterste Taste:     - Funktionstaste "Nothalt" und "Fahrtrichtungsumkehr".

Rückseite:
Auf der Rückseite befindet sich ein Schiebeschalter, auf dem die vom Delta-System her bekannten 4 Adressen einstellbar sind. Einstellbar sind (von oben nach unten): 78, 72, 60, 24. Falls zwei Loks mit gleicher Adresse vorhanden, kann einer Lok eine andere Adresse zugeordnet werden.
Die Bedienungsanleitung bei Märklin unter dem nachfolgenden Link - als PDF-Datei - downloadbar:       Zum Download

Hinweise zum Betrieb
Das Gerät kann nur mit dem Motorola-Protokoll kommunizieren. Voraussetzung ist somit, dass in den Triebfahrzeugen Motorola-Decoder verbaut sind. Eine andere Programmsprache wird nicht verstanden. Mit den vier Funktionstasten F1 bis F4 können entsprechend ausgestattete Lokdecoder geschaltet werden.

Soll die Geschwindigkeit erhöht werden, muss die rechte große Taste (+) entweder permanent gedrückt, oder die Geschwindigkeit hochgetastet werden. Die Anzahl der notwendigen Tastendrücke z.B. für eine mittlere Geschwindigkeit ist nicht direkt tastbar (immer wieder unterschiedliche Tastdrücke für die gleiche Geschwindigkeit).
Die Richtungstaste/Stopptaste ist eine Kombi-Taste. Wird die Taste in der Mitte gedrückt = Stopt die Lok. Taste links oder rechts drücken = Richtungswechsel. Es ist aber darauf zu achten, dass genau gedrückt wird, sonst führt dies zu Fehlfunktionen.
Hält man die Fernbedienung beim Schalten nicht in Richtung der Empfangsdiode, werden die Steuerbefehle oft nicht übertragen. Da es sich um eine Infrarotschaltung handelt, gleicht das Verhalten der Märklin-IR einer Fernsehfernbedienung.

Wichtig ist auch die Mitteilung, dass im Empfangsteil die Märklin-Motorola-Technik steckt. Die IR arbeitet somit mit einer veralteten Digitaltechnik. Der Vorteil wiederum ist allerdings, dass das IR-Steuergerät natürlich auch alle Märklin Loks mit Motorola-Decoder steuert. Leider können aber keine Loks mit DCC-Decoder angesprochen werden.

Der zum Set gehörige Trafo ist sehr schwach. Mit dem IR-Steuergerät könnten eigentlich vier Loks gleichzeitig betrieben werden. Der Trafo kann aber nur 400 mA am Gleis verkraften. Insofern können 4 Loks - mit diesem Trafo - nicht betrieben werden. Dazu wird ein stärkerer Trafo benötigt. Im Übrigen können mit diesem Trafo auch keine Magnetartikel geschaltet werden. Zum Einen hat er keine zusätzliche Anschlussmöglichkeit, zum Anderen ist hierfür seine Stromstärke nicht ausreichend.

Das IR-Steuergerät besitzt noch eine automatische Abschaltung der Gleisspannung nach ca. 3 Minuten ohne Betrieb. Dadurch werden die Batterien des Steuergeräts geschont. Es werden zwei Batterien oder Accus des Typs AAA, Micro benötigt.

Die eigentliche Digitalzentrale befindet sich in der Anschlussbox. Wir zeigen euch bei den nachfolgenden Bildern das Innenleben der Anschlussbox.

IR-Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung      IR Fernbedienung
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Der Märklin Programmer 6032

Der 6032 Programmierer ist ein einfacher DCC-Programmierer mit einem sehr begrenzten Wertebereich, der modifiziert werden kann.
Der Programmer funktioniert so:
    Benötigt wird
  • Programmer 6032
  • Control80
  • ein Trafo
  • ein Programmiergleis
1. Schritt:
--> Lok auf das Programmiergleis setzen. Dann auf den Reset auf der 6032
2. Schritt:
--> Wenn Lok kompatibel ist, wird die Adresse angezeigt.
3. Schritt:
--> Taste auf Control80 drücken, es erscheint auf dem 6032-Display ein Eingabefeld. Hier einen Wert eingeben. Bestätigen
4. Schritt:
--> Beim nächsten Drücken kann die Startspannung eigegeben werden. Die Zahl 3 = Beschleunigung, die Zahl 4 = Verzögerung.

Features des Programmers
  • ohne kompliziertes Einstellen am Decoder, kann jederzeit die Adresse der Lok geändert werden.
  • Anfahrspannung des Lokmotors kann eingestellt werden.
  • Anfahrverzögerung -- das Beschleunigungsverhalten der Lok kann in mehreren Stufen individuell für jede Lokomotive vorgegeben werden.
  • Bremsverzögerung -- Einstellen des Bremsverhaltens der Lok in mehreren Stufen zur Simulation der Masseträgheit wie beim Vorbild.

  • Programmer 6032


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    Der Märklin Trafo 6002

    Der Märklin Trafo 6002 gehört zwar nicht direkt zu den Digitalgeräten. Dennoch wird er hier aufgeführt, dass alle Märklin Motorolageräte einen Trafo benötigen (Stromversorgung). Der Transformator dient somit der Stromversorgung der Zentraleinheiten und der Booster. Er besitzt eine eingebaute Überlast-Abschaltung.
    Technische Daten
    • Primärspannung: 230 V
    • Sekundärspannung: 16 Volt
    • Leistung: 52 VA
    Trafo 6002
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    Hinweise zum Delta System

    Einsatz von Boostern
    Bei größeren Modellbahnanlagen ist schnell die Leistungsfähigkeit des Versorgungstrafos der Delta-Zentralstation erschöpft. Dann die Zentrale keine zusätzlichen Verbraucher mehr versorgen. In der Regel schaltet dann die Zentrale bei Überlastung einfach ab.
    Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird ist ein zusätzlicher Versorgungstrafo mit Booster erforderlich. Beim Anschluss dieses zusätzlichen Trafos muss aber aufgepasst werden. Keinesfalls dürfen die gelben Leitungen (gleiche Pole) von zwei Trafos zusammen geschaltet werden. Dies würde unweigerlich einen Kurzschluss zur Folge haben und zur Zerstörung der Digitalzentrale führen. Es darf also keine Parallelschaltung erfolgen. Übrigens gilt dies nicht nur für das Delta bzw. Motorolasystem
    Ferner kann ein weiterer Versorgungstrafo und Booster nur eingesetzt werden, wenn die Gleisanlage elektrisch getrennt (in Gleisabschnitte aufgeteilt) oder physikalisch ausgedrückt galvanisch getrennt wird.
    Ein Versorgungstrafo ist dann somit für je einen Gleisabschnitt zuständig. Diese zusätzliche Versorgungseinheit fungiert wie eine weiter Zentralstation, allerdings ohne Bedienelemente, da die Anlage ja weiterhin über die Zentralstation gesteuert wird. Der Booster wird zunächst wie die Zentralstation mit dem zweiten Gleisabschnitt verbunden, der elektrisch vom ersten Abschnitt zu trennen ist. Der zusätzliche Trafo versorgt den Booster. Jeder Booster benötigt also einen eigenen Trafo. Da der Booster keine Bedienelemente besitzt, bekommt er die Befehle von der bereits vorhandenen Zentrale per Steuerkabel. Der Booster arbeitet also wie die Zentralstation, allerdings nur in seinem Gleisabschnitt (Stromkreis). Beide Gleisabschnitte sind zwar elektrisch getrennt, aber die Steuerbefehle der Zentralstation sind in beiden Abschnitten identisch. Praktisch macht es so somit keinen Unterschied, wo sich eine Lok befindet, man steuert immer mit Zentralstation.
    Bei der elektrischen Trennung der Gleisabschnitte ist ferner darauf zu achten, dass die Mittelkontakte gut isoliert werden, damit keine elektrische Verbindung auftritt. Die Schienen, mit dem braunen Kabel als Anschluss, bleiben immer auf der gesamten Anlage verbunden. Man kann sogar von den Trafos die braunen Buchsen miteinander verbinden (Nullleiter).

    Nun gibt es aber bei den Delta-Zentralstationen ein Problem. Hier kann kein zusätzlicher Booster angeschlossen werden. Es bleibt also dem Märkliner nichts anderes übrig, als sich aus der Delta Gruppe zu entfernen und sich in das nicht eingeschränkte Motorola-System zu begeben. Das erste Gerät ausßerhalb dieser Delta Gruppe ist sicherlich die Control-Unit. An die Control-Unit können Booster angeschlossen werden. Ein Vorteil ist aber vorhanden. Es kann als Booster die Delta-Station verwendet werden,
    Es kann aber anstatt des Boosters auch eine zweite Control-Unit angeschlossen werden. Die arbeitet dann als Booster. Mit einer Control-Unit können aber bereits alle Loks auf einer Anlage gesteuert werden, egal wie groß diese Anlage ist.
    Wir wissen nun, dass auf größeren Digitalanlagen mehrere Schienenkreise, zur Reduzierung der Leistungsminderung, einzurichten (elektrische Stromkreise) sind. Dieses technische Problem kann z.B. mit dem Märklin Booster (Art-Nr.6017 – Leistungsversorgungsteil) gelöst werden. Dieser Booster wird mit einem Märklin-Trafo (Nr. 6002) zusammen an die Märklin Control-Unit (Nr. 6021) angeschlossen.
    Da Booster und Trafo teuer sind, kann für diese Aufgabe auch eine Märklin Delta Control 4f (aus einer Anfangspackung) mit einem alten Märklintrafo (Nr. 6647 oder älter) verwendet werden. Dabei ist dann jedoch auf folgendes zu achten:
      • Die beiden grauen Anschlüsse auf der Rückseite des Delta Contol 4f müssen mit einem Kabel verbunden sein (Überbrückung).
      • Eine Funktion des Delta-Control 4f als Booster im Märklin-Digitalsystem ist nur dann möglich, wenn der Adressauswahlschalter vor dem Einschalten des Systems bereits in der rechten "Nothaltposition" steht.
      • Kommt es während des Betriebes im Digitalsystem zu einem Kurzschluss, so schaltet auch die Delta-Control 4f automatisch ihren Bereich spannungslos.
      • Eine Steuerung von Fahrzeugen über das Delta-Contol 4f ist in diesem Betriebszustand aber nicht mehr möglich.
      • Zu beachten ist die Mittelleitertrennung (Trennstelle auf o.g. Zeichnung) zwischen dem Digitalbereich und dem Versorgungsbereich der Delta-Control 4f an allen Übergangsstellen
      • Zusätzlich müssen an den Trennstellen, genau so wie an einem Übergang vom Digitalbereich zu einem konventionellen Versorgungssystem, sog. "Gleiswippen" eingebaut werden. Sie liegen in der Regel der Control-Unit 6021 bei. Diese Gleiswippen sorgen dafür, dass der Schleifer der Lok, während der Überfahrt dieser Trennstelle, keine Verbindung zwischen den beiden benachbarten Versorgungsbereichen herstellen kann (Kurzschlussgefahr).
    Das nachfolgende Systembild zeigt euch einen Anschluss von zwei Control-Unit-Geräten, wobei eines als Booster arbeitet.

    Programmer
    Vergrößern -- Bild anklicken
    Mit dem obig dargestellten Anschlussschema ergibt sich die Möglichkeit, zwei Gleisabschnitte mit je einer eigenen Control-Unit zu steuern. Wenn nun eine Lok vom ersten Abschnitt in den zweiten fährt, bleibt sie nicht stehen. Der "Lokdecoder" kennt seinen letzten Befehl und führt in aus, egal auf welchem Stromkreis sich die Lok befindet. Die Lok fährt ohne Probleme weiter. Ein Steuern mit der Control-Unit vom Gleisabschnitt 1 ist aber nun natürlich nicht möglich. Es kann zwar ein Steuerbefehl gesendet werden, dieser wird aber erst umgesetzt, wenn die Lok wieder im Abschnitt 1 einfährt. Sollte sich im Gleisabschnitt 2 ein Unfall ereignen, so kann es problematisch werden, da die Notfalltaste der Control-Unit jeweils nur auf dem jeweiligen Gleisabschnitt funktioniert. Mit dem Einsatz eines Boosters und der Control-Unit als Zentrale ist dies einfacher. Auch hier sind die Stromkreise elektrisch getrennt, aber der Schleifer einer Lok oder eines beleuchteten Wagens wird beim Überfahren der Trennstelle kurzzeitig beide Kreise verbinden. Es wird also immer eine Stromzufuhr geben, da die Masseverbindung über die Schienen nicht getrennt ist (Nullleiter). In der Praxis wird sich der Betrieb mit einer zweiten Control-Unit oder eines Delta Gerätes nur als sinnvoll erweisen, wenn das zweite Gerät nicht im Betrieb manuell betätigt wird.



    Die Schaltmöglichkeiten der Delta-Geräte
    Nachfolgend werden die Schaltmöglichkeiten der Delta-Geräte dargestellt:

    Delta Tabelle

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    Die frühen Märklin Gleichstromzentralen
    Märklin hat in den 1990er Jahren auch Gleichstromdigitalzentralen auf den Markt gebracht. Insbesondere waren die Zentralen für die Spur 1 gedacht. Man wollte sich aber auch auf den Gleichstrommarkt mit dem DCC-Protokoll etablieren. Insbesondere auch für die Trix H0 Fans war die Zentrale gedacht.


    Central-Unit Nr. 6027 - Gleichstrom - DCC
    Diese Zentrale gehört nicht zur Motorola-Gruppe- Die Central-Unit 6027 ist eine DCC-Zentralstation und wurde eigentlich für die Spur 1 entwickelt (von Lenz). Sie ist baugleich mit der Arnold Digitalzentrale 86028. Da die 6027 keinen Fahrregler besitzt ist sie nur mit der Control80 oder Control80f als Fahrgerät verwendbar. Eine PC-Steuerung kann mit dem Interface 6050/6051 erreicht werden. Zusammen mit einem Memory 6043 kann eine Blocksteuerung aufgebaut werden. Sie besitzt in Gegensatz zu den Motorola-Geräten einen Gleichstromausgang.
    Technische Daten
    • Anschluss für Märklin Booster 6016
    • Anschluss für alle Digital Fahrpulte
    • Anschluss für alle Digital Stellpulte
    • I²C-Schnittstelle für Interface I 2C
    • Protokoll: DCC
    • Produktion: 1988 - 1996
    • max. Ausgangsstrom: 2,5 A

    Märklin-Central-Unit 6027

    Anschlussmöglichkeiten:


    Central-Unit-6027
    Anschluss: Central Unit 6027 als Zentrale mit Keyboard und Control Unit

    Central-Unit-6027
    Anschluss: Central Unit 6027 als Zentrale mit Keyboard


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    Central-Control 6029 - Gleichstrom - DCC
    Auch diese Digital Zentrale wurde von Märklin in den 1990er Jahren für die Spur 1 auf den Markt gebracht. Sie kann natürlich auch für Zweileiter H0 eingesetzt werden, da sie das DCC-Protokoll versteht. Mit den Gleichstrom DCC-Zentralen wollte Märklin auch zugleich in das Zweileiter Gleichstromsystem einsteigen (z.B. für die Märklin/Trix-Modelle). Auch diese Zentrale ist nicht mehr im Handel. Diese Zentrale wurde von Lenz entwickelt.
    Technische Daten und Features
    • PC-Steuerung mit dem Interface 6050 / 6051 ist möglich. Zusammen mit einem Memory 6043 kann auch eine Blocksteuerung aufgebaut werden.
    • integrierten Fahrregler
    • 98 Loks steuerbar mit DCC Decoder
    • Unter der Adresse 80 kann auch eine analoge Gleichstromlok gesteuert werden. Ist aber nicht ratsam, da hier die SDtrme zu Motorverschleiß führen können
    • max Boosterstrom 2,5 Ampere
    • Schnittstelle: I2C und Märklin Booster
    • Lichtfunktion
    • Stromart: Gleichstrom

    Märklin-Central-Control 6029
    Märklin Central Control 6029


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    Central-Control 6029 - Gleichstrom - DCC
    Auch diese Digital Zentrale wurde von Märklin in den 1990er Jahren als Gleichstrom Zentrale auf den Markt gebracht. Da sie gegenüber der Konkurrenz preislich nicht attraktiv war, wurde sie vom Markt nicht angenommen. Märklin stellte deshalb schnell vom Markt genommen. Nach unseren Kenntnissen wurde die Zentrale dann von Arnold übernommen.


    Märklin-Central-Control 6030
    Märklin Central Control 6030


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