Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

Die Märklin Digitalsysteme - Teil 4



Inhaltsverzeichnis

Die Märklin Schaltdecoder

Übersicht: Schaltfunktionen der Märklin Decoder

Decodertester 60970

Fragen und Antworten zum Märklin Digitalsystem




Die Märklin Motorola Schaltdecoder
Märklin Motorola-Schaltdecoder haben die Aufgabe Magnetartikel wie Weichen, Signale und Entkupplungsgleise zu schalten. Ferner können mit Schaltdecodern auch Lichtschaltungen und Gleisabschaltungen digital vorgenommen werden.

Der Magnetartikel-Decoder "k83" - Nr. 6083
Der wohl bekannteste Decoder für die Schaltung von Magnetartikel ist der "k83". Der Decoder ist für die Steuerung von Weichen, Signalen und Entkupplergleisen geeignet. Er erzeugt kurzzeitige Impulse an den Ausgängen und ist vergleichbar mit den analogen Impulsschaltern. Der k83 kann mit Keyboard, Switchboard, Memory oder Interface gesteuert werden. Er besitzt sog. DIL-Schalter (Mäuseklavier) zur Einstellung der Decoderadresse. Er besitzt 4 Ausgänge für die sog. Doppelspulenantriebe.


Märklin Decoder-k83     Märklin Decoder-k83


Der Magnetartikel-Decoder k73 - Nr. 6073
Dieser Decoder wurde speziell für M-Weichen entwickelt. Er wird direkt unter eine M-Weiche eingebaut. Seinen digitalen Schaltstrom bezieht er direkt aus den Gleisen und benötigt deshalb keine weiteren Anschlüsse.


Märklin Decoder-6073


Der Schaltdecoder "m83" - Nr. 60832
Der Decoder m83 ist der Nachfolger des mittlerweile ins Alter gekommenen k83. Er besitzt gegenüber seinem Vorgänger einige zusätzliche interessante Funktionen. Der m83 ist genauso wie sein Vorgänger grundsätzlich ein digitaler Impulsschalter. Zum Schalten einer Weiche genügt ein kurzer Druck, während ein Entkupplungsgleis auch mehrere Sekunden betätigt werden muss. Aber sobald die Taste losgelassen wird, ist dieser Vorgang wieder beendet und der Strom wird unterbrochen.
Der m83 bietet aber noch eine andere Möglichkeit, die eingestellt werden kann. So kann zum Einen jeder der vier Ausgänge individuell eingestellt werden und zum Anderen können die Ausgänge auch von Moment- auf Dauerfunktion umgestellt werden. Darüber hinaus lässt sich das Verhalten der Schaltfunktion zusätzlich individuell einstellen. Die Funktionen werden also nicht einfach nur ein- und ausgeschaltet, sondern können auf ein individuelles Verhalten in Intensität und Ablauf der Schaltvorgänge eingestellt werden.
Für den Modellbahner ergeben sich somit ungeahnte Möglichkeiten. So können z.B. Flacker und Blinkerscheinungen simuliert werden (z.B. Scheißlichter, offene Feuerstellen, defekte Leuchtstofflampen.
Um den Decoder zu programmieren muss er allerdings im DCC-Format angesprochen werden. Dies kann entweder über die Central-Station (z.B. 60215) oder die Mobile-Station (z.B. 60653) erfolgen. Es kann aber auch jede andere DCC-fähige Zentralstation eingesetzt werden.
Wird der Decoder im Motorola-Protokoll geschaltet (MM2), so muss er zum Einschalten des entsprechenden Effektes erst auf das DCC-Protokoll umgestellt werden. Bei gleicher Adresse wird einfach der Schalter 10 (0) auf „On“ geschaltet. Bei der Mobile Station und der Central Station muss natürlich auch das Datenformat für das Schalten des entsprechenden Magnetartikels auf DCC umgestellt werden. Diese DCC-Umprogrammierung funktioniert auch während des Betriebes (POM). Es ist also nicht erforderlich den Decoder zum Umprogrammieren an ein Programmiergleis anzuschließen.


Märklin m83


Der Schaltdecoder "k84" - Nr. 6084
Dieser Decoder ist ein reiner Schaltdecoder mit Mototola-Protokoll. Dieser Decoder liefert konstante Ströme durch geschaltete Relaiskontakte und ist für Beleuchtungen, Motoren und sonstige Stromverbraucher geeignet. Er kann mit Keyboard, Switchboard, Memory oder Interface gesteuert werden. Die Mircroschalter dienen wie bei K83 der Einstellung der Decoderadresse. Er besitzt ebenfalls vier Ausgänge mit je einem Umschaltkontakt, der von bipolaren Relais geschaltet wird.


Märklin Decoder-k84


Der Schaltdecoder "m84" - Nr. 60842 -
Der Decoder m84 ist der Nachfolger des Schaltdecoders k84. Dieser neue Märklin Decoder besitzt Ausgänge, bei denen der Modellbahner selbst bestimmen kann, welche Versorgungsspannung ein- und ausschaltet werden kann. Der Decoder ist somit weiterhin, wie der k84 auch ein Schaltdecoder. Allerdings sind die Einstellungen der Schaltvorgänge im DCC-Protokoll vorzunehmen. Während der Vorgänger k84 nur im Motorola-Protokoll arbeitete, kann dieser m84 Decoder nun auch für das DCC-Protokoll eingesetzt werden. Märklin hat also sich auf das internationale Digitalsystem "DCC" nun umgestellt.
Um den Decoder zu programmieren muss er wie gesagt im DCC-Format angesprochen werden. Dies kann entweder über die Central-Station (z.B. 60215) oder die Mobile-Station (z.B. 60653) erfolgen. Es kann aber auch jede andere DCC-fähige Zentralstation eingesetzt werden.
Wird der Decoder im Motorola-Protokoll geschaltet (MM2), so muss er zum Einschalten des entsprechenden Effektes auf DCC umgestellt werden. Bei gleicher Adresse wird einfach der Schalter 10 (0) auf „On“ geschaltet. Bei der Mobile Station und der Central Station muss natürlich auch das Datenformat für das Schalten des entsprechenden Magnetartikels auf DCC umgestellt werden. Diese DCC-Umprogrammierung funktioniert übrigens auch während des Betriebes (POM). Es ist also nicht notwendig, den Decoder zum Umprogrammieren an ein Programmiergleis anzuschließen. Dennoch ist der Decoder für den Motorola-Betrieb umständlich zu handhaben, da er im Motorola-Protokoll nur schaltbar aber nicht einstellbar ist.


Märklin Decoder-m84


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Übersicht: Schaltfunktionen der Märklin Decoder
Eine Übersicht über die schaltbaren Funktionen von Märklin Lokdecoder gibt die nachfolgende Übersicht:

Märklin Lokdecoderübersicht


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Decodertester 60970

Der Decoder versteht doe Protokolle MM und DCC. Er dient zum schnellen Testen der:
  • Märklin Lok-Decoder 3
  • Märklin Sound-Decoder 3
sowie allen weiteren Decodern die folgende Schnittstellen verwenden:
  • NEM 651
  • NEM 652
  • MTC14
  • MTC21
  • PluX22
  • NEXT18
Weitere Decoder, wie z.B. für Spur 1, LGB oder mit Einzelkabel sind über Schraubklemmen anzuschließen. Die weitere Ausstattung beinhaltet:
  • LED-Monitoring für das Spitzensignal für Aux 1-6
  • Gleiseingang, Aux 3 und 4 verstärkt und unverstärkt
  • Gleisanschluss für die Digitalzentrale
  • Lautsprecher
  • Motor
  • Separate Anschlussklemmen für einen weiteren Motor
  • Direkter Anschluss an den Märklin Decoder-Programmer.

Märklin Decodertester 60970


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Fragen und Antworten zum Märklin Digitalsystem

Control-Unit 6021
Frage: Was muss ich auf der Anlage machen, damit ich den Booster 6015 und 6017 sicher auf der Anlage mit der Zentrale betreiben will?
Antwort: Du must den Mittelleiter zwischen den beiden Stromkreisen (Booster und Zentrale) physikalisch trennen.

Central-Station 60212 und 60214 mit Booster 6017 bzw. 6015
Frage: Was muss ich auf der Anlage machen, damit ich die Booster 6015 und 6017 sicher auf der Anlage mit der Zentrale betreiben will?
Antwort: Trennwippe zwischen Zentrale und Booster-Stromkreis. Zwischen zwei Boosterstromkreisen ist nur eine Mittelleitertrennung erfoderlich. Diese Aussage gilt auch für die Central-Stationen 60213 und 60215.

Central-Station 60212 60214 mit Booster 60173
Frage: Was muss ich auf der Anlage beachten, damit ich den Booster 60173 sicher auf der Anlage mit der Zentrale betreiben will?
Antwort: Es ist eine Mittelleitertrennung und Massetrennung erforderlich. Also sowohl den Mittelleiter, als auch die Schienen trennen.



Aussage zu allen Märklin Digitalzentralen bei Einsatz des 66045 (Delta) als Booster
Antwort:Es ist immer eine Trennwippe zwischen Stromkreis der Digitalzentrale und dem 66045 erforderlich.

Der Märklin Training Koffer
Frage: Könnt ihr mir was über den Märklin Training Koffer sagen. Der Begriff taucht immer wieder auf im Zusammenhang mit dem Interface 6023. Ferner gibt es eine Bestell-Nummer für diesen Koffer?
Antwort:
Zu dieser Frage muss man in die Digital-History von Märklin gehen.
Wie wir wissen wurde das Digitalzeitalter bei Märklin im Jahre 1984 eingeläutet. In diesem Jahr erschien das erste Digital-System von Märklin mit dem legendären Motorola-Protokoll. Es waren allerdings nur 80 Loks ansteuerbar. Um die Modellbahner auf das Digitalsystem einzustimmen, wurde von 1986 bis 1990 ein sog. digitaler Trainingskoffer von Märklin ins Leben gerufen. Dieser "Koffer" wurde über den Westermann Lehrmittelverlag (Braunschweig) verkauft. Das Trainingsset (6232) enthielt zwei Koffer. Im ersten Koffer (6201) befand sich die Grundpackung und im zweiten Koffer Ergänzungsteile (6202).


Märklin Trainig Koffer
Märklin Training Koffer

Märklin Trainig Koffer
Märklin Training Koffer


Der Inhalt des Grundkoffers (6021):
  • eine V60 Lok mit transparenten Gehäuse
  • zwei Containerwagen
  • Central-Control 6223 mit transparenten Gehäuse
  • Trafo 6002 mit transparenten Gehäuse
  • zwei elektrische Weichen mit Digitaldecoder 6073
  • eine 5 1/4 Zoll Diskette mit Software für MS-DOS (Lehrhandbuch)
  • Anschlusskabel
  • Gleise
Der Inhalt des Ergänzungskoffer war:
  • zwei Containerwagen
  • zwei elektrische Weichen mit Digitaldecoder 6073
  • Entkupplungsgleis mit Decoder 6073
  • zwei Prellböcke
  • Decoder s88
  • eine 5 1/4 Zoll Diskette mit Software für MS-DOS (Lehrhandbuch)
Die im ersten Koffer enthaltene Zentralstation ist allerdings ein Witz. Diese Central-Unit wurde so abgespeckt, dass lediglich die Lokadressen 10, 20, 30 und 40 zur Verfügung stehen. Ferner konnten nur max. 4 Magnetartikel angesteuert werden. In dieses Gerät war auch noch ein Interfasce (RS232) eingebaut. Für den Märkliner eigentlich ein untaugliches Gerät. Insgesamt ist der Training Koffer ein Artikel für Sammler (nice to have), aber nicht für aktive Modellbahner.

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