Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

-- Die Trix-Digitalsysteme -- Teil: 1 --


Inhaltsverzeichnis: Teil: 1

Das alte Selectrix Digital System


- Das Selectrix-System

- Eigenschaften des Selectrix-Digital-Systems bis zum Jahre 2000

- Die Selectrix-Protokoll

- Die erste Selectrix-Zentraleinheit - Selectrix 99

- Die Combi Control - Nr. 66810

- Die Selectrix-Booster

- Weitere Komponenten des Selectrix 99


Das neue Selectrix-System


- Die Zentralstationen

- Die SELECTRIX Zentraleinheit Central-Control 2000 (CC2000) Nr. 66800

- Die SELECTRIX Lok-Control 2000 Nr. 66816

- Selectrix Power Pack 2000 Nr. 66807

- Selectrix Control-Handy Nr. 66815

- Die SelectrixFahrregler

- Weitere Selectrix Komponenten




Das Selectrix-System

Im Jahre 1982 erfolgte die erste Vorstellung des Selectrix-Systems aus dem Hause TRIX. Zu dieser Zeit war Trix noch ein eigenständiges Unternehmen. Soweit uns bekannt, war das Selectrix-Digitalsystem das erste Digitalsystem auf den Markt für Modellbahnen.
Das Selectrix Format selbst wurde aber von Döhler und Haas entwickelt (G&H); und ist auch patentiert. Das Format ist in den Normen NEM 680 und 681 fixiert.
Die Geschichte des Selectrix-Systems begann im Jahre 1979. Döhler & Haass meldeten folgenden zwei Patente an:

- Verfahren zur Steuerung mehrerer Steuerobjekte einer Modelleisenbahnanlage
- Verfahren zur Übertragung von Betriebsstrom und Signalen im Bereich einer Modelleisenbahn.

Auf dieser Basis entwickelt Haass ein komplettes, speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Modelleisenbahn abgestimmtes Gesamtsystem. Die Firma Döhler und Haass (gibt es auch heute noch) bot im Jahre 1980 dieses System den Firmen Märklin, Fleischmann und Roco an, die jedoch keinen Bedarf sahen. Im Gegensatz dazu war die Firma TRIX bereit, das D&H System auf der Basis eines Lizenzvertrages zu übernehmen bzw. zu vermarkten. Daraufhin wurde das D&H-System konsequent weiterentwickelt und ausgebaut.

Nach Einführung dieses Digitalsystems zogen die anderen Modellbahnhersteller, allen voran Märklin mit dem Märklin-Digital-H0-Vielzugsystems (Motorola-System) nach. Ferner wurde es für die anderen Zweischienen-Gleichstromhersteller wichtig, ebenfalls ein digitales Mehrzugsystem zu entwickeln.

Im Jahre 1985 wurde dann von der Firma Trix dieses digitale System auf den Markt gebracht. Dieses bekam den Namen Trix-Selectrix-Systems. Das "SELECTRIX-System" wurde erstmals von Trix auf der Spielwarenmesse 1982 in Nürnberg vorgestellt. Der Name damals "SELECTRIX 99".

Das von Trix-Express entwickelte analoge e.m.s-System, das bisher schon den unabhängigen Zweizugbetrieb gestattete, passte nicht ins Selectrix-Konzept (siehe hierzu den Aufsatz das Trix E.M.S- System. Das Trix-Selectrix-System besitzt gegenüber dem Vorgängersystem Trix-e.m.s. eine echte digitale Vielzugsteuerung. Es hat folgende Vorteile:
    - unabhängiger Fahrbetrieb (dem bis zu 100 Triebfahrzeuge auf Abruf angeschlossen werden können)
    - Betätigung von bis zu 400 elektromagnetisch angetriebenen Artikeln (Weichen, Signale etc.)
    - Anschluss des Systems über nur zwei Leitungen zwischen Fahrgerät und Gleisanlage.
    - über 103 Adresse können auf einem Datenbus angesteuert und zu verwaltet werden.
    - Mit den Zentraleinheiten 1 und 2 können noch 111 Adressen verwendet werden.
      -- Diese Adressen können beliebig aufgeteilt werden in:
      -- Adressen für Lokdecoder
      -- Adressen für Funktionsdecoder
      - Adressen für Belegtmelder
      -- Durch spätere Erweiterungen und durch einführen eines zweiten Schalt- und Meldebus ist es möglich, bis zu 224 Adressen zur vergeben, wobei deren 112 nur für Schalt- und Meldedecodern zur Verfügung stehen. Die übrigen 112 können weiterhin von Loks und Schalt- und Meldedecodern verwendet werden.

    Das Selectrix-System wurde von vornherein nicht nur als reine Mehrzugsteuerung konzipiert. Es sollten auch Weichen und Signale gestellt, sowie Gleise überwacht werden können. Zu dem damaligen Zeitpunkt dachte kaum jemand daran, die Modellbahn per PC und Digitalsteuerung zu betreiben. Trotzdem wurde es schon für eine größtmögliche Erweiterungsfähigkeit konzipiert.

    Wer die Weichen und Signale (Magnetartikel) weiterhin mit dem Gleisbildstellpult betreiben wollte und möchte, kann dies problemlos tun. Der "Encoder A" dient als Eingabebaustein, um die Schaltimpulse herkömmlicher Taster, wie sie in jedem Gleisbildstellpult vorhanden sind, in das digitale Selectrix-System einzuspeisen.

    Mit dem Gleisbesetztmelder und dem "Encoder B" bzw. mit dem Achtfach-Weichendecoder als Anzeigemodul, lässt sich auch eine Gleisbesetztanzeige als Frei- oder Belegtmeldung aufbauen. Auf diese Weise kann ein selbstgebautes Stellpult mit in das Selectrix-System integriert werden. Aber natürlich kann auch ein industriell gefertigtes Gleisstellpult wie z.B. von Heki, Trix, etc. entsprechend integriert werden.

    Die neuere Generation der damaligen Schaltempfänger (Weichendecoder) kann bis zu acht Weichen und Signale schalten und über den Gleisbesetztmelder bis zu acht Gleisabschnitte überwachen.

    Ein weiterer Vorteil dieses Systems. Alle Selectrix-Geräte, bis auf die Booster, werden nur über ein fünfpoliges Kabel miteinander verbunden. Diese als SX-Bus bezeichete Verbindung darf bis zu 100 m lang sein und sich an jeder x-beliebigen Stelle verzweigen. Dies kann für größere Anlagen von Vorteil sein, da an jeder Stelle der SX-Bus verlängert werden kann. Auch für Modul- und Segmentanlagen ist dieser Vorteil von Nutzen. Über den SX-Bus gelangen sowohl Stellbefehle an die Weichendecoder oder das Anzeigemodul "Encoder B" wie auch Rückmeldungen vom Gleisbesetztmelder zur Zentrale. Der SX-Bus ist die Hauptdatenleitung. Für größere Anlagen mit vielen gleichzeitig fahrenden Zügen kann es erforderlich sein, die Modellbahn in mehrere Stromkreise zu unterteilen. Dabei versorgt die Central-Control einen Stromkreis, jeder weitere Booster einen weiteren Stromkreis. Der Booster wird an die Px-Buchse der Central Control angeschlossen.

    Trotz seiner Leistungsfähigkeit konnte sich das Selectrix nicht auf dem Markt richtig durchsetzen. Das international genormte DCC System gewann immer mehr an Anhänger und heute ist das DCC-System der Platzhirsch am digitalen Modellbahnmarktplatz.

    Im Jahre 1995 wurde dann das neue Selectrix 2000 System von der Firma Trix auf den Markt gebracht. Auf Grundlage der neuen Decodergeneration ( 66830/66831) von 1992 wurde eine neue Zentraleinheit die "Central-Control 2000" mit integriertem Fahrregler auf den Markt gebracht. Ferner wurde das "Lok-Control 2000" mit Fahrregler und Decoder-Programmiereinheit vorgestellt.

    Für die Booster - mit Powerpacks bezeichnet - wurde der PX-Bus eingeführt. Die Booster wurden ab diesem Zeitpunkt mit der Zentraleinheit über einen separaten Bus verbunden. Die alten Booster waren allerdings damit nicht mehr mit der neuen Zentraleinheit kompatibel. Alle anderen Komponenten des sog. alten Selectrix-Systems waren aber weiter verwendbar.

    Eine Neuerung war auch die Unterstützung DCC-Systemen für Lokdecoder (Multiprotokollzentrale).

    Für den Start mit Selectrix 2000 war das Central-Control 2000 erforderlich. Eine Steuerung der ersten 10 Selectrix-Adressen (00-09) war möglich. Einige Parameter der Lokdecoder waren mit diesem Gerät zu programmieren (Adresse). Um den vollen Funktionsumfang des Systems auszuschöpfen, war das Lok-Control oder später der Handregler notwendig. Mit dem Lok-Control konnten alle Parameter der Lok-Dekoder programmiert werden. Die Steuerung der Magnetartikel erfolgte ebenfalls über das Lok-Control.

    Beim Selectrix-System können konventionelle Automatik-Schaltungen - mit Ausnahme von Streckengleichrichtern - beibehalten werden.

    Die Reihenfolge der Vergabe der Adressnummern ist beim Selectrix-System vollkommen frei. Es darf jedoch jede Adresse nur einmal verwendet werden. Eine doppelte Vergabe ist nicht möglich und führt daher logischerweise zu Fehlern im Ablauf. Bei großen Anlagen und Adressenbedarf ist es jedoch möglich einen zweiten Datenbus zu verwenden. Hierzu wird dann allerdings eine weitere Central-Control-2000 oder ein Translator benötigt.

    Somit können z.B. auf dem Datenbus 1 die Lokomotiven verwaltet werden und auf dem Datenbus 2 die kompletten Funktionsdecoder für Weichen, Signale, Entkupplungsgleise, Schranken und sonstige Magnetartikel geschaltet, sowie alle Besetztmelder abgefragt werden.

    Jede Adresse aus dem System für Belegtmelder und Funktionsdecoder kann mit 8 Anschlüssen versehen werden. Werden 10 Belegtmelder verwendet, so ergeben such Anschlussmöglichkeit für 80 Blockstrecken und deren Überwachung. Ebenso können natürlich an 10 Funktionsdecoder 80 Schaltartikel wie Weichen, Signale etc. angeschlossen werden.

    Im Extremfall können somit beim Einsatz des zweiten Datenbus unter Verwendung aller 103 Adressen komplett 103 x 8 = 824 Artikel angeschlossen werden und Daten verarbeitet werden. Dies ist für den "normalen" Modellbahner mehr als ausreichend.

    Von der verfügbaren Hardware her sind im Datenbus 1 die Adressen für 99 Lokomotiven verwendbar. Die Verwendung der Adresse 100 - 103 kann nur über den PC programmiert und genutzt werden, da die Selectrix Handgeräte nur zweistellige Eingabemöglichkeiten zulassen.
    Ein großer Vorteil des Selectrix-Systems ist die lastabhängige Regelung, die bereits mit der ersten Decoder-Generation eingeführt wurde. Diese zieht sich bis in die heutigen Decoderserien fort. Kein anderes System kann dies bieten. Noch heute ist die Regelungstechnik der Selectrixdecoder auf dem neuesten Stand. Alle Systemkomponenten können uneingeschränkt verwendet werden.

    Die Firma Trix hatte am Selectrix Format sog. Exklusivrechte. Dieser Vertrag ist aber im Jahre 1998 ausgelaufen, so dass nun auch andere Hersteller die Möglichkeit hatten Selectrix Produkte zu vertreiben. Die Firmen "Müt" und "Rautenhaus" sind zwei Firmen, die sich Selectrix angenommen hat, da Trix nicht mehr besteht und die Firma Märklin, die Trix übernommen hat, kein Interesse an Selectrix zeigte und zeigt. MÜt und Rautenhaus sind Anbieter von kompatiblen Bauteilen zu Selectrix. Sie bietet mit der Produktlinie - rautenhaus digital - seit dem Jahre 2002 ein Komplettsystem Selectrix-kompatibler Komponenten an. Dazu gehören:

    Multifunktions-Zentraleinheit
    Multifunktions-Fahrpult
    Blockstellen-Steuerung
    Belegtmelder 8 und 16-fach
    Funktionsdecoder 8 und 16-fach
    Lichtdecoder für Innenbeleuchtungen, Schlussbeleuchtungen
    Kehrschleifenmodule
    Drehscheibensteuerung

    Selectrix lebt noch weiter durch die Firmen Digirail, Müt, Rautenhaus und D&H. Wer sich auf das Selectrix Format wieter festlegt, ist aber auf diese Firmen angewiesen. Leider wurde Anfang 2017 bekannt, dass die Firma Müt-Digirail Insolvenz anmelden musste. Ein Herr Stollner hat Teile aus der Insolvenzmasse herausgekauft und möchte damit den Geschäftsbetrieb rund um die Selectrix-Marke „Digirail“ weiterführen (http://www.digirail.eu/).

    Aber kehren wir zum Thema zurück:

    Ein Vorteil dieses Systems ist, dass Selectrix ein genormter Standard ist und somit von jedem Selectrix-Hersteller eingehalten wird. Somit ist jedes Gerät oder Modul des einen Herstellers mit den Geräten oder Modulen eines anderen Selectrix-Hersteller kompatibel. In der NEM 680 und der NEM 681 (NEM= Normen Europäischer Modellbahnen) ist das komplette Selectrix Verfahren durchgängig genormt. Da Selectrix nur ein Busverfahren kennt, ist also nicht nur das verwendetet Gleissignal genormt sondern eben alles rund um Selectrix. Das führt dazu, dass, alles kompatibel, alles gleich schnell und untereinander austauschbar ist.

    Der Nachteil des Selectrix-System - dies muss auch am Anfang gesagt werden - ist das eigene Digitalprotokoll, oder anders ausgedrückt - Das System ist nicht mit dem international gültigen DCC-Digital-System kompatibel. Die neueren Selectrix-System-Geräte besitzt zwar in der Regel auch die Möglichkeit mit dem DCC-Protokoll zurecht zu kommen. Das Selectrix-System kann aber nicht auf einem DCC-System eingesetzt werden. Anders ausgedrückt - Das Selectrix-System kann auch nur auf Selectrix-Modellbahnen sinnvoll eingesetzt werden.
    Obwohl diese Einschränkungen gelten, ist es mittlerweile doch für den Modellbahner interessant sich mit dem Selectrix-System auseinander zu setzen. Der Einsatz dieses Systems hat durchaus entscheidene Vorteile.

    Im Selectrix System gibt es nur ein Bus-Protokoll. Dieses Protokoll wird zum Fahren und zum Schalten oder Besetztmelden benutzt. Der Anwender hat es mit einer komplett durchgängigen Struktur zu tun. Dies ist ein Vorteil. Es werden keine anderen Verkabelungen und/oder lästige Einstellungen benötigt. Egal welches Gerät, wo auch immer, an den Bus gesteckt wird, es funktioniert sofort.

    Selectrix verwendet eine gleich bleibende Anzahl von Daten, die in einem festen Zeitrahmen übertragen werden. Das garantiert die Anlieferung einer Änderung zu einem vorhersehbaren Zeitpunkt. Alle Daten eines Selectrix-Bus werden 13x die Sekunde an jeden Bus Teilnehmer übertragen. Der Schaltbefehl für z.B. eine Weiche trifft innerhalb von 76ms bei der Weiche ein. Diese Übertragungsgeschwindigkeit bedeutet eine große Betriebssicherheit. Durch diese schnelle Übertragungsgeschwindigkeit könnnen auch Effekte hergestellt werden - wie z.B. das Blinklicht an einem Fahrzeug.

    Das Selectrix-System verarbeitet die große Anzahl von 1450 Befehlen pro Sekunde und pro Bus. Das kann - soweit ich dies beurteilen kann - kein anderes Modellbahnsteuerungssystem.

    Mit einer Selectrix-Adresse können z.B. 8 Verbraucher geschaltet oder 8 Blöcke (= Streckenabschnitte) überwacht werden. Bei 100 Adressen ergibt das die Anzahl von z.B. 800 schaltbaren Weichen. Die Adressen lassen sich beliebig aufteilen. Steht nur ein Bus zur Verfügung, so können z.B. 88 Besetztmelder-Abschnitte und 88 Weichen und dazu noch 78 Fahrzeuge gleichzeitig betrieben werden.

    Durch die sehr schnelle Übertragungsgeschwindigkeit wird das System sehr betriebssicher und durch das ständige selbsttätige Wiederholen der Daten, die auf dem Bus unterwegs sind, erhalten alle Fahrzeuge immer sofort ihre aktuelle Daten. Selbst bei einem schlechten Rad-Schiene Kontakt wird die Lok die Änderung spätestens 76ms später erneut erhalten. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, wie viele Fahrzeuge und/oder Weichen praktisch gleichzeitig eine Änderung erfahren. Das ist einmalig auf dem Digitalsektor.

    Beim Selectrix-Verfahren werden alle Bus Teilnehmer, egal ob Fahrzeuge oder Weichenmodule oder anderes Zubehör, immer mit der gleichen Geschwindigkeit betrieben. Einem Selectrix-System ist es dabei egal, ob es einen Teilnehmer an einer bestimmten Adresse überhaupt gibt. Egal wie viele Befehle in das System gesendet werden (z.B. über einen PC), Selectrix wird immer gleich schnell reagieren. Werden 200 Schaltbefehle an die Weichen stellt dies für das System auch kein Problem; Selectrix wird die 200 Befehle in 76ms an jeden Teilnehmer weiterleiten. Die Anzahl der Busteilnehmer oder die Menge der nötigen Änderungen führt zu keinerlei Abstrichen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit.

    Ein weiterer Vorteil, das System hat eine integrierte Rückmeldung. So hat der Bus immer Recht. Bei Selectrix ist eine automatische Rückmeldung aller beteiligten Bus Teilnehmer serienmäßig vorhanden, egal wo und wie etwas an den Digitalkomponenten verändert wird. Wenn z.B. eine Weiche manuell geschaltet wird oder ein Signalbaustein über einen Drucktaster verändert wird; jede dieser Änderungen wird sofort, mit der gleichen Geschwindigkeit wie immer, in den Bus kommuniziert. Ab diesem Moment kann diese Information auf dem Bus abgefragt werden.

    Im Selectrix System werden keine Bremsgeneratoren oder ähnliches benötigt. Eine spezielle, aber preiswerte Diode für ca. 1.- EUR in einem einseitig getrennten Abschnitt führt zu einem seidenweichen Abbremsen und Halten vor Rot zeigenden Signalen. Das ist einfach zu verschalten und kann über die bei vielen Signalen eingebaute Zugbeeinflussung benutzt werden. Dazu aber mehr bei den weiteren Ausführungen.

    Die Verkabelung eines Selectrix-Systems ist einfach. Von der Zentrale werden alle Komponenten mit einem handelsüblichen 5 poligen Buskabel verbunden. Dieses Kabel enthält nicht nur die Datenleitungen, sondern zusätzlich auch die Stromversorgung für die auf den Komponenten vorhandene Elektronik. Lediglich bei Weichenmodulen oder anderen Stromverbrauchern sollte eine zusätzliche Spannungsversorgung zum Schalten selbst vorgesehen werden.

    Ein weiterer Vorteil des Systems sind die Verlängerungsleitungen. der Stecker wird in die rückseitige Buchse der Zentraleinheit gesteckt (oder in die des Funktionspultes). Die Leitung ist 5 m lang und besitzt am Ende eine Vierfachsteckdose zur Aufnahme der Handregler-Stecker. Auf diese Weise kann man Anschlusspunkte über die gesamte Anlage vorsehen und die Handregler somit an jedem beliebigen Punkt der Anlage anschließen.

    Der Selectrix-Bus kann bis zu 300 m lang verlegt werden. Er kann beliebig verteilt oder aufgeteilt werden und auch Steckbuchsen angebracht werden, um wie bereits gesagt z.B. Handregler im laufenden Betrieb umzustecken. So ein 5-poliges Bus oder Diodenkabel ist in jedem Audiozubehörhandel erhältlich.

    Das Selectrix-System hat insgesamt 112 (0 bis 111) Adressen. Seit der Einführung des SELECTRIX-2000-Systemes werden die Adressen 104 bis 111 von der Zentraleinheit verwendet und stehen deshalb nicht mehr zur Verfügung. Die externen Fahrregler sind generell 2 stellig. Daraus ergibt sich die maximale Anzahl an Loks von 100 (0 bis 99). Da Selectrix nicht zwischen Loks und anderen Geräten unterscheidet, kann jede Adresse für alles verwendet werden So kann einer Adresse entweder eine Lok, acht Weichen (Funktionsdecoder), acht Blockstrecken (Belegtmelder) oder acht Signale (Funktionsdecoder) zugeordnet werden.

    Interessant wird das System bei Benutzung eines Computers zur Steuerung einer Modellbahn. Es gibt für das den Computerbetrieb verschiedene Interfaces und verschiedene Software. Das Interface Nr. 66842 ist bidirektional, kann also zeitgleich Daten senden und empfangen, somit ist kein gesonderter Rückmeldebus mehr erforderlich. Jede Adresse auf dem Selectrix-Bus kann beschrieben und gelesen werden. Die Firma MTTM vertreibt Z.B. die Software (ST-TRAIN) und Interface (Advanced SELECTRIX Interface ST-001).

    Das Selectrix-Programm bestand bis zum Jahre 2010 aus einer überschaubaren Menge an Geräten.

    Die Central Control 2000 stellt das Herzstück des Selectrix-Systems dar. Mit ihr lassen sich schon bis zu 9 Lokomotiven unabhängig voneinander auf dem gleichen Stromkreis betreiben. Natürlich lassen sich die Adressen dieser 9 Loks ändern. Das ist wichtig, wenn man Loks mit Decodern kauft, die die gleiche Adresse besitzen. Zur Stromversorgung kann für den Anfang ein ausgedienter Modellbahntrafo herhalten. Zudem erlaubt es die Selectrix-Zentrale auch Loks mit DCC-Decodern von Arnold, Digitrax, Lenz, Zimo usw. zu steuern. Dazu muss man lediglich die Zentrale mit zwei Knopfdrücken entweder auf das DCC-Format umstellen oder auch im Mischbetrieb Informationen an Loks mit Selectrix- oder DCC-Decoder senden und somit im Mischbetrieb fahren.

    Wenn zwei Personen mit der Modellbahn spielen wollen oder mit mehr als neun Lokomotiven gefahren werden soll, wird lediglich zur stationären Zentrale noch der Handregler Handy-Control oder das Lok-Control benötigt. Die Verbindung der Geräte untereinander erfolgt über ein fünfpoliges Kabel mit 180°-DIN-Steckern. Mit diesem Aufbau können nicht nur zwei Modellbahner ihre Züge fahren lassen, es steht dem Modellbahner auch der gesamte Leistungsumfang von Selectrix zur Verfügung. Lokdecoder können jetzt bis zur Adresse 99 programmiert werden. Es lassen sich aber auch fahrspezifische Eigenschaften wie Brems- und Beschleunigungsverhalten, Regelverhalten der Motorregelung und die Höchstgeschwindigkeit an den Lokdecodern einstellen. Die Selectrix-Decoder fahren jede Lok - von Spur: Z bis Spur: LGB und sofern der Motorstrom die Leistungsfähigkeit des Decoders nicht überschreitet.

    Mit dem Control-Handy und auch mit dem Lok-Control lassen sich elektromagnetische Artikel wie Weichen und Signale stellen. Es können auch Rückmeldebausteine abgefragt werden, ob bestimmte Gleisabschnitte belegt oder frei sind.

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Eigenschaften des Selectrix-Digital-Systems bis zum Jahre 2000

DatenformatSelectrix /DCC
nur Fahren möglich
ProtokollSelectrix /DCC
Ausgangsstrom2,5 Ampere
Überlastungsschutzja
Handreglerja / SX-Bus
Lok-Adressen100/64
Funktionen2
Fahrstufenmax 31
Mehrfachtraktion1 * 4 Loks
Schaltadressen104
Schaltartikel888
Rückmeldungja
Zug-Nr.-Erkennungnein
Gleisbildstellpultja
Bus-SystemSX-Bus
Interfaceja
Übertragungsrate< 19200
Software-Updatenein


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Das Selectrix-Protokoll
Das Selectrix-Protokoll ist nach NMRA genormt. Dies ist eine Organisation in den USA, ähnlich der MOROP in Europa. Hier werden Richtlinien/Normen/Standards aufgestellt. In Bezug auf die digitale Mehrzugsteuerungen hat die NMRA z.B. das Schienenprotokoll und diverse Decoderschnittstellen genormt. Bei Selectrix hat man die Norm des Schienenprotokolls in die Zentraleinheit Central-Control-2000 integriert. Dies bedeutet, dass über die Selectrix-Zentraleinheit auch NMRA kompatible Decoder (ROCO, Lenz, Arnold etc.) angesteuert werden können. Es ist anders herum nicht möglich, eine Lok mit Selectrix-Decoder auf einem NMRA System einzusetzen.

Select-Trix-Protokoll
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Die erste Selectrix-Zentraleinheit - Selectrix 99
Im Jahre 1985 kamen die ersten Komponenten für das Selectrix-99-System in den Handel. Erhältlich waren folgende Komponenten:

- Selectrix Zentraleinheit --> Nr 66801
- Selectrix-Handregler --> Nr 66810
- Selectrix-Funktionspult --> Nr 66803
- Selectrix Fahrzeugdekoder I --> Nr 66826

Die Zentrale hatte einen eingebautem Transformator und eine Fahrstrom-Anzeige. Sie war für einen Ausgangsstrom von 2 Ampere dimensioniert. Im Selectrix-99-System gibt es nur den SX-Bus. Auf der Rückseite der Selectrix-Zentraleinheit befinden sich die eine rote und blaue Klemme für die beiden Gleisanschlussdrähte. Die beiden anderen Klemmen sind für die „Booster“ gedacht, die aber erst im Jahre 1986 in den Handel kamen.

An die erste Selectrix-Zentraleinheit können bereits direkt zwei Handregler Nr. 66810 angeschlossen werden. Dieses Handgerät war ein Steuergerät mit Tipptasten zur Ansteuerung von Triebwagen und Magnetartikeln (Weichen, Signale). Mit diesem Regler war bereits auch die Übergabe einer Lok an die Zentrale möglich. Die Lok fuhr mit der eingegebenen Geschwindigkeit weiter und mit dem Regler konnte eine weitere neue Lok (=Adresse) angewählt werden. Dieser Regler unterstützte auch bereits die Doppeltraktion.

Eine weitere Komponente war das Selectrix Funktionspult. Dies war ein Gehäuse zur Aufnahme des Handreglers 66810. Dies war für den stationären Betrieb vorgesehen. Es können aber auch 5 m lange verlängerungsleitungen mit DIN-Stecker montiert werden, an die dann an anderer Stelle der Anlage die Handregler angeschlossen werden.

Der erste Selectrix-Dekoder mit den Maßen 30 mm * 12 mm * 5 mm für Loks bis 1 Ampere. Zum Einbau gehörte ein zusätzlicher Ladekondensator, der getrennt eingebaut werden musste. Codierbar war der Decoder von Adresse 0 - 99. Die Kodierung der Adresse erfolgte mit Leitlack.

Die Zentrale und der Regler gehörten zur Grundausstattung des Selectrix-Systems. Die Dekoder waren noch nicht über die Zentrale programmierbar.

Erste Zentraleinheit      Erste Zentraleinheit-Komponenten
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Foto stammt von der Firma Trix

Wie wird nun so ein Selectrix-Lokdecoder angeschlossen?
Wichtig: beide Motoranschlüsse müssen massefrei (also vom Fahrgestell isoliert) sein. Die rechte Anschlussseite des Decoders wird nur belegt, wenn Beleuchtung oder Zusatzfunktionen erwünscht sind. Die Verbindung „a“ zwischen den Anschlüssen R1 und R2 ermöglicht höchste Maximalgeschwindigkeit, deren Weglassen geringste Höchstgeschwindigkeit. Zwischenwerte können (müssen nicht) durch ein zusätzlich einzubauendes Potentiometer eingeschaltet werden. Vor dem Einbau muss das Codieren erfolgen.

Erste Zentraleinheit      Kehrschleife      Lokdecoder      Verteiler
Vergrößern -- Bild anklicken --- Zeichnungen: Fa. Trix
Mit dem Selectrix-Digital-System wird beim Zweischienenbetrieb auch die Kehrschleifenfahrt einfacher. Es wird lediglich ein zweipoliger Umschalter erforderlich, um während der Fahrt des Zuges durch die (beidseitig physikalisch getrennte) Kehrschleife die Fahrspannung im Kehrschleifenabschnitt umzupolen. Die Selectrix-Lok behält ihre Fahrtrichtung bei.

Die ersten Selectrix-Lokdecoder mussten noch mit Programmierschieber programmiert werden. Aus dünner Pappe wird entsprechend der in der Bedienungsanleitung angegebenen Code (für die Adressen von 01 bis 99) ausgeschnitten und mittels des Programmierklaviers auf den Decoder aufgeschoben.

Mit einen Handregler (rechtes Bild), der an den Verteiler der Verlängerungsleitung angeschlossen ist, kann der Modellbahner an jeder Stelle seiner Anlage auch steuern.

In der ersten digitalen Selctrix-Zentraleinheit aus dem Jahre 1985 (Selectrix99) befindet sich ein Mikrocomputer. Dieser verarbeitet die von den Handreglern kommenden digitalen Informationen und gibt sie an die Lokdecoder weiter. Diese Informationen werden zusätzlich in der Zentraleinheit gespeichert und werden auch dann noch an den Empfänger weitergegeben, wenn in der Zwischenzeit über den Handregler andere Fahrzeuge programmiert wurden. Das Speichern erfolgt auch dann, wenn der Stecker des Handreglers aus der Buchse gezogen wird. Damit die in den Regler eingetippten Daten nach dem Ziehen des Steckers nicht gelöscht werden, hat dieser Regler einen Speicher, der die Daten für etwa 15 Minuten festhält.
Diese Zeit reicht aus, um auch bei einer sehr großen Anlage zu einem anderen Datenbusanschluss mit einem Handregler zu "wandern", ermöglicht also die im richtigen Modellbahnbetrieb zu Recht beliebte "walk-around-control".
Die maximale Stromabgabe der Zentraleinheit ist für den gleichzeitigen Fahrbetrieb von bis zu vier Zügen ausgelegt (ca. 2,5 A Dauerstrom, kurzzeitig 4 A). Die Zentraleinheit besitzt eine elektronische Kurzschlusssicherung, sowie ein eingebautes Messinstrument zur Überwachung der jeweiligen Gesamtfahrstromstärke (mit LED-Anzeige). Ein Stoptaster schaltet auf Wunsch den Ausgangsstrom ab, er dient gleichzeitig auch als General-Notbremse. Die Daten bleiben aber solange gespeichert (oder können mit den Handreglern geändert werden), wie die Zentraleinheit ans Netz angeschlossen ist bzw. die Reset-Taste nicht gedrückt wurde. Beim Drücken der "Start-Taste" ergibt sich so der vorherige oder inzwischen neu programmierte Gesamt-Betriebszustand.
Die Handregler entsprechen natürlich in Hinblick auf das handling nicht mehr dem neusten Stand. Alle Adressen (z. B. Triebfahrzeuge) sind durch Tipptasten anzuwählen. Leuchtziffern zeigen dies an. Auch die Fahrgeschwindigkeit wird mit Tipptasten in 31 Schritten und damit praktisch stufenlos eingestellt. Dies ist sicherlich nicht zeitgemäß. Hier fehlt einfach der Drehknopf. Die angewählte Geschwindigkeit wird auch auf Steigungen konstant gehalten.
Zwei weitere Tasten dienen der Fahrtrichtungswahl, die ebenfalls im Anzeigefeld eindeutig angezeigt wird.
Mit jedem Handregler können zwei Triebfahrzeuge gleichzeitig beeinflusst werden. Sie fahren dann mit gleicher Geschwindigkeit, können aber in unterschiedlicher oder gleicher Fahrtrichtung fahren. Das ist besonders wichtig für den Vorspann- und Schiebebetrieb.
Beim Selectrix-System ist die Fahrtrichtung der Triebfahrzeuge auf "vorn" und "hinten" der betreffenden Triebfahrzeuge bezogen. Das Durchfahren von Kehrschleifen wird so auch bei den Zweischienengleisen vereinfacht. Die Fahrtrichtungsanzeige und Betätigung am Handregler kann aber beliebig durch Tastendruck gleisbezogen programmiert werden.
Zusätzlich können vom Handregler beim jeweils adressierten Fahrzeug zwei weitere Funktionen ausgelöst werden, z. B. Licht ein/aus und eine Momentfunktion, wie Lokpfeife u.a.
Die Verlängerungsleitungen können in die rückseitig angebrachte Buchse der Zentraleinheit gesteckt werden. Die Leitung ist 5 m lang und besitzt am Ende eine Vierfachsteckdose zur Aufnahme der Handregler-Stecker. Auf diese Weise können Anschlusspunkte über die gesamte Anlage verteilt vorsehen werden.
Der Lokdecoder lässt sich durch seine kleinen Abmessungen (13 x 30 x 5 mm) in die meisten Loks einbauen. Allerdings gibt es mittlerweile bessere Decoder.

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Combi Control - Nr. 66810
Dieser Regler zählt noch zu den Komponenten des alten Selectrix-99 Systems. Der Regler kann zum Fahren und Schalten benutzt werden. Der Regler kann auch als Weichenkeyboard benutzt werden.

Combi-Control-66810
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Die Selectrix-Booster
Im Jahre 1986 kam der erste Selectrix-Booster -- Nr. 66802 -- in den Handel. Dieser machte eine Erweiterung der Anlage möglich. Die Ansteuerung des Boosters erfolgt über den SX-Bus. Das Gerät ist für 2 Ampere ausgelegt und besitzt eine integrierte Stromversorgung (Trafo).

Booster
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Foto stammt von der Firma Trix


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Komponenten von Selectrix 99
Selectrix Besetztmelder Nr. 66820
Dieser Besetztmelder dient zur Überwachung von 8 Gleisabschnitten. Der zu überwachende Gleisabschnitt muss beidseitig isoliert an den Besetztmelder angeschlossen werden. Wird ein Stromfluss in diesem Gleisabschnitt festgestellt, so meldet der Baustein den Zustand "besetzt" an die Zentrale. Dieser Besetztmelder war bereits seit dem Selectrix-99 System verfügbar. Die Firma Märklin (Trix) hat das Modell durch den Besetztmelder - 66844 - ersetzt. Wie der Besetztmelder im Selectrixsystem eingebaut ist, kann dem nachfolgenden Bild entnommen werden.

TRIX Besetztmelder
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Selectrix-Funktionsdecoder Nr. 66821
Der Funktionsdecoder dient zur Ansteuerung von 4 Magnetartikeln. Zwei Funktionsdecoder belegen eine Selectrix-Adresse. Hier wurden die Begriffe des "oberen" und "unteren Halbkanals" eingeführt. Eine Rückmeldung von Weichen ist noch nicht enthalten. Die Schaltdauer im Impulsbetrieb ist fest eingestellt.

TRIX 66821 Funktionsdecoder
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Encoder A - Nr. 66822
Der Selectrix-Encoder A dient zur Anbindung von externen Gleis- und Magnetkontakten, Tastern und Schaltern (z.B. Stellpult) an das Selectrix-System. Der Encoder A wird direkt an den SX-Bus angeschlossen. Er sendet den Stellbefehl - der z.B. über die Taster des Stellpultes eingegeben wird - an den zuständigen Funktionsdecoder. An jeden Encoder A können bis zu 8 Stellpultbausteine angeschlossen werden und er kann auf jede Adresse zwischen 00 und 104 programmiert werden.

TRIX Encoder A
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Encoder B 66823
Diese Baustein dient zur Ansteuerung eines Gleisstellpultes. Der Baustein wirkt als Eingabe-Gerät in das Selectrix-System. 8 Kanäle werden unterstützt.

 Encoder B 66823
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Das Selectrix Kehrschleifenmodul Nr. 66829
Das Selectrix Kehrschleifenmodul stammt aus dem Jahre 1999. Dieses Modul regelt das Problem der Polarisierung von Kehrschleifen im Zwei--Leiter-System.

Kehrschleifenmodul Nr. 66829
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TRIX 8-fach Funktionsdekoder Nr. 66828

Trix-Funktionsdecoder - 66828
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Selectrix Besetztmelder Nr. 66844
Rückmeldemodul für 8 Gleisabschnitte in digitalisierten Modellbahnanlagen. Der Besetztmelder stellt den Besetztzustand der von ihm überwachten Gleisabschnitte fest und meldet diesen in den Sx-Bus weiter, ausgewertet werden diese Meldungen über Lok-Control 2000, Control-Handy, Funktionsdecoder und Interface. Der Besetztmelder ist auf jede Adresse von 0 -103 frei programmierbar. Anschluss an den Sx-Bus. Dier Besetztmelder unterstützt ebenfalls wie der 66820 -- 8 Kanäle = 8 Gleisabschnitte. Er löst den Besetztmelder 66820 ab.

Besetztmelder Nr. 66844
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Das neue Selectrix-System



Die Zentralstationen

Zentraleinheit    Zentraleinheit I       Zentraleinheit II       Central-Control 2000   
Artikelnummer668016680466800
Verwendbare Adressen:112 112 104
Integrierter Regler:-- -- Ja,
Lokadressen: 1 bis 9
Integrierter Programmer---- Ja,
Lokadressen: 1 bis 9
Integrierter TrafoJa ----
Benötigt Stromversorgung
extern
-- JaJa
CE Zeichen---- Ja
Stromstärke Gleis---- --
Stromstärke Sx-Bus------
NMRA Gleisprotokoll----Ja
Die Tabelle wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen

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Die Selectrix Zentraleinheit Central-Control 2000 (CC2000) Nr. 66800
Die Central-Control kam 1995 auf den Markt.

Das Central-Control 2000 ist das Basisgerät jeder Selectrix-Anlage. Es handelt sich um eine Zentraleinheit mit der alle Gleichstrombahnen - egal welcher Spurgröße - digital gesteuert werden können. Mit dem integrierten Fahrregler und der Programmiereinheit lassen sich 9 Triebfahrzeuge steuern und programmieren. Die Central-Control ist das digitale Basisgerät von Trix, das sowohl das Selectrix-Protokoll, als auch international genormte DCC-Protokoll (NMRA) unterstützt. Wie bereits gesagt, bietet die Central-Control auch die Möglichkeit Loks mit DCC-Decodern zu fahren. Leider ist aber ein Schalten von Weichen und Rückmelden von Gleisbesetztmeldern Im DCC-Modus nicht möglich.

Im DCC-Modus bzw. im Mischmodus (von Selectrix und DCC) reduzieren sich auch die zur Verfügung stehenden Adressen auf 64.

Die Kompatibilität mit anderen Digital-Systemen ist eigentlich nur für die Modellbahner interessant die mit anderen Modellbahnern gemeinsam auf einer Anlage fahren wollen.

Selectrix bietet dem Modellbahner alle erforderlichen Komponenten, vom einfachen Mehrzugbetrieb, Schalten von Weichen und Signalen bis hin zum Fahrplanbetrieb per PC.

Über den Sx-Bus werden z.B. das Lok-Control, das Control-Handy und auch die Weichendecoder und Gleisbesetztmelder angeschlossen.

Diese Zentraleinheit besitzt nun Ausgänge für den PX-Bus und SX-Bus. Ein Fahrregler für die ersten 10 Selectrix-Adressen 0-9 ist eingebaut.

Es können 9 Lokomotiven gesteuert (jeweils eine im Direktzugriff) und programmiert werden. Mit der Central-Control 2000 kann für alle Gleichstrombahnen von Spur: Z bis Sur: LGB digital gesteuert werden.

Mit dem integrierten Fahrregler und der Programmiereinheit der cc2000 lassen sich 9 Loks steuern und programmieren. Das Gerät ist umschaltbar für den Betrieb von Loks mit Selectrix-Digital-Decodern und Loks mit DCC-Digital-Decodern.

Zur Stromversorgung kann ein ausgedienter Modellbahntrafo verwendet werden. Zudem erlaubt es die Selectrix-Zentrale auch Loks mit DCC-Decodern von Arnold, Digitrax, Lenz, Zimo usw. zu steuern. Dazu kann die Zentrale mit zwei Knopfdrücken entweder mit dem "DCC-Format" oder auch im "Mischbetrieb" Informationen an Loks mit Selectrix- oder DCC-Decoder senden und damit im Mischbetrieb fahren.

Die CC2000 besitzt folgende Eigenschaften:
  • einen Überlastungsschutz
  • Anschlussklemmen für Transformator und Gleisanlage
  • Eingangsspannung beträgt 14 V - 16 V Wechselstrom
  • Ausgangsstrom max. 2,5 Ampere
  • Norm-Steckbuchsen für den Selectrix-Datenbus und für den Selectrix-Powerbus.
Um den vollen Funktionsumfang der Zentrale nutzen zu können, kann sie mit dem Lok-Control 2000 oder dem Control-Handy erweitert werden.

Diese Central-Control 2000 beinhaltet zusätzlich einen Fahrregler für die Lokadressen 1 bis 9 und einen Programmierer zum programmieren der Lokdecoder (von 1 bis 9). Die Zentrale beinhaltet folgende Anschlüsse:
    1. Stromanschluss von einem Trafo (z.B. Lichtausgang, 12 bis 18 Volt ~)
    2. Gleisanschluss - Fahrenergie zum Gleis, Überlast gesichert.
    3. SELECTRIX Datenbusanschluss - Sx - zum Anschluss aller SELECTRIX Geräte
    4. SELECTRIX Boosteranschluss - Px - zum Anschluss der Power-Packs (Booster)
Die Central-Control 2000 (Nr.66800) ist eine Vollwertige SELECTRIX-Zentrale. Sie stellt alle 104 SELECTRIX-Adressen zur Verfügung. Sie liefert auch die Fahrenergie um ca. 6 N-Loks oder ca. 4 H0-Loks zu fahren. Zusätzlich beinhaltet sie einen Einfachfahrregler und einen Einfachprogrammierer. Der Fahrregler ist einstellig, kann deshalb nur Loks mit Adresse 1 bis 9 ansprechen. Auch zeigt er nicht die eingestellte Fahrstufe an. Der Programmierer kann auch nur die Lokadressen von 1 bis 9 programmieren. Für die anderen Decoderparameter wie Höchstgeschwindigkeit, Impulsbreite usw. werden Standardwerte genommen. Soll mit mehr als 9 Loks gefahren werden, sollen alle Decoderparameter programmierbar werden, oder soll eine zweite Person mitfahren können, so muss ein zweiter (.. dritter u.s.w.) Fahrregler (Lok-Control-2000 oder Control-Handy) angeschlossen werden.

Zur Zentralstation wird noch ein:
    - Trafo mit 14 bis 16 Volt Wechselspannung
    - und ein Lokdecoder in den jeweiligen Loks
benötigt.

Soll mehr Fahrenergie zum Stromkreis gebracht werden, so sind ein oder mehrere Power-Packs (Booster) einzusetzen.

Trix-Central-Control 2000      Trix-Central-Control 2000 mit Anschluss      Trix-Central-Control 2000      Trix-Central-Control 2000      Trix-Central-Control 2000      Trix-Central-Control 2000
Vergrößern -- Bild anklicken - Zeichnungen: Fa. Trix


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Selectrix: Lok-Control 2000 Nr. 66816
Die Lok-Control kam ebenfalls um das Jahr 1995 auf den Markt. Sie dient der Steuerung von Selectrix-Lok-Dekodern und Magnetartikeln für den Adressbereich 0-99. Ein Programmer für Lokdekoder ist eingebaut. Ferner ist eine Uhr-Funktion enthalten.

Lok-Control-2000
Vergrößern -- Bild anklicken


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Selectrix Power Pack 2000 Nr. 66807
Bei Selectrix werden die Booster Power-Pack genannt. Das Power-Pack gehört zum Selectrixsystem aus dem Jahre 1995 Er besitzt einen Ausgangsstrom von 2 Ampere. Der Anschluss erfolgte über den PX-Bus. Damit auch weiterhin die Zentraleinheit I und II benutzt werden kann, wurde von Trix ein sog. Translater auf den Markt gebracht. Dieser erzeugt aus dem SX-Bus einen PX-Bus.

Die Erhöhung der Fahrenergie erfolgt über die Selectrix-Power-Packs-2000 (Booster) Nr. 66807. Diese werden an den Bus der Zentraleinheit und an einen Trafo angeschlossen. Der Schienenausgang der Power-Packs wird dann mit dem zu speisenden Teil der Anlage verbunden.

Im Detail:
Der Booster dient der Bereitstellung zusätzlicher Fahrenergie auf einem eigenen Schienenabschnitt. Dazu werden die Daten von der Central-Control-2000 über den PX-Bus übernommen, dann verstärkt und als neue Fahrenergie bereit gestellt. Es können auch mehrere Power-Packs verwendet werden, wobei die Schienenabschnitte zwischen den Power-Packs vollständig physikalisch zu trennen sind (beide Schienen trennen). Beim Einsatz von Power-Packs sollte die Central-Control-2000 nicht mehr mit den Schienen verbunden werden, sondern die gesamte Fahrenergie nur noch von den Power-Packs bezogen werden. Der Vorteil liegt darin, dass die Central-Control ihre gesamte Energie dem PX-Bus zur Verfügung stellen kann.

Die Anschlüsse des Central-Control-2000 sind dem nachfolgenden Bild zu entnehmen:
(Das Bild stammt von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm)

Power-Pack-2000     Boosteranschluss
Vergrößern -- Bild anklicken - Zeichnungen: Fa. Trix

Booster/Power-Packs Alt - Booster I Alt - Booster II Neu - Power-Pack
Artikelnummer:66802668??66807
   Anschluss über:      SELECTRIX Bus      SELECTRIX Bus    Px-Bus
Integrierter Trafo:Ja-----
Benötigt Stromversorgung
extern:
--jaja
Stromstärke Gleis:------
Stromstärke Sx-Bus:--- -- --
Die Tabelle wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen

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Selectrix Control-Handy Nr. 66815
Das Control-Handy hat die gleichen Funktionen wie das Lok-Control 2000. Es dient zum Fahren und Schalten und beinhaltet einen Programmer für Lokdecoder. Dieses Gerät kann somit alternativ zur Lok-Control eingesetzt werden. Alle Funktionen des Lok-Control sind enthalten. Die Bedienung des Reglers ist wegen der Vielzahl von Funktionen nicht gerade bedienfreundlich.

Control-Handy
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Die Fahrregler

Fahrregler Alt:
  Lok-Control-Super   
Alt:
   Combi-Control   
Neuer:
   Lok-Control 2000   
Neuer:
   Control-Handy  
Artikelnummer: 66811 66810 66816 66815
Drehknopf Ja -- Ja --
Lokdecoderprogrammierung: ----Ja, mit CC2000 Ja, mit CC2000
DoppeltraktionJa Ja Ja Ja
Mehrfachtraktion-- --Ja--
Schalten von Weichen
(über Funktionsdecoder)
JaJa Ja Ja
Modelluhr - Anzeige----JaJa
Modelluhr - Master-- -- Ja--
Anzeige - LED-- Ja ----
Anzeige - LCDJa--JaJa
StationärJa --Ja --
Walk-around--Ja --Ja
Die Tabelle wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen


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Weitere Geräte für das Selectrix-System
Es gibt noch eine Vielzahl von Digitalgeräten im Selctrix-System. Nachfolgend deshalb mal ein kleiner Überblick über die Geräte. Die Selectrix-Lokdecoder haben wir unter "Lokdecoder" zusammengefasst:

Selectrix Translater Nr. 66843
Dieses Modul stellt das Bindeglied zwischen der alten Zentraleinheit I oder II und den neuen Power-Packs (Booster 66807) dar. Im Selectrix 2000 System kann durch den Einsatz eines Translators ein zusätzlicher SX-Bus erzeugt werden. Es stehen dann 104 Lok-Adressen und 111 Schaltadressen zur Verfügung. Dieser zusätzliche SX-Bus kann dann z.B. zur Steuerung von Weichen/Signalen bzw. zum Melden von Blockanschnitten verwendet werden, ohne dass diese Adressen vom Adressbereich der Central-Control abgehen. Der Einsatz mehrere Translators ist möglich.

Selectrix-Translater
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Die Möglichkeit der Besetztmeldung im Selectrix-System
Selectrix hat ein integriertes Rückmeldesystem. Alle bekannten Rückmelder im Selectrix-System arbeiten nach dem Stromfühler-Prinzip. Hierbei werden elektrische Verbraucher detektiert. Dazu reicht eine mit Leitlack (noch besser ist Grafitspray) versehene Achse oder ein Fahrzeug mit Decoder. Sie sind sofort in der Lage, Ihr Modellbahnkonzept lückenlos, und das ist entscheidend, zu überwachen. Herkömmliche Systeme arbeiten teilweise mit einer Punktkontakt-Rückmeldung. Selectrix dagegen überwacht die gesamte Anlage.
Da auch Besetztmeldungen über den Selectrix-Bus gemeldet werden, ist die Verdrahtung eines Besetztmelders trivial. Das Buskabel wird zum Besetztmelder mit lediglich einen Pol der Fahrspannung geleitet. Vom Besetztmelder gehen dann 8 einzelne Kabeln zu den einseitig getrennten Abschnitten. Sofort kann Ihre Digital-Zentrale oder ein angeschlossener PC die Überwachung dieser acht Abschnitte übernehmen.
Mit einem Gleisbesetztmelder kann auch ein abgekuppelter Wagen erkannt werden. Um dies mit einem Güterwagen oder Personenwagen zu erreichen, müssen seine Räder/Achsen mit hochohmigem Leitlack oder Graphit-Spray behandelt werden, damit sie ausreichend leiten.

Es können auch problemlos Blockstrecken angezeigt werden. Dazu benötigt man dann die Gleisbesetztmelder z.B. Nr. 66820. Diese messen, ob sich ein Verbraucher (Lok oder Wagen mit Beleuchtung oder Leitlack) auf dem entsprechenden Block befindet. Ist dies der Fall, wird diese Information auf die im Besetzmelder eingestellte Adresse auf den Selectrix-Bus ausgegeben. Somit kann an jeder Stelle des Busses der Status dieser Blockstrecke angezeigt bzw. abgefragt werden. An einen Besetztmelder können acht Blockstrecken angeschlossen werden.

Durch die serienmäßige Rückmeldung auf dem Bus, sowie durch die Verfügbarkeit sehr vieler Komponenten zur Ansteuerung eines Gleisbildstellpultes ist es seit Jahren möglich, Selectrix-Systeme über dieses Medium zu steuern.
Ein Gleisbildstellpult kann im Idealfall über lediglich eine Busverbindung (= 5 Adern) mit der ganzen Anlage verbunden werden. Diese ist dann sogar noch im laufenden Betrieb ab/ansteckbar.

Selectrix Computer Interface Nr. 66842
Das Computer Interface löst den Artikel 66824 ab. Es steht nun eine max. Datenrate von 19200 Baud zur Verfügung.

Computer-Interface . 1997
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Selectrix Encoder A - Nr. 66845
Auch dieser neuere Encoder A dient zur Anbindung von externen Gleis- und Magnetkontakten, Tastern und Schaltern(z.B. Stellpult) an das Selectrix-System. Der Encoder A wird an den SX-Bus angeschlossen. Er sender seinen Stellbefehl - z.B. über die Taster des Stellpultes - digital an den Funktionsdecoder. An jeden Encoder A können bis zu 8 Stellpultbausteine angeschlossen werden und er kann auf jede Adresse zwischen 00 und 104 programmiert werden.

Endcoder A - Nr. 66845
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Selectrix Encoder B - Nr. 66823
siehe Ausführungen unter Encoder A - Nr. 66823

Der Selectrix Funktionsdecoder Nr. 66834
Dieser Funktionsdekoder ist zum Einbau in "rollendes" Material gedacht. Er besitzt vier Schaltfunktionen für Licht, Schlusslicht etc. Die Abmessungen: 35 x 12,1 x 3 mm

Selectrix Funktionsdecoder Nr. 66834
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Der Selectrix Funktionsdecoder Nr. 66834
Dieser Funktionsdekoder ist zum Einbau in "rollendes" Material gedacht. Er besitzt vier Schaltfunktionen für Licht, Schlusslicht etc. Die Abmessungen: 35 x 12,1 x 3 mm

Selectrix Funktionsdecoder Nr. 66834
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