Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller

- Das Digitalsystem von Viessmann --



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Einführung

Digitalzentrale "Viessmann-Commander" Nr. 5300

Digitalzentrale "Viessmann-Commander 2" Nr. 5320




Einführung
Es gab ein sichtliches Erstaunen bei den Modellbahner im Jahre 2006 als Viessmann - bislang in Sachen "Digital" nicht aufgefallen - nun als Anbieter von Digitalartikeln auftrat. Sogar eine eigene Digitalzentrale wurde in das Angebot aufgenommen. Der Name dieser Station "Viessmann-Commander". Nach der Central-Station von Märklin und der ECoS von ESU, war dies die dritte Digitalzentrale mit einem großem Touchscreen. Wir wollen uns deshalb die Digitalangebote von Viessmann näher ansehen.

Tabelle-Viessmann-2000
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Digitalzentrale "Viessmann-Commander" Nr. 5300
Der Viessmann Commander 5300 ist die eigenständige Digitalzentrale von Viessmann. Nur auf den ersten Blick bietet sich der Vergleich mit der Märklin: Central-Station und der ECos an. Der Viessmann-Commander ist eigentlich mehr als eine Digital-Zentrale. Er besitzt ein voll funktionsfähiges Stellpult auf dem Monitor und Möglichkeiten zur Anlagensteuerung, wie sie bis dahin nur von PC-Programmen geboten wurden.

Zum Lieferumfang des Viessmann-Commander (mit integriertem Booster) gehören ein leistungsfähiges Netzteil (18 Volt), Bedienstick, Kurzanleitung, DVD und die erforderlichen Kabeln.
Der Viessmann-Commander versteht das DCC- und das Märklin-/Motorola-Protokoll (MM1-Delta und MM2). Bei DCC kann mit 14, 28 und 128 Fahrstufen gefahren werden, es stehen bis zu 13 Funktionen zur Verfügung. Der Adressumfang reicht bis 9.999. Programmiert werden kann auf dem Programmier- oder Hauptgleis (POM). Der Commander ist ferner RailCom-fähig.

Im Motorola-Format stehen 14 Fahrstufen und bis zu 256 Adressen zur Verfügung. Auf dem Programmiergleis werden die Decoder automatisch ausgelesen, unabhängig von Art und Alter des Decoders und mfx-/RailCom-Funktion.

Diese Zentrale verfügt über zwei gleichwertige Fahrpulte. Die Drehregler weisen einen Nullstellungs-Anschlag auf.. Ein Druck auf den Fahrregler stoppt das augewählte Fahrzeug sofort (Notbremsung).
Mit den zwei Fahrtrichtungstaster kann die gewünschte Fahrtrichtung gewählt werden.
Mit den Funktionsschaltächen werden die Sonderfunktionen der Loks per Finger-Tipp ausgewählt.
Das Gerät verfügt über folgende Anschlüsse:
    - USB 2.0
    - HighSpeedBus 2x
    - LowSpeedBus
    - S88-Bus
    Märklin Booster Anschluss
    - DCC-Booster-Anschluss
    - Programmiergleisanschluss
    - Hauptgleisanschluss
    - Stromversorgungseingang (Hohlsteckeranschluss)
Der Commander 5300 ist einsatzbar für folgende Digitalprotokolle:
    - Motorola MM und MM2
    - DCC-Protokoll

Technische Daten:
    - Abmessungen: 268 mm x 64 mm x 180 mm
    - Elektrischer Anschluss: 18 V =
    - Booster-Ausgang: 3,0 A Dauerstrom
    - Progr.-Gleis-Ausgang: 1,2 A Dauerstrom
Gegenüber anderen Digitalzentralen besitzt dieses Gerät aber auch integrierte Gleispläne mit farbiger Ausleuchtung belegter Gleise und Fahrstraßen (Gleisbild). Es können bis zu drei farbige Gleispläne mit jeweils bis zu 128 x 64 Feldern erfasst werden. Fahrstraßen und besetzte Gleise werden farbig ausgeleuchtet. Im Gleisbild können Zugnummern angezeigt werden. Für alle Funktionen gibt es menügesteuerte Editoren mit Klartextausgabe und einer Plausibilitätskontrolle der Eingaben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen halb- oder vollautomatischen Betrieb einzurichten, mit Fahrstraßenschaltungen, Pendelzugstrecken und einer Schattenbahnhofssteuerung. Der Betrieb kann über die integrierte Modellzeituhr zeitgesteuert und/ oder über die Rückmeldung erfolgen. Die Rückmeldestellen können als Schaltgleisfunktion genutzt werden, z.B. zum Auslösen von Funktionsmodellen oder Sounds. Weichen-/Weichen- und Weichen-/Signalkombinationen lassen sich fest programmieren. Im Direkt-Modus können Weichen und Signale auch ohne vorherige Erfassung der Daten bzw. Übernahme in ein Gleisbild- Stellpult geschaltet werden. Auch mehrbegriffige Signale (bis zu acht Begriffe je Signal), Dreiwegweichen oder aufwendigere Funktionsmodelle könnne gesteuert werden.

Auch die Mehrfachtraktion ist kein Thema. Es können beliebig viele Mehrfachtraktionen mit jeweils bis zu fünf Fahrzeugen angelegt werden. Es gibt einen Betriebsstundenzähler für Lokomotiven. Zu den Triebfahrzeugen werden Farbbilder angezeigt. Eigene Bilder können mit einem kostenlos erhältlichen (als Download von der Viessmann-Homepage) PC-Programm auf den Commander übertragen werden. Insgesamt können bis zu 1.000 Lok-Datensätze mit Klartextnamen und Adresszuordnung gespeichert werden. Es stehen drei Loklisten für Dampfloks, Elloks und Dieselloks/Triebwagen zur Verfügung. Mehrere Viessmann-Commander können miteinander gekoppelt werden, so dass sich auch große Anlagen damit steuern lassen. Die Gleisbilder – auch die drei eines Commanders – können miteinander verknüpft werden.

Die Züge werden an den Übergabestellen automatisch übernommen. Die Decoder können mit dem Commander einfach programmiert werden.

Der Viessmann-Commander ist eine überzeugende Digitalzentrale, die nach Auffassung des Verfassers, die Märklin-Zentralen und die Uhlenbrock-Zentrale vom Preis/Leistungsverhältnis in den Schatten stellt.

Viessmann.Commander     Viessmann.Commander 5300     Viessmann.Commander 5300
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Technische Ausstattung

Der Viessmann-Commander erkennt alle Loks, die auf das Gleis gestellt werden — auch wenn die Lok keinen mfx-Decoder besitzt.

Die Zentrale beinhaltet einen Gleisbesetztmelder, der anzeigt, wo sich die betreffende Loks auf der Anlage befinden.

Externe Viesssmann Gleisbildstellpulte ergänzen den Commander und bieten viele Betriebsmöglichkeiten!

Die Bedienoberfläche ist vollständig grafisch aufgebaut — ohne die bisher üblichen Digitalanzeigen über Bits und Bytes. Zu sehen sind auf dem Display fotorealistische Lokbilder.

Der Viessmann-Commander ist somit Fahrpult, Schaltgerät und Gleisbildstellwerk. Durch das integrierte farbige Touchscreen-Gleisbildstellpult, das den Gleisplan der Anlage mit allen Weichen und Signalen in vier Maßstäben anzeigt wird, wird das Fahren und schalten sehr übersichtlich. Mit dem Viessmann-Commander ist eigentlich der Einsatz eines PC's überflüssig. Eine Schnittstelle zu älteren Digitalsystemen erlaubt, deren Steuergeräte und Decoder zusammen mit dem Communder weiterhin zu benutzen.

Der nachfolgende Link führt zum Informationsbroschüre zum Viessmann-Commander  ---->   Zur Informationsbroschüre des Viessmann-Commander

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Digitalzentrale "Viessmann-Commander 2" Nr. 5320
Der Viessmann Commander 5320 ist eine Digitalzentrale für das DCC und Märklin MM und MM2.
Die Steuerung und Einstellung erfolgt über ein separates Smartphone oder Tablet, dass allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist.. Die Lok- und Weichensteuerung erfolgt im im jeweiligen Digitalformats. Das Gerät besitzt 2 Fahrregler mit getrennten Fahrtrichtungstasten Die Rückmeldung ist mit s88, RailCom-Detector am Haupt- und Programmiergleisausgang möglich. Ferner gibt es Anschlüsse für zusätzliche Booster, Loconet. Der Commander 2 zeigt auf dem Smartphone oder Tablet:
    - fotorealistische Lokbilder
    - farbige Darstellung von Weichenstellungen und Signalen,
    - farbige Ausleuchtung von Fahrstraßen und Gleisbesetztanzeige
    - Zugnummern-Anzeige im Gleisbild
    - interne Uhr mit einstellbarer Modellzeit
Eine Verbindung mit Tablet oder PC ist über LAN bzw./WLAN möglich. Geeignete Betriebssysteme des Smartphones/Tablets: Windows, Android, iOS.
    - USB 2.0
    - S88-Bus
    - Programmiergleisanschluss
    - Hauptgleisanschluss
    - Booster
    - LAN

- Eigenschaften:
    - Automatikbetrieb
    - Blocksteuerung
    - Datenbank
    - Decoder auslesen
    - Decoder schreiben
    - Fahrstrassen
    - Mehrfachtraktion
    - PC-Steuerung
    -Pendelautomatik
    - Updatefähig
Wichtig zu wissen: Der Commander 2 ist keine eigenständige Digitalzentrale. Er benötigt entweder PC oder Tablet oder Smartphone oder einen Bildschirm mit HDMI-Anschluss. An den Commander können Tastatur und Maus angeschlossen werden. Damit ist er dann wie ein PC zu bedienen.

Viessmann.Commander 2
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