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Hallo Modellbahnfreunde Das Modellbahnhobby ohne Eisenbahngeschichte ist nur halb so schön. Ohne historische Hintergründe kann man weder vernünftig sammeln, noch einen Modelleisenbahnbetrieb orginalgetreu nachbilden. Wir haben auf den folgenden Seiten versucht, unter Zuhilfenahme verschiedenen Informationsquellen, einmal die Eisenbahngeschichte darzustellen. Falls Ihr dazu etwas beitragen oder ergänzen wollt, scheut euch nicht und teilt uns dies mit. Im Voraus schon Vielen Dank. |
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Die Entwicklung der Lokomotive Eigentlich verlief die Entwicklung der Schienen und der Lokomotiven nicht hintereinander, sondern parallel. Es verwundert, aber eigentlich war der große Physiker Isaac Newton derjenige, der das Potenzial in der Dampfkraft entdeckte. Newton war aber kein Ingenieur, deshalb verfolgte er die Anwendungsmöglichkeit der Dampfkraft nicht weiter. Allerdings schuf er den Grundstein für die späteren Ingenieure. Das Verdienst, die erste Lokomotive gebaut zu haben, wird vielfach George Stephenson zugeschrieben. Allerdings mit müssen hier gewisse Abstriche gemacht werden, da bereits James Watt und Richard Trevithick Dampfmaschinen auf Rädern entwickelt hatten. Trevithick ging sogar einen Schritt weiter. Er sah, dass Watts Niederdruckdampfmaschine für selbst bewegliche Karren zu schwach und zu groß war, und schuf die wesentlich leistungsstärkere und kleinere Hochdruckdampfmaschine, die ihm 1800 patentiert wurde. 1804 stellte er seine erste Lokomotive vor. Sie fuhr in einem Bergwerk in Penydarren und hieß wahrscheinlich "Invicta". Trevithick hatte aber das Problem, dass die geringe Tragfähigkeit der damaligen Schienen keine großen Lasten zuließen und immer wider brachen. Stephenson entwickelte allerdings die ersten brauchbaren Lokomotiven. Dass Schiene und Rad zusammengehörten erkannte Stephenson und ihm blieb es vorbehalten, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Seine erste Lokomotive konstruierte er 1814. Sie hieß "Mylord" und wurde später zu Ehren des preußischen Generals in "Blücher" umbenannt. Weitere Lokomotiven für Bergwerke folgten. Als Bauleiter der Bahn Stockton - Darlington setzte er dann durch, die Hälfte der Strecke mit gewalzten Schienen auszurüsten. Zudem plädierte er für den Einsatz von Lokomotiven. Zur Eröffnung der ersten Eisenbahn der Welt am 27. September 1825 stand Stephensons "Locomotion" bereit, die erste Dampflok mit durch Kuppelstangen angetriebenen Rädern. Doch nicht sie allein begründete den Ruhm der Stephenson'schen Fabrik. Vielmehr war es die von Robert Stephenson, dem Sohn, entworfene "Rocket". Die Technik der Rocket überzeugte im Oktober 1829 beim Wettstreit von Rainhill. |
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Die Deutsche Eisenbahngeschichte Wesentliche Anstöße für die Eisenbahn in Deutschland gaben die Entwicklung der ersten betriebstauglichen Lokomotiven in England (Trevithick 1804, Blenkinsop 1812) und die Eröffnung einer ersten öffentlichen Bahn, der Stockton and Darlington Railway 1825. Auch in Deutschland gab es, noch bevor die ersten wirklichen „Eisenbahnen“ fuhren, Versuche, den Bahnbetrieb mit Lokomotiven aufzunehmen. So baute Johann Friedrich Krigar mit den Dampfwagen der Königlichen Eisengießerei Berlin 1815 eine Kopie der Dampflokomotive von John Blenkinsop für die Königshütte in Oberschlesien und 1818 eine weitere Lokomotive für den Friederiken-Schienenweg, eine Kohlenbahn bei Geislautern im Saarland, die zwar fahren konnten, jedoch wegen zu geringer Leistung die Erwartungen nicht erfüllten. Anfang der 30iger Jahre des 19. Jahrhunderts fing aber dann auch in Deutschland die Bahngeschichte so richtig an. Die Bahnstrecke von Nürnberg nach Fürth (die Ludwigsbahn) Anfang des Jahres 1833 wurde die Forderung nach dem Bau einer Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth immer lauter. Den ersten Aufruf verfasste Erhard Friedrich Leuchs, Herausgeber der „Allgemeinen Handlungszeitung“, der erstmals 1817 für das neue Verkehrsmittel geworben hatte. Der zweite Aufruf stammte von einem Komitee, dem der Erste Bürgermeister Nürnbergs, Johann Friedrich Binder, der Kaufmann Georg Zacharias Platner, Binders Vorgänger Johannes Scharrer, sowie drei weitere stadtbekannte Persönlichkeiten angehörten. Am 16. November 1835 war es dann soweit, der legendäre „Adler“, wie die Lokomotive hieß, dampfte erstmals von Nürnberg nach Fürth. Wegen des regen Interesses der Bevölkerung fanden neben den Probeläufen auch öffentliche Fahrten zwischen beiden Städten statt. Der 7. Dezember 1835 ist also nur das Datum der offiziellen Eröffnung. In Nürnberg und Fürth fuhren Züge tagsüber im Stundentakt ab. Bereits im ersten Jahr nutzten durchschnittlich 615 Reisende je Tag und Richtung die sechs Kilometer lange Bahnstrecke. Die Ludwigsbahn gehört aus heutiger Sicht in die Kategorie Dampf-Straßenbahn, denn sie hatte keinen Anschluss an weitere Eisenbahnstrecken. Sie musste schließlich der elektrischen Straßenbahn weichen und stellte am 31. Oktober 1922 den Betrieb ein. Die Bahnstrecke Leipzig - Althen Eine weitere deutsche Eisenbahnstrecke baute die Leipzig-Dresdner Eisenbahn am 24. April 1837 als erstes Teilstück die Strecke von Leipzig nach Althen. Nach dem Ausbau bis Dresden am 7. April 1839 mit einer Streckenlänge von 120 km war sie die erste deutsche Fernbahn. Auf dieser Strecke wurde das erste deutschen Eisenbahntunnel gebaut. Die Bahnstrecke Zehlendorf - Potsdam - Berlin Als erste Eisenbahn Preußens ist die Berlin-Potsdamer Eisenbahn zu sehen, die die 14 km von Zehlendorf nach Potsdam überwand und wenige Monate später bis Berlin fortgeführt wurde. Die Bahnstrecke Braunschweig - Wolfenbüttel Ab dem 1. Dezember 1838 wurde die Bahnstrecke von Braunschweig nach Wolfenbüttel eröffnet. Sie wurde bald als Herzoglich Braunschweigische Staatseisenbahn geführt, um eine Übernahme durch Preußen vorsorglich abzuwehren. Damit wurde die erste deutsche Eisenbahn in staatlichem Besitz geschaffen, davor waren alle Bahnen in privatem Besitz. Die Bahnstrecke Düsseldorf - Erkrath Eine weitere kurze Eisenbahnstrecke wurde von Düsseldorf nach Erkrath am 20. Dezember 1838 eröffnet. Die Liste der Eisenbahnstrecken könnte hier beliebig weiter geführt werden. Interessanter ist aber wie sich die weitere Entwicklung in Deutschland gestaltete. |
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Die Entstehungsgeschichte der Eisenbahn in Zahlen Der Anfang der Eisenbahngeschichte beginnt im Jahr 1680: Der große Physiker Isaac Newton erkennt welches Potenzial in der Dampfkraft steckt. Da Newton aber kein Ingenieur war, verfolgte er diese Entdeckung nicht weiter. Allerdings war durch seine Entdeckung der Grundstein für die spätere Anwendungstechnik "Dampfkraft" gelegt. Es brauchte aber dann bis zum Jahre 1764: bis James Watt seine erste leistungsfähige Dampfmaschine vorstellte. Allerdings war damit die Eisenbahn noch nicht erfunden. Dazu brauchte es das Jahr 1767: Wiederum in England wird von Richard Reynolds die erste Eisenbahnschiene hergestellt. Diese Erfindung war der entscheidende Durchbruch zu einem schienengebundenen Verkehrsmittel. Jahre 1769: In diesem Jahr wurde der erste Dampfwagen von Nicolas Joseph Cugnot gebaut. Die Dampfmaschine fuhr allerdings noch nicht auf Schienen, sondern war auf einem Wagen installiert. Es dauerte nochmals weitere 13 Jahre bis zum Jahre 1782: Die Firma Boulton & Watt baute die erste funktionsfähige Dampfmaschine mit Drehbewegung. Aber nicht den Engländern, sondern den Amerikanern war es aber dann vorbehalten, die erste Eisenbahnstrecke zu bauen und damit dem Verkehrsmittel "Eisenbahn zum Durchbruch zu verhelfen. Jahr 1795: Die erste Eisenbahnstrecke in den USA war gebaut. Allerdings wurden die Wagen noch von Pferden gezogen. Jetzt musste nur noch die Dampfmaschine auf die Schiene gebracht werden um zu unserer Eisenbahn zu kommen. Dies geschah dann im Jahre 1804: Der englischen Ingeneur Richard Trevithick baute eine Maschine die einen mit 10 Tonnen Eisen und 60 Personen beladenen Zug mehr als 15 Kilometer lang mit rund 6 km/h zog. Wenige Jahre später, im Jahr 1811: wurde in England eine Lokomotive mit Zahnrad hergestellt. Dieses Prinzip wurde später auf vielen Steilstrecken, vor allem bei den Gebirgsbahnen, genutzt. Mit diesem Thema werde ich mich aber noch ausführlich beschäftigen. Jahr 1814: In diesem Jahr baute George Stephenson's eine Lokomotive die acht vollbeladene Kohleloren mit einem Gesamtgewicht von 30 Tonnen zog. Stephenson entwickelte die Lokomotive weiter und im Jahre 1822 zog dann Stephensons Lokomotve bereits 60 Tonnen. Die Eisenbahn wurde damit für die Schwerindustrie und die Bergbauindustrie interessant. Jahre 1825: Dieses Jahr war die Geburtsstunde der ersten Eisenbahnlinie zwischen dem englischen Stockton und Darlington. Deutschland brauchte hier schon etwas länger und baute erst im Jahre 1835: wurde die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet. Gezogen wurde der Zug von dem sicher allen bekannten "Adler". Der Siegeszug der Eisenbahn setzt sich nunmehr auch in Deutschland unaufhaltsam fort. Jahr 1869: In diesem Jahr treffen in den USA die Schienen der Central Pacific und der Union Pacific im Staat Utah aufeinander. Damit war der wichtige Weg nach Westen offen. Die Eisenbahntechnik wird in den folgenden Jahrzehnten immer weiter verbessert. Mitte des 20 Jahrhunderts verlieren jedoch die Dampfloks durch die aufkommenden Diesel- bzw Elektroloks immer mehr an Bedeutung. Jahr 1963: Die elektrische Lokomotive E10 erreicht bei Versuchsfahrten eine Geschwindigkeit bis zu 200 km/h. Jahr 1977: Die letzte Dampflok stellt ihren Betrieb ein. Die Ära der Dampflok ist zu Ende. Aber die Dampflok bleibt und man sieht sie deshalb auch auf jeder Modellbahn, die beeindruckendste technische Errungenschaft. Jahr 1981: In diesem Jahr beginnt die eigentliche Ära der Hochgeschindigkeitszüge. In Frankreich wird der Hochgeschwindigkeitszug TGV dem Eisenbahnbetrieb übergeben. In Deutschland beginnt leider das Hochgeschwindigkeitszeitalter bei der Eisenbahn erst im Jahr 1991: In diesem Jahr fährt der erste ICE von Hamburg nach München. |
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