Geschichte der Deutschen Bahn -- hier: Güterzugwagen
     


Geschichte der Deutschen Bahn

hier: Deutsche Güterzugwagen in den jeweiligen Epochen - Teil 2



Inhaltsverzeichnis

- Tankwagen und Kesselwagen - Epoche I, II, III, IV, V

- Kipplorenwagen und Erzwagen - Epoche I, II, III, IV, V

- Rungenwagen - Epoche I, II, III, IV, V

- Spezialwagen - Epoche I, II, III, IV, V




Kesselwagen - Epoche I, II, III, IV, V
Ein Kesselwagen - Kurzbezeichnung "KWG" - sind Güterwagen mit einem oder mehreren geschlossenen Behältern, die zum Transport von Flüssigkeiten und Gasen verwendet werden. Behälterwagen für die Beförderung staubförmiger Güter zählen nicht zu den Kesselwagen, sondern zu den Sonderwagen der Gattung U. Man unterscheidet:
  • Z --> Zisternenwagen
  • UIC-Gattung bis 1979: U
  • UIC-Gattung seit 1980: Z
  • UIC-Typennummer: 7
Je nach Bauart lassen sich Kesselwagen entweder von oben, von unten oder von oben und unten befüllen bzw. entleeren. „Druckgaskesselwagen“ sind in Europa mit einem etwa 30 cm hohen, orangen Längsstreifen gekennzeichnet, der den Kessel auf halber Höhe umschließt.
„Mineralölkesselwagen“ werden meist von oben befüllt und nach unten entleert. Viele Wagen dieser Bauart besitzen ein Zwangsbelüftungssystem, um eine Implosion des Wagens beim Entleeren zu verhindern. Die Wagen mit Zwangsbelüftungssystem sind mit einer senkrechten, weißen Bauchbinde in Wagenmitte gekennzeichnet.
Chemiekesselwagen werden meist von oben befüllt und entleert. Über einen Druckstutzen wird Luft oder Stickstoff in das Wageninnere gepumpt, das Ladegut wird dann über ein Steigrohr aus dem Tank gedrückt und mittels einer angeschlossenen Leitung in einen anderen Behälter gefüllt.

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Kesselwagen
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Kipploren- und Erzwagen - Epoche I, II, III, IV, V
Kipploren und Erzwagen wurden gebaut um z.B. das Erz aus den Bergwerken zur Weiterverarbeitung an die Betriebe zu befördern. Aber auch andere schwere Schüttgütter wurden hiermit befördert.
Zum Transport von Kohlenstaub wurde in der Epoche III von der DR ein neuer dreiachsiger Behälterwagen beschafft.
Für den Transport von Säuren wurden in der Epoche II von der DRG spezielle Topfwagen beschafft. Viele dieser Wagen wurden von der DR der DDR übernommen.
Die Kipplorenwagen stammen aus den Epochen III und IV wurden. In der Epoche III wurde der Wagen als "Ommi51" bezeichnet. Die Deutsche Bundesbahn beschaffte die Wagen ab dem Jahre 1951. Eingesetzt wurden diese Wagen zur Beförderung schwerer Schüttgüter wie Erze,Kohle,Schotter,Sand und Kies. Jeder Wagen hatte ein Ladevolumen von rd. 22 m³. Dieses Ladevolumen wurden von den UIC-Standard-E-Wagen, die ein Ladevolumen von 36 m³ hatten übertroffen. werden.

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Erzwagen und Kipplorenwagen
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Rungenwagen - Epoche I, II, III, IV, V
Die Rungenwagen wurden zwischen den Jahren 1913 und 1927 nach dem Musterblatt A4 des Staatsbahnwagenverbandes gebaut. Sie wurden nach dem Vorbild der preußischen Rungenwagen kopiert. Die älteren Rungenwagen waren nur mit einer Handbremse ausgestattet. Erst die späteren Wagen, die an die DR abgeliefert wurden, erhielten flächendeckend Druckluftbremsen.
Ausgerüstet waren die Wagen in der Regel mit 18 hölzernen Rungen, die nach dem Krieg teilweise gegen Pressblech getauscht wurden.
Das Ladegewicht betrug 15 t. Die Ladelänge betrug rd. 10 m. Die Wagen wurden bei den Länderbahnen mit dem Gattungszeichen „Rm“ bezeichnet und bei der DRG der Wagengattung „R Stuttgart“ zugeordnet

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Spezialwagen - Epoche III, IV, V
Spezialwagen wurden insbesondere für den Transport von besonderen bzw. schweren Gütern gebaut und eingesetzt.
Tiefladewagen:
Die heutige Gattung aller Tiefladewagen lautet "Ui" und wird durch die Kennbuchstaben a, aa, k, kk oder s ergänzt. Die Lastgrenze wird bei Tiefladewagen nicht als Kennbuchstabe kodiert. Die frühere deutsche Wagengattung war St beziehungsweise SSt. Bei der DB waren im Jahre 1998 insgesamt 180 Tiefladewagen 43 verschiedener Bauarten eingestellt. Sie dienen u. a. zum Transport von Mähdreschern, Generatoren oder Schmalspurfahrzeugen. Die größten Tiefladewagen sind als Tragschnabelwagen bekannt. Typische Transportgüter sind große Kraftwerkskessel, Turbinenteile oder Maschinentransformatoren für Kraftwerke.
Flachwagen sind Güterwagen, die einen bzw zwei (bei Autotransportwagen) durchgehenden flachen Boden und keine bzw. nur niedrige offene Aufbauten aufweisen. Flachwagen sind für den Transport von nicht witterungsempfindlichen und teilweise auch sehr schweren Gütern gedacht.
Einige Flachwagen sind durch Planen oder Hauben vollständig abdeckbar und daher auch für den Transport witterungsempfindlicher Güter geeignet. Flachwagen waren eine große Gruppe von Eisenbahngüterwagen beu der DB und auch heute noch bei der DB_AG. Zu den Flachwagen gehörden auch die Drehgestellwagen, die vor allen bei Holztransporten und Stahlgütern zum Einsatz kamen und noch heute kommen. Typische Transportgüter der Flachwagen sind: Fahrzeuge, Container, Maschinen, Großröhren, Profile, Drahtrollen, Stahlmatten, Rohre, Platten, Schienen, Schwellen und auch komplette Bauteile.
Autotransportwagen sind eine Besonderheit der Flachwagen. Sie besitzen in der Regel zwei Auflagerebenen.
Die Drehschemelwagen waren Langholztransportwagen und hatten Rungen und einen oder mehrere Drehschemelträger, die auf einem im Boden eingelassenen Flachstahlring liefen. Alle in der Epoche II gebauten Wagen hatten eine Ladelänge von rd. 8.0 m und eine Ladebreite von rd. 2.5 m. Dazu ein Ladegewicht von 15 t. Es gabe Wagen mit und ohne Handbremse. Die Wagen wurden bei den Länderbahnen mit dem Gattungszeichen „Hrmz“ bezeichnet. Da es später für viele Drehschemelwagen der Verbandsbauart keine Verwendung mehr gab, kamen einige zu den Bahndiensten und wurden für den Transport von Gleisjochen eingesetzt.

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