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Auch im digitalen Zeitalter hält Märklin an seiner eigenen Farbenlehre fest. Es ist deshalb insbesondere bei der Digitalisierung von Märklinmodellen auf die Decoderbeschreibung zu achten, da die Kabelfarben nach NEM (bei den DCC-Decoder) nicht in Einklang mit den Märklin Kabelfarben steht. Bei den Gleichstromherstellern gibt es hier eigentlich kein Problem. Hier richten sich die Hersteller schon seit langen nach den NEM's Um euch einen Überblick zu geben, dienen die nachfolgenden Ausführungen. |
Die Firma Piko hat zu DDR Zeiten folgendes Farbschema. Leider waren aber die Anleitungen größtenteils nicht farbig gehalten.
Seit Piko nach der Wiedervereinigung Deutschlands wieder eine selbstständige Firma ist, orientieren sich die Kabelfarben nach der NEM605 (siehe weiter unten) |
Roco benutzt bei den neueren Geräten sog. Flachbuchsen. Roco nennt es Roco-Kabel-Buchsen-System. Diese Steckverbindungen sind auch in den Startpackungen zu finden. Dadurch ist ein Falschpolen der Geräte nicht mehr möglich. Es gibt 4 Arten dieser Steckverbindungen: Wenn ein Kabel zu kurz bemessen ist oder ein längeres Kabelstück benötigt wird gibt es Überbrückungsplättchen. Letztlich muss man aber sagen, dass dies von Roco nur eine zusätzliche Geldeinnahmequelle darstellt, da es günstigere, billigere und auch sichere Leitungsverbindungen im Handel gibt. Leider können diese aber nicht bei den neueren Roco Geräten eingesetzt werden.
Die 3-poligen Buchsen wurden ab dem Jahre 2000 geändert. Die neue Buchse besteht aus zwei Kunststoffteilen. Die Leitungsadern werden nun nicht mehr gesteckt, sondern in die Nuten des längeren Teil gelegt. Der Vorteil ist, dass die Buchse wiederverwendet werden kann, auch wenn die Kabel entfernt wurden. Nachfolgend die von Roco verwendeten Kabelfarben
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Die Farbenlehre gilt für das DCC-Digital-Protokoll Analoge Loks können mit Decodern digital nachgerüstet werden. Der Motor in der Lok muss aber in jedem Fall potentialfrei sein. d.h. er darf keine Verbindung zum Gehäuse (Masse), oder Spannungszuführung (+, Radschleifer) haben. Nachfolgend werden die Farbschemata für verschiedene Schnittstellenstecker dargestellt. An diese Schnittstellenstecker können dann die entsprechenden Lokdecoder angeschlossen werden. Anschlussfarben nach NEM605 Viele Modellbahnhersteller halten sich bei den Verdrahtungsfarben an die NEM 605. Die Norm regelt die Verdrahtungsfarben (Stromversorgung, Steuergeräte, Zubehör) und deren Anschlüsse an die Gleisanlage. Dies erleichtert die Anlagenverdrahtung, die Fehlersuche und die Arbeit mit den Schaltplänen sowie das Zusammenstellen von Modul-Anlagen.
Vergrößern - Bild anklicken Anschlussfarben nach NEM651 Die NEM651 wurde in den 1990er Jahren eingeführt. Die Norm NEM 651 definiert eine 6-polige digitale Steckschnittstelle zwischen Lok und Lokdecoder. Der genormte Stecker besitzt einmal sechs Pins und ist am Decoder befestigt. Entsprechend muss eine Buchse in der Lok installiert sein. Bevorzugt ist diese Schnittstelle in N-Loks zu finden. Die ehemalige Firma Fleischmann, Nürnberg, benutzte diese Schnittstelle aber auch in H0 Modellen. In diesem Fällen werden die NEM651 Stifte am Kabelbaum des Decoders montiert. Die Schnittstelle gilt als veraltet, weil sie lediglich 2 Lichtausgänge anbietet und keinen Anschluss für den Decoder "Plus" hat. Seit dem Jahre 2010 wird die Next18 Schnittstelle für Neukonstruktionen empfohlen.
Anschlussfarben nach NEM652 Die Norm NEM 652 definiert eine 8-polige Steckschnittstelle zwischen Triebfahrzeug und Lokdecoder. Der genormte Stecker besitzt zweimal vier Pins und ist am Decoder befestigt. Entsprechend muss eine Buchse in der Lok installiert sein. Diese Steckernorm ist in der Spurgröße H0 weit verbreitet. Gegenüber der NEM651 hat die NEM652 den Vorteil, dass Decoder(+) am Stecker zur Verfügung steht.
Anschlussfarben der NEM658 ==> PluX- Schnittstelle Die PluX Schnittstelle wurde von Uhlenbrock und der Fleischmann auf den Weg gebracht. Hier wurden die Probleme mit der NEM660 beseitigt. Ziel war es für die Spürgrößen H0, N und TT eine Schnittstelle mit möglichst vielen Lichtausgängen zu schaffen und darüber hinaus dem Decoder ein schmales Design zu verpassen. Allerdings ist das schmale Design bei den PluX 8, 12 und 16 doch nicht wirklich erreicht. Die Produzenten bauen hier mittlerweile deutlich kleine Decoder. Interessant ist noch dieser Hinweis: Im Konzept waren 4 PluX Schnittstellen vorgesehen. Die Schnittstelle PluX8 wurde jedoch nie realisiert, da es für kleine Maßstäbe nicht interessant war. PluX12 wird sehr häufig verwendet. Gegenüber der PluX16 fehlen nur SUSI, Masse und Puffer Kondensator (+).
Vergrößern - Bild anklicken Anschlussfarben der NEM660 ==> MTC-Schnittstelle Die MTC Schnittstelle ist ebenfalls, wie die PluX eine moderne Schnittstelle die Anfang 2000 von Märklin und ESU entwickelt wurde. Diese Schnittstelle bietet 21 Kontakte (tatsächlich 22) zur Signalübertragung. Von denen 22 Kontakten werden aber nur 21 verwendet werdet, Pin 11 dient als Verpolungsschutz (Index-Pin, Markierung für die Orientierung) Die Entwicklung dieser Schnittstelle war nötig, da mit den 8 Kontakten der alten NEM362-Schnittstelle nicht mehr alle Funktionen (z. B. Sound) moderner Modellbahn-Digitaldecoder weitergeleitet werden können. Für Märklin bietet die Schnittstelle den Vorteil, dass über die beiden Hall-Anschlüsse und die drei Motoranschlüsse auch der Modellbahn-Sinus-Motor des Unternehmens an diese Schnittstelle angeschlossen werden kann. Die Schnittstelle besteht aus einem 2-reihigen Industriestecker im Rastermaß. Leider widersprachen sich die Normblätter der NMRA und des MOROP. Die Firma ESU verwendete die Variante mit Logikpegel. Die Firmen Märklin, Trix, Rivarossi die ursprüngliche Version mit verstärkten Lichtausgängen. Empfehlenswert ist diese Schnittstelle allerdings nicht. Hier ist die PluX Schnittstelle eindeutig die bessere Wahl. Für Modellbahner ist es wichtig, dass er genau weiss um welche Schnittstelle es sich handelt. Die MTC Schnittstelle ist von der PluX-Schnittstelle nur schwer zu unterscheiden. Leider führt eine Verwechslung der Schnittstelle zu Fehlfunktionen und auch zu Beschädigungen am Modell oder Decoder. Deshalb immer genau nachlesen, welche Schnittstelle der Decoder besitzt, bzw welche Schnittstelle ggf. in der Lok vorhanden ist.
Vergrößern - Bild anklicken Anschlussfarben der NEM662 ==> Next18 Schnittstelle Die Next-Schnittstelle ist ideal für die Spur: H0, TT und N. Sie ist dazu gedacht die NEM651 abzulösen. Die Schnittstelle ist sehr klein, bietet aber trotzdem viele Anschlussmöglichkeiten für Zusatzfunktionen. Es sind zwei Varianten vorhanden:
Next18S für Decoder mit Sound.
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