Die Farbenlehre bei der Modellbahnelektronik für H0, TT und N



Inhaltsverzeichnis

Märklin-Farbenlehre - Analog und Digital

Trix Farbenlehre analog - H0 und N-

Arnold Farbenlehre analog - N -

Piko Farbenlehre - Analog - H0 -

Rokal Farbenlehre - Analog - TT

Tillig Farbenlehre - Analog - TT

Digitale Farbenlehre - N0, TT , N



    Bei der Verkabelung der Modellbahnanlage hat jeder Modellbahnhersteller so seine Farbenlehre. Die meisten noch aktiven Modellbahnhersteller halten sich mittlerweile an die Farbenbezeichnung der NEM. Nur Märklin hat weiterhin seine eigene Farbenlehre bei ihren elektrischen Produkten.
    Auch im digitalen Zeitalter hält Märklin an seiner eigenen Farbenlehre fest. Es ist deshalb insbesondere bei der Digitalisierung von Märklinmodellen auf die Decoderbeschreibung zu achten, da die Kabelfarben nach NEM (bei den DCC-Decoder) nicht in Einklang mit den Märklin Kabelfarben steht.
    Bei den Gleichstromherstellern gibt es hier eigentlich kein Problem. Hier richten sich die Hersteller schon seit langen nach den NEM's
    Um euch einen Überblick zu geben, dienen die nachfolgenden Ausführungen.


    Die Märklin Farbenlehre
    Die Firma Märklin hat eine eigene Farbenlehre bei der elektrischen Verdrahtung. Märklin hält sich nicht an die NEM-Norm. Deshalb ist insbesondere beim Einbau von Fremdprodukten sehr auf eine korrekte Beschreibung und Verkabelung zu achten. Damit dies leichter fällt, nachfolgend die von Märklin grundsätzlich verwendeten Farbbelegungen.


    Märklin-Farbenlehre
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    Grundsätzlich gilt somit folgendes sowohl für die Kabel als auch die Stecker:
    • Rotes Kabel mit rotem Stecker --> Bahnstrom oder auch Leiter
    • Braunes Kabel mit braunen Stecker --> Masse
    • Gelbes Kabel mit gelbem Stecker --> Leitung für Lichtstrom
    • Blaues Kabel mit rotem Stecker --> Steuerleitung bei Magnetartikeln für Stellung „rund“ (Weiche) oder „Halt“ (Signal)
    • Blaues Kabel mit grünem Stecker --> Steuerleitung bei Magnetartikeln für Stellung „gerade“ (Weiche) oder „Fahrt“ (Signal)
    • Blaues Kabel mit orangen Stecker --> Steuerleitung bei Signalen für Stellung „Langsamfahrt“ (Signal)

    Für sonstige Anwendungen (Zubehörartikel, Gleisbesetztmeldungen u.s.w.) sind keine Kabelfarben angegeben. In diesen Fällen sollten graue Kabel verwendet werden.

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    Die Trix Farbenlehre

    Die Minitrix-Farbenlehre - analog
    Trix und auch das ehemalige Minitrix hat seine eigene Farbenlehre - bis zur Übernahme von der Fa. Märklin um die Jahrtausendwende. Die hier vorgestellte Farbenlehre von Trix entspricht der Farbenlehre der ehemaligen Firma Trix aus Nürnberg. Alle Trix Modelle die von der Fa. Märklin stammen haben andere Farben und sind hier nicht dargestellt.


    Minitrix-Farbenlehre
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    Die Trix-Express - Farbenlehre - analog
    Die Firma Trix hat bis zur Übernahme durch die Fa. Märklin unter dem Namen Trix-Express eine vollständige Dreileiter Gleichstromanlage H0 im Verkaufsprogramm. Dieses System wurde nach dem Krieg auf dem Markt gebracht. Da es noch viele Trix-Express Freunde gibt, haben wir die Kabelfarben für die Trix-Express Artikel nachfolgend dargestellt:


    Trix-Express-Farbenlehre
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    Die Arnold Farbenlehre - analog
    Die ehemalige Firma Arnold aus Nürnberg hat nach unseren Reserchen keine Kabelfarbentabelle aufgestellt. Nach den Unterlagen von Arnold ist aber dennoch ein Farbenschema erkennbar, das wir nachfolgend dargestellt haben. Bitte verwechselt das Farbenschema nicht mit den Hornby / Arnold Modellen.


    Arnold Farbenlehre
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    Die Piko Farbenlehre - analog
    Die Firma Piko hat zu DDR Zeiten kein einheitliches Farbschema. Die Anleitungen waren größtenteils nicht farbig gehalten. Seit Piko nach der Wiedervereinigung Deutschlands wieder eine selbstständige Firma ist, orientieren sich die Kabelfarben nach der NEM605 (siehe weiter unten)

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    Die Rokal Farbenlehre - analog
    Die Firma Rokal besteht nicht mehr. Dennoch gibt es noch viele Rokalbahner. Für diesen Personenkreis nachfolgend die von Rokal verwendeten Kabelfarben:

    Farbenlehre für die Verkabelung von Rokal Loks
    Farbe BedeutungBeschreibung
    rotPlusleitervon Motorbürstenhalter zur Stromabnehmerfeder
    blauMasse-
    gelban Masse Stirnlampe bzw. Rücklampe
    grünPlusleiter an Stirnlampe bzw. Rücklampe3 bzw. 5
    Schaltungsskizze:
    Rokal-Farbenlehre
    Grundsätzliche Verkabelung einer Rokallok
    Schaltungsskizze:
    Rokal-Farbenlehre
    Verkabelung von Drehgestellloks mit Vor- und Rückwärtsbeleuchtung
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    Farben für Signal- und Weichenschaltungen
    Farbe BedeutungNr.
    gelbNullleiter0
    schwarzBeleuchtung1
    grünFahrt frei bzw. Weichenschaltung links2 bzw. 4
    rotHalt bzw. Weichenschaltung links3 bzw. 5
    Schaltungsskizze:
    Rokal-Farbenlehre
    Grundsätzliche Verkabelung einer Rokal-Weiche
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    Tillig Farbenlehre
    Wir haben hier nachfolgend die Anschlussfarben von Tillig für Funktionsgeräte dargestellt:


    Tillig-Farbenlehre
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    Die Farbenlehre in der digitalen Welt (gilt nicht für Märklin)
    Die Farbenlehre gilt für das DCC-Digital-Protokoll

    Analoge Loks können mit Decodern digital nachgerüstet werden. Der Motor in der Lok muss aber in jedem Fall potentialfrei sein. d.h. er darf keine Verbindung zum Gehäuse (Masse), oder Spannungszuführung (+, Radschleifer) haben. Nachfolgend werden die Farbschemata für verschiedene Schnittstellenstecker dargestellt. An diese Schnittstellenstecker können dann die entsprechenden Lokdecoder angeschlossen werden.


    Anschlussfarben nach NEM605
    Viele Modellbahnhersteller halten sich bei den Verdrahtungsfarben an die NEM 605. Die Norm regelt die Verdrahtungsfarben (Stromversorgung, Steuergeräte, Zubehör) und deren Anschlüsse an die Gleisanlage. Dies erleichtert die Anlagenverdrahtung, die Fehlersuche und die Arbeit mit den Schaltplänen sowie das Zusammenstellen von Modul-Anlagen.


    NEM-Farbenlehre
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    Anschlussfarben nach NEM651
    Die NEM651 wurde in den 1990er Jahren eingeführt. Die Norm NEM 651 definiert eine 6-polige digitale Steckschnittstelle zwischen Lok und Lokdecoder. Der genormte Stecker besitzt einmal sechs Pins und ist am Decoder befestigt. Entsprechend muss eine Buchse in der Lok installiert sein. Bevorzugt ist diese Schnittstelle in N-Loks zu finden. Die ehemalige Firma Fleischmann, Nürnberg, benutzte diese Schnittstelle aber auch in H0 Modellen. In diesem Fällen werden die NEM651 Stifte am Kabelbaum des Decoders montiert. Die Schnittstelle gilt als veraltet, weil sie lediglich 2 Lichtausgänge anbietet und keinen Anschluss für den Decoder "Plus" hat. Seit dem Jahre 2010 wird die Next18 Schnittstelle für Neukonstruktionen empfohlen.

    Kontakt AnschlussFarbe
    1Motoranschluss 1orange
    2Motoranschluss 2grau
    3Stromabnahme rechts (in Fahrtrichtung) rot
    4Stromabnahme links (in Fahrtrichtung) gegen Masse schwarz
    5Beleuchtung vorne weiß
    6Beleuchtung hintengelb


    NEM-651
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    Anschlussfarben nach NEM652
    Die Norm NEM 652 definiert eine 8-polige Steckschnittstelle zwischen Triebfahrzeug und Lokdecoder. Der genormte Stecker besitzt zweimal vier Pins und ist am Decoder befestigt. Entsprechend muss eine Buchse in der Lok installiert sein. Diese Steckernorm ist in der Spurgröße H0 weit verbreitet. Gegenüber der NEM651 hat die NEM652 den Vorteil, dass Decoder(+) am Stecker zur Verfügung steht.

    Kontakt AnschlussFarbe
    1Motoranschluss rechts (in Fahrtrichtungorange
    2Licht hinten (-)gelb
    3nicht belegt oder F1weiß
    4Stromabnahme Schiene links (in Fahrtrichtung)schwarz
    5Motoranschluss links (in Fahrtrichtung) grau
    6Licht vorne (-)weiß
    7gemeinsamer Pluspol (+) für Beleuchtung und Funktionenblau
    8Stromabnahme Schiene rechtsrot


    NEM-652
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    Anschlussfarben der NEM658 ==> PluX- Schnittstelle
    Die PluX Schnittstelle wurde von Uhlenbrock und der Fleischmann auf den Weg gebracht. Hier wurden die Probleme mit der NEM660 beseitigt. Ziel war es für die Spürgrößen H0, N und TT eine Schnittstelle mit möglichst vielen Lichtausgängen zu schaffen und darüber hinaus dem Decoder ein schmales Design zu verpassen.
    Allerdings ist das schmale Design bei den PluX 8, 12 und 16 doch nicht wirklich erreicht. Die Produzenten bauen hier mittlerweile deutlich kleine Decoder.
    Interessant ist noch dieser Hinweis:
    Im Konzept waren 4 PluX Schnittstellen vorgesehen. Die Schnittstelle PluX8 wurde jedoch nie realisiert, da es für kleine Maßstäbe nicht interessant war.
    PluX12 wird sehr häufig verwendet. Gegenüber der PluX16 fehlen nur SUSI, Masse und Puffer Kondensator (+).


    NEM-658 NEM-658

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    Anschlussfarben der NEM660 ==> MTC-Schnittstelle
    Die MTC Schnittstelle ist ebenfalls, wie die PluX eine moderne Schnittstelle die Anfang 2000 von Märklin und ESU entwickelt wurde. Diese Schnittstelle bietet 21 Kontakte (tatsächlich 22) zur Signalübertragung. Von denen 22 Kontakten werden aber nur 21 verwendet werdet, Pin 11 dient als Verpolungsschutz (Index-Pin, Markierung für die Orientierung)
    Die Entwicklung dieser Schnittstelle war nötig, da mit den 8 Kontakten der alten NEM362-Schnittstelle nicht mehr alle Funktionen (z. B. Sound) moderner Modellbahn-Digitaldecoder weitergeleitet werden können.
    Für Märklin bietet die Schnittstelle den Vorteil, dass über die beiden Hall-Anschlüsse und die drei Motoranschlüsse auch der Modellbahn-Sinus-Motor des Unternehmens an diese Schnittstelle angeschlossen werden kann.
    Die Schnittstelle besteht aus einem 2-reihigen Industriestecker im Rastermaß.
    Leider widersprachen sich die Normblätter der NMRA und des MOROP. Die Firma ESU verwendete die Variante mit Logikpegel. Die Firmen Märklin, Trix, Rivarossi die ursprüngliche Version mit verstärkten Lichtausgängen. Empfehlenswert ist diese Schnittstelle allerdings nicht. Hier ist die PluX Schnittstelle eindeutig die bessere Wahl. Für Modellbahner ist es wichtig, dass er genau weiss um welche Schnittstelle es sich handelt.
    Die MTC Schnittstelle ist von der PluX-Schnittstelle nur schwer zu unterscheiden. Leider führt eine Verwechslung der Schnittstelle zu Fehlfunktionen und auch zu Beschädigungen am Modell oder Decoder. Deshalb immer genau nachlesen, welche Schnittstelle der Decoder besitzt, bzw welche Schnittstelle ggf. in der Lok vorhanden ist.


    NEM-660

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    Anschlussfarben der NEM662 ==> Next18 Schnittstelle
    Die Next-Schnittstelle ist ideal für die Spur: H0, TT und N. Sie ist dazu gedacht die NEM651 abzulösen. Die Schnittstelle ist sehr klein, bietet aber trotzdem viele Anschlussmöglichkeiten für Zusatzfunktionen. Es sind zwei Varianten vorhanden:
      - Next18 für reine Lokdecoder
      Next18S für Decoder mit Sound.
    Der Unterschied liegt in der Größe. Der Next18S fällt größer aus, damit der Sounddecoder Platz findet. Ferner können die Anschlüsse für den Lautsprecher alternativ als Funktionsausgänge belegt werden.


    Next18
    Kontakt AnschlussFarbe
    1Stromabnahme (Gleis) rechts in Fahrtrichtungrot
    2Motor (+) orange
    3AUX1grün
    4SUSI, AUX3weiss
    5Masse weiss
    6Plusblau
    7AUX6, Lautsprecherviolett
    8Licht vorne - in Fahrtrichtungweiss
    9Stromabnahme links (Gleis) - in Fahrtrichtungschwarz
    10Stromabnahme (Gleis) links - in Fahrtrichtungschwarz
    11Motor linksgrau
    12AUX2braun
    13SUSU, AUX4weiss
    14Masse (-)weiss
    15Plusblau
    16Lautsprecher, AUX5violett
    17Licht hinten - in Fahrtrichtunggelb
    18Gleis rechts - in Fahrtrichtungrot
    Next18S
    Kontakt AnschlussFarbe
    1Stromabnahme (Gleis) rechts in Fahrtrichtungrot
    2Motor (+) orange
    3AUX1grün
    4SUSI, AUX3weiss
    5Masse weiss
    6Plusblau
    7AUX6, Lautsprecherviolett
    8Licht vorne - in Fahrtrichtungweiss
    9Stromabnahme links (Gleis) - in Fahrtrichtungschwarz
    10Stromabnahme (Gleis) links - in Fahrtrichtungschwarz
    11Motor linksgrau
    12AUX2braun
    13SUSU, AUX4weiss
    14Masse (-)weiss
    15Plusblau
    16Lautsprecher, AUX5violett
    17Licht hinten - in Fahrtrichtunggelb
    18Gleis rechts - in Fahrtrichtungrot
    NEM-662
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