Modellbahninfos -- hier: Das Trix-ems-System - Teil 3 - der Anlagenbau
     


Modellbahninfos

Die elektronische Mehrzugsteuerung -- e.m.s.

-- Das Trix e.m.s-Mehrzugsystem

Teil 3


Inhaltsverzeichnis

Das Trix 2000 e.m.s-Systems

- Die Stromkreise im e.m.s-Systems


Titelbild





Das Trix 2000 e.m.s. System
Beim Trix 2000 System handelt es sich um eine Erweiterung des e.m.s. Systems durch eine Infrarot Fernbedienung. Trix brachte das System in den 1970er Jahren auf den Markt. Mit der Einführung des Selectrix Systems ab dem Jahre 1984 wurde die Produktion von Trix 2000 System eingestellt. Es gibt dieses System aber immer noch im Gebrauchthandel.
Trix 2000 eröffnete die erste drahtlose Steuerung einer Modellbahn. Drahtlos konnten aber nicht nur die Loks, sondern auch Magnetartikel geschaltet werden. Dazu werden sog. Schalteinheiten, an die Weichen, Formsignale, Relais angeschlossen werden können. Diese Schalteinheiten übernehmen die Aufgabe der bisherigen Trix-Schalter. Mit dem System, dass das e.m.s System einschließt, können bis zu 4 Loks gleichzeitig und unabhängig voneinander gesteuert werden. Ferner können max. 48 Magnetartikel geschaltet werden Durch die neuartige Geschwindigkeitsregelung kann ein sanftes Anfahren und Bremsen, wie es dem Vorbild, erreicht werden. Wichtig zu wissen ist, dass über den Trix 2000 Infrarotsender nicht die Lok selbst, sondern das ihr zugeordnete Fahrpult gesteuert wird. So kann die Lok auch dann fahren, wenn sie nicht im "Einzugsbereich" der Infrarot-Strahlen ist. Es können mit dem System auch die vorhandenen Fahrzeuge und Gleisanlagen unverändert weiter verwendet werden.
Das Trix 2000 System besteht somit aus:
  • dem Fahrbereich mit dem Basis-Set (56-5513-00) und den max möglichen zwei e.m.s. Zusatzempfänger (56-5514-00)
  • dem Schaltbereich mit denn max. möglichen drei Schaltempfängern (56-5515-00)

Das Basis Set (56-5513-00) und die Zusatzempfänger für die Loksteuerung
Das Basis Set (56-5513-00) umfasste folgenden Komponenten:
  • TRIX 2000-Sender
  • TRIX 2000-Empfängereinheit
Damit können zwei Triebfahrzeuge ferngesteuert werden. Der Sender ist bereits für die Steuerung von zwei weiteren Zügen (e.m.s. Ausführung), sowie zur Auslösung von 3 x 16 = 48 Schaltfunktionen über die Impuls-Schalteinheit ausgerüstet. Zur Stromversorgung sind zwei Trafos mit 14 bis 16 Volt (Gleich- oder Wechselspannung) und mind. je 1 A erforderlich. An das Basis Set können dann bis zu zwei TRIX 2000 e.m.s. Zusatzempfänger (56-5514-00) - für je eine e.m.s.-Lok - angeschlossen werden. Um auch die e.m.s. Züge mit dem System fahren zu können, gehört zur Trix 2000 Empfängereinheit für den Zug A und B (Basis Gerät). noch das Trix 2000 e.m.s. Zusatzgerät 56-5514-00 für den Zug C und das Zusatzgerät 56-5514-00 für den Zug D (siehe nachfolgendes rechtes Bild).

Technische Daten des Basis-Sets (56-5513-00
  • Impulscodierung: 7 bit
  • Leistungsabgabe an Klemmen (rot/blau):
        A/C -- 14 V -- 1,1 A
       B/D -- 14 V -- 1,1 A
  • Anschluss: Steckbuchsen nach DIN 41524
  • für e.m.s. Zusatzgerät: 7-polig
  • für Schalteinheit: 6-polig
  • Stromversorgung: 2 x 14 bis 16 Volt - 1,8 A über vieradriges Kabel
  • Kurzschlusssicherung: 2 fach (thermisch und elektronisch)
  • Abmessung: 115 x 156 x 90 mm

Technische Daten e.m.s Zusatzgerät (56-5514-00
  • Anschluss primär und sekundär: 7-polige Steckverbindung nach DIN 41524 an Empfängereinheit
  • Ausgangsleistung: max. 14 VA
  • Abmessung: 115 x 156 x 90 mm



Basis-Set 56-5513-00


Basis Set Nr. 56-5513-00 + zwei - e.m.s. Zusatzempfänger Nr. 56-5514-00
Mit dieser Ausstattung sind max. 4 Züge steuerbar (2 Gleichstromloks + 2 e.m.s. Loks).


e.m.s. Zusatzempfänger Nr. 56-5514-00

Um auch Magnetartikel und Lichtsignalanlagen (geht nur über ein Relais) mit diesem Systen steuern zu können, wird noch eine Schalteinheit (56-5515-00) benötigt.

Die Trix 2000 Schalteinheit 56-5515-00
Die Schalteinheit wird benötigt um Magnetartikel schalten zu können. Die Schalteinheit ist mit einer Infrarot-Fernsteuerung - als Impuls-Schalteinheit - ausgestattet. Die Schaltung von Lichtsignalen ist nur über ein Relais möglich, da Lichtsignale eine Dauerschaltung benötigen. Es können bis zu drei Schalteinheiten an das System angeschlossen werden.


Schalteinheit 2000 -- 56-5515-00


Schaltschema für die Trix 2000 Schalteinheit -- 56-5515-00
Das Bild zeigt die maximal mögliche Ausstattung des Trix 2000 Systems.


Anschlussschema für die Trix 2000 Schalteinheit -- 56-5515-00

Wie dem obigen rechten Bild zu entnehmen ist, werden an die Anschlüsse 1 bis 16 der Trix 2000 Schalteinheit, die Schaltleitungen der Magnetartikel, wie Weichen, Formsignale, Entkupplungsgleis, Relais etc. angeschlossen. Die Entkupplungsgleise sollen möglichst nur an die Klemmen 5 bis 16 angeschlossen werden, da die Klemmen 1 bis 4 mit einer Kurzzeitschaltung (0,3 sec) - unabhängig vom Tastendruck- belegt sind. Die 16 Schaltfunktionen einer Trix 2000 Schalteinheit können beliebig auf Weichen, Formsignale und Weichen verteilt werden. Jede der Funktionstasten 1 bis 16 am Sender löst immer nur eine Funktion über die Anschlussklemmen 1 bis 16 aus.
Beispiel:
  • Weiche: Taste 1 auf "Gerade"
  • Weiche: Taste 2 auf "Abzweig"
  • Signal: Taste 3 auf "Halt"
  • Signal: Taste 4 auf "Fahrt"
  • Enkupplungsgleis: Taste 5
Es können über eine Schalteinheit, ferngesteuert, bis zu 8 Weichen, Formsignale und Relais gesteuert werden. Ferner 12 Entkupplungsgleise. Bei Weichenstraßen gilt folgendes:
Parallel geschaltete Weichen gelten, da sie auf zwei Anschlüsse geschaltet werden, als eine Weiche.

Der Trix 2000 Sender
Damit die Züge und die Weichen auch ferngesteuert werden können, wird noch der Trix 2000 Infrarotsender benötigt. Dieser ist im Basis-Set Nr. 56-5513-00 enthalten. Der Sender benötigt zum Betrieb eine 9 Volt Block Batterie. Dem nachfolgende Bild kann die Benutzung des Senders entnommen werden.


Bild 1: Trix 2000 Sender

Bild 2: Einstellung der Schalteinheit auf Taste I

Bild 3: Einstellung der Schalteinheit auf Taste II


Bild 4: Einstellung der Schalteinheit auf Taste III

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Vorwahltasten I, II und III auf dem Trix 2000 Sender. Mit diesen Vorwahltasten werden die drei möglichen Schalteinheiten angesteuert. Also Schalteinheit I bis Schalteinheit III. Um die jeweiligen Schalteinheiten gezielt ansprechen zun können, muss eine Drahtbrücke (auf der rechten Seite der Schalteinheit) an der jeweiligen Schalteinheit um geklemmt werden. Im Auslieferungszustand sind die Schalteinheiten auf Vorwahltaste I eingestellt. Das bedeutet, die Drahtbrücke ist in Klemme I (von Klemme III) geklemmt. Soll die Schalteinheit auf Vorwahltaste II eingestellt werden, so ist der Draht von Klemme I auf Klemme II umzuklemmen (Drahtbrücke von Klemme II auf III). Bei der Einstellung der Schalteinheit auf Taste III ist die Drahtbrücke nur auf Klemme III einzuklemmen. Diese Einstellungen sind unabhängig von der Reihenfolge, in der die Schalteinheiten tatsächlich aneinander angeschlossen sind.
Das obigen Bilder 2 bis 4 zeigen die entsprechenden Einstellungen.

Die Steuerung der Loks über den Trix 2000 Sender erfolgt nicht - wie sonst üblich - über einen Drehknopf, sondern über die grünen Drucktasten am Sender. Für jeden Zug (A,B,C,D) sind jeweils zwei Drucktasten vorhanden. Bei Druck auf die hellgrüne Taste fährt die Lok "vorwärts". Bei Druck auf die dunkelgrüne Taste "rückwärts". Die Geschwindigkeit wird dadurch geregelt, dass die jeweilige hellgrüne bzw. dunkelgrüne Taste gedrückt gehalten wird. Wird die Taste nur kurze Zeit gedrückt, fährt die Lok mit der gleichen Geschwindigkeit weiter, die er beim loslassen der Taste hatte. Mit ein wenig Übung geht dies in "Fleisch und Blut" über. Falls ein Problem auf der Anlage auftritt kann die rote Taste am Sender gedrückt werden. Dadurch werden alle Loks gestoppt. Danach muss aber jede Lok wieder einzeln angefahren werden. Auch Vorwahl für die Schalteinheiten wird durch die Stopp-Taste aufgehoben.
Um Magnetartikel schalten zu können, muss zuerst die entsprechende Vorwahltaste (I,II oder III) gedrückt werden. Dann, innerhalb von rd. 3 Sekunden ist dann die jeweilige Funktionstaste zu drücken (1 bis 16), die den Magnetartikel anspricht.
Technische Daten
  • Infrarot Spektrum: 850 - 900 nm
  • Impulsmodelierung: 7 bit-Codierung
  • Modulationsfrequenz: 31,25 kHz
  • Stromversorgung: 9 Volt Block Batterie


Der Gleisanschluss im Trix 2000 System
Das Trix 2000 System ist für alle Gleichstromanlagen geeignet. So können alle Zweileitersysteme und auch das Trix-Express Dreileitersystem mit dem Trix 2000 betrieben werden. Die nachfolgenden Bilder zeigen die Anschlussmöglichkeiten:


Gleisanschluss an Gleichstrom Zweileitersystem (H0, TT, N)


Gleisanschluss an Gleichstrom Dreileitersystem Trix-Express


Gleisanschluss an zwei getrennte Stromkreise Zweileiter (H0,TT,N)


Zusätzliche Hinweise zum Trix 2000 System
Die Stromversorgung der Magnetartikel, darf aus technischen Gründen, nicht mit aus der Stromversorgung der Trix 2000 Empfängereinheit gedeckt werden. Es ist also hier eine eigene Stromquelle erforderlich (Wechselstromtrafo). In der Regel reicht ein Wechselstromtrafo mit 1 A aus. Sollen gleichzeitig mehrere Magnetartikel geschaltet werden, so sollte ein stärkerer Trafo zum Einsatz kommen (pro Magnetartikel ist mit ca. 0.6 A Stromverbrauch zu rechnen).
Lichtsignale können nicht direkt an die Trix-Schalteinheit angeschlossen werden, da sie Dauerstrom benötigen. Mit Hilfe eines Relais (z.B. Trix 56-6591-00) können auch Lichtsignale mit der Schalteinheit betätigt werden. Nachfolgend wird eine entsprechende Schaltung dargestellt.


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Die Stromkreise im e.m.s-System
Genauso wie im Digitalbetrieb, muss man beim e.m.s-System aufpassen, wenn mehrere Stromkreise eingerichtet werden müssen, da wegen der Größe der Anlage die Leistung der angeschlossenen Trafos an einem Stromkreis nicht mehr ausreichen.
Da es im e.m.s. System keine Booster gibt hat Trix hierfür ein Stromkreisbrückenmodul entwickelt. Die Artikel-Nr. 56-6574-00 oder 66575
Mit diesem Modul wird es ermöglicht mit nur einem e.m.s. Steuergerät eine e.m.s. Lok (H0, TT oder N) über zwei, drei oder vier Normalstromkreise zu fahren. Die gesamte Modellbahanlage wird somit für die e.m.s. Loks zu einem einzigen Stromkreis unter Beibehaltung der Normalstromkreise. Desweiteren ermögliucht das Stromkreisbrückenmodul den Betrieb einer e.m.s-Lok auf Gleisen, die für den normalen analogen Fahrstrom abgeschaltet sind (z.B. Abstellgleise, Signal-Trennstrecken etc). Damit wird z. B. das Rangieren im Bahnhof einfacher. Mit diesem Baustein können jeweils zwei beliebige Trennstellen überbrückt werde Wir haben nachfolgend auf Bildern dargestellt, wie der Einsatz duieser Stromkreisbrücke auf einer Gleichstrommodellbahnanlage erfolgen kann.


ems-Stromkreisbrücke
    ems-Stromkreisbrücke
    ems-Stromkreisbrücke
    ems-Stromkreisbrücke

Auf dem obigen rechten Bild sind drei Stromkreise dargegestellt. Die drei Stromkreise können von einer e.m.s-Lok durchgehend befahren werden. Von einer analogen Lok (ohne e.m.s. Baustein) kann entweder nur der Stromkreis 1, 2 oder 3 befahren werden.

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