Modellbahninfos -- hier: Das Trix-ems-System - Teil 1 - das e.m.s. System
     


Modellbahninfos

Die elektronische Mehrzugsteuerung -- e.m.s.

-- Das Trix e.m.s-Mehrzugsystem

Teil 1



Inhaltsverzeichnis

- Einführung

- Die Funktion des e.m.s-Systems

- Der Aufbau des e.m.s-Systems

- Der e.m.s. - Baustein


Titelbild



Einführung
Im folgenden Aufsatz wollen wir euch über ein - vor dem Digitalzeitalter - von der noch eigenständigen Firma Trix, Nürnberg eingeführten Mehrzugsystem informieren, das unter dem Namen Trix e.m.s-System bekannt geworden ist. Die Firma Trix führte Anfang der 1970-er Jahre das "EMS" Systems ein. Eine mit EMS-Decoder ausgestattete Lok konnte nun zusammen mit einer konventionellen Lokomotive in einem Stromkreis betrieben wer­den. Die Gleichspannung des konventionellen Fahrpultes wurde in einem speziellen e.m.s.-Fahrpult mit einer konstanten digital modulierten Steuerspannung für eine EMS-Lokomotive überlagert (9,5 kHz). Der Motor der konventionellen Lok ist für diesen "hochfrequenten" EMS-Anteil unempfindlich und reagiert nur auf den Gleichspannungsanteil. Die Birnchen dieser Lok "sehen" aber auch den EMS-Anteil und leuchten unabhängig von der eingestellten Geschwindigkeit mit konstanter Helligkeit. In Kombination mit dem Trix-Express Schienensystem und einer Oberleitung war es nun möglich, auf einem Gleis insgesamt 6 Lokomotiven unabhängig voneinander zu steuern. Allerdings erfordert dies 3 analoge und drei e.m.s.-Fahrpulte..
Das Thema „e.m.s.“ (Elektronische Mehrzugsteuerung) ist sicherlich nichts für "junge" Modelleisenbahner, die sich mit der neuesten Digitaltechnik beschäftigen. Dieses Thema berührt die Modelleisenbahner, die in den 60er Jahren Ihre Trix - Eisenbahn aufgebaut haben und denen dann in den 70iger und 80iger Jahre die ersten Schritte von Trix in eine echte Mehrzugsteuerung aufgezeigt wurde und auch für Erben von diesen Modellbahnanlagen. Das Trix-e.m.s-System ist in jedem Fall als analoger Vorgänger des heutigen digitalen Mehrzugsystems zu bezeichnen.
Nun gibt es natürlich zum Trix-e.m.s-System eine Menge alter Literatur von Trix. Leider hat die Fa. Märklin, die Trix um die Jahrtausendwende übernommen hat, nichts unternommen diese alte Literatur über das ems-System in einem für alle Modellbauer zugänglichen Internet-Archiv aufzulegen.
Viele junge Modellbahner werden sich nun Fragen, was soll die Geschichte mit diesem alten System.
Es ist aber ein Irrtum zu glauben, dass dieses System nicht zeitgemäß ist. Im Gegensatz zu manchen Digitalsystemen ist der Betrieb dieser Mehrzugsteuerung insbesondere für Modellbahner noch interessant, die ihre alte analoge Anlage - aus welchen Gründen auch immer - nicht digitalisieren wollen oder wegen der alten Loks nicht können. Vor allen für die Modellbahner die noch eine Trix-Express Bahn betreiben oder vererbt bekommen haben, ist das e.m.s.System eine Möglichkeit die alten Trix-Express-Loks auch im Mehrzugsystem fahren zu lassen. Hinzu kommt, dass e.m.s.-Schaltungen auch einfach selbst herzustellen sind.
Der Einwand, dass dieses System sich nicht mehr am Markt befindet zählt nicht. Es gibt im Gebrauchthandel noch eine Menge an e.m.s-Geräten und e.m.s-Decodern zu kaufen.
Wir haben uns dieses Themas angenommen, weil noch oft Anfragen von "alten Trixlern" an uns heran getragen werden, denen z.B. ihr e.m.s.-Trafo oder eine andere Komponente dieses System "über den Jordan" gegangen ist und nun eine Lösung suchen, ihr System weiter am laufenden zu halten. Wir wissen, dass der Aufsatz, wie bereits angedeutet, nur einen speziellen Kreis von Modellbahnfreunden anspricht. Dennoch hatten wir bei der Erarbeitung des Aufsatzes viel Freude an der Idee der analogen Mehrzugsteuerung gefunden.
Da es dieses System nicht mehr im Neuhandel gibt und dementsprechend auch nur noch gebrauchte Ersatzteile erhältlich sind, ist es uns sehr wichtig hier auch aufzuzeigen wie man an Schaltpläne kommt um ggf. selbst Reparaturen am System vornehmen zu können.

Seitenanfang





Die Funktion des e.m.s. Systems
Das Prinzip berüht darauf, dass der Gleichspannung eines Gleichstromtrafos, ein Tonfrequenzsignal überlagert wird. Die Frequenz des Signals liegt bei ca. 9 kHz. Die Höhe der e.m.s-Spannung regelt die Geschwindigkeit der e.m.s-Lok. Das nachfolgende Bild zeigt die Überlagerung des Gleichstromsignals und des EMS-Signals.


System
Vergrößern -- Bild anklicken

Wenn das e.m.s-Signal an der roten Gleichspannungslinie gespiegelt wird, erhält man das Signal für die e.m.s-Lok zur Fahrt in die andere Richtung. Wenn die Gleichspannung Null ist, dann liegt immer noch eine Wechselspannung am Gleis an, die dafür sorgt, dass die Beleuchtung in den Fahrzeugen auch dauerhaft leuchtet. Wie bereits ausgeführt, kann eine e.m.s-Anlage keine echte Mehrzugsteuerung vornehmen, wie eine digitale Anlage. Dennoch ist die e.m.s-Technik, die eine kostengünstige Technik darstellt, für kleine und mittlere Anlagen sinnvoll eingesetzt werden.

Die e.m.s.-Technik ist keine Digitaltechnik, kann also keine reine Mehrzugsteuerung sein. Mit der e.m.s-Technik kann nur ein zusätzlicher Zug pro Stromkreis gesteuert werden kann. Dies bedeutet beim Trix–Express - Dreileitersystem eine unabhängige gleichzeitige Steuerung von bis zu sechs Zügen (einschließlich Oberleitungsbetrieb). Beim analogen Zweileitersystem bis zu 4 Züge gleichzeitig. Und mal ehrlich, dass reicht doch den meisten Modellbahnern, oder ???

Wir werden uns hier auch noch mit dem Bau von e.m.s-Bausteinen beschäftigen. Dann wird deutlich werden, dass es schade ist, dass diese Technik für den Modellbahner nicht weitergeführt wurde. Gerade für die kleinen und mittleren Anlagen, die den Großteil der Modellbahnanlagen darstellen, wäre diese Technik preislich und damit erschwinglich geblieben. Aber auch für die Kinder die eine Modellbahn betreiben wollen, ist diese Technik handbarer, als die teilweise komplizierte und nicht immer mit Fahrspaß verbundene teure Digitaltechnik. der Nachteil dieser Technik besteht aber in den Grenzen der Mehrzugsteuerung.

Seitenanfang





Der Aufbau des e.m.s-Systems
Der Aufbau einer e.m.s-Anlage ist einfach. Wir wollen hier die zwei Möglichkeiten aufzeigen und zwar:
    - den Aufbau im Dreileitersystem (Trix-Express-H0)
    - den Aufbau im Zweileitersystem (Minitrix, Fleischmann, Piko, Lima, Rivarossi etc.)

Der Aufbau im Dreileitersystem (Trix-Express) Das nachfolgende linke Bild zeigt die Details eines e.m.s. Fahrreglers. Das Bild in der Mitte zeigt den Anschluss eines e.m.s.-Trafos an einen Gleichstromtrafo. Mit dieser Schaltung können zwei Loks unabhängig voneinander fahren. Die 1. Lok mit dem analogen Trafo ist eine normale analoge Lok. Die 2. Lok die mit dem e.m.s. Fahrregler gefahren wird beinhaltet einen e.m.s. Decoder.
Bei Trix Geräten, passt hier das Farbschema zwischen e.m.s-Trafokabel und Anschlussklemmen.
Für Trafos anderer Fabrikate ist es wichtig, dass Erstens der Wechselstromteil elektrisch isoliert von Gleichstromteil ist und Zweitens auch keine andere Verbindung zum Fahrgleis besteht.


Anschluss-ems-System
Trix - e.m.s. Fahrregler

Anschluss-ems-System Anschluss eines Trix - e.m.s. Fahrreglers an die Anlage. Voraussetzung ist immer ein zusätzlicher Wechselstromanschluss
Anschluss-ems-System Max-Anschlussmöglichkeiten eines e.m.s. Systems

Anschluss-mit reinem Wechselstromtrafo Hier wird der Wechselstromanschluss nicht von der Fahrleitungsseite elektrisch getrennt,
deshalb müssen das blaue und das schwarze Kabel an die braunen Anschlussklemmen kommen.
Diese beiden Kabel sind im e.m.s.-Trafo miteinander verbunden.
Vergrößern -- Bild anklicken

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Grenzen der e.m.s-Technik auf. Manche "Digitaler" werden nun müde lächeln über diese Mehrzugsteuerung. Sie sollten aber beim Lächeln nicht vergessen, dass diese Technik nicht so anfällig ist, als die Digitaltechnik, die schon so manchen Modellbahner an den Rand der Verzweiflung geführt und den Spielspass so richtig zum Erliegen gebracht hat.
Mit dem Trix – e.m.s-System können also 6 Lokomotiven gleichzeitig - 3 Loks ohne e.m.s. und 3 Loks mit e.m.s ausgerüsteter Loks. Auf einer Gleichstrom-Zweileiter-Anlage wären es dann nur 3 Loks (einschl. Oberleitung). Aber reicht das nicht aus ???


Der Aufbau im analogen Zweileitersystem
Das nachfolgende Bild stellt die max. Anschlussmöglichkeiten an ein Zweileitersystem dar.

Anschluss-ems-System-Zweileitersystem
Vergrößern -- Bild anklicken

Seitenanfang





Der e.m.s. Baustein

Die e.m.s Bausteine
Um eine e.m.s. Lok zu werden, muss sie einen sog. e.m.s. Baustein erhalten. Damit wird die Lok für einen e.m.s. Fahrregler befahrbar. Nachfolgend sind zwei Schaltbilder von e.m.s. Bausteinen dargestellt. Wer sich mit dem Verbau von elektronischen Bauteilen auskennt, kann sich mit diesen Schaltbildern selbst einen e.m.s. Baustein für seine Lok herstellen. Wer sich mit Schaltbildern auskennt, der wird merken, dass der Zusammenbau eigentlich sehr einfach ist. Ihr seht aber auch, dass es natürlich die Features wie im Digitalbetrieb mittlerweile üblich - Bremsverzögerung, Anfahrverzögerungen etc. bei e.m.s. nicht gibt. Dafür aber könnt ihr alle alten Gleichstromloks, egal von welchen Hersteller - ohne Probleme und ohne Umbaumaßnahmen (z.B. Entferung der Massekontakte zum Motor, Motorersatz etc.) - auf e.m.s. umrüsten. Wer der Schaltbilder mit smd-Bauelementen baut, kann sie so klein halten, dass sie auch in N-Loks passen. Die max. Stromstärke für diese Bausteine beträgt 1 Ampere. Wir zeigen euch über den nachfolgenden Link die e.m.s Bausteine die speziell für H0.Loks geeignet sind. Ferner beinhaltet die Seite von www.grinsen.de auch Schaltbilder für den Selbstbau von e.m.s-Decodern (Bausteinen).


ems-Bausteine
ems-Baustein

ems-Baustein -Nr. 6571
ems-Baustein

ems-Baustein 07.18 - z.B. für BR112; BR221; BR111; E76; E05
ems-Baustein
Tabelle: e.m.s. Bausteine für H0
ems-Baustein
e.m.s. Baustein - Version 2.0
ems-Baustein

Folgende e.m.s-Bausteine findet ihr über den nachfolgenden Link. Hier geht es zum ----> Link

Die e.m.s-Bausteine für Spur N
Der nachfolgende Link führt euch zu den e.m.s. Bausteinen und Schaltbildern für Spur: N. Hier geht es zum ----> Link
Die nachfolgenden Tabellen listen die e.m.s-Bauteile auf und benennen die entsprechenden Loks, in denen sie eingebaut sind.


e.m.s-Baustein -- N1
Nr. 66568 oder 56 6568 00
Baustein N1 ist in folgende
Trix Lokomotiven eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Ellok BR110 DB 12054
Ellok BR112 DB 12055
Ellok BR110-483-5 DB - blau/beige 12070
Ellok BR112 DB 12155
Ellok BR112 DB 12022
Ellok BR110 183-5 DB 12063
Ellok BR140 DB 12040
Ellok BR111 DB 12162
Ellok BR111 DB 12163
Ellok BR111 DB 12932
Ellok BR140-854-1 DB - grün/schwarz 12487
Ellok BR140-458-1 DB - rot 12931
Ellok E10-1308 DB 12847
Ellok BR140 485-1 DB 12850
Ellok BR111 DB 12931
Ellok BR111 068-3 DB 12932
Ellok BR111 DB - rot12972
ems-Baustein-H0
Markierung auf der Platine: 050674

ems-Baustein-H0
Abmessungen (mm):
L x B x H = 81 x 16 x 11


e.m.s-Baustein -- N2
Art. Nr. 66569 oder 55 6569 00
Der Baustein N2 ist in folgende Trix-Loks eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Ellok Ae 6/6 SBB - grün11404
Ellok Ae 6/6 rot SBB11422
Ellok Ae 6/6 SBB11428
Ellok Ae 6/6 SBB11429
Ellok Ae 6/6 SBB11414
Ellok BR103-113-7 DB11933
Ellok BR103-115-2 DB11936
Ellok Ae 6/6 SBB11939
Ellok BR151 DB - grün/schwarz 12056
Ellok BR103 133-5 DB - grün/schwarz 12057
Ellok BR151 073-4 DB - grün/schwarz 12068
Ellok BR151-025-4 DB12156
Ellok BR103DB - beige/rot12157
Ellok BR155 DB -- türkis/beige12859
Ellok Ae 6/6SBB12860
Ellok BR103DB12930
Ellok BR103 115-2DB12933
Ellok Ae 6/6SBB12936
Ellok Ae 6/6 grünSBB12939
Ellok Ae 6/6 rot SBB12967
Ellok Ae 6/6 SBB12968
Ellok Ae 6/6 SBB14253
ems-Baustein-H0
Markierung auf der Platine: 050674

ems-Baustein-H0
Abmessungen (mm):
L x B x H = 98 x 15 x 12 mm




e.m.s-Baustein - N3
Nr. 66570 bzw. 56-6570-00
Es gibt zwei Varianten
Der Baustein besitzt keine Platinenmarkierung.
Der Baustein N3 ist in folgende
Trix Lokomotiven eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Diesellok BR221-137-3 (ex V 200-1) DB 12061
Diesellok BR221-146-4 DB - blau/beige12079
Diesellok V200 DB 12161
Diesellok V200 DB - altrot12843
Class 42 "Warship"USA12942 bzw 12943
ems-Baustein-N

ems-Baustein-N
Abmessungen (mm):
L x B x H = 98 x 15 x 12 mm
Markierung auf der Platine: 201276
Beide Bausteine wurden unter der selben Artikelnummer vertrieben. Die Anordnung der Tantal-Kondensatoren im linken Baustein und die Kondensatoren im rechten Baustein verhindern einen direkten Austausch.


e.m.s-Baustein -- N4
Art. Nr. 66565 bzw. 56-6565-00
Der Baustein N4 ist in folgende Trix-Loks eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Dampflok BR52 DB12045
Dampflok BR52 DB12051
Dampflok BR52 DB12061
Dampflok BR52 DB12151
Dampflok BR52 ÖBB12805
Dampflok 150 Y mit Wannentender SNCF12083
Dampflok CC 6518 rot/betongrau/oranger SNCF12084
ems-Baustein-N
ems-Baustein-N
                  



e.m.s-Baustein - N5
Nr. 66567 bzw. 56-6567- 00
Der Baustein N5 ist in folgende
Trix Lokomotiven eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Re 4/4 IISBB rot11116
Re 4/4 II SBB11127
Re 4/4SBB grün11130
Re 4/4 II SBB12071
Re 4/4 I SBB12171
Re 4/4SBB grün12861
Re 4/4SBB grau/orange12976
Re 4/4 IISBB rot12977
ems-Baustein-N
ems-Baustein-N
                  


e.m.s-Baustein -- NX
Art-Nr. 66566 NX bzw. 41217617
Der Baustein NX ist in folgende Trix-Loks eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Dampflok BR01 DB12076
Dampflok BR01 DB12176
Dampflok Schnellzug-Dampflok Class 4 A 4-6-2England12946
Dampflok Schnellzug-Dampflok Class 4 A 4-6-2England12947
Dampflok Schnellzug-Dampflok Flying ScotsmanEngland12949
Dampflok Schnellzug-Dampflok Flying ScotsmanEngland12950
ems-Baustein-N
ems-Baustein-N
                  



Seitenanfang

 
Zurück

 
Hauptseite