Modellbahninfos -- hier: Das Trix-ems-System
     


Modellbahninfos

Die elektronische Mehrzugsteuerung -- e.m.s.

-- Das Trix e.m.s-Mehrzugsystem



Inhaltsverzeichnis

- Einführung

- Die Funktion des e.m.s-Systems

- Der Aufbau des e.m.s-Systems

- Die Stromkreise im e.m.s-Systems

- Der e.m.s. Decoder

- Der Selbstbau von e.m.s. Bausteinen

- Die Reparatur von e.m.s Artikel

- Prüfung des e.m.s. - Trafo




Einführung
Im folgenden Aufsatz wollen wir euch über ein - vor dem Digitalzeitalter - von der noch eigenständigen Firma Trix, Nürnberg eingeführten Mehrzugsystem informieren, das unter dem Namen Trix e.m.s-System bekannt geworden ist. Die Firma Trix führte Anfang der 1970-er Jahre das "EMS" Systems ein. Eine mit EMS-Decoder ausgestattete Lok konnte nun zusammen mit einer konventionellen Lokomotive in einem Stromkreis betrieben wer­den. Die Gleichspannung des konventionellen Fahrpultes wurde in einem speziellen e.m.s.-Fahrpult mit einer konstanten digital modulierten Steuerspannung für eine EMS-Lokomotive überlagert (9,5 kHz). Der Motor der konventionellen Lok ist für diesen "hochfrequenten" EMS-Anteil unempfindlich und reagiert nur auf den Gleichspannungsanteil. Die Birnchen dieser Lok "sehen" aber auch den EMS-Anteil und leuchten unabhängig von der eingestellten Geschwindigkeit mit konstanter Helligkeit. In Kombination mit dem Trix-Express Schienensystem und einer Oberleitung war es nun möglich, auf einem Gleis insgesamt 6 Lokomotiven unabhängig voneinander zu steuern. Allerdings erfordert dies 3 analoge und drei e.m.s.-Fahrpulte..
Das Thema „e.m.s.“ (Elektronische Mehrzugsteuerung) ist sicherlich nichts für "junge" Modelleisenbahner, die sich mit der neuesten Digitaltechnik beschäftigen. Dieses Thema berührt die Modelleisenbahner, die in den 60er Jahren Ihre Trix - Eisenbahn aufgebaut haben und denen dann in den 70iger und 80iger Jahre die ersten Schritte von Trix in eine echte Mehrzugsteuerung aufgezeigt wurde und auch für Erben von diesen Modellbahnanlagen. Das Trix-e.m.s-System ist in jedem Fall als analoger Vorgänger des heutigen digitalen Mehrzugsystems zu bezeichnen.
Nun gibt es natürlich zum Trix-e.m.s-System eine Menge alter Literatur von Trix. Leider hat die Fa. Märklin, die Trix um die Jahrtausendwende übernommen hat, nichts unternommen diese alte Literatur über das ems-System in einem für alle Modellbauer zugänglichen Internet-Archiv aufzulegen.
Viele junge Modellbahner werden sich nun Fragen, was soll die Geschichte mit diesem alten System.
Es ist aber ein Irrtum zu glauben, dass dieses System nicht zeitgemäß ist. Im Gegensatz zu manchen Digitalsystemen ist der Betrieb dieser Mehrzugsteuerung insbesondere für Modellbahner noch interessant, die ihre alte analoge Anlage - aus welchen Gründen auch immer - nicht Digitalisieren wollen oder wegen der alten Loks nicht können. Vor allen für die Modellbahner die noch eine Trix-Express Bahn betreiben oder vererbt bekommen haben, ist das e.m.s.System eine Möglichkeit die alten Trix-Express-Loks auch im Mehrzugsystem fahren zu lassen. Hinzu kommt, dass e.m.s.-Schaltungen auch einfach selbst herzustellen sind.
Der Einwand, dass dieses System sich nicht mehr am Markt befindet zählt nicht. Es gibt im Gebrauchthandel noch eine Menge an e.m.s-Geräten und e.m.s-Decodern zu kaufen.
Wir haben uns dieses Themas angenommen, weil noch oft Anfragen von "alten Trixlern" an uns heran getragen werden, denen z.B. ihr e.m.s.-Trafo oder eine andere Komponente dieses System "über den Jordan" gegangen ist und nun eine Lösung suchen, ihr System weiter am laufenden zu halten. Wir wissen, dass der Aufsatz, wie bereits angedeutet, nur einen speziellen Kreis von Modellbahnfreunden anspricht. Dennoch hatten wir bei der Erarbeitung des Aufsatzes viel Freude an der Idee der analogen Mehrzugsteuerung gefunden.
Da es dieses System nicht mehr im Neuhandel gibt und dementsprechend auch nur noch gebrauchte Ersatzteile erhältlich sind, ist es uns sehr wichtig hier auch aufzuzeigen wie man an Schaltpläne kommt um ggf. selbst Reparaturen am System vornehmen zu können.

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Die Funktion des e.m.s. Systems
Das Prinzip berüht darauf, dass der Gleichspannung eines Gleichstromtrafos, ein Tonfrequenzsignal überlagert wird. Die Frequenz des Signals liegt bei ca. 9 kHz. Die Höhe der e.m.s-Spannung regelt die Geschwindigkeit der e.m.s-Lok. Das nachfolgende Bild zeigt die Überlagerung des Gleichstromsignals und des EMS-Signals.


System
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Wenn das e.m.s-Signal an der roten Gleichspannungslinie gespiegelt wird, erhält man das Signal für die e.m.s-Lok zur Fahrt in die andere Richtung. Wenn die Gleichspannung Null ist, dann liegt immer noch eine Wechselspannung am Gleis an, die dafür sorgt, dass die Beleuchtung in den Fahrzeugen auch dauerhaft leuchtet. Wie bereits ausgeführt, kann eine e.m.s-Anlage keine echte Mehrzugsteuerung vornehmen, wie eine digitale Anlage. Dennoch ist die e.m.s-Technik, die eine kostengünstige Technik darstellt, für kleine und mittlere Anlagen sinnvoll eingesetzt werden. Mit der e.m.s-Technik kann nur ein zusätzlicher Zug pro Stromkreis gesteuert werden kann. Dies bedeutet beim Trix–Express - Dreileitersystem eine unabhängige gleichzeitige Steuerung von bis zu sechs Zügen (einschließlich Oberleitungsbetrieb). Beim analogen Zweileitersystem bis zu 4 Züge gleichzeitig. Und mal ehrlich, dass reicht doch den meisten Modellbahnern, oder ???
Wir werden uns hier auch noch mit dem Bau von e.m.s-Bausteinen beschäftigen. Dann wird deutlich werden, dass es Schade ist, dass diese Technik für den Modellbahner nicht weitergeführt wurde. Gerade für die kleinen und mittleren Anlagen, die den Großteil der Modellbahnanlagen darstellen, wäre diese Technik preislich und damit erschwinglich geblieben. Aber auch für die Kinder die eine Modellbahn betreiben wollen, ist diese Technik handbarer, als die teilweise komplizierte und nicht immer mit Fahrspass verbundene teure Digitaltechnik. der Nachteil dieser Technik besteht aber in den Grenzen der Mehrzugsteuerung.

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Der Aufbau des e.m.s-Systems
Der Aufbau einer e.m.s-Anlage ist einfach. Wir wollen hier die zwei Möglichkeiten aufzeigen und zwar:
    - den Aufbau im Dreileitersystem (Trix-Express-H0)
    - den Aufbau im Zweileitersystem (Minitrix, Fleischmann, Piko, Lima, Rivarossi etc.)

Der Aufbau im Dreileitersystem (Trix-Express) Das nachfolgende linke Bild zeigt die Details eines e.m.s. Fahrreglers. Das Bild in der Mitte zeigt den Anschluss eines e.m.s.-Trafos an einen Gleichstromtrafo. Mit dieser Schaltung können zwei Loks unabhängig voneinander fahren. Die 1. Lok mit dem analogen Trafo ist eine normale analoge Lok. Die 2. Lok die mit dem e.m.s. Fahrregler gefahren wird beinhaltet einen e.m.s. Decoder.
Bei Trix Geräten, passt hier das Farbschema zwischen e.m.s-Trafokabel und Anschlussklemmen.
Für Trafos anderer Fabrikate ist es wichtig, dass Erstens der Wechselstromteil elektrisch isoliert von Gleichstromteil ist und Zweitens auch keine andere Verbindung zum Fahrgleis besteht.


Anschluss-ems-System     Anschluss-ems-System     Anschluss-ems-System
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Die nachfolgenden Bilder zeigen die Grenzen der e.m.s-Technik auf. Manche "Digitaler" werden nun müde lächeln über diese Mehrzugsteuerung. Sie sollten aber beim Lächeln nicht vergessen, dass diese Technik nicht so anfällig ist, als die Digitaltechnik, die schon so manchen Modellbahner an den Rand der Verzweiflung geführt und den Spielspass so richtig zum Erliegen gebracht hat.
Mit dem Trix – e.m.s-System können also 6 Lokomotiven gleichzeitig - 3 Loks ohne e.m.s. und 3 Loks mit e.m.s ausgerüsteter Loks. Auf einer Gleichstrom-Zweileiter-Anlage wären es dann nur 3 Loks (einschl. Oberleitung). Aber reicht das nicht aus ???


Der Aufbau im analogen Zweileitersystem
Das nachfolgende Bild stellt die max. Anschlussmöglichkeiten an ein Zweileitersystem dar.

Anschluss-ems-System-Zweileitersystem
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Die Stromkreise im e.m.s-System
Genauso wie im Digitalbetrieb, muss man beim e.m.s-System aufpassen, wenn mehrere Stromkreise eingerichtet werden müssen, da wegen der Größe der Anlage die Leistung der angeschlossenen Trafos an einem Stromkreis nicht mehr ausreichen. Da es keine Booster wie im Digitalbetrieb gibt, muss eine andere Alternative gefunden werden. Diese Alternative lautet e.m.s- Stromkreisbrücke (Trix-Nr. 56-6574-00 oder 66575). Diese Stromkreisbrücke ermöglicht es den Betrieb einer e.m.s-Lok auf Gleisen, die für den Normal-Analog-Fahrstrom abgeschaltet sind wie z.B. Abstellgleise, Signal-Trennstrecken usw. Damit wird z. B. das Rangieren im Bahnhof einfacher. Mit diesem Baustein können jeweils zwei beliebige Trennstellen überbrückt werde


ems-Stromkreisbrücke     ems-Stromkreisbrücke
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Auf dem obigen rechten Bild sind drei Stromkreise dargegestellt. Die drei Stromkreise können von einer e.m.s-Lok durchgehend befahren werden. Von einer analogen Lok (ohne e.m.s. Baustein) kann entweder nur der Stromkreis 1, 2 oder 3 befahren werden.

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Der e.m.s. Decoder

Die e.m.s-Bausteine für Spur H0
Um eine e.m.s. Lok zu werden, muss sie einen sog. e.m.s. Baustein erhalten. Damit wird die Lok für einen e.m.s. Fahrregler befahrbar. Nachfolgend sind zwei Schaltbilder von e.m.s. Bausteinen dargestellt. Wer sich mit dem Verbau von elektronischen Bauteilen auskennt, kann sich mit diesen Schaltbildern selbst einen e.m.s. Baustein für seine Lok herstellen. Wer sich mit Schaltbildern auskennt, der wird merken, dass der Zusammenbau eigentlich sehr einfach ist. Ihr seht aber auch, dass es natürlich die Features wie im Digitalbetrieb mittlerweile üblich - Bremsverzögerung, Anfahrverzögerungen etc. bei e.m.s. nicht gibt. Dafür aber könnt ihr alle alten Gleichstromloks, egal von welchen Hersteller - ohne Probleme und ohne Umbaumaßnahmen (z.B. Entferung der Massekontakte zum Motor, Motorersatz etc.) - auf e.m.s. umrüsten. Wer der Schaltbilder mit smd-Bauelementen baut, kann sie so klein halten, dass sie auch in N-Loks passen. Die max. Stromstärke für diese Bausteine beträgt 1 Ampere. Wir zeigen euch über den nachfolgenden Link die e.m.s Bausteine die speziell für H0.Loks geeignet sind. Ferner beinhaltet die Seite von www.grinsen.de auch Schaltbilder für den Selbstbau von e.m.s-Decodern (Bausteinen).
Folgende e.m.s-Bausteine findet ihr über den nachfolgenden Link. Hier geht es zum ----> Link


ems-Baustein
Tabelle: e.m.s. Bausteine für H0 --- Vergrößern -- Bild anklicken


Die e.m.s-Bausteine für Spur N
Der nachfolgende Link führt euch zu den e.m.s. Bausteinen und Schaltbildern für Spur: N. Hier geht es zum ----> Link
Die nachfolgenden Tabellen listen die e.m.s-Bauteile auf und benennen die entsprechenden Loks, in denen sie eingebaut sind.


e.m.s-Baustein -- N1
Nr. 66568 oder 56 6568 00
Baustein N1 ist in folgende
Trix Lokomotiven eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Ellok BR110 DB 12055
Ellok BR110-483-5 DB - blau/beige 12070
Ellok BR112 DB 12155
Ellok BR112 DB 12022
Ellok BR111 DB 12162
Ellok BR111 DB 12163
Ellok BR111 DB 12932
Ellok BR111-068-3 DB - rot12972
Ellok BR140-854-1 DB - grün/schwarz 12487
Ellok BR140-458-1 DB - rot 12931
Ellok E10-1308 DB 12850

e.m.s-Baustein -- N2
Art. Nr. 66569 oder 55 6569 00
Der Baustein N2 ist in folgende Trix-Loks eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Ellok BR103-113-7 DB11933
Ellok BR103-115-2 DB11936
Ellok BR103DB - beige/rot12157
Ellok BR151 DB - grün/schwarz 12056
Ellok BR151-025-4 DB12156
Ellok BR151 DB -- türkis/beige12859
Ellok BR155-119-1 DB12860
Ellok Ae 6/6 SBB - grün11404
Ellok Ae 6/6 SBB11428
Ellok Ae 6/6 SBB11939
Ellok Ae 6/6 SBB11414
Ellok Ae 6/6 SBB -- rot12967
Ellok Ae 6/6 SBB14253
Ellok Ae 6/6 SBB11429
Ellok Ae 6/6 SBB12968
Ellok Ae 6/6 SBB11422




e.m.s-Baustein - N3
Nr. 66570 bzw. 56-6570-00
Es gibt zwei Varianten
Der Baustein besitzt keine Platinenmarkierung.
Der Baustein N3 ist in folgende
Trix Lokomotiven eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Diesellok BR221-137-3 (ex V 200-1) DB 12061
Diesellok BR221-146-4 DB - blau/beige12079
Diesellok V200 DB 12161
Diesellok V200 DB - altrot12843
Class 42 "Warship"USA12942 bzw 12943


e.m.s-Baustein -- N4
Art. Nr. 66565 bzw. 56-6565-00
Der Baustein N4 ist in folgende Trix-Loks eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Dampflok BR52 DB12061 und 12045
Dampflok BR52 DB12051
Dampflok BR52 ÖBB12805
Dampflok 150 Y mit Wannentender SNCF12083
Dampflok CC 6518 rot/betongrau/oranger SNCF12084



e.m.s-Baustein - N5
Nr. 66567 bzw. 56-6567- 00
Der Baustein N5 ist in folgende
Trix Lokomotiven eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Re 4/4 II SBB12071
Re 4/4 II SBB11127
Re 4/4 I SBB12171
Re 4/4SBB grün12861
Re 4/4SBB grün11130
Re 4/4SBB grau/orange12976
Re 4/4 IISBB rot12977
Re 4/4 IISBB rot11116


e.m.s-Baustein -- NX
Art-Nr. 66566 NX bzw.41217617
Der Baustein NX ist in folgende Trix-Loks eingebaut:
LokbezeichnungBahngesellschaftTrix-Lok-Nr.
Dampflok BR01 DB12076
Dampflok BR01 DB12176
Dampflok Schnellzug-Dampflok Class 4 A 4-6-2England12946
Dampflok Schnellzug-Dampflok Class 4 A 4-6-2England12947
Dampflok Schnellzug-Dampflok Flying ScotsmanEngland12949
Dampflok Schnellzug-Dampflok Flying ScotsmanEngland12950




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Der Selbstbau von e.m.s. Bausteinen
Viele Modellbahner die Anlagen mit dem e.m.s.-System betrieben sind mittlerweile dazu übergegangen, ihre e.m.s. Bausteine selbst herzustellen. Dazu benötigt man nur eine ätzbare Platine (gibt es in jedem Elektronikhandel z.B. bei Conrad-Electronic, Reichelt etc.). Ferner werden noch die entsprechenden elektronischen Bauteile benötigt. Gibt es auch bei den betreffenden Firmen zu Cent Preisen. Dann geht man wie folgt vor:

1. Die Platinen sind mit einer Kupferschicht ausgestattet. Auf diese Kupferschicht wird das entsprechende Schaltbild mit einem schwarzen permanent Filzstift auftragen. Dann das Schaltbild nochmals genau überprüfen ob alles stimmt.

2. Nun die Platine in die Ätzflüssigkeit (Natriumpersulfad - gibt es ebenfalls bei den besagten Firmen) geben. Die Temperatur des Ätzbades sollte so um die 40° C betragen. Durch das Ätzen der Platine wird das überschüssige Kupfer auf der Platine entfernt und die Leiterbahnen, die mit dem Filzstift aufgezeichnet wurden, bleiben stehen. Da man hier mit Chemikalien arbeitet, sind die Augen und die Hände immer zu schützen.

3. Nach dem Ätzvorgang, die Platine mit Wasser abwaschen und dann mit Waschbenzin die schwarze Farbe des Filzstiftes abwaschen. Dadurch kommt das leitende Material zum Vorschein.

4. Die entsprechenden Bohrungen auf der Platine vornehmen, damit die entsprechenden Elektronikbauteile auf die Platine aufgesteckt werden können. Wer smd-Bauteile verwendet, klebt diese mit einem leitenden Elektronikkleber auf die entsprechenden Leiterbahnen.

5. Wer die Bauteile auf die Platine gesteckt hat, muss nun auf der Rückseite die herausstehenden Drähte verlöten. Die Abstehenden Drähte abknipsen und fertig ist die Platine.

Nachfolgend ein paar Links zu Videos, die den Ätzvorgang beschreiben.
Hier geht es zum 1. Link
Hier geht es zum 2. Link
Hier geht es zum 3. Link
Wie ihr sehen könnt, ist das Herstellen von eigenen e.m.s. Modulen nicht schwer.
Nachfolgend ein Link zu Wikipedia und zu weiteren Infos zu e.m.s

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Die Reparatur von e.m.s Artikel
Nun kommen wir zum wichtigsten Teil unseres Aufsatzes und zwar zu den Anfragen von Modellbahner die das Trix e.m.s-System nutzen und Defekte im System haben. Um festzustellen, was nun tatsächlich defekt ist (Trafo oder EMS-Baustein) ist folgendes Vorgehen sinnvoll. Man benötigt:
    1. Lok ohne e.m.s-Baustein und einen e.m.s. Trafo auf ein von der übrigen Bahn vollständig getrenntes Gleisstück stellen.
    3. Schaltungsaufbau entsprechend dem nachfolgenden Bild
    4. einen analogen Gleichstromtrafo


ems-Reparatur
Vergrößern -- Bild anklicken

Ist der e.m.s-Baustein im e.m.s-Trafo nicht defekt, so muss sich die Lok mit dem e.m.s-Trafo steuern lassen. Auf das andere „analoge“ Fahrpult darf die Lok nicht reagieren. Reagiert die Lok nicht auf den e.m.s-Trafo so ist der e.m.s-Baustein defekt. Man muss allerdings sicher gehen, dass der Trafo nicht defekt ist.
Um festzustellen, ob der e.m.s-Trafo defekt ist, müsste man ein Osziloskop besitzen. In der Regel ist aber der e.m.s. Trafa dann defekt, wenn eine e.m.s-Lok deren e.m.s-Baustein sicher nicht defekt ist und dennoch mit einem e.m.s-Trafo nicht fährt. Von Vorteil ist es wenn man zwei e.m.s-Trafos besitzt (alle beide sind sicherlich nicht defekt), dann kann man beide e.m.s-Trafos - nacheinander - mit einer e.m.s.Lok ausprobieren. Fährt die Lok nicht mit einem e.m.s-Trafo, dann ist dieser eben defekt. Wenn man nun einen defekten e.m.s-Trafo festgestellt hat, dann beginnt die Fehlersuche am Trafo.

Die Reparatur eines defekten e.m.s-Trafos
Dazu müssen wir zuerst den Trafo öffnen. Wenn er geöffnet ist und das Oberteil abhoben wurde, dann sieht dieses entsprechend dem nachfolgenden Bild aus:

ems-Reparatur     ems-Reparatur
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Es kann einige kleine Änderungen bei den e.m.s-Trafos geben, aber im Wesentlichen sehen sie so aus. Das rechte Bild haben wir nun mit den enstprechenden Bezeichnungen der elektronischen Bauteile versehen. Daraus ist erkennbar, dass es eigentlich nur ein paar Teile benötigt.
    1: Die Kondensatoren sollten immer ausgetauscht werden. Die Kondensatoren sollten gegen Kondensatoren mit 1000uF und 35 V ausgetauscht werden.
    2: Die Diode ist relativ einfach zu prüfen. Sie kann einen Gleichstrom (+) nur in einer Richtung durchlassen. Die andere Stromrichtung (-) ist gesperrt. Dies kann man mit einem Multimeter prüfen.
    3: Der Leistungstransistoren lassen sich nur im ausgelöteten Zustand überprüfen. Am besten man tauscht sie aus, da sie nicht teuer sind.
    4: Transistoren sind meistens defekt, wenn Nr 3 defekt ist. Die Pürfung von Transistoren im eingebauten Zustand ist mit Bordmaterial schwer möglich. Wenn er aber ausgebaut wird, sollte gleich erneuert werden. 5: Die Überstromsicherung ist selten defekt. Deshalb sollte sie erst zum Schluss überprüft werden, wenn alle anderen Teile überprüft sind.
    6: Der Potentiometer ist meistens nicht defekt.


Die Reparatur eines defekten e.m.s. Bausteines
Wir nehmen uns als Beispiel den N2 Baustein her. Wie dem nachfolgenden Bild zu entnehmen ist, beinhalten die e.m.s. Bausteine nur wenig Bauelemente. Das linke Bild zeigt die Ober-und Unterseite des Bausteins. Im rechten Bild haben wir die entsprechenden Bauelemente bezeichnet.

ems-Reparatur-Baustein     ems-Reparatur-Baustein
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Die einzelnen Bauteile die auf der Platine sitzen:
    1 = Transistoren
    2 = Widerstand
    3 = Widerstände
    4 = Tantal-Elektrolytkondensator
    5 = Kontakte
    6 = Diode
    7 = Tantal-Elektrolytkondensator
Wenn nun ein e.m.s-Baustein defekt ist sollte nach folgender Methode vorgegangen werden:
Die am meisten gefährdeten Bauteile sind die Transistoren und die Tantal-Kondensatoren. Es verbleibt dann noch eine Diode und ein paar Widerstände. Es wird nun ein Elektroniker die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber dennoch haben einige unserer Unterstützer von hpw-modellbahn es so gemacht, dass sie alle Bauteile von der Platine gelötet haben und dann durch neue Bauteile ersetzt haben. Die Bauteile kosten im Versandhandel (ohne Porto) weniger als. 5,00 Euro. Wir meinen, dass es sich hier nicht lohnt, jedes Bauteil auf seine Funktion zu überprüfen und halten es für den Nicht-Elektroniker für zweckmäßig, die paar Bauteile auszutauschen. Damit ist man sicher, wieder einen funktionsfähigen Baustein zu haben, der auch wieder für längere Standzeiten tauglich ist. Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Transistor defekt war, dieser dann ausgetauscht wurde und nach einer kurzen Zeit das nächste Bauteil ein Tantal defekt wurde.

Noch etwas. Wenn ihr euch die e.m.s-Module bei www.grinsen.de anseht werdet ihr feststellen, dass der Bauteileumfang bei den einzelnen e.m.s- Decodern sich in Grenzen hält. Wir haben mal uns die einzelne Platinen angesehen und sind zum Ergebnis gekommen, dass nur folgende Bauteile auftreten:
    Transistoren, Kohlewiderstände, Tantals, einfache Dioden, Elektrolytkondensatoren. Das wars auch schon.
Noch ein Hinweis für euch, es gibt auch im Netz sog. Reparatursets für e.m.s. Bausteine, das enthält alle Bauteile für den entsprechenden e.m.s-Decoder.
Wer von seinen alten Lokschätzchen das eine oder andere Modell zusätzlich mit einem Baustein versehen will der sei auf die Angebote bei EBay hingewiesen, hier kosten die e.m.s. Bausteine um die 10 bis 15 Euro. Also durchaus auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich.

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Prüfung des e.m.s. - Trafo

In der Regel funktionieren die e.m.s.-Fahrpulte eigentlich ohne Probleme. Aber es kann dennoch vorkommen, dass Zweifel an der Funktion vorhanden sind. Insbesondere dann, wenn e.m.s.-Loks nicht fahren mit dem besagten Fahrpult und ein zweites e.m.s. Fahrpult zur Kontrolle nicht zur Verfügung steht.
Dann ist der Zeitpunkt gekommen das Gerät zu überprüfen.
Die Überprüfung eines e.m.s. - Fahrpultes ist sehr einfach. Das e.m.s. Fahrpult und ein Trafo müssen entsprechend verbunden werden (siehe nachstehendes Bild). Dann wird ein 12 bis 16 Volt Glühlämpchen an den e.m.s. Trafo angeschlossen. Die Fahrregler beider Geräte ( e.m.s Gerät und Trafo) werden auf Null gestellt. Dann wird der Trafo an das Stromnetz angeschlossen. Wenn nun der Fahrregler des e.m.s. Geräts auf Spannung gedreht wird, muss die Lampe zu leuchten beginnen. Ist das der Fall, so ist der e.m.s.-Trafo in Ordnung.

ems-Trafo-Test
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