Umbautipps und Reparaturtipps von Modellbahngeräten


Inhaltsverzeichnis

Roco: Umbau des Verstärkers 10764 zu einem Booster

Märklin: Reparaturtipps zur Mobile-Station 60652

Märklin: Reparaturtipps zur Control-Unit 6021



    Umbau des Roco Verstärkers 10764 zu einem Booster

    Manchmal bekommt man bei Versteigerungen oder auf Flohmärkten einen gebrauchten Roco Verstärker10764 zum Schnäppchenpreis. Da aber aber schon einer vorhanden ist und eine zweite Zentrale auf der Modellbahnanlage unsinnig ist, wird das Schnäppchen ignoriert. Der nachfolgende Artikel soll euch zeigen, dass durchaus ein alter Roco Verstärker 10764 noch auf der Modellbahn nützlich sein kann, nämlich als Booster für einen zusätzlichen Stromkreis oder als Booster für Weichen- und Signalschaltungen.
    Es kann aber auch sein, dass ihr bereits eine Rocomaus mit Verstärker aus einer Anfangspackung besitzt. Auch dieser Verstärker kann zu einem vollwertigen Booster umgebaut werden.
    Durch einen einfachen Umbau kann der Verstärker als vollwertiger Booster genutzt werden. Wer sich allerdings mit einem Lötkolben nicht auskennt, der kann diesen Aufsatz getrost vergessen.
    Übrigens: Der Umbau kann mit dem Roco-Maus-Verstärker 10764, aber auch mit dem Roco-Maus-Verstärker 10761 erfolgen



    Bild 1: Der Roco Verstärker 40764


    Bild 2: Der Roco Verstärker 40764 mit zusätzlicher Buchse


    Bild 3: Die Platine


    Bild 4: Die RJ11-Buchse


    Bild 5: Die Platine mit der zusätzlichen Buchse


    Bild 6: Die Frontplatte

    Das Innenleben von einem Roco-Maus-Verstärker und einem Roco-Booster ist bis auf eine einzige Buchse identisch. Die Eigenheit des Roco-Maus System besteht darin, dass die Roco-Maus die Digitalzentrale beinhaltet und der Digitalverstärker, der zum Betrieb nötig ist, nicht in der Zentrale integriert ist, sondern in einem eigenen Gehäuse untergebracht ist. Dies ist bei den meisten anderen Digitalsystemen, wie z.B. Märklin, Uhlenbrock etc. anders. Da ist in der Zentrale sowohl die Digitalzentrale, als auch der Verstärker integriert.
    Beim Roco Verstärker 10764 muss nur eine zusätzliche Buchse eingebaut werden, um einen vollwertigen Booster (siehe Bild 2) zu bekommen.

    Vorgehen:
      1. Schritt:
      Zuerst muss das Gehäuse geöffnet werden. Dazu werden die Kunststoffbolzen an der Seite der Frontplatte ausgebohrt Danach können die beiden Gehäuseteile auseinander genommen werden.
      2. Schritt:
      Wenn nun die Platine offen daliegt, dann sind 4 Schrauben zu sehen, wo die Platine an dem unteren Gehäuseteil angeschraubt ist (siehe Bild 3). Die Schrauben entfernen und dann liegt die Platine frei vor.
      3. Schritt:
      Im Bereich, wo die zusätzliche Buchse eingebaut werden soll, sind 4 Bohrungen vorhanden, die mit Lötzinn umgeben sind. Dieses Lötzinn muss entfernt werden. Dazu den Lötkolben mit einem Entlötungsband an die jeweiligen Stellen halten und das Lot entfernen.
      4. Schritt:
      In diese vom Löt befreiten Bohrungen nun die zusätzliche Buchse einsetzen und verlöten. Als Buchse ist eine RJ11-Buchse (4-polig) zu verwenden, die in jedem Elektronikhandel vorhanden ist (siehe Bild 4). Nach dem Einbau sieht die Platine, wie im Bild 5 dargestellt, aus.
      5. Schritt:
      Nun muss nur noch die Frontplatte so,ausgeschnitten werden, dass die zusätzliche Buchse zu sehen ist. Dabei sollte vorsichtig vorgegangen werden, da sonst die Frontplatte beschädigt werden oder brechen kann. Am besten man nimmt eine Laubsäge und schneidet die Buchsenöffnung vorsichtig aus (sieh Bild 6).
      6. Schritt:
      Nun muss die Platine wieder auf die Grundplatte aufgeschraubt werden und die beiden Gehäuseteile wieder verbunden werden. Danach ist der Booster einsatzbereit.

    Nun müssen wir uns noch über die Verkabelung des "neuen Booster" unterhalten.
    Bei dem Booster dürfen an die „Master-Buchsen“ bzw. „Slave-Buchsen“ keine Geräte mehr angeschlossen werden. Deshalb sollten diese Buchsen mit einem Isolierband verklebt werden. Die Roco-Mäuse dürfen nur an den Roco-Maus-Verstärker 10764 (Digitalzentrale) angeschlossen werden. Vom Roco Maus-Verstärker 10764 wird dann ein 4-adriges Kabel mit RJ11-Stecker von der Buchse "Booster out" zum umgebauten Booster in die neue Buchse "Booster in" gesteckt. Das war es. Er kann nun wie ein Roco Booster genutzt werden.



    Viel Spass beim Umbau.

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Reparaturtipps zur Märklin Mobile Station 1 - Artikel-Nr. 60652 -

Die Mobile-Station 1 ist seit dem Jahre 2004 im Handel. Da die Mobile Station nicht gerade billig in der Anschaffung ist, ist es besonders ärgerlich, wenn sie defekt ist. Deshalb hier ein paar Ausführungen, wie die Reparatur einer Mobile Station 1 aussehen könnte:
Als erstes muss natürlich die Mobile Station geöffnet werden: Hierzu wird Torx-Schraubendreherset (gibt es in jedem Baumarkt) benötigt. In der Regel ist es eine T5-Schraube. Nach dem Öffnen der Mobile Station ist eine den nachfolgenden Bildern entsprechende Platine zu sehen.


Mobil-Station-Reparatur
Bild1: Mobile Station 60652

Mobil-Station-Reparatur
Bild 2: Rückseite der vorderen Abdeckplatte

Mobil-Station-Reparatur
Mobil-Station-Reparatur Bild 3: Unterseite der Platine mit Endstufen IC

Mobil-Station-Reparatur
Mobil-Station-Reparatur
Bild 4: Unterseite der Platine mit Endstufen IC

Mobil-Station-Reparatur
Bild 5: Oberseite der Platine

Mobil-Station-Reparatur
Bild 6: Oberseite der Platine

1. Defekt - Die Endstufe
Sieht man in die „Innereien“ der Mobile-Station, dann können natürlich viele Teile im Betrieb defekt werden. Allerdings ist die Mobile-Station I anfällig gegenüber Fremdspannungen. Sie besitzt zwar eine Kurzschlusssicherung und Überstromsicherung, aber sog. Fremdspannungen die z.B. beim Überfahren von einem Stromkreis zu einem anderen auftreten können kann sie nicht absorbieren und dann gehen meistens die Endstufen-ICs ins „Nirwana“. Wenn ein derartiger Fehler vorliegt, liefert die Mobile-Station keine Spannung mehr an das Gleis bzw. Anlage.
Bei einem Kurzschluss wird dieser am Display der Mobile-Station angezeigt. Dies ist unproblematisch, da hier dann die interne Sicherung gegriffen hat. Wenn allerdings nichts mehr am Display angezeigt wird, hat es die Endstufe nicht überlebt.
Wenn eine Endstufe defekt ist, braucht die Mobile-Station nicht weg geworfen werden. Es lohnt eine Reparatur, wenn diese selbst vorgenommen wird. Dies lohnt sich, da die beiden Endstufen-IC unter einem Euro kosten.
Bei den beiden IC-Endstufen handelt es sich um:
  • einen Dual N-MOSFET, Typ IRF 7103, von International Rectifier (sh. Platinenunterseite)
  • einen dual P-MOSFET, Typ IRF 9953 (oder IRF 7342 bzw. IRF 7316) von International Rectifier (sh. Platinenoberseite)
Bei der Reparatur ist wichtig, dass immer beide IC ausgewechselt werden.

2. Defekt - Der Drehknopf
Der Drehknopf ist ein Verschleißteil. Märklin hat hier nur billigstes Material verarbeitet. Mit zunehmenden Betriebszeiten wird das Verstellen der Geschwindigkeit mit dem Drehknopf immer mühsamer. Das wirkt sich so aus, dass beim Hochdrehen (Beschleunigen) der Geschwindigkeitsbalken in der Anzeige immer wieder "unten" anfängt, die Lok also immer wieder abgebremst und beschleunigt wird. Auch die Auswahl aus dem Menü wird zum Geduldspiel. Dieses Verhalten des Drehknopfes wird „prellen“ genannt. Der verwendete Drehimpulsgeber ist nicht überall zu haben. Einen Ersatzsatzregler gibt es bei folgenden Firmen:
  • Firma Distrelec - (Art.-Nr. 211465)
  • Firma Schuricht
  • Fa.Reichelt - (Art.Nr: STEC12E08)
Um den Drehregler auszubauen sind vier Torx-Schrauben die sich im Boden der Mobile-Station befinden heraus zu drehen. Der Boden kann dann entfernt werden. Der Drehimpulsgeber ist mit einem sog. Flexprint mit der Leiterplatte verbunden. Der dunkelbraune Bügel des Steckers wird zum Lösen ca. 2 mm herausgezogen. Der Flexprint kann nun herausgenommen und der Drehimpulsgeber kann herausgedreht werden.
Als nächstes wird der Flexprint vom alten Drehgeber abgelötet und später an dem neuen Regler angelötet.
Am besten ist der Drehregler von Reichelt. Bei diesem Drehregler passt der Schaft gut in das Gehäuseoberteil der Mobile Station, wo der bisherige Drehgeber war. Mit ein wenig Klebstoff auf den Schaft des Gehäuses, ohne die bewegliche Achse mit anzukleben, kann man das Teil ausreichend fixieren. Die Achse ist ein wenig kürzer als beim alten Drehgeber, deshalb muss man vor dem Aufsetzen des roten Knopfes etwas in den Knopf legen (z. B. Pappscheibchen), sonst sitzt er zu tief und man kann ihn nicht mehr zur Fahrtrichtungsumkehr drücken.
Der elektrische Anschluss ist sorgfältig auszuführen.
Um den bestehenden defekten Drehimpulsgeber mit dem angelötetem Flexprint von der Buchse zu lösen, muss vorher der in der Buchse unten liegende Keil herausgezogen werden (ca. 2 mm bis zum Anschlag, siehe Foto - roter Pfeil), um die Klemmverbindung zu lösen. Dann wird der Flexprint vom alten Drehgeber abgelötet. Flexprint sind leider nicht hitzeresistent, deshalb Vorsicht beim Löten.
Beim Anlöten des Flexprint an den neuen Drehimpulsgeber ist auch auf den richtigen Anschluss zu achten. Je nach dem welcher Drehregler verwendet wird, können die Anschlüsse unterschiedlich sein. Das 1:1 umlöten funktioniert meistens so nicht. Am besten man schaltet den Flexprint zuerst über Klemmen provisorisch an und prüft dann ob der Anschluss korrekt ist. Wenn alles funktioniert, dann erst die endgültige Anlötung des Flexprint vornehmen.
Es ist hier nicht zu verschweigen, dass der Drehregler das komplizierteste Teil ist. Es ist deshalb hier Bastelerfahrung erforderlich, sonst sollte man die Finger davon lassen.

3. Defekt - Der 10 polige Stecker
Bei längerem Gebrauch der Mobile-Station kann es vorkommen, dass entweder ein Stift des originalen 10-poligen Steckers abbricht, oder der Stecker selbst defekt wird. Der Stecker ist im Elektronikhandel schwer zu bekommen. Im Internet ist der Stecker unter "miniDIN10 Stecker" zu suchen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das komplette Anschlusskabel, als Ersatzteil, bei der Märklin-Serviceabteilung - Ersatzteilnummer 105680 – bestellt wird. Wenn das Ersatzteil eingetroffen ist, die Mobile Station öffnen, das vorhandene Kabel abziehen und das neue Kabel aufstecken – Fertig - . Dann Mobile-Station wieder zuschrauben.


Mobil-Station-Reparatur
Bild1: Drehregler

Mobil-Station-Reparatur
Bild2: Drehimpulsregler mit Flexprint

Mobil-Station-Reparatur
Bild3: Verkabelung des 10 poligen Steckers


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Reparaturtipps zur Control-Unit 6021

Control-Unit 6021

Die Control-Unit ist ein reines Motorola Gerät und gehört zu der älteren Digitalgerätegeneration von Märklin. Da die Geräte mittlerweile bei den meistens Märklinern lange im Gebrauch sind, bleibt es nicht aus, dass die Geräte ihren Dienst aufgeben. Da es die Geräte nur noch im Gebrauchthandel gibt, ist es sinnvoll sich mit der Reparatur dieses Gerätes zu beschäftigen.

Das Gehäuse öffnen
Das Gehäuse der Control-Unit ist mit Kunststoffnieten verschlossen (siehe Bild 1). Der Kühlkörper ist nur an das Gehäuse geschraubt. Diese Kunststoffnieten (jeweils zwei Stück auf jeder Seite) sind in das Gehäuse gesteckt. Um das Gehäuse öffnen zu können, müssen diese Kunststoffnieten heraus gebohrt werden. Dazu nimmt man einen Elektrobohrer und bohrt vorsichtig, mit einem kleineren Bohrdurchmesser als der Durchmesser der Kunststoffniete, in diese hinein. Nach einer gewissen Bohrzeit löst sich die Niete.
Achtung: Nicht mit einer zu hohen Drehzahl bohren, da sonst das Kunststoffgehäuse anschmilzt. Eine andere Möglichkeit ist eine Schraube in die Niete einzudrehen und die Niete mit der Schraube herausziehen. Danach kann das Gehäuse abgenommen werden und das Innenleben bestaunt werden.

Das Innenleben der Control-Unit
Das Innenleben der Control-Unit (siehe Bild 3) besteht aus:
  • Leistungstransistoren
  • Elkos
  • Widerständen
  • Gleichrichter
  • Kühlkörper
  • Dip-Schalter
  • Anschlussbuchsen
Der Inhalt der Control-Unit ist somit überschaubar. Deshalb ist dieses Gerät auch gut zu reparieren.

Defekte an der Control-Unit
Meistens sind bei der Control-Unit folgende elektrischen Teile defekt:
Transistoren
Die Control-Unit besitzt mehrere Transistoren, die defekt werden können. Um einen Transistor auf Defekt zu untersuchen, ist folgendes Wissen erforderlich:
    • Um welchen Transistortyp handelt es sich
    • Wo befinden sich Basis, Emitter und Collector bei diesem Typ
Zum Testen des Transistors wird ein einfaches Multimeter mit Diodentest-Einstellung oder Durchgangsprüfer benötigt. Bei den heutigen Messgeräten ist meistens beim Diodenprüfer auch ein akustisches Signal mit eingebaut. Ist Durchgang vorhanden dann ertönt ein Signal und die Anzeige ist „0“. Mit diesem Multimeter wird der Transistor systematisch durchgemessen (siehe auch Bild 4):
    1. rotes Kabel ans erste Beinchen, schwarzes Kabel ans zweite Beinchen
    2. rotes Kabel ans erste Beinchen, schwarzes Kabel ans dritte Beinchen
    3. rotes Kabel ans zweite Beinchen, schwarzes Kabel ans erste Beinchen
    4. rotes Kabel ans zweite Beinchen, schwarzes Kabel ans dritte Beinchen
    5. rotes Kabel ans dritte Beinchen, schwarzes Kabel ans erste Beinchen
    6. rotes Kabel ans dritte Beinchen, schwarzes Kabel ans zweite Beinchen
Wenn bei den Messungen nichts angezeigt wird (Anzeige: 1) oder Durchgang (Anzeige: 0) ist der Transistor defekt.


Control-Unit 6021
Bild1: Control-Unit - Kunststoffnieten

Control-Unit 6021
Bild 2: Control-Unit - Kühlkörper

Control-Unit 6021
Bild 3: Control-Unit - Innnenleben

Control-Unit 6021
Bild 4: Control-Unit - Transistor prüfen

Elkos
Zum Test von Elkos ist ein Multimeter mit Durchgangstest zu benutzen. Es wird dann wie folgt vorgegangen:
    1. rotes Kabel an Pluspol und schwarzes Kabel an Minuspol
    2. nach ein paar Sekunden die Kabel umpolen und an Hand der Länge des Piepens kann die Kapazität geschätzt werden. Wenn kurzer Piepton oder kein Piepton dann defekt.
Als nächstes ist noch der Gleichstromwiderstand zu messen:
In vielen Fällen ist nicht die Kapazität das Problem, sondern der fallende Gleichstromwiderstand, der zum Ausfall des Elkos führt. Ein defekter Elko wirkt wie ein Widerstand. Misst man einen Anstieg des inneren Widerstandes ist der Elko defekt.
Messen eines Elko mit einem Multimeter (ausgebauter Elko):
  • Entladen: Den Elko vollständig entladen, um ein elektrischen Schlag zu vermeiden.
  • Multimeter auf Widerstandsmessung (O) stellen.
  • Multimeter-Sonden an die Elko-Klemmen anschließen.
  • Den angezeigten Wert ablesen. Wenn die Anzeige von niedrig zu hoch steigt, ist der Elko vermutlich noch in Ordnung.
Der Elko kann aber auch mit einem speziellen Messgerät dem ESR-Messgerät gemessen werden. Hier geht der Messvorgang folgendermaßen (der Elko kann hier auch im eingebauten Zustand gemessen werden).:
  • Elko an das ESR-Messgerät anschließen.
  • Die Messung erfolgt automatisch. Das ESR-Messgerät liefert den Wert des inneren Widerstands.
Ein hoher ESR-Wert kann auf einen Alterungszustand oder Defekt des Elkos hinweisen.

Control-Unit 6021


Defekte bei der Control-Unit eingrenzen:
Vielfach schaltet sich während des Fahrbetriebs der Trafo der Control-Unit aus. Es wird dann ein Kurzschluss vermutet. Wenn aber kein Kurzschluss feststellbar ist, dann kann entweder die Control-Unit überlastet sein oder es ist ein Defekt vorhanden.
Um dies zu überprüfen – Trafo und Control-Unit von der Anlage trennen und wieder einschalten. Schaltet sich der Trafo wieder aus, ist die Control-Unit defekt.
Wenn sich der Trafo sofort nach dem Einschalten wieder ausschaltet, ist meistens ein Defekt im Hauptstromkreis der Control-Unit vorhanden. Am wahrscheinlichsten sind dann die beiden Endtransistoren betroffen. Die beiden Endtransistoren sind mit einem weiteren Transistor auf dem Kühlkörper geschraubt. Die Schrauben sind durch eine kleine Platine verdeckt und somit schlecht zugänglich.
Da oft ein Defekt bei den beiden Leistungstransistoren auftritt – durch Überlastung im Fahrbetrieb – sind die beiden Transistoren näher zu betrachten. Bei diesen Transistoren handelt es sich um Darlington-Leistungstransistoren BDX93C und BDX94C. Es können aber auch andere Typen eingebaut sein. Diese können durch die Typen BDX93C und BDX94C ersetzt werden.
Leider müssen die Transistoren zur Überprüfung aus der Platine heraus gelötet werden. Erst dann können sie mit einem Ohmmeter auf Durchgang geprüft werden. Wenn die Transistoren einen Durchgang vom Kollektor zum Emitter haben, ist der Transistor defekt. Meistens ist es aber sinnvoll, die heraus gelötetenen Transistoren gleich zu ersetzen (kosten nur wenig Geld). Beim Einbau der Transistoren ist darauf zu achten, dass sie wieder mit einer Isolierung auf dem Kühlkörper montiert werden. Ohne diese Isolierung werden sie zu heiß und sind sofort wieder defekt.


Control-Unit 6021

Control-Unit 6021

Control-Unit 6021
Leistungstransistoren

Um sicher zu gehen, dass mit dem Tausch dieser Bauteile das Steuergerät wieder funktioniert, ist die Control-Unit ohne diese beiden Bauteile in Betrieb zu nehmen (Achtung: der dritte Transistor auf dem Kühlkörper muss dazu wieder eingelötet werden). Wenn die Control-Unit problemlos startet, kein Kurzschluss mehr auftritt und sich die Lokadressen wieder eingeben lassen, lag es an den defekten Transistoren. Die beiden neuen Leistungstransistoren können dann eingelötet werden.
Sind die Transistoren allerdings in Ordnung, kann es nur noch ein defekter Elko sein. Um die Elkos zu prüfen nimmt man erst mal eine optische Prüfung vor. Manchmal sind defekte Elkos bereits dadurch zu erkennen, dass sich die Hülle verformt hat, oder der Inhalt ausgelaufen ist. Wenn nichts Verdächtiges an den Elkos zu sehen ist, dann die obig beschriebenen Prüfungen vornehmen und die defekten Elkos ersetzen.

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