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Inhaltsverzeichnis Roco: Umbau des Verstärkers 10764 zu einem Booster Märklin: Reparaturtipps zur Mobile-Station 60652 Märklin: Reparaturtipps zur Control-Unit 6021 |
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Reparaturtipps zur Märklin Mobile Station 1 - Artikel-Nr. 60652 - Die Mobile-Station 1 ist seit dem Jahre 2004 im Handel. Da die Mobile Station nicht gerade billig in der Anschaffung ist, ist es besonders ärgerlich, wenn sie defekt ist. Deshalb hier ein paar Ausführungen, wie die Reparatur einer Mobile Station 1 aussehen könnte: Als erstes muss natürlich die Mobile Station geöffnet werden: Hierzu wird Torx-Schraubendreherset (gibt es in jedem Baumarkt) benötigt. In der Regel ist es eine T5-Schraube. Nach dem Öffnen der Mobile Station ist eine den nachfolgenden Bildern entsprechende Platine zu sehen.
1. Defekt - Die Endstufe Sieht man in die „Innereien“ der Mobile-Station, dann können natürlich viele Teile im Betrieb defekt werden. Allerdings ist die Mobile-Station I anfällig gegenüber Fremdspannungen. Sie besitzt zwar eine Kurzschlusssicherung und Überstromsicherung, aber sog. Fremdspannungen die z.B. beim Überfahren von einem Stromkreis zu einem anderen auftreten können kann sie nicht absorbieren und dann gehen meistens die Endstufen-ICs ins „Nirwana“. Wenn ein derartiger Fehler vorliegt, liefert die Mobile-Station keine Spannung mehr an das Gleis bzw. Anlage. Bei einem Kurzschluss wird dieser am Display der Mobile-Station angezeigt. Dies ist unproblematisch, da hier dann die interne Sicherung gegriffen hat. Wenn allerdings nichts mehr am Display angezeigt wird, hat es die Endstufe nicht überlebt. Wenn eine Endstufe defekt ist, braucht die Mobile-Station nicht weg geworfen werden. Es lohnt eine Reparatur, wenn diese selbst vorgenommen wird. Dies lohnt sich, da die beiden Endstufen-IC unter einem Euro kosten. Bei den beiden IC-Endstufen handelt es sich um:
2. Defekt - Der Drehknopf Der Drehknopf ist ein Verschleißteil. Märklin hat hier nur billigstes Material verarbeitet. Mit zunehmenden Betriebszeiten wird das Verstellen der Geschwindigkeit mit dem Drehknopf immer mühsamer. Das wirkt sich so aus, dass beim Hochdrehen (Beschleunigen) der Geschwindigkeitsbalken in der Anzeige immer wieder "unten" anfängt, die Lok also immer wieder abgebremst und beschleunigt wird. Auch die Auswahl aus dem Menü wird zum Geduldspiel. Dieses Verhalten des Drehknopfes wird „prellen“ genannt. Der verwendete Drehimpulsgeber ist nicht überall zu haben. Einen Ersatzsatzregler gibt es bei folgenden Firmen:
Als nächstes wird der Flexprint vom alten Drehgeber abgelötet und später an dem neuen Regler angelötet. Am besten ist der Drehregler von Reichelt. Bei diesem Drehregler passt der Schaft gut in das Gehäuseoberteil der Mobile Station, wo der bisherige Drehgeber war. Mit ein wenig Klebstoff auf den Schaft des Gehäuses, ohne die bewegliche Achse mit anzukleben, kann man das Teil ausreichend fixieren. Die Achse ist ein wenig kürzer als beim alten Drehgeber, deshalb muss man vor dem Aufsetzen des roten Knopfes etwas in den Knopf legen (z. B. Pappscheibchen), sonst sitzt er zu tief und man kann ihn nicht mehr zur Fahrtrichtungsumkehr drücken. Der elektrische Anschluss ist sorgfältig auszuführen. Um den bestehenden defekten Drehimpulsgeber mit dem angelötetem Flexprint von der Buchse zu lösen, muss vorher der in der Buchse unten liegende Keil herausgezogen werden (ca. 2 mm bis zum Anschlag, siehe Foto - roter Pfeil), um die Klemmverbindung zu lösen. Dann wird der Flexprint vom alten Drehgeber abgelötet. Flexprint sind leider nicht hitzeresistent, deshalb Vorsicht beim Löten. Beim Anlöten des Flexprint an den neuen Drehimpulsgeber ist auch auf den richtigen Anschluss zu achten. Je nach dem welcher Drehregler verwendet wird, können die Anschlüsse unterschiedlich sein. Das 1:1 umlöten funktioniert meistens so nicht. Am besten man schaltet den Flexprint zuerst über Klemmen provisorisch an und prüft dann ob der Anschluss korrekt ist. Wenn alles funktioniert, dann erst die endgültige Anlötung des Flexprint vornehmen. Es ist hier nicht zu verschweigen, dass der Drehregler das komplizierteste Teil ist. Es ist deshalb hier Bastelerfahrung erforderlich, sonst sollte man die Finger davon lassen. 3. Defekt - Der 10 polige Stecker Bei längerem Gebrauch der Mobile-Station kann es vorkommen, dass entweder ein Stift des originalen 10-poligen Steckers abbricht, oder der Stecker selbst defekt wird. Der Stecker ist im Elektronikhandel schwer zu bekommen. Im Internet ist der Stecker unter "miniDIN10 Stecker" zu suchen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das komplette Anschlusskabel, als Ersatzteil, bei der Märklin-Serviceabteilung - Ersatzteilnummer 105680 – bestellt wird. Wenn das Ersatzteil eingetroffen ist, die Mobile Station öffnen, das vorhandene Kabel abziehen und das neue Kabel aufstecken – Fertig - . Dann Mobile-Station wieder zuschrauben.
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Reparaturtipps zur Control-Unit 6021
Die Control-Unit ist ein reines Motorola Gerät und gehört zu der älteren Digitalgerätegeneration von Märklin. Da die Geräte mittlerweile bei den meistens Märklinern lange im Gebrauch sind, bleibt es nicht aus, dass die Geräte ihren Dienst aufgeben. Da es die Geräte nur noch im Gebrauchthandel gibt, ist es sinnvoll sich mit der Reparatur dieses Gerätes zu beschäftigen. Das Gehäuse öffnen Das Gehäuse der Control-Unit ist mit Kunststoffnieten verschlossen (siehe Bild 1). Der Kühlkörper ist nur an das Gehäuse geschraubt. Diese Kunststoffnieten (jeweils zwei Stück auf jeder Seite) sind in das Gehäuse gesteckt. Um das Gehäuse öffnen zu können, müssen diese Kunststoffnieten heraus gebohrt werden. Dazu nimmt man einen Elektrobohrer und bohrt vorsichtig, mit einem kleineren Bohrdurchmesser als der Durchmesser der Kunststoffniete, in diese hinein. Nach einer gewissen Bohrzeit löst sich die Niete. Achtung: Nicht mit einer zu hohen Drehzahl bohren, da sonst das Kunststoffgehäuse anschmilzt. Eine andere Möglichkeit ist eine Schraube in die Niete einzudrehen und die Niete mit der Schraube herausziehen. Danach kann das Gehäuse abgenommen werden und das Innenleben bestaunt werden. Das Innenleben der Control-Unit Das Innenleben der Control-Unit (siehe Bild 3) besteht aus:
Defekte an der Control-Unit Meistens sind bei der Control-Unit folgende elektrischen Teile defekt: Transistoren Die Control-Unit besitzt mehrere Transistoren, die defekt werden können. Um einen Transistor auf Defekt zu untersuchen, ist folgendes Wissen erforderlich:
• Wo befinden sich Basis, Emitter und Collector bei diesem Typ
2. rotes Kabel ans erste Beinchen, schwarzes Kabel ans dritte Beinchen 3. rotes Kabel ans zweite Beinchen, schwarzes Kabel ans erste Beinchen 4. rotes Kabel ans zweite Beinchen, schwarzes Kabel ans dritte Beinchen 5. rotes Kabel ans dritte Beinchen, schwarzes Kabel ans erste Beinchen 6. rotes Kabel ans dritte Beinchen, schwarzes Kabel ans zweite Beinchen
Elkos Zum Test von Elkos ist ein Multimeter mit Durchgangstest zu benutzen. Es wird dann wie folgt vorgegangen:
2. nach ein paar Sekunden die Kabel umpolen und an Hand der Länge des Piepens kann die Kapazität geschätzt werden. Wenn kurzer Piepton oder kein Piepton dann defekt. In vielen Fällen ist nicht die Kapazität das Problem, sondern der fallende Gleichstromwiderstand, der zum Ausfall des Elkos führt. Ein defekter Elko wirkt wie ein Widerstand. Misst man einen Anstieg des inneren Widerstandes ist der Elko defekt. Messen eines Elko mit einem Multimeter (ausgebauter Elko):
Defekte bei der Control-Unit eingrenzen: Vielfach schaltet sich während des Fahrbetriebs der Trafo der Control-Unit aus. Es wird dann ein Kurzschluss vermutet. Wenn aber kein Kurzschluss feststellbar ist, dann kann entweder die Control-Unit überlastet sein oder es ist ein Defekt vorhanden. Um dies zu überprüfen – Trafo und Control-Unit von der Anlage trennen und wieder einschalten. Schaltet sich der Trafo wieder aus, ist die Control-Unit defekt. Wenn sich der Trafo sofort nach dem Einschalten wieder ausschaltet, ist meistens ein Defekt im Hauptstromkreis der Control-Unit vorhanden. Am wahrscheinlichsten sind dann die beiden Endtransistoren betroffen. Die beiden Endtransistoren sind mit einem weiteren Transistor auf dem Kühlkörper geschraubt. Die Schrauben sind durch eine kleine Platine verdeckt und somit schlecht zugänglich. Da oft ein Defekt bei den beiden Leistungstransistoren auftritt – durch Überlastung im Fahrbetrieb – sind die beiden Transistoren näher zu betrachten. Bei diesen Transistoren handelt es sich um Darlington-Leistungstransistoren BDX93C und BDX94C. Es können aber auch andere Typen eingebaut sein. Diese können durch die Typen BDX93C und BDX94C ersetzt werden. Leider müssen die Transistoren zur Überprüfung aus der Platine heraus gelötet werden. Erst dann können sie mit einem Ohmmeter auf Durchgang geprüft werden. Wenn die Transistoren einen Durchgang vom Kollektor zum Emitter haben, ist der Transistor defekt. Meistens ist es aber sinnvoll, die heraus gelötetenen Transistoren gleich zu ersetzen (kosten nur wenig Geld). Beim Einbau der Transistoren ist darauf zu achten, dass sie wieder mit einer Isolierung auf dem Kühlkörper montiert werden. Ohne diese Isolierung werden sie zu heiß und sind sofort wieder defekt.
Um sicher zu gehen, dass mit dem Tausch dieser Bauteile das Steuergerät wieder funktioniert, ist die Control-Unit ohne diese beiden Bauteile in Betrieb zu nehmen (Achtung: der dritte Transistor auf dem Kühlkörper muss dazu wieder eingelötet werden). Wenn die Control-Unit problemlos startet, kein Kurzschluss mehr auftritt und sich die Lokadressen wieder eingeben lassen, lag es an den defekten Transistoren. Die beiden neuen Leistungstransistoren können dann eingelötet werden. Sind die Transistoren allerdings in Ordnung, kann es nur noch ein defekter Elko sein. Um die Elkos zu prüfen nimmt man erst mal eine optische Prüfung vor. Manchmal sind defekte Elkos bereits dadurch zu erkennen, dass sich die Hülle verformt hat, oder der Inhalt ausgelaufen ist. Wenn nichts Verdächtiges an den Elkos zu sehen ist, dann die obig beschriebenen Prüfungen vornehmen und die defekten Elkos ersetzen. |
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