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Inhaltsverzeichnis - Landschaftsgestaltung - Wiesen und Weiden - landwirtschaftliche Flächen und Äcker, Gärten, Gärtnereien, Weinanbau - beweidete Flächen - Hecken und Buschwerk |
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Wiesen und Weiden
Eine Wiese ist nie ein gleichmäßig grüner Teppich. Jahreszeit, Höhenlage, Intensität der Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit sind nur einer von vielen Einflussfaktoren, die Farbe, Länge und Art der Wiesenflora bestimmen. Es gibt viele Möglichkeiten Wiesen und Weiden auf der Modellbahn realistisch darzustellen. Die Grundlage bietet natürlich die Natur bzw. Realität selbst.
Vergrößern - Bilder anklicken Wie aus der Bildergalerie zu ersehen ist, gibt es unterschiedliche Wiesenarten. Für die Herstellung gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Nachfolgend ein paar Ideen. Herstellung mit Grasmatten oder Wiesenmatten zur Wiesengestaltung Zur Herstellung von Wiesen und Weideflächen können sog. Grasmatten oder auch Wiesenmatten verwendet werden, die von verschiedenen Herstellern wie Faller, Kibri etc. als Fertigprodukt angeboten werden. Grasmatten besitzen allerdings einen entscheidenden Nachteil, sie sind wegen ihrer Steifigkeit nicht in der Lage wenig starke Unebenheiten darzustellen. Dadurch wirken sie etwas künstlich. Zum anderen kosten sie natürlich relativ viel Geld. Die nachfolgenden Dioramen wurden mit Grasmatten hergestellt.
Streumaterial zur Wiesengestaltung als (Fertigprodukt) Modellbahner, die eine vorbildgetreue Darstellung von Wiesen und Weideflächen wollen, sind gut bedient, wenn sie sog. Streumaterial verwenden. Streumaterial wird auf den Untergrund dergestalt aufgebracht, dass z.B. mit einem weißen Schreinerleim (z.B. Ponal) und einem Pinsel der Leim auf die Modellbahnfläche (-topographie) aufgetragen wird. Dann wird das Streumaterial mit einem Salzstreuer oder ähnlichem auf diesen Leim aufgestreut. Im weiteren Verlauf wird dann das Streumaterial mit einem Holzstück leicht angedrückt. Da eine Wiese oder Grasfläche nicht immer nur sattgrün sein kann, muss Streumaterial aufgehellt werden. Es gibt nicht geeignetes handelsübliches Streumaterial z.B. für "sonnenverbranntes Gras" oder "trockene" Weideflächen. Es bleibt deshalb dem Modellbahner hier nur der Ausweg, die Aufhellung des Streumaterials, Fasermaterials, Schaumflocken etc. selbst vorzunehmen. Sinnvoll ist hier das Ausgangsmaterial von der Farbe her so zu wählen, dass es nicht allzu intensiv grün oder oker ist. Also möglichst ein helles oder blasses Ausgangsmaterial verwenden. Zum Umfärben bzw. Aufhellen können stark nitroverdünnte Ölfarbe oder nicht wasserlösliche Farben (z.B. Acrylfarben oder Dispersionsfarbe) verwendet werden. Wir neigen hier mehr zur Dispersionsfarbe, da diese relativ kostengünstig zu bekommen ist. Es muss ja nicht hochwertige Dispersionsfarbe sein.In jedem Fall die Dispersionsfarbe stark verdünnen. Zum Einfärben nun die Farben Gelb, Orangerot, Gelbocker, Rotoker verwenden und diese stark mit weißer Farbe vermischen. Nun ist eine Farbsoße entstanden. In diese Farbsoße wird nun das Streumaterial eingestreut. Dabei da ganze mit Muttis Schneebesen verrühren. Nun wird dieses Gemisch auf eine Kunststofffolie oder auf ein Backpapier ausgebreitet (wie ein Teig). Während des Trockenvorganges sollt nun die überschüssige Flüssigkeit, die sich auf diesem Aufstrich befindet, mit Puder abgestreut werden um diese Flüssigkeit abzusaugen. Nach dem Aufstreuen muss die Mischung durchwalkt werden, damit das weiße Pulver eingearbeitet wird. Wenn das ganze getrocknet ist, dann muss dieser getrocknete Teig zerkleinert werden. Dazu gibt es die Möglichkeit die "Teigbrocken mit einem Mörser zu zerkleinern, oder mit einem runden Stein auf einem Brett den "Teig" zermalen.
Herstellung mit Streumaterial aus der Natur zur Wiesengestaltung Eine kostengünstige Alternative bietet die Natur selbst. Bevor Geld ausgegeben wird, kann der kostenbewusste Modellbahner auf Wiesen gehen und sich sog Naturgräser abschneiden. Am besten sind sog. Streuobstwiesen. Danach wird das gewonnene Material getrocknet. Nach dem Trocknungsprozess kann dieses Material dann in ein grobes Sieb gelegt werden und mit einem Kochlöffel klein gerieben werden. Das aus dem Sieb fallende Material kann dann als Streumaterial verwendet werden. Es kann aber auch ein Apothekermörser verwendet werden, um das getrocknete Gras zu zerkleinern. Der Vorteil: Die bestreute Fläche wirkt sehr realistisch und sie ist sehr billig herzustellen (bis auf den Leim kostenlos). Ein weiterer Vorteil ist, dass die Wiesendarstellung je nach verwendetem Gras sehr unterschiedlich gestaltet werden kann.
Vergrößern - Bilder anklicken Herstellung von Wiesen mit Kunstgras Etwas, dass uns vor Ostern aufgefallen ist, war das Kunstgras in den Osternestern. Diese Osternester werden gerne den Kindern geschenkt. In diesen befinden sich dann Süßigkeiten wie Schokoeier etc. Das Kunstgras, mit dem die Osternester ausgelegt sind, weckte unser Interesse. Wir haben uns deshalb dieses Kunstgras näher angesehen. Dabei ist uns eine Idee gekommen. Zur Gestaltung von Heuhaufen oder von Mähgut könnte sich doch dieses Kunstgras gut eignen. Leider ist das Kunstgras dafür aber noch zu grob. Wir haben uns deshalb eine alten Haushaltsmixer besorgt, indem z.B. Gemüse oder Zwiebel zerkleinert werden können. Hier haben wir das Gras - natürlich jeweils in kleinen Mengen - eingefüllt. Dann den Mixer eingeschaltet. Nach wenigen Umdrehungen war das Gras so zerkleinert, dass es sich zur Herstellung von Mähgut und sogar als Streumaterial eignete. Dieses kleingehäxelte Gras kann auch gefärbt werden und dann als Beladung für Güterwagen verwendet werden. Die Färbung dieses Materials ist einfach. Wir haben uns übrig gebliebene Dispersionsfarbe besorgt und das noch nicht kleingehäxelte Kunstgras in die stark verdünnte Dispersionsfarbe eingelegt (Dispersionsfarbe sollte so verdünnt werden, dass es wirklich eine "Wassersuppe" ist). Nach einer Stunde Einwirkungszeit das Gras aus der Flüssigkeit herausnehmen und zu trocknen auf Zeitungspapier legen. Nach vollständigem Durchtrocknen, kann es gehäxelt werden.
Vergrößern - Bilder anklicken Herstellung mit Kunstgräser aus dem Handel Eine weitere Herstellungsmethode bietet wieder der Handel und zwar mit sog. Kunstgräser. Im Handel wird hier unterschieden zwischen:
- Feldgras: 5 mm schlanke Kunstgrasfaser - Streugras: 2,5 mm schlanke Kunstgrasfaser
Vergrößern - Bilder anklicken Herstellung von Gräsern aus der Natur Dieser höhere Grasbewuchs kann aber auch durch Naturgras erreicht werden. dazu schneidet man entsprechendes Gras von der Wiese ab. Danach wird es auf einem Brett aufgelegt und mit Klarlackspray abgesprüht. Damit wird die Farbe des Grases dauerhaft fixiert. Nach einer langen Trocknungszeit kann dann das Gras auf die gewünschte Länge geschnitten werden. Nun gibt es in der Natur nicht nur einheitlich grüne, gelbe oder graue Wiesen. Auf Wiesen wachsen, wenn sie noch nicht gemäht wurden, die unterschiedlichsten Blumen. Um diese Farbenvielfalt auf der Modellbahn darzustellen, kann mit Farbe vorgegangen werden. Es können auch bunte Pflanzenteile, wenn sie entsprechend mit Klarlack konserviert werden in die Wiesen einbracht werden. Auch mit Streumaterial kann viel Farbenpracht hergestellt werden.
Vergrößern - Bilder anklicken Herstellung von Blumenwiesen als Fertigprodukt Natürlich gibt es in der Natur nicht nur Wiesen mit Gras. Besonders im Frühjahr blühen die Wiesenflächen durch die Vielzahl von Blumen auf. Um eine realitätsnahe Darstellung von Blumen bzw. Blumenwiesen ohne Eigenarbeit zu bekommen, gibt es im Handel eine Vielzahl von Kunstblumen, wie Margeriten, Tulpen, Narzissen etc. Mit diesen Artikeln können Wiesen, Hausgärten und Bauerngärten auch realitätsnah darstellt werden. Diese Produkte lassen sich gut mit Feld- und Wildgras mischen. Sie können aber auch nachträglich eingearbeitet werden. Allerdings ist der Preis hoch und nicht jeder Modellbahner will sein Geld in diese Produkte investieren.
Hinweise zum Aufbringen von Streumaterial und Naturstreumaterial. Außer dem Weißleim, der billig in jedem Baumarkt zu bekommen ist und der auch transparent abtrocknet, gibt es im Handel auch spezielle "Graskleber". Der Vorteil des Grasklebers besteht darin, dass die eingestrichene Fläche länger zum abbinden braucht. Dadurch können größere Flächen begrast werden und der Grasteppich kann dichter ausgeführt werden. Allerdings hat der Graskleber auch seinen Preis. Unsere Erfahrung ist, dass Weißleim, verdünnt mit ein wenig Wasser so dass ich damit die Abbindezeit verzögert wird, immer noch die beste und billigste Anklebetechnik darstellt.. Es entsteht der gleiche Effekt wie beim Graskleber. Ein weiteres Gerät zum Aufbringen der Grasfasern selbst ist der Gras-Master von Noch. Dieses Gerät lädt die Grasfasern elektrostatisch auf. Das Ergebnis ist, dass die Fasern dann tatsächlich senkrecht auf dem Untergrund stehen und dadurch ein sehr realistischer Grasteppich entsteht.
- Mischen der verschiedenen Grasfasern (Farben und Längen) je nach Wiesen- bzw. Feldart. - Einbringen der Mischung in den Gras-Master. - Bestreichen der zu begrasende Fläche. - Erdung des Gras-Master´s in oder in der Nähe der zu begrasenden Fläche (z.B. an einem kleinen Nagel). - Bergrasen der Landschaft, indem der Gras-Master ca. 10 cm über die zu begrasenden Fläche gehalten wird und dabei leicht schütteln.
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Die Gestaltung von landwirtschaftlichen Flächen bedarf anderer Techniken wie die Wiesen und Weidenflächengestaltung. Landwirtschaftliche Flächen werden einer intensiven Nutzung unterzogen. Die Farbstruktur einer landwirtschaftlich bewirtschafteter Fläche ist dementsprechend fast überwiegen einfarbig. Hinzu kommt, dass nach dem abernten der Felder der Boden gepflügt wird und dann braune Feldflächen über einen längeren Zeitraum bestehen. Auf der Modellbahnanlage können diese Feldflächen nicht nur braun bemalt werden, sondern sie müssen - um realistisch zu erscheinen - auch Furchen aufzeigen. Die Herstellung eines nicht bestellten Feldes Für die Gestaltung von abgeernteten und nicht bestellten Felder gibt es mehrere Methoden. 1. Möglichkeit Die Gestaltung durch "Sandspachteln". Die Oberfläche wird durch den feinen Sand rau und dadurch kann die natürliche Unebenheit des Erdbodens imitiert werden. Folgende Materialien werden hierfür benötigt:
- Holzleim (bevorzugt sollte die wasserfeste Variante verwendet werden) - Abtönfarbe für Dispersionsfarben (Umbra, man kann jedoch auch andere Braun- und Grüntöne nehmen). Wasser Die Herstellung des Sandspachtel ist leicht: - 6 Teile Quarzsand - 1 Teil Holzleim - 0,5 Teile Wasser - 0,5 Teile Abtönfarbe Die so hergestellte Masse wird mit Hilfe einer schmalen Spachtel auf die Geländeoberfläche aufgebracht und verteilt. Eine gleichmäßige Oberfläche erhält man, wenn man mit einem nicht zu feuchten Pinsel Spachtelspuren egalisiert. Bei dünnem Auftrag macht sich das hohe Gewicht dieser Spachtelmasse kaum bemerkbar. Mit einer breiten Spachtel können auch Feldwege hergestellt werden. Die Spachtelmasse kann in einem luftdichten Gefäß (z.B. leeres Marmeladenglas) aufbewahrt werden. 2. Möglichkeit Die Herstellung mit Paketpappe oder einfacher Verpackungspappe. Verpackungspappe hat eine Eigenschaft, die wir für die Herstellung von Feldern verwerten können und zwar den Sandwichaufbau. Eine Verpackungspappe besteht immer aus zwei Deckblättern und einer gewellten Papierlage. Wenn die Obere Papierlage abgezogen wird, ist die geriffelte Oberfläche zu sehen. Die geriffelte bzw. gewellte Oberfläche kann ideal für die Darstellung von Feldfurchen genutzt werden. Herstellungsprozess: Die so hergerichtet Papierfläche wird entsprechend zugeschnitten und mit der glatten Oberflächenseite auf die Modellbahnplatte aufgeklebt. Die gewellte Oberfläche wird mit entsprechender Farbe angemalt. Besser ist allerdings die gewellte Fläche mit Weißleim zu bestreichen und dann mit entsprechend farblich angepasstem Streumaterial zu betreuen. Damit entsteht eine sehr realistische Felddarstellung. Die Wellen können unterschiedlich eingedrückt werden (mit einem harten Pinsel), sodass hier ein sehr natürlicher Eindruck entsteht. Lediglich die gewellten Flächen mit Farbe anzumalen, erzeugt noch nicht diesen realistischen Effekt.
Die Herstellung eines bestellten Feldes mit Wildblumen Die Herstellung eines bestellten Feldes hängt natürlich von der angebauten Frucht ab. Hierzu eignen sich hervorragen die Wildblumen mit Ihren Blüten. Sie können getrocknet werden und entsprechend der gewünschten Feldfrucht angemalt werden. Schaut euch bei euren Spaziergängen und Wanderungen in der Natur einfach mal um und ihr werden sehen, welches Potential für den Modellbahner hier vorhanden ist.
Zur Feldfruchtdarstellung können auch Erlenzapfen, die an jedem Bachlauf zu finden sind, verwendet werden. Eine weitere billige Möglichkeit ein frisch umgepflügtes Feld auf der Modellbahn darzustellen, ist verwelktes Blattwerk zu verwenden. In den Herbstmonaten ist dies überall im Bereich von Laubwald und Parks zu finden. Wenn dieses Blattwerk getrocknet ist, kann es zwischen den Händen fein verrieben werden und dadurch bekommt man einen feinen braunen Streu, der ein umgepflügtes Feld sehr schön darstellen lässt. Mit Tannzapfen oder Pinienzapfen können ebenfalls "Felder bestellt" werden. Tannenzapfen setzen sich aus vielen einzelnen "Flocken" zusammen. Wenn die einzelnen Flocken entsprechend grün angemalt werden und dann unterschiedlich auf das "Modellbahnfeld" gesetzt werden, gibt es eine sehr realistische Darstellung von angebauten Grünfrüchten.
Vergrößern -- Bilder anklicken Die Herstellung eines bestellten Feldes mit Schaumflocken Felder mit Blumenkohl oder Rotkrautanbau können gut mit Schaumflocken dargestellt werden. Schaumflocken gibt es im Handel als Fertigprodukt. Diese Schaumflocken können auf das "Feld" aufgeklebt werden und erzeugen so ein realistisches Bild z.B. von Rotkrautanbau.
Vergrößern -- Bilder anklicken Die Herstellung von Gärten und Äcker mit Feldfrüchten mit Fertigprodukten aus dem Handel Die Gestaltung von privaten Gärten im Vorfeld von Wohnbebauungen, gewerblichen Gärtnereien u.s.w. gehören ebenfalls zu einer vorbildgetreuen Anlage. Auch hier gibt es für die Gestaltungsphantasie keine Grenzen. Wir wollen euch nachfolgen Anregungen für Gartengestaltungen geben. Dabei kann auch Vielfach auf im Handel vorhandene Fertigprodukte zurück gegriffen werden.
Gärtnerei Eine Gärtnerei ist ein landwirtschaftlicher Betrieb. Allerdings liegt hier - im Gegensatz zu einem Bauernhof - der Schwerpunkt auf der Erzeugung von hochwertige Nahrungsmittel, wie frischen Obst und Gemüse und auf dem Vermehren und Kultivieren von Zierpflanzen, Gehölzen und Stauden. Die Produktion findet sowohl im Freiland, als auch im Gewächshaus statt. Eine Gärtnerei besteht in der Regel aus:
Weinanbau Wer gerne kreativ tätig ist, kann auch auf seiner Modellbahn ein besonderes Higlight sich bauen und zwar Weinanbauflächen. Es gibt Weinanbaugebiete die, wie in Unterfranken, an Hängen bewirtschaftet werden. Es gibt aber auch Weinanbauflächen die in der Ebene angelegt werden, wie z.B. in Südtirol.
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Hecken und Buschwerk Bei der Darstellung von Bäumen, Hecken, Buschwerk und Wäldern, kann viel mit eigener Bastelarbeit erledigt werden. Es braucht dazu nur die Materialien aus Mutter Natur. Fertigprodukte sollten auch bei diesen Landschaftsteilen nur dann verwendet werden, wenn die Herstellung mit Naturprodukten zu aufwendig wird.
Die Gestaltung mit Buschwerk Als erstes Thema in dieser Rubrik nehmen wir uns das Buschwerk vor. Die nachfolgenden Bilder zeigen euch, wie in der Natur Buschwerk anzutreffen ist. Natürlich kann man auch Bäume, Büsche, Hecken selbst herstellen. Da aber teilweise der Handel relativ günstige Fertigprodukte hat und auch im Gebrauchthandel man billig zu Fertigprodukten kommt, ist es zu überlegen, ob man Bäume, Sträucher und Büsche selbst herstellt. Eine Eigenproduktion lohnt sich nur dann, wenn bestimmte Pflanzen nicht als Fertigprodukt erhältlich sind oder das Fertigprodukt zu künstlich wirkt. Wie werden nun Büsche und Hecken in Eigenarbeit hergestellt. Herstellung mit Islandmoos Die alten Hasen unter den Modellbahnern werden sicherlich Islandmoos als Hauptbestandteil für die Herstellung verwenden. Islandmoos gibt es in den unterschiedlichsten Farben und ist mittlerweile vom Preis her im Internet relativ kostengünstig zu erstehen. Islandmoos ist ein Naturprodukt. Von billigeren Moos, das es in Bastelgeschäften oder Baumärkten für die Blumendekoration gibt, ist abzuraten, da diese Moose nicht farbecht sind. Sie färben ab und verlieren bereits nach kurzer Zeit ihre Farbe. Die einfachste Herstellung eines Buschwerkes aus Islandmoos ist, ein entsprechendes Stück Islandmoos mit der Hand aus dem Gesamtpaket heraustrennen. Dann mit Schreinerleim, Alleskleber oder Heißkleber an der Stelle bestreichen, an der es an der Platte angeklebt werden soll. Danach auf die gewünschte Stelle platzieren. Durch die Kombination verschiedener Farben und verschieden großer Stücke lassen sich schöne Effekte erzielen. Durch sein großes Volumen ist Islandmoos ideal zur Busch- und Heckengestaltung.
Herstellung mit einem Holzgerüst Eine aufwendigere Art ist die Herstellung von Büschen und Hecken mit einem Holzgrundkorsett. Als Grundgerüst können filigrane Verästelungen aus einem realen Buschwerk dienen. Über diese kleinen Ästchen wird dann das Islandmoos geklebt (siehe Bilddarstellung).
Herstellung nur mit Schaumflocken Eine andere Möglichkeit der Herstellung von Büschen und Hecken ist die mit Schaumflocken. Schaumflocken sind aufgeschäumte offenporige Weichplastikgebilde, die mit entsprechenden Farben eingefärbt werden. Schaumflocken gibt es im Handel im Beutel, oder als Foliage. Bei der Schaumflocken-Foliage werden die Schaumflocken auf ein fein gesponnenes Trägermaterial aufgebracht. Dadurch können z.B. auch schnell Buschreihen hergestellt werden. Allerdings sind Schaumflocken nicht billig. Schaumflockenfoliage ist hauptsächlich für die Geländegestaltung geeignet, als Ersatz für die Grasmatten. Es gibt aber hierfür billigere Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu mehr unter Wiesengestaltung und Feldergestaltung. Lose Schaumflocken (also im Beutel oder im Becher) sind für folgende Anwendungsbereiche geeignet:
- Gestaltung von Bodendeckern - Ausgestaltung von Wiesen.
Vergrößern -- Bilder anklicken Die Herstellung von Büschen und Hecken kann in der gleichen Form erfolgen, wie mit Islandmoos. Herstellung nur mit Holzwolle oder Material aus Fahrzeugsitzen und Stuhlbezügen Die nachfolgend beschriebene Methode zur Herstellung von Hecken ist äußerst kostengünstig und Ideal für den schmalen Geldbeutel. Wer sich schon mal auf einen Schrottplatz oder bei Altmöbelhändler umgesehen hat, dem sind sicherlich auch Fahrzeugsitze und Stuhlbezüge aufgefallen. Sowohl Autositz, als auch Stuhlbezüge besitzen ein für den Modellbahner interessantes Innenleben. Stuhlbezüge werden mit faserigen bzw. mattenartigem Material ausgefüttert, das bei näherem hinsehen sich gut für die Herstellung von Modelbahnbäumen und -büschen eignet. Obendrein ist das Material meistens kostenlos zu haben. Aufgrund dieser Erkenntnis haben wir uns auch mal Holzwolle unter diesem Gesichtspunkt angesehen. Wenn Holzwolle entsprechend eingefärbt wird, ist es ebenfalls sehr gut für die Herstellung von Bäumen und Sträucher geeignet.
Vergrößern -- Bild anklicken Herstellung mit Fertigprodukten Buschwerk kann auch mit künstliches Begrünungsmaterial - wird z.B. von Busch, Noch etc. angeboten - hergestellt werden. Hier wird allerdings noch ein Trägermaterial benötigt z.B. kleine dünne Ästchen. Auf dieses Trägermaterial wird dann das Material aufgestreut. Diese Methode ist für Modellbahner interessant, die rasch und schnell Büsche und Bäume auf die Modellbahnanlage bringen wollen. Das Material gibt es auch in Streudosen (siehe nachfolgendes Bild).
Hecken und Büsche im Modell
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