Modellbautechnik -- hier: Gleisbau - Teil 1 - Trassierungselemente, Wagenlänge und Radius, Weichentrassierung, Gleisverlegung
     


Modellbahn - Anlagenbau
-- Die Gleistrassen auf der Modellbahnanlage - Teil 1 --



Inhaltsverzeichnis

- Thema: Trassierungselemente der großen Eisenbahn

- Thema: Gleisverlegung und Einschotterung

- Thema: Weichentrassierung

- Thema: Wagenlänge und Radius




Thema: Trassierungselemente

Bebvor wir uns zum Modellbahnbereich begeben noch einige Hinweise zur Trassierung von Gleisstrecken bei der großen Eisenbahn. Die große Eisenbahn verfährt hier nach der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung. Diese sieht Mindestradien vor:

- Anschlussgleise 35 m (= 402 mm in Spurgröße: H0)
- Nebenbahnen 180 m (= 2070 mm in Spurgröße: H0)
- Hauptbahnen 300 m (= 3450 mm in Spurgröße: H0).

Nach der NEM sehen die Werte wie folgt aus:

  Bogenart     Wagengruppe A  
(bis 230 mm LüP)
  Wagengruppe B  
(bis 278 mm LüP)
 Wagengruppe C  
(bis 313 mm LüP)
Schmalspur
zulässiger Mindestradius 363 mm 412 mm 495 mm 135 mm (H0e),
180 mm (H0m)
Nebengleis im Bahnhof 412 mm 495 mm 577 mm 180 mm (H0e), 240 mm (H0m)
Hauptgleise auf Nebenbahnen 495 mm 577 mm 660 mm 225 mm (H0e), 300 mm (H0m)
Hauptgleise auf Hauptbahnen 577 mm 660 mm 742 mm 270 mm (H0e), 360 mm (H0m


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Thema: Gleisverlegung und Einschotterung
Der Gleisbau bzw. die Verlegung der Modellbahngleise auf der Modelbahnanlage bedarf einer gründlichen Planung. Der schlechteste Weg ist, wenn der Modellbahner ohne Plan seine Gleise auf der Modellbahn verlegt. Dies führt zwangsläufig zu Frust. Wichtig ist deshalb folgende Vorgehensweise:

1. Überlegen, bei welchen Gleishersteller ich die Gleise beziehe. Dabei ist natürlich immer zuerst der einfachste Weg, den Bezug der Gleise über denselben Hersteller, über den auch die Loks und Wagen gekauft werden. Dabei muss man aber wissen, dass dies nicht immer die beste Wahl sein muss. Sicher, wenn der künftige Modellbahner sich für Märklin Modelle entscheidet, bleibt einem nichts anderes über, als das Dreileitergleis von Märklin zu beziehen. Aber für die überwiegende Anzahl der Modellbahner die sich im Zweileitersystem bewegen wollen, ist die Auswahl an Gleisen riesengroß. Da in der Regel die Zweileiterhersteller die NEM einhalten, ist die Kompatibilität der Gleise zu den unterschiedlichsten Lok- und Wagenhersteller in der Regel garantiert. Wer hier noch Fragen hat, sollte sich vor dem Kauf der Gleise mit seinem Modellbahnhändler klären, welche Loks und Wagen mit dem gewählten Gleis nicht kompatibel sind.

2. Nach der Wahl des Gleises ist nun die Gleisplanung gefragt. Da ja nun die künftige Gleisgeometrie des Gleises bekannt ist, kann anhand der entsprechenden technischen Daten, die Gleisplanung vorgenommen werden. Es gibt von den meisten Gleisherstellern auch entsprechende Planungssoftwareprogramme für den PC. Bei der Planung ist darauf zu achten, dass auch eventuell eine künftige Erweiterung der Anlage bereits berücksichtigt wird.

3. Nach der Planung kommt die Umsetzung der Gleisplanung auf die reale Anlage. Dabei ist insbesondere auf die Verlegeart der Gleise zu achten. Wer sich Gleise besorgt, die bereits mit einer Schotterungsattrappe versehen sind, der braucht sich um die Auflagerung der Gleise in der Regel keine Gedanken mehr machen. Für all diejenigen, die aber ihre Gleis selbst einschottern wollen, muss überlegt werden, ob die Schotterung direkt auf die Plattenunterlage erfolgt, oder ob hier zuerst eine schalldämmende Unterlagen eingebaut werden soll. Ein Trend geht dahin, die Gleise nicht mehr zu nageln oder zu verschrauben, sondern mit einem Spezialband zu kleben. Vorteile dieser Methode: Die Schalldämmung und Befestigung kann zeitsparend in einem Durchgang erfolgen. Die Gleise verziehen sich nicht an den Stellen, an denen sie mechanisch befestigt werden und zudem gleichen Klebebänder durch ihre Moosgummischicht auch kleine Unebenheiten aus, beispielsweise beim Übergang von Trassenbrettern. Dadurch, dass der später angeleimte Gleisschotter auch auf dem Moosgummi-Klebeband liegt und nicht mit der Trasse in Berührung kommt, entstehen bei dieser Befestigungsmethode keine Schallbrücken und die Zuggarnitur fährt wesentlich ruhiger auf der Anlage. Natürlich kann außer einem Moosgummiband auch z.B. Naturkork als Unterlage genommen werden. Auch dieses Material ist schalldämmend.

Technisch ist hier zu erwähnen, dass das Schotterbett bei der großen Bahn für eine stabile Lage der Gleise sorgt. Es hat ferner, wegen der Lastabtragung einen trapezförmigen Querschnitt.
Für eine realistische Modellbahnanlage ist ein vorbildgetreues Gleisbett unerlässlich. Eine individuelle Gleiseinschotterung ist aber sehr arbeitsintensiv und leider - das muss man hier sagen - treten dadurch auch, wenn sie falsch durchgeführt wird - auch Betriebstörungen auf. Deshalb ist es wichtig bei einer selbst durchführten Einschotterung auf unbedingte Sauberkeit bei den Schienen zu achten. Natürlich wird jetzt mancher Modellbahner sagen, dass es ja auch bereits Gleise mit fertigen Schotteraufbau gibt. Natürlich gibt es die, wie Fleischmann Piccolo-Gleise, Märklin C-Gleise usw. Aber wir sprechen hier von Gleisen die keinen fertigen Schotteraufbau besitzen. Dazu ist auch noch zu erwähnen, dass nur wenige Hersteller es geschafft haben einen realistischen Gleisoberbau zustande zu bringen. Für uns ist besitzt immer noch das Fleischmann-Piccologleis die beste Einschotterungsoptik. Eine der schlechtesten Gleise mit der fertigen Einschotterungsoptik ist Kato und Tomix. Es ist auch zu erwähnen, dass die meisten Hersteller auch Schienenmaterial ohne fertige Einschotterung anbieten. Hier wäre als Beispiel das Märklin K-Gleis zu nennen.
Da die Gleisunterlage sehr wichtig ist. wollen wir uns intensiver mit der Einschotterung beschäftigen.
Als erstes werden wir uns die individuelle Einschotterung ansehen. Danach werden wir uns mit Fertigprodukten auseinander setzen.

Die individuelle Gleiseinschotterung
Die Fragen die hier auftauchen sind:
  • welches Schottermaterial soll ich eigentlich für die Einschotterung verwenden.

  • wie soll die Schotterfarbe aussehen.
Die Farbe von Gleisschotter auf den Schienensträngen ist sehr unterschiedlich. Natürlich ist die Farbe vom verwendeten Material abhängig - also ob Basalt- oder Granitschotter verwendet wurde. Auf jedenfalls wird von der DB nur Hartgestein zur Einschotterung verwendet. Ferner ist die Farbe natürlich auch von der Liegedauer des Schotters abhängig. Neue aufgebrachter Schotter kann sehr hell sein (hellgrau). Schotter mit einer langen Liegedauer - z.B. auf Nebenbahnstrecken - kann bis zur Farbe Schwarz reichen. Auf der Modellbahn ist eine mittlere Schotterfarbe hellgrau bis dunkelgrau durchaus passend.

1. Variante
Für uns ist immer noch die beste Einschotterungsmethode die mit Holzleim und die im Modellbahnhandel erhältlichen Streuschotterpäckchen. Es gibt sie meistens in 300g Packungen und in unterschiedlichen Farben. Die Kosten sind gering. Die Einschotterung selbst ist relativ einfach zu bewerkstelligen. Zuerst müssen die Gleisachsen aufgetragen werden. Danach werden mit einer selbst hergestellten Gleisschablone (aus Kunststofffolie) die seitlichen Grenzen der Schotterung fixiert.

Gleisschotterung
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Als nächstes wir Schreinerleim aufgetragen der, damit er sich besser streichen lässt, mit ein paar Tropfen Geschirrspülmittel vermischt wird. Der Leim sollte so verdünnt sein, dass er sich wie ein dünner Film auftragen lässt. Auf diesen Film wird der Schotter dann dünn aufgestreut.
Nach dem Aufstreuen wird mit einem Holzstock das aufgetragene Streumaterial auf die Unterlage gedrückt. Dadurch entsteht ein faches und ebenes Schotterbett. Nach dem Trocknen des Leim kann dann das überschüssige Material abgekehrt und abgesaugt werden. Manchmal bleiben Fehlstellen, die man mit Holzleim nachnässen kann und dann darüber wieder Schotter einstreut.

Gleisschotterung
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Auf dieses ebene Schotterbett werden nun die Gleise verlegt. Manche Modellbahner verlegen zuerst das Gleis und schottern dann. Dies hat den Nachteil, dass dieses Verfahren teilweise zu einer Verschmutzung der Schienen und Schwellen führen kann (wenn nicht sehr sorgfältig gearbeitet wird). Diese Verschmutzungen zu beseitigen, ist eine Geduldsarbeit die man sich ersparen sollte.
Wenn nun alle Gleise verlegt sind, ist noch an die Schotteranhäufung an den beiden Gleisseiten zu denken. Wie das gemacht wird ist dem obigen Bild zu entnehmen.

2. Variante
Zur klassischen Einschotterung von Gleisen kann auch echter Quarzsand verwendet werden. Hier sind allerdings die Spurgrößen zu beachten.

Für die Spur-H0 und TT ist am besten handelsüblicher grobkörniger staubfreien Quarzsand zu verwenden. Den Quarzsand gibt es in verschiedenen Farben (grau, leichtbräunlich, schwärzlich). Hier muss der Modellbahner selbst auswählen und sich die Gleise in der Natur mal ansehen.

Für die Spur: N ist am besten handelsüblicher staubfreien Quarzsand zu verwenden. Den gibt es in jedem Baumarkt. Wichtig ist bei der Spur: N, dass er sehr fein ist und dementsprechend sollte nur Quarzstand für Fliesenverfugungen genommen werden. Auch hier gibt es ihn in verschiedenen Farben.

3. Variante
Die nächste Variante ist der Einsatz von Kaffeepulver, allerdings nur für Spur: N Anlagen. Für die Spurgröße TT und H0 ist das Pulver zu fein.
Dieses Material kann selbst hergestellt werden. Man benötigt hierzu nicht zu grob gemahlenes Kaffeepulver. Das Problem ist nun, dass Kaffeepulver natürlich dunkelbraun aussieht und so eigentlich in der Farbe nicht einem Gleisschotter ähnlich ist. Deshalb muss nun dieser gemahlene Kaffee mehrmals gebrüht werden, damit möglichst viel des der braunen Farbstoffes herausgefiltert wird.

Wenn das Kaffeepulver mehrmals den Filter durchlaufen hat, dann muss es getrocknet werden. Danach wird dieses trockene Mehl mit weißer Dispersionsfarbe (nicht zuviel Farbe) zu einem dicken Brei aufgerührt. Solange rühren bis es eine einheitliche Farbe aufweist. Es sollten keine Klumpen mehr vorhanden sein.

Danach wird dieser Brei getrocknet. Dazu diesen Brei auf einem alten Brett oder ähnlichem ausbreiten und trocknen lassen. Hilfreich ist, wenn man ab- und zu im Trocknungsprozess das Material umwälzt und getrocknete Klumpen mit einer Spachtel (durch Dücken mit der flachen Seite der Spachtel) zerkleinert..

Nach dem Trocknen nochmals die noch vorhanden groben Klumpen zerkleinern und damit ist das Material fertig zu Einstreuen. Falls zuviel Staub bei Trockenvorgang entstanden ist, dann diesen mit einem feinen Küchensieb absieben.

Noch etwas ist zu erwähnen. Falls dem Modellbahner die hellbraune Farbe nicht gefällt und stattdessen einen Basaltschotter (schwärzlich) bevorzugt, kann er natürlich durch den Einsatz einer dunkleren Dispersionsfarbe, die künftige Schotterfarbe beeinflussen.

Gleisbau
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4. Variante
Der Einsatz von Schleifpapier ist eine weitere kostengünstige Variante für eine Gleisschotterung. Schleifpapier gibt es in unterschiedlichen Körnungen. Je nachdem mit welcher Spurgröße gefahren wird, gibt es eine passende Korngröße. Schleifpapier kann überall in Baufachmärkten gekauft werden.

Gleisbau-Schleipapier
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Der Vorteil von Schleifpapier liegt auf der Hand. Es kann sehr leicht mit einer Schere entsprechend zugeschnitten und verklebt werden. Das Verfahren ist einfach zu erklären. Das Schleifpapier wird entsprechend dem Trassenverlauf aus dem Schleifpapierbogen herausgeschnitten. Danach wird das herausgeschnittene Stück auf die künftige Gleistrasse gelegt. Vorher wird die Unterlage mit weißem Schreinerleim, wie bei Variante 1, bestrichen. Darauf wird dann das Schleifpapier gelegt.
Natürlich sieht vor allem der Randbereich (wegen der fehlenden Schotteranhäufung) nicht so realistisch aus. Aber dennoch Schleifpapier als Schotterbett kann sich sehen lassen. Wer noch zusätzliche Arbeit investieren will kann auch auf das Schleifpapier noch unzählige Korrekturen mit Streuschotter vornehmen. Der Vorteil von Schleifpapier ist allerdings gewaltig. Es hat keinen Abrieb und dementsprechend können auch keine Verunreinigungen in die Getriebe der Loks gelangen. Ferner ist es sehr leicht durch Absagen sauber zu halten.

5. Variante
Eine weitere billigere Möglichkeit besteht darin, dass "Modellbahner" sich von einem Baumarkt unbehandelte Korkfliesen besorgt (Naturkork). und sich diese nach den eigenen Vorstellungen zuschneidet. Die Korkplatten sind zwar manchmal ein klein wenig dicker als Fertigprodukte, aber das macht sich nur im Millimeterbereich bemerkbar und ist ohne Einfluss auf die Gleisverlegearbeiten. Im Gegenteil, es ist schöner und wirkt natürlicher, wenn die Gleisbettung gegenüber dem umliegenden Gelände höher liegt.
Um die Korkplatte korrekt auf die Modellbahnplatte zu bekommen, ist zuerst die Gleistrasse mit Bleistift darzustellen (und zwar als Mittelachse).

Gleisbau
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Der nächste Schritt ist dann die Korkplatten zu recht zu schneiden (mit einem Außengefälle - trapezförmig) und mit Schreinerleim (Weißleim) auf die Unterlage zu kleben. Natürlich mittig entlang der angezeichneten Gleisachse.
Hier muss genau gearbeitet werden, damit später die Gleise auch auf die Korkplatten exakt justiert werden können.
Bis zum Festwerden des Klebstoffes können sog "Stecknadeln" bzw. Nähnadeln oder Tapetenstifte zur Positionsfixierung dienen. Dieses Fixieren ist besonders in gebogenen Abschnitten und bei Rampen wichtig.

Gleisbau
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Im Bereich von Weichen werden die Korkstreifen an den Außenkanten weiter geführt, bis die Gleisäste einzeln wieder weitergeführt werden können (siehe Bild). Der Zwischenraum der Weiche wird ebenfalls mit Korkplatten ausgefüllt, wobei die Korkplatte in das entstandene Dreieck genau eingepasst werden muss.

Wenn die Korkplatten angetrocknet sind, ist die Verlegung des Gleises angesagt. Die Gleise müssen exakt auf die Korkunterlage aufgelegt werden. Danach werden sie entweder mit Schrauben oder Nägeln auf der Unterlage befestigt (achtet darauf, dass die Nägel oder Schrauben nur über die dafür vorgesehenen vorgestanzten Löcher in den Schwellen eingeschraubt bzw. .genagelt werden).

Falls die Korkplatten dem ein oder anderen Modellbahner nicht realistisch genug erscheinen, können natürlich insbesondere die Randbereich noch zusätzlich mit Streumaterial eingeschottert werden (siehe das nachfolgende Bild) .

Gleisbau     Gleisbau
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Nach dem Antrocknen saugt man mit einem geringen Saugstrom die losen Schotterpartikel vom Gleis. Damit ist die eigentliche Arbeit getan.
Nicht vergessen sollte man aber die Säuberung der Schienenoberflächen. Hier ist es ratsam mit einem feinen Sandpapier, das um einen kleinen Holzklotz gewickelt wird, die Gleise abzuschleifen.
Es genügt in der Regel ein einmaliger Durchgang. Nur so ist gewährleistet, dass die Loks auch ausreichend Kontakt bekommen und nicht stehen bleiben. Keinesfalls sollte man diese "Schleifarbeit" von einer Schleiflok oder Schleifwagen machen lassen.
Hier besteht die Gefahr, dass durch Klebereste die Lok verschmutzt und dann grundlegend gereinigt werden muss.
Nach dem Schleifen sollte noch mit einem angefeuchteten Wattestäbchen über die Schienen gefahren werden, um den Feinstaub der durch das Schleifen entsteht zu beseitigen.

Gleisbau
So sollte eine Einschotterung aussehen.
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So kann die Sache dann aussehen. Wirkt diese Einschotterung nicht natürlicher, als ein Gleissystem mit fertigem Schotterbett?

Gleisbau
So sollte eine Einschotterung aussehen.
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Die Fertigprodukte
Im Gegensatz zur selbst hergestellten Einschotterung, die wie wir ja nun wissen teilweise sehr arbeitsintensiv ist, gibt es natürlich im Handel viele Fertigprodukte zu diesem Thema. Wir müssen an dieser Stelle gleich unterscheiden zwischen einem Gleis, das bereits mit einem fertigen - integrierten Schotterbett - ausgestattet ist und einem Gleis, dass noch mit einem Schotteraufbau versehen werden muss. Wir behandelt hier nur den zweiten Fall - also das Gleis besitzt kein integriertes Schotterbett und muss nun in irgendeiner Form eingeschottert werden - mit einem Fertigprodukt aus dem Handel.
Es gibt viele Hersteller von derartig fertig zubereiteten Korkgleisbettungen.
    1. Die H0 Gleisbettung aus Kork von wwww.Korkshop.eu
    Diese Kork-Gleisbettung in der Nenngröße H0 ermöglicht den Modelleisenbahn-Bastlern die einfache Erstellung eines Modellgleisbaues. Die Kork-Gleisbettung ist sehr leicht und elastisch. Der Vorteil: Dadurch werden die Schwingungen und Geräusche, die ein Modellbahnzug erzeugt gedämpft. Der Kork kann mit einer Gleisschotter-Imitation bedeckt werden.
    Die Korkbettung ist 5 mm dick und 48 mm breit. Die Grundbodenkanten sind beidseitig in einem Winkel von 45 Grad modelliert. Damit ist der Aufbau einer realistischen Eisenbahntrasse relativ gut dargestellt.
    Der Kork wird als die Untergrundplatte geliefert. Mit diesen Untergrundplatten können gerade Eisenbahnstrecken gebaut werden. Wenn die Kork-Gleisbettung mit dem Tapetenmesser entlang der Gleisachse durchgeschnitten wird, entstehen zwei elastische Halbkorkbettstreifen, die zum Bau von allen denkbaren Bogen und Bahnweichen genutzt werden können. Die Korkbett-Streifen sind 45 cm lang.
    Die Korkbettstreifen werden auf die Modelbahnunterlage geklebt, es reicht ein Korkkleber aus dem Baustoffhandel aus. Weitere Arbeiten sind nicht erforderlich. Nachstehend haben wir eine Auswahl aus dem Sortiment dargestellt.

    Gleisbau-Korkplatten
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    2. Die Noch Korkgleisbettung
    Auch die von der Firma Noch angebotene Kork-Gleisbettung basiert auf dem Material "Kork". Im Gegensatz zur Variante 1 besitzt die Noch-Korkgleisbettung bereits vorgefertigte Gleisbogenausschnitte und Weichenausschnitte. Von der Verarbeitung her gleicht sie der Variante 1. Ein weiterer Vorteil, die Korkplatten gibt es in allen gängigen Spurgrößen.

    Noch Gleisbau-Korkplatten
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    Es gibt natürlich noch viele weitere Hersteller wie Auhagen, Faller etc.

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Thema: Die Weichentrassierung
Um einen Eisenbahnbetrieb überhaupt bewerkstelligen zu können sind Weichen unerlässlich. Nur über eine Weiche können schienengebundene Fahrzeugen den Übergang von einem Gleis auf ein anderes schaffen. Für den Modellbahner sind beim Einsatz von Weichen folgende Gesichtspunkte zu beachten.
Die "nomalen" Weichen bestehen aus einem geradeaus geführten Gleisstück und einem Abzweigstück (rechts oder links). Bei der großen Eisenbahn sind die Weichenwinkel relativ spitz gehalten, damit der Zug seine Fahrgeschwindigkeit bei der Weichenüberfahrt nicht vermindern muss.
Da wir den Bezug zur Modellbahn nicht verlieren wollen deshalb folgende Hinweise. Im Modellbahnbereich können diese Weichenwinkel in der Regel nicht so ohne weiteres verwirklicht werden, da die Abwicklungslängen bei spitzen Weichenwinkel groß ausfallen (Platzbedarf).. Bei der Wahl der Weichen sollte der Modellbahner aber dennoch auf den Abzweigungswinkel der Weichen achten. Der nachfolgende Trassierungsplan bei Verwendung von 15°-Weichen ist eigentlich zu steil für realistische Zugfahrten. Dennoch stellt dieser Winkel einen Kompromiss aus Vorbildorientierung und Platzbedarf dar. Fast alle Hersteller haben diesen Weichenwinkel im Angebot.
Im Gegensatz zu den 15° Weichen, gibt es bei einigen Modellbahnherstellern - wie z.B. Roco - auch 10° Weichen. Diese Weichen entsprechen den steilsten Weichen der großen Eisenbahn.

Normal Weiche      Weichendefinition
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Bogenweichen
Gleisverzweigungen können nicht nur in geraden Gleisabschnitten, sondern auch in Kurven eingebaut werden. Dies kann zu erheblichen Platzersparnissen führen. In der nachfolgenden Abbildung ist der Bohnhofsbereich mit "normalen" Weichen und mit Bogenweichen dargestellt. Dem Bild ist zu entnehmen, dass durch den Einsatz von Bogenweichen der Bahnhofsbereich bei gleicher Trassierungslänge wesentlich größer ausfällt.
Durch den Einsatz von Bogenweichen, können auch lange Züge im Ausweichgleis Platz finden.

Bogenweiche
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Kreuzungsweichen und Doppelte Kreuzungsweichen
Durch die Verwendung einer Doppelten Kreuzungsweiche (DKW) anstatt von normalen Weichen wird eine volle Standardgleislänge eingespart, ohne Betriebsmöglichkeiten einzubüssen. Auch bei der großen Bahn kommen doppelte Kreuzungsweichen zum Einsatz.

Kreuzungsweiche      Kreuzungsweiche
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Dreiwegweichen
Auch bei der großen Bahn kommen Dreiwegweichen zum Einsatz, insbesondere im Rangierbereich. Dadurch kann der Flächenverbrauch reduziert werden. Auch bei der Modellbahnanlage kann durch eine Dreiwegweiche Platz gespart werden. Dieser Weichentyp verfügt über zwei Abzweige. Das nachfolgende Bild stellt die Gleistrassierung mit einer Dreiwegweiche dar.

Dreiwegweiche
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Thema: Wagenlänge und Radius
Jeder Modellbahnplaner sollte wissen, dass je kleiner der Radius eines Bogens ist, desto mehr stehen die großen Personenwagen bzw. Lokomotiven über die Gleistrasse hinaus. Das ist sieht nicht nur unbefriedigend aus, auch die Entgleisungsgefahr steigt.

Die Fahrzeuge der Serienhersteller sind grundsätzlich alle auf einen Mindestradius von 360 mm ausgelegt. Das nachfolgende Bild zeigt das Problem:

Gleisbau      Gleisbau
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Weiterhin viel Spass mit eurer Modellbahnanlage wünscht euch
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