Die Motoren der Modellbahnloks - hier: Die Piko-Motoren -
     


Die Motoren der Modellbahnloks

-- Die Piko Modellmotoren --





Die Piko-Motoren für die Spur H0

Grundsätzliche Hinweise zu den Piko Motoren - Spur H0
Piko hat als ehemaliges Mitglied des VEB-Kombinats der DDR viele Motortypen verbaut, die im Übrigen auch in Gützold, BTTB-Modellen zu finden sind. Gützold gehörte ebenfalls zu DDR-Zeiten zum VEB-Kombinat.
Bei den Piko Motoren handelt es sich fast immer um Gleichstrommotoren mit einem sog. 3 Sterne Kollektor. Piko hat aber auch in den 1950er Jahren einen Allstrommotoren verbaut.
Es gibt zwei Arten von Motoren, die sowohl in Gützold, als auch in Piko Modellen verbaut sind und zwar:
  • Kompaktmotoren
  • Getriebemotoren
Kompaktmotoren sind Einzelmotoren, die vor allem in den Diesel- und Ellok-Modellen zu finden sind. Vereinzelt auch in Dampfloks.
Die Kompaktmotoren sind schwieriger zu reinigen, da sie meistens bei Gützold / Piko vollständig verkapselt sind.Das nachfolgende Bild zeigt den Kompaktmotor in seine Einzelteile zerlegt.

Kompaktmotor
Vergrößern -- Bild anklicken

Getriebemotoren bilden mit dem Lokrahmen und dem Getriebe eine Einheit, Zu finden sind diese Motoren vor allem bei kleinen Dampfloks und Dieselloks (ohne Drehgestell). Sie sind auch u.a. in der BR55, BR89, BR186, BR211, BR242, BR244, E69 zu finden.
Bei den Getriebemotoren lagert der Anker im Motorengehäuse mit dem Dauermagneten als Einheit mit dem Getriebe. Darauf wird das Motorschild gesetzt. Es ist ähnlich wie bei den Märklin-Allstrommotoren (allerdings ohne die Feldmagnete). Um den Anker zu reinigen ist das Motorschild abzuschrauben und von der Ankerwelle abzuheben.
Zu unterscheiden ist aber bei Piko, dass die Firma mehrere Qualitätsstufen in Hinblick auf ihre Modelle hatte und hat. So gibt es:
- Piko-Hobby
- Piko-Expert
- Piko-Classic

Auch die Lokmotoren unterscheiden sich dadurch mit Blick auf Ihre Fahrqualität. So sind Piko-Hobby-Modelle in der Regel immer mit einem dreipoligen Anker/Kollektor versehen. Damit besitzen diese Motoren eine ausgesprochen schlechtere Langsamfahreigenschaft gegenüber den 5 poligen Motoren.
Auch die Piko-Expert-Loks sind mit einem dreipoligen Anker ausgestattet, einige Modelle besitzen aber auch einen 5 poligen Anker.
Die Piko-Classic Loks beinhalten fast immer einen 5-poligen Motoranker. Die Lok BR277 (=Piko-Hobby) und die Lok BR211 (=Piko-Classic) haben z.B. den gleichen Motor.

Nun zu den einzelnen Motoren:



Der Piko / VEB Motor -- ME1601
Diesen Piko Motor gibt es als Allstrommotor mit Gleichrichter (Scheibenkollektor) und als reinen Gleichstrommotor Er ist in der Mitte der Loks platziert, da die Abmessungen des Motors nicht geeignet sind, ihn auf einen Drehkranz einer Diesel- oder Ellok zu montieren.
. Der Motor wurde in den Loks der 1950er und 1960er Jahre eingebaut. Das nachfolgende Bild zeigt die Einzelteile dieses Motors.
Die Scheibenkollektormotoren sind ab den 1950er Jahren in den Piko-Loks verbaut worden. Die nachfolgender Bilder zeigen diesen Motor. Der Motor ist in vielen Piko Modellen zu finden u.a. in der BR24, BR64, BR75, BR86, BR98 (DDR-Produktion). Er ist ferner auch in Gützold-Modellen (DDR-Produktion) vorhanden.

Pikomotor      Piko-Motor      Piko-Motor     Piko-Motor
Vergrößern -- Bild anklicken
Zum Reinigen ist an diesem Motor insbesondere:
  • das Lagerschild mit seinem Getriebe
  • die Bürstenbrücke
  • der Anker
  • die Schleifkohlen sind in regelmäßigen Abständen zu erneuern, wenn sie am Anker Verschmierungen hinterlassen




Der Piko / VEB Motor
Dieser Motor ist weiterer Scheibenkollektor der unter DDR-Zeiten in die Piko Dampfloks eingebaut wurde. Er wurde auch in andere Modelle des VEB-Kombinats, wie z.B. bei Gützold, verwendet. Der Motor ist z.B. zu finden u.a. in der:
  • BR01
  • BR03
  • BR41
  • BR56
  • BR66
  • BR80
  • BR106
  • Nohab-Diesellok

Scheibenkollektormotor
Vergrößern -- Bild anklicken



Piko Motor aus den 1950er und 1960er Jahren
Dieser Motor ist ein weiterer Scheibenkollektor der unter DDR-Zeiten in die Piko Dampfloks eingebaut wurden. Er wurde auch in andere Modelle des VEB-Kombinats, wie z.B. bei Gützold, verwendet. Der Motor ist z.B. zu finden bei der BR50.:

Scheibenkollektormotor
Vergrößern -- Bild anklicken



Der Piko Motor - Meininger Motor Nr. 2233 = 1.277 HSL25
Dieser Motor ist sehr leistungsstark und besitzt gute Laufeigenschaften. Er ist vollständig gekapselt. Dies hat den Nachteil, dass weder der Motoranker, noch der Scheibenkollektor gereinigt werden können, ohne den Motor zu öffnen. In der Regel ist dies zwar nicht erforderlich, da keine Verschmutzung in den gekapselten Motor eindringen kann. Dennoch wäre es besser gewesen, den Motor so zu konstruieren, dass zumindest der Scheibenkollektor gereinigt hätte werden können (z.B. beim Motorkohlenwechsel).
Die Öffnung des Motors erfordert Fingerspitzengefühl. Die Öffnung geschieht durch das "hochknicken" der Metalllaschen (siehe Bild). Wir zeigen euch nachfolgend auch einen geöffneten Motor.
Der Kohlewechsel ist aber einfach, da die Aufnahmeschächte sehr gut zugänglich sind. Hierzu sind einfach die beiden Metallspannen am Wellenausgang heraus zu hebeln. Dann können die Motorkohlen ohne Probleme herausgenommen werden.
Der Motor ist häufig in Piko Dampfloks, Gützold Dampfloks und kleinen Piko und Gützold Rangierdieselloks zu finden.
Zu finden u.a. in folgenden Loks:
  • Dampflok BR66
  • Dampflok BR80


Scheibenkollektormotor in der BR80
Scheibenkollektormotor in der BR80

Scheibenkollektormotor
Scheibenkollektormotor

Scheibenkollektormotor
Scheibenkollektormotor

Scheibenkollektormotor in der BR66
Scheibenkollektormotor

Scheibenkollektormotor in der BR66
Scheibenkollektormotor
Vergrößern - Bilder anklicken

Interessant bei diesem Motor ist, dass er auch in der Piko Junior Serie (mit Gummibandantrieb) zu finden ist. Verbaut wurde er in der Piko Junior Serie u.a. bei den nachfolgenden Rangierloks.


Piko Motor 5/0548
Piko Motor 5/0548

Pioko Motor
Piko Motor 5/0548
Vergrößern - Bilder anklicken

Der Motor wurde auch bei der Piko Circus Lok 57145 verbaut.


Piko Motor 5/0548
Piko Circus Lok 57145

Piko Motor 5/0548
Piko Circus Lok 57145

Piko Motor 5/0548
Piko Circus Lok 57145
Vergrößern - Bilder anklicken




Der Trommelkollektormotor - Nr. 141961
Dieser Trommelkollektormotoren mit Permamagnet wurde u.a. in die BR55 3748 und die BR244 eingebaut.


Trommelkollektormotoren
Piko Trommelkollektormotor

Trommelkollektormotoren
Piko Trommelkollektormotor im Detail

Trommelkollektormotoren
Piko Trommelkollektormotor

Trommelkollektormotoren
Piko Trommelkollektormotor
Vergrößern - Bilder anklicken

von links
      Bild 1: Piko Trommelkollektormotor -- Dieser Motor ist in kleinen Rangierdieselloks und kleinen Elloks (2-achsig) zu finden.
      Bild 2: Bild des Kollektors
      Bild 3: Dieser Motor ist in kleinen Rangierdieselloks und kleinen Elloks (2-achsig) zu finden.
      Bild 4: Dieser Motor ist in vielen Diesel- und Elloks mit Kardanwelle zu finden. Unter anderem in der BR185; BR189 und BR146.



Scheibenkollektormotor - Nr. 112/510
In den 1950ger und 1960ger Jahren ist der nachfolgende Scheibenkollektormotor (Gleichstrom) in Piko Loks zu finden. Insbesondere in Elloks und Dieselloks ist dieser robuste und langlebige Gleichstrommotor mit seinem Metallgetriebe verbaut worden.

Gleichstrommotor-112/510    Gleichstrommotor 112/510
Vergrößern -- Bild anklicken
Dieser Motor wurde aber auch wegen seiner flachen Bauart in die Piko-Elloks eingebaut. Er wurde - wegen der flachen Bauart - direkt in die Drehgestelle der Elloks und Triebwagen eingebaut. Dadurch ersparte man sich kostenintensive Antriebswellen. Außer den Schleifkohlen und der regelmäßigen Reinigung und Schmierung des Getriebes braucht bei diesem Motor nichts gewartet zu werden.
Bei Vitrinenmodellen oder bei längeren Standzeiten ist jedoch die Kontaktaufnahme zwischen Kohlen und Scheibenkollektor meistens unterbrochen. Dies liegt dann an der Korrodierung des Scheibenkollektors. Meistens genügt es dann manuell den Motor einige Male durchzudrehen um den Kontakt wieder herzustellen. Ein Öffnen des Motors ist in der Regel nicht erforderlich.
Der Motor besitzt die Bezeichnung ME1601. Nachfolgende Loks von Piko haben diesen Motor eingebaut:


Personen-und Güterlok E44
Personen- und Güterzuglok E44 - AEG -- Nr. ME0901
Personen-und Güterlok E44
Personen- und Güterzuglok E44 -- Nr. ME0601 - GSL
Verschiebelok
Verschiebelok E63 (Rangierlok) - ME2201
Vergrößern -- Bild anklicken

Ein Scheibenkollektormotor neuerer Bauart, ist der nachfolgende Motor. Diese Motoren wurden vor allem in kleine Elloks und kleine Dieselloks eingebaut. Der Motor ist vollständig gekapselt und bis auf der Ersatz der Schleifkohlen völlig wartungsfrei.

Scheibenkollektor
Vergrößern -- Bild anklicken



Scheibenkollektormotor für Dampfloks - ME1401
Ein Piko-Motor aus den 1950er und 1960er Jahren ist der ME1401. Er besitzt einen Außendurchmesser von 27 mm und eine Länge von 30 mm (ohne Achsstumpf).

Technische Daten des Motors
Drehzahl: 14000 U/min
Stromaufnahme 0,4 Ampere
max. Spannungsaufnahme: 12 bis 14 Volt

Gleichstrommotor ME1401
Vergrößern -- Bild anklicken

Dieser Motor fand insbesondere Anwendung bei Dampflokomotiven jedweder Art. u..a. in folgenden Loks wurde der Motor eingebaut:

Personen-und Güterlok E44 - AEG
Schlepptenderlok BR50 -- Nr. ME1801 -- Gleichstromlok
Personen-und Güterlok E44
Tenderlok BR81 -- Nr. ME1701 -- Gleichstromlok
Pikomotor
Schlepptenderlok BR55 - ME0801
Pikomotor
Schlepptenderlok BR80 - ME2101 -- Gleichstromausführung
V200-Scheibenkollektor
Schlepptenderlok BR80 - ME2101 -- Gleichstromausführung
V200-Scheibenkollektor
Technische Daten Motor 1401
Vergrößern -- Bild anklicken



Der rechteckige Scheibenkollektormotor
Einen weiterer Scheibenkollektormotor (siehe nachfolgendes Bild) hat Piko vor allem in die BR118, BR120, BR110 eingebaut. Dieser Gleichstrommotor ist sehr robust und zugfreudig. Er besitzt ferner den Vorteil, dass er durch seine rechteckige Form gut in die Lokgestelle eingebaut werden kann und hier relativ verschiebesicher und torsionssicher gelagert werden kann.

rechteckiger Scheibenkollektor      rechteckiger Scheibenkollektor in BR110
Vergrößern -- Bild anklicken



Der Piko Motor mit Kardanantrieb - Nr. 223056
Dieser Piko Motor mit Kardanantrieb ist z.B. in der BR185, V218 und der BR218 verbaut. Es ist ein Scheibenkollektormotor mit einer Vollverkapselung.


Scheibenkollektor
Piko Motor mit Kardanantrieb

Piko BR185
Piko BR185 - H0

Piko BR218
Piko BR218 - H0

Trommelkollektormotoren
Piko Trommelkollektormotor
Vergrößern -- Bild anklicken



Piko Scheibenkollektormotor für Dampfloks -Nr. 112/509
Dieser Piko Motor ist ein Scheibenkollektormotor mit guten Laufeigenschaften. Er ist vor allem in älteren Dampfloks zu finden. Die Form passt sehr gut in die Lokführerkanzel. Er ist z.B. in der BR86-1800-1 enthalten. Aber auch in den kleinen Dieselloks wie der BN150.
Der Motor ist voll verkapselt. Er ist relativ gut zu reinigen, da er mit einer Schraube geöffnet werden kann. Auch der Kohlewechsel ist sehr einfach und schnell durchzuführen, da hier ein ungehinderter Zugang vorhanden ist.
Der Motor zeigt auch im Langsamlauf gute Laufeigenschaften. Nach unserer Erkenntnissen ist er auch für eine Digitalisierung geeignet.

Scheibenkollektor    Scheibenkollektor    Scheibenkollektor
Vergrößern -- Bild anklicken



Piko Motor Nr. 2130 bzw. W-23-09
Dieser Piko Motor wurde u.a. in die BR23 001 eingebaut. Es ist ein Scheibenkollektormotor. Der Anker besitzt 3 Wicklungen (3 Sterne Motor).
Der Kleinstmotor wurde speziell für die Gleichspannung von ca. 12 bis 16 Volt.
Zu bachten ist bei diesem Motor folgendes:
Die Gleilager dieses Motors bestehen aus einem Hartgewebe. Deshalb darf die Schmierung des Gleitlagers nur mit einem kleinen Tropfen harzfreien Öls erfolgen. Besser ist Silikonfett. Wenn das Motorlager zu stark mit Öl versorgt wird, quillt das Hartgewebe auf und es kommt zu Laufproblemen. Ferner tritt dann auch eine Verschmutzung des Trommelkollektor auf.
Der Motor besitzt Graphitbürsten. Diese nutzen sich nach ca. 40 Betriebsstunden ab und müssen dann erneuert werden. Das Auswechseln der Kohlebürsten geht wir folgt vor sich:
  • Herausheben der Kohleandruckfedern
  • Kohlebürsten mit leichten Klopfen an das Motorgehäuse schütteln.
  • Einsetzen der Kohlebürsten
  • Kohleandruckfedern wieder in den Kohleschacht einrasten
Festzuhalten bleibt, dass der Motor voll gekapselt ist und dementsprechend nur schwer zu reinigen. Ferner ist durch die vorhandenen 3 Kollektoren der Motor eine Langsamfahrt des Motor nicht bzw. nur bedingt möglich.


Scheibenkollektor
Piko Motor Nr. 2130

Scheibenkollektor
Schlepptenderlok BR23

Technische Daten des Motors
Technische Daten des Motors
Vergrößern -- Bild anklicken



Piko Scheibenkollektormotor für die BR38 234 - 5/6333/010
Dieser Scheibenkollektormotor ist nicht häufig in älteren Piko Lok zu finden. Wir haben ihn nur in der BR38 festgestellt. Der Motor ist so stark verkapselt, dass außer dem Wechsel der Kohle, keinerlei Reinigungsmaßnahmen durchführbar sind. Sollte versucht werden den Motor zu öffnen, kann es zur Zerstörung des Motors und des Getriebes kommen.

Scheibenkollektor
Vergrößern -- Bild anklicken



Piko Kleinstmotoren - H0
Die Piko Kleinstmotoren ME2401/a, ME2901a, ME2902a, ME2902b sind für die Piko Loks mit Batteriebetrieb. Die Motoren sind ausgelegt für 4 Volt Gleischstrom. Es ist ein Scheibenkollektormotor.

Scheibenkollektor
Vergrößern -- Bild anklicken






Die Piko H0-Motoren nach der Wiedervereinigung

Der Piko Motor mit einfacher Schwungmasse Nr. 56000
Die neueren Piko Motoren (nach der deutschen Wiedervereinigung) sind teilweise mit Schwungmasse ausgestattet. Mit diesen Motoren kann auch mit kleinen Geschwindigkeiten (Rangierfahrt) eine gute Fahreigenschaft erzielt werden. Als erster Motor dieser Gattung ist der T3. Er wird in Diesel und Elloks verbaut. Die Abmessungen sind: 24,5 mm auf 18,5 mm. Die Gesamtlänge 51 mm. Der Wellendurchmesser beträgt: 2,0 mm

Piko Motor mit Schwungmasse
Vergrößern -- Bild anklicken



Piko Rechteckmotor mit einfacher Schwungmasse - Nr. 56003
Dieser Piko Motor für die Modelle nach 1990 besitzt eine einfache Schwungmasse. Er ist vollständig verkapselt und dementsprechend ist eine Wartung, ohne Gefahr der Zerstörung, nicht möglich. Er ist für den Digitalbetrieb ausgelegt. Natürlich kann er auch mit Gleichstrom analog betrieben werden.
Verbaut wurde der Motor in der E11, BR109, BR211, E42, BR142, BR242, BR180, BR230


Piko Motor mit Schwungmasse
Piko - Motor 56003 für H0

Piko BR109
Piko - BR109 - H0

Piko BR142
Piko - BR142 - H0

Piko BR180
Piko - BR180 - H0

Piko BR211
Piko - BR211 - H0

Piko BR230
Piko - BR230 - H0

Piko BR242
Piko - BR242 - H0

Piko E11
Piko - E11 - H0

Piko E42
Piko - E42 - H0
Vergrößern - Bilder anklicken - (c) hpw-modellbahn



Piko Rundmotor mit einfacher Schwungmasse - Nr. 56004
Dieser Piko Motor für die Modelle nach 2000 besitzt eine einfache Schwungmasse und ist z.B. in allen sächsischen VT und der BR89 verbaut. Er ist vollständig verkapselt und dementsprechend ist eine Wartung, ohne Gefahr der Zerstörung, nicht möglich. Er ist für den Digitalbetrieb ausgelegt. Natürlich kann er auch mit Gleichstrom analog betrieben werden.

Piko Motor mit Schwungmasse
Vergrößern -- Bild anklicken



Der Piko Motor mit doppelter Schwungmasse Nr. 59560-28
Dieser neuere Piko Motor besitzt zwei Schwungmassen und ist vor allem für größere Loks gedacht. Eingebaut ist er z.B. in der BR118

Piko Motor mit Schwungmasse
Vergrößern -- Bild anklicken



Der Piko Motor mit doppelter Schwungmasse Nr. 59570-228
Dieser neuere Piko Motor besitzt zwei Schwungmassen und ist in der BR 118 (GFK) verbaut.

Piko Motor mit Schwungmasse
Vergrößern -- Bild anklicken



Der Piko Motor mit Schwungmasse Nr. 56001
Dieser neuere Piko Motor ab 1990 besitzt eine Schwungmassen und ist in den Piko Loks
  • BR82
  • BR77
  • BR95
zu finden. Der Motor ist vollständig gekapselt und dementsprechend schwieriger zu reinigen, da der Motor aus dem Permamagnetgehäuse heraus gezogen werden muss. Insgesamt ist der Motor sehr schwer zu reinigen und zu reparieren.

Piko Motor mit Schwungmasse - 56001     Piko Motor mit Schwungmasse - 56001
Vergrößern -- Bild anklicken







Die Piko-Motoren für die Spur N

Die Motorenvielfalt bei den Piko-N-Loks Motoren ist sehr übersichtlich.
Die Vielfalt von Motortypen gibt es bei N-Loks (gegenüber H0-Loks) nicht. Da die Spurgröße "N" kleine Motoren verlangt und es hier auch keine Möglichkeit gibt, Motoren in Drehgestelle einzubauen.

Der Standardmotor für die Piko-N-Loks ist der zylinderförmige Motor mit einem dreipoligen Anker. Der Durchmesser des Zylinders beträgt 17 mm. Die Länge des Motors beträgt rd. 21 mm.

Es gibt hier noch zwei Motorenvarianten:

- den Trommelkollektormotor
- den Scheibenkollektormotor

Ferner gibt es noch Leistungsunterschiede bei den Piko-N-Motoren.

Die älteren Piko-N-Motoren - der Typ 2024 - hat eine max. Umdrehung von 7000 pro min. Die neueren Motoren - Typ 2032 - besitzt eine max. Umdrehung von 9000 pro Minute.

Die Motoren wurden in allen Diesel- bzw. Elektroloks eingesetzt.

Pikomotor
Vergrößern -- Bild anklicken

Es gibt die gleichen Motoren anstatt einer aufgesetzten Welle mit einer sog. Mitnehmergabel. Diese Motoren sind in Dampfloks verbaut. Wegen der Konstruktionsart dieser Loks wird hier meistens eine Federwelle zur Übertragung des Antriebes verwendet.

Der Motor - Typ: 2031 - wurde bis zum Jahre 1972 verbaut. Der Motor - Typ 9000 - mit 9000 Umdrehungen/min wurde ab 1972 verbaut. Der Motor - Typ: 2032 - wurde in Triebwagen (z.B. BR 173) verbaut.

Pikomotor     Scheibenkollektormotoren
Vergrößern -- Bild anklicken

Insbesondere in nachfolgende Loks wurden die Motoren eingebaut.

Diesellok-N       Ellok-N       Diesellok-N       Diesellok-N       Diesellok-N
Vergrößern -- Bild anklicken

Die neueren Motoren bei den Piko-N-Modellen besitzen teilweise Schwungmassen. Dies wird der Digitaltechnik geschuldet, da hier insbesondere auf das Anfahrverhalten und auf das Langsamfahrverhalten großer Wert gelegt werden muss. Der nachfolgende Motor wird insbesondere bei der BR89 (Nr. 56004) verbaut.

Pikomotor
Vergrößern -- Bild anklicken


Im Gegensatz zu den H0 Motoren sind N-Motoren nicht auf Dauerlast ausgelegt. Gerade die N-Motoren werden bei Dauerlast sehr schnell heiß. Diese Hitzeentwicklung führt teilweise zu erheblichen Verschmelzungen und Formveränderungen bei den Plastikhalterungen. Der Modellbahner sollte deshalb beim Betrieb der Loks darauf achten, dass sie nicht stundenlang und vor allem auf Dauerlast gefahren werden. Gerade Kinder neigen dazu, dass "letzte" aus den Loks an Geschwindigkeit herauszuholen. Dies führt meist dann bei N-Loks zu keinem langen Motorleben. Wir haben schon N-Lok Modelle bekommen, wo der Lokmotor regelrecht in die Halterung eingeschmolzen war.

Für weitere Hinweise und ggf. Korrekturen sind wir dankbar
hpw-modellbahn




 
Zurück

 
Hauptseite