Die Digitaltechnik auf der Modellbahn - hier: Die Märklin Meldemodule und Schaltdecoder -
     


Die Digitaltechnik auf der Modellbahn

-- Die Schaltdecoder - Teil: 2 --


Inhaltsverzeichnis - Märklin Melde- und Schaltdecoder

-- Einführung

-- Der Märklin Meldemodul "..88"

-- Der Magnetartikel-Decoder k73 - Nr. 6073

-- Der Magnetartikelschaltdecoder k83

-- Der Magnetartikelschaltdecoder m83

-- Der Schaltdecoder k84

-- Der Schaltdecoder m84




Einführung
Die Märklin Motorola-Schaltdecoder haben die Aufgabe Magnetartikel wie Weichen, Signale und Entkupplungsgleise zu schalten. Ferner können mit Schaltdecodern auch Lichtschaltungen und Gleisabschaltungen digital vorgenommen werden. Zu Ihnen gehören die sog. K Decoder wie der k83 und k 84.

Mittlerweile hat Märklin seine Schaltdecoder als Multiprotokolldecoder ausgestattet. Die Schaltdecoder mit dem m.. verstehen nunmehrt auch das DCC-Protokoll.

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Das Märklin Meldemodul "..88"
Bei diesen Schaltdecodern handelt es sich um Rückmeldemodule. Ihre Aufgabe besteht im Melden von verschiedenen Zuständen und Ereignissen auf dem Gleis, aus denen die Elektronik dann die entsprechenden Rückschlüsse für die Aktionen und Schaltungen ziehen kann. Dies können z.B. Gleis-Fahrstraßen sein, die vom System ausgelöst werden, Gleisbesetztmeldungen oder Kontaktmeldungen für die Pendelzugsteuerung. Voraussetzung ist aber, dass Kontaktgleise in die Gleistrasse eingebaut werden.
Ein Kontaktgleis oder ein Reedkontakt können z.B zum Auslösen des Wendemanövers bei einer Pendelzugsteuerung dienen. Es kann aber auch als Auslöser für eine Gleisbesetztmeldung dienen.
Die Märklin Rückmeldemodule gehören zu den ältesten Digitalkomponenten im Märklin Digitalsystem. Das erste Rückmeldemodul war das S88. Mit diesem Rückmeldemodul konnten automatische Betriebsabläufe ausgelöst werden. Das Protokoll basiert auf dem Motorola-Digital-System.
Der erste Rückmelde-Schaltdecoder was der S88 (6088). Dieses Rückmeldmodul besitzt ein 6 adriges Flachbandkabel und Anschlusssbuchsen für das 2,6 mm Steckersystem.
Der Nachfolger war der S88 (60880). Er besitzt im Gegensatz zum 6088 einen Miniaturstecker mit einem Durchmesser von 1,8 mm. Ansonsten baugleich. Diese Schaltdecoder gibt es heute immer noch im Gebrauchthandel und erfüllen auch noch ihren Zweck.
Im neuen Märklin-Sortiment gibt es derzeit drei verschiedene Rückmeldemodule mit unterschiedlichen Funktionen.

Das Rückmeldemodul L88 - Nr. 60883
Dieses Rückmeldemodul wird als Basismodul für den Einsatz der Central-Station 2 bzw der Central-Station 3 (60226) eingesetzt. Dieses Rückmeldemodul besitzt einen Eingang für eine elektrische Leistungsversorgung, die dann gleichzeitig auch alle zusätzlich an dieses Basiselement angeschlossenen Rückmeldemodule versorgt. Es können auch mehrere dieser Basiselemente im Gesamtsystem eingesetzt werden. Das L88 besitzt 16 Eingänge, an die Rückmeldekontakte angeschlossen werden können

Märklin L88
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Das Rückmeldemodul S88 - AC - Nr. 60881
Dieses Rückmeldemodul registriert alle Rückmeldekontakte, die gegen die gemeinsame Masse des Gesamtsystems schalten. Es können bis zu 62 Rückmeldemodule - mit jeweils 16 Eingängen - an das Rückmeldemodul L88 angeschlossen werden. Das Rückmeldemodul kann auch auf Zweileiter-Gleichstromsystemen eingesetzt werden. Dazu können Reedkontakte eingesetzt werden, die jedoch gegen Masse geschaltet werden.

Märklin S88-AC
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Das Rückmeldemodul S88 - DC - Nr. 60882
Dieser Rückmelder prüft an einem seiner 16 Eingänge, ob im jeweilig überwachten Bereich sich mindestens ein Stromverbraucher befindet. Motorgetriebene Loks oder mit Spannung versorgte beleuchtete Wagen können diesen Kontaktempfänger auslösen. Diese Fahrzeuge können bis zum Verlassen des Überwachungsbereichs als Kontaktgeber fungieren. Der Rückmelder kann aber auch für Zweileiteranlagen eingesetzt werden. Es könnne bis zu 62 Stück an das Rückmeldemodul L88 angeschlossen werden.

Märklin S88-DC
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Die Rückmeldemodule "88" im Einsatz
Wie bereits erwähnt werden beim Einsatz der Central-Station 2 und der Central-Station 3 immer zuerst ein Rückmeldemodul L88 (Art.- Nr. 60883) eingesetzt. Für die Spannungs- und Stromversorgung wird noch ein Schaltnetzteil benötigt. Alle an das L88 angesteckten Rückmeldemodule beziehen ihre Spannung ebenfalls aus diesem Schaltnetzteil. Von Märklin werden die Netzteile Nr. 66361 oder Nr. 66201 empfohlen. Die Stromstärke des Netzteiles sollte mind. eine Ausgangsleistung von 18 VA aufweisen. Wichtig ist darauf zu achten, dass keine Wechselstromtrafos verwendet werden.

Das Rückmeldemodul L88 wird direkt an den CAN-Bus der Central-Station 2 bzw 3 angeschlossen. Hierzu stehen 2 Alternativen offen: a) Der rückwärtige Anschluss, der mit „60173“ oder „60174“ bezeichnet ist. b) An einen der 4 CAN- Bus- Buchsen eines Terminals 60125, das selbst an dem CAN- Bus- Masterausgang der CS angeschlossen ist. Wenn notwendig oder gewünscht können auch mehrere Terminals 60174 seriell hintereinander eingesetzt werden.

Im nächsten Schritt wird dieses Rückmeldemodul L88 eingerichtet. Dazu muss das Menü „Setup“ der Central-Station aufgerüfen werden. Dann in den Konfigurationsmodus wechseln. Danach das Untermenü „Info“ ausählen. In dem Untermenü ist links oben eine Liste aller Geräte aufgefürht, die über den CAN-Bus miteinander kommunizieren. Dort ist der Eintrag für das angeschlossene Rückmeldemodul L88 zu finden. Insgesamt besitzt das L88 4 Bussysteme, an die Kontakte angeschlossenen werden können:
    - Bus 0 : Die internen 16 Eingänge des L88
    - Bus 1: Anschluss für bis zu 31 s88 AC oder s88 DC
    - Bus 2: Anschluss für weitere s88 AC oder s88 DC (ebenfalls bis zu 31 Stück)
    - Bus 3: Anschluss für bis zu 31 Stück 6088 oder 60880 ( die früheren Versionen des Rückmeldemoduls s88)
Die Rückmeldemodule, die an dem Bus 1 und 2 angeschlossen werden, verwenden einen Signalpegel von 12 Volt. Die alten Rückmeldemodule am Bus 3 haben mit einem Signalpegel von 5 Volt gearbeitet. Wegen der höheren Störsicherheit ist daher der Einsatz der heutigen Rückmeldemodule den früheren Ausführungen vorzuziehen.
Nun werden der Seite „Info“ werden folgende Einstellungen vorgenommen:
Im Punkt „Auswertung Bus 0:“ sollte standardmäßig die Einstellung „Einzeln“ gewählt werden.
Bei den Einstell-Punkten „Länge Bus 1“, „Länge Bus 2“ und „Länge Bus 3“ wird die Anzahl der Elemente angegeben, die dort jeweils angesteckt sind.

Zum Bestätigen der Einstellungen rechts unten den grünen Haken drücken

Die Kontakteingänge der Rückmeldemodule werden für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt:
    - als Meldekontakte für Gleisbesetztanzeigen
    - als Auslösekontakte für Fahrstrassen
Links
Vorstellung der unterschiedlichen Rückmeldedecoder s88
Alles über s88 Rückmeldungen
Weitere Infos gibt es --> hier

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Der Magnetartikel-Decoder k73 - Nr. 6073
Dieser Decoder wurde speziell für M-Weichen entwickelt. Er wird direkt unter eine M-Weiche eingebaut. Seinen digitalen Schaltstrom bezieht er direkt aus den Gleisen und benötigt deshalb keine weiteren Anschlüsse.

Märklin Decoder-6073
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Der Magnetartikelschaltdecoder k83
Bei den Märklin-Magnetartikeldecodern gibt es Versionen als Einzelschaltdecoder oder Mehrfachschaltdecoder. Zu den Einzelschaltdecodern gehört zum Beispiel der C-Gleis-Decoder 74460 oder 74461, der in eine Reihe von C-Gleis-Weichen direkt eingebaut werden kann.

Weichendecoder (Magnetartikeldecoder) schalten alle Komponenten, die einen Impuls zum Hin- und Herschalten benötigen, wie z.B. Weichen oder Formsignale mit Doppelspulenantrieben (mit und ohne Endabschaltung).

Der wohl bekannteste Decoder für die Schaltung von Magnetartikel ist der "k83". Der Decoder ist für die Steuerung von Weichen, Signalen und Entkupplergleisen geeignet. Er erzeugt kurzzeitige Impulse an den Ausgängen und ist vergleichbar mit den analogen Impulsschaltern. Der k83 kann mit Keyboard, Switchboard, Memory oder Interface gesteuert werden. Er besitzt sog. DIL-Schalter (Mäuseklavier) zur Einstellung der Decoderadresse. Er besitzt 4 Ausgänge für die sog. Doppelspulenantriebe. Mit dem k83 besteht die Möglichkeit die Weichen und Signale über die:
    - Control-Unit (6021) + Keyboard (6040)
    - Control-Unit (6021) + Switchboard (Nr. 6041)
    - Control-Unit (6021) + Memory (Nr. 6043)
    - Control-Unit (6021) + Interface (Nr. 6050/ 6051)
    - Central-Station
    - Mobile-Station 2
zu schalten.
Der k83 (Nr. 60830) gehört mittlerweile zur älteren Schaltdecodergeneration. Er gehört zur Gruppe der Mehrfachdecoder , der zum Anschluss von bis zu vier zweispuligen Magnetartikeln ausgelegt ist (2 Anschlüsse pro Weiche, Formsignal). Die Kennzeichnung 1-fach, 2-fach, 4-fach etc. gibt die Anzahl der Ausgangspaare an. Jeweils einem Paar wird z.B. eine Weichenadresse zugeordnet. Die Ausgänge werden über die Stellbefehle "Weiche geradeaus" oder "Weiche auf Abzweig" geschaltet. Bei Magnetartikeldecoder wird der eine Ausgang eines Paares ausgeschaltet, sobald der andere eingeschaltet wird. Er funktioniert somit wie ein Impulsschalter im Analogbetrieb.

Bei Märklin Digital können bis zu 256 zweispulige Magnetartikel geschaltet werden. Bei der Central Station (60213 - 60215) liegt diese Grenze bei 320.

Magnetartikeldecoder k83     Märklin Decoder-k83
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Links
k83 Weichen-Decoder programmieren
Steuerung eines Schattenbahnhofs mit der Märklin Central Station und k83
Umbau von K83 auf separate Stromeinspeisung
Codetabelle für DIP-Schalter der k83, k84 und kompatible
Weitere Infos gibt es --> hier

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Der Schaltdecoder m83
Der Decoder m83 ist der Nachfolger des mittlerweile ins Alter gekommenen k83. Der Schaltdecoder ist sowohl für das Motorola-Protokoll, als auch für das DCC-Digitalsystem ausgelegt. Er ist dadurch für alle Modellbahnanlagen, ob nun Zweileiter oder Dreileitersystem, geeignet. Ferner natürlich auch für jede Spurgröße. Das jeweilige Betriebssystem wird über einen Codierschalter manuell eingestellt. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem k83 --> der Decoder ist updatefähig. Neuerungen in der Software können problemlos aufgespielt werden.
Er besitzt gegenüber seinem Vorgänger einige zusätzliche interessante Funktionen.
Der m83 ist genauso wie sein Vorgänger grundsätzlich ein digitaler Impulsschalter. Zum Schalten einer Weiche genügt ein kurzer Druck, während ein Entkupplungsgleis auch mehrere Sekunden betätigt werden muss. Aber sobald die Taste losgelassen wird, ist dieser Vorgang wieder beendet und der Strom wird unterbrochen. Der m83 bietet aber noch eine andere Möglichkeit, die eingestellt werden kann. So kann zum Einen jeder der vier Ausgänge individuell eingestellt werden und zum Anderen können die Ausgänge auch von Moment- auf Dauerfunktion umgestellt werden. Darüber hinaus lässt sich das Verhalten der Schaltfunktion zusätzlich individuell einstellen. Die Funktionen werden also nicht einfach nur ein- und ausgeschaltet, sondern können auf ein individuelles Verhalten in Intensität und Ablauf der Schaltvorgänge eingestellt werden. Für den Modellbahner ergeben sich somit ungeahnte Möglichkeiten. So können z.B. Flacker und Blinkerscheinungen simuliert werden (z.B. Schweißlichter, offene Feuerstellen, defekte Leuchtstofflampen.) durch eine zusätzliche Programmierung mit dem Decoder m83 realisiert werden. Wird der Decoder im Motorola-Protokoll geschaltet (MM2), so muss er zum Einschalten des entsprechenden Effektes erst auf das DCC-Protokoll umgestellt werden. Bei gleicher Adresse wird einfach der Schalter 10 (0) auf „On“ geschaltet. Bei der Mobile Station und der Central Station muss natürlich auch das Datenformat für das Schalten des entsprechenden Magnetartikels auf DCC umgestellt werden. Diese DCC-Umprogrammierung funktioniert auch während des Betriebes (POM). Es ist also nicht erforderlich den Decoder zum Umprogrammieren an ein Programmiergleis anzuschließen.
Um den Schaltdecoder in Betrieb zu nehmen muss er programmiert werden. Dazu muss er allerdings im DCC-Format angesprochen werden. Dies kann entweder über die Central-Station (z.B. 60215) oder die Mobile-Station (z.B. 60653) erfolgen. Es kann aber auch jede andere DCC-fähige Zentralstation eingesetzt werden.
Eingestellt werden müssen die Adresse und das gewünschte Betriebssystem. Dazu ist ein zehnstelligen Codierschalter vorhanden. Neun dieser DIP-Schalter sind für die Einstellung der Adresse zuständig, während der zehnte DIP-Schalter die Betriebsart vorgibt. Steht der 10. Schalter in Stellung „off“, reagiert der Decoder auf das Märklin- Digitalsystem (Motorola-System). Wird der Schalter auf Stellung „on“ gestellt, reagiert er nur noch auf das DCC-Protokoll. Mit den neun Schaltern lassen sich 512 verschiedene Adressen einstellen. Wegen der Eigenarten der Zentral-Stationen kann z.B. die Control Unit 6021 nur die ersten 64 Decoderadressen nutzen. Dagegen kann die Central-Station (60215) bis zu bis zu 80 Adressen im Motorola-Format nutzen. Weitere Einzelheiten über diesen Decoder können direkt bei Märklin oder über die Rubrik "Märklin-Infos" angefordert werden.
Eine weitere Funktion des Schaltdecoders; er kann die an ihn angeschlossenen Verbraucher auch separat mit elektrischer Leistung versorgen. So können Nutzer der Mobile-Station (60653) die Weichen uber diesen Anschluss zu versorgen und somit die Ausgangsleistung der Gleisbox voll und ganz dem Fahrbetrieb bereitzustellen.

Märklin Schaltdecoder-m83     Märklin m83
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Links
Der Märklin Digitaldecoder m83 -- Sprung in die Zukunft
Der Märklin Digitaldecoder m83 -- Next Generation
Der Märklin Digitaldecoder m83 -- ich glaube es blinkt
Der Märklin Digitaldecoder m83 -- Programieren mit der Mobile-Station
Grafik aus Märklin Magazin 01/2014: „Neuer Digitaldecoder m83, Folge 2“ Der Anschluss des Decoders m83
Weitere Infos gibt es --> hier

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Der digitale Schaltdecoder k84
Dieser Decoder ist ein reiner Schaltdecoder mit Mototola-Protokoll. Dieser Decoder liefert konstante Ströme durch geschaltete Relaiskontakte und ist für Beleuchtungen, Motoren und sonstige Stromverbraucher geeignet. Er kann mit Keyboard, Switchboard, Memory oder Interface gesteuert werden. Die Mircroschalter dienen wie bei K83 der Einstellung der Decoderadresse. Er besitzt ebenfalls vier Ausgänge mit je einem Umschaltkontakt, der von bipolaren Relais geschaltet wird.
Märklin Decoder-k84
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Der digitale Schaltdecoder m84
Der Decoder m84 ist der Nachfolger des Schaltdecoders k84. Dieser neue Märklin Decoder besitzt Ausgänge, bei denen der Modellbahner selbst bestimmen kann, welche Versorgungsspannung ein- und ausschaltet werden kann. Der Decoder ist somit weiterhin, wie der k84 auch ein Schaltdecoder. Allerdings sind die Einstellungen der Schaltvorgänge im DCC-Protokoll vorzunehmen. Während der Vorgänger k84 nur im Motorola-Protokoll arbeitete, kann dieser m84 Decoder nun auch für das DCC-Protokoll eingesetzt werden. Märklin hat also sich auf das internationale Digitalsystem "DCC" nun umgestellt. Der m84 ist somit ein universelles digitales Steuergerät mit vier Wechselschalter. Der eigentliche Unterschied des Decoders m84 zum Decoder m83 liegt in den Arten der geschalteten Ströme.

Beim Decoder m83 können nur Verbraucher dauerhaft versorgt werden, die mit der Versorgungsspannung dieses Decoders betrieben werden können. Soll aber irgendeine andere Versorgungsspannung verwendet werden, wird ein Schalter benötigt, der komplett getrennt von anderen Potenzialen aufgebaut ist. Er ist somit ein digitales Schaltrelais.

Egal ob es sich um eine digitale Fahrspannung handelt, die analoge Wechselspannung für eine Beleuchtung betätigt oder sonst eine Spannung ein- und ausgeschaltet werden soll, die sich in Form und / oder Spannungshöhe von anderen eingesetzten Spannungskreisen unterscheidet -- hier ist das Einsatzgebiet dieses Decoders.

Beispiel: Der Decoder bezieht z.B. seine Informationen von der Central-Station. Am Schaltausgang Schaltausgang 1 und 2 wird die Fahrspannung von dem Booster 60174 geschaltet und an den Ausgängen 3 und 4 die Fahrspannung eines weiteren Boosters. Keines dieser drei Versorgungssysteme ist dabei durch diesen Decoder leitend verbunden.

Der Decoder m84 unterstützt die Digitalprotokolle:
- Motorola bis Adresse 320
- DCC bis Adresse 2040
- mfx.

Der m84 enthält 8 Relais in 4 galvanisch getrennten Gruppen zum Schalten von Verbrauchern. Bei Verwendung eines Netzteils (z.B. 66360) ist der bistabile Zustand der Relais und die Speicherung des Schaltzustandes realisierbar.

4 Hobbylichtsignale und 4 Hobbyvorsignale sind bei gleichzeitiger Schaltmöglichkeit des Fahrstroms steuerbar. Ferner besitzt der m84 acht Eingänge zum manuellen Schalten der Relais (ähnlich zum Schalter 7244). Die Decoder m83 und m84 sind beliebig anreihbar. Der Anschluss erfolgt über Klemmen. Die max. Strombelastbarkeit je Gruppe beträgt 5 Ampere..

Um den Decoder zu programmieren muss er im DCC-Format angesprochen werden. Dies kann entweder über die Central-Station (z.B. 60215) oder die Mobile-Station (z.B. 60653) erfolgen. Es kann aber auch jede andere DCC-fähige Zentralstation eingesetzt werden. Wird der Decoder im Motorola-Protokoll geschaltet (MM2), so muss er zum Einschalten des entsprechenden Effektes auf DCC umgestellt werden. Bei gleicher Adresse wird einfach der Schalter 10 (0) auf „On“ geschaltet. Bei der Mobile Station und der Central Station muss natürlich auch das Datenformat für das Schalten des entsprechenden Magnetartikels auf DCC umgestellt werden. Diese DCC-Umprogrammierung funktioniert übrigens auch während des Betriebes (POM). Es ist also nicht notwendig, den Decoder zum Umprogrammieren an ein Programmiergleis anzuschließen. Dennoch ist der Decoder für den Motorola-Betrieb umständlich zu handhaben, da er im Motorola-Protokoll nur schaltbar aber nicht einstellbar ist.

Märklin Schaltdecoder-m84     Märklin Decoder-m84
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Links
Ein Fall für m84
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