Die Digitaltechnik auf der Modellbahn

-- Die Schaltdecoder - Teil: 6 --


Inhaltsverzeichnis - Lenz

-    Schaltdecoder LS100

-    Schaltdecoder LS110

-    Schaltdecoder LS120

-    Schaltdecoder LS130

-    Schaltdecoder LS150

-    Rückmeldebaustein LR100

-    Rückmeldebaustein LR101

-    Belegtmelder LB050

-    Belegtmelder LB101

-    Bremsmodul BM1

-    Bremsmodul BM2

-    Bremsmodul BM3

-    Kehrschleifenmodule

-    Stellwerkmodul LW100

-    Übersetzungsmodul LC100

-    Anschlussmodul LA152




Lenz Schaltdecoder

Beim Schalten von Magnetartikeln werden sog. Schaltdecoder (Funktionsdecoder) benötigt, die zwischen Zentralstation und Magnetartikel geschaltet werden. Zu vergleichen mit dem Lokdecoder. Die Schalt-Informationen werden über die selbe zweiadrige Leitung, die auch die Gleise versorgt, an die Schaltdecoder geschickt, die daraufhin die Antriebe von Weichen und/oder Signalen in Bewegung setzen oder Lampen und LEDs in Lichtsignalen ein- und ausschalten.
Lenz bietet über das Digital plus wesentlich mehr Komfort und Flexibilität. So können Tastenpulte entfallen, da die Ansteuerung über Bedienbausteine wie Fahrregler oder Computersoftware erfolgt. Die Verdrahtung ist übersichtlicher, da die Leitungen nicht mehr über die gesamte Modellbahnanlage geführt werden müssen, sondern entsprechende Decoder in der Nachbarschaft des Zubehörs montiert und mit ihnen verkabelt werden. Folgende Schaltdecoder weist das Sortiment von Lenz auf:

Lenz-Grundaustattung
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Schaltdecoder LS100 -- Nr. 11100
An den Schaltempfänger LS 100 bzw. LS 110 können vier Weichen angeschlossen werden. Jeder der Schaltausgänge kann auf verschiedene Schaltimpulslängen oder Dauerimpuls eingestellt werden. Falls alle Komponenten zugleich geschaltet werden, darf der Gesamtstrom nicht mehr als 1,7 Ampere betragen. An den Ausgängen liegt Gleichspannung an. Das ist beim Einsatz von Leuchtdioden zu beachten. Über die Klemmen R und S des LS100 wird die für die Rückmeldung der Weichenstellung nötige Verbindung mit der Zentrale hergestellt. Die Weichen- oder Signalstellung wird dann zum Beispiel im Handregler angezeigt oder als Information an ein Steuerungsprogramm weitergegeben.

Das Lenz Digitalsystem bietet über diese Schaltdecoder LS100 auch die Möglichkeit Weichen mit Motorantrieb zu schalten. Zum Schalten von Weichen mit Motorantrieb wird der Adapter LA010 zwischengeschaltet.

Lenz Schaltdecoder - LS100
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Der Schaltdecoder LS110
Der LS110 hat gegenüber dem LS100 keine Rückmeldemöglichkeit der Weichenstellung an die Digitalzentrale.

Lenz Schaltdecoder LS110
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Der Schaltdecoder LS120


Lenz Schaltdecoder LS120
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Schaltdecoder LS130 - Nr. 11130
Lenz bietet noch den Schaltempfänger wie den LS 130 zum potentialfreien Schalten mit Relais an. LGB-Bahner können zum Schalten der EPLAntriebe den LS 120 benutzen. Pro LS 120 können zwei Antriebe geschaltet werden. Zudem ist der Schaltempfänger wasserdicht vergossen.

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Der Schaltdecoder LS150 -- Nr. 11150
Bis zu sechs Weichen, Signale oder anderes Zubehör können über den Schaltdecoder LS150 angesteuert werden. Er muss mit einer separaten Stromversorgung betrieben werden (z.B. Trafo TR100). Dadurch liegt an den Schaltausgängen eine Wechselspannung an. Der LS150 verfügt nicht über Anschlüsse für Rückmeldung.

Lenz Schaltdecoder LS150
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Die Lenz Rückmelde- und Belegtmelder

Bei der Zustandsmeldung (Rückmeldung) können folgende die Information übertragen werden:
- ob eine Weiche auf Gerade oder Abzweig gestellt ist (z.B. bei Verwendung des Schaltdecoders LS100)
- ob ein Gleiskontakt geschaltet ist (mit LR101)
- ob ein Gleis besetzt ist (mit LB101 und LB050)

Vor allem für Schattenbahnhöfe und für die Gleisüberwachung wird ein Rückmeldedecoder benötigt. Lenz hat hierfür folgende Bausteine:
Voraussetzung für die Verwendung der nachfolgenden Bausteine ist der Einsatz einer Digital plus Zentrale (LZ100 oder LZV100), denn nur diese können die Signale der intelligenten Meldebausteine verarbeiten und weiterleiten.




Rückmeldebaustein LR100
Der Rückmelder LR100, in Verbindung mit dem Gleisbelegtmelder LB100, sendet Belegtmeldungen an die Digitalzentrale. An den LR100 können auch Gleiskontakte in Form von Reedkontakten, Reflexlichtschranken oder Magnetsensoren angeschlossen werden. Mit dem Lenz-Digitalsystem können bis zu 508 Besetztmelder oder Gleiskontakte abgefragt werden.

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Rückmeldebaustein LR101 -- Nr. 11201
An die 8 Eingänge des Rückmeldebausteins LR101 können Schaltkontakte oder Belegtmelder LB101 angeschlossen werden, an einen weiteren Eingang der Spannungsmelder LB050. Um unsichere Schaltzustände (z.B. kurzzeitige Unterbrechungen des Stromflusses) zu überbrücken, kann beim LR101 jedem Belegtmeldeeingang eine programmierbare Verzögerungszeit für die Freimeldung zugeordnet werden. Die Übermittlung der Zustände erfolgt über den Rückmeldebus an die Zentrale LZV100, die Anzeige am Handregler LH100 oder über Interface am Computer.
Abmessungen: 53 x 60 x 20 mm

Lenz Rückmeldebausteine
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Belegtmelder LB050 - Nr. 11220
Das Meldeverfahren durch Stromfühler, wie mit dem LB101, hat einen Nachteil. Wenn am Gleis die Betriebsspannung ausfällt, fließt kein Strom mehr und eine Belegtmeldung ist nicht mehr möglich. Am Meldeausgang würde die Information "frei" ausgegeben, obwohl das Gleis tatsächlich aber noch belegt ist. Ausfälle der Betriebsspannung können hervorgerufen werden durch Abschalten der Spannung oder Kurzschlüsse, wie sie während des Fahrbetriebes der Modellbahn auftreten können. Um die Falschmeldung auszuschließen, prüft der LB050, ob am Gleis die Digitalspannung anliegt. Wenn nicht, wird der vor dem Spannungsausfall aktuelle Zustand solange weitergemeldet, bis die Spannung wieder anliegt.
Abmessungen: 25 x 12 x 26 mm

Lenz LB050
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Belegtmelder LB101 -- Nr. 11210
Zur Erfassung von Gleisbelegtzuständen in Verbindung mit dem LR101 arbeitet der LB101 als Stromfühler und wird zwischen LR101 und den zu überwachenden Gleisabschnitt geschaltet. Mit einem LB101 können zwei Gleisabschnitte unabhängig voneinander überwacht werden.
Abmessungen: 60 x 12 x 42 mm

Lenz Rückmeldebausteine
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Das Bremsmodule

Bremsmodul "BM1" -- Nr. 22600
Dieses Modul realisiert den Halt vor einem Signal. Im einfachsten Fall wird die Gleisspannung zum Bremsabschnitt vor dem Signal über den BM1 geführt. Steht das Signal auf "HP0", erzeugt der BM1 eine Asymmetrie in der ansonsten symmetrischen Digitalspannung, die von Decodern der GOLD- und SILVER-Serie erkannt wird. Das Ergebnis ist ein sanftes Abbremsen des Zuges bis zum Stillstand. Kommt der Zug aus der Gegenrichtung, fährt er einfach weiter, da die Asymmetrie richtungsabhängig erkannt wird. Geht das Signal wieder auf "HP1", so wird der BM1 durch den Signalschalter überbrückt, der Zug beschleunigt mit der im Decoder eingestellten Beschleunigung.

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Bremsmodul "BM2" -- Nr. 22610
Das BM2 bietet neben der Anhaltefunktion auch eine Langsamfahrfunktion. Es gestattet nicht nur, den Zug bei "HP0" vor dem Signal anzuhalten, sondern bietet zusätzlich die Installation eines Langsamfahrabschnittes für "HP2". Die Strecke vor dem Signal wird in einen Fahr- und einen Bremsabschnitt eingeteilt. Die Länge des Fahrabschnittes muss so bemessen sein, dass der längste dort verkehrende Zug komplett hineinpasst. Die Länge des Bremsabschnittes richtet sich (wie beim BM1) nach der eingestellten Bremsverzögerung bzw. des eingestellten Bremsweges. Fahr- und Bremsabschnitt werden durch die entsprechenden Ausgänge des BM2 versorgt. Damit auch geschobene Züge mit dem BM2 beeinflusst werden können, muss der führende Wagen des geschobenen Zuges mit einem Stromverbraucher versehen werden (z.B. Beleuchtung des Wagens). So erhält der Steuerwagen mit der Fahrtrichtung wechselnde Spitzen- und Schlusslichter. Auch mit dem BM2 wird gewährleistet, dass beim Befahren des Abschnittes in Gegenrichtung kein Bremsvorgang ausgelöst wird.

Lenz-Digital-Module
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Das Bremsmodul "BM3" -- Nr. 22620
Das BM3 ermöglicht den Aufbau eines automatischen Streckenblocks. Der BM3 ist somit ein Blockstreckenbaustein, der die ABC-Technik zum Abbremsen und Anhalten nutzt. Mit ihm ist ein vorbildgetreuer Blockstreckenbetrieb möglich. Die Anzahl der Blöcke ist nicht begrenzt, da für jeden Block ein BM3 eingesetzt werden muss. Der BM3 verfügt über einen Anschluss für Lichtsignale zur Zustandsanzeige:
-- Signal rot = Folgeblock belegt, BM3 ist auf "Halt" geschaltet
-- Signal grün = Folgeblock frei, BM3 ist auf "Fahrt" geschaltet.

Der letzte Block einer nicht kreisförmigen Folge von Blockstrecken benötigt statt eines BM3 einen BM2, der entweder manuell (Signal, Taster) oder automatisiert den letzten Halteabschnitt frei gibt. *Zur Ansteuerung von Signalen mit Doppelspulen (oder Motoren) wird der Adapter BMA benötigt. Der BMA Adapter ermöglicht den Anschluss von Signalen, die mit einem Doppelspulen- oder motorischen Antrieb ausgerüstet sind, an das Blockstreckenmodul BM3. Technisch gesehen ist der BMA ein Relais, welches von den Lampenausgängen des BM3 gesteuert wird. (Artikel-Nr.22630).

Abschließend noch ein wichtiger Hinweis zum Einsatz dieser Module. Es wird immer die in Fahrtrichtung rechts liegende Schiene getrennt, wenn der Fahr- und Bremsabschnitt eingebaut wird. Getrennt wird am Beginn des Fahrabschnitts, dann am Beginn und am Ende des Bremsabschnittes die in Fahrtrichtung rechte Schiene. Alternativ können auch Isolierschienenverbinder verwendet werden, wenn an der benötigten Trennstelle gerade ein Schienenstoß vorhanden ist.

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Sonstige Schaltmodule

Digital plus Kehrschleifenmodule
Auch auf Zweileiter-Modellbahnen können Kehrschleifen, wenn sie mit einem Digitalsystem betrieben werden, problemlos durchfahren werden. Lenz bietet dazu folgende Kehrschleifen-Modul an:

Kehrschleifenmodul LK100

Kehrschleifenmodul LK200

Das neu entwickelte Kehrschleifenmodul "LK200" arbeitet nach dem Fehlerstromprinzip, die Umpolung erfolgt bereits bei 100 mA Fehlerstrom, die Polaritätsanzeige erfolgt mittels einer LED.
Umgeschaltet wird elektronisch ohne Relais, das bedeutet hohe Schaltgeschwindigkeit und kein mechanischer Verschleiß. Die Verdrahtung ist denkbar einfach, das LK200 kann mit wenig Aufwand auch nachträglich in Ihre Anlage eingebaut werden. Justier- und Einstellarbeiten sind nicht notwendig. Die maximale Stromaufnahme beträgt 5 Ampere. Drehscheibe oder Gleisdreieck können ebenfalls mit dem LK200 betrieben werden.

Lenz-Kehrschleife
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Stellwerkmodul LW100
Für den Stellwerker bietet sich die Stellwerk-Komponente LW100 an. Mit dem Stellwerk LW100 lassen sich Fahrstraßen programmieren. Die beiden Platinen dienen dem Anschluss eines Gleisbildstellpultes.

Lenz Stellwerk LW100
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Das Übersetzungsmodul LC100
Das Übersetzungsmodul LC100 dient zur Verbindung von Eingabegeräten anderer Digitalsysteme mit dem XBUS des DIGITAL plus Systems.

Mit dem Übersetzungsmodul LC100 lassen sich die Roco-Digital-is-cool-Zentrale und die LGB-Digital-is-cool-Zentrale an die Lenz-Zentrale anschließen. So können die Lokmäuse aus den Startpackungen weiterverwendet werden. Die jeweilige Startpackungs-Zentralen dienen mit dem LC100 nur als Koppelmodule und haben sonst weiter keine Funktion.

Es können alle Geräte an das LC100 angeschlossen werden, die am Gleisausgang das genormte Lenz Gleisformat aussenden, unter anderem also folgende Systeme:

    + ROCO 'Digital is cool'. So können die Lokmäuse aus den Startpackungen weiterverwendet werden. Die jeweilige Startpackungs-Zentralen dienen mit dem LC 100 nur als Koppelmodule und haben sonst weiter keine Funktion.

    + LGB Digital

    + die Komponenten von Märklin Digital für Zweileiter-Gleichstromanlagen und Märklin Digital I. Es besteht hier die Möglichkeit, vorhandene control 80(f), keyboard, switch-board, memory, interface weiterhin als Eingabegeräte zu verwenden.

    + Arnold Digital und Arnold Commander 6

Lenz LC100
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Anschlussmodul LA152
Sollen mehrere Eingabegeräte untereinander angeschlossen werden bzw. an einer eigenständigen Zentrale angeschlossen werden, so ist dafür die Anschlussmodul LA152 erforderlich.

Anschlussmodul LA152
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