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Ks - Signalschirm Die Kompaktsignale bestehen aus:
- Signalgeber - Signalmast mit Mastschildern - Arbeitspodest Der Kompaktsignalschirm besteht aus einem Schirmblech, einer Traggabel und einem oder mehreren Gehäuserahmen mit Türen. Die Signalschirme können durch entsprechendes Platzieren der Signalgeber Aufnahmebohrungen variiert werden und lassen sich horizontal und vertikal ausrichten. Bei dieser Bauform sind die Lampen für das Ersatzsignal im Hauptsignalschirm integriert. Die Anordnung der Lichter, soweit sie vorhanden sind, ist bei den verschiedenen Bauformen identisch. Bei Signalen, die nur ein einzelnes Rotlicht zeigen, dient das rechte Rotlicht als Ersatzrot. Die Vorsignale sind rechteckig und das grüne Licht befindet sich jeweils über dem gelben, anstatt daneben. Ein wesentlicher Vorteil der Ks-Signale ist auch die Anbringung an den Signalmast bzw. der Bau von Signalbrücken. Für die Anbringung des Signalschirms, für Inspektionsarbeiten und Unterhaltungsarbeiten sind am Signalmast Arbeitspodeste befestigt. Für Kompaktsignale gibt es verschiedene Ausführungen, die an die Schirmbreite, die Schirmhöhe und das Mastprofil angepasst sind. Besondere Ausführungen bei den Ks-Signalen sind Signale, die nur als Zielsignal für Zugfahrten dienen (nur rote Optik vorhanden, sogenannte „fahrtbildlose“ Hauptsignale) und Signale, die nur Richtung Stumpfgleisen stehen (keine grüne Optik vorhanden).
Vergrößern -- Bild anklicken Wie bereits ausgeführt, können Ks-Signalschirme mit den unterschiedlichsten Ausstattung auf der Bahnstrecke stehen. Ein voll ausgestatteter Ks-Signalschirm besteht aus:
- Zusatzlicht (verkürzter Bremsweg) - "Hp 0" Halt - "Ks 1" Fahrt - "Ks 2" Halt erwarten - "Zs 7" Vorsichtsignal - "Sh 1"/ "Ra 12" Rangierfahrt erlaubt bzw. Fahrverbot aufgehoben - "Zs 1" Ersatzsignal - Zusatzlicht (Vorsignalwiederholer)
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Die ks - Signalzeichen
-- Ks1 = Fahrt -- Ks2 = Fahrt erwarten
Die Signalbilder bei Ks-1 (Fahrt mit zugelassener Geschwindigkeit) Das Signalbild zeigt ein grünes Licht bzw. ein grünes Blinklicht an. Das Signal zeigt ein grünes Blinklicht an, wenn an diesem Signal ein Signal "Zs 3v" - Geschwindigkeitsvoranzeiger - gezeigt wird. Das an einem Haupt- oder Mehrabschnittssignal gezeigte Signal erlaubt die Anwendung der im Fahrplan zugelassenen Geschwindigkeit, wenn kein Signal "Zs 3" - Geschwindigkeitsanzeiger angezeigt wird. Wenn ein ks-Signal ein Hauptsignal darstellt, dann wird dies durch ein Mastschild kenntlich gemacht ist. Trägt das Signal weder ein Mastschild, noch ein Signal "Ne 2" - Vorsignaltafel - , handelt es sich um einen Vorsignalwiederholer. Handelt es sich um ein Signal mit Vorsignalfunktion, steht das nächste Hauptsignal auf Fahrt. Handelt es sich um ein Signal vor einer Fahrwegverzweigung, bei der nur in einer bestimmten Richtung ein weiteres Hauptsignal folgt, kündigt das Signal unter Umständen auch trotz gelbem Dreieck kein weiteres Hauptsignal an.
Die Signalbilder bei Ks2 (Halt erwarten) Ein gelbes Licht. Das Signal erlaubt die Vorbeifahrt und kündigt Halt am folgenden Hauptsignal, hoch stehendem Sperrsignal oder Schutzhaltsignal "Sh 0" bzw. "Sh 2" an Prellböcken an. Die gelbe Lampe zeigt immer Ruhelicht, auch wenn ein Signal "Zs 3v" an dem Signal leuchtet oder fest als Tafel aufgestellt ist. Wenn das folgende Signal in einem verkürzten Vorsignalabstand steht, leuchtet zusätzlich ein weißes Zusatzlicht bei erstmaliger Ankündigung (oben links im Signalschirm, unten wenn es sich um einen Vorsignalwiederholer handelt). Unter Umständen ist in diesem Fall ein Geschwindigkeitsanzeiger "Zs 3" aktiv.
Die Signalbilder bei Ks2 (Halt erwarten - Verkürzter Bremsweg zum nachfolgenden Hauptsignal) Kombinationssignale mit Vorsignalfunktion, die in einem um mehr als 5 % verkürztem Bremswegabstand vor dem zugehörigen Signal stehen, zeigen bei Signalbild "Ks2" ein weißes Zusatzlicht über dem Signallicht.
Die Signalbilder bei Ks2 (Halt erwarten - Vorsignalwiederholer zu ks-Signalen) Vorsignalwiederholer zeigen bei Signal "Ks 2" ein weißes Zusatzlicht unter dem Signallicht.
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Beispiele von Ks-Signalbildern
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Zusatzsignale, werden in der Regel über dem eigentlichen Signalschirm angebracht werden. Zusatzsignale können aber auch auf der Unterseite des Signalschirms angebracht sein. Aber auch seitlich (bei eingeschränkten Sichtverhältnissen) können Zusatzsignale angebracht werden. Die max. Anzahl an Zusatzanzeigern an einem Signal beträgt in der Regel Vier (einer über dem Signalschirm, drei darunter). In einem Anzeiger können auch verschiedene Zusatzsignale untergebracht sein. Zusatzsignale die über dem eigentlichen Signalschirm angebracht sind: "Zs3" -- Geschwindigkeitsanzeiger Die durch die Kennziffer angezeigte Geschwindigkeit darf vom Signal ab, im anschließenden Weichenbereich, nicht überschritten werden. Formsignaldarstelllung: Eine weiße Kennziffer auf dreieckiger schwarzer Tafel mit weißem Rand. Die Tafel steht in der Regel auf der Spitze. bei beschränktem Raum kann die Spitze nach oben zeigen. Lichtsignaldarstellung: Eine weiß leuchtende Kennziffer.
Zusatzsignale die unter dem eigentlichen Signalschirm angebracht sind: "Zs2" -- Richtungsanzeiger Die Fahrstraße führt in die angezeigte Richtung. Ein weißleuchtender Buchstabe.
Vergrößern -- Bilder anklicken "Zs2v" -- Richtungsvoranzeiger Ein gelbleuchtender Buchstabe. Im Geltungsbereich der DV301 darf der Richtungsvoranzeiger bis auf weiteres auch weißleuchtend sein.
Vergrößern -- Bilder anklicken "Zs3v" -- Geschwindigkeitsvoranzeiger Geschwindigkeitsanzeiger (Zs 3) erwarten. Die gezeigte Kennziffer bedeutet, dass der 10fache Wert in km/h als Fahrgeschwindigkeit zugelassen ist. Formsignaldarstellung: Eine gelbe Kennziffer auf dreieckiger schwarzer Tafel mit gelbem Rand. Lichtsignaldarstellung: Eine gelbleuchtende Kennziffer.
"Zs 13" - Stumpfgleis und Frühhalteanzeiger Fahrt in ein Stumpfgleis (Abstellgleis) oder ein Gleis mit verkürztem Einfahrweg.
Vergrößern -- Bilder anklicken Zusatzsignale die unten und neben dem eigentlichen Signalschirm angezeigt werden können. "Zs 6" -- Gegengleisanzeiger Der Fahrweg führt in das Streckengleis entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung. Der Gegengleisanzeiger zeigt an, dass auf zweigleisiger Strecke das Gleis entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung befahren werden darf. Der Auftrag, das Gleis entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung zu befahren, gilt bis zum nächsten Bahnhof. Liegt davor eine Abzweig- oder Überleitstelle, gilt die Weisung bis dahin. Lichtsignaldarstellung: Ein weiß leuchtender schräger Lichtstreifen, dessen Enden in der Regel senkrecht nach oben und unten abgebogen sind. (DV 301: Die Enden können bis auf weiteres nicht abgewinkelt sein.) Formsignaldarstellung: Eine rechteckige schwarze Scheibe mit weißem Rand und einem weißen von rechts nach links steigenden Streifen, dessen Enden senkrecht abgewinkelt sind. Das Formsignal ist rückstrahlend.
"Zs 8" - Gegengleisfahrt-Ersatzsignal Am Halt zeigenden oder gestörten Hauptsignal vorbeifahren, der Fahrweg führt in das Streckengleis entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung. Der Auftrag, das Gleis entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung zu befahren, gilt bis zum nächsten Bahnhof. Liegt davor eine Abzweig- oder Überleitstelle, gilt die Weisung bis dahin. Ein weiß blinkender Lichtstreifen von rechts nach links steigend. Die Enden des weiß blinkenden Lichtstreifens können nach oben und unten senkrecht abgebogen sein. oder ein weiß blinkender Lichtstreifen von rechts nach links steigend. Die Enden des weißblinkenden Lichtstreifens können nach oben und unten senkrecht abgebogen sein.
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Damit ihr bei den Kennzeichnungen nicht wieder nachschlagen müsst, nochmals hier die wichtigste Definitionen in einer Tabelle:
Vorsignalschaltungen Die Hauptsignallichter an einem Ks-Vorsignal:
Vergrößern -- Bild anklicken Hauptsignalschaltungen Die Hauptsignallichter an einem Ks-Hauptsignal:
Vergrößern -- Bild anklicken Mehrabschnittssignal Die Hauptsignallichter an einem Ks-Mehrabschnittssignal:
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Das ks-Kompaktsignalsystem Das Kompaktsignalsysten entwickelte sich auch dem sog. H/V-Signalssystem, das aus Vor- und Hauptsignalen besteht. Dieses Signalsystem stammt aus dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Es ist bis heute teilweise noch im Netz der DB-AG - vor allem auf Nebenstrecken - zu finden. Die Signale wurden zunächst als Formsignale und später dann auch als Lichtsignale ausgeführt (mit dem Signalbuch 1935). Bis zum Jahre 1930 wurden häufig nicht nur Geschwindigkeiten, sondern auch Fahrwege signalisiert. Dafür existierten auch Formhauptsignale mit drei Signalflügeln, die sich bis in die 1960er Jahre gehalten haben. Die Kompaktsignale (ks-System) der DB-AG wurden 1984 erstmals von der DB vorgestellt. Da es sich aber wegen der weitherhin unterschiedlichen Signalsysteme im Osten und Westen Deutschlands nicht ausreichte, entstand eine Weiterentwicklung dieses System zum ks-Kombinationssystem (siehe obige Ausführungen). Der Signalaufbau Die Kompaktsignale bestehen - wie auch die Kombinationssignale aus:
- Signalgeber - Signalmast mit Mastschildern - Arbeitspodest Ein wesentlicher Vorteil ist auch die Anbringung an den Signalmast bzw. Signalbrücken. Für die Anbringung des Signalschirms, für Inspektionsarbeiten und Unterhaltungsarbeiten sind am Signalmast Arbeitspodeste befestigt. Kompaktsignale gibt es in verschiedenen Ausführungen, wie Schirmbreite und Schirmhöhe. Im Grunde genommen ist der Schirmaufbau der Gleiche, wie bei den Kombinationssignalen. Vielfach kann man ks-Kompaktsignale am Signalschirm unterscheiden, da dieser bei den Kompaktsignalen abgeschrägte Kanten aufweist.
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