Bahninfos - Signale auf der großen und kleinen Eisenbahn - hier: Teil: 2 - Weichentechnik
     


Signale zur Steuerung des Eisenbahnbetriebs

Teil: 2 - Weichentechnik


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Inhaltsverzeichnis

Hebelgewichte von Weichen

Stellwerkgewichte

Weichendetails






Hebelgewichte an ortsgestellten Weichen

Das Hebelgewicht von ortsgestellten Weichen mit Grundstellung hat einen weiß-schwarzen Farbanstrich. Die zusätzlich mit „W“ gekennzeichneten Hebelgewichte dürfen nur mit Zustimmung des zuständigen Wärters umgestellt werden. In Grundstellung ist der schwarze Teil des Hebelgewichts dem Erdboden zugekehrt.

Das Hebelgewicht von ortsgestellten Weichen, für die keine Grundstellung bestimmt ist, hat einen gelben Farbanstrich. Das Hebelgewicht von Rückfallweichen hat einen gelb-schwarzen Farbanstrich.

Ortsgestellte Weichen ohne Spitzenverschluss sind durch einen roten Eckanstrich am Hebelgewicht gekennzeichnet.

Bild - Kennzeichnung der Hebelgewichte

Hebelgewicht-Kennzeichnung
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Grundstellung


Grundstellung
  
Grundstellung
  
Grundstellung
  
Grundstellung

Grundstellung
  
Grundstellung
  
Grundstellung
  
Grundstellung

Grundstellung
  
Grundstellung
  
Grundstellung
  
Grundstellung
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Nur mit Zustimmung des Wärters umstellen



Zusimmung des Wärters
  
Zusimmung des Wärters
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keine Grundstellung erforderlich


keine Grundstellung
  
keine Grundstellung
  
keine Grundstellung
  
keine Grundstellung
  
keine Grundstellung
  
keine Grundstellung
  
keine Grundstellung
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Rückfallweichen


Weichen ohne Spitzenverschluss
    
Weichen ohne Spitzenverschluss
    
Rückfallweichen
    
Rückfallweichen
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Weichen ohne Spitzenverschluss
Weichen ohne Spitzenverschluss sind mechanische Weichen. Bei Weichen ohne Spitzenverschluss ist der Weichenhebel während der Durchfahrt des Zuges niederzudrücken. Es wird somit Personal benötigt um diese Weichen gegen die Spitze befahren zu können. Eine Weiche wird spitz angefahren, wenn der Zug die Weiche in Richtung Herzstück befährt.


Weichen ohne Spitzenverschluss
  
Weichen ohne Spitzenverschluss
  
Weichen ohne Spitzenverschluss
  
Weichen ohne Spitzenverschluss
  
Weichen ohne Spitzenverschluss
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Stellwerkgewichte

Wie wir wissen, gibt es:
  • direkt bedienbare Weichen (vor Ort)
  • Fernbedienung über ein mechanisch zu bedienendes Stellwerk
  • ferngesteuerte Weichen über ein elektronisches Stellwerk
Wir sehen die Bedienung der Weichen über ein mechanisches Stellwerk an. Das mechanisches Stellwerk ist eine Bahnanlage zur zentralisierten Betätigung von Weichen und auch Formsignalen durch mechanisch übertragene Muskelkraft eines Bedieners.
Mechanische Stellwerke, sind wegen ihrer veralteten Stellwerkstechnik auf den Deutschen Bahnstrecken, nur noch auf bestimmten Nebenstrecken zu finden. Wer also noch mechanische Stellwerke auf den Deutschen Bahnstrecken finden will, der muss sich sputen.
Im mechanischen Stellwerk wird die Muskelkraft des Bedieners von auf einer Hebelbank montierten Stellhebeln oder mittels Kurbeln (Kurbelwerk, Kurbelstellwerk) über die am Hebel befestigte Seilscheibe und eine Gestänge- oder Drahtzugleitung mit Führungselementen zu den jeweiligen Weichen oder Signalen übertragen. Diese Art der Weichenbetätigung ist zum Einen sehr personalintensiv, da jede Weichenbewegung durch einen Bediener ausgelöst werden muss. Zum anderen ist dieses System sehr Unterhaltungsaufwendig, da die Seilzüge zu den Weichen und Signalen immer überprüft und gewartet werden müssen.
Die mechanischen Innenanlagen eines mechanischen Stellwerks bestehen aus der:
  • Hebelbank
  • Verschlussregister
  • Blockabhängigkeiten zu einem anderen Stellwerk
Das gesamte System wird als Hebelwerk bezeichnet.
Um die Umlenkung der Seilkräfte auf die Weichen und Signale zu erreichen sind Gewichte auf der Strecke erforderlich. Sie werden auch Stellwerkgewichte genannt.
Nachfolgend sind Bider von entsprechenden Stellwerkgewichten dargestellt.


Weichengewicht
    
Weichengewicht
    
Weichengewicht
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Weichendetails

Nach der amtlichen Definition der DB-Richtlinie 482 ist eine Weiche ein Fahrwegelement, um schienengebundenen Fahrzeugen ohne Fahrtunterbrechung das Wechseln von einem Gleis auf ein anderes zu ermöglichen.
Nach der Richtlinie dürfen ortsgestellte Weichen und Gleissperren dürfen nur von Personen bedient werden, die in der Bedienung nach den im Absatz 2 genannten Richtlinie unterwiesen und in die Örtlichkeiten eingewiesen wurden.
Weichen bei der großen Eisenbahn dienen dazu, den Gleisfahrfahrweg mit Abzweigungen und Gleiswechsel zu versehen. Die Stellung der Weichen wird auf den deutschen Bahnstrecken noch unterschiedlich vorgenommen.
Auf den Hauptstrecken werden die Weichen mittlerweile ausnahmslos elektrisch gestellt.
Auf den Nebenstrecken stehen - zwar selten - immer noch Weichen, die mit Hand gestellt werden müssen. Teilweise sind auch noch mechanische Stellwerke im Einsatz.
Weichen und Gleissperren
Eine Gleissperre ist eine mechanische Einrichtung. Im aufgelegten Zustand soll diese eine gefährdende Fahrzeugbewegung zum Entgleisen bringen. Sie dient unter anderem der Herstellung eines unmittelbaren Flankenschutzes in Nebengleisen, Anschlussstellen und des Schutzes bestimmter Gleisanlagen (z. B. Ladegleise).


Gleissperre
Gleissperre - Vergrößern - Bild anklicken

Ortsgestellt ist eine Weiche oder Gleissperre wenn diese an Ort und Stelle ggf. mit Hilfe einer Bedieneinrichtung einzeln umgestellt werden darf. An Ort und Stelle heißt, dass die Weichen und Gleissperren unmittelbar an ihrem „Standort“ umstellbar sein müssen. Ortsgestellte Weichen und Gleissperren werden in der Art der Bedienung unterschieden nach:
    - mechanisch
    - elektrisch
ortsgestellt.
Für mechanisch ortsgestellte Weichen und Gleissperren sind in der Regel Hebel mit Hebelgewicht als Bedieneinrichtung vorhanden. Gleissperren kön- nen auch mit einem Griff direkt am Entgleisungsschuh ab- bzw. aufgelegt werden. Bedieneinrichtungen für elektrisch ortsgestellte Weichen können Taster an bzw. im Bereich der Weichen, Weichen- oder auch Fahrwegstelltafeln und Gleisschaltmittel für das Umstellen der Weichen und Gleissperren sein. Ortsgestellte Weichen und Gleissperren sind in der Regel mit Signalen ausgerüstet. Diese zeigen den eingestellten Fahrweg an bzw. ob die Gleissperre ab- oder aufgelegt ist.
Nachfolgend wird der grundsätzliche Aufbau einer Weiche dargestellt: Die Definition entspricht der einschlägigen DB-Richtlinie.

Weichentechnik
Weichendefinition - Vergrößern - Bild anklicken

Weichen werden unterschieden in:
    - auffahrbare Weichen
    - nicht auffahrbare Weichen
Weichen mit einem auffahrbaren Weichenantrieb, die weder mit Zungenriegel verriegelt, noch mittels Handverschluss örtlich gesichert sind und bewegliche Doppelherzstückspitzen (an Flachkreuzungen) besitzen, sind auffahrbar.
Nicht auffahrbar sind Weichen, wenn sie mit
    - beweglicher Herzstückspitze,
    - oder einem nicht auffahrbaren Antrieb versehen
    - oder verriegelt
    - oder mit einem Handverschluss gesichert
sind. Sobald der Stellvorgang einer nicht auffahrbaren Weiche abgeschlossen ist, wird die Stellstange mechanisch blockiert.
Wir zeigen euch nachfolgend die Technik von handgestellten und mit Seilzug betriebene Weichen (über ein Stellwerk).

Die handbetriebenen Weichen
Vor Ort gestellte Weichen sind mechanische Weichen, die auch als Handweichen bezeichnet werden. Die Umstellung der Weiche in die gewünschte Gleisrichtung erfolgt durch Personen vor Ort. Häufig sind vor Ort gestellte Weichen auf Industriegleisen anzutreffen. Aber es gibt sie auch noch auf Nebenstreckenbahnhöfen zu sehen.
Die Funktion einer vor Ort zu stellenden mechanischen Weiche ist relativ einfach. Durch die Bedienung des Umstellhebels wirkt die sog. Bockstange auf die Zungenverbindungsstange. Diese Zungenverbindungsstange wirkt durekt auf die Weichenzunge und falls vorhanden den Weichenverschluss. Das Gewicht an dem Umstellhebel oder eine Verriegelung des Umstellhebels hält die Weiche in der jeweiligen Endlage fest.


Weichentechnik
Weichendetails
  
Weichentechnik
Weichendetails
  
Weichentechnik
Weichenzunge
  
Weichentechnik
Weichendetails
  
Weichentechnik
Linksweiche
  
Weichentechnik
Rechtsweiche

Weichenhebel
Weichenhebel
  
Weichenhebel
Weichenhebel
  
Weichenhebel
Weichenhebel
  
Weichenhebel
Abdeckblech für manuelle Weichen
  
Weichenhebel
Hebelwerk
  
Weichenschaltung
Weichenschaltung

Weichenstange
Weichenstange
  
Weichenschaltung
Weichenschaltungsstange
  
Weichenschaltung
Weichenschaltungsstange
                 
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Die mit Seilzug ferngesteuerten Weichen
Wie bereits gesagt, gibt es auch heute noch auf Nebenbahnstrecken Stellwerke mit Seilzugtechnik. Hier werden die Weichen und teilweise auch noch Formsignale mit Stahlseilen gesteuert. Nachfolgend seht ihr einige dieser Weichen.



Weichentechnik
    
Weichentechnik
    
Weichentechnik
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Das nachfolgende Bild zeigt euch noch ein Formsignal, das mit einem Seilzug von einem Stellwerk aus bedient wird.

Weichentechnik
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Elektrisch betriebene Weichen - Ferngesteuert
In den meisten Fällen werden Weichen über Weichenmotoren gesteuert. Diese werden von den Fahrdienstleitern in den Stellwerken bedient. Die unterschiedlichen Gleisstränge treffen sich im Herzstück der Weiche, das besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist. Radlenker sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Gleiswechsel. Es gibt rd. 2.600 Stellwerke bundesweit und rd. 13.000 Fahrdienstleiter für das stellen der Weichen und Signale. Allerdings werden immer mehr Stellwerke digital ausgerüstet. Dadurch kann dann die Weichensteuerung und Signalsteuerung vollautomatiosiert ablaufen.


Weichentechnik
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