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Grundsätzliches zur Digitalisierung von Märklin Loks Was man bei der Digitalisierung von analogen Loks zu beachten haben wir bereits ausgeführt. Nachfolgend geht es darum, was speziell noch bei Märklin Loks zu beachten ist, wenn sie digitalisiert werden sollen. Eine Besonderheit bei der Digitalisierung von Märklin Modellen ist immer zu beachten und zwar, ob die Lok einen Motorola Decoder bekommen soll, einen Multiprotokoll-Decoder oder einen DCC-Decoder. Mit der Märklin Mobile Station und der Central-Stationen können nun alle Decoder, ob DCC oder Motorola gefahren werden. Dennoch hat die Entscheidung Auswirkungen auf den Fahrbetrieb. Wer im Mischbetrieb fahren will, also sowohl DCC, als auch Motorola Decoder der muss wissen, dass ein Mischbetrieb auf einer digitalen Anlage immer zu Problemen führen kann. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Loks digitalisiert werden, auf ein einheitliches Protokoll zu achten. Wer weiterhin keine Absichten hegt sich irgendwann von Märklin zu trennen und auf ein Zweileitersystem umzusteigen, der sollte keinesfallls mehr mit Motorola-Decoder arbeiten. Hier wäre das DCC-Protokoll die richtige Wahl. Wer aber Weiterhin bei Märklin bleiben will, dem seien das Motorola oder die Multiprotokoll Decoder (Motorola und DCC) empfohlen. Ein Motorola Decoder kann mit allen Märklin Digitalzentralen gefahren werden - auch mit Delta-Zentralen. Der Vorteil bei Multiprotokoll Decoder, es kann mit praktisch allen im Handel sich befindlichen Digitalzentralen gefahren werden, da er sowohl das Motorola-Protokoll, als auch das DCC-Protokoll versteht. An Werkzeug benötigt ihr folgende Teile:
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Digitalisierung einer Märklin Diesellok Wir wollen uns nachfolgend mit dem Umbau einer Märklin Diesellok auf Digital beschäftigen.
Vergrößern - Bild anklicken Wir haben hier den Märklin Decoder 6090 gewählt. Es können aber auch andere - modernere Decoder gewählt werden (siehe Vorbemerkungen). Als ersten Schritt müssen alle Elektroteile entfernt werden, wie:
Der neue Motor sieht dann so aus. Es gibt genügend Umbausätze für die Allstrommotoren.
Vergrößern - Bild anklicken Bei Märklin Modellen empfiehlt sich als nächstes auch die Lampenhalterungen zu entfernen, da diese Kontakt zum Gehäuse aufweisen und dies ist tötlich für Decoder. Meistens sind sie angenietet. Deshalb vorsichtig die Niet entfernen und den Lampenhalter so aug das Gehäuse kleben(mit Heißkleber), dass er zum Einen keinen Kontakt mehr zu Gehäuse hat (durch Heißklebestoff gewährleistet) und zum Anderen sich die Litzen noch anlöten lassen. Bevor die Lampenhalterung aufgeklebt wird, zuerst die Lötarbeiten an der Fassung vornehmen, da sonst der Heißklebestoff beim Lötvorgang sich wieder plastifiziert. Es können aber anstatt der Lampen auch LED ein gesetzt werden. Wir bevorzugen dies mittlerweile, da dies unkomplizierter ist. Bitte beachtet aber, dass vor der LED immer ein Vorwiderstand eingesetzt werden muss. Sonst geht die LED ins Nirwana. Wenn der Decoder eingebaut ist und die Lampenhaltungen sitzen, dann geht es mit der Verkabelung los. Im nachfolgenden linken Bild haben wir euch den Schaltplan dargestellt. Dieser Schaltplan beinhaltet eine flackerfreie Beleuchtung. Im nachfolgenden rechten Bild haben wir euch en Schaltplan mit LED dargestellt. Auch dieser Schaltplan beinhaltet eine flackerfreie Beleuchtung.
Vergrößern - Bild anklicken Wenn die Verkabelung erfolgt ist, dann nochmals alles Überprüfen. Insbesondere, ob keinerlei Massekontakte bestehen, weder von den Lampen, noch vom Motor. Dies kann über einen Multimeter oder oder über einen selbstgebauten Durchgangsprüfer erfolgen. Wie so ein selbst gebauter Durchgangsprüfer aussieht, seht ihr hier. Ferner sollten nochmals alle Verdrahtungen in Hinblick auf Einklemmungen überprüft werden. Ist alles zu eurer Zufriedenheit, dann kann die Lok auf ein Programmiergleis - ohne Oberteil - gestellt werden. Ohne Oberteil weshalb? Falls ihr beim Test des Decoders merkt, dass etwas nicht funktioniert, muss das Oberteil wieder abgenommen werden. Zum Test des Decoders seht in der Decoderbeschreibung und in der Beschreibung eurer Digitalzentrale nach. Wenn alles gut verlaufen ist, dann das Gehäuseoberteil aufsetzen. Links zur Digitalisierung einer Diesellok Digitalisierung einer V60 Digitalisierung einer V200 |
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Digitalisierung einer Dampflok Wir wollen uns nachfolgend mit dem Umbau einer Märklin Dampflok auf Digital beschäftigen. Eigentlich läuft alles so ab wie bei einer Diesellok. Es gibt aber eine Kleinigkeit und zwar, wenn die Dampflok mit einem Dampf ausgerüstet werden soll. Wir nehmen uns die BR89 in unserem Beispiel vor, die wir digitalisieren wollen. Ferner werden wir den Motor mit einem 5 Sterne Hochleistungsmotor ausrüsten, da dadurch auch Rangierfahrten mit geringer Geschwindigkeit möglich werden. Als Decoder nehmen wir einen einfachen Motorola-Decoder 60901 (Nachfolger des C90).
Vergrößern - Bild anklicken Links zur Digitalisierung von Dampfloks Digitalisierung einer BR89 Digitalisierung einer BR50 |
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Digitalisierung einer Ellok Wir wollen uns nachfolgend mit dem Umbau einer Märklin Ellok auf Digital beschäftigen. Eigentlich läuft alles so ab wie bereits oben beschrieben, Es gibt aber auch hier einen kleinen Unterschied und zwar die Oberleitung. Bei der Digitalisierung einer Ellok sollte sehr genau überlegt werden, ob tatsächlich die Oberleitung in den Digitalbetrieb integriert wird. Nach unserer Auffassung bereitet dies nur Probleme, ohne das hier ein Zusatzgewinn an Spielfreude dazu kommt. Durch das Digitalsystem ist ja schon ein Mehrzugsystem möglich, weshalb noch die Oberleitung mit integrieren? Noch dazu sind dadurch Probleme nicht ausgeschlossen. Mit der Oberleitung kommt ein zusätzlicher Leiter hinzu, der eine zusätzliche Digitalzentrale benötigt. Mit der vorhandenen Zentrale geht das nicht. Durch das Integrieren der Oberleitung in den Digitalbetrieb ergeben sich:
Links zur Digitalisierung von Elloks Digitalisierung einer BR111 Digitalisierung einer BR141 |
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