Schaltungen auf der Modellbahn - hier: Schrankenanlage, Bremsstrecken, Rückmelder, Gleisbesetztmelder
     


Schalten auf der Modellbahnanlage

-- Schranken, Bremsstrecken, Rückmelder, Gleisbesetztmelder --

Wir wollen mit dieser Seite den Modellbahnern analoge Schaltungen von verschiedenen Herstellern zeigen. Dadurch soll es Neuanfänger und vor allem auch Modellbahnern, die Modellbahnanlagen geerbt haben, leichter fallen, analoge Geräte korrekt zu verkabeln. Der nachfolgende Aufsatz wird. soweit es unsere Zeit erlaubt, mit Schaltbildern immer wieder erweitert.
Alle Zweileiterschaltbilder können grundsätzlich auch für die Spurgrößen H0, N, TT eingesetzt werden. Wir haben die entsprechenden Hinweise in den Titeln dargestellt.
Rechtlicher Hinweis:
Alle unsere Schaltbilder wurden sorgfältig überprüft, dennoch übernehmen wir keine Gewähr über die Richtigkeit der Schaltungen. Ferner dürfen die Schaltbilder nicht gewerblich genutzt werden.


Inhaltsverzeichnis

Schrankenanlage - H0 -

Bremsstrecken an Gefällestrecken - H0, N, TT

Bremsbausteine bzw. Bremsmodule - Zweileitersystem - H0, TT, N

Der Rückmelder bzw. Gleisbesetztmelder im Dreileitersystem - Wechselstrom - H0 -





Faller Schranke Nr. B-174 - H0 -
Der Bahnübergang von Faller (B-174) in Spurgröße H0 kann für alle Schienensysteme in H0 verwendet werden. Der Betrieb der Schrankenanlage erfolgt mit einem Motor der mit einer Wechselspannung zwischen 14 und 16 Volt betrieben wird. Der Motor dreht nur in einer Richtungt und über einen Schalter wird das Getriebe entsprechend gesteuert. Zum Betrieb müssen drei Kabellitzen mit den Farben grün, gelb und blau entsprechend verdrahtet werden. Die Schrankenanlage kann wie folgt betrieben werden:
1. elektrisch Manuell
2. automatisiert mit einem Relais
Das linke Schaltbild zeigt den elektrisch manuellen Betrieb. Dabei geht die Schranke entsprechend derm Schaltpult auf bzw. ab.
Das rechte Schaltbild zeigt den automatischen Schrankenbetrieb. Allerdings gibt es hier viele Variantionen mit Schaltgleisen etc. Wir haben uns hier für eine einfache Form entschieden und zwar die mit zwei Reedkontakten. Die Schaltung ist sehr einfach und kommt mit einem einfachen bistabilen Relais aus. Wenn ein Zug aus einer Richtung über den Reedkontakt fährt wird das Relais ausgelöst und die Schranke fährt herunter. Nach dem Überfahren der Schranke kommt der Zug über das zweite Relais und auch hier wird wieder ein Schaltvorgang über das Relais ausgelöst. Die Schranke fährt wieder hoch. Diese Schaltung ist für eingleisige Strecken ideal. Bei Zweigleisigen Strecken wird es komplizierter, wenn zur gleichen Zeit die Züge aneinander vorbeifahren.

Faller Bahnübergang-B-174     Faller Bahnübergang-B-174
Vergrößern - Bild anklicken

Seitenanfang




Bremsstrecken an Gefällestrecken- analog - Zweileitersystem - H0, N, TT -
Beim Bau der Modellbahnanlage fällt es noch nicht auf. Da baut man voller Begeisterung Steigungs- und Gefällestrecken. Spätestens jedoch wenn der Probebetrieb mit Zugverbänden beginnt, merkt der Modellbahner, dass an Gefällestrecken der Zugverband - trotz nicht erhöhter Geschwindigkeit am Fahrregler - enorm an Geschwindigkeit zunimmt. Da meistens dann nach der Gefällestrecke eine Kurve kommt, ist dann ein Entgleisen des Zuges unvermeidlich. Um dies zu verhindern, kann in Gefällstrecken ein Widerstand eingebaut werden, der die Geschwindigkeit des Zuges im Gefällebereich abbremst. Am bestens ist es einen regelbaren Widerstand einzubauen. Damit hat der Modellbahner die Möglichkeit die Geschwindigkeit individuell anzupassen. Regelbare Widerstände gibt es in verschiedenen Ausführungen und sie sind billig in jedem Elektronikhandel zu bekommen. Regelbare Widerstände nennt man auch Potentiometer. Wobei es dennoch einen Unterschied gibt. Potentiometer, kennt eigentlich jeder der eine Verstärkeranlage besitzt, sind regelbare Widerstände mit einem Drehstab. Der regelbare Widerstand besitzt einen Schlitz wo man den Widerstand mit einem Schraubendreher einstellen kann. Für den Modellbahner ist ein Potentiometer besser geeignet, da er nicht immer mit einem Schraubendreher hantieren muss, sonder bequem nur den Drehregler bedienen muss.

Potentiometer und regelbarer Widerstand.     Gefällewiderstand-Zweileiter-H0
Vergrößern - Bild anklicken



Bremsstrecken an Gefällestrecken- analog - Dreileitersystem - H0 -
Im Dreileitersystem ist die Schaltung ähnlich. Hier muss aber der Mittelleiter unterbrochen werden, da sonst auf beiden Schienen eine Unterbrechung mit jeweils einem Widerstand erforderlich wird. Nachfolgend seht ihr die Schaltung.

Gefällewiderstand Dreileitersystem
Vergrößern - Bild anklicken

Seitenanfang




Analoge Zugbeeinflussung - Anfahr- und Bremsmodule - Zweileitersystem - H0, N, TT -
Ein Anfahr- und Bremsbaustein bremst den Zug beim Einfahren in einen Haltebereich (z.B. vor einem Signal - Halt) langsam ab. Bei diesen Modulen ist darauf zu achten, bei welchen Lokmotoren wie sie eingesetzt werden können. So gibt es Bremsmodule die z.B. nicht für Glockenankermotore eingesetzt werden können. Der nachfolgend dargestellte Baustein kann auch nicht bei Wechselstrombahnen und beim Trix e.m.s-System eingesetzt werden.

Bremsmodul
Vergrößern - Bild anklicken

Seitenanfang





Der Rückmelder bzw. Gleisbesetzmelder im Dreileitersystem - Wechselstrom - H0 -
Im Bahnbetrieb kommt es häufig darauf an, dass wir wissen wollen, wo sich unsere Züge befinden. Insbesondere in Schattenbahnhöfen ist dies äußert wichtig. Deshalb wollen wir uns ansehen, wie eine einfache optische Gleisbesetzmeldung im Dreileitersystem (Wechselstrom) ausgeführt werden kann. Wir benötigen hier nicht viel an Elektronik (Schalter und monostabiles Relais). Das nachfolgende Schaltbild zeigt euch wie es geht. Natürlich ist das System für nur einen Schienenstrang dargestellt. Ihr könnt das System aber auf viele Schienenstränge erweitern.
Nun zur Funktion der Schaltung.
Die Schaltung besitzt zwei Trennstellen auf dem Schienenstrang und zwar an den beiden Nullleitern (rechte und linke Schiene). Nun muss man noch wissen, dass eine Märklin Radachse nicht isoliert ist. Dies bedeutet, dass Strom von z.B. dem rechten Wagenrad zum linken Wagenrad fließen kann und umgekehrt. Dies kann mit einem Multimeter nachgeprüft werden.
Da wir das Abstellgleis mit dem Ein-Aus-Schalter - der auf "ON" steht - mit Strom versorgen, kann ein Zug auch in das Abstellgleis einfahren. Da die Stromzufuhr zum Relais vorhanden ist, bleibt die Magnetspule des Relais angezogen und die Strommspannung zur Lampe bleibt unterbrochen.
Wir lassen nun einen analogen Märklinzug auf das Abstellgleis fahren. Dabei passiert der Zug die beiden unterbrochenen Schienen, bei der aber eine Schiene (linke Schiene) über den Ein-Aus-Schalter - der auf "ON" steht - weiterhin mit Strom versorgt wird. Der Zug fährt ein. Die Lampe leuchtet nun auf, da durch die leitenden Wagenachsen der Strom auch auf die rechte Schiene übertragen wird. Da nun auch die rechte Schiene mit Strom versorgt wird, kann über eine Verbindung zur Lampe, die Lampe aufleuchten, da sie mit Spannung versorgt wird.
Nun wird als nächstes die Stromzufuhr zum Abstellgleis unterbrochen, damit der Zug nicht mehr fahren kann. Das Relais geht nun in Ruhestellung (kein Strom mehr an die Spule) und verbindet den Bahnstromleiter mit dem Nullleiter. Die Lampe leuchtet weiter.
Das ganze funktioniert auch umgekehrt. Wenn das Abstellgleis wieder mit Strom versorgt wird, leuchtet weiter die Lampe. Erst wenn alle Wagen des Zuges den Bereich der Trennstellen verlassen haben, erlischt die Lampe.
Natürlich kann auch eine LED, anstatt einer Glühlampe (mind. 12 Volt) verwendet werden (Vorschaltwiderstand dann nicht vergessen).
Bei der Schaltung ist wichtig, das über ein optisches Signal - hier eine Lampe (12 Volt) - der Modelleisenbahner sehen kann, ob das Abstellgleis mit einem Zug besetzt ist oder ob das Gleis frei ist. Übrigens funktioniert das Ganze nicht mit Plastikräder, das diese keine leitende Verbindung herstellen können.

Rückmelder
Vergrößern - Bild anklicken

Der Rückmelder im Tunnelbereich - Wechselstrom - H0 -
Nun kann natürlich diese Schaltung auch für andere Zwecke der Rückmeldung verwendet werden. Denkbar wäre der Einsatz z.B. innerhalb von Tunnelstrecken. Wer relativ große Tunnelbereiche auf der Modellbahnanlage hat, kann die Rückmeldung dazu einsetzen, zu klären, ob sich in Tunnelbereichen ein Zug befindet, oder im Tunnelbereich ein Wagen verloren gegangen ist. Das letztere ist wichtig damit ein nachfolgender Zug keine Kollision mit dem verloren gegangen Wagen hat. Die Schaltung ist nicht so aufwendig wie beim Abstellgleis.

Rückmelder im Tunnelbereich
Vergrößern - Bild anklicken

PS: Es haben uns in Zusammenhang mit den obigen Schaltbildern, mehrere Anfragen in Hinblick auf monostabile Relais ereicht. Hierzu folgendes:
Relais sind magnetische Schalter, die von elektrischen Spannungen aktiviert werden. Es gibt hier bistabile und monostabile Relais. Beide Varianten haben Magnetspulen - wie Weichen - die Schaltvorgänge auslösen.
Monostabile mechanische Relais besitzen in der Regel eine Magnetspule und eine Feder. Wenn Spannung an die Magnetspule gelegt wird, wird der sich z.B. innerhalb der Magnetspule befindliche Eisenstab in Richtung Magnetspule gedrückt. Liegt keine Spannung an, so wird der Eisenstab über die Feder wieder in die Grundstellung zurück gezogen.
Arbeitsweise:
Sobald ein elektrischer Strom durch das Relais fließt, erzeugt die Spule eine magnetische Kraft zur Bewegung der Armatur oder eines Eisenstabes. Dabei werden die Kontakte bewegt, entweder zum Öffnen oder zum Schließen des jeweiligen Schaltkreises. Die Armatur verbleibt dann so lange in dieser Position, wie der elektrische Strom durch die Komponente fließt. Wird die Stromversorgung unterbrochen, drückt eine Feder die Armatur und die Kontakte in die jeweils entgegengesetzte Konfiguration. Bei einem Monostabilen Relais wird das Relais somit auf ausgesprochen vorhersehbare Art und Weise zurück in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.
Nachfolgend die Schaltzeichen von monostabilen Relais.

Monostabile Relais
Vergrößern - Bild anklicken

Seitenanfang



linie

Zurück         Zurück linie